Psychologin Tabea Freitag spricht auf dem Glaubenskongreß in Fulda (7. bis 9. Juli 2017)

Der Kongress „Freude am Glauben“ vom 7. bis 9. Juli 2017 in Fulda steht unter dem Leitwort „Hab keine Angst, du kleine Herde“.Tabea Freitag

Gläubige Christen verstehen sich nicht als eine eingeschüchterte Gruppe von Menschen, die sich in eine Wagenburg zurückzieht und einigelt, sondern als missionarische, kreative Minderheit, die „Licht auf dem Berg“ und „Salz der Erde“ sein will und die den Mut hat, ein attraktives Kontrastprogramm in der Gesellschaft zu darzustellen.

Am Sonntag, den 9. Juli 2016, spricht Tabea Freitag über das Thema: „Entmenschlichung der Sexualität durch Pornographie und frühe Sexualisierung: Irrwege und Auswege“

Tabea Freitag,
Jahrgang 1969, ist als Dipl. Psychologin und Psychotherapeutin seit 2000 selbständig tätig in eigener kassenärztlicher Praxis. Ihre Praxisschwerpunkte sind die Therapie bei sexueller Traumatisierung sowie bei Mediensucht. Sie ist verheiratet und hat zwei Töchter im Teenageralter.

Gemeinsam mit ihrem Mann hat sie 2008 „return – Fachstelle Mediensucht“ in Hannover gegründet (www.return-mediensucht.de), wo das Team seither Beratung, Prävention und Fortbildungen im Themenfeld exzessiven Medienkonsums durchführt.

Überregionale Fort- und Weiterbildungstätigkeit im Bereich Mediensucht, Prävention und Therapie bei exzessivem Pornografiekonsum/Internet-Sexsucht sowie Traumatherapie und zu den Themen Bindung und Identität. Autorin von „Fit for Love? Praxisbuch zur Prävention von jugendlichem Pornografiekonsum. Eine bindungsorientierte Sexualpädagogik“ 2013, 3. Auflage 2015. (weitere Veröffentlichungen siehe www.tabea-freitag.de).

Tabea Freitag: „Welche Folgen hat eine frühe Sexualisierung kindlicher und jugendlicher Lebenswelten wie ein vielfach selbstverständlicher Pornographie Konsum und die pornografische Durchsetzung von Literatur, Film, Musikvideos und diversen PC-Spielen auf die Persönlichkeitsentwicklung und auf die Fähigkeit zu partnerschaftlichen Liebe?

Laut einer Befragung von 2011 haben 91% der 13 bis 16-Jährigen Jungen und 44% der gleichaltrigen Mädchen bereits pornografische Inhalte im Internet gesehen. Zwei Drittel der männlichen Jugendlichen konsumiert wöchentlich bis täglich Pornografie. Die frei verfügbaren Inhalte haben selbst auf den Mainstream-Seiten eine massive Steigerung hinsichtlich der Brutalität sexueller Misshandlungen und Demütigungen erfahren.“

 

 


Auch in Sachsen wird ein Gender-Lehrplan für die Sexualkunde an Schulen eingeführt

Mathias von Gersdorff

Kürzlich hat das sächsische Kultusministerium seinen textlastigen „Orientierungsrahmen für die Familien- und Sexualerziehung an sächsischen Schulen“ der Öffentlichkeit vorgestellt. Federführend war CDU-Kultusministerin Brunhild gersdorffKurth. Der Freistaat wird gegenwärtig von einer CDU/SPD-Koalition regiert.

Die sächsischen Schulpolitiker haben die Richtlinien für die Sexualerziehung deutlich dem herrschenden Zeitgeist angepasst und die links-grüne Mode-Ideologie „Gender“ eingeführt. Sie gingen aber wesentlich geschickter als ihre hessischen Kollegen vor und mieden die autoritäre Sprache des hessischen Kultusministers Ralph Alexander Lorz (CDU).

Sicherlich wollte man heftige Auseinandersetzungen wie in Baden-Württemberg und in Hessen verhindern, aber gleichzeitig dem linken Zeitgeist huldigen.

In Hessen tobt seit dem Spätsommer ein heftiger Kampf um den neuen „Lehrplan zur Sexualerziehung“. Die Debatte entzündete sich vor allem an der mit ausgestrecktem Zeigefinder geforderten „Akzeptanz sexueller Vielfalt“.

Das treibt just die CDU-Basis zur Weißglut: Eltern, Katholiken, Konservative. Mit seinen Kampf für Gender und gegen Elternrechte ist Kultusminister Lorz dabei, die Popularität seiner Partei in Hessen zu ruinieren. Hier ist die CDU traditionell konservativ geprägt.

In Sachsen wählte man eine vorsichtigere Sprache und zeigt sich verständnisvoller gegenüber unterschiedlichen Wertvorstellungen. Gender wird in wohl kalkulierten Dosierungen verabreicht und durch eine fast schwülstige Sprache verbrämt. t_go.php

Wer aber den „Orientierungsrahmen“ sorgfältig liest, erkennt problemlos, dass die Gender-Ideologie nicht nur namentlich erwähnt, sondern in vollem Umfang enthalten ist.

BILD: „Demo für alle“ protestiert gegen Frühsexualisierung in den Schulen

So sollen sich Schüler/innen mit „Homosexualität und anderen Ausdrucksformen sexueller Vielfalt (vor allem Bi-, Inter- und Transsexualität)“ auseinandersetzen.

Ausdrücklich erwartet man von den Schülern eine Akzeptanz der „neuen Einstellungen zum Sexualleben“:

„Gesellschaftliche Einstellungen zum Sexualverhalten der Menschen (wie u. a. zur Homosexualität) haben sich in den letzten Jahren verändert. Familien- und Sexualerziehung sollte dazu beitragen, dass unterschiedliches selbstbestimmtes Sexualverhalten, das die Würde des Menschen wahrt, keine Bewertung erfährt und als Teil der individuellen Persönlichkeit akzeptiert wird.“

Die Sexualerziehung soll durchaus bei den Kindern zu einem Hinterfragen der Wertvorstellungen führen, die sie von den Eltern oder von der Kirche bzw. Religion erhalten haben: „Sexualerziehung soll helfen, eigene Wertvorstellungen zum sexuellen Verhalten, zu Partnerschaften, Ehe und Familie zu entwickeln und diesbezüglich selbstbestimmte Entscheidungen zu fällen.“

Demnach kann es gar nicht anders sein, dass die Schule als Konkurrenz zum Elternhaus wirkt. Wie diese Zielsetzung mit dem Indoktrinationsverbot zu vereinbaren ist, bleibt ein Geheimnis der sächsischen Schulpolitiker.  Foto von Elstrud Consoir

Die Vorstellung, es gäbe eine Vielfalt an sexuellen Orientierungen oder Identitäten, findet sich mehrmals im Text des Orientierungsplanes:

„Sexualerziehung soll zu Toleranz gegenüber unterschiedlichen sexuellen Orientierungen, Verhaltensweisen und Lebensstilen anhalten und motivieren, Diskriminierungen entgegenzuwirken“.

Oder es heißt: „Bei der Thematisierung von Geschlechtlichkeit (Sex und Gender, männlich/weiblich, Jungen/Mädchen, Männer/Frauen) ist zu beachten, dass es Kinder und Jugendliche in der Lerngruppe geben kann, die sich physisch oder psychisch nicht den traditionellen Kategorien von männlich und weiblich zuordnen lassen bzw. sich selbst nicht zuordnen können – unabhängig vom angeborenen eindeutigen oder uneindeutigen anatomischen Geschlecht.“

Das letzte Zitat ist besonders interessant, denn es enthält in konzentrierter Form die gesamte Gender-Ideologie.

Die Textpassage besagt, dass es Menschen gebe, die sich nicht in die „traditionellen Kategorien“ von Mann und Frau zuordnen lassen. Ferner gibt es Menschen, die sich selber diesen „traditionellen Kategorien“ nicht zuordnen können.

Das Wort „traditionelle Geschlechter-Kategorien“ impliziert die Vorstellung, diese „Kategorien“ seien nicht von der Natur aus gegeben, sondern kulturelle oder soziale Produkte. Nur dann ergibt die Bezeichnung „traditionell“ Sinn, um Mann und Frau als solche zu bezeichnen. Fasst man so die Entstehung der Geschlechter auf, befindet man sich schon tief in der Gender-Ideologie.

Quelle und Fortsetzung des Artikels hier: http://mathias-von-gersdorff.blogspot.de/2016/12/sachsens-orientierungsrahmen-fur-die.html


Sexual-Lehrplan der CDU in Hessen: Sucht sich diese Partei eine neue Basis?

Mathias von Gersdorff

Wir hier bereits mehrmals angekündigt, wird am 30. Oktober 2016 in Wiesbaden eine „Demo für Alle“ stattfinden, die gegen den schulischen Sexual-Lehrplan von Hessens CDU-Kultusminister Ralph A. Lorz protestiert.  podium5

Wer solche Demonstrationen in Stuttgart gegen den sog. „Bildungsplan 2015“ besucht hat, der weiß, wer daran teilnahm: Familien, Eltern von Schulkindern, diverse christliche Gruppierung, manchmal ganze Gemeinden, die mit ihrem Pfarrer kommen.

Kurz: Das christliche und bürgerliche Deutschland protestierte gegen den Bildungsplan – und somit der typische Wähler der CDU.

In Stuttgart gab es parallel zu jeder Kundgebung gegen den „Bildungsplan 2015“ eine sogenannte Gegen-Demo jener, die den Bildungsplan der grün-roten Landesregierung befürworten.

Dieser linke Aufmarsch bestand aus wilden Schreien, ohrenbetäubendem Lärm, Blasphemien und Plakaten mit Sprüchen, die hier nicht wiedergegeben werden können.

Viele dieser Teilnehmer gehörten oder standen der Antifa nahe, sind also dem linksradikalen Spektrum zuzuordnen. Auch beteiligten sich daran viele Aktivisten der LSBTIQ-Bewegung, die schon mit ihrem Aussehen und ihrem Benehmen ihren Abscheu vor der bürgerlichen Lebensweise zum Ausdruck bringen.

Derartige Leute gehörten in der Vergangenheit beileibe nicht zu den typischen Wählern der CDU. Ganz im Gegenteil: Wenn Bundeskanzler Helmut Kohl irgendwo auftrat, rückten sie in der gleichen Art und Weise an, wie sie das in Stuttgart getan haben und brüllten wild „Kohl muss weg“.demo-aufruf_30_10_16

An diesem Sonntag, wenn die „Demo für Alle“ in Wiesbaden stattfindet, wird sich ein geradezu surrealistisches Bild bieten. Denn gerade die oben erwähnten Chaoten und Antifa-Anhänger werden FÜR den Gender-Lehrplan von CDU-Kultusminister Lorz eintreten, indem sie gegen die „Demo für alle“ protestieren.

BILD: Stuttgarter Eltern-Kundgebung gegen rotgrüne Bildungspläne und Frühsexualisierung in den Schulen

Sicherlich werden nicht nur Chaoten und Linksradikale an dieser Gegendemo teilnehmen, denn auch Grüne und Linkspartei unterstützen den Gender-Lehrplan der hessischen CDU.

Aber auch hier wird deutlich: Mit dem neuen „Lehrplan zur Sexualerziehung“ betreibt die CDU keine Politik für ihre eigene Basis, sondern gerade für jene Kreise, welche die CDU-Basis ansonsten stets verabscheuen und verspotten.

Die Strategen der CDU Hessens sollten sich fragen, ob sie sich mit diesem Gender-Lehrplan nicht zu „nützlichen Idioten“ einer familienfeindlichen Linksfront gemacht haben.

Unser Autor, der katholische Publizist Mathias von Gersdorff, leitet die Aktion „Kinder in Gefahr“ in Frankfurt  – und betreibt die Webseite „Kultur und Medien online“


Warum die Naturkraft Sexualität nicht entfesselt werden darf

Von Christa Meves

Am Abend des 18. August 2015 lief eine zweistündige Sendung des NDR, von „Phoenix“ ausgestrahlt, zum Thema sexueller Missbrauch in der katholischen Kirche: Meves

Ein Abschaffungsprodukt gegen die Kirche mit voll gelungener Wucht und sicher beachtlicher negativer Wirkung: „Sünden an den Sängerknaben“.  – Um 22.30 Uhr ging es dann weiter mit dem Beitrag: „Das Schweigen der Männer“.

Mehrere Opfer, die einst Mitglieder der berühmten Regensburger Domspatzen waren, wurden mit einer Schilderung der grausamen Vorgehensweise ihrer Beaufsichtiger in allen Einzelheiten mit glaubwürdiger Darstellung ihrer lebenslänglichen Beschädigung vorgeführt.

Die Vorgänge wurden in Schablonen genau dargestellt – mit der Wirkung, dass selbst schon ziemlich abgebrühte Menschen in der ganzen Seele tief erschüttert sein mussten.

Und es wurde gründlich und ausführlich weiter ausgeholt: media-FZMqzvujo1V-2

  • 1) so sehe es ebenfalls in den anderen Bistümern der Republik aus!
  • 2) Die Ursache sei im Zölibat als einer unzumutbaren Lebensform des modernen Menschen zu suchen und
  • 3) einer solchen Institution, die dann auch noch zu verschleiern suche, statt zu bereinigen, müsse man als ein anständiger Mensch schleunigst den Rücken kehren.

Kein Verteidiger angefragt  –  weil bei so viel Schande keine Verteidigung möglich ist?

Und doch muss gesagt werden, dass eine Gesellschaft, welche den durch ihre Normen bisher gebannten Naturriesen Sexualität entfesselt, schon nach wenigen Jahrzehnten eine gigantische Zahl von sexualsüchtigen Männern produziert haben würde, zu deren Suchtverhalten grundsätzlich als das „non plus ultra“ das missbrauchte Kind gehört. DSC00254

Das konnte man voraussagen – und auch, dass sich dann selbst die Priesterschaft nicht vollständig davon würde sauber halten lassen. Das ist alles längst eingetreten und hat sogar bereits eine internationale Kinderschänderindustrie hervorgebracht.

Mit Sühnehandlungen der zerquälten Kirche allein ist dem gewiss nicht effektiv und grundlegend abzuhelfen, sondern

1) mit einer sachlichen naturwissenschaftlichen Aufklärung über Männerprobleme mit dem Naturtrieb Sexualität (über welche die Männer keine Lust haben, nachzudenken und deren Frauen ihnen nicht helfen können, weil sie sich von solchen Männerversuchungen angeekelt abwenden) und

2) Aufdeckung der schamlosen Tendenzen in Medien durch jahrzehntelange Zutreiber hin zu einer gigantisch sexualisierenden Massenverführung der Bevölkerung in den technisierten Wohlstandsländern.

Was sagt unser HERR zu einer solchen Inszenierung, wie wir sie hierzulande über 50 Jahre hinweg haben erleiden müssen?: „Macht ihr nur das Maß eurer Väter voll. Ihr Schlangen! Ihr Otternbrut! Wie wollt ihr dem Gericht der Hölle entfliehen?“ (Mt 23, 33)

Unsere Autorin Christa Meves ist Psychagogin und Bestseller-Autorin; sie leitet den Verein “Verantwortung für die Familie”, bei dem sich online weitere Infos und Artikel finden: http://www.vfa-ev.de/newsl.htm

Fotos: Meves, Archiv, Evita Gründler


Stuttgart: Dritte Elternrechts-Demonstration gegen „Bildungsplan“ am 19. Oktober 2014

Das Aktionsbündnis DEMO FÜR ALLE startet am Sonntag, den 19. Oktober 2014, um 14 Uhr auf dem Schillerplatz in Stuttgart die dritte Kundgebung in der baden-württembergischen Landeshauptstadt. 20140501 Demo für Alle Banner WordPress

Das Anliegen der Demo lautet: „Ehe und Familie vor – Stoppt Gender-Ideologie und Sexualisierung unserer Kinder!“

Unmittelbarer Anlaß für den erneuten Protest ist die Ablehnung einer von fast 200.000 Bürgern unterstützten Petition zum „Bildungsplan 2015“ durch den grün-rot beherrschten Petitionsausschuss des Landtages ohne jede Begründung.

Die Petition hatte von der Landesregierung Kretschmann eine stärker am Grundgesetz („Schutz von Ehe und Familie“, „Indoktrinationsverbot“) orientierte Überarbeitung des „Bildungsplans 2015“ und mehr Transparenz bei dessen Erstellung gefordert. StuttgartJuni20141a#

Ablauf der Veranstaltung:

Ab 14 Uhr Kundgebung mit Reden u.a. von:

  • Vertreter/in der Petitionsinitiative »Kein Bildungsplan unter der Ideologie des Regenbogens«
  • Karin Maria Fenbert – Geschäftsführerin von „Kirche in Not“ (Deutschland)
  • Jérôme Brunet – Sprecher von „La Manif Pour Tous“ (Familien-Demos), Frankreich
  • Magda Czarnik – Polnische Bewegung »Stoppt Sexualisierung unserer Kinder!«
  • Ilya Limberger – Erzpriester der russisch-orthodoxen Kirche in Stuttgart
  • Anna Schupeck und Markus Frohnmaier – AfD Baden-Württemberg
  • Joseph Dichgans – CDL (Christdemokraten für das Leben), Baden-Württemberg

und Live-Musik mit Joel Brand.

15 – 16 Uhr: Demonstrationszug durch die Stuttgarter Innenstadt zum Staatstheater.

16 Uhr: Abschlußkundgebung am Staatstheater, bei der hunderte rosa und blaue Luftballons aufsteigen werden, um den Elternprotest sinnbildlich an die politisch Verantwortlichen nach oben zu tragen.

Infos zur DEMO FÜR ALLE und eine Liste aller Unterstützer des Aktionsbündnisses hier: www.demofueralle.de

Kontaktdaten: Initiative Familienschutz
Hedwig von Beverfoerde, Zionskirchstr. 3 in 10119 Berlin
H.: 0172 88 80 198
Mail: presse@familien-schutz.de


Dem Zeitgeist die Zähne zeigen!

Von Peter Helmes

Zunächst ein Zitat aus den „Informationen aus dem Ministerium (Juli 2014)/Emanzipation/Sexuelle Identität und Vielfalt“ (MGPA: Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter NRW):  frage

„Sexuelle Identität und Vielfalt: Nordrhein-Westfalen steht für eine weltoffene, zukunftsgerichtete Kultur, für Vielfalt und Toleranz. Dennoch gilt Heterosexualität in vielen Köpfen nach wie vor als das Maß der Dinge (…)

Im bevölkerungsreichsten Bundesland leben schließlich die meisten Menschen, die eine andere sexuelle Identität haben. Deshalb versteht die Landesregierung die rechtliche und tatsächliche Gleichstellung und die Wertschätzung von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, Transsexuellen, Transgender und Intersexuellen sowie ihren Angehörigen als zentrale Aufgabe“ (=LSBTTI).

Daß Sexualisierung auch bei den ‚Linksalternativen‘ von Anfang an große Bedeutung hatte, bedarf keiner besonderen Erinnerung. Alle Zehn Gebote aus der Bibel wurden obsolet. Verantwortungslose Narrenfreiheit und sexuelle Libertinage standen ganz oben bei APO und Chaoten.

Dann kam das Aufhetzen der Kinder gegen die Eltern und der Frauen gegen die Männer, sprich die Zerstörung der Ehe und ihrer ‚Sekundärtugenden‘: „Wer zweimal mit derselben pennt, gehört schon zum Establishment.“ 

Zur Zeit haben wir ja das Thema Gendermainstreaming ganz oben auf der Agenda. Möglicherweise erscheint auch die Pädophilie bald wieder als ’sexuelle Befreiung‘.

Linksgrüne  Doppelmoral

Im Grunde genommen eint die Links-Grünen ein unbändiger Narzißmus, sie halten sich nämlich selbst für die beste Menschenspezies unter der Sonne. Wie anders sind etwa die pirouettenhaften Widersinnigkeiten zu erklären, daß aus ein und derselben Ecke die Parole ‚Mein Bauch gehört mir‘ herausposaunt und das Recht auf massenhafte Lebensvernichtung durch Abtreibung eingefordert wird, während das bei der Abtreibung von behinderten Embryos plötzlich ganz anders gesehen wird und man bei der Verwendung mit künstlicher Befruchtung erzeugter überzähliger Embryonen für medizinische Zwecke sie sich plötzlich gar zum blanken Schutzengel hochstilisiert. baby

Oder wie paßt die Aufregung über Verfehlungen in der Kirche im Umgang mit Jugendlichen (bei Sportvereinen und linken Vorzeige-Internatsschulen wird darüber geflissentlich hinweggeschwiegen!) zur eigenen ‚reformpädagogischen‘ Pädophilie-Vergangenheit? Entlarvt sich das nicht selbst als abgrundtief verachtenswert und verlogen?

Umwidmung bürgerlicher Werte

Wichtige Werte für eine funktionierende Demokratie werden unterwandert, umgewidmet oder ausgehöhlt, z. B. Bildung, Eigentum, staatliche Institutionen, Technik, Medizin – wir haben eine schlechte Bildung, das Niveau wird ständig herabgesenkt, die Rechte des Eigentums werden mehr und mehr eingeschränkt, stattliche Institutionen verkommen, die Technik wird ebenso blockiert wie der medizinische Fortschritt. (Eine logische Folge ist, daß bei vielen Unternehmen zuerst der Bereich Forschung ins Ausland verlagert wird.)

Zerstört werden diese Werte unter dem Namen CO2-Klimakatastrophe, auf die wir angeblich zurasen. Um zu „beweisen“, daß das wirklich so sei, werden Zahlen gefälscht – zuletzt anschaulich zu besichtigen beim IPCC (Weltklimarat). Wissenschaftler sind hieran beteiligt, unsere marktwirtschaftlichen Grundlagen zu vernichten, weil ein neuer Sozialismus eingeführt werden soll. Begleitend wird uns eingeredet, wir seien alle Sünder, wenn wir Wohlstand, Fortschritt und ein besseres Leben anstreben. Aber nicht die vorgenannten Werte zerstören unsere Umwelt und unser einmaliges Leben, sondern die Ziele von Links, Rot-Grün, WWF, Greenpeace und anderen Environmentalisten.

Dabei nehmen diese Bessermenschen die Zerstörung von Arbeitsplätzen kaltlächelnd in Kauf. Sie reden uns ein, wir müßten ein schlechtes Gewissen haben, wenn man (zum Beispiel) Strom nutzt, Auto fährt, fliegt usw.  – Kurz: man nimmt uns die Freude und gängelt uns durchs Jammertal des Lebens. Ist das etwa Absicht: uns zu zerstören, zu deindustrialisieren und den Morgenthauplan doch noch Wirklichkeit werden zu lassen?

Die neue Diktatur der „Vollsortimenter“

Wenn man die Strategien der grünen „Psycho-Konzerne“ wie WWF, Greenpeace oder BUND studiert, kann man feststellen, daß sie alle  –  um es in der Sprache des Einzelhandels auszudrücken  –  als „Vollsortimenter“ auftreten: Sie retten uns heute vor Strahlung, morgen vor Feinstaub  –  und übermorgen retten sie den Klapperstorch vor der Erderwärmung. fahne1

Eigenentscheidung und Eigenverantwortung des Bürgers ist von den Regierenden und Bessermenschen nicht mehr gewollt. Stattdessen sollen bisher von jedem Einzelnen bestens wahrgenommene Aufgaben auf den Staatsapparat hin zentriert werden! Der Einzelne soll nicht mehr eigenverantwortlich planen, denken und handeln dürfen.

Er soll  –  staatlichen Vorschriften, Vorgaben und wirklichkeitsfremden Gesetzen folgend  –  nur noch „funktionieren“, strengstens kontrolliert und sanktioniert durch die Staatsmacht! Das ist die neue Diktatur, die täglich mehr und mehr auf uns zukommt. Das ist freiheitsfeindlich, freiheitszerstörend!

Auffällig ist die Unterstützungsfunktion beim linken Zerstörungswerk der bürgerlichen Kultur und Zivilisation: Rot-Grün bildete als erste eine Parallel – , genauer gesagt eine Gegen-Gesellschaft in unserem Land. Typisch für sie sind die Verachtung und der Haß auf die entwickelte bürgerliche Gesellschaft und die Anmaßung einer linken ‚Diskurshoheit’.

Die Linksalternativen sprechen von ’sozialgerechter Umverteilung‘, um ihrer Ideologie zum Erfolg zu verhelfen. In der Ostzone begann es mit ‚Junkerland in Bauernhand‘, am Ende waren die Bauern selbst LPG-Sklaven auf ihren eigenen Ländereien. Und in die Rolle des Ausgebeuteten zwingt der sogenannte ‚Sozialstaat‘ heute zunehmend alle, die arbeiten, sparen, vorsorgen und investieren.

Von der Leistungs-  zur Umverteilungs-Gesellschaft

Längst ist die Bevormundung der Bürger in unserem Staatswesen allgemein, nicht mehr nur auf die Schule  beschränkt. Diese Bevormundung ist die Triebkraft einer regelrechten „Umerziehungspolitik“, die unter dem Deckmantel der „political correctness“ daherkommt, und für nahezu alle gesellschaftlichen Bereiche gelten soll.

Die alleinige Zielsetzung besteht aus der Zerstörung unserer Gesellschaft und ihren bisherigen Erfolgen. Industrielle Entwicklung und Innovation werden zum Feind, „Natur“ zum neuen Gott. „Bio macht den Menschen glücklich!“  IMG_4228

„Leistungsgesellschaft“ erscheint als eine Vokabel aus den Abgründen des alten Un-Menschen und per se von Übel. Mit einer völlig verfehlten, aber den Umverteilungszwecken nützlichen Steuerpolitik wird aus der Leistungs- eine Umverteilungsgesellschaft, ein neuer Sozialismus.

Was der „alte“ Sozialismus nicht schaffte, versuchen nun Gutmenschen von Rot/Grün und auch von einem verMerkelten und verKohlten Schwarz zum Erfolg zu führen – teilweise offen, aber auch subkutan, unterschwellig.

Kein Wunder, daß viele Unternehmen auf andere Länder ausweichen, besonders Unternehmen mit einer hohen Forschungs- und Innovations-Kompetenz. Das Resultat zeigt sich, wie bereits angedeutet, schon heute: Echte Neuerungen  –  Patente, Erfindungen etc.  –  werden zunehmend im Ausland gemacht. Wann haben wir in Deutschland das letzte Mal etwas Großartiges geschaffen? Unser Ruf als Wissenschaftsstandort stammt von früher. Lange her!

Verwalten ist leichter als gestalten

„Leistung muß sich wieder lohnen“ war gestern. Unsere Gesellschaft, besonders unsere Jugend, ist leistungsfeindlich kontaminiert. Staatsdienst ist attraktiver denn Selbständigkeit, weil der Staatsdienst Sicherheit bietet, weil verwalten leichter ist als gestalten, weil quatschen einfacher ist als handeln. Weil es leichter ist, den Moralapostel zu geben, als selbst moralisch verantwortlich zu handeln.

Daß das nur gutgeht, solange ein paar Deppen die Kohle ranschaffen, geht in diese kontaminierten Gehirne nicht rein. Und sie werden anfällig für leistungsfeindliche Parolen und den Kampf „gegen Ausbeuter“ und „Gewinnmaximierer“. Sie leben auf Kosten anderer, weil sie erzogen wurden nach dem Prinzip: „Das steht mir zu.“ Selbständigkeit ist ihnen nicht erstrebenswert, weil sie den Wert „selbständig“ nie erfahren haben; denn dieser Wert beinhaltet auch selbständiges Denken, Wollen und Verantwortung  –  somit Eigenschaften, die zum gleichgeschalteten, neuen Menschen nicht passen.

Beispiele für die Umerziehungspolitik

Es geht zum Beispiel auch um eine Bildungspolitik, die durch Indoktrination Randthemen zur höchsten politischen Relevanz erhebt und die klassische Bildung vernachlässig t –  „Pisa“ läßt grüßen.  Das Lesen von Texten selbst gestandener Akademiker treibt einem Tränen der Empörung in die Augen. Symptomatisch: SPIEGEL-Redakteur Dirk Kurbjuweit wird mit seinem Buch „Zweier ohne“ zu einem „Klassiker“, die alten Klassiker verstauben in den Regalen. „Kleist?“ – nie gehört! „Von Brentano?“ – Wer ist das denn?

Naturkatastrophen, wie es sie zu allen Zeiten gab, werden heute zu einem Weltuntergangs-Menetekel hochgeschrieben, und der darob verängstigten Bevölkerung wird eilends klargemacht, daß wir unser Leben umstellen müssen: Das alte Leben muß weg, der neue Mensch muß her, diktiert und kontrolliert von Gutmenschen. Wenn es nach denen geht, mutieren wir alle zu Übermenschen, die glauben, sie könnten die ökonomischen Gesetze außer Kraft setzen.

Ein weiteres Beispiel der kruden Denkweise des „neuen Menschen“ ist eine Verkehrspolitik, die durch das Sperren von als marode erklärten Brücken und das gleichzeitige Eröffnen von „strategisch günstigen“ Baustellen es den ungeliebten Autofahrern schwer machen soll, ihre Ziele zu erreichen. Fahrrad fahren ist doch viel gesünder, besonders bei Strecken von mehr als 50 km, welche die Pendler zurücklegen müssen, um ihre Arbeitsstätten zu erreichen.

Die durch eine ideologische Umerziehung entstandene neue Ökologie der Zeitgeist-Menschen soll durch dramatische Darstellung der menschlichen Einflüsse auf die Natur den Menschen ein permanent schlechtes Gewissen einflößen. Ganzen Heeren rot-grüner Kämpfer, gewaltigen Heerscharen von NGO’s –  als Beispiele seien hier Greenpeace, NABU, BUND, WWF genannt – ist es gelungen, Politik, Behörden und Medien zu unterwandern und diese rigoros für die Durchsetzung ihrer teils abstrusen Ideen zu mißbrauchen.

Den Ausstieg schon verpaßt?

Wir laufen Gefahr, den Ausstieg aus dieser fatalen Entwicklung zu verpassen. Das erinnert an das alte Mütterchen, das im falschen Zug unterwegs ist: von Pusselsdorf nach Schafkirchen, statt umgekehrt. An jedem Bahnhof gerät sie in lautes Jammern „Oje, Oje, was tu ich mir nur an, wie soll das enden?“.  –  Sie wird ständig verzweifelter und lauter. Als sie ein besorgter Mitreisender fragt „Geht es Ihnen schlecht? Kann ich etwas für Sie tun?“, bricht das ganze Leid aus der alten Frau heraus: „Nein, Sie können nichts für mich tun. Ich sitze im falschen Zug, und mit jeder Station wird die Rückreise länger.“   –  Die Idee, rechtzeitig oder wenigstens eine Station später auszusteigen, war ihr parto20140501 Demo für Alle Banner WordPressut nicht gekommen.

Falsche Appeasement-Politik hat Europa bereits einmal in eine allerschrecklichste Katastrophe gestürzt. Heute verblüfft immer wieder, wie selbst Liberale freudestrahlend für Ideen eintreten, die mit liberalen Grundwerten aber auch gar nichts zu tun haben – und die sich damit, vielleicht unbeabsichtigt, dem Zeitgeist anpassen und somit letztlich zum Totengräber unserer liberalen Grundordnung werden und unsere Freiheit zerstören. Den Sozialismus in seinem Lauf halten solche Esel gewiß nicht mehr auf.

Die GroKo aus CDU/CSU/SPD ist sich  –  im Schulterschluss mit der so gut wie gar nicht vorhandenen Opposition aus Grünen und der Linken  –  in allen zentralen Punkten der Bevormundungspolitik einig. Und ihre freiheitsfeindlichen, neosozialistischen Werte und Ziele dienen nur der Entmündigung und der Unterdrückung der ehemals freien Bürger: „Big brother is watching you“ – von den Aktivitäten der NSA, vom Datenmißbrauch bis hin zur permanenten Überwachung aller Bürger in unserer Republik!

Aufruf zu mehr Bürgermut von Bernd Stelter

Der Weg zu neu gewonnener Freiheit und Mitmenschlichkeit führt nur durch bürgerlichen Widerstand von unten nach oben:

In einem alten Chanson („Schaut Euch ins Gesicht“ von 1984) des heute überall bekannten Liedermachers Bernd Stelter, in dem er die „schweigende Mehrheit“ in unserem Land zur demokratischen Mitwirkung beim Erhalt unserer Freiheit auffordert, lautet der Text des Refrains: „Schaut Euch ins Gesicht, und nehmt Euch bei der Hand: Wir schweigen nicht mehr! Wir sagen, was wir denken, und wir sagen es laut“   –  Und – „Wir werden immer mehr!“

Dieses Lied könnte eine Art Hymne werden für die bisher noch schweigende Mehrheit der Bürger von heute! (youtube: http://www.youtube.com/watch?v=Nk5Z7MlODqM ) .

Ihr seht also, ich bin ein Mann von gestern. Ja, von gestern! Gestern durfte man nämlich noch Mann und Frau sein, und die Kinder lernten nicht mit zehn Jahren, wie Analverkehr richtig funktioniert…

Es ist auch so, daß mein Rückgrat sich partout nicht verbiegen lassen will; ich muß also aufrecht stehen, um mich nicht zu verbiegen. Ich möchte auch endlich wieder die deutsche Fahne zeigen und stolz auf mein Vaterland sein können, ohne mich dafür schämen zu müssen.

Ich möchte endlich wieder „rechts“ sein dürfen, ohne mich entschuldigen zu müssen, daß ich kein Linker bin, sondern konservativ.

Peter Helmes ist erfolgreicher Buchautor, ehem. Bundesgeschäftsführer der „Jungen Union“ und er betreibt das liberal-konservative Webmagazin http://www.conservo.wordpress.com


Alarm um die Sexualisierung der Kinder

Mathias von Gersdorff

Seit wenigen Tagen wird in Wikipedia über die Löschung von drei Artikeln heftig debattiert. Sie heißen: „Der grosse Basar“ (mit ss, obwohl falsch), „Pädophilie-Debatte (Bündnis 90/Die Grünen)“ und „Debatte um Abschaffung des Sexualstrafrechts in Deutschland“.

Die Artikel seien irrelevant und dienten bloß der Stimmungsmache im Wahlkampf für die Bundestagswahl am 22. September 2013, behaupten die Befürworter der Löschung. Falls die Löschdiskussionen repräsentativ sind, so scheinen bei manchen die Nerven blank zu liegen. Jedenfalls lohnt es für den interessierten Leser, sie zu lesen, denn manches wird dabei hervorgekramt.

M. von Gersdorff

M. von Gersdorff

Auch über Twitter und auf Facebook ist das Thema ständig präsent. Allerdings wird dort angemerkt, daß ein wirklicher Aufschrei und eine Welle der Empörung nicht aufgekommen ist.

Das ist sicherlich richtig. Die Mehrheit der Medien ist äußerst zurückhaltend. Im wesentlichen wird die Debatte um die pädophilen Strömungen bei den Grünen von der Welt beziehungsweise von der Welt am Sonntag genährt. Auch der Focus berichtet regelmäßig und veröffentlichte eine Analyse von Michael Wolffsohn mit dem Titel „Wie grün-rote Medien die Debatte um Kindesmißbrauch bei den Grünen weichspülen“.

Prof. Wolffsohn: Medien einseitig rot-grün

Der Historiker Wolfssohn sieht in der Struktur der deutschen Medien den Grund für die geringe Empörung über die pädophilen Umtriebe in der Vergangenheit der Grünen. Die Presselandschaft sei grün-rot geprägt, die Medienmacher lenken den Zorn der Leser auf Milieus, die sowieso nicht mit den Grünen sympathisieren.

In diesem Strukturproblem sieht Wolffsohn mit einen Grund für das Zeitungssterben, denn die Leser seien nicht mehr bereit, für eine einseitige Berichterstattung zu zahlen. Somit schlußfolgert er:

„Wer meint, den eigenen Anhängern immer wieder und immer noch dieselben und zudem bezahlten Einseitigkeiten oder parteilichen Sanftheiten eintrichtern zu können, wird bald seinen Laden dichtmachen müssen. Also, Dany & Co.: Nicht von Dauer ist die bisherige Sanftheit und Vergeßlichkeit der Medien gegenüber Euren Irrungen und Wirrungen im Bereich von Kindersex und Kindesmißbrauch.“

Die „rosa Brille“ beim Blick auf die grüne Vergangenheit könnte auch ideologisch motiviert sein. Nach dem heutigen Kenntnisstand war die Diskussion über die Straffreiheit für sexuelle Kontakte zwischen Kindern und Erwachsenen bei den Grünen nach den Landesparteitagen im Jahr 1985 in NRW und Baden-Württemberg im wesentlichen beendet.

Frauenbewegung kritisiert sexuelle Revolution

Auch die Grünen hatten erkannt, daß sie mit solchen Forderungen zu verwundbar waren und der Einzug in die Parlamente dadurch bedroht war. In der Tat schafften sie es 1985 nicht in den NRW-Landtag.

Aber es gibt einen weiteren Grund, der eigentlich wichtiger ist:  Aus dem linken Lager  –  vor allem aus der Frauenbewegung  –  kam zunehmend Kritik an dem Konzept der sexuellen Revolution, die Ende der 60er Jahre vorherrschend war und eben von Personen wie Daniel Cohn-Bendit maßgeblich definiert wurde.

Für die Studentenbewegung war die sexuelle Revolution vor allem ein Instrument, die bürgerliche Ordnung umzukrempeln. Sie lasen Wilhelm Reichs „Sexuelle Revolution“ und waren der Ansicht, die bürgerliche Sexualmoral sei repressiv, autoritär und lediglich dafür da, die Herrschaftsstrukturen aufrechtzuerhalten. Für manche war die „repressive Sexualmoral“ sogar die Grundlage für den Faschismus und den Nationalsozialismus. Für die Studentenrevolte der 60er galt dann die Devise, sämtliche Beschränkungen und Tabus zu schleifen  –  eben auch Pädosexualität.

Aus der Frauenbewegung – vor allem von Alice Schwarzer – kam die Kritik, diese „sexuelle Befreiung“ sei eigentlich nur eine Befreiung für den Mann, der sich an nichts mehr halten müßte. Opfer davon waren die Frauen und die Kinder. Diese würden unter neuen Herrschaftsstrukturen leiden.

Sittlichkeit fehlt als Leitbild

Hinsichtlich der Kinder wurde argumentiert, diese seien aufgrund ihrer Unreife völlig dem Willen des Erwachsenen unterworfen. Das Kind könne nicht wirklich einschätzen, worum es ginge und sei in hohem Maße manipulierbar.

Diese Argumentation klingt zwar recht plausibel, doch sie ist von den Denkstrukturen der 68 und der sexuellen Revolution gestrickt, denn sie folgt nicht dem Leitbild allgemeiner Sittlichkeit, sondern allein der „sexuellen Selbstbestimmung“.

Die Linken begannen, Pädophilie abzulehnen, weil sie eben neue Herrschaftsverhältnisse hervorbringe und der (sexuellen) Ausbeutung Tür und Tor öffnete. Doch die antichristliche und völlig falsche Strategie der sexuellen Befreiung wurde überhaupt nicht verändert. Für die Linken blieb die Sexualisierung von Mensch und Gesellschaft bis heute ein sozialrevolutionäres Instrument, das unbarmherzig angewendet wird.

Mißachtung des Erziehungsrechts der Eltern

Für die Kinder bedeutet das konkret: Sexuelle Handlungen zwischen Erwachsenen und Kindern bleiben strafbar, doch ihre Sexualisierung  –  was nichts anderes als Indoktrination und Verführung ist  –  wird weiterhin angestrebt. Dabei wird das Erziehungsrecht der Eltern völlig ignoriert, die Kinder werden de facto enteignet.

Auch hier schreitet das Bundesland Berlin an vorderster Stelle voran. Hohe Wellen schlug im Jahr 2011 die Einführung einer äußerst liberalen Sexualkunde an den Berliner Grundschulen. Vom ersten Schuljahr an sollten Kinder lernen, was Homosexualität, Bisexualität, Transsexualität und „sexuelle Vielfalt“ sind. In Märchen und Geschichten sollten „sexuelle Vielfalt“, „Anderssein“, „Brechen mit Rollen-Klischees“ und unkonventionelles Zusammenleben thematisiert werden. Das Ganze läuft unter einer vom Berliner Senat beschlossenen Initiative „Selbstbestimmung und Akzeptanz sexueller Vielfalt“.

Im „Bildungsserver Berlin Brandenburg“ des Landesinstituts für Schule und Medien Berlin-Brandenburg, einer Einrichtung der Länder Berlin und Brandenburg für die gemeinsame Bildungsregion, wimmelt es von derartigem Unterrichtsmaterial, manches davon ist sogar für dreijährige Kinder gedacht.

Im Bildungsserver wird empfohlen, daß Kinder so früh wie möglich indoktriniert werden sollen; man solle ihnen sagen, daß Homosexualität, Transsexualität, Bisexualität völlig normal seien. „Starre Bilder von Weiblichkeit und Männlichkeit zu hinterfragen“ ist eines der Ziele an den Schulen. Für Dreijährige gibt es beispielsweise das Buch „Eberhard, die ‘schwule Sau’“ von Gabriele Kreuzsaler.

Ideologischer Mißbrauch der Kinder 

Das ist nur ein Beispiel, doch es zeigt, wie wenig Respekt man vor der Unschuld der Kinder hat. Die Menschen, die solche Programme entwickeln und fördern, werden sicherlich verteidigend behaupten, hier werde keine Pädophilie verbreitet. Wird aber hier nicht das moralische Empfinden nicht nur der Kinder, sondern der Erwachsenen hinsichtlich der kindlichen Unschuld zerstört? Wird damit nicht ein totaler ethischer Relativismus propagiert? Werden hier die Kinder nicht für gesellschaftsrevolutionäre Experimente mißbraucht?

Offensichtlich! Die Kinder sind für viele nichts anderes als das Kanonenfutter ihrer sozialrevolutionären Feldzüge gegen die „bürgerliche Gesellschaftsordnung“. Diese Fragen müssen in die gegenwärtige Debatte über die pädosexuellen Umtriebe der Grünen in den Achtzigern eingebracht werden. Die Beschränkung auf die Pädophilie zeigt nicht annähernd den Schaden, der den Kindern zugefügt wurde und wird.

Unser Autor Mathias von Gersdorff ist katholischer Schriftsteller und Leiter der Frankfurter Aktion „Kinder in Gefahr“

Erstveröffentlichung des Artikels in der Wochenzeitung JF: http://www.jungefreiheit.de