Vergewaltigte Frauen in Nigeria klagen an!

„Die zunehmenden Vergewaltigungsverbrechen sind erschreckend, sie sind ebenso abstoßend wie verwerflich“, erklärte der katholische Erzbischof Ayau Kaigama von Abuja am 21. Juni. 

„Vergewaltigung fügt den Opfern ein unbeschreibliches psychologisches Trauma zu; sie ist nicht nur eine schwere Sünde, sondern auch eine äußerst barbarische und kriminelle Untat. Wir hoffen, dass die Täter streng bestraft und letztendlich von dem bösen Geist befreit werden, der sie dazu bringt, solch schreckliche Sexualverbrechen zu begehen“, fügte er hinzu.

Der Anstieg der Fälle von sexueller Gewalt gegen Frauen im islamisch regierten Nigeria hat in einigen Regionen des Landes zu Protesten geführt. Unter dem Hashtag #WeAreTired werden in den sozialen Medien dringende gesetzliche Maßnahmen und Gerechtigkeit für die Opfer gefordert.

Zwischen dem 28. Mai und dem 1. Juni wurden zwei College-Studentinnen, Uwaila Vera Omozuwa (22) und Barakat Bello (18), bei sexuellen Übergriffen vergewaltigt und ermordet. 
„Die Vergewaltigung und der Tod dieser Mädchen sind keine zufälligen Ereignisse, sondern der Höhepunkt verwerflicher Praktiken“, so die Bewegung „Women against Rape“ in einer dem nigerianischen Parlament vorgelegten Petition.

Viel Kritik wird auch am Justizsystem geübt, das Männer, denen Vergewaltigung vorgeworfen wird, selten verurteilt und stattdessen Anschuldigungen gegen die Opfer erhebt.

In Nigeria ist es deshalb üblich, dass Vergewaltigungen erst gar nicht angezeigt werden. Einige Opfer und ihre Familien befürchten Stigmatisierung, Erpressung durch die Polizei und sie haben kein Vertrauen in das Gerichtsverfahren.

Im Vorjahr erklärten Frauen im Bundeshauptstadt Abuja, die während eines Polizeieinsatzes festgenommen wurden, sie seien von den Beamten vergewaltigt worden.

Die Daten zur Anzahl der gemeldeten Fälle sind sehr begrenzt. Doch eine 2014 durchgeführte landesweite Umfrage zur Gewalt gegen Kinder in Nigeria ergab, dass jede vierte Frau im Kindesalter sexuelle Gewalt erlebte, wobei etwa 70% wiederholt vergewaltigt worden waren. Nur 5% baten um Hilfe und nur 3,5% bekamen Hilfe.

Quelle: Fidesdienst


Neuer Streit um kirchliche Missbrauchs-Studie des Kriminologen Christian Pfeiffer

Von Felizitas Küble

Wie jetzt durch die Wochenzeitung Die ZEIT und die BILDzeitung aktuell berichtet wird, beschwert sich der ehem. niedersächsische Justizminister (SPD) und bekannte Kriminologie Christian Pfeiffer derzeit bitter über seine Auseinandersetzung mit der Bischofskonferenz – besonders Kardinal Reinhard Marx  –  um seine Missbrauchsstudie aus den Jahren 2011/12.

Damals wurde die Zusammenarbeit hinsichtlich einer Priester-Studie über Missbrauch zwischen den katholischen Bischöfen und Pfeiffers Forschungsinstitut abrupt beendet.

Der bekannte Kriminologe erhebt zudem schwere Vorwürfe gegen Bischof Ackermann (Trier), weil dieser von ihm eine Zensur verlangt und einen unseriösen neuen Vertrag habe aufdrängen wollen.

Wir haben bereits am 19. Oktober 2011 – damals war die Priester-Studie Professor Pfeiffers noch im Gange  –  hier im CHRISTLICHEN FORUM die Frage gestellt, weshalb seitens der Bischöfe überhaupt Kirchensteuergelder investiert werden für „sündhaft teuere“ Forschungsprojekte (400.000 Euro), die nicht wirklich notwendig sind. (Siehe hier: https://charismatismus.wordpress.com/2011/10/19/pfeiffer-studie-sexueller-misbrauch-in-deutschland-stark-rucklaufig/)

Warum nicht nötig?

Weil es kurz zuvor bereits eine Missbrauchs-Studie des von Prof. Pfeiffer geleiteten Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachen gab, deren Ergebnisse veröffentlicht wurden.

Es handelte sich dabei nicht etwa um eine kleinere Umfrage, sondern um eine breit angelegte Studie mit 11.500 Befragten bzw. 683 Betroffenen sexueller Gewalt  im Alter zwischen 16 bis 40 Jahren.

Die Untersuchung erfolgte im amtlichen Auftrag des Bundesbildungs-Ministeriums im Rahmen des „Runden Tisches Missbrauch“. Titel der Studie: „Erster Forschungsbericht zur Repräsentativbefragung Sexueller Missbrauch 2011“ 

Von den 11.500 Befragten und 683 Opfern wurde lediglich ein einziges Mal ein katholischer Priester als Täter genannt.

Hierzu erklärte der erwähnte evangelische Professor Pfeiffer gegenüber der „Augsburger Allgemeinen“ vom 18.10.2011 wörtlich: „Von den 11.500 befragten Personen und den 683 Opfern ist nur eine einzige Person  –  eine 28-jährige Frau  –  von einem katholischen Priester missbraucht worden.“

Was sich in den Forschungen der letzten Jahrzehnte immer klarer herauskristallisierte, wurde auch in dieser Studie bestätigt:

Zu 50% handelt es sich bei Tätern nicht etwa um mehr oder weniger unbekannte Personen, sondern um das direkte Umfeld: um Angehörige, Verwandte oder Bekannte  – und 8,6% der Opfer erwähnen Lehrer an Schulen.

Der Instituts-Direktor Pfeiffer erläuterte das  – für viele „überraschende“  –  Priester-Ergebnis damit, daß jene, die einst von Geistlichen mißbraucht wurden, heute oft über fünfzig Jahre alt seien, wobei die jeweilige Tat mehr als 35 Jahre zurückliege.

Der von ihm untersuchte Personenkreis sei jedoch nicht älter als 40 Jahre. Man könne insofern davon ausgehen, daß die Mißbrauchsdelikte bei kath. Priestern seit längerem stark zurückgehen.

 


Sexuelle Übergriffe in der Odenwaldschule: Weitaus mehr Opfer als gedacht

Von Felizitas Küble

Bislang ging man hinsichtlich des sexuellen Missbrauchs an der „reformpädagogischen“ Odenwaldschule (die nicht mehr existiert) von 132 Opfern aus. Allerdings hatten Betroffenen-Initiativen wie das „NetzwerkB“ von Norbert Denef schon vor vielen Jahren erklärt, die Zahl der  Geschädigten sei in Wirklichkeit weitaus höher.

Inzwischen hat sich durch zwei wissenschaftliche Studien herausgestellt, daß es sich tatsächlich um mehrere hundert Opfer handelt.

Klar ist, daß die sexuellen Übergriffe in dieser  –  im Geiste der 68er geführten –  Vorzeige-Schule keine Einzelfälle waren, sondern Bestandteil eines systematischen Netzwerkes mit einer Unterfütterung durch eine „progressive“ Ideologie infolge der Sexwelle der endsechziger und siebziger Jahre.

Dies verband sich mit vermeintlich „reformpädagogischen“ Konzepten und einer Lehrerschaft aus dem rotgrünen Milieu.

Ein Haupttäter war der evangelische Theologe Gerold Becker (1936 – 2010), der von 1972 bis 1985 die Odenwaldschule leitete. Rektor Becker, der bis zu seinem Tode mit dem  – ebenfalls in der EKD hoch angesehenen –  Hartmut von Hentig in Berlin zusammenlebte, räumte 2010 erstmals sexuelle Handlungen an Schülern ein. Der pädosexuelle Becker selber gehörte 1998 zur Kammer der EKD (Evang. Kirche in Deutschland) für Bildung und Erziehung.

Becker schuf mit seinem Amtsantritt Anfang der 70er Jahre die „Basis für ein System des sexuellen Missbrauchs“, heißt es in der FAZ. Er wurde Schulleiter, obwohl ihm die pädagogische Ausbildung fehlte – offenbar genügte die passende linke Gesinnung.

Zurück zu den beiden aktuellen wissenschaftlichen Studien über die Odenwaldschule, über welche die „Frankfurter Allgemeine“ vom 22. Februar 2019 auf S. 4 berichtet.

Demnach geht der Vorsitzende des Betroffenenvereins „Glasbrechen“ – einst selbst Opfer sexueller Gewalt an der Odenwaldschule  – von weit über 500 missbrauchten Schülern aus. Adrian Koerfer war sieben Jahre dort, allein in dieser Zeit seien 200 Mitschüler missbraucht worden. Er bezeichnet die Odenwaldschule als „Verbrechernetzwerk“.

In dem erwähnten FAZ-Artikel heißt es wörtlich: „Niemand wurde wegen der Verbrechen an der Odenwaldschule rechtlich belangt.“ – Grund sei die Verjährung der sexuellen Gewalttaten.

Besonders verstörend ist folgender Hintergrund:

Laut der Studien haben betroffene Jugendliche bei der Schulleitung, bei Lehrern und Eltern vergeblich versucht, auf den systematischen sexuellen Missbrauch aufmerksam zu machen: „Die Lehrer beschützten sich gegenseitig, die Eltern schenkten ihren Kindern keinen Glauben.“

Deshalb konnte das pädosexuelle Netzwerk an der Odenwaldschule drei Jahrzehnte lang bis Ende der 90er Jahre völlig ungehindert funktionieren.


Bistum Regensburg: Seit 1945 gab es 67 Missbrauchs-Opfer bei den „Domspatzen“

Die Untersuchungen zu Fällen von Misshandlung und Missbrauch bei den Regensburger Domspatzen sind abgeschlossen. Rechtsanwalt Ulrich Weber hat heute den rund 450 Seiten starken Abschlussbericht vorgestellt.

Daraus geht hervor, dass seit 1945 bei den Domspatzen 500 Kinder Opfer körperlicher Gewalt wurden, 67 Kinder auch Opfer sexueller Gewalt.
Von 49 Tätern ist die Rede, neun von ihnen hätten zudem sexuelle Gewalt ausgeübt.

Insgesamt besuchten seit 1945 etwa 4500 Schüler das Internat des weltberühmten Knabenchors. Damit wäre jeder Neunte von physischer Gewalt betroffen. Allerdings gilt es zu bedenken, dass Lehrern und Erziehern die körperliche Züchtigung über weite Strecken des Untersuchungszeitraums erlaubt war, in Bayern bis 1982. Niemals erlaubt war der sexuelle Missbrauch, der etwa jedem 70. Schüler widerfuhr.

Rechtsanwalt Weber bestätigte den Domspatzen aktuell eine „zeitgemäße Pädagogik“ sowie eine „hohe Sensibilisierung“. Er äußerte den Wunsch, dass seine Aufklärung dazu beiträgt, dass Opfer mit dem dunklen Kapitel abschließen könnten.

Die Diözese Regensburg hat ihnen bereits „Anerkennungsleistungen“ zwischen 5000 und 20.000 Euro pro Person zugesagt.

Vollständiger Artikel von Dr. Josef Bordat hier: https://jobo72.wordpress.com/2017/07/18/misshandlung-und-missbrauch-bei-den-regensburger-domspatzen-abschlussbericht/

Weiteres Info zu Georg Ratzinger/Domspatzen: http://www.mittelbayerische.de/bayern-nachrichten/ehemalige-domspatzen-nehmen-georg-ratzinger-in-schutz-21705-art533743.html?p=1

Foto: Bistum Regensburg


US-amerikanischer Expertenrat über die „Vergewaltigungskrise“ in Deutschland

„Deutschlands Migranten-Vergewaltigungskrise hat sich auf Städte und Dörfer in allen 16 deutschen Bundesländern ausgeweitet. Deutschland steckt nun in einem Teufelskreis: Die meisten Täter werden nie gefasst, und die wenigen, derer die Polizei habhaft wird, erhalten milde Strafen.“Fussmatte__

Besonders problematisch ist auch der folgende fatale Umstand: „Bis zu 90 Prozent der in Deutschland begangenen Sexualverbrechen tauchen in der offiziellen Statistik überhaupt nicht auf, sagt André Schulz, der Vorsitzende des Bunds Deutscher Kriminalbeamter (BDK).“ 

Zudem wird berichtet, daß ein hochrangiger Polizist erklärt habe:

„Es gibt die strikte Anweisung der Behördenleitung, über Vergehen, die von Flüchtlingen begangen werden, nicht zu berichten. … Es ist außergewöhnlich, dass bei bestimmten Tätern bewusst  n i c h t   berichtet wird und die Informationen als ’nicht pressefrei‘ eingestuft werden.“

Sexuelle Gewalt mit „epidemischen Ausmaßen“

Soeren Kern schreibt weiter, die „sexuelle Gewalt“ habe inzwischen in Deutschland „epidemische Ausmaße angenommen“, nachdem Bundeskanzlerin Merkel „mehr als eine Million zumeist männlicher Migranten aus Afrika, Asien und dem Nahen Osten ins Land gelassen hat.“

Der Autor erklärt warnend, Deutschland befinde sich gleichsam „unter Belagerung“: 039_36A - Kopie

„Seither hat sich die Migranten-Vergewaltigungskrise auf Städte und Dörfer in allen 16 deutschen Bundesländern ausgeweitet.“ – Der öffentliche Raum werde „mehr und mehr zur Gefahrenzone.“

Zudem berichtet der Verfasser: „Die Polizei warnte schon vor einigen Monaten vor einem möglichen Zusammenbruch der öffentlichen Ordnung, wenn junge männliche Migranten diesen Sommer leichtbekleidete Frauen sehen.“

Es seien mittlerweile „alltägliche Szenen in Deutschland“, daß Frauen und Kinder „von Migranten auf Sommerfesten und in öffentlichen Schwimmbädern überfallen“ würden. 

Über die fast allgegenwärtige Vertuschungspraxis in Medien und Politik schreibt das Institut u. a. folgendes:

„Am 24. Januar hatte „Die Welt“ berichtet, die Unterdrückung von Daten über Migrantenkriminalität sei ein „deutschlandweites Problem“. Rainer Wendt, der Vorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft (DPolG), sagt: „Jeder Beamte weiß, dass er eine bestimmte politische Erwartungshaltung, die gezüchtet wird, zu erfüllen hat. Besser nichts sagen, da kann man nichts falsch machen.“

Quelle für die Zitate: https://de.gatestoneinstitute.org/8715/migranten-vergewaltigung


Gehört jetzt auch die Scharia zu Deutschland?

Von Dr. David BergerDavidBergerPM

Man muss das schon zwei mal lesen und bei möglichst vielen Presseorganen noch einmal ergoogeln, um es glauben zu können: Das Oberlandesgericht der Stadt Bamberg hat nun eine Ehe zwischen einem erwachsenen Syrer und einem 14-jährigen Mädchen als rechtsgültig auch in Deutschland anerkannt.

Grundlage für die Anerkennung war das syrische Eherecht, das wiederum von der islamischen Rechtssprechung, der Scharia, geprägt.

Damit ist nun das erreicht, worauf einige kämpferische Muslime auch in Deutschland seit langem hinarbeiten: Die Scharia ist in Deutschland nun wirklich angekommen, anerkannt von deutschen Richtern.

Schon vor drei Monaten gab Aiman Mazyek, der Generalsekretär des Zentralrats der Muslime, die Parole aus: „Scharia und Demokratie sind vereinbar“ – ohne dass er deshalb auf nennenswerten Widerspruch deutscher Politiker oder Rechtsschützer gestoßen wäre.

Auffällig war bereits in den letzten Monaten, dass zum Beispiel sexuelle Gewalt gegen Kinder und Jugendliche durch Menschen mit muslimischem Migrationshintergrund weniger streng von Gerichten bestraft wurde, als wenn sie von Deutschen ausgeht.

Solche Rechtssprechung widerspricht zunächst dem Rechts- und Gerechtigkeitsempfinden der Menschen zutiefst. Sie provoziert geradezu Aversionen gegen Menschen mit Migrationshintergrund auch bei denen, die diese bisher nicht hatten.

Zum anderen stellt sie eine Art „positiver Diskriminierung“ da: Man geht davon aus, dass Menschen mit Migrationshintergrund in ihrer sexuellen Entwicklung und in ihrem Ethos zurückgeblieben sind.

Es wird implizit das Bild von „wilden Barbaren“ gezeichnet, die über alles herfallen, was sich nicht wehren kann. Und weil sie halt so sind, wegen der Vergehen auch weniger streng zur Rechenschaft gezogen werden sollten.

Quelle und Fortsetzung des Beitrags von Dr. Berger hier: http://www.huffingtonpost.de/david-berger/scharia-islam-deutschland_b_10394754.html


Kölner Terrornacht: Alice Schwarzer beklagt die fatalen Folgen einer „falschen Toleranz“

Schwarzer vermutet, daß die Polizei vielleicht „Angst vor den Tätern“ hatte, immerhin stand es 1000 gegen 143.

Ihre Besorgnis ist allzu berechtigt: „Hat der deutsche Staat also punktuell sein Gewaltmonopol schon verloren und gibt es längst rechtsfreie Räume, auch mitten in Deutschland?“

Die jungen Männer seien, so Schwarzer, „das Produkt einer falschen Toleranz“, die nicht auf Integration beharrt, sondern demokratische und rechtsstaatliche Werte infrage stellen läßt zugunsten „anderer Sitten“ bzw. einer ominösen „Religionsfreiheit“: „Als hätte dieser Fanatismus etwas mit Glauben zu tun.“

Die Kölner Ereignisse sind allerdings kein Einzelfall, das weiß auch die EMMA-Chefin: „Aus zahlreichen Städten wird jetzt von Jung-Männer-Rudeln berichtet, die Frauen wie Männer überfallen, um zu stehlen und Frauen zu erniedrigen.“

Aufschlußreich ist allerdings auch, wie Schwarzer von links angegiftet wurde, nachdem sie eine realistische Berichterstattung in der Flüchtlingscausa vornahm:

„Als EMMA in der November/Dezember-Ausgabe einen Forderungs-Katalog zum Schutz weiblicher Flüchtlinge und Kinder sowie zum Respekt männlicher Flüchtlinge vor Rechtsstaat und Frauenrechten in Deutschland veröffentlichte, hagelte es mal wieder die seit 30 (!) Jahren vertrauten Rassismus-Vorwürfe seitens der üblich Verdächtigen. Ein Spiegel-Kolumnist ging sogar so weit, mich des „Rassismus“ zu bezichtigen, weil ich mir erlaubt hatte, auf den traditionellen, eingefleischten „Antisemitismus und Sexismus“ vieler Männer aus der arabischen und muslimischen Welt hinzuweisen.“

Wir haben am 13. Oktober 2015 im CHRISTLICHEN FORUM positiv darüber berichtet, daß EMMA die akuellen Probleme klar beim Namen nennt: https://charismatismus.wordpress.com/2015/10/13/alice-schwarzers-emma-ist-besorgt-um-frauenrechte-angesichts-der-fluechtlingswelle/

 


Der Sadomaso-Kinofilm „Fifty Shades of Grey“ verharmlost sexuelle Gewalt

Von Dr. med. Edith Breburda

Jeder in den USA kennt den „Valentine’s Day“ (Valentinstag). Gleich nach dem 25. Dezember schalten die Geschäfte um und verkaufen alles Vermarktbare in Herzform.    Dr. Breburda
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Am Valentinstag  2015 lief auch der Film: „Fifty Shades of Grey“ in den Kinos an.
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2004 war Mel Gibson’s „Passion of the Christ“ (Die Passion Christi) ein Bestseller-Film. 83 Millionen Dollars brachte er zwischen Aschermittwoch und dem ersten Fastensonntag ein. Dieser Film, der nun 11 Jahre als Favorit des Monats Februar galt, verliert seine Stellung.
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Im Jahr 2015 wird es voraussichtlich der Film „Fifty Shades of Grey“ von E.L. James sein, der die Kinokassen füllt. Sogar für die linke US-amerikanische Zeitung Huffington Post war das Buch zum Film schlecht. Den Menschen scheint das egal zu sein, für sie wird er der Blockbuster.

Sadomaso: Psychische Störungen nicht mehr krankhaft?

Früher bezeichnete jeder rational denkende Mensch die Praktiken des BDSM (bondage-discipline, dominance-submission & sadism-masochism), die sexuellen Faktoren von Hörigkeit und Disziplin, Dominanz und  Unterwürfigkeit, Sadismus und Masochismus als psychische Störung.
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Die Zeiten haben sich geändert. Heute beschreibt die neueste Ausgabe des Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders (DSM), welche die Amerikanische Psychiatrische Gesellschaft herausgibt, solche Erscheinungen nicht mehr als krankhaft abnorm.
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Bischof Richard Malone von Buffalo und Erzbischof Dennis Schnurr von Cincinnati verurteilen den Film, weil er sexuelle Handlungen erniedrigend darstellt. Sie machen die Öffentlichkeit über die Lehre der Kirche bezüglich  sexueller Intimität, die ihren Platz in der Ehe hat, aufmerksam.

Gegenstück mit alternativer Filmromanze

Statt einem direkten Protest drehte der Filmproduzent Rik Swartzwelder den alternativen Film „Old Fashioned“. Der Film lief auch am Valetinstag 2015 in den Kinos an.
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Er beschreibt die platonische Beziehung zwischen Amber, die neu in eine Stadt kommt und ihrem neuen Vermieter Clay. Clay hatte sich geschworen, nie alleine mit einer Frau zu sein, es sei denn mit seiner Frau, falls er jemals heiraten sollte.
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Die ganze Stadt scheint über dieses Gelübde von Clay Bescheid zu wissen. Die Bewohner versuchen, Amber zu waKleidung USArnen, nicht ihre Zeit damit zu verschwenden, Clays Absonderlichkeiten zu ändern. Amber zerstört absichtlich Dinge in ihrem Apartment, um Clay zum Richten zu holen.
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Schließlich willigt Clay in ein Date (Treffen) ein, nur damit er nicht mehr weiterhin Dinge reparieren muss. Clay versucht nun, Amber auf die alte Weise zu erobern. Amber, die schon viele zerbrochene Verbindungen hinter sich hat, findet das sehr charmant, obwohl ihre Freunde meinen, es würde nicht funktionieren.
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Swartzwelder sagt: „Ich wollte eine romantische Geschichte beschreiben, die jedem Single passieren könnte, denn ich kenne eben Leuten, die nicht dem Diktat der sexuellen Revolution folgen„. [1]

Hollywoods sadomasochistische Filme

2012  wurde das Buch Fifty Shades of Grey, eine Trilogie, die eine sadomasochistische Beziehung mit einem glücklichen und zufriedenen Ende zeigt, zum weltweiten Bestseller. Eine feministische Journalistin,  Maureen Dowd von der New-York Times, versuchte dieses Phänomen zu erklären.
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Sie schrieb damals, es sei verwunderlich, „warum Frauen so begeistert von einer Geschichte sind, bei der sich ein unschuldiges, ungebildetes, aber hübsches Mädchen in einen superreichen Sadisten aus Seattle verliebt.“
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Der Film repräsentiert die Evolution der Pornographie in einer Zeit, die weit von der biblischen Vision über Sexualität und menschliche Würde entfernt ist. Die Gesellschaft hat die Scham vor dem verloren, was nur als explizit pornographisch beschrieben werden kann.

Die Normalisierung eines zerstörerischen Verhaltens

Das zeigt sich auch in den noch nie dagewesenen hohen Verkäufen des Buches. Früher wären die Handlungsabläufe in „Fifty Shades of Grey als pervers definiert worden. Heute zelebrieren die Medien den Film. Popkornessend verfolgen die Leute, wie die Sexual-Moral auf Pornographie reduziert wird. Fifty Shades
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Christen glauben, Gottes Schöpfung ist gut, wahr und schön. Die Wahrheit hat nichts mit Häßlichkeit zu tun. Der Versuch, das Gute, Wahre, Schöne von der Wahrheit zu trennen, ist unmöglich und sündhaft.
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Unsere menschliche Würde basiert darauf, dass wir nach dem Bild eines liebenden und barmherzigen Gottes geschaffen sind. Die Korruption der Sexualität ist ein Verbrechen gegen die menschliche Würde. Der Versuch, Pornographie als schön und gut zu bezeichnen, zeigt, wie sehr wir unser Schamgefühl verloren haben [2].
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Das erotische Drama von E.L. James wurde mehr als 36 Millionen mal in der ersten Woche seiner Herausgabe bei YouTube angeklickt. Diese Neuigkeit sollte uns nicht überraschen, da mehr als 100 Millionen Bücher von „Fifty Shades of Grey verkauft wurden.

Gewalttaten werden als sexy verkauft

Katholiken, Psychiater, Opfer von Sexualverbrechen und häuslicher Gewalt stehen dem Film äußerst skeptisch gegenüber. Ein Zentrum , das den sexuellen Missbrauch untersucht, ruft auf, den Film zu boykottieren.
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Der Film sollte nicht angeschaut werden und das Eintrittsgeld sollte lieber Opfern von häuslicher Gewalt  gespendet werden. Kritiker bitten die Kinos, den Film nicht zu zeigen. 
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Gewalttaten werden als sexy verkauft. Es sei ok, wenn Frauen geschlagen, angekettet und ausgenutzt werden„, erläutert Mary Anne Layden, Psychotherapeutin und Direktorin des Sexual Trauma und Psychopathologischen Programms der Universität von Pennsylvania.
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Wissenschaftler untersuchen die Auswirkungen, die ein solcher Film hat:
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Es ist gefährlich, ein Verhalten, das Familien und Leben zerstört, als normal dazustellen. Wenn man sexuelle Gewalt verherrlicht, signalisiert man die Botschaft, dass Frauen es lieben, geschlagen zu werden„, sagt Layden.
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Wenn so etwas erlaubt wird, regt man weitere derartige Verhaltensweisen an. Es ist eine Einladung, Frauen zu mißbrauchen und außereheliche Verhältnisse zu haben. Prostitution und Pornographie werden nicht nur zunehmen, sondern als ganz selbstverständlich angesehen.“
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Tagtäglich behandelt Layden Sexualopfer in ihrer Praxis:
Sich davon zu erholen, ist nicht leicht. Der Film endet mit der Hochzeit des Paares. Auf diese Weise kann man keine Psychopathen, wie den Bräutigam in dem Film, kurieren.
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Es wird in dem Film so einfach dargestellt. Er schlägt sie, um dafür ihre Liebe als Gegenleistung zu erhalten. Heute versuchen wir, sexuelle Übergriffe an den Universitäten einzudämmen und  über  sexuelle Beziehungen mit Minderjährigen aufzuklären. Der Film verherrlicht jedoch gerade dieses Verhalten, anstatt es zu verurteilen.
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Der Blog: „A Parent’s Survival Guide to Fifty Shades of Grey“ von Dr. Miriam Grossman, einer Kinder- und Erwachsenen-Psychiatrin, verbreitet sich rasant im Internet. Sie schreibt:
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Der Film wird viel Verwirrung stiften. Man weiß am Ende nicht mehr,  was eine gesunde emotionale sexuelle Beziehung ausmacht. Der Titel alleine sagt es ja schon. Alles ist grau, anstatt schwarz oder weiss.
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Das Verhalten von Christian Grey ist in der einen oder anderen Form kontrollierend, manipulativ und abusiv. Aber der Film und das Buch vermitteln die Botschaft, es sei okay, von Zeit zu Zeit so zu sein. Es gibt Menschen, die so etwas tun und bei ihnen wird es sogar als gut angesehen. Junge Leute vergessen dabei, dass der Film ihrem Wohlergehen  erheblich schadet„, schreibt sie in ihrem Blog.
Sadomasochistische Filme sind zwar eher selten, dieser Film pflanzt jedoch die Saat des Zweifelns, ob Frauen weiterhin den üblichen Formen des Missbrauchs widersprechen sollen.

Bischöfe warnen vor dem Film

Die katholischen Bischöfe fragen sich, warum die Amerikaner sich solch einen verheerenden Film gefallen lassen?
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Warum unterstützen wir eine Industrie, welche Frauen zum Objekt sexueller Gewalt machen?“, fragt Bischof Paul Loverde von Arlington, VA.
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Die Unterhaltungsindustrie bezeichnet den Film nicht als pornographisch, da sie die Verwicklung von Sex und bischofGewalt als normal deklariert. Wir müssen unsere Leute über die zerstörerische Botschaft dieses Films informieren. Aber auch über die Schönheit einer liebevollen Beziehung zwischen Mann und Frau nach dem Plan Gottes„, schrieb der Bischof am 4. Februar in einem Brief an seine Katholiken. Die Presse fragte daraufhin, ob Katholiken sich diesen Film nun ansehen werden, was die Mehrheit verneinte.
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Erzbischof Samuel Aquila aus Denver bemerkt:
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Die Idee des Films ist, dass körperliche, emotionale und psychologische Ausbeutung akzeptabel sei. Gott wünscht sich hingegen, dass jeder von uns Liebe empfangen und geben darf. Wir sollen nicht zu Opfern der Gewalt werden.
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Von Natur aus ist unser Körper so geschaffen, diese Liebe durch unser Handeln zu kommunizieren. Das Buch von Papst Johannes Paul II, Theologie des Leibes, fördert und erhöht die wahre Würde des Menschen. Es ist so das Gegenmittel für minderwertige Sexualität, welche die säkulare Kultur propagiert.“

Viele Frauen sind begeistert

Warum sind jedoch so viele Frauen von dem Buch und nun auch vom Film begeistert, fragen sich Journalisten. Joseph Heschmeyer, ein Student des North American Colleges in Rom, versucht eine Antwort zu geben:
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Es könnte der ungestillte Hunger nach Maskulinität und Führerschaft eines Mannes sein, den Frauen sich wünschen. Die moderne Idee der Geschlechtsneutralität hat Männer entmutigt, ihre Rolle als Verteidiger und Beschützer der Familie wahrzunehmen.
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Wissenschaftler haben herausgefunden, dass Frauen zufriedener sind, wenn die traditionelle Rolle der Arbeitsteilung in einer Familie aufrecht erhalten wird.
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Die unterdrückte Rolle des Mannes läßt unsere Fantasie mit uns durchgehen. Fifty Shades verherrlicht den Psychopathen Christian Grey. Das hilft nicht die Verwirrung und den Schmerz zu adressieren, der durch den Geschlechter-Krieg entstanden ist.“

Beunruhigende Widersprüche

Die Medien verhalten sich widersprüchlich.  Sexuelle Vergehen werden einerseits angeprangert, zur gleichen Zeit jedoch wird dieser Film glorifiziert. Die Film-Industrie und der Kommerz machen jedenfalls mit dem Film über eine erniedrigende und toxische Beziehung ein Riesengeschäft.
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Die EWTN-Radiomoderatorin Teresa Tomeo ist entsetzt, dass auch viele Katholiken das Buch gelesen haben und sich den Film ansehen wollen: „Die Leute missachten, was die Kirche über Pornographie sagt„.
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Erst als Teresa Tomeo das Thema in ihrer Sendung ansprach, merkten die Zuhörer, dass es falsch war, das Buch zu lesen. Maureen Dowd, die sich als  sex-positive Feministin bezeichnet, sagte, der Film würde sie dazu ermächtigen, Sex als Spielzeug und Vergnügen anzusehen:
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Sind wir doch ehrlich, kann man wirklich allen Ernstes sagen, so ein Film verleiht Macht? Dann kann man doch auch behaupten, Kokain stärkt. Die wahre Macht, lateinisch  „virtus“, bedeutet fähig zu sein, alles zu geben, um nach der Wahrheit zu suchen, welche dich wirklich glücklich macht„, erklärt die Autorin Dawn Eden, die mehrere Bücher über Kindermissbrauch und Keuschheit geschrieben hat [3].  
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Quellenangaben:
[1] Ives D. „Old fashioned! offers Polar opposite of „Fifty shades of Grey“. Aleteia, 13. Feb. 2015
[2] Mohler A.: 50 Shades of Grey isn’t just an evil movie- it’s the next stage in the evolution of porn. LifeSiteNews, 13. Feb. 2015
[3] Desmond J. F.: Fifty Shades of Grey’s meets target. NCRegister, 14. Feb. 2015
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Unsere Autorin Dr. med. Edith Breburda ist Bioethik-Expertin und Veterinär-Medizinerin (Tierärztin); sie lebt in den USA (Bundesstaat Wisconsin).
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Fotos: E. Breburda (1,2), Universal-Pictures (3), IGFM (4), Dr. Pelz (5), Archiv

Opferverband: Keine Verjährungsfristen für Sexualstraftaten an Minderjährigen

Pressemitteilung der Betroffenen-Initiative NetzwerkB:

86% der Deutschen sind der Meinung, strafrechtliche Verjährungsfristen für Sexualstraftaten an Minderjährigen sollten generell aufgehoben werden. Dies ergab eine Umfrage von infratest dimap im Auftrag von NetzwerkB (Netzwerk Betroffener von sexualisierter Gewalt eV).

Es gibt nur wenige gesellschaftliche Fragestellungen, bei denen die Deutschen derart einhelliger Meinung sind wie bei der Bewertung von Sexualstraftaten: So sagen in der aktuellen Umfrage nahezu neun von zehn (86 Prozent) der befragten Deutschen, strafrechtliche Verjährungsfristen für Sexualstraftaten an Minderjährigen sollten allgemein abgeschafft werden. 

Gemälde: Evita Gründler

Gemälde: Evita Gründler

Dagegen spricht sich etwa jeder Zehnte (12 Prozent) für eine Beibehaltung der gegenwärtig geltenden Verjährungsfristen aus. Zwei Prozent der Befragten haben auf diese Frage keine Antwort gegeben.

Diese Meinungsstruktur ist unter den Deutschen weit verbreitet. Große Mehrheiten für eine Abschaffung der Verjährungsfristen bei Sexualstraftaten an Minderjährigen finden sich in allen Alters- und Bildungsgruppen, unter Männern und Frauen und auch quer durch die politischen Lager der betrachteten Anhängerschaften der Parteien CDU/CSU, SPD, Linke und Grüne.

NetzwerkB fordert die Politik auf, den Willen des deutschen Volkes umzusetzen  –  wir wollen mehr demokratische Mitbestimmung!

Opfer fühlen sich von der Politik verraten

Als SPD-Fraktionschef im saarländischen Landtag hat Heiko Maas gefordert, die Verjährungsfristen für sexuellen Missbrauch aufzuheben  – als Bundesjustizminister bricht er sein Versprechen. Heiko Maas hat sich im Jahr 2010 mit deutlichen Worten für die Interessen der Opfer von sexualisierter Gewalt eingesetzt.  

Heute ist Maas Bundesminister für Justiz und Verbraucherschutz und will davon nichts mehr wissen. Die Opfer fühlen sich von der Politik verraten. Passiert ist bisher wenig. Bislang wurde lediglich das Alter des Opfers, ab dem die Verjährungsfrist einsetzt, von 18 auf 21 Jahre angehoben.

Die Koalition plant nun laut Koalitionsvertrag, dass die strafrechtliche Verjährung von sexueller Gewalt gegen Kinder und Jugendliche zukünftig nicht vor dem 30. Lebensjahr der Missbrauchsopfer einsetzt. NetzwerkB lehnt diese Kompromisslösung ab

Bundesminister Heiko Maas hat kürzlich NetzwerkB mitteilen lassen, dass die Vorgabe im Koalitionsvertrag vom Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz in einem weiten Sinne verstanden wird und auch angeblich in einem solchen Sinne umgesetzt werden soll.

Quelle und vollständiger Text hier: http://netzwerkb.org/2014/03/21/86-der-deutschen-fur-aufhebung-von-verjahrungsfristen/

 


Christa Meves warnte früher als Alice Schwarzer vor sexuellem Kindesmißbrauch

Mathias von Gersdorff

Alice Schwarzer wurde in der Auseinandersetzung um die pädophilen Strömungen bei den Grünen immer wieder als „Heldin“ und „Kinderretterin“ dargestellt, weil sie Ende der siebziger Jahre richtigerweise darauf hinwies, daß in einer Beziehung zwischen einem Erwachsenen und einem Kind weder „Gleichberechtigung“ noch „sexuelle Selbstbestimmung“  –  wichtige Schlagwörter der Emanzipationstheoretiker  –  existieren können.  

M. von Gersdorff

M. von Gersdorff

Der Erwachsene ist dem Kind psychologisch weit überlegen und dominiert somit die Situation völlig. Schwarzer argumentierte, in einem solchen „Herrschaftsgefüge“ könne von einem freiwilligen Handeln des Kindes nicht die Rede sein. Eine derartige sexuelle Beziehung sei grundsätzlich ausbeuterisch und müsse unter Strafe gestellt werden. Diese Sicht der Dinge hat sich bis heute durchgesetzt, was den Grünen mächtig zu schaffen macht.

Gerechterweise muß aber gesagt werden, daß schon im Jahr 1971, also lange vor Schwarzers Intervention, Christa Meves jegliche sexuelle Kontakte zwischen Erwachsenen und Kindern verurteilt hat. 1971 hatte Alice Schwarzer etwas ganz anderes im Sinne und war mit ihrer Pro-Abtreibungskampagne „Wir haben abgetrieben“ beschäftigt  –  so viel zu ihrer Liebe zu den Kindern.

Christa Meves beschrieb in der Schrift „Manipulierte Maßlosigkeit“ (Erstausgabe Juni 1971, danach sehr viele Neuauflagen) den Kindesmißbrauch als Symptom einer menschlichen und gesellschaftlichen Krise und dadurch viel tiefgründiger als Schwarzers egalitäre Herrschaftstheorie. Obwohl Meves’ Analyse inzwischen 42 Jahre alt ist, hat sie kaum an Aktualität verloren und verdient es, an dieser Stelle gewürdigt zu werden.

Meves warnte schon sehr frühuntitled

Typischerweise führten damals die Verteidiger der Entkriminalisierung der Pädosexualität das Argument an, das Kind sei ein sexuelles Wesen und würde aus eigenem Antrieb entsprechende Kontakte suchen, eventuell auch mit Erwachsenen. Christa Meves entgegnete, diese Kinder seien zuvor von Erwachsenen verführt worden.

Scharf kritisierte sie deshalb die damals in Mode kommenden sexualpädagogischen Konzepte, die eine sehr frühe Einführung der Kinder in das Thema vorsahen, zudem in sehr expliziter Art und Weise und völlig frei von moralischen Wertungen.

Meves dazu: „Eine solche, rein auf biologische und technische Informationen gerichtete Aufklärung kann  –  zum falschen Zeitpunkt und mit falschen Mitteln vorgenommen  –  durchaus tiefgreifend schaden, falsche Weichen stellen und die Persönlichkeitsentwicklung deformieren.“

Christa Meves beschrieb den Zusammenhang zwischen Kindesmißbrauch, der allgemeinen Sexualisierung der Gesellschaft (damals sagte man „Sexwelle“) und der sogenannten emanzipatorischen Sexualerziehung, die für sie im Grunde ein seelischer Mißbrauch ist.

Schwächung der Mutter-Kind-Bindung

Heute wird nur der körperliche Mißbrauch konsequent geächtet. Die Sexualerziehung erreicht immer jüngere Kinder  –  am schlimmsten sieht es in Berlin aus  – , die Schutzbarrieren des Jugendmedienschutzes werden immer löchriger. Immer mehr Kinder und Jugendliche werden pornosüchtig  – und schon Minderjährige werden heute zu Mißbrauchstätern. Leben.usa

Pädophilie, Sexualisierung usw. beschrieb Christa Meves in „Manipulierte Maßlosigkeit“ als Symptome einer allgemeinen Krise, deren wichtigste Ursache die Schwächung bzw. die Zerstörung der Mutter-Kind-Beziehung durch die moderne Lebensweise ist:

„Gleichzeitig begann sich mit der Einkehr des Wohlstandes in jedes Wirtschaftshäuschen in den fünfziger Jahren mit den künstlich gesetzten Konsumzwängen eine im Übermaß unnatürliche und damit unbekömmliche Atmosphäre für Säuglinge und Kleinkinder auszubilden, die uns zu schlimmen Prognosen Anlaß gab. Man konnte voraussehen, daß sich ab 1970 die seelische Erkrankung ‘neurotische Verwahrlosung’ (…) zur kollektiven Volksseuche ausbreiten würde.“

Nach dem Zweiten Weltkrieg widmeten sich die Menschen fast ausschließlich dem Aufbau eines Wohlstandes, der die Befriedigung der Bedürfnisse, die der Lebens- und Arterhaltung dienen, garantieren soll: Nahrung, Besitz, Geltung, Macht und Sexualität.

Doch die Befriedigung dieser Bedürfnisse macht nur für kurze Zeit glücklich. Schon aus Selbsterhaltungsgründen muß bald ein Unlustgefühl einsetzen. Wer seinen Lebenssinn nur im Streben dieser Art Glück sieht, muß früher oder später unglücklich und frustriert sein.

Neurotische Verwahrlosung

Die Folge ist die von Meves beschriebene „neurotische Verwahrlosung“. Mütter, die in den Sog dieser rastlosen Bedürfnisbefriedigung gerieten, waren geistig gar nicht mehr in der Lage, ihre Kinder richtig zu erziehen. Sie konnten ihnen keine Werte und Prinzipien vermitteln, sie konnten ihnen nicht erklären, wieso wir auf Erden weilen, sie konnten ihnen nicht das seelisch-geistige Gerüst mitgeben, das für die Entwicklung einer reifen und erwachsenen Persönlichkeit notwendig ist.

Eine der aufgezählten Folgen davon ist die Unfähigkeit, sich an andere Menschen dauerhaft zu binden. Unter diesen Umständen kann die Zahl der Eheschließungen und der Geburten nur sinken.

Man könnte meinen, Deutschland sei inzwischen so reich, daß man sich nicht mehr frenetisch der Befriedigung der oben geschilderten Grundbedürfnisse widmen muß. Aber nein, die Lage hat sich sogar noch verschlimmert:

Noch nie so stark wie heute wurde die Frau gnadenlos als bloßer Faktor im Produktionssystem angesehen. Flächendeckendes Kita-System und die Politik der „Vereinbarkeit von Familie und Beruf“ sollen dafür sorgen, daß die Mütter so kurz wie möglich vom Produzieren abgehalten werden.

Christa Meves schreibt als Psychotherapeutin. An dieser Stelle darf hinterfragt werden, ob nicht nur die Schwächung der Mutter-Kind-Beziehung zu der von ihr beschriebenen Krise geführt hat, sondern auch die Entwicklungen in Kirche, Kultur und Politik, also der sinnstiftenden Institutionen in einer Gesellschaft.

Das „Wahre, Schöne und Gute“ vermitteln

Die Aufgabe der Kirchen besteht darin, dem Menschen seine transzendentale Bestimmung zu vermitteln. Die Kultur  –  in Form von Kunst, Musik, Literatur usw.  –  sollte dem Menschen das nötige Material liefern, um seinen Geist zu ernähren, damit er so das „Wahre, Schöne und Gute“ erfährt. pic_526a50cce0863

Schließlich sollte auch der Staat in der Lage sein, dem Menschen in seiner Eigenschaft als soziales und politisches Wesen eine Zukunftsorientierung zu geben, die über die Befriedigung der Grundbedürfnisse hinausreicht.

Daß hier manches im argen liegt, soll hier nur skizzenhaft ausgeführt werden: Das Christentum in Deutschland verflacht seit Jahrzehnten und ist immer weniger in der Lage, den Menschen das Gefühl zu vermitteln, sie würden hier die Antworten auf die essentiellen Fragen des Lebens finden.

Der Kulturbetrieb bemüht sich heute vor allem um die Dekonstruktion der großen Werke der Kulturgeschichte. Und wie es mit der Politik steht, braucht man kaum zu erklären. Man schaue bloß, wie es mit dem „C“ in der Union aussieht.

Wir haben es also mit einer umfassenden Krise des einzelnen und der Gesellschaft zu tun. Der moderne Mensch weiß nicht mehr, woher er kommt und wohin er geht. Wo liegt eine Lösung? Wie soll man sich als einzelner gegenüber dieser Krise verhalten?

Nur auf den zweiten Teil habe ich eine Antwort: hoffen auf Gott, beten und sich im Rahmen der eigenen Möglichkeiten für das Christentum einsetzen.

Mathias von Gersdorff ist kath. Publizist und Leiter der Frankfurter Aktion „Kinder in Gefahr“

Erstveröffentlichung des Beitrags in der Wochenzeitung JUNGE FREIHEIT

ERGÄNZENDER ARTIKEL hierzu: https://charismatismus.wordpress.com/2013/08/31/kindersex-cdu-kirche-und-konservative-widersprachen-damals-den-grunen-padosex-forderungen/