Bischof Rudolf Voderholzer bekräftigt den Sinn des priesterlichen Zölibats

Regensburger Oberhirte gegen „Missbrauch des Missbrauchs“

Im Rahmen des Pontifikalamtes zum Hochfest des hl. Wolfgang nahm der Regensburger Bischof Dr. Rudolf Voderholzer Bezug auf die öffentliche Debatte um die MHG-Studie über den sexuellen Missbrauch an Kindern und Jugendlichen von Klerikern in der Kirche, vor allem aber auf die Konsequenzen, die nach Meinung bestimmter Kommentatoren daraus gezogen werden sollten.

Die Stimmen mehren sich, die Teilen der MHG-Studie erhebliche Schwächen nachweisen. Insbesondere wird die Schlussfolgerung kritisch gesehen, dass angeblich die zölibatäre Lebensform der Priester und die Haltung der katholischen Kirche zur Homosexualität mitursächlich für den sexuellen Missbrauch seien.

Man gewinnt den Eindruck, nicht wenigen Interessierten komme diese Schlussfolgerung gerade recht, um lange ersehnte kirchenpolitische Ziele zu verfolgen.

Es ist auch kaum mehr von den Opfern und einer Verbesserung der Prävention die Rede, sondern von grundstürzenden Veränderungen in der Kirche und der Gestalt des geistlichen Dienstamtes, erklärt der Bischof von Regensburg und fügt hinzu:

„Ich halte das für einen Missbrauch des Missbrauchs, insbesondere für einen Missbrauch der Opfer des Missbrauchs. Wenn der Zölibat ursächlich wäre für diese Verbrechen, wie erklärt es sich dann, dass 99,9 Prozent dieser Fälle von nicht zölibatär lebenden Männern getan werden?

Die Ehelosigkeit um des Himmelreiches willen ist die Lebensform Jesu und der Apostel, sie stand in der Kirche von Anfang an wegen ihres Zeugnischarakters in hohem Ansehen und wurde vom Mönchtum, aber auch von Bischöfen und Priestern gelebt, lange bevor sie dann für den Bereich der Westkirche im Mittelalter verbindlich vorgeschrieben wurde. Zu behaupten, der Zölibat sei im Mittelalter ausschließlich aus ökonomischen Gründen eingeführt worden, entbehrt jeder historischen Vernunft.“

Jeder Priesteramtskandidat weiß, so der Bischof weiter, dass die Kirche die freiwillige Annahme des Zölibats als Berufung zur Christusnachfolge zum Kriterium der Berufung in den geistlichen Dienst gemacht hat. Jeder Weihekandidat bekundet ausdrücklich diese Freiwilligkeit.

Dass diese Lebensform in einer übersexualisierten Gesellschaft ein Skandalon darstellt, angefochten, verlacht und bespuckt wird, sei noch lange kein Grund, von dieser biblisch begründeten Tradition abzugehen: „Vielleicht war sie noch nie so wichtig wie heute!“, gibt Bischof Dr. Rudolf Voderholzer zu bedenken.

Notwendig sei freilich eine gute Vorbereitung der Priesteramtskandidaten und eine gute Begleitung der Priester, damit diese Lebensform gut gelebt werden und ihren Zeugnischarakter auch bewahren kann, betont Bischof Voderholzer:

„Unsere Priesterausbildung berücksichtigt sehr wohl die psychologischen und menschlichen Gesichtspunkte, die notwendig sind für eine reife Persönlichkeit. Ich lege dafür meine Hand ins Feuer. Und ich möchte auch an dieser Stelle der überwältigenden Mehrheit der Priester mein Vertrauen aussprechen, die ihren Dienst eifrig und gewissenhaft tun, die unbescholten waren und sind.“

In Deutschland gibt es mit Recht ein sehr strenges Datenschutzgesetz. Gleichzeitig wird von bestimmter Seite die Forderung erhoben, die Personalakten, also einen Datenbestand von höchster Sensibilität, die Personalakten aller Priester gewissermaßen der Öffentlichkeit preiszugeben:

„Dieses Ansinnen ist ungeheuerlich! Die Priester genießen denselben Datenschutz wie alle anderen Menschen auch. Niemand käme doch auf die Idee, den Staat aufzufordern, alle  Personalakten der Lehrer offen zu legen, weil es auch in Schulen zu Fällen sexuellen Missbrauchs kommt. Wenn ein begründeter Anfangsverdacht besteht, dann hat die Staatsanwaltschaft das Recht auf Akteneinsicht und die Pflicht zur Aufklärung“, so der Regensburger Oberhirte.

Und weiter: „Aber diesen Generalverdacht, der sich hier breit macht, weise ich auf das Entschiedenste zurück! Das haben die Priester nicht verdient. Und das hat die katholische Kirche nicht verdient. Die katholische Kirche ist die erste und einzige Institution der Zivilgesellschaft in Deutschland, die sich in so umfassender Weise diesem Problem stellt.

Ich kann nicht dazu schweigen, dass nun der Eindruck im Raum stehen bleibt, wir seien die einzige Institution, die dieses Problem hat. Ja, wir haben gelernt, dass die Opferperspektive absoluten Vorrang hat vor jeder Rücksichtnahme auf die Institution oder die Täter. Aber sind denn die vielen Opfer in den anderen Bereichen der Gesellschaft weniger wert oder bedeutsam?“, so Bischof Voderholzer abschließend.

Quelle: https://www.bistum-regensburg.de/news/debatte-um-mhg-studie-bischof-rudolf-voderholzer-stellt-klar-zoelibat-ist-lebensform-nach-vorbild-von-jesus-christus-und-den-aposteln-6369/


Venezuela: Linkssozialisten jagen nackte Priesterseminaristen durch die Straßen

Laut Medienberichten ist eine Gruppe von Priesteranwärtern von Anhängern der linksgerichteten Regierung des Präsidenten Nicolas Maduro angegriffen gewordmedia-FZMqzvujo1V-2en.

Die Seminaristen seien während des Unterrichts attackiert und gezwungen worden, sich zu entkleiden. Anschließend seien sie nackt durch die Straßen getrieben worden.


Zum Sonntag der Weltmission: Statistiken der universalen Katholischen Kirche

Zum Sonntag der Weltmission am 24. Oktober veröffentlicht der vatikanische „Fidesdienst“ traditionell ausgewählte Statistiken zur Übersicht über die missionarische Tätigkeit der Kirche in aller Welt.

Die Tabellen sind dem letzten „Statistischen Jahrbuch der Kirche“ entnommen (mit Daten zum 31. Dezember 2013) und geben Auskunft über die Mitglieder der Kirche, seelsorgerische Strukturen, Tätigkeit im Gesundheits- und Bildungswesen. Radio Vatikan

In Klammern sind jeweils Veränderungen, Anstieg (+) oder Rückgang (-) im Vergleich zum Vorjahr angegeben:

Zum 31. Dezember 2013 lebten auf der ganzen Welt insgesamt 7.093.798.000 Menschen, d.h. 70.421.000 mehr als im Vorjahr. Der Anstieg betrifft alle Kontinente, wie bereits im Vorjahr. Nach Kontinenten gegliedert entsteht folgendes Bild: Asien +27.776.000, Afrika +23.808.000; Amerika +17.865.000¸ Europa + 289.000 und Ozeanien + 683.000.

Zum selben Datum (31. Dezember 2013) betrug die Anzahl der Katholiken insgesamt 1. 253.926.000, das bedeutet einen Anstieg um 25.305.000 im Vergleich zum Vorjahr. Die Zahl stieg auf allen Kontinenten. Nach Kontinenten gegliedert entsteht folgendes Bild: Amerika + 15.051.000; Afrika +7.637.000; Asien +2.161.000; Europa +285.000; Ozeanien +171.000.
Der Anteil der Katholiken stieg weltweit (wie im Vorjahr) um 0,19 % an und beträgt damit insgesamt 17,68%. Nach Kontinenten gegliedert entsteht folgendes Bild: Afrika +0,29; Amerika +0,38 Asien + 0,03; Europa -0,03; auch dieses Jahr gab es in Ozeanien – 0,01 einen leichten Rückgang. media-FZMqzvujo1V-2

Die Zahl der Einwohner je Priester stieg um 180 an, wobei sich weltweit eine Anzahl von 13.752 ergibt. Nach Kontinenten gegliedert entsteht folgendes Bild: Anstieg in Amerika (+132), Europa (+49) und Ozeanien (+147) und Rückgang in Afrika (-506) , und Asien (-360).
Die Zahl der Katholiken je Priester stieg insgesamt um 54, der Durchschnittswert weltweit liegt somit bei 3.019. Nach Kontinenten gegliedert entsteht folgendes Bild: Anstieg in Amerika (+115); Europa (+21), Ozeanien (+38), während es in Asien (-17) und Afrika (-17) einen leichten Rückgang gab.

Insgesamt stieg die Zahl der Kirchsprengel um 2 im Vergleich zum Vorjahr und liegt damit bei insgesamt bei 2.989, mit neuen Kirchsprengeln in Afrika (+2) und Amerika (+1) Asien (+1) Europa (+3) und Ozeanien (+1). Insgesamt gibt es 1.871 Missionsstationen mit einem eigenen Priester (24 mehr als im Vorjahr). Die Zahl stieg in Afrika (+26), Asien (+58) und Ozeanien (+2) während es in Amerika (+49) und Europa (-13) einen Rückgang gab. Die Zahl der Missionsstationen ohne eigenen Priester stieg dieses Jahr um 3.074 und liegt damit heute weltweit bei 133.869. Die Zahl stieg in Afrika (+1.569), Amerika (+ 802), Asien (+584) und Ozeanien (+121), während es nur in Europa (-2) einen Rückgang gab. polskaweb

Die Zahl der Bischöfe stieg weltweit um 40 Bischöfe an und beträgt damit heute insgesamt 5.173. Im Gegensatz zu den Vorjahren, als die Zahl Zahl der Diözesanbischöfe stieg und die Zahl der Ordensbischöfe zurückging, sieg die Zahl dieses Jahr in beiden Kategorien. Die Diözesanbischöfe sind insgesamt 3.945 (28 mehr als im Vorjahr), während die Zahl der Ordensbischöfe 1.228 beträgt (12 mehr als im Vorjahr). Der Anstieg der Diözesanbischöfe betrifft alle Kontinente mit Ausnahme von Ozeanien (-5): Amerika (+16), Asien (+8), Afrika (+3) und Europa (+6). Bei der Zahl der Ordensbischöfe stieg die Zahl auf allen Kontinenten: Afrika (+2), Amerika (+1) Asien (+1) Europa (+3).

Die Zahl der Priester stieg weltweit um 1.035 und liegt damit bei 415.348. Einen Rückgag verzeichnet erneut Europa (- 2.283) und in geringerem Ausmaß in Ozeanien (-3) während es in Afrika (+1.693), Amerika (+188) und Asien (+1.440) Anstiege gab. Die Zahl der Diözesanpriester stieg weltweit um 971 und beträgt damit insgesamt 280.532 mit Anstiegen in Afrika (+1.186), Amerika (+539) und Asien (+900) und Ozeanien (+19) und und erneut gab es einen Rückgang in Europa (-1.673). Die Zahl der Ordenspriester stieg um 64, womit ihre Anzahl insgesamt 134.816 beträgt. Die Zahl stieg wie bereits in den Vorjahren in Afrika (+507) und Asien (+540) und dieses Jahr, rückläufig waren die Zahlen in Amerika (-351), Europa (-610) und Ozeanien (-22).afc127c26a

Insgesamt stieg die Zahl der Ständigen Diakone um 1.091 und liegt damit weltweit bei 43.195. Am meisten stieg die Zahl ein weiteres Mal in Amerika (+684) und Europa (+373), und diesmal auch in Afrika (+8), Asien (+8) und Ozeanien (+18).

Die Zahl der ständigen Diakone in den Diözesen beträgt weltweit 42.650 und stieg weltweit insgesamt um 1.084 an. Einen Anstieg gab es auf allen Kontinente: Amerika (+660), Europa (+381), Ozeanien (+15), Afrika (+5) und Asien (+23). Die Zahl der Ständigen Diakone aus religiösen Instituten beträgt 545 und stieg damit im Vergleich zum Vorjahr um 7. Dabei stieg die Zahl dieses Jahr in Afrika (+3), Amerika (+24) und Ozeanien (+3), während sie in Europa (-8) und Asien (-15) zurückging.

Die Zahl der Laienbrüder ging im Gegensatz zu den Vorjahren weltweit um 61 zurück und liegt damit bei insgesamt 55.253. Anstiege gibt es in Amerika (+45), Asien (+167) und Ozeanien (+78), während die Zahl in Afrika (-218) und Europa (-133) zurückging. Die Zahl der Ordensschwestern ging auch dieses Jahr wieder weltweit zurück (–8.945) und beträgt damit insgesamt 793.575. Nach Kontinenten gegliedert entsteht folgendes Bild: einen Anstieg gab es auch dieses Jahr in Afrika (+1.293) und Asien (+172), einen Rückgang in Amerika (–4.548), Europa (-5.662) und Ozeanien (–209).

Die Zahl der Mitglieder von Säkularinstituten für Männer beträgt weltweit insgesamt 712 und ging damit im Vergleich zum Vorjahr um 59 zurück. Damit stieg die Zahl dieses Jahr nur in Afrika (+2), während sie in Amerika (-15), Asien (-8) und Europa (-38) zurückging und in Ozeanien ein weiteres Mal unverändert blieb. Die Zahl der Säkularinstitute für Frauen stieg dieses Jahr um 747 zurück. Sie haben weltweit insgesamt 23.995 Mitglieder. Die Anzahl stieg in Afrika (+66) und Asien (+3) und ging in Amerika (-270) Europa (-545) und Ozeanien (-1) zurück. bild-jesus-oben

Die Zahl der Laienmissionare beträgt weltweit 367.679 und stieg damit um insgesamt 5.191 an, wobei es Anstiege auf allen Kontinenten gab: Afrika (+31), Amerika (+3.083), Asien (+990) und Europa (+1.088).

Die Zahl der Katechisten ging weltweit um 13.075 zurück und beträgt damit insgesamt 3.157.568. Einen bemerkenswerten Anstieg gab es dabei in Afrika (+9.414) und in Asien (+4.529) während es auf den anderen Kontinenten einen Rückgang gab: Amerika (-24.091), Europa (-1.072), und Ozeanien (-1.225).

Die Zahl der Großen Seminaristen in Diözesen und Ordensinstituten ging dieses Jahr: weltweit um 1.800 zurück und die Zahl liegt damit insgesamt bei 118.251. Einen Anstieg gab es in Afrika (+164), während die Zahl in Amerika (-1.180), Asien (-372), Europa (-354) und Ozeanien (-58) zurückging.

Die Zahl der Großen Seminaristen in Diözesen liegt bei 71.537 (-452 im Vergleich zum Vorjahr) und bei den Ordensinstituten gibt es insgesamt 48.714 (-1.348). Bei den Großen Seminaristen aus den Diözesen gab es einen Anstig in Afrika (+238) und Asien (+10) während die Zahl in Amerika (-507), Europa (-154) und Ozeanien (-39) zurückging. Die Zahl der Großen Seminaristen in Ordensinstituten ging auf allen Kontinenten zurück: Afrika (-74), Amerika (-673), Asien (-382), Europa (-200) und Ozeanien (-19).

Die Zahl der Kleinen Seminaristen, in Diözesen und Ordensinstituten, ging dieses Jahr weltweit um 775 zurück und liegt damit bei insgesamt 101.928. Einen Anstieg gab es in Amerika (+42), Asien (+407) und Ozeanien (+9) während die Zahl in Afrika (-233) und Europa (- 1000) zurückging. PAX

Die Zahl der Kleinen Seminaristen in den Diözesen beträgt insgesamt 78.556 (-1.398) und bei den Ordensinstituten liegt ihre Zahl bei 23.372 (-623). Bei den Kleinen Seminaristen aus den Diözesen ing die Zahl auf allen Kontinenten mit Ausnahme von Asien (+527) zurück: in Afrika (-993), Amerika (-164), Europa (-764) und Ozeanien (-4). Die Zahl der Kleinen Seminaristen in den Ordensinstituten stieg in Afrika (+760), Amerika (+206) und Ozeanien (+13), während sie in Asien (-120) und Europa (-236) zurückging.

In aller Welt befinden sich zahlreiche Schulen und Bildungseinrichtungen in kirchlicher Trägerschaft, im Einzelnen entsteht folgendes Bild: 73.263 Vorschulen mit 6.963.699 Schülern; 96.822 Grundschulen mit 32.254.204 Schülern; 45.699 Sekundarstufen mit 19.407.419 Schülern; insgesamt 2.309.797 Schüler besuchen weiterführende Schulen der katholischen Kirche und 2.727.940 Studenten studieren an kirchlichen Universitäten.

Weltweit gibt es zahlreiche Pflegeeinrichtungen und Wohlfahrtsinstitute in kirchlicher Trägerschaft, davon 5.034 Krankenhäuser mit den meisten Einrichtungen in in Amerika (1.495) und Afrika (1.167); 16.627 Krankenstationen, die meisten in Afrika (5.252), Amerika (4.751) und Asien (3.558); 611 Leprastationen die meisten in in Asien (328) und Afrika (201); 15.518 Alters-, Pflege- und Behindertenheime, die meisten in in Europa (8.158) und Amerika (3.679); 9.770 Waisenhäuser, die meisten in Asien (3.944); 12.082 Kindergärten, die meisten in Asien (3.498) und Amerika (3.412); 14.391 Eheberatungsstellen größtenteils in Amerika (5.747) und Europa (5.715); 3.896 Sonderschulen und 38.356 andere Institute.

Kirchsprengel, die der Kongregation für die Evangelisierung der Völker unterstellten sind:
Insgesamt sind zum 8. Oktober 2015 weltweit 1.111 Kirchsprengel der Kongregation für die Evangelisierung der Völker unterstellt und damit zwei mehr als im Vorjahr (in Asien). Die meisten befinden sich in Afrika (507) und in Asien (478) gefolgt von Amerika (80) ed Ozeanien (46). (SL) (Fides, 17/10/2015)

Vollständiges Dossier: http://www.fides.org/deu/attachments/view/file/TABELLE_STATISTICHE_2015_completo.doc


Regensburg: Festakt der Absolventen des Spätberufenenhauses Rudolphinum

Aus den Reihen der elf Admissio-Seminaristen des Bistums Regensburg  –  siehe vorige Meldung haben sieben ihre theologischen und philosophischen Studien in fünf Jahren am Bischöflichen Studium Rudolphinum absolviert.

An diesem Abend erhielten sie aus den Händen des Ständigen Vertreters des Diözesanadministrators, Prälat Michael Fuchs, feierlich ihre Abschlusszeugnisse.

Sie sind damit der erste Kurs, der seit dem Umzug des Rudolphinums nach Regensburg im Jahre 2007 hier seine Studien abschließt.

Im Jahre 1972 hatte Bischof Dr. Rudolf Graber diese Einrichtung ins Leben gerufen, damit auch Männer ohne Abitur auf dem sog. „Dritten Bildungsweg“ einen Zugang zum Priesterberuf haben konnten.

Das Studienhaus war zuerst in Schwaz in Tirol und dann ab 1975 in Heiligenkreuz bei Wien untergebracht. Dort studierten die Regensburger Seminaristen an der Hochschule der Zisterzienser, viele hundert Kilometer von ihrer Heimat entfernt.

Es war der ausdrückliche Wunsch von Bischof Gerhard L. Müller, alle Seminaristen des Bistums Regensburg in einem Haus zusammenzuführen. So zog das Collegium Rudolphinum 2007 nach Regensburg ins Priesterseminar an den Bismarckplatz und erhielt den Namen „Bischöfliches Studium Rudolphinum“.

Die Ansprachen beim Festakt im Speisesaal des Priesterseminares waren von Dankbarkeit und Freude gekennzeichnet.

Regens Msgr. Martin Priller dankte den Familien und Freunden der Absolventen, „denn wir alle haben Anteil an dieser Sendung“.

Der Direktor des Rudolphinums, Dr. habil. Christoph Binninger, sprach den Dank an seine Vorgänger in der Leitung des Hauses aus: BGR Otto Hermans (1972-1993), Pater Michael Hösl CP (1993-2007) und Msgr. Martin Priller (2007-2010).

Einen besonderen Dank sprach er der habilitierten Astrophysikerin und Dominikanerin, Schwester Lydia la Dous, aus, die nicht nur als Gasthörerin am Studium teilgenommen hatte, sondern auch im letzten Jahr selbst zu ihrem naturwissenschaftlichen Bereich eine Vorlesung gehalten hatte.

Für den Kurs bedankte sich Thomas Thiermann aus Tirschenreuth bei allen Verantwortlichen für das Engagement, die Geduld und die Unterstützung in familiär-freundschaftlicher Atmosphäre.

Prälat Michael Fuchs, der ständige Vertreter des Diözesanadministrators, sprach in Dankbarkeit von den „vier unsichtbar anwesenden“ Bischöfen: von dem Rudolphinums-Gründer Dr. Rudolf Graber, von dem Förderer der Einrichtung Manfred Müller, von Dr. Gerhard L. Müller, der es wieder nach Regensburg geholt hatte, und von jenem zukünftigen Bischof, der wohl am 29. Juli 2013 die Absolventen im Hohen Dom St. Peter zu Priestern weihen werde.

Drei Sätze der seligen Anna Schäffer, deren Heiligsprechung in Kürze stattfindet, gab Prälat Fuchs den Seminaristen im Blick auf ihre zukünftige Aufgabe mit auf den Weg: „Jesus Christus, die Sonne meines Lebens“, „Der Wind macht den Baum stark“ und „Pflanzen brauchen Nahrung“, womit er auf die eucharistische Frömmigkeit Anna Schäffers und deren unerschöpflichen Quell für den priesterlichen Dienst hinwies.

Nach der feierlichen Zeugnisübergabe, einem abendlichen Büfett und angeregten Gesprächen endete der Tag mit der Komplet, dem Abendgebet der Kirche, in der Seminarkapelle.

Infos zum Bischöflichen Studium Rudolphinum findet man unter www.studium-rudolphinum.de oder erhält man unter 0941/29835001.

Direktor Dr. Christoph Binninger steht für ein persönliches Informationsgespräch zur Verfügung, Besucher sind herzlich willkommen.

Alle Priester, hauptamtlichen Mitarbeiter in den Gemeinden und alle Gläubige sind dazu eingeladen, Menschen in ihrem Lebensumfeld anzusprechen, bei denen sie sich vorstellen könnten, dass sie eine priesterliche Berufung haben und diesen Weg zum Priestertum gehen könnten.

Quelle (Text/Foto): Bischöfliches Presseamt Regensburg


Regensburg: Weihbischof Reinhard Pappenberger erteilt elf Seminaristen die Admissio

Ein besonderer Abend nicht nur für elf Seminaristen des Regensburger Priesterseminars St. Wolfgang, sondern auch für deren Familien und die ganze Seminargemeinschaft:

Am vergangenen Samstag erteilte der Regensburger Weihbischof Reinhard Pappenberger elf Seminaristen in der Schottenkirche St. Jakob die Admissio, also die Zulassung als Kandidaten zu den Sakramenten der Diakonen- und Priesterweihe.

Mit den Grüßen von Erzbischof Gerhard L. Müller an die Kandidaten eröffnete Weihbischof Pappenberger seine Predigt im Rahmen der Pontifikalvesper.

„Im Jahr des Glaubens und in Erwartung eines neuen Bischofs werdet ihr ausgesendet“, so beschrieb er die Ausgangssituation der elf jungen Männer, für die nun ein weiterer Abschnitt auf dem Weg ihrer Berufung angebrochen ist.

Vor 50 Jahren seien die Konzilsväter angetreten, unerschrocken und gestärkt im Glauben, in die Zukunft zu gehen. Inzwischen sehe man, da müsse man ehrlich sein, so der Weihbischof, tagtäglich die geistliche Verwüstung, eine Welt ohne Gott.

Hier brauche es Kundschafter, die zu den Durstigen in die Wüste gingen und mit ihrem gelebten Glauben die Menschen von Angst und Pessimismus befreiten.

Die Kompetenz des Wissens sei ein wichtiges Werkzeug für ihr Wirken im Weinberg des HERRN. Noch wichtiger aber seien die Menschlichkeit und die Zuwendung als ein wirklich glaubhaftes Zeugnis für Christus.

Er legte den elf Kandidaten, die sich jetzt bereits im Pastoralkurs befinden, zum Ende seiner Predigt noch ans Herz, täglich die Nähe Gottes in der Kirche zu suchen. Ob nach dem Schulunterricht oder vor einem Krankenhausbesuch: der stille Moment vor dem Allerheiligsten sei ein unerschöpflicher Quell der Kraft für das priesterliche Wirken.

Dann stellte der Regens des Priesterseminares St. Wolfgang, Msgr. Martin Priller, die elf Kandidaten den anwesenden Gläubigen vor, die dann vor den Weihbischof traten und ihre Anwesenheit bekundeten:

Claudio Alves Pereira aus dem brasilianischen São Paulo – Pfarrei U.L.F. Königin der Apostel
Steffen Brinkmann aus Paderborn-Neuenbeken – Pfarrei St. Marien
Stefan Gerlich aus Eggenfelden – Pfarrei St. Nikolaus und St. Stephanus
Thomas Kopp aus Kulmain – Pfarrei St. Mariä Himmelfahrt
Thomas Kraus aus Beidl – Pfarrei St. Mariä Himmelfahrt
Benno Lässer aus Sulzberg (Österreich) – Pfarrei St. Laurentius und St. Katharina
Eldivar Pereira Coelho aus dem brasilianischen São Paulo – Pfarrei U.L.F. Königin der Apostel
Sebastian Scherr aus Regensburg – Pfarrei St. Wolfgang
Andreas Schinko aus Obertraubling – Pfarrei St. Georg
Daniel Stark aus Weiden – Pfarrei Herz Jesu
Thomas Thiermann aus Tirschenreuth – Pfarrei St. Mariä Himmelfahrt

Der Weihbischof hielt mit den anwesenden Gläubigen Fürbitte für sie. Mit dem Gruß an die Gottesmutter im „Salve Regina“ endete die feierliche Pontifikalvesper.

Quelle (Text/Foto): Bischöfliche Pressestelle Regensburg