Mainz: Uni sucht Studienteilnehmer ab 80 J. zur Erforschung der Alltagsfitness

Das Institut für Sportwissenschaft der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz (JGU) setzt unter Leitung von Dr. Brunhilde Schumann-Schmid ihre bereits im vergangenen Jahr gestartete Studie zum Thema „Wie fit sind Mainzer Seniorinnen und Senioren?“ fort.

Dabei steht die körperliche Fitness älterer Menschen im Alltag im Mittelpunkt, mit besonderem Blick auf Gleichgewichtsfähigkeit, Hand-, Arm- und Beinkraft, Schulter- und Hüftbeweglichkeit sowie Ausdauer und Geschicklichkeit.

Im Rahmen der Studie werden nun interessierte Teilnehmer/innen  für Testtermine im November 2019 gesucht. Die Testungen finden jeweils donnerstags im Zeitraum vom 7. bis 28.11.2019 statt.

Voraussetzung ist ein Mindestalter von 80 Jahren, die Fähigkeit, mindestens 6 Minuten ohne Gehhilfe gehen zu können und ggf. eine ärztliche Einverständniserklärung des Hausarztes. Teilnehmer/innen  erhalten im Anschluss an den Fitnesstest kostenfrei einen Ergebnisbericht sowie auf Wunsch eine Bewegungsberatung.

Interessenten werden gebeten, das Anmeldeformular sowie einen kurzen Fragebogen zum allgemeinen Gesundheitszustand unter https://sport.uni-mainz.de/fitnesstest auszufüllen und bis zum 13. Oktober 2019 per E-Mail an seniorenfitness@uni-mainz.de oder per Post an folgende Anschrift zurückzusenden:
Dr. Brunhilde Schumann-Schmid, Institut für Sportwissenschaft
J.-Gutenberg-Universität,
55128 Mainz, Albert-Schweitzer-Str. 22

Alle bei der Anmeldung angegebenen, personenbezogenen Daten unterliegen dem Datenschutzgesetz und werden ausschließlich zur Durchführung und Abwicklung der Veranstaltung gespeichert. 

Weitere Infos hier: https://sport.uni-mainz.de/files/2019/08/Flyer-Seniorenfitness-Test-2019-Sportinstitut-JGU-Mainz.pdf.

 


Draghis verhängnisvolle Null-Zins-Politik geht zu Lasten Deutschlands

Von Klaus Moshe Pülz

Angesichs der Entscheidung des Mario Draghi, Präsident der EZB (Europäischen Zentralbank), weiterhin die desaströse Null-Zins-Politik fortzuschreiben, bleibt es bei der Entrechtung der deutschen Sparer, für ihre Spareinlagen weiterhin keine Zinsen zu erhalten.

Damit wird auch der Versicherungswirtschaft und sämtlichen kirchlichen und gemeinnützigen Vereinen die Möglichkeit genommen, ihrer mildtätigen und karitativen sowie diakonischen Aufgaben nachzukommen.

Draghi riskiert damit eine Immobilienblase durch das „billige“ Geld, was einst in den USA zu einer Immobilienblase führte. Im Zuge dieser Nullzinspolitik ist der gesamte Immobilienmarkt derart aufgeheizt, daß Immobilien über Wert auf dem Markt angeboten werden.

Es besteht der dringende Verdacht, daß Draghi mit seiner verhängnisvollen Finanzpolitik und dem Aufkauf von Anleihekäufen in Höhe von 80 Milliarden Euro bis Jahresultimo vor allem seine maroden italienischen Banken zu retten versucht – und dies mit frischem Geld vornehmlich der deutschen Steuerzahler.

Es ist dabei nicht auszuschließen, daß Draghi für seine Politik Bestechungsgelder aus mafiösen Kreisen seines Landes erhält, so daß es angebracht wäre, die Privatkonten des Herrn Draghi einer eingehenden Recherche zu unterziehen.

Zudem ist es skandalös, sozusagen als „Alleinherrscher“ à la Louis XIV. (l’état c’est moi) eine Politik zu betreiben, die nachweisbar die Altersarmut in Deutschland weiterhin fördert.

Die Bundeskanzlerin, die in diesem Monat erneut gewählt werden möchte, meint, daß dieser Italiener im Rahmen seines Mandats handeln würde, wobei sowohl  Finanzminister Schäuble als auch der Bundesbankpräsident Weidmann offensichtlich lediglich Zuschauer dieses skandalösen Handelns sind, anstatt diesen Mann seines Amtes zu entheben.

Mäßige Rentenerhöhungen gleichen nicht einmal die Inflationsrate aus. Bedauerlich dabei ist, daß die 21 Millionen Senioren hierzulande keine eigene Lobby im Bundestag haben. Würden diese sich zu einer Partei zusammengeschlossen haben, könnte Frau Merkel abgelöst werden.

Für Flüchtlinge, die vornehmlich Wirtschaftsflüchtlinge sind, weil die „Willkommenskultur“ der Frau Merkel geradezu dafür eine Einladung darstellt, ins „reiche“ Deutschland zu kommen, gibt es ausreichend Unterkunftsmöglichkeiten, medizinische Versorgung und Lebensmittel.

Dieses soziale Ungleichgewicht benachteiligt vor allem kinderreiche Familien und alte Menschen, die von einer geringen Rente leben müssen.

Unser Autor, der judenchristliche Theologe Klaus M. Pülz, wirkt als Publizist und Prediger in Deutschland und Israel; er leitet die “Messianische Bekenntnisgemeinschaft” sowie den Verein “Zelem” (www.zelem.de) und bringt seit Jahrzehnten die Zeitschrift “Bote Neues Israel” heraus. 

Siehe hierzu ergänzend diesen FAZ-Artikel: http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/geldpolitik-der-ezb-den-sparern-kann-bange-werden-15190981.html

 

 


Uni-Studie: Für ältere Ehepaare ist Zärtlichkeit weitaus wichtiger als Sexualität

Pressemitteilung der Universität Rostock:

Im höheren Lebensalter bleibt die sexuelle Zufriedenheit stabil. Zudem hat Zärtlichkeit im Vergleich zur Sexualität im Alltag älterer Paare eine höhere Bedeutung. BILD0289
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Zu diesen Ergebnissen kommt ein Wissenschaftlerteam der Universitätsmedizin Rostock und der Queen Mary University of London, Barts and the London School of Medicine and Dentistry bei der Untersuchung verheirateter älterer Männer und Frauen.
Die Ergebnisse veröffentlichte kürzlich die renommierte Fachzeitschrift PlosOne.

Die Wissenschaftler werteten die Daten von Teilnehmern der bevölkerungsbasierten „Interdisziplinären Längsschnittstudie des Erwachsenenalters“ (ILSE) aus, mit der seit 1993 individuelle, soziale und ökonomische Bedingungen gesunden Alterns erforscht werden.

Dreimal nahmen die Studienteilnehmer bereits an dem umfangreichen Untersuchungsprogramm teil. Fragen zu Sexualität und körperlicher Nähe spielten dabei auch eine Rolle. Die publizierten Befunde basieren auf Daten von 1930 bis 1932 geborenen Männern und Frauen. Zum Zeitpunkt der drei Erhebungswellen waren sie 63, 67 und 74 Jahre alt.

Die Teilnehmer zeigten während des zwölfjährigen Studienverlaufs stabile sexuelle Zufriedenheitswerte, obwohl sich die sexuelle Aktivität, so der übereinstimmende Befund der internationalen Forschungsliteratur, mit dem Alter als Folge hormoneller und physischer Veränderungen verringert.

Bei langjährigen Ehen wächst die gegenseitige Anpassung

Die Forscher führen diese Diskrepanz darauf zurück, dass psychische Anpassungsprozesse bei Menschen in langjährigen Partnerschaften besonders gut gelingen.
Die Ergebnisse belegen, dass sich diese Anpassungsprozesse an altersbezogene sexuelle Veränderungen bei Männern über einen längeren Zeitraum als bei Frauen erstrecken.
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Außerdem konnte nachgewiesen werden, dass die untersuchten Personen Zärtlichkeit für wesentlicher erachten als Sexualität:
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„So räumten im Alter von 74 Jahren 91 Prozent der Männer und 81 Prozent der Frauen Zärtlichkeit einen wichtigen Platz in ihren Partnerschaften ein“, sagt Dr. Britta Müller (siehe Foto) vom Forscherteam der Universitätsmedizin Rostock.
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Sexualität hingegen habe nur bei 61 Prozent der Männer und 21 Prozent der Frauen eine bedeutende Rolle gespielt.

Kuscheln führt zu größerer Zufriedenheit

 „Viele alternde Paare suchen durch Streicheln, Schmusen, Kuscheln, mitunter auch ritualisiert in Form des morgendlichen bzw. abendlichen Kusses oder des Händchenhaltens beim Spazierengehen, dem wachsenden Bedürfnis gerecht zu werden, sich der gegenseitigen körperlichen Nähe zu versichern“, erläutert Frau Dr. Müller. Darin liege auch der Schlüssel für die Partnerschaftszufriedenheit im Alter.
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Von fünf untersuchten Aspekten  –  Bildungsgrad, physischer Gesundheitszustand, Dauer der Partnerschaft, Bedeutung von Sexualität sowie von Zärtlichkeit  –  erweist sich nur der letzte Punkt, die Zärtlichkeit, als relevant für die Zufriedenheit mit der Partnerschaft.

Publikationsverweis:
Müller, B., Nienaber, C. A., Reis, O., Kropp, P., & Meyer, W. (2014). Sexuality and Affection among Elderly German Men and Women in Long-Term Relationships: Results of a Prospective Population-Based Study. PloS one, 9(11), e111404.

Kontaktdaten: Dr. Britta Müller
Universitätsmedizin Rostock
Institut für Medizinische Psychologie und Medizinische Soziologie
Tel. 0381/494 9596

Quelle: http://www.uni-rostock.de/detailseite/news-artikel/senioren-ist-kuscheln-wichtiger-als-sex/

Gemälde: Evita Gründler


Uschi Glas im Gespräch mit Radio Vatikan

Einsatz pro Dt. Hospizstiftung und „Brotzeit“ für Kinder

Uschi Glas gehört zu den beliebtesten Kino- und Theaterstars in Deutschland: beste Darstellerin, Goldene Kamera, Bambi, Bundesverdienstkreuz etc.; sie gilt als die ‚Grande Dame’ im deutschen Film- und Fernsehfirmament.

Um sich ihre Rollen auf den Leib zu schreiben, debütierte die begabte Schauspielerin auch als Drehbuchautorin. Mit durchschnittlich 10 Millionen Fernsehzuschauern in verschiedenen Sendereihen schlug sie manchmal sogar die Tagesschau. IMG_4227

Uschi Glas ist Schirmherrin der Deutschen Hospizstiftung für Schwerkranke und Sterbende und Gründerin des karitativen Vereins ‘Brotzeit’ : er besorgt zB. ein gesundes Frühstück für bedürftige Schulkinder in Deutschland.

Wir dokumentieren nachfolgend einige Ausschnitte aus dem Interview mit der Schauspielerin, das Radio Vatikan am heutigen 6. April veröffentlichte:

Radio Vatikan: Was haben Ihre Eltern Ihnen Gutes mitgegeben?

„Ich denke heute noch an den Satz, den mein Vater uns gesagt hat: Du musst am Abend in den Spiegel schauen können. Dass du deine Rechenschaft vor dir, vor Gott ablegen musst und sagen kannst: Habe ich mich heute einigermaßen gut benommen. Habe ich die Menschen gut behandelt? Habe ich die Leute, die mir „untergeben“ sind, mit Respekt behandelt?

Und das ist für mich eigentlich heute noch ein Satz, den ich wahnsinnig gut gebrauchen kann, für mich ist es sehr, sehr wichtig, dass ich mich selber erde und dass ich mich selber kontrolliere.”

Sie sind Schirmherrin der Deutschen Hospizstiftung und haben selbst eine karitative Bewegung gegründet „Brotzeit“: Sehr münchnerisch, sehr bayerisch, nennt sich dieser bundesweit agierende Verein.  Sie wissen, wie sehr sich die Kirche  –  der Papst höchstpersönlich  –  immer wieder für den hohen Wert des Ehrenamtes aussprechen. Würden Sie uns bitte die Hospizstiftung und „Brotzeit“ erläutern? IMG_1061

„Brotzeit: der Verein ist, wirklich sozusagen mein eigenes Baby, den ich mit meinem Mann und mit Freunden gegründet habe. Entstanden sind die Idee und der Gedanke aus einem Radiobericht, den ich gehört habe: Dass es in München zwischen 3000 und 5000 massiv hungernde Grundschulkinder gibt. Diese Nachricht hat mich so erschüttert. Ich konnte es eigentlich nicht glauben, ich habe gedacht: An dem Bericht stimmt etwas nicht.

Da bin ich sehr zerknirscht nach Hause gekommen, habe meinem Mann davon erzählt und er hat einfach gesagt: Uschi, weißt du was, wir recherchieren das, wir fragen einfach mal nach, wir fragen in den Grundschulen, wir schreiben alle Münchener Schulen an und fragen, ob sie das Problem haben. Dann haben uns tatsächlich 17 Schulen zurück geschrieben: Ja, wir haben dieses Problem ganz massiv.

Dann haben wir das auf die Beine gestellt, haben Spender gefunden, haben auch viele andere gefunden, die uns da unterstützt haben. Im nächsten Moment habe ich natürlich gemerkt: Natürlich, jemand muss das ja vorbereiten, den Raum vorbereiten, das Buffet aufbauen, weil wir ein sehr reichhaltiges und gesundes Frühstück geben wollten.

So ist uns die Idee gekommen, und die ist heute ein ganz großer Segen für uns, für die Kinder und für die Menschen: Wir haben Senioren und Seniorinnen angefragt, ob sie bereit wären, in der Früh um halb sieben in die Schulen zu gehen und Buffets vorzubereiten.

Wir verteilen 30 verschiedene Lebensmittel, also wirklich ein sehr gesundes, reichhaltiges Frühstück, und haben heute, das kann ich sagen, täglich ca. 5000 Kinder zum Frühstück in ganz Deutschland, das heißt in München, in Berlin, in Hamburg, in Leipzig, in Heilbronn und in Duisburg  – ca. 5000 Kinder.???????

Und über 800 Senioren machen das ehrenamtlich möglich. Sie geben den Kindern eben in der Früh Brot und gleichzeitig Zeit, denn das andere Zeitprojekt heißt auch, dass wir Kinder fördern, dass wir Deutschnachhilfe geben, dass wir Mathematiknachhilfe geben, dass wir mit den Kindern spielen, dass wir den Kindern vorlesen, dass wir den Kindern einfach einen Familienersatz irgendwie geben, den sie oft zu Hause nicht haben.

Die Kinder lernen Geborgenheit, die Kinder lernen „Guten Morgen“ zu sagen, die Kinder lernen, mit dem Löffel und mit der Gabel, mit dem Messer umzugehen. Weil wir uns das heute nicht vorstellen können, dass es Kinder gibt, die noch nie vor einem Teller saßen. Das ist eigentlich für uns alle, einfach toll zu sehen, wie die Kinder sich sozial anders verhalten, wie die Kinder ihre Leistungen verbessern können, weil sie eben fröhlich und satt in den Unterricht gehen.”

Frau Glas. Sie sind aber auch Schirmherrin der Deutschen Hospizstiftung für Schwerkranke und Sterbende. Würden Sie auch dazu ein paar kurze Worte sprechen?

(…) Ich habe mich damit beschäftigt und habe viele, viele Menschen dazu bekommen, dass wir mehr Öffentlichkeit haben, dass man sagt: Was ist das denn? Was ist eine Sterbebegleitung? Was ist eine Sterbehilfe? Wo ziehe ich den Strich?

Jetzt ist ja bei uns in Deutschland die aktive Sterbehilfe wieder sehr hoch gekocht, weil in Belgien jetzt auch Kinder sozusagen Sterbehilfe erhalten können. Da muss man doch sehr wach sein, finde ich, und dafür nehme ich auch sehr gerne meinen Namen, meine Popularität, um die Menschen aufmerksam zu machen und zu sagen: Passt mal auf. Sagt nicht einfach so was, sondern denkt mal nach, wofür da Tür und Tor geöffnet werden könnte, wenn wir das zulassen.“

Quelle und vollständiges Interview hier: http://de.radiovaticana.va/news/2014/04/06/menschen_in_der_zeit:_uschi_glas_%E2%80%93_multitalent_im_schauspiel_und/ted-788128
1. und 2. Foto: Konrad Ruprecht  –  3. Bild: Evita Gründler

Ehrenamtlich Aktive leben länger

Um durchschnittlich sieben Jahre verlängert sich das Leben bei ehrenamtlicher Aktivität. Deshalb ermutigt der Arzt und Kabarettist Eckart von Hirschhausen zum Einsatz für das Allgemeinwohl.

Sei es in kirchlichen Einrichtungen, Vereinen, Kindertagesstätten oder Kulturinitiativen, der Arzt und Kabarettist Eckart von Hirschhausen ruft zur ehrenamtlichen Mitarbeit auf.

«Ehrenamtliche Arbeit macht nicht nur glücklich und zufrieden, sie verlängert auch das Leben um durchschnittlich sieben Jahre», sagte Hirschhausen bei dem Seniorenfachkongress «Wie wollen wir leben? » am 3./4. Juli in Frankfurt. Er bezog sich auf eine Studie der Universität in Michigan (USA).

Veranstalter des Kongresses mit 250 Teilnehmern waren die Bundeszentrale für politische Bildung (Bonn) und die Gemeinschaft Deutsche Altenhilfe (Hannover).

Quelle: Idea / http://www.jesus.ch


Der Papst spricht aus Erfahrung: „Ich kenne diese Probleme, doch es ist schön, alt zu sein!“

Am heutigen Montag hat Papst Benedikt das römische Altenheim „Viva gli anziani“ (Hoch leben die Senioren) besucht.

Mit persönlichen Worten wandte sich der Papst nicht nur an die Bewohner des Altenheims, die vollzählig zum Besuch ihres Oberhirten erschienen waren, sondern an alle Senioren auf dem Erdenrund:   

„Ich komme zu euch als Bischof Roms, aber auch als älterer Mensch auf Besuch bei seinen Altersgenossen.

Ich kenne die Schwierigkeiten, Probleme und Beschränkungen, die das Alter mit sich bringt, sehr gut und ich weiß auch, dass diese Probleme für viele durch die Krise verstärkt worden sind.

Manchmal passiert es einem in einem gewissen Alter, dass man sich rückbesinnt und die Jugendzeit betrauert, als man noch über frische Energien verfügt und Projekte für die Zukunft machte.

Heute Morgen wende ich mich an alle älteren Menschen, und in dem Bewusstsein der Schwierigkeiten, die unser Alter mit sich bringt, möchte ich mit tiefer Überzeugung sagen: Es ist schön, alt zu sein!

In jedem Alter muss man sich die Anwesenheit und den Segen des HERRN bewusst machen, genauso wie die Reichtümer, die es bereit hält.“

In der Bibel, fuhr der Papst fort, werde die Langlebigkeit als Segen Gottes bezeichnet. Dieser Segen sei heutzutage weit verbreitet und müsse als eine Gabe angesehen werden, die es zu würdigen und wertzuschätzen gelte.

Die moderne Gesellschaft, die von dem Gedanken an Produktivität und Effizienz dominiert werde, führe allerdings häufig zu einer Ausgrenzung der schwächeren Glieder des Volkes:

„Ich denke, dass man mit größerem Einsatz dafür arbeiten muss, dass die Senioren in ihren eigenen Häusern bleiben können. Man muss hier bei den Familien und öffentlichen Einrichtungen beginnen. Die Lebensweisheit, die die Senioren in sich tragen, ist ein großer Schatz.

Die Qualität einer Gesellschaft, ich möchte fast sagen, einer Zivilisation, misst sich daran, wie die alten Menschen behandelt werden und welcher Platz ihnen im gemeinschaftlichen Leben zugestanden wird. Wer alten Menschen Platz macht, der bereitet einen Platz für das Leben!“


Studie über Senioren: Wer selber kocht, lebt länger

Senioren, die ihre Zeit ins Kochen investieren, leben länger, berichtet die Apotheken-Umschau. Ein Forscherteam aus Taiwan und Australien beobachtete die Eßgewohnheiten von fast 2000 taiwanesischen Senioren über 65 Jahre.

Von den Teilnehmern, die nie am Herd standen, waren nach zehn Jahren 46 Prozent gestorben. Von denen, die ihre Mahlzeiten mehr als fünfmal pro Woche selbst zubereiteten, starben in diesem Zeitraum nur 26 Prozent.

Die Forscher vermuten, daß die regelmäßigen Köche generell bewußter leben.

Quelle:  Apotheken-Umschau (ots)