Studie in England: Schulische Sexualkunde führt zu Frühschwangerschaften

Zumindest in Großbritannien führt offenbar mehr Sexualerziehung an Schulen sowie die Bereitstellung der „Pille danach“ zu mehr statt zu weniger Schwangerschaften von Heranwachsenden.

Das berichtet das Internetportal „Christianconcern.com“ unter Berufung auf eine kürzlich veröffentlichte Studie.

Dem Bericht zufolge fanden David Paton von der Nottingham University Business School und Liam Wright von der University of Sheffield heraus, dass in Gebieten, in denen die Regierung die Ausgaben für Sexualerziehung und Geburtenkontrolle gesenkt hatte, auch die Zahl der Teenager-Schwangerschaften erheblich zurückging.

Mehr noch: Je stärker das Budget gekürzt wurde, desto stärker sank auch die Rate der Teenager-Schwangerschaften.

Für ihre im „Journal of Health Economics“ veröffentlichte Studie untersuchten Paton und Wright die Auswirkungen der Budgetkürzungen durch die örtlichen Behörden auf die Bereitstellung der „Pille danach“ sowie das Abhalten der Sexualerziehung an Schulen nach dem Finanzcrash im Jahr 2008. Dabei fanden sie heraus, dass die Schwangerschaftsraten zwischen 2009 und 2014 um 42,6 Prozent sanken. Dies sei der niedrigste Stand seit 1969.

Die Forscher erklären die hohe Rate von Teenager-Schwagerschaften angesichts massiver Sexualerziehung und der Bereitstellung der „Pille danach“ an Schulen damit, dass dadurch mehr Schüler veranlasst würden, früher mit sexuellen Handlungen zu beginnen bzw. solche häufiger auszuüben als ohne die staatlichen Programme.

Quelle: Newsletter der „Aktion Lebensrecht für Alle“ (ALfA)


Auch in Sachsen wird ein Gender-Lehrplan für die Sexualkunde an Schulen eingeführt

Mathias von Gersdorff

Kürzlich hat das sächsische Kultusministerium seinen textlastigen „Orientierungsrahmen für die Familien- und Sexualerziehung an sächsischen Schulen“ der Öffentlichkeit vorgestellt. Federführend war CDU-Kultusministerin Brunhild gersdorffKurth. Der Freistaat wird gegenwärtig von einer CDU/SPD-Koalition regiert.

Die sächsischen Schulpolitiker haben die Richtlinien für die Sexualerziehung deutlich dem herrschenden Zeitgeist angepasst und die links-grüne Mode-Ideologie „Gender“ eingeführt. Sie gingen aber wesentlich geschickter als ihre hessischen Kollegen vor und mieden die autoritäre Sprache des hessischen Kultusministers Ralph Alexander Lorz (CDU).

Sicherlich wollte man heftige Auseinandersetzungen wie in Baden-Württemberg und in Hessen verhindern, aber gleichzeitig dem linken Zeitgeist huldigen.

In Hessen tobt seit dem Spätsommer ein heftiger Kampf um den neuen „Lehrplan zur Sexualerziehung“. Die Debatte entzündete sich vor allem an der mit ausgestrecktem Zeigefinder geforderten „Akzeptanz sexueller Vielfalt“.

Das treibt just die CDU-Basis zur Weißglut: Eltern, Katholiken, Konservative. Mit seinen Kampf für Gender und gegen Elternrechte ist Kultusminister Lorz dabei, die Popularität seiner Partei in Hessen zu ruinieren. Hier ist die CDU traditionell konservativ geprägt.

In Sachsen wählte man eine vorsichtigere Sprache und zeigt sich verständnisvoller gegenüber unterschiedlichen Wertvorstellungen. Gender wird in wohl kalkulierten Dosierungen verabreicht und durch eine fast schwülstige Sprache verbrämt. t_go.php

Wer aber den „Orientierungsrahmen“ sorgfältig liest, erkennt problemlos, dass die Gender-Ideologie nicht nur namentlich erwähnt, sondern in vollem Umfang enthalten ist.

BILD: „Demo für alle“ protestiert gegen Frühsexualisierung in den Schulen

So sollen sich Schüler/innen mit „Homosexualität und anderen Ausdrucksformen sexueller Vielfalt (vor allem Bi-, Inter- und Transsexualität)“ auseinandersetzen.

Ausdrücklich erwartet man von den Schülern eine Akzeptanz der „neuen Einstellungen zum Sexualleben“:

„Gesellschaftliche Einstellungen zum Sexualverhalten der Menschen (wie u. a. zur Homosexualität) haben sich in den letzten Jahren verändert. Familien- und Sexualerziehung sollte dazu beitragen, dass unterschiedliches selbstbestimmtes Sexualverhalten, das die Würde des Menschen wahrt, keine Bewertung erfährt und als Teil der individuellen Persönlichkeit akzeptiert wird.“

Die Sexualerziehung soll durchaus bei den Kindern zu einem Hinterfragen der Wertvorstellungen führen, die sie von den Eltern oder von der Kirche bzw. Religion erhalten haben: „Sexualerziehung soll helfen, eigene Wertvorstellungen zum sexuellen Verhalten, zu Partnerschaften, Ehe und Familie zu entwickeln und diesbezüglich selbstbestimmte Entscheidungen zu fällen.“

Demnach kann es gar nicht anders sein, dass die Schule als Konkurrenz zum Elternhaus wirkt. Wie diese Zielsetzung mit dem Indoktrinationsverbot zu vereinbaren ist, bleibt ein Geheimnis der sächsischen Schulpolitiker.  Foto von Elstrud Consoir

Die Vorstellung, es gäbe eine Vielfalt an sexuellen Orientierungen oder Identitäten, findet sich mehrmals im Text des Orientierungsplanes:

„Sexualerziehung soll zu Toleranz gegenüber unterschiedlichen sexuellen Orientierungen, Verhaltensweisen und Lebensstilen anhalten und motivieren, Diskriminierungen entgegenzuwirken“.

Oder es heißt: „Bei der Thematisierung von Geschlechtlichkeit (Sex und Gender, männlich/weiblich, Jungen/Mädchen, Männer/Frauen) ist zu beachten, dass es Kinder und Jugendliche in der Lerngruppe geben kann, die sich physisch oder psychisch nicht den traditionellen Kategorien von männlich und weiblich zuordnen lassen bzw. sich selbst nicht zuordnen können – unabhängig vom angeborenen eindeutigen oder uneindeutigen anatomischen Geschlecht.“

Das letzte Zitat ist besonders interessant, denn es enthält in konzentrierter Form die gesamte Gender-Ideologie.

Die Textpassage besagt, dass es Menschen gebe, die sich nicht in die „traditionellen Kategorien“ von Mann und Frau zuordnen lassen. Ferner gibt es Menschen, die sich selber diesen „traditionellen Kategorien“ nicht zuordnen können.

Das Wort „traditionelle Geschlechter-Kategorien“ impliziert die Vorstellung, diese „Kategorien“ seien nicht von der Natur aus gegeben, sondern kulturelle oder soziale Produkte. Nur dann ergibt die Bezeichnung „traditionell“ Sinn, um Mann und Frau als solche zu bezeichnen. Fasst man so die Entstehung der Geschlechter auf, befindet man sich schon tief in der Gender-Ideologie.

Quelle und Fortsetzung des Artikels hier: http://mathias-von-gersdorff.blogspot.de/2016/12/sachsens-orientierungsrahmen-fur-die.html


Schulzwang in Deutschland seit 1938 – das (un)heimliche Erbe der Nazis

Von Felizitas Küble

In allen Kulturnationen werden Kinder unterrichtet und weitergebildet, teils von staatlichen, teils von privaten Schulen  – oder auch von den Eltern selber. In den USA und den meisten europäischen Staaten ist das sog. „Homeschooling“ erlaubt, also der Unterricht zuhause. Diese freiheitliche Regelung hat sich recht gut bewährt, daher wurde sie auch beibehalten. Es gibt also in fast allen westlichen Demokratien eine Bildungspflicht, aber keinen Schulzwang. IMG_4228

Anders in Deutschland  –  hier gilt ein rigoroses Schulzwang-Gesetz, das zur Folge hat, daß immer wieder Eltern nicht nur zu Geldbußen, sondern sogar zu Gefängnisstrafen verurteilt werden, wenn sie ihre Kinder zuhause selber unterrichten, nicht zuletzt, um ihnen gewisse Probleme des Schullebens zu ersparen, etwa die staatliche Sexualkunde mit ihrer häufigen Frühsexualisierung und Gender-Beeinflussung, sodann die Gefahren von Drogen, ungesunden Fremdeinflüssen, Mobbing, Markenklamotten, Gruppendruck etc.

Dieser Schulgebäude-Anwesenheits-Zwang ist in Wahrheit ein undemokratisches Erbe des Nationalsozialismus. So wie jeder Sozialismus wollte auch die braune Variante das natürliche Erziehungsrecht der Eltern verdrängen und durch staatliche Einflußnahme ersetzen, um sich so der Kinder zu bemächtigen und die Familien ideologisch und praktisch zu kontrollieren.

Diktatorischer Griff nach den Kindern

Dieser „Griff nach den Kindern“ diente der Festigung der NS-Dikatur nach innen und außen. Hierzu gehörte auch die frühzeitige und zwangsweise „Organisation“ der Kinder in HJ (Hitlerjugend) und BdM (Bund deutscher Mädchen).

Während im Kaiserreich und in der Weimarer Republik die häusliche Unterrichtung der Kinder erlaubt war, war es damit unter dem braunen Terrorregime bald vorbei und der staatliche Druck auf die Familie nahm immer mehr zu.

Bisweilen hört man den Einwand, daß die Schulpflicht schon zu preußischen Zeiten eingeführt worden sei. Tatsächlich gab es sie in Preußen seit 1717 (damals die striktesten Gesetze diesbezüglich in ganz Europa), aber der Privat- oder Hausunterricht war dennoch nicht verboten. In der sog. „Paulskirchenverfassung“, der Reichsverfassung vom 28. März 1849, wird der Hausunterricht in § 154 beim Menschenrechtskatalog aufgeführt: „Der häusliche Unterricht unterliegt keiner Beschränkung.“ Das gilt ähnlich danach für die Weimarer Verfassung von 1919 und für das endgültige preußische Schulpflichtgesetzes von 1927.

Diese jahrhundertelange freiheitliche Regelung änderte sich erst unter der nationalsozialistischen Diktatur. cover-mein-kampf

NS: Von der Bildungspflicht zum Schulzwang

Hierbei ist aufschlußreich, was Adolf Hitler über den „Schulzwang“ begeistert zu schreiben weiß  –  und zwar in seiner Programmschrift „Mein Kampf“, Ziffer 453, betr. „Erziehungsgrundsätze des völkischen Staates“:

„Die körperliche Ertüchtigung ist daher im völkischen Staat nicht eine Sache des einzelnen, auch nicht eine Angelegenheit, die in erster Linie die Eltern angeht, und die erst in zweiter oder dritter die Allgemeinheit interessiert, sondern eine Forderung der Selbsterhaltung des durch den Staat vertretenen und geschürten Volkstums. So wie der Staat, was die rein wissenschaftliche Ausbildung betrifft, schon heute in das Selbstbestimmungsrecht des einzelnen eingreift und ihm gegenüber das Recht der Gesamtheit wahrnimmt, indem er, ohne Befragung des Wollens oder Nichtwollens der Eltern, das Kind dem Schulzwang unterwirft, so muß der völkische Staat in noch viel höherem Maße dereinst seine Autorität durchsetzen gegenüber der Unkenntnis oder dem Unverständnis des einzelnen in den Fragen der Erhaltung des Volkstums. Er hat seine Erziehungsarbeit so einzuteilen, daß die jungen Körper schon in ihrer frühesten Kindheit zweckentsprechend behandelt werden und die notwendige Stählung für das spätere Leben erhalten“.

Noch vielsagender ist die dazu passende Gesetzespraxis, nämlich das Reichsschulpflichtgesetz von 1938.

Bis dahin gab es keinen Schulgebäude-Anwesenheits-Zwang, sondern nur eine allgemeine Bildungspflicht, die auch zuhause von den Eltern erfüllt werden konnte.

Solche Freiheiten waren den Nazis natürlich nicht geheuer, denn sie wollten die Kinder  ihren Eltern entfremden, wofür die Einführung einer rigiden Schulpflicht das passende Mittel war  –  ein  (un)heimliches“Vermächtnis“, das den Deutschen  bis heute erhalten blieb, weil die Bundesländer dies Gesetz nach 1945 im wesentlichen in ihre Landesverfassungen übernahmen. IMG_1061

Merkwürdigerweise wird über dieses „heimliche Erbe“ der NS-Zeit hierzulande so gut wie nirgendwo öffentlich diskutiert  – erstaunlich, wo doch sonst kein Detail aus der Braunzone ausgelassen wird.

Verstaatlichung der Erziehung damals und heute

Das Interesse an der Verstaatlichung der Erziehung beschränkt sich eben nicht auf Braunhemden  – das fühlen auch Rotjacken intensiv in ihrer Brust, man denke an den SPD-Politiker Scholz samt seiner vielzitierten „Hoheit über Kinderbetten“ oder an die Anti-Familien-Politik des linken CDU-Flügels (siehe zB. die absurde Genderismus-Schulpolitik pro „sexuelle Vielfalt“ der CDU in Hessen).

Doch selbst unter Christen kann man staatsfixierte, rechtspositivistische Stimmen vernehen, die den Eindruck erwecken, als sei der Schulzwang deutscher Art bzw Abart ein Ergebnis höherer Weisheit, mindestens aber unantastbar und indiskutabel.

Dabei hat die katholische Kirche stets betont, daß das Naturrecht im Zweifelsfall höher steht als staatliche Gesetze und Regelungen. Das natürliche Erziehungsrecht der Eltern ist gottgegeben, es ist in der Schöpfungsordnung verankert, indirekt auch aus dem 4. Gebot abzuleiten: „Du sollst Vater und Mutter ehren!“

Nun einige Fakten aus dem NS-Schulpflicht-Gesetz von 1938. Die einführenden Sätze sind schon aufschlußreich genug (Hervorhebungen von uns):

Gesetz über die Schulpflicht im Deutschen Reich
(Reichsschulpflichtgesetz) vom 6. Juli 1938

Grundsätzliches

  • 1. Allgemeine Schulpflicht. Im Deutschen Reich besteht allgemeine Schulpflicht. Sie sichert die Erziehung und Unterweisung der deutschen Jugend im Geiste des Nationalsozialismus. Ihr sind alle Kinder und Jugendlichen deutscher Staatsangehörigkeit unterworfen, die im Inlande ihren Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt haben.

(2) Die Schulpflicht ist durch Besuch einer reichsdeutschen Schule zu erfüllen. Über Ausnahmen entscheidet die Schulaufsichtsbehörde.

Das bedarf keines Kommentars.

Der nachfolgende Paragraph 7 schafft nun die Voraussetzungen für die Euthanasie bzw. Ermordnung von Behinderten, indem sie mit Begründung der Schulpflicht ggf. in Anstalten verfrachtet werden sollen  – das oftmals tödliche Ende ist bekannt: DSC00254

  • 7. Unterbringung der Sonderschulpflichtigen in Anstalts- oder Familienpflege. (1) Wenn es die Durchführung der Schulpflicht für die im § 6 bezeichneten Kinder erfordert, kann ihre Unterbringung in geeigneten Anstalten und Heimen oder in geeigneter Familienpflege angeordnet werden.
    (2) Hierüber entscheidet die Schulaufsichtsbehörde gemeinsam mit der zuständigen Fürsorgebehörde.

Von der „Schulpflicht“ zum „Schulzwang“ ist es nur ein Katzensprung  – mit Hilfe der Polizei nämlich  – oder Bußgeld (wird auch heute angewandt in Deutschland, wenn Eltern ihr Kind zB nicht in die Sexkunde schicken – und sei es nur für einen einzigen Tag):

  • 12. Schulzwang. Kinder und Jugendliche, welche die Pflicht zum Besuch der Volks- oder Berufsschule nicht erfüllen, werden der Schule zwangsweise zugeführt. Hierbei kann die Hilfe der Polizei in Anspruch genommen werden.
  • 14. Strafbestimmungen. (1) Wer den Bestimmungen über die Schulpflicht vorsätzlich oder fahrlässig zuwiderhandelt, wird mit Geldstrafe bis zu 150 Reichsmark oder mit Haft bestraft, sofern nicht nach anderen Gesetzen eine höhere Strafe verwirkt ist.

Die früheren (freiheitlichen) Gesetze der Weimarer Republik mußten natürlich hierbei abgeschafft werden:

  • 16. Aufhebung älterer Vorschriften. (1) Das Gesetz, betreffend die Grundschulen und die Aufhebung der Vorschulen, vom 28. April 1920 (RGBl. I. S. 851) in der Fassung des Gesetzes vom 26. Februar 1927 (RGBl. I. S. 67) sowie das Gesetz, betreffend den Lehrgang der Grundschule, vom 18. April 1925 (RGBl. I. S. 49) werden aufgehoben.
  • 17. Inkrafttreten. (1) Dieses Gesetz tritt mit dem 1. November 1938 in Kraft.

Berchtesgaden, den 6. Juli 1938.

Der Führer und Reichskanzler Adolf Hitler

Der Reichsminister für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung, Rust

SOWEIT Auszüge aus dem NS-Gesetz.

Unser Grundgesetz anerkannt das Elternrecht

Das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland kennt demgegenüber keinen Schulzwang. Die Mehrheit im Parlamentarischen Rat, aus dem das GG hervorging, wandte sich gegen das nationalsozialistische Schulsystem und erklärte mit den Stimmen von CDU/CSU, Zentrum und Deutscher Partei am 8. Februar 1949: BILD0235

„Wir halten nach wie vor an unserem Standpunkt fest, daß das Erziehungsrecht der Eltern ein gottgegebenes Naturrecht darstellt, das jedem staatlichen Zugriff entzogen ist. Dieses natürliche Erziehungsrecht der Eltern erstreckt sich vor allem auf die religiös-weltanschauliche Erziehung der Kinder und zwar nicht nur im Rahmen der Familie, sondern auch im Bereich der Schule.

Die Schule muß daher in ihrem religiös-weltanschaulichen Charakter so bestimmt sein, wie es der Gewissensentscheidung der Eltern entspricht. Ein auf Grundsätzen der Gewissensfreiheit, der Toleranz und der Demokratie aufgebauter Staat sollte daher sein Schulwesen so gestalten, daß auf niemand in religiös-weltanschaulicher Hinsicht ein Gewissenszwang ausgeübt wird.“ (Jahrbuch des öffentlichen Rechtes 1; 1951: Seite 110).

Das Grundgesetz enthält das Elternrecht (Art.6,2) und erwähnt hinsichtlich des Staates lediglich eine Aufsichtspflicht über das öffentliche Schulwesen. Doch das alte NS-Reichsschulgesetz blieb dennoch in vielen Bundesländern in Kraft und wurde auch bei Neufassungen weitgehend übernommen.

In der SBZ (sowjetisch besetzten Zone)  –  später „DDR“ genannt  –  wurde der Nazi-Schulzwang 1946 ebenfalls fortgesetzt und hineingepackt in ein sogenanntes „Gesetz zur Demokratisierung der deutschen Schule“.

Während neuere Urteile des Bundesverfassungsgerichts immer stärker vom grundgesetzlich garantierten Elternrecht abrücken und von einem „staatlichen Erziehungsauftrag“ fabulieren, der nirgendwo im GG zu finden ist, hatten sich die Karlsruher Richter noch bis vor wenigen Jahren klar im Sinne des Elternrechts positioniert. Man erinnere sich etwa an das Grundsatzurteil des BVG vom 16.1.2003 (AZ: 2 BvR 716/01):

„Art. 6, Abs. 2 Satz 1 GG garantiert den Eltern das Recht auf Pflege und Erziehung ihrer Kinder. Sie können grundsätzlich frei von staatlichem Einfluss nach eigenen Vorstellungen darüber entscheiden, wie sie ihrer Elternverantwortung gerecht werden wollen. Ziel, Inhalt und Methoden der elterlichen Erziehung liegen im Verantwortungsbereich der Eltern. Konkrete Erziehungsziele sind ihnen von Verfassung wegen nicht vorgegeben.“

Eine öffentliche Debatte in Deutschland über den Schulzwang als einem unheimlichen Erbe der braunen Diktatur ist überfällig.

Unsere Autorin Felizitas Küble leitet den KOMM-MIT-Verlag und ist ehrenamtliche Vorsitzende des Christoferuswerks in Münster, das dieses CHRISTLICHE FORUM betreibt.

Weiterer GRUNDSATZ-Artikel zum ELTERNRECHT bzw. dem natürlichen Erziehungsrecht der Eltern: https://charismatismus.wordpress.com/2014/01/11/elternrecht-die-kath-kirche-bekraftigt-das-naturliche-erziehungsrecht-der-eltern/


Fulda: Bischof Algermissen kritisiert Erklärung des BDKJ zu Gender und Sexualkunde

Von Felizitas Küble

Der BDKJ (Bund der Deutschen Katholischen Jugend) befindet sich seit fast 50 Jahren auf dem linken Trip – sowohl politisch wie theologisch, vor allem aber in sexualethischer Hinsicht. Dennoch wird er durch Kirchensteuermittel gesponsert, was in konservativen Kreisen seit langem kritisiert wird. Foto Leupolt - Bistum Fulda

Nun gibt es öffentliche Auseinandersetzungen zwischen dem Fuldaer Oberhirten Heinz Josef Algermissen (siehe Foto) und dem Vorstand des BDKJ im Bistum Fulda (einem Dachverband von zehn kath. Jugendorganisationen), denn dieser hatte eine Pressemitteilung verbreitet, die den Titel trug: „BDKJ Fulda setzt sich für Offenheit gegenüber sexueller Vielfalt ein“.

Darin beschwert sich der Jugendverband über ein Grußwort von Bischof Algermissen zugunsten der christlich-konservativen „Demo für alle“ vom 30. Oktober in Wiesbaden. „Es ist an der Zeit anzuerkennen, dass Menschen vielfältige Lebensformen wählen“, schreibt der BDKJ.

Die Elternrechts-Kundgebung wandte sich gegen die Gender-Sexuallehrpläne in Hessen und warf ihnen Frühsexualisierung und Indoktrination der Kinder vor. Der staatliche Sex-Lehrplan fordere nämlich nicht nur Toleranz (Duldung) für Homo-, Bi- und Transsexualität, sondern sogar eine „Akzeptanz“, also inhaltliche Zustimmung.

Das Bistum Fulda erklärte, der Staat sei keineswegs berechtigt, derart massiv in das Erziehungsrecht der Eltern einzugreifen. Toleranz als Lernziel für Sonderformen der Sexualität sei erstrebenswert, eine Akzeptanz könne aber nicht erzwungen werden.

?????????????????????????Bei der schulischen Sexualkunde sei vielmehr „Behutsamkeit und Zurückhaltung“ geboten; außerdem sei die Offenheit und Toleranz gegenüber verschiedenen Wertvorstellungen über diese Themen zu respektieren.

Das Grußwort an die „Demo für alle“ habe Katholiken ermutigen wollen, sich für ihr Elternrecht einzusetzen und auf demokratische Weise gegen den Sexuallehrplan zu protestieren. (Hier der Wortlaut des „umstrittenen“ bischöflichen Grußwortes: https://demofueralle.files.wordpress.com/2016/10/grusswort-bischof-algermissen-zur-dfa-am-30-10-16.pdf)

Bischof Algermissen kritisiert „Stil und Inhalt“ der Stellungnahme des BDKJ, denn ihm werde darin „Intoleranz gegenüber Menschen mit homo-, bi- und transsexueller Orientierung“ unterstellt. Er weise die BDKJ-Erklärung in aller Form als „unberechtigt und ideologisch motiviert“ zurück.

Der Fuldaer Oberhirte stellt zudem fest, der BDKJ hätte besser daran getan, das Gespräch mit ihm zu suchen, „statt eine inhaltlich banale, dem Zeitgeist hinterherlaufenden Mitteilung an die Presse“ loszulassen. Es gehe ihm, so der Bischof weiter, um das Anliegen der katholischen Kirche, die klassische Familie aus Vater, Mutter und Kindern zu schützen.

Foto: Bistum Fulda

 


Staatliche Frühsexualisierung mißachtet das Erziehungsrecht der Eltern

Information von „Verantwortung für die Familie e.V.“:

Klammheimlich wurde soeben in Hessen ein neuer Lehrplan zur Sexualerziehung an den allgemeinbildenden Schulen in Kraft gesetzt. Die schwarz-grüne Landesregierung hat sich über den ablehnenden Beschluss des Landeselternbeirats von Hessen hinweggesetzt. Foto von Elstrud Consoir

Die Queere Presse begrüßt jedoch den schwarz-grünen Lehrplan zur Sexualerziehung, mit dem schon Sechs- bis Zehnjährige verpflichtend über homosexuelle Partnerschaften aufgeklärt werden sollen.

  • Mit zwei Petitionen können Sie Stellung beziehen zu den neuen schulichen Lehrplänen: in Hessen und Sachsen-Anhalt.
  • Im zunehmenden Genderismus veröffentlichte auch Windel-Marke „Pampers“ auf ihren Seiten Werbung für geschlechterneutrale, „tolle Namen, die zu Mädchen und Jungen passen“. Auf Druck der Eltern wurde dieser Spuk aber inzwischen wieder abgeschaltet: Eltern können etwas bewegen!
  • Weitere Infos zur Gender-Thematik finden Sie auch in dieser Leseprobe.
  • Gegen den Gender-Lehrplan in Hessen demonstrieren Eltern am 30. Oktober vor dem Kultusministerium in Wiesbaden. Nutzen Sie Ihr Elternrecht!

Info-Flyer können Sie gratis zur Weitergabe und Information anfordern.

Sehr herzlich danken wir für eine Unterstützung unserer Arbeit. Sie helfen, Kinderseelen zu retten.

Verantwortung für die Familie e.V.
http://www.vfa-ev.de


Hessen: Schock an der Basis über den Sexualkunde-Lehrplan des CDU-Ministers

Mathias von Gersdorff

Wie nicht anders zu erwarten war, kennt die Fassungslosigkeit an der Basis über den neuen „Lehrplan zur Sexualerziehung“ in Hessen keine Grenzen. 0653a-bildungsplan-demo-1-2-1448b12b252812529

Viele fragen sich: Wie kann ein CDU-Kultusminister einen Gender-Lehrplan in Kraft setzen, der sich hundertprozentig nach den ideologischen Vorgaben der Grünen  richtet?

Und das noch dazu ohne jegliche Ermächtigung durch den Koalitionsvertrag?

Zur Erinnerung: Seit Januar 2014 wird Hessen von einer Koalition zwischen CDU und Grünen regiert. Im Koalitionsvertrag wurde die Bildungspolitik ganz der CDU überlassen. CDU-Kultusminister Ralph Alexander Lorz hat also ohne Not grüne Gender-Ideologie in maximalistischer Weise in die Schulen eingeführt  – und dies völlig von der Öffentlichkeit abgeschirmt

Nun revoltiert die Basis:

So schreibt z.B. Brunhilde Rusch über die Elternsprechstunde im Kultusministerium in Wiesbaden bei der 70-Jahrfeier Hessens: „Ich habe klar und deutlich meinen Protest öffentlich zum Ausdruck gebracht. Es war wohl ziemlich schockierend, denn damit hat niemand gerechnet.“

Herr G. M.: „Dieser hessische Kultusminister mit seinem Ministerpräsidenten sind beide durch ihr antichristliches Handeln schuld daran, dass niemand mehr die CDU wählt. Ich selbst bin wie etliche andere auch wegen solcher Menschen, die mit dem C nichts mehr am Hut haben, aber das Sagen haben, nach 45 Jahren aus der CDU ausgetreten.“

Frau I. P.: „Ich bin maßlos empört, was hier den Kindern zugemutet wird. Noch dazu von einer Partei, die das „C“ in ihrem Namen führt. Ich denke, es ist an der Zeit, dass eine Revolte statuiert wird.“

Das sind nur einige wenige von Reaktionen aus der Basis auf unsere Petition an Volker Bouffier. Diese läuft seit dem 21. September 2016 bestens. Jeden Tag erhalten wir etwa 1000 neue Unterschriften.

Diese Aktion ist aber erst der Anfang. Wir werden kämpfen, solange der Genderismus unsere Kinder in den Schulen bedroht!

Sie sehen, wie wichtig es ist, gegen diesen schockierenden Angriff auf die Kinder vorzugehen. Bitte beteiligen Sie sich an diesem Protest und der Verbreitung unserer Petition an den Ministerpräsidenten Volker Bouffier: http://www.aktion-kig.de/kampagne/petition_hessen.html

Für den 30. Oktober 2016 ist eine Demonstration in Wiesbaden angekündigt. Infos finden Sie hier: http://kultur-und-medien-online.blogspot.de/2016/09/demo-fur-alle-gegen-gender-lehrplan-in.html

Unser Autor Mathias von Gersdorff aus Frankfurt leitet die Aktion „Kinder in Gefahr“ und die Webseite „Kultur und Medien online“


Bayern: Gespräch zwischen Elternrechtlern und Kultusminister über Sexualkunde

Hedwig von Beverfoerde

Kürzlich begann in Bayern wieder die Schule – und zwar vorerst ohne die neue Richtlinie zur Familien- und Sexualerziehung. Das hat uns der bayerische Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle während unseres gemeinsamen Arbeitsgesprächs über den Richtlinienentwurf zur schulischen Familien- und Sexualerziehung zugesichert. arbeitsgespraech-mit-kultusminister-dr_-spaenle-am-12_09_2016_runde

Unser aller Hartnäckigkeit beim Protestieren und Argumentieren trägt erste Früchte.

Das von uns und der ‚Elternaktion Bayern‘ erbetene Gespräch mit Kultusminister Spaenle fand kürzlich im Kultusministerium in München statt und dauerte ganze eineinhalb Stunden (siehe Foto).

Von unserer Seite nahmen neben Sabine Weigert (Elternaktion Bayern) und mir unsere Gender-Experten Prof. Dr. Manfred Spieker und Birgit Kelle an dem Gespräch teil.

Insgesamt herrschte eine konstruktive Atmosphäre. Sehr engagiert haben wir eine Reihe kritischer Passagen im Richtlinienentwurf eingehend diskutiert. Am Schluß haben wir Kultusminister Spaenle unsere konkreten Forderungen sowie einige Fragen in einem 9-Punkte-Forderungspapier überreicht, das Sie hier nachlesen können.

Einer unserer grundlegenden Kritikpunkte richtet sich bereits gegen einen der Gründe, die das Ministerium für die Neufassung der Richtlinien genannt hatte, nämlich »die Themenkomplexe „sexuelle Orientierung“ und „sexuelle Identität“ angemessen« in den Unterricht zu »verankern«.

Nach unserer Überzeugung ist es nicht Aufgabe der Schule, daß Schüler »ihre „geschlechtliche/sexuelle Identität“ sowie „sexuelle Orientierung“ finden und annehmen«. Ein solches Bildungsziel sehen wir von den gesetzlichen Grundlagen für die schulische Sexualerziehung nicht gedeckt. »Sexuelle Identität« ist zudem ein unwissenschaftlicher, nicht definierter Begriff. Wir fordern daher, auf diesen Themenkomplex in der Schule vollständig zu verzichten.

Zum Abschluß des Treffens sagte uns Kultusminister Dr. Spaenle zu, sich mit den überreichten Forderungen und Fragen eingehend zu befassen und dazu Stellung zu nehmen.

Es freut mich sehr, daß der Kultusminister sich Zeit genommen hat, unsere wohl begründete Kritik am Richtlinienentwurf anzuhören.

Sexualerziehung ist einer der sensibelsten Bereiche für Kinder und Jugendliche in der Schule. Hier können verantwortungsbewußte Eltern keine zweifelhaften Erziehungsziele und Unterrichtsinhalte dulden. Unsere nächsten Schritte hängen jetzt von der Antwort des Ministers ab.

Veranstaltungshinweise:

– Herzliche Einladung zu meinem Vortrag »Existenzielle Werte verteidigen – Der Kampf für Ehe, Familie und Leben« am Freitag, den 16. September 2016, um 19 Uhr in der Bibliothek des Konservativismus in Berlin. (Eintritt 5 €, erm. 3 €, Anmeldung erbeten)

– Bitte kommen Sie zum Marsch für das Leben 2016 in Berlin: Samstag, den 17. September 2016. Beginn ist um 13 Uhr vor dem Reichstag.