Familienfreundliche Politik in Deutschland? ARD unterschlägt Enteignung der Eltern

.
Stellungnahme des Bündnisses „Rettet die Familie“
zur ARD-Sendung „Der Kinderreport  – Nachwuchssorgen im Wohlstandsland“,
ausgestrahlt am Montag, 11.August, 22, 20 Uhr

(Die Sendung ist nachzuhören mit folgendem Link: http://www.ardmediathek.de/tv/Reportage-Dokumentation/Die-Story-im-Ersten-Der-Kinderreport-/Das-Erste/Video?documentId=22889722&bcastId=799280)

Das Thema hätte tatsächlich Gelegenheit geboten, grundsätzliche Konstruktionsfehler in unserer Gesellschaft aufzuarbeiten. ????????

Stattdessen war die Sendung ein Beispiel für die Gleichschaltung öffentlich-rechtlicher Medien mit der von der Wirtschaftslobby gesteuerten Regierungsideologie, die uns durch falsche Zahlen (Märchen von der „200 Mrd. € Familienförderung“) glauben machen will, Deutschland sei ein
familienfreundliches Land.

Die im Gegensatz dazu stehende Mehrheitsmeinung der Deutschen, ihr Land sei familienfeindlich, wurde zwar in der Sendung erwähnt, aber in überheblicher Weise als „Selbsttäuschung“ dargestellt.

Tatsächlich kommt aber das Empfinden der Bürger/innen der Wirklichkeit weit näher als die Meinungsmache der ARD-Leute, welche die eigentlichen Ursachen der Kinderfeindlichkeit unserer Gesellschaft sorgsam aussparten.

Mit keinem Wort wurde in der Sendung thematisiert, dass unsere Gesetzliche Rentenversicherung tatsächlich eine Enteignung der Eltern bedeutet, weil der Rentenanspruch fast ausschließlich an Erwerbsarbeit gebunden wurde, obwohl die Renten ausschließlich von den Kindern der Rentnergeneration bezahlt, also in Wirklichkeit allein durch Kindererziehung erarbeitet werden.

Dieser Enteignungseffekt beträgt ein Mehrfaches des gesamten „Familienlastenausgleichs“ und ist der wichtigste Grund für die zunehmende
Familienarmut.

Kein Wort von einem Elterngeldgesetz, das Eltern mehrerer Kinder gezielt diskriminiert, indem es die Betreuung bereits vorhandener Kinder vor einer weiteren Geburt wie Nicht-Arbeit behandelt und ausgerechnet die Eltern regelrecht bestraft, die die größten Opfer zugunsten der Betreuung ihrer Kinder erbringen, indem sie länger als ein Jahr auf eigene Erwerbstätigkeit verzichten.

Die Aufzählung ließe sich fortsetzen. Das in der Sendung vermittelte Bild einer kinderfreundlichen Gesellschaft ist ein Märchen, das – wie auch die in der Sendung genannten Meinungsumfragen zeigen – von den Eltern nicht geglaubt wird, weil es in krassem Widerspruch zur Wirklichkeit steht.

Die Sendung war allerdings geeignet, Mitbürger/innen zu täuschen, die selbst keine Erfahrungen mit eigenen Kindern haben.

Kontakt:
Bündnis Rettet die Familie – http://www.rettet-die-familie.de/
Vorsitzende: Birgit Kelle, Stellv. Vorsitzender: Dr. Johannes Resch
Geschäftsstelle: Heidigweg 57a in 63743 Aschaffenburg;

Tschernobyl: atomverseuchtes Gebiet verschafft Wölfen beste Lebensgrundlagen

Am 29. September 2013 strahlte 3-Sat eine informative Dokumentation von Klaus Feichtenberger aus der ORF-Reihe „Universum“ aus. 

Über ein Vierteljahrhundert nach der Katastrophe im sowjetischen Tschernobyl  – diese geschah am 26. April 1986   –  regieren heute Wölfe das radioaktiv verseuchte Niemandsland, jene Sperrzone in der Dreiländerecke zwischen Ukraine, Rußland und Weißrußland.    038_35

Die Wolf-Experten Christoph und Barbara Promberger besuchten das Gebiet 2009, um sich ein Bild zu verschaffen  –  und staunten über die große Anzahl Wölfe, die dort ideale Lebensbedingungen vorfinden.

Das Forschungsprojekt befaßte sich mit entsprechenden Fragen:

Wie viele Wölfe gibt es in dem Gebiet?   –  Wie kommen die Tiere mit der Radioaktivität zurecht?  –  Sind es Zuwanderer, die früher oder später in der Zone sterben  –  oder gibt es mittlerweile eine bodenständige Population?  –  Wenn ja: Ist sie gesund und stabil?

Wiegt die Abwesenheit des Menschen womöglich schwerer als die immer noch vorhandene radioaktive Verseuchung? 

Unsere Leserin Cordula Mohr (siehe Foto) hat sich diese aufschlußreiche Sendung angeschaut  – und berichtet Folgendes hierüber:

„Eine höchst interessante Reportage aus dem evakuierten Gebiet. Es ist keineswegs alles kaputt. Dort sind Natur und Wildnis zurückgekehrt. Man sichtet in dem Sperrbezirk eine Wolfspopulation, die schon seit Jahren von Professoren beobachtet wird. CORDULA MOHR

Dies deutet auf ein stabiles ökologisches Gleichgewicht hin. Die betäubten Wölfe weisen in ihrem Fell radioaktive Strahlung auf. Dennoch kommt es zu normalen Wolfswürfen. 

Zudem gibt in diesem Gebiet sogar Seeadler. Die Wissenschaftler wissen, daß das Vorkommen dieser Tiere ein vitales Ökosystem voraussetzt. Ähnliches gilt für Schwarzstorche, Comorane und viele weitere Vogelarten.

Dort existieren überdies urtümliche Eichenwälder. Vor der Reaktorkatastophe war das Land nur mit Getreidefeldern beackert worden. Man sprach seinerzeit von der Getreidekammer der UdSSR, angelegt bereits unter Diktator Stalin und bis zum Super-GAU 1986 dafür benutzt.

Mit dem Hubschrauber konnte man 1988 sehen, wie damals alles beackert worden war. Bewässerungskanäle gab es ebenfalls.

Auch die Biber-Population sorgte mittlerweile dafür, daß hier  –  wie einst vor Jahrhunderten   –  wieder ein natürliches Sumpfgebiet entstand. Auch Bisons und Wildpferde wurden in diese Gegend ausgewildert.

Es ist erstaunlich, wie die Natur sich ihr Gebiet gleichsam wieder holt. Die Experten sprechen von einer gewaltigen Dynamik und einem schnellen Tempo.

Welse schwammen im Kühlsee des Atomreaktors. Diese wurden von Adlern gefressen. Dort maß man sehr hohe Radioaktivität. Ein Mensch hätte nichts anfassen dürfen, doch den Tieren macht es offenbar nichts aus.

Die Forscher und das Kamerateam durften nur mit behördlicher Genehmigung ins Sperrgebiet. Die Expedition war zudem zeitlich begrenzt wegen der Strahlung.

Erwiesen ist mittlerweile ein Irrtum amerikanischer Forscher, die meinten, die Wölfe würden in diesem Gebiet schnell wieder sterben. Dies hat sich keineswegs bestätigt.

Vor der Atomkatastrophe 1986 gab es dort nur wenige Wölfe, zudem wurden sie stark gejagt. Nun sind sie zu einer beachtlichen Zahl angewachsen. Es gibt keine Hinweise auf Mutationen bzw. negative Erbveränderungen bei den Wölfen.

Diese aufschlußreiche Reportage war spannender als jeder Krimi.“