Kardinal Newman und die Marienverehrung

Von Felizitas Küble

Am Sonntag, dem 13. Oktober, wird Kardinal John Henry Newman im Vatikan zur Ehre der Altäre erhoben. Auch Prinz Charles  – seine Mutter ist formal das Oberhaupt der Anglikaner, der britischen „Staatskirche“  –  wird an der Heiligsprechung teilnehmen.

Am 19. September 2010 wurde Newmann von Benedikt XVI.  – der ihn schon vor seiner Papstzeit als Theologe sehr geschätzt hat  – seliggesprochen.

Der künftige Heilige  – geboren am 21. Februar 1801 in London  – ist einst als Schriftsteller und anglikanischer Pfarrer in die katholische Kirche übergetreten, was in den gebildeten Kreisen Englands für großes Aufsehen sorgte – und dies umso mehr, als Newman sich zuvor sehr kritisch über Lehren und Frömmigkeitsformen der Katholiken äußerte, die sich in seinem Land ohnehin in einer benachteiligten Minderheitenposition befanden.

Newman neigte zunächst zu einer biblizistisch-evangelikalen Frömmigkeit. Später wurde ihm die Wichtigkeit der Sakramente und der Tradition stärker bewußt und er fühlte sich der hochkirchlich-anglikanischen Oxford-Bewegung verbunden, die teilweise das spirituell-theologische Erbe des katholischen Glaubens weiterführt, vor allem hinsichtlich der Marien- und Heiligenverehrung.

Gleichwohl behielt Newman seine Distanz zur katholischen Kirche bei. Aber vor allem durch das intensive Studium der Kirchenväter änderte sich seine Meinung grundlegend.

Zunächst hatte er geglaubt, katholische Dogmen mit Hilfe der Patristik (Kirchenväterlehre) widerlegen zu können.

Doch der gelehrte Theologe der „Church of England“ (Staatskirche von England) erkannte immer klarer, daß schon die Kirchenväter der ersten christlichen Jahrhunderte durch und durch katholisch waren. Besonders deutlich wurde dies beim heiligen Augustinus von Hippo, dem größten Kirchenlehrer der Antike (Altertum), dessen Mutter Monika ebenfalls als Heilige verehrt wird.

Hinsichtlich der Marienverehrung stand er einem biblisch geprägten Marienlob bereits in seiner anglikanischen Zeit durchaus positiv gegenüber; er ermutigte seine Glaubensgenossen, die Ankündigung der Madonna aus ihrem Magnificat ernst zu nehmen: „Siehe, von nun an werden mich seligpreisen alle Geschlechter“ (Lk 1,48).

Somit entspricht eine fehlende Wertschätzung Mariens nicht dem Geist und Buchstaben des Neuen Testaments.

Bereits in seiner ersten Predigt als anglikanischer Vikar würdigte er im Jahr 1826 die „makellose Reinheit“ der Gottesmutter. Auf dem biblisch geprägten Rosenkranzgebet stand er wohlwollend gegenüber.

Newman vertiefte sodann seine mariologischen Ansichten durch seine Beschäftigung mit den frühchristlichen Lehrern der Kirche. Seine wachsende Verehrung für die Mutter des HERRN war ein wesentliches Motiv für seine Konversion.

Ihm wurde nun aber gerade in dieser Hinsicht entgegengehalten, es gäbe übertriebene Formen des Marienkultes bei den Katholiken.

Der Konvertit hat dieses Problem keineswegs bestritten (wie sollte er dies auch?! –  Er, der aufrichtige Kämpfer für die Wahrheit!), aber darauf hingewiesen, daß der Mißbrauch nicht gegen die Sache selbst spricht. Volkstümliche Auswüchse sind bedauerlich, aber kein Argument gegen die amtliche kirchliche Lehre, die solche Entgleisungen nicht abdeckt.

Er schrieb hierzu: „Sollen wir etwa, weil ein Teil der Christen in der Andacht übertreibt, die Ehrfurcht vor ihr  verlieren?“  –  Es sei doch der Heilige Geist selbst, so Newmann, der Maria durch Elisabeth als die „Gesegnete unter den Frauen“ gepriesen habe und sie zuvor als „Gnadenvolle“ durch den Engel Gabriel begrüßte.

Für Kardinal Newman war die Marienverehrung keine Konkurrenz, sondern eine angemessene Begleitmusik zur Gottesliebe.

Sein Marienlob war christozentrisch  – und er erkärte gegenüber anglikanischen Kritikern, daß sich die mariologischen Dogmen der Kirche ebenfalls auf Christus beziehen.

Vor allem der Titel „Gottesgebärerin“ (Theotokos) verdeutlicht dies, denn damit bekennen die Gläubigen die göttliche Natur ihres Erlösers, der GOTT und Mensch zugleich ist. Es geht hier um das Glaubensgeheimnis der Inkarnation (Menschwerdung) der zweiten Person der göttlichen Dreieinigkeit.

Alle Vorzüge Mariens sind gnadenhaft, von GOTT in seiner Huld verliehen und ihr im Hinblick auf Christus geschenkt.

Wenn dies in privaten Andachten oder überzogenen Formen des „Volksglaubens“  – auch hinsichtlich der weitverbreiteten Sucht nach „Erscheinungen“ und „Botschaften“   – aus dem Blick gerät, muß dies korrigiert werden, doch stellen solche Auswüchse nicht die Berechtigung der kirchlichen Marienverehrung infrage.

Zu gewissen Fehlformen im Volksglauben erklärte Johannes Paul II., gewiß ein „marianischer“ Papst, in einer Ansprache vom 21.9.2001 an die vatikanische Gottedienstkongretation u.a. folgendes:

„Zuweilen scheinen Ausdrucksformen der Volksfrömmigkeit durch Elemente verunreinigt zu sein, die mit dem katholischen Glauben unvereinbar sind. In solchen Fällen müssen sie mit Besonnenheit und Geduld gereinigt werden, und zwar durch Kontakte zu den Verantwortlichen sowie eine aufmerksame und respektvolle Katechese, sofern grundsätzliche Unstimmigkeiten nicht sofort klare und direkte Maßnahmen nötig machen.“

Fehlentwicklungen gibt es vor allem dort, wo Christus fast nur als der „strenge Herrscher“ erscheint, der am Jüngsten Tage als Richter der Lebenden und Toten wiederkommt. Dabei wird zu wenig erkannt, daß Jesus uns vor allem den Zuspruch Gottes verkündigt hat – nicht allein seinen Anspruch. ER als Erlöser ist unser eigentlicher  Beistand und Mittler beim Vater, seine menschliche Mutter ist unser Vorbild und unsere Fürsprecherin.

Im Jahre 1849 stellte Newman klar, daß Mariens Stellung eine dienende ist – und daß sie ihre Gnadenvorzüge „um Jesu willen“ erhalten hat:

„Maria ist erhöht um Jesu willen. Es war geziemend, dass sie als Geschöpf, wenngleich das erste unter den Geschöpfen, eine dienende Aufgabe haben sollte. Gleich anderen ist auch sie in die Welt gekommen, ein Werk zu tun; sie hatte eine Mission zu erfüllen; ihre Gnade und ihre Herrlichkeit sind ihr nicht für sie selbst gegeben, sondern um ihres Schöpfers willen.“

Auch beim Rosenkranz erkannte er, wie christozentrisch und biblisch geprägt dieses betrachtende Gebet ist. Er erläuterte, seine „große Kraft“ liege darin, „dass er das Glaubensbekenntnis zu einem Gebet macht; natürlich ist das Credo als solches schon Gebet und eine große Ehrbezeugung Gott gegenüber.

Aber der Rosenkranz stellt uns die großen Wahrheiten des Lebens und Sterbens Christi vor Augen und bringt sie unserem Herzen näher. Wir betrachten so all die großen Geheimnisse seines Lebens: von seiner Geburt in der Krippe bis zu seinem Leiden und zu seinem Leben in Herrlichkeit.“

Kardinal Newman hat seine Marienverehrung in der Autobiographie „Geschichte meiner religiösen Überzeugungen“ (Apologia pro vita sua) dargelegt, worin er 20 Jahre nach der Konversion seine Standpunkte begründet hat – und vor allem in seiner Schrift „Die heilige Maria. Eine Apologie und historische Begründung des Marienkults“.

WEITERE INFOS:
Päpstliche Klarstellungen zur Volksfrömmigkeit: https://www.dbk.de/fileadmin/redaktion/veroeffentlichungen/verlautbarungen/VE_160.pdf
Studien zu Newmans Mariologie von Prof. Dr. Joseph Schumacher: http://www.theologie-heute.de/NewmanMaria.pdf
Seine theologische Laufbahn vor der Konversion: https://www.grin.com/document/171169
Kardinal Newman, Maria und der Rosenkranz: https://de.zenit.org/articles/kardinal-newman-ein-grosser-rosenkranzbeter-und-lehrer-des-gebetes/

 


Pater Richard Henkes wird seliggesprochen

Der deutsche Pallottinerpater Henkes (1900 – 45) ist bisher nur Eingeweihten als überzeugter Opponent des Hitler-Regimes geläufig. Doch das könnte sich am heutigen Sonntag ändern: Da wird Kurienkardinal Kurt Koch Pater Henkes im Limburger Dom selig sprechen.

„Pater Henkes war ganz davon überzeugt, dass das nationalsozialistische Regime mit menschlichen und christlichen Werten nichts zu tun hat, dass es eine anti-christliche, neu-heidnische Ideologie ist.“

Das sagt Kardinal Koch im Gespräch mit Radio Vatikan. Der Priester habe im Lauf seines Lebensauch innere Krisen erlebt, sei daran aber „gereift“.

Der Kardinal, der im Vatikan für Ökumene zuständig ist, nennt den neuen Seligen „ein Vorbild nicht nur für die Katholiken, sondern für alle Christen, die konsequent in der Nachfolge Christi stehen“.

Derzeit seien 80 Prozent der Menschen weltweit, die wegen ihrer Religion verfolgt werden, Christen; darum sei das Vorbild Henkes auch heute besonders aktuell.

P. Richard Henkes hat in der Nazizeit die Botschaft Christi furchtlos und offen verkündet. Auf der Kanzel und als Exerzitienmeister nahm er auch in der Gegenwart von Nazispitzeln kein Blatt vor den Mund.

Die SS nannte das „Missbrauch der Kanzel“ und isolierte ihn im KZ Dachau. Pater Henkes nannte wiederholt die NS-Verbrechen beim Namen, z. B. bei der Tötung Behinderter, die er auf der Kanzel in Branitz als Mord anklagte.

Er mühte sich außerdem um Ausgleich und Versöhnung zwischen Deutschen und Tschechen und versuchte mit konkreten Aktionen, Verfolgten und Eingekerkerten beizustehen.

Höhepunkt seines Einsatzes für andere war sein freiwilliger Dienst bei den Typhuskranken auf Block 17. Nach achtwöchigem Einsatz infizierte er sich und starb am 22. Februar 1945.

Quelle (Text/1.Foto) und vollständiger Artikel hier: https://www.vaticannews.va/de/papst/news/2019-09/kardinal-koch-selig-pallottiner-deutschland-richard-henkes-limbu.html

Gemälde: Evita Gründler


Papst Franziskus anerkennt das Martyrium von Pater Alfredo Cremonesi

Am 19. März genehmigte Papst Franziskus die Anerkennung des Martyriums von Pater Alfredo Cremonesi. Der Geistliche wurde am 16. Mai 1902 in Ripalta Guerina (Italien) geboren. Am 7. Februar 1953 wurde er in Myanmar, wo er 28 Jahre als Missionar tätig war, ermordet.

Bei Ausschreitungen zwischen Regierungssoldaten und Rebellen steckten Soldaten das Wohnhaus des Missionars und das Kloster im Dorf Donoku in Brand, wobei Pater Alfredo schließlich erschossen wurde.

Zuvor war er aufgefordert worden, den Ort zu verlassen, aber er wollte bei seinen Gläubigen bleiben. Er hatte sein Leben in den Dienst der Ärmsten und Verlassensten gestellt und das Evangelium unter den einheimischen Stämmen verkündet.

Bischof Daniele Gianotti von Crema bekräftigte im Zusammenhang mit der Anerkennung des Martyriums:

„So Gott will, können wir die feierliche Seligsprechungs-Liturgie von Pater Alfredo schon im nächsten Oktober in Crema feiern. Das Zeugnis von P. Alfredo wird uns helfen, das Feuer der Mission in uns lebendig zu halten, den Wunsch, die Botschaft Christi zu allen zu bringen“.

Quelle: Fidesdienst

 


Der „heilige Arzt von Moskau“ ist unvergessen

Dr. Friedrich Josef Haas: „Beeilt euch, Gutes zu tun!“

Vatikan-News (früher „Radio Vatikan“ genannt) hat kürzlich eine Sendung von Aldo Parmeggiani über einen Menschen ausgestrahlt, der schon zu seinen Lebzeiten „Der Heilige“ genannt wurde. Seine Seligsprechung könnte bald erfolgen.
Hier folgen einige Auszüge aus dem erwähnten Beitrag:  
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Der ungewöhnliche Lebensweg von Friedrich Josef Haas, der als der heilige Doktor von Moskau in die Geschichte eingegangen ist, begann im heimatlichen Münstereifel bei Köln. Hier wurde er am 10. August 1780 geboren. Sein Großvater ist Arzt, sein Vater betreibt eine Apotheke.
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BILDER: Zwei Briefmarken der Bundespost würdigen Dr. Haas – auf der ersten Marke lautet der letzte Satz: „Heiliger Doktor von Moskau“
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Haas beschließt nach Abschluss der Schule an der Universität von Jena, Mathematik und Philosophie zu studieren. Jedoch schon bald zieht er nach Wien, um dort die Ausbildung zum Medicus zu erlangen.
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Einer seiner ersten Patienten ist der russische Fürst Repnin, der unter einer schweren Augenkrankheit leidet. Er erkennt die Begabung von Friedrich Haas und lädt den jungen Arzt nach Russland ein.
1802 erscheint er dort als Fjodor Petrowitsch Gaas. Schon im Juni 1807 wird er zum Chefarzt eines renommierten Krankenhauses, nämlich der Pawlowskaja–Klink Moskau. Außerdem lehrt er auf der medizinisch-chirurgischen Akademie und arbeitete freiwillig in zwei Altersheimen.  
Den größten Teil seiner Arbeit widmet er jedoch der Fürsorge der Gefangenen in Sibirien. Er ist fest davon überzeugt, dass der Mensch von Natur aus gut ist, weil Gott ihn nach seinem Ebenbild geschaffen hat. Sein Lebensmotto lautet: Beeilt euch, Gutes zu tun.
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Im Jahre 1829 wurde Dr. Haas zum Chefarzt aller Moskauer Gefängnisse bestellt, was auch die ärztliche Aufsicht über die zur Verbannung verurteilten Strafgefangenen einschloss.
Er bemühte sich, die Polizeiärzte zu größter Menschlichkeit den Gefangenen gegenüber anzuhalten. Auch für die Pflege religiöser Gesinnung bei den Inhaftierten war er sehr besorgt.
Der Empfang der Eucharistie und des Bußsakramentes im Kreis der Gefangenen lag ihm sehr am Herzen.
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1832 veranlasste er die Befreiung aus den Ketten für die Schwachen und Krüppel und begann einen energischen Kampf gegen den sog. Prut und gegen die Kopfrasur der Gefangenen.
Der Prut war ein etwa dreiviertmeterlanger Eisenstab, an dem acht bis zehn Eisenringe aufgezogen waren, um darin die Hand jeweils eines Gefangenen für den Transport einzuschließen.
Tausende an der Prut Gefesselte schleppten sich Tag und Nacht zusammengekettet oftmals in eisiger Kälte auf dem endlosen Weg nach Sibirien. Nur die Sterbenden wurden vom Prut befreit.
Nach zwei Jahren unermüdlichen Einsatzes gelang es Haas schließlich den Prut durch menschlich erträglichere Fußfesseln zu ersetzen. Die schweren Eisenfesseln wurden durch leichtere ersetzt und innen mit Leder ausgelegt.
Unvergesslich ist der Einsatz von Dr. Haas bei der verharrenden Cholera-Epidemie in Moskau. Im Hospital war im Jahre 1830 der erste Cholerakranke eingeliefert worden – ein älterer Handwerker. Er atmete mühsam und stöhnte.
Haas rief die jungen Ärzte zusammen. Er beugte sich über den von Fiberkrämpfen geschüttelten Mann und umarmte ihn.
Einem jungen Kollegen, der darauf energisch protestierte, erwiderte er: „Ich tue, was der HERR befiehlt. Ich begrüße meinen kranken Bruder. Die Krankheit ist nicht ansteckend und ich vertraue nicht nur auf Gott, ich weiß auch sehr wohl, dass von der Berührung mit einem Cholerakranken keine Gefahr droht.“
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Während des Auf-und-Abs seiner finanziellen Situation nahm der unverheiratete Arzt ein Pflegekind an. Auch gründete er eine Schule für Kinder von Strafgefangenen. Nach fünf Jahren als Chefarzt am „Altkatherinen Krankenhaus“ übernahm Friedrich Josef Haas im Jahre 1845 die Leitung am neueröffneten Krankenhaus „Haassovka“…
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Im Wissen um seinen baldigen Tod schreib Dr. Haas am 21. Juni 1853 sein Testament. „Alle, die meinen, dass sie mir etwas schuldig geblieben sind, sollen wissen, dass ich Ihnen alles verzeihe. Ich denke ständig über den Segen nach, dass ich so ruhig und mit allem zufrieden bin und keinen Wunsch habe, außer den einen, dass der Wille Gottes sich an mir erfüllen möge.“
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Nach einem erfüllten Leben starb er am 16. August 1853 in Moskau. Seine Beisetzung auf dem Ausländerfriedhof auf den Wwedenskoje fand unter dem Geleit von etwa 20.000 Menschen statt – russisch-orthodoxe wie römisch-katholische Christen, Gesunde und Kranke, Hohe und Niedrige.
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Auf der Umzäunung seines Grabes hängen gesprengte Eisenfesseln als Zeichen seines Wirkens für die Unterdrückten. Der Stein unter dem Grabkreuz trägt als Aufschrift seinen Leitsatz: „Beeilt euch, Gutes zu tun“.
Obwohl der Arzt schon fast 150 Jahre tot ist, ist sein Grab bis auf den heutigen Tag immer mit frischen Blumen geschmückt.
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Während in Moskau sogar Straßen und Plätze nach ihm benannt wurden, wird Friedrich Josef Haas in Deutschland erst allmählich bekannt.
Im Jahre 1980 widmete ihm die Deutsche Bundespost anlässlich der Gedenkfeiern zum 200. Geburtstag eine Briefmarke mit dem Begleittext: Friedrich Josef Haas, 1780 bis 1853, heiliger Doktor von Moskau.
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Quelle und vollständiger Text hier: https://www.vaticannews.va/de/kirche/news/2018-12/menschen-in-der-zeit-friedrich-josef-haas0.htmlhttps://www.vaticannews.va/de/kirche/news/2018-12/menschen-in-der-zeit-friedrich-josef-haas0.html

Chiara Lubich und der „verlassene Jesus“

Von Felizitas Küble

Vom Theologen Detlev Fleischhhammel aus Berlin stammt die „steile“ Aussage: Der einzige Mensch, der je wirklich von Gott verlassen gewesen ist, war Jesus Christus am Kreuz.

Bei Chiara Lubich, der Gründerin der katholisch-ökumenischen Fokolar-Bewegung, war die Verehrung des „verlassenen Jesus“ sogar eine der beiden „Säulen“ ihrer besonderen Spiritualität  – die zweite Säule war der Einheitsgedanke, wobei sie nicht nur an eine geeinte Christenheit dachte, sondern ihr Anliegen auf alle Religonen ausdehnte und den Eine-Welt-Gedanken propagierte.

Lubich  – deren mögliche Seligsprechung bereits kirchlich diskutiert wird –  bezeichnete Christus oft als den „verlassenen Jesus“ oder „verlassenen Gekreuzigten“. Über diese spezielle Frömmigkeitsform gibt es ausführliche Literatur, zB. das Buch „Jesu Gottverlassenheit als Heilsereignis in der Spiritualität Chiara Lubichs.“

Frau Lubich starb am 14. März mit 87 Jahren in Rocca di Papa bei Rom; im selben Jahr feierte ihre geistliche Gemeinschaft das 50-jährige Bestehen.

Wie steht es nun mit der „Verlassenheit“ Christi am Kreuz? War unser HERR und Erlöser wirklich von seinem himmlischen Vater gleichsam im Stich gelassen, von IHM getrennt?

Es wäre ein Kurzschluß, dies zu schlußfolgern, zumal unser Heiland GOTT und MENSCH in einer Person ist – und seine göttliche Natur kann ohnehin nicht „gottverlassen“ sein.

Jesu Ausruf am Kreuz stammt aus Psalm 22

Das Rätsel dieses Rufes Jesu löst sich, wenn wir bedenken, daß Christus hier den 22. Psalm betete, einen sog. „Klagepsalm“ aus dem AT, der mit den Worten beginnt: „Mein Gott, mein Gott, warum hast Du mich verlassen?“ 

Doch die niedergedrückte Stimmung weicht dann zunehmend einem großen Gottvertrauen, ja tiefer Dankbarkeit gegenüber dem himmlischen Vater. 

Im ersten Teil von Psalm 22 werden Nöte, Bedrängnisse und bittere Verfolgung erwähnt. Doch bald dringt schon der Lobpreis Gottes durch, begleitet von vertrauensvollen Bitten.

Im zweiten Teil steht der Dank im Mittelpunkt; gerühmt werden Gottes große Heilstaten, die er an Israel und den Völkern gewirkt hat bzw. noch vollbringen wird, wie es der Psalmist  im letzten Vers freudig ausruft; das erinnert uns an Christi weiteres Wort am Kreuz: „Es ist vollbracht.“  –  Dies entspricht inhaltlich dem Schlußsatz von Psalm 22. (In der Septuaginta  –  der griechischen Übersetzung des AT –  ist es übrigens der Psalm 21, weil dort eine andere Zählung gilt, nachdem der erste und zweite Psalm zusammengezählt werden.)

Die beklagte „Gottverlassenheit“ ist also gleichsam der Einstieg, der dann in Lob und Dank, in Vertrauen und Zuversicht einmündet.

Dieses Gebet ist ein „messianischer Psalm“

Es handelt sich bei diesem Gebet zudem um einen „messianischen Psalm“, der im Hinblick auf das Heilswirken Christi zu verstehen ist. Somit hat der Gekreuzigte durch seine Anrufung die messianische, auf IHN bezogene Bedeutung dieses Psalms bestätigt.

So heißt es in Vers 8 und 9: „Alle, die mich sehen, verspotten mich, sperren das Maul auf und schütteln den Kopf: Er klage es dem HERRN, der helfe ihm heraus und rette ihn, hat er Gefallen an ihm.“ 

In Vers 17 ist davon die Rede, daß „die Rotte der Bösen mich umringt; sie haben meine Hände und Füße durchgraben“.

Die Vers 18 und 19 lauten: „Ich kann alle meine Knochen zählen; sie aber schauen zu und sehen auf mich herab. Sie teilen meine Kleider unter sich und werfen das Los um mein Gewand“.

Es ist daher theologisch mißverständlich, vom „verlassenen Jesus“ zu sprechen  – und geradezu irreführend, daraus auch noch eine spezielle Spiritualität zu entwickeln und in den Mittelpunkt zu rücken, wie dies durch die Gründerin der Fokolar-Bewegung geschah.

Unsere Autorin Felizitas Küble leitet den KOMM-MIT-Verlag und das Christoferuswerk in Münster, das dieses CHRISTLICHE FORUM betreibt.


„Unfehlbarkeit“ von Heiligsprechungen?

Von Felizitas Küble

In katholischen Gesprächszirkeln und Blogs wird immer wieder über die Frage diskutiert, ob Heiligsprechungen unter die päpstliche Unfehlbarkeit fallen.

Zunächst vorweg zur Klarstellung: Es steht fest, daß Seligsprechungen nicht unfehlbar sind. Die Kirche hat hier sogar bisweilen die Notbremse gezogen, z.B. im Fall des „seligen“ Knaben Anderl (Andreas) von Rinn, dessen Kult sie ausdrücklich zurückgenommen hat.

Es soll sich, so glaubte man einst, bei dem ermordeten Kind um ein Opfer jüdischen Ritualmords gehandelt haben. Nachdem die unhistorische Herkunft dieser Legende erwiesen war, untersagte die Kirche eine weitere Verehrung des Anderl.

Zudem müssen Seligsprechungen nicht vom Papst selbst verkündet werden – das kann grundsätzlich auch ein Kardinal oder kirchlicher Gesandter übernehmen, was  mehrfach vorgekommen ist, insbesondere unter dem Pontifikat Benedikts. 

Nun stehen Heiligsprechungen zweifellos eine Stufe höher als Seligsprechungen: Während es bei Seligsprechungen nur um einen regionalen oder um einen auf einen bestimmten Orden beschränkten Kult geht, ist dieser bei Heiligsprechungen universal, also für die weltweite Kirche gültig.

Damit eine bestimmte päpstliche Entscheidung jedoch „unfehlbar“ ist, muß es klare Bestimmungen geben; dafür genügend keine spekulativen „Ermessensgründe“ oder fromme Anmutungen, auch nicht die „Mehrheitsmeinung“ der früheren oder heutigen Theologen etc.

Tatsache ist jedenfalls, daß es

  1. kein Dogma gibt, wonach Heiligsprechungen unfehlbar seien
  2. in zweitausend Jahren keine einzige entsprechende Konzilsäußerung vorliegt
  3. Die päpstliche Kanonisations-Formel den entscheidenden Begriff „unfehlbar“ nicht enthält

Es existiert zudem keine päpstliche Enzyklika, die sich diesem Thema widmet oder sich auch nur beiläufig damit befaßt (und selbst wenn es so wäre: solche Hirtenschreiben fallen wiederum auch nicht unter die päpstliche Unfehlbarkeit).

Abgesehen davon geht es bei einer Heiligsprechung nicht um eine Entscheidung über eine Glaubens- oder Sittenfrage. Zudem sind unfehlbare Glaubenssätze (= Dogmen) für Katholiken verpflichtend; die Heiligenverehrung aber nicht, sie wird lediglich empfohlen.

Überdies beruhen Dogmen auf der göttlichen Offenbarung (Bibel und apostolische Überlieferung), nicht jedoch die einzelnen Kanonisationen. Es geht hier auch nicht um jenes „hinterlegte Glaubensgut“ (depositum fidei), das „immer und überall“ in der Kirche vorhanden war.

Jene, die behaupten, Heiligsprechungen seien unfehlbar, müssen erst einmal den Beweis hierfür erbringen – und nicht umgekehrt.

Dazu kommt, daß es mehrfach eine „Reform“ des Heiligenkalenders gab.

Das bedeutet vor allem, daß bestimmte Heilige, die man zuvor als solche verehrte, aus dem Martyrologium „gelöscht“ wurden, wenn z.B. erhebliche Zweifel an ihrer historischen Existenz aufkamen, es zu viel legendäres Rankenwerk um ihr Leben gab oder inhaltliche Bedenken auftraten. Weil sich Kirchenkritiker auf Clemens v. Alexandrien beriefen, wurde er im Jahr 1584 aus dem Heiligenkalender gestrichen.

BILD: Der hl. Christopherus gilt als Patron der Autofahrer (Foto: Dr. Bernd F. Pelz)

Manchmal kam es auch zu Kompromissen, etwa beim hl. Christopherus, der 1962 vom Vatikan aus der Heiligenliste gestrichen wurde, aber im deutschen Diözesankalender verbleiben durfte. 2004 wurde er wieder  n e u  ins römische Martyrologium aufgenommen.

Sehr bekannt und beliebt war die 1837 päpstlich in den Heiligenkalender aufgenommene Philomena; 1841 ehrte Gregor XVI. sie zudem mit einem Fest am 11. August. In einem alten Buch wurde sie im Titel gar als „Die Wundertäterin des 19. Jahrhunderts“ gewürdigt; sie war die Lieblingsheilige des Pfarrers von Ars. –  Dennoch wurde sie 1961 aus dem Verzeichnis der Heiligen entfernt. Manche Anhänger akzeptieren das nicht und verehren sie fleißig weiter; es gibt sogar eine eigene „Philomena“-Fanzeitschrift usw. (Diskussionen darüber u.a. hier: https://kreuzgang.org/viewtopic.php?f=1&t=3404)

Sodann existierte z.B. jahrhundertelang ein kirchlicher Kult um den „heiligen“ Simon von Trient, auch angeblich ein Opfer jüdischer Ritualmörder. Sein Gedenktag war der 24. März, sein Name stand im Martyrologium, wie man diesem Auszug aus einem älteren Buch entnehmen kann: http://www.heiligenlegenden.de/monate/maerz/24/simon/home.html

1965 hat die Kirche jedoch die Verehrung eingestellt und erklärt, der „Ritualmord“ zu Trient habe nie stattgefunden.

Dies hatte allerdings Papst Sixtus IV. schon vierhundert Jahre früher erkannt und die Simon-Verehrung sogar mit Exkommunikation bedroht. Doch er konne die damalige judenfeindliche Stimmung nicht wirksam eindämmen. Sein Nachfolger Sixtus V. zeigte sich gegenüber dem verhängnisvollen Volks(aber)glauben nachgiebiger und akzeptierte den Simon-Kult im Jahre 1588. Die Kirche hat hier zweimal ihren Standpunkt geändert: Erst von Contra auf Pro, dann von Pro auf Contra.

Ähnlich lief es beim „heiligen“ Werner von Bacharach; hier wurde der entsprechende Eintrag ins Heiligenverzeichnis 1963 „gelöscht“: https://de.wikipedia.org/wiki/Werner_von_Oberwesel

Nun wird manchmal der Einwand erwähnt, Heiligsprechungen müßten schon aus Gründen der „Angemessenheit“ unfehlbar sein, weil Katholiken, die sich um Fürbitte an einen Heiligen wenden, hierüber eine absolut sichere Klarheit benötigen würden.

Dasselbe Argument könnte man aber mit gleicher Logik auch hinsichtlich der Seligsprechungen anbringen, schließlich dürfen Gläubige auch einen Seligen um Fürsprache bitten. Nun steht fest, daß Seligsprechungen nicht unfehlbar sind; dieses Thema ist unter Theologen nicht einmal strittig, sondern eindeutig geregelt.

Übrigens gab es beim Zeremoniell der Heiligsprechung jahrhundertelang bis zur Frühzeit der Reformation das sog. „Gebet gegen den Irrtum“ mit der Bitte, Gott möge die Kirche bei diesem Akt vor einem Fehler bewahren. Daraus hat schon Luther geschlußfolgert, also sei sich der Papst seiner Sache wohl nicht ganz sicher. Näheres über dieses „Gebet gegen den Irrtum“ in dem Fachbuch „Papsturkunden und Heiligsprechung“: https://books.google.de/books?isbn=3412258059

Sodann wird gesagt, eine Kanonisation gelte für die gesamte Weltkirche, daher müsse sie infallibel (unfehlbar) sein. Dies allein ist aber kein zwingendes Argument, denn das vom Papst als oberster Gesetzgeber bestimmte Kirchenrecht (der CIC) beansprucht ebenfalls universale Geltung, obwohl es nicht göttlichen, sondern menschlichen bzw. kirchlichen Rechts ist  –  was allseits unbestritten ist.

Gleichwohl geht die Kirche grundsätzlich bei Seligsprechungen und erst recht bei Heiligsprechungen zweifellos sorgfältig vor. Bevor eine Erhebung zur „Ehre der Altäre“ stattfindet, ist in der Regel ein langwieriger kirchenrechtlicher „Prozeß“ vorausgegangen, ein Informationsverfahren erst auf diözesaner Ebene, danach im Vatikan. Dabei ist die Kirche freilich auf die Wahrheitsliebe und Glaubwürdigkeit der Zeugen angewiesen, die sie nicht absolut sicher gewährleisten kann. Sodann sind Gebetserhörungen bzw. ein erwiesenes Wunder auf die Fürsprache des Verehrten erforderlich.

Von daher gibt es gewiß eine gründliche und fundierte Basis für solche Kanonisationen – allerdings beinhaltet seriöse Verläßlichkeit noch keine Unfehlbarkeit.

So sieht das offenbar auch Kurien-Bischof Giuseppe Sciacca, von Amts wegen Sekretär der Apostolischen Signatur im Vatikan: https://www.lastampa.it/2014/07/10/vaticaninsider/are-canonizations-infallible-r2aK5PypZe95tWoFf53v8K/pagina.html

Ebenso der am 27.10.2018 verstorbene Theologe Monsignoe Brunero Gherardini. Der ehem. Dekan der Theologischen Fakultät der Päpstlichen Lateranuniversität veröffentlichte seine Einwände zur „Unfehlbarkeit“ von Heiligsprechungen unter dem Titel „Canonizzazione ed infallibilita“ in der Zeitschrift der Päpstlichen Akademie für Theologie im Jahr 2003.

HIER haben wir erläutert, warum die Verehrung und Anrufung der Heiligen auch biblisch begründet ist: https://charismatismus.wordpress.com/2011/08/06/die-fursprache-der-gerechten/

Bedenken zur Heiligspechung von Papst Paul VI. durch die Priesterbruderschaft St. Pius X: https://fsspx.de/de/news-events/news/kommuniqu%C3%A9-des-generalhauses-zur-heiligsprechung-papst-pauls-vi-41189

 


Indien: Katholiken wünschen Seligsprechung der Märtyrer von Kandhamal

Indische Katholiken schreiben an Papst Franziskus und bitten, die Verfahren zu beschleunigen, mit denen die Opfer der Gewalt vor zehn Jahren in Kandhamal zu Märtyrern erklärt werden sollen.

Im indischen Bundesstaat Orissa hatten extremistische Hindus eine Art „ethnische Säuberung“ unter den örtlichen Christen durchgeführt.

Zum 10. Jahrestag dieser Tragödie wandte sich der ehem. Präsident des Verbandes der indischen katholischen Laien „All India Catholic Union“, John Dayal, in einem Schreiben an den Papst, in dem er „die besondere Kraft des Glaubens der gefährdeten Gemeinden“ würdigt.

Nach der alten Evangelisierung des Subkontinents lebten indische Gläubige „in der Sicherheit einer demokratischen Republik, deren Verfassung die Freiheit des Glaubens garantiert. Seit der Unabhängigkeit war dies eine ausreichende Garantie“, schreibt der engagierte Laie.

„Doch es gab auch traumatische Momente in unserer Geschichte“, heißt es in dem Schreiben weiter:

„Am Ende des achtzehnten Jahrhunderts nahm der Sultan von Mysore, Tipu, hunderttausend Katholiken an der Westküste von Kerala und in Mangalore gefangen. Viele von ihnen starben an Folter und Krankheit. Bis 2008 war dies die größte Gewalt gegen die katholische Glaubensgemeinschaft, und bisher haben die Opfer nicht die Anerkennung erhalten, die sie verdienen.

2008 erlebten wir dann im Distrikt Kandhamal im Bundesstaat Orissa am 25. August 2008 ein zweites Mal ein Pogrom gegen Christen, das mehrere Wochen dauert“, beklagt Dayal.

Über 60.000 Kinder, Frauen und Männer, alte und junge Menschen oder auch schwangere Frauen flohen in Wälder, so dass rund 30.000 noch ein Jahr danach in den Flüchtlingslagern der Regierung lebten. In über 400 Dörfern wurden Übergriffe auf Christen verübt, bei denen 6000 Häuser zerstört und ca. 300 Kirchen und kirchliche Einrichtungen verwüstet wurden.

Rund 120 Menschen wurden ermordet, darunter Pater Bernard Digal, Priester Dalit und Schatzmeister der Erzdiözese Cuttack-Bhubaneswar, die den Bezirk Kandhamal umfasst.

„Viele andere Laien und Priester haben ihr Leben verloren und wurden mit Schwertern, Macheten oder Feuer ermordet“, schreibt Dayal: „Diese Katholiken haben sich tapfer dem Tod gestellt, anstatt ihren Glauben aufzugeben. Viele Frauen wurden vergewaltigt, einschließlich einer Ordensschwester“. 

„Zehn Jahre später sind die meisten Mörder frei“, beklagt er: „Es mussten jahrelange Gerichtsverfahren bis vor dem Obersten Gerichtshof Indiens geführt werden, um eine angemessene Entschädigung zu erhalten, damit Häuser wieder aufgebaut werden können. Doch der Wiederaufbau eines Lebens ist noch einmal eine andere Sache.“

Doch „die Standhaftigkeit und der Glaube waren für die Gemeinschaft der indischen Katholiken ein leuchtendes Beispiel. Wir haben bereits alle indischen Bischöfe gebeten, die Opfer der Gewalt im Jahr 2008 von der Kirche als Märtyrer des Glaubens anerkennen zu lassen“.

Der Erzbischof von Cuttack Bhubaneswar, heißt es in dem Brief abschließend, „hat den Prozess formell auf den Weg gebracht. Wir beten nun dafür und bitten, dass Papst Franziskus das Verfahren beschleunigen möge. Dies wird den Glauben eines jeden von uns stärken.“

Quelle: Fidesdienst