Dr. Weißmann über den „Kulturbruch“ der 68er Revolte und ihre fatalen Folgen

Von Felizitas Küble

Wie bereits im CHRISTLICHEN FORUM berichtet, fand am 25. April eine AfD-Veranstaltung mit dem evangelischen Theologen und Philosophen Dr. Karlheinz Weißmann (siehe Fotos) in der Stadtbücherei von Münster statt. Im Vorfeld der gehaltvollen Rede gab es massive Proteste und Tumulte von linksradikaler Seite (Antifa, Linkspartei etc) gegen den konservativen Publizisten und gegen die AfD.

Es lohnt sich, die inhaltsreiche und frei gesprochene Ansprache von Dr. Weißmann näher zu beleuchten, zumal das Thema 68er wegen des fünfzig-jährigen Jubiläums dieser Studentenrebellion derzeit wieder mehr öffentliche Aufmerksamkeit findet.

Der Redner erläuterte zunächst, daß die Meinungsvielfalt und Debattenkultur in den 50er und 60er Jahren des vorigen Jahrhunderts weitaus besser war, als dies von linker Seite gerne in düsteren Farben über die „Adenauer-Ära“ dargestellt wird. Die Randale vor dem Tagungshaus seien ein Beispiel dafür, wie es hier und heute mit der Meinungs- und Versammlungsfreiheit bestellt ist.

Zum politisch-gesellschaftlichen Kulturbruch mit der abendländischen Wertewelt erinnerte Dr. Weißmann an die geschichtsträchtigen Daten: 1789 (Französische Revolution), 1917 (Oktoberrevolution, Bolschewismus), 1933 (National-Sozialismus) und 1968. Jede dieser Umwälzungen trug auf ihre Weise zur Zerstörung der christlichen Kultur und zur revolutionären Umgestaltung der Gesellschaft bei.

Allerdings könne man hinsichtlich der Auswirkungen der 68er Bewegung von einer „stillen Revolution“ sprechen, denn die Vertreter dieser linkssozialistischen Ideologie hätten in den letzten Jahrzehnten schrittweise ihren „Marsch durch die Institutionen“ erfolgreich durchgeführt  – und sich sowohl im staatlichen wie vielfach auch im kirchlichen Bereich  – vor allem in der EKD – einflußreich etabliert.

Die Folgen und der damit verbundene Wertewandel in unserem Land seien fatal (verhängnisvoll).  Der Referent verwies beispielhaft auf die rotgrüne Schulpädagogik, den Gender-Irrwitz, die Einführung der „Ehe für alle“ und die linke Doppelmoral vieler Mainstream-Medien.

Dr. Weissmann erinnerte an die Ursprünge der Studentenunruhen in den USA schon Mitte der 60er Jahre, die danach auf Europa, besonders auf Frankreich und Deutschland herüberschwappten. Politischer Anlass war damals der Vietnam-Krieg gegen den kommunistischen Vietcong, was in den Vereinigten Staaten zu Massenprotesten führte.

In Deutschland spielte er nicht diese herausragende Rolle – bei uns griff die Studentenrevolte vor allem das autoritäre Regime des Schahs von Persien an. (Daß die Schah-Herrschaft aber im Vergleich zur heutigen radikal-islamischen Diktatur im Iran aber weitaus gemäßigter, „westlicher“ und frauenfreundlicher war, sei nur am Rande vermerkt.)

Zusätzlich zu den politischen Reizthemen gab es im breiten Spektrum der 68er Bewegung weitere Interessen und Strömungen, vor allem die „sexuelle Befreiung“, die Neigung zu fernöstlichen Religionen (Indien-Trips), die Hippie-Rock-Drogen-Szenerie und weitere irrationale Tendenzen. 

Die 68er Rebellen bezeichneten sich selber als „Neue Linke“, denn sie wollten einen dritten Weg zwischen der staatstreuen Sozialdemokratie auf der einen Seite und dem real existierenden Kommunismus auf der anderen Seite aufzeigen.

Da die Arbeiter jedoch an dem herbeigeträumten „Arbeiterparadies“ nicht nur keinerlei Interesse zeigten, sondern der Studentenbewegung fast durchgängig mit Ablehnung gegenüberstanden, konzentrierten sich die Links-Ideologen auf die Studentenschaft, die „Intellektuellen“, Medienleute und „Randgruppen“ – in der Hoffnung, dadurch eine „revolutionäre Sprengkraft“ neuen Stils erzeugen zu können.

Organisatorischer Ursprung der 68er Rebellion war der SDS = Sozialistischer Deutscher Studentenbund, der sich einst wegen seines Linksdralls von der SPD abgespalten hatte. Der bekannte Studentenführer Rudi Dutschke hatte Marx und Engels gründlich gelesen, strebte eine revolutionäre Entwicklung in Deutschland an und versuchte daher ab 1965 verstärkt, den SDS voranzubringen. Dies gelang ihm zeitweise mit dem heißen Eisen Vietnam-Krieg, das in den USA bereits für Straßenproteste sorgte.

Er nahm Kontakt mit dem Neo-Marxisten Herbert Marcuse auf und setzte gemeinsam mit ihm in den Jahren 1966 und 1967 verstärkt auf das Thema Kuba und den Revoluzzer Che Guevara; damit mobilisierten sie viele Studenten für eine kommunistische Umwälzung auf Kuba, die tatsächlich eingetreten ist (die rote Diktatur besteht dort bis heute).

Dabei beschränkte sich der Studentenführer und sein enges Umfeld nicht auf Parolen und Proteste; es wurden auch Sprengsätze gebaut ( technisch gesehen aber gottlob unzulänglich), um z.B. ein Attentat auf den Schah von Persien und seine Frau durchzuführen. 

Die Stimmung unter den 68er Rebellen wurde immer radikaler, Straßenschlachten mit Polizisten wurden häufiger. Deutschland befand sich am Rande eines staatlichen Ausnahmezustands. Der damals linke Schriftsteller Magnus Enzensberger erklärte rundweg, die Revolution sei nun „unabwendbar“.

Allerdings erhielt die Studentenrevolte einen erheblichen Dämpfer, als im August 1968 sowjetische Truppen die CSSR besetzten und dort dem tschechischen „Reform-Kommunismus“ ein blutiges Ende bereiteten.

Die „Unentwegten“ innerhalb der 68er Bewegung ließen sich jedoch in ihrem revolutionären Eifer nicht beirren. Zahlreiche weitere K-Gruppen mit ihren Kadern entstanden neben der DKP. Der radikale Flügel ging noch weiter: es erfolgte die Gründung der terroristischen RAF (Rote Armee Fraktion), die unseren Staat über ein Jahrzehnt in Atem hielt.

Den verbliebenen 68er Rebellen außerhalb der RAF kam die neue, sozialdemokratisch geführte Regierung durch Amnestien (Straferlasse) großzügig entgegen. Das Konzept unter Kanzler Willy Brandt nannte sich wohlklingend „Mehr Demokratie wagen“. Die linke Bewegung rannte nun offene Türen bei der SPD ein  – und sie begann systematisch mit ihrem „Marsch durch die Institutionen“.

Ende der 70er Jahre waren Universitäten, SPD, Teile der FDP und kirchliche Institutionen größtenteils von 68ern unterwandert. Durch das Aufkommen der Grünen wurd e dieser Trend weiter verstärkt: Alt-68er, die einst den Staat bekämpften, gelangten zunehmend an die Schalthebel der staatlichen Macht.

Nach dem lehrreichen und interessanten Vortrag Weißmanns begann die Aussprache mit dem Publikum, wobei etwa ein Dutzend Fragen gestellt wurden, z.B. zur „Frankfurter Schule“ als bedeutsamer Ideenquelle und Theoretikerin der 68er Revolte.

BILD: Neuerscheinung eines Buches von Dr. Weissmann über die 68er – weiteres dazu HIER.

Der Redner äußerte sich dazu sehr differenziert: Nicht alle führenden Köpfe der Frankfurter Schule hätten mit den Studentenunruhen sympathisiert. Marcuse zwar sehr wohl, Adorno hingegen nur teilweise. Horkheimer sei sehr kritisch gewesen  –  und Habermas habe Dutschke sogar „linken Faschismus“ vorgeworfen.

Ein älterer Herr meldete sich und erklärte: „Ich war selbst ein 68er!“ – Worauf es einen humorvoll gemeinten Ruf aus den Zuschauerreihen ab: „Raus hier!“  – Der Saal schmunzelte  – und der Ex-68er erzählte, er habe diese Bewegung damals vor allem als hedonistisch, als sexuell tabu-frei kennengelernt, weniger als intellektuell anspruchsvoll.

Kurz darauf wurde eine weitere Frage an den Redner gerichtet, nämlich nach dem Zusammenhang von 68 und „Humanistischer Psychologie“, dem Aufkommen der Gruppendynamik und der Ausbreitung der „sexuellen Befreiung“.

Dr. Weißmann erklärte, es gäbe sicherlich Parallelen und gegenseitige Ermutigung zwischen der hedonistischen und der politisch-rebellischen Strömung; allerdings sehe er hier kein direktes Ursache-Wirkung-Verhältnis.

Vor allem die Einführung der Pille und das „irre Konzept der Selbstverwirklichung“ habe die Sexwelle vorangetrieben und dabei die Stabilität von Ehe und Familie zunehmend zerstört. Der linke Zeitgeist der 68er sei vor allem in seiner eigenen evangelischen Kirche eingedrungen, aber auch in Teilen der katholischen Kirche.

Unsere Autorin Felizitas Küble leitet den Jugendverlag KOMM-MIT und das Christoferuswerk in Münster, das dieses CHRISTLICHE FORUM betreibt.

 


„Kindersex“: Das ungeistige Erbe der 68er und die grüne Vertuschung

Die Grünen betreiben das falsche Spiel der Doppelmoral: Sie empören sich als hysterische Gesinnungswarte über die wenigen vergangenen Missbräuche im kirchlichen Bereich, die Pädosexisten und ihre Propaganda in den eigenen Reihen dagegen wurden jahrzehntlang geduldet und geschützt.

Die Partei-Grünen geben sich den Anschein einer überlegenen Rechts- und Gerechtigkeitsmoral, aber ihre eigenen Unmoral-Geschichte versuchen sie bis heute zu vertuschen oder zu verdrehen.

Die öffentliche Diskussion bei der Preisverleihung an den frühen Pädosex-Propagandisten Daniel Cohn-Bendit hat eine Ahnung aufkommen lassen, dass die Grünen eine tiefsitzende Missbrauchsgeschichte verdecken.

Buchtitel der Aktion "Kinder in Gefahr"

Buchtitel der Aktion „Kinder in Gefahr“

Als Erbschaft der 68er ‚sexuellen Revolution’ wurde in den grünen Parteikörper von Anfang an der Krebsherd von pädosexueller Unmoral aufgenommen.

Die bis heute erkennbare Fixierung der Grünen auf die kindliche Frühsexualisierung mit seinen Missbrauchsfolgen hat ihren Ursprung in der ‚sexuellen Revolution’ der Studentenbewegung.

Ursprung ist die „sexuelle Revolution“

Bei den 68ern sollte die Befreiung des Einzelnen aus den angeblich verinnerlichten Zwängen einer autoritär-kapitalistisch-entfremdeten Gesellschaft mit der totalen sexuellen Freiheit in der  Kindererziehung beginnen.

Die „Kommune 2“ war das Pilotprojekt der sexuellen Triebbefreiung von Erwachsenen und Kindern. Die Kommunarden wollten alle Werte von Ehe und Familie wie Paarbeziehung und Treue abschaffen, alle zivilisatorischen Grenzen von Scham, Intimität und Diskretion sollten schon bei den Kindern eingerissen werden.

Begründet wurde diese gewaltsame Enthemmung mit Theorien des Sex-Marxisten Wilhelm Reich, wonach sich die reine Natur kindlich-sexueller Bedürfnisse entfalten würde, wenn man nur die beschwerenden Pflastersteine der bisherigen Kindererziehung wegräumen würde.

Linksgrüne Frühsexualisierung

Kinder seien von klein auf und von sich aus sexuell aktiv, lautete das damalige Dogma, dessen Echo in der links-grünen Frühsexualisierung bis heute widerhallt. Die Erwachsenen sollten als sexuelle Lernbegleiter die kindlichen Sexualitätsäußerungen nicht nur passiv dulden, sondern auch tätlich animieren und stimulieren.

Im „Kursbuch Nr. 17“ (6/1969) wurde unter der Überschrift „Liebesspiele im Kinderzimmer“ in Bild und Text die stimulierte Frühsexualisierung der Kinder dargestellt. In zahlreichen Kinderladen-Protokollen sowie den Handbüchern der antiautoritären Erziehung wurden Tipps gegeben, wie man mit tabulosem Reden und Handeln, mit gemeinsamem Nacktsein und  streichelnden Tätlichkeiten die kindliche Sexualität anregen könnte.

Die Kinder wurden ständig bedrängt mit Reden von „Pimmel“, „Popo“ und „Vagina“, sie wurden ermuntert, allein und gemeinsam an ihren Geschlechtsorganen zu spielen. Schließlich sollten die Erwachsenen eigene und fremde Kleinkinder mit Streicheln und Schmusen sexuell aktivieren.

Falscher Ansatz durch Selbstbetrug

Es waren offensichtlich sexuelle Phantasien von Erwachsenen, die den Kindern gewaltsam übergestülpt wurden. Den damals grassierenden sexuellen Hedonismus projizierte man auf die nicht geschlechtsreifen Kleinen. Die Kinder wurden regelrecht sexuell verführt.

Bis heute wirkt der falsche Ansatz der 68er bei Linken und Grünen nach. Sie wollen nicht wahrhaben, dass Kinder vor der Geschlechtsreife kein gesteigertes Interesse an sexuellen Themen haben. Ihre kindliche Identitätsentwicklung wird belastet und der kindgemäße Reifungsprozess empfindlich gestört, wenn sie in der Latenzphase dauernd mit sexuellen Dingen bedrängt werden.

Der Selbstbetrug der selbsternannten Aufklärer bestand auch darin, dass sie ein unverkrampftes Verhältnis zum Sex mit Krampf herstellen wollten.

Die angeblich antiautoritäre Frühsexualisierung war in Wirklichkeit eine totalitäre Pansexualisierung im Kinderladen. Die offensichtliche Zwangssexualisierung der Kinder wurde von den 68ern als repressionsfreie Erziehung verkauft. (…)

Nach der Kinderladenzeit wurden die Kleinen in den „Schülerläden“ sexuell traktiert. Nach den  Protokollen waren ständig „Sexübungen“ angesagt: Pfänderspiele, pantomimische Darstellung des Geschlechtsverkehrs, dazu gemeinsame Lektüre von Pornoheften. Am 14. 1. 1970 stand im Schülerladen „Rote Freiheit“ in Berlin eine „Fickstunde“ auf dem Freizeitplan.

Quelle und Fortsetzung der Analyse hier: http://www.katholikenkreis.de/


„Kindersex“: CDU, Kirche und Konservative widersprachen damals deutlich den grünen Pädosex-Forderungen

In der Debatte um die Forderungen der Grünen nach straffreiem Sex mit Kindern in den 80er Jahren wird mitunter erwähnt, daß die Feministinnenbewegung um Alice Schwarzer mit ihrem damaligen Widerspruch allein auf weiter Flur gewesen sei.

Es trifft zwar zu, daß die von Schwarzer herausgegebene Zeitschrift „Emma“ erfreulich klar gegen die grünen Zumutungen protestierte, doch stand das Blatt damit bei weitem nicht alleine, sondern befand sich in Übereinstimmung mit CDU und CSU, die sich ebenfalls scharf gegen das grüne Ansinnen wandten.

So bezeichnete z.B. der rechtspolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Dr. Fritz Wittmann, die grünen Forderungen seinerzeit zu Recht als „pervers“; man könne sie nur durch deren „verblendete Ideologie“ erklären. (Quelle: Tageszeitung „Die Welt“  vom 20.3.1985)

In der Münsteraner Bistumszeitung „Kirche und Leben“ vom 30.6.1985 wird Dr. Wittmann wie folgt zitiert: „Er hielt den Grünen u.a. einen enormen Anstieg des sexuellen Mißbrauchs von Kindern und Jugendlichen entgegen.“ –  Tatsächlich hatte der damalige Präsident des Deutschen Kinderschutzbundes, Prof. Dr. Walter Baersch, im Frühjahr 1985 die Öffentlichkeit mit steigenden Opferzahlen alarmiert, was jedoch das grüne Treiben nicht zu stören schien.

„Kinder als schwächste Mitglieder der Gesellschaft“

Auch Teile der SPD äußerten sich durchaus kritisch. So erklärte Herbert Schnoor, sozialdemokratischer Innenminister von NRW: „Statt darum zu ringen, wie man dem Kumpfel vor Ort Arbeit verschafft, beschäftigten sich die Grünen mit der Frage, wie man die Kinder als schwächste Mitglieder der Gesellschaft zu sexuellen Lustobjekten macht.“ (Zitat aus der „Welt am Sonntag“ Nr. 13/85, S. 9)

Buchtitel der Aktion "Kinder in Gefahr"

Buchtitel der Aktion „Kinder in Gefahr“

Der theologische konservative Dachverband „Evangelische Allianz“ wandte sich durch ihren Bundesvorständler Ernst Schrupp damals in der Zeitschrift IDEA-Spektrum Nr. 9/85 gegen die Grünen mit Hinweis auf ihre pädosexuellen Forderungen:  „Auch das Sexualstrafrecht soll „sofort abgeschafft“ werden. Die Grünen treten ein für eine „freie, selbstbestimmte, ungestörte Entfaltung der kindlichen Sexualität“.“

Der evangelikale Buchautor Lothar Gassmann schrieb damals in seinem vielbeachteten Artikel „Die Grünen und die 10 Gebote „ folgendes zum Thema 6. Gebot:

„Außerdem treten die Grünen dafür ein, daß in Zukunft jeder Kinder anderer Leute (homo-)sexuell verführen darf, wenn er nur keine Gewalt dabei anwendet (Forderung nach Änderung oder Streichung der §§ 174-176 des bundesdeutschen StGB).“

Im evangelischen Nachrichtenmagazin IDEA-Spektrum vom 26.8.87 wurde kritisch darüber berichtet, daß die Grünen in ihrer „Broschüre zur Jugendpolitik“ schrieben, Kinder und Jugendlichen werde vorenthalten, „was Liebe und Miteinanderschlafen heißt, es wird verschwiegen, daß  Sexualität schön sein kann.“ – Daher setzen sich die Grünen in dieser Broschüre dafür ein, daß „Kinder und Jugendliche ihre Sexualität frei von Angst entwickeln können“.

Der katholische Pfarrer Reinhold Lambert kritisierte die Grünen in seinem Sonderblatt Nr. 36 vom 15.9.85 wie folgt: „Schon für Kinder und jugendliche soll die freie Liebe voll und ganz erlaubt sein. Neuerdings wurde der Antrag gestellt, daß Verführung von Kindern zur Unzucht durch Erwachsene straffrei bleiben müsse. So löst man alle christlichen Ordnungen auf.“

Doch auf katholischer Seite äußerten sich nicht nur einzelne Geistliche oder Publizisten, sondern auch der Kölner Erzbischof Joseph Höffner.

So berichten die „Westfälischen Nachrichten“ vom 8.5.1985 unter dem Titel „Grüne halten weiterhin an „sexueller Befreiung“ fest“ folgendes zu den Kindersex-Thesen  der Grünen:

„Unsittliche Umweltverschmutzung verwüstet die Herzen“

„Nach Auffassung des Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Höffner, mißaachten derlei Forderungen die Menschenwürde. In einem Brief an das Kreiskomitee katholischer Verbände im Kreisdekanat Steinfurt übte er beißende Kritik an den Plänen der Grünen: „Es gibt nicht nur eine chemische Umweltverschmutzung, die die Steine unserer Dome zerfrißt, sondern auch eine Umweltverschmutzung im sittlichen Bereich, die sich viel veheerender auswirkt, weil sie die Herzen verwüstet.“ 

Die zunächst evangelikale, dann zur katholischen Kirche übergetretene Schriftstellerin Christa Meves (siehe Foto), die beruflich als Psychagogin (Psychotherapeutin für Kinder und Jugendliche) tätig war, hat bereits vor 40 Jahren ihre mahnende Stimme erhoben und vor den „Folgen der 68er Revolution“ gewarnt, wozu sie ausdrücklich auch den Kindesmißbrauch zählte.

Die Bestseller-Autorin (allein ihre deutschsprachigen Bücher erreichten mehr als 5 Millionen Auflage) ging bereits 1971 mit einer fundierten Arbeit unter dem Titel „Manipulierte Maßlosigkeit“ an die Öffentlichkeit und warnte vor den Auswirkungen der sog. „sexuellen Befreiung“. untitled

Mitten im Zeitalter der „Sexwelle“ wandte sie sich in diesem weitverbreiteten Buch gegen hedonistische Maßlosigkeit und ideologische Manipulation, auch hinsichtlich der Gefahr der Kinderschändung. Diese war damals freilich noch kein breites Thema in den Medien, geschweige in der Politik.

Deutliche Warnrufe von Christa Meves

Wohl am ausführlichsten befaßte sich Meves in ihrem Sachbuch „Wer Wind sät…“ (Christiana-Verlag) mit dem Problem der sexuellen Verbrechen an Kindern.

In dieser 1998 erschienenen Warnschrift berichtet Meves im Kapitel „Kinder brauchen Schutz vor sexuellem Missbrauch“ über grausame Fälle von Kinderschändung:

„Sie sind Teil einer furchtbaren Saat, die hier aufgeht. Die ungehörten Entsetzensschreie gemarterter, sexuell mißbrauchter Kinder sind nur ein besonders grauenvoller Anteil daran.“

Die Verfasserin weist sodann darauf hin, daß ein florierender Markt bzw Schwarz-markt pädosexueller Filme existiert, der immer mehr zunimmt:

„Als erstes darf nicht daran vorbeigesehen werden, daß die Furchtbarkeiten, der schwungvolle Handel mit Filmen sexuell mißbrauchter Kinder nur möglich werden konnte, weil er so floriert. Jede Menge perverser Menschen hat ein Interesse daran, sich derartige Produkte zu kaufen und anzuschauen.“

Ähnlich wie andere Sachbücher über das Mißbrauchsproblem (zB. „Es geschieht am hellichten Tag“ von Manfred Karremann) sieht auch Meves einen engen Zusammenhang zwischen dem Konsum pädosexueller Filme und Kinderschänderei.

Abgesehen davon, daß das Herstellen der Filme allein schon diesen Mißbrauch beinhaltet (es werden sexuelle Handlungen an Kindern gezeigt), können derartige Machwerke auf ihre Zuschauer animierend wirken und so zu weiteren Mißbrauchs-Taten führen.

Hierzu schrieb die Kinder-Psychologin Meves sehr klarsichtig:

“Es gibt hierzulande zahllose Menschen mit sadistischen, voyeuristischen und pädophilen Gelüsten. Setzt man dies in Beziehung zu der Hochrechung von Fachleuten, die besagt, daß in Deutschland pro Jahr ca 300.000 Kinder sexuell missbraucht werden, so taucht die grauenvolle Wahrscheinlichkeit auf, daß die Betrachter solcher Videos offenbar so auch zur Nachahmung der dort vorgeführten Szenen angeregt werden. Es lässt sich vermuten, daß der Kindesmissbrauch dadurch geradezu angeheizt wird.“

Dieses Problem hat sich mittlerweile durch die Möglichkeiten bzw „Unmöglichkeiten“ des Internet verschärft, man denke an die blühende online-Industrie mit Kindersex-Fotos und Filmen, Chatrooms, Netzwerk-Verbindungen der pädosexuellen Szene etc.

Guter Buchtitel zum Thema

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Meves erinnert in diesem 1998 erschienen Buch auch daran, daß diese fatalen Vorgänge im Grunde nicht überraschend sind:

„Allzu leichtfertiger Umgang mit der Großmacht Sexualität“

„Diese Entwicklung ließ sich voraussagen und das habe ich deshalb auch bereits vor 25 Jahren getan; sie ist die Folge eines allzu leichtfertigen Umgangs mit der Großmacht Sexualität.“

Die Autorin geht sodann auf die „Entstehungsgeschichte dieser Fehlentwicklung“ ein:

„In der Mitte der 60er Jahre erreichte – gleichzeitig mit der Freigabe der Anti-Baby-Pille – von den USA her anrollend die Sexwelle Europa. In Deutschland machte 1968 die Studentenrevolte die „Befreiung der Sexualität“ zu einem Programmpunkt ihres „Marsches durch die Institutionen“.

Die Lust avancierte zum höchsten Garanten des Lebensglücks. Die Sexualität wurde infolgedessen ihrer Tabuzonen enthoben. Alle herkömmlichen Bastionen der Eingrenzung wurden als eine zu überwindende „Leibfeindlichkeit“ diskriminiert. Es wurde die Parole ausgegeben, daß der Mensch so früh wie möglich mit Sexualität vertrautzumachen sei.“

Eine weitere Methode von 68er sei es gewesen, Kinder und Jugendliche durch die „Zerstörung ihrer familiären Bindungen“ für sozialistische Kampfparolen empfänglich zu machen:

„Die sexuelle Befreiung der Jugend hatte das Ziel, sie als „revolutionäres Potential“ in diesem Kampf einzusetzen. Schmackhaft gemacht werden sollte dies mit Hilfe einer Ideologie, die mit seltener Unverfrorenheit plötzlich als Wissenschaft verkauft wurde: der absurden Idee, daß Sexualität vom Säuglingsalter ab gelernt, ja trainiert werden müsse, um zu ihrer lustvollen Entfaltung zu gelangen.“

Meves erinnerte auch an die Mitverantwortung von Medien und Politikern:

„Von Mitte der 70er Jahre ab war die Situation so weit gediehen, daß die einschlägigen Paragraphen, besonders § 184, nur noch zu unwirksamen Instrumenten der Jurisprudenz absanken (…). Aufknacken sexueller „Tabus“, Propagieren einer angeblich „befreiten“ Kindersexualität, frühzeitige und unsensible „Sexualaufklärung“, Freigabe der Pornografie, weitgehende Liberalisierung des Sexualstrafrechts – alles Etappen auf einem Weg in den Abgrund.“

Durch diese Tendenzen wurde die Kinderschänder-Welle zwar nicht alleine verursacht, aber sehr wohl begünstigt und dem pädosexuellen Treiben zudem die ideologische Tarnkappe der Rechtfertigung aufgesetzt.

Felizitas Küble, Leiterin des Christoferuswerks und des KOMM-MIT-Jugendverlags in Münster


Sexunterricht in der Grundschule führt zu seelischer Gefährdung von Kindern

Von Christa Meves

Der Mainstreamblätterwald hallt z. Z. von umfänglichen Recherchen wider, die darlegen, dass in der Partei der Grünen die Neigung zur Befürwortung der Pädophilie und die Bemühung um das Verschwinden des Paragraphen 176 nicht etwa nur ein kleiner, wieder aufgegebener Fehlweg sei, wie Claudia Roth es nachdrücklich behauptet.[1]

Recherchen zum Herausfinden der Wahrheit im Hinblick auf einen gesetzwidrigen Fehlweg sind gewiss eine notwendige Bemühung, um weiteren Fehlentwicklungen vorzubeugen; denn auf dem Boden von Kindsmissbrauch baut sich nur allzu häufig bei den Verführten später eine Blockade der Sexualität und damit Heiratscheu oder das entgegengesetzte Extrem: eine Sexualsucht auf, die dem Kinderschändertum bereits Tür und Tor geöffnet hat. untitled

Und nicht allein der einzelne bekannt gewordene spektakuläre Fall sollte hier verantwortliche Gremien vorbeugend aktivieren. Es besteht doch letztlich sogar ein Zusammenhang mit der weltweit florierenden Kinderschänderindustrie[2], die  – durch das Internet enorm erleichtert –  immer mehr pornosüchtige Männer anzieht und über Facebook liebeshungrige Mädchen anzulocken vermag.

Für die Menschheit ist dieses vernetzte Verbrechertum die schändlichste Eiterbeule aller Eiterbeulen. Hier werden Kinder aller Altersstufen geraubt, gekauft meist pornografisch missbraucht, als Ware angeboten und schließlich getötet. Und der Bedarf an Männern, die sich per Pornografie dieser Schändlichkeit bedienen, steigert sich von Jahrzehnt zu Jahrzehnt.

Angesichts dieser Situation war das Ausbleiben der Empörung über die Auswüchse im Sexualkundeunterricht der Grundschule ein unbegreifliches Versäumnis; denn er nimmt in zunehmendem Maße pornografischen Charakter an[3], und er bedeutet in all seinen Details über Perversionen und Verhütungsarten eine gänzlich unverantwortbare Verfrühung.

Denn in allen Bereichen, in denen die Gefahr einer Sucht besteht, gilt es, den Anfängen zu wehren, da später Befreiung aus der Gefangenschaft der Sucht kaum mehr gegeben ist.[4] Das Versäumnis ist 40 Jahre alt, es beruht auf der Ideologie von der befreiten Sexualität[5] und auf Unwissenheit über Sexualpathologie bei den Akteuren der Kultusministerkonferenzen durch die vergangenen Jahrzehnte hindurch.

Die Gegebenheit, dass jedes Kind bereits seit seiner Fötalzeit mit Sexualhormonen ausgestattet ist[6], hat bei den jungen Revolutionären von 1969 zu der Vorstellung geführt, dann müsse das Kind auch vom Kleinkindalter ab dazu gebracht werden, seine Sexualität zu aktivieren.

In den Kommunen der 70er Jahre wurde das vielfältig praktiziert und trotz der üblichen pädophilen Aktivitäten dort niemals gerichtlich geahndet (s. Cohn Bendit, Odenwaldschule etc.)[7].

Der obligatorische Sexualkundeunterricht in der Grundschule beruht auf dieser Fehlvorstellung; denn obgleich durch das altersbedingte niedrige Level der Sexualhormone in dieser Phase gesunde Kinder kein Interesse an sexueller Betätigung haben, werden sie geradezu mit Gewalt dazu angeregt, dafür Interesse zu entwickeln. Pornografische übertreibende, verfrühende Akzente mit gänzlich unangemessenen geschmacklosen Materialien und Illustrationen bedeuten Züchtung pathologischer Formen der Sexualentwicklung im einzelnen Kind.

Buchtitel der Aktion "Kinder in Gefahr"

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Und um das Unmaß des Unguten im Sexualkundeunterricht der Grundschule voll zu machen, gilt es neuerdings darüber hinaus nun auch noch als fortschrittlich, die Kinder zu lehren, dass ihre geschlechtliche Identität gar nicht festgelegt sei, sondern dass sie sich von der Pubertät ab dafür auch anders, nämlich homosexuell oder transsexuell entscheiden könnten.[8]

Diese schulische Vorbereitung zum Gendermenschen hat dankenswerterweise jüngst die Soziologin Gabriele Kuby mit umfänglichen Recherchen in ihrem Buch „Die globale sexuelle Revolution“ vor uns ausgebreitet.

Glücklicherweise mehren sich die Auswüchse z. Z. in solchen Extremen, dass endlich wenigstens in einigen Mainstream-Printmedien der Missstand unangemessener pornografischer Trends im Grundschulunterricht kritisch aufgegriffen wird und eine zunehmend größere Zahl von Eltern die Initiative ergreift[9].

In NRW hat eine Familie ihre 8-jährige Tochter so nachhaltig vom Sexualkundeunterricht ferngehalten, bis der Vater dafür eine 24-stündige Freiheitsstrafe auf sich genommen und damit eine Bürgerinitiative erwirkt hat[10].

Befremden zumindest über veröffentlichte Schulbuchseiten rührt sich vielerorts hierzulande, aber nicht nur bei uns. Mächtige Gegenströmungen zeigen sich in der Schweiz, in Österreich und geradezu avantgardistisch in Kroatien.[11] Dort steht die Forderung nach einer Abschaffung des obligatorischen Sexualkundeunterrichts in der Schule auf dem Plan. 

Hämisch über die Bemühungen der Grünen, sich von der Pädophilie reinzuwaschen, die Hände zu reiben, bleibt unnachdenkliche Heuchelei, solange die seelische Gefährdung von Kindern durch obligatorischen Sexualkundeunterricht nicht als eine Wurzel zu traurigen, ja oft sogar schändlichen Fehlentwicklungen im Erwachsenenalter erkannt und ausgeräumt wird. Schule hat die Pflicht, Kindern zu gesunder geistiger Ausgestaltung zu verhelfen. Sie führt sich ad absurdum, wenn sie Kinder verdirbt.


[1] http://www.zeit.de/politik/deutschland/2013-08/gruene-fdp-paedophilie-legalisierung
[2]Pierk, C.H.: Bittere Realität Menschenhandel, Die Tagespost, 22. Mai 2013, Nr. 61, S. 3;
[3]http://www.welt.de/politik/deutschland/article115526137/So-schoen-ist-dass-es-schoener-nicht-werden-kann.html
Hollstein, M.: Wenn sich der Staat in Rechte der Eltern einmischt…, Komma, Nr. 104-105-2013, S. 7ff.
[4] Stark, R.: Sexuelle Sucht – eine klinische Diagnose?,  Psychotherapeutenjournal, 2- 2013, S.138ff.
[5] Kentler, H.: Sexualerziehung, Hamburg 1970; Meves, C.: Manipulierte Maßlosigkeit, Freiburg 1971
[6] Elliot, L.: Wie verschieden sind sie? Berlin 2010
[7] http://m.heise.de/tp/artikel/39/39164/1.html?from-classic=1
[8] Kuby, G.: Die globale sexuelle Revolution, Kisslegg 2012, S. 167
[9] Hollstein, M.: Zu drastisch: Sexerziehung per Bilderbuch, Die Welt, 24. April 2013, S. 6
[10] https://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=G6NhAhiIZB8#at=127&html5=1
[11] Hauswirth, M.:Ein Kind ist kein sexuelles Wesen, BAZ, 21.8.2013, S. 2; http://www.kath.net/news/39145Laun, A.:Kirche heute, Juli 2013, S. 14