Fachstudie aus USA: Es gibt kein „Homo-Gen“

Die Webseite „Grenzwissenschaft“ schreibt am 30. August über eine „bislang umfangreichste genetische Studie zur Frage, ob die sexuelle Orientierung eines Menschen genetisch beeinflusst oder gar bestimmt wird“.

Die internationale Untersuchung sei fast hundertmal so groß wie jede frühere Studie mit dieser Themenstellung.

Die Studie, die 480.000 genetische Profile untersuchte, gelange zu dem Schluss, ein spezielles „Homo-Gen“ existiere nicht. Weiter heißt es:

„Wie die Mediziner und Genetiker…aktuell im Fachjournal „Science“ (DOI: 10.1126/science.aat7693) berichten, werde stattdessen die Anziehungskraft einer Person auf Personen des gleichen Geschlechts durch eine komplexe Mischung aus genetischen Einflüssen und Umwelteinflüssen geprägt, ähnlich wie dies bei den meisten anderen menschlichen Merkmalen auch der Fall ist“.

Zwar hätten die Forscher „fünf spezifische genetische Varianten, die signifikant mit gleichgeschlechtlichem Verhalten in Verbindung gebracht werden konnten“ gefunden, aber zugleich sei klar: „In Kombination erklären diese Varianten jedoch weniger als 1% der Anziehungskraft einer Person auf ihr eigenes Geschlecht“.  – Der genetische Faktor ist demzufolge eine zu vernachlässigende Angelegenheit.

Weitere Infos hier: https://www.grenzwissenschaft-aktuell.de/studie-zur-homosexualitaet-zeigt-ein-spezielles-homo-gen-gibt-es-nicht20190830/


Psychologischer Berater berichtet über steigende Zahl unzufriedener Homosexueller

„Der Leidensdruck hilfesuchender Menschen ist hoch“

Der evangelische Autor und psychologische Berater Dennis Riehle berichtet aus seiner Praxis von einer zunehmenden Zahl homosexueller Personen, die ihre Orientierung gerne verändern wollen, vor allem auch wegen ihrer Sehnsucht nach einer natürlichen Familiengründung. In Kreisen linksorientierter „Berufs-Homos“ und Gender-Aktivisten (LSBTIQ-Bewegung) werden solche Wünsche als negative „Impolung“ rundweg abgelehnt.

Der Konstanzer Riehle – er ist selber homosexuell – widerspricht diesem Diktum mit folgender Pressemitteilung:

„Die Zahl der hilfesuchenden Menschen, die mit ihrer sexuellen Orientierung unzufrieden sind, hat in den letzten Jahren deutlich zugenommen“. – Diese Beobachtung teilt zumindest der psychologische Berater Dennis Riehle, der seit vielen Jahren Personen begleitet, die sich eine Veränderung ihrer zumeist homosexuellen Neigung wünschen.

„Eine ich-dystone Persönlichkeitsstruktur im Blick auf die sexuelle Orientierung begegnet mir mittlerweile bei einer Vielzahl meiner Klienten. Die Offenheit, darüber zu sprechen, ist glücklicherweise gewachsen. Denn der Leidensdruck ist hoch“, konstatiert Riehle.

„Die Gespräche laufen dabei ergebnisoffen. Ich möchte niemanden zu einem Wandel seiner sexuellen Orientierung drängen. Das gebietet auch die Berufsethik, die mir eindeutig sagt, dass Zwang in solch einer schwierigen Lebenssituation kontraproduktiv ist.

Gleichwohl ist es meine Aufgabe, die Sorgen und Nöte der Menschen, die homosexuell empfinden, sich aber aus den unterschiedlichsten Beweggründen erhoffen, heterosexuell fühlen zu können, jederzeit ernst zu nehmen. Hierbei legt uns jedoch gerade die LSBTIQ-Bewegung einen ganz großen Stein in den Weg“, so Riehle weiter.

Denn es sei vor allem die schwul-lesbische Szene, die darauf beharre, der Wunsch nach einer Veränderung der sexuellen Orientierung rühre allein aus einem konservativen Gesellschaftsbild heraus, das Homosexuelle unter Druck setze, eine heterosexuelle Orientierung anzunehmen.

„Dabei sind es in der Regel die ureigenen Bedürfnisse der Betroffenen, da spielt Einflussnahme von außen kaum eine Rolle. Es geht oftmals viel eher um die Sehnsucht nach leiblichen Kindern, nach einer traditionellen Familie, die zu einer Ich-Dystonie in Fragen der sexuellen Orientierung führt“.

Entscheidend sei es, dass sich der einzelne Mensch zunächst selbst angenommen fühlt – egal, mit welcher sexuellen Orientierung. Die Selbstannahme ist neben der Klärung von inneren Konflikten, die zumeist in der Vergangenheit ihren Ursprung finden, eine der wichtigsten Voraussetzungen, um einen klaren Kopf in Bezug auf die sexuelle Orientierung zu bekommen.

Nicht selten spielen seelische Verwundungen eine bedeutende Rolle, verzerrte Väter-Bilder oder auch Wehmut über fehlende Vorbilder. „All das muss aufgearbeitet werden, ehe dann tatsächlich die Frage laut wird, ob weitere Anstrengungen nötig sind, um der gewünschten sexuellen Orientierung näher zu kommen“, sagt der psychologische Berater dazu.

Dass die Zahl der Homosexuellen, die sich in ihrer eigenen Haut offenbar nicht wohlfühlen, in den letzten Jahren zumindest subjektiv gestiegen ist, erklärt sich Riehle mit dem stetigen Gesellschaftswandel: „In Zeiten, in denen wir einer immer größeren Auswahl gegenüberstehen, was Geschlechtsidentität, sexuelle Orientierung und Neigungen angeht, vermissen viele Menschen die Verlässlichkeit. Sie erhoffen sich in der Heterosexualität größere Stabilität und verspüren den inneren Drang, persönliche Traumata und Verletzungen aufzuarbeiten“.

Trotz großen Widerstandes aus der LSBTIQ-Szene sei es dringend vonnöten, dass Hilfesuchenden mit einer ich-dystonen Sexualorientierung Ansprechpartner bereitstünden, die auch seelsorgerlich durch den inneren Konflikt hindurch trügen:

„Oftmals stellt sich am Ende einer Beratung heraus, dass die Betroffenen mit ihrer sexuellen Orientierung gut leben können. Und trotzdem war es dann wichtig, dass der Klient die innere Sehnsucht nach einer Veränderung zum Ausdruck gebracht hat. Denn nur sie macht es möglich, einen tieferen Blick auf persönliche Konflikte zu lenken und darauf aufmerksam zu werden, dass im Gleichgewicht der Seele etwas nicht stimmt.“

In Fällen, in denen sich psychotherapeutisch relevante Probleme offenbaren, verweist der Berater an seine fachkundigen Kollegen weiter und erklärte abschließend:

„Es wird auch hier immer schwieriger, Psychotherapeuten zu finden, die sich Menschen mit einer ich-dystonen Persönlichkeitsstörung annehmen. Der Versuch der Einflussnahme durch den LSBTIQ-Lobbyismus ist bedeutsam. Dabei verstehe ich mich als Helfer für schwierige Lebenssituationen, die manch schwul-lesbischer Vertreter zu zerreden versucht. Denn dass es sich bei dem Phänomen, sich von seiner homosexuellen Orientierung lösen zu wollen, um Einzelfälle handelt, kann ich mittlerweile nicht mehr bestätigen.“

Webpräsenz: http://www.Dennis-Riehle.de

Gemälde: Evita Gründler

 


Stellungnahme der CDU-Parlamentarierin Sylvia Pantel zur Gender-Debatte

Unter der Überschrift „Sexismus die rote Karte zeigen“ fand Anfang der letzten März-Woche 2016 eine Sachverständigen-Anhörung des Bundestagsausschusses für Familie, Senioren, Frauen und Jugend statt.  _MG_1465_HDR

Experten berichteten über verschiedene Formen von Sexismus in unserer Gesellschaft und schlugen u. a. eine gender*-neutrale Erziehung oder ein Verbot von sexistische Werbung als Maßnahme zur Vorbeugung von Sexismus vor.

In den politischen Anfängen hatte Gender-Mainstreaming die Beseitigung von Ungleichheiten zwischen den Geschlechtern und somit die Stärkung der Rechte von Frauen zum Ziel. Inzwischen sind wir bei dieser Diskussion jedoch auf einem Niveau angelangt, auf dem aus einem gutgemeinten Grundprinzip eine Modewissenschaft geworden ist.

Die Genderforschung verursacht erhebliche Kosten und ich zweifle den Nutzen für unsere Gesellschaft stark an. Heute geht es kaum noch um das Ziel, Frauen und Männer gleichzustellen, sondern vielmehr um sexuelle Orientierung und die verschiedenen Facetten des Geschlechts.

Nach Ansichten der Gender-Forscher soll Sexualität bereits im Kindergarten thematisiert und Teil des Schulunterrichts werden. Dass eine gender-neutrale Erziehung Unrecht auflösen kann, halte ich für mehr als fragwürdig.

*Der Begriff „gender“ stammt ursprünglich aus dem Englischen, meint das kulturell oder sozial konstruierte Geschlecht und steht im Gegensatz zum biologischen Geschlecht männlich/weiblich, das im Englischen mit „sex“ bezeichnet wird.

Quelle (Text/Foto): http://sylvia-pantel.de/gender-neutrale-erziehung-gegen-sexismus/


Weshalb mein Ausflug in den „säkularen Humanismus“ nicht von Dauer war

Erfahrungsbericht von Dennis Riehle

Wie soll ich mir die Auferstehung Jesu tatsächlich vorstellen? Warum soll gerade er denn nun dieser Sohn Gottes sein? Und wie ist er in den Himmel aufgefahren? Lange Zeit sprach ich das Glaubensbekenntnis mit, ohne mir wirkliche Gedanken darüber zu machen, was ich dort eigentlich wiedergebe. Riehle, Dennis_5

Und überhaupt: Warum greift Gott nicht in das Geschehen der Welt ein, wenn man ihn am meisten brauchen würde? Die klassische Theodizée-Frage erreichte mich nicht ohne Grund, als ich selbst merkte, dass die Kirche keinesfalls der Ort von Heiligkeit ist, für den ich ihn lange gehalten hatte. Ausgrenzung aufgrund sexueller Orientierung, wegen seelischer Probleme, ein wahrlicher Spießrutenlauf durch die zahlreichen Anfeindungen von Geistlichen und auch Laien waren irgendwann zur Tagesordnung geworden.

Und ich zweifelte tatsächlich: „Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?“. Gesundheitliche Leiden plagten mich, der soziale Halt, den die Gemeinde geboten hatte, war verschwunden – und ich spürte, dass auf keines meiner Gebete noch eine Antwort kam.

Dabei hatte ich über viele Jahre eine Menge guter Erfahrungen gesammelt. Mit großer Freude die Ausbildung zum Prädikanten (Hilfsprediger) und in der Seelsorge absolviert, in der Gemeinde viel Sinnstiftendes erlebt, Gottesdienste gestaltet, Konfirmanden unterrichtet, Andachten gehalten.media-390606-2

Doch plötzlich war ich für die Jugendarbeit nicht mehr der Richtige, war die Citypastoral kritisch geworden, weil ich die katholischen Vorgaben nicht hinnehmen wollte – und diejenigen Mitchristen, denen ich noch vor ein paar Wochen freundschaftlich begegnet bin, wechselten unverhohlen die Straßenseite, ohne mich eines Blickes zu würdigen. Wie sollte also ein theistischer Gott aussehen, der hierbei tatenlos bleibt, zusieht, ohne ein Zeichen zu senden?

Jahre ließ ich vergehen, die Skepsis wurde immer größer. Schlussendlich die Frage: Kann ich weiterhin einem „Verein“ angehören, der mich offenbar nicht will und dessen Grundlagen ich mittlerweile kaum noch überzeugt mitgetragen habe, lediglich aus dem Umstand, weil „man“ es eben so macht? Die Antwort kam eines Nachts: Am nächsten Morgen unterschrieb ich meine Austrittserklärung aus der Kirche – und erlebte einen befreienden Moment.

Recht engagiert orientierte ich mich neu: Humanismus sollte es sein. Über ihn hatte ich mich bereits im Vorfeld informiert und war begeistert von den Überlegungen, die er teilte. Der Einstieg in die säkulare Szene fiel somit leicht, öffnete ich mich doch den Weltanschauungen zwischen Atheismus und Freidenkertum, um zu erfahren, wo künftig meine eigene Heimat sein sollte.

Zweifelsohne ist es in einer sich anscheinend kirchenferner entwickelnden Gesellschaft aber dennoch schwierig, mit anderen Gleichgesinnten in Kontakt zu kommen. Nach Gründung der „Humanistischen Alternative Bodensee“ mit einigen Mitstreitern wurde deutlich, dass all diejenigen, die keiner Kirche angehörten, nicht zwingend daran interessiert sind, sich für eine humanistische Orientierung auch wirklich einzusetzen.   0016

Die Erfahrungen aus der „Institution Kirche“ schreckten viele ab, sich neuerlich an eine Organisation zu binden – egal, wie offen man sie auch gestaltet. Und nicht wenige Menschen sind zwar konfessionsfrei, aber nicht gleichsam ungläubig, sondern viel eher agnostisch denkend.

Doch das waren nicht die einzigen Probleme: Der „Evolutionäre Humanismus“ gibt sich nicht nur kirchenkritisch, er zeigt sich in Teilen sogar extrem. Mit einer rigorosen Ablehnung von Religion wird der Andersdenkende nicht selten diffamiert.

Jene, die – wie ich – den Respekt vor jeder Form des Glaubens als notwendig ansehen, werden bisweilen als Unterstützer der Kirchen beschimpft, als immer noch nicht vom Christentum Losgelöste. Ein Schwarz-Weiß der besonders deutlichen Linie, das in Teilen weit über die Attacken hinausgeht, die mir aus kirchlichen Reihen geläufig waren. Der Humanismus wurde bis auf die Spitzen des Denkbaren getrieben. 

Schließlich fiel auch auf, dass die Antworten von atheistischer Seite auf wesentliche kritische Betrachtungen einer Ideologie der Gottlosigkeit spärlich waren. Oftmals wird auf die Evolution verwiesen, die zum Zustand der heutigen Galaxien geführt haben soll. Der Urknall als deren Anfang bleibt in seiner Entstehung trotz zahlreicher Erklärungsversuche aber bislang noch immer nebulös.

Der Wahrheitsanspruch des Atheisten dagegen wächst weiter – und das oftmals ohne nachhaltige Belege, die wiederum von den Religionen eingefordert werden, dort aber gleichsam obsolet sind, liegt zwischen Glaube und wissenschaftlichem Anspruch auf Realität doch bekanntlich der Gedankenfehler, Äpfel mit Birnen vergleiDr. Pelz.chen zu wollen.

Und ebenso die „Natur“. Sie soll den Zusammenhalt der Welt begründen. Doch niemand aus dem säkularen Kreise fragt ernsthaft nach deren Ursprung. Die verherrlichten „Natur-Gesetze“, sie lassen uns zwar nachvollziehen, aber nicht verstehen, wo die Basis all des Wundersamen liegt, das mancher Atheist so krampfhaft als Träumerei und „Heiligen Geist“ zwischen unserem Himmel und der Erde verspotten will.

Substantielle Antworten waren begrenzt, wenn ich auf die Zeit von insgesamt vier Jahren blicke, in denen ich bisher die säkulare Bewegung beobachtet habe. Da machen sich „Spaghettimonster“ viel eher lustig darüber, dass Kirchen an ihren Traditionen festhalten, während sie selbst mit Nudelsieben auf dem Kopf den Anspruch auf gesellschaftliche Anerkennung erhoffen. Ja, Religionsfreiheit muss auch das aushalten. Doch gleichsam ist der Rundumschlag gegen alles, was mit Religion zu tun hat, ebenso ein erfolgloser Versuch, der Menschheit ihren Glauben austreiben zu wollen.

Da tummeln sich im Spektrum des Säkularen nicht wenige Linksradikale, die ihr Freidenkersein mit der politischen Ambition einer unkritischen Russlandfreundlichkeit und sozialistisch bis kommunistisch angehauchten Systemkritik verbinden, ebenso wie rechtslastig anmutende Islamfeinde, die ihren Atheismus als Beweggrund für alles Religiöse auch dafür hernehmen, rassistisch orientierte Hetze gegen Muslime zu begründen.

Nicht, dass es solche Phänomene nicht auch unter gläubigen Menschen gäbe. Doch keinesfalls ist der humanistische Atheismus so friedlich, wie er es oft vermitteln möchte. Die fehlende Wertschätzung des Glaubens im Allgemeinen macht den Säkularismus mitunter zu einer emotionslosen Philosophie, die man als Distanzierter durchaus auch als Kälte deuten könnte.flyerstralsund2

Daneben sind auch die notwendigen Positivaussagen des Humanismus wenig stichhaltig geblieben. Eine Überzeugung von der eigenen Persönlichkeit, ein Glaube an die Vernunft und an den Realismus aller Dinge – das sind keine wirklichen Antworten auf die Sinnfragen, die die Menschen umtreiben.

Die säkulare Bewegung hat es verpasst, ein Konzept zu entwickeln, mit dem sie auch die Gefühle anspricht, die nicht nur nach Karl Marx nötig sind, wenn er die Religion nicht vollkommen zu Unrecht als Opium ansieht, das uns geistigen und gleichermaßen eben auch geistlichen Halt gibt in einem Hiersein, zudem nicht nur die Höhen, sondern eben gleichermaßen die Tiefen gehören, in denen es Hoffnung braucht.

Da hilft uns nicht das Erklärbare, sondern die stützende Kraft des Visionären, egal, wie stark mein Glaube an einen Gott ist. Der alleinige Blick auf das zu Greifende ist dann nicht ausreichend, wenn „soft skills“ gefragt sind. Nutzt es einem Jeden von uns wirklich, mit stoischer Klarheit auf das rein Materielle durch die Welt gekommen zu sein, wenn wir aus purem Idealismus letztlich doch seelisch verhungern? Da geht es um mehr als Mitmenschlichkeit, da geht es vor allem auch um persönliche Weitsicht mit dem eigenen Ich und in der nachhaltigen Gestaltung des Zusammenlebens unter dem Eindruck einer Demut, die dem Umstand unserer Rolle in dieser Schöpfung vollkommen Kreuzkuppelgerechtfertigt ist.

Nein, einen humanistischen und säkularen Blick auf die Gesellschaft, auf mein Leben und auf die Zusammenhänge des Universums habe ich nicht verloren. Doch er kann nur Teil einer religiösen Überzeugung sein, die einerseits auf einer Basis gemeinsamer Wertvorstellungen, Vorbilder, Werte,  Bräuche, Ideale und andererseits eines Glaubens zu fußen versucht, der sich nicht mit Belegen einer augenscheinlichen Wirklichkeit zufriedengibt, sondern zu Ehrfurcht vor etwas deutlich Größerem und potenziell kausal Begründbarem bereit wäre.

Dazu gehört auch, Bescheidenheit zu üben. Hingabe vor dem, was nicht nur meine eigenen Horizonte übersteigt, sondern auch weit über meine persönliche Selbstbestimmung hinausgeht und seine Grenzen dort findet, wo die Würde auch meiner Nächsten noch unberührt bleibt. Da bricht sich der Mensch keinerlei Zacken aus seiner aufgesetzten Krone des egoistisch anmaßenden Selbstverliebtseins. Solch eine Einstellung ist für meine Verständnisse nur dort denkbar, wo auch Religion kritisch, aber nicht pauschal zurückweisend betrachtet wird.

Heute bin ich nach meinem Ausflug in den reinen Säkularismus wieder zurückgekehrt: Meinen Glauben hatte ich nie verloren, ich zweifle auch noch heute an Vielem, was das Christentum lehrt und die Kirche vorgibt. jesus in der synagoge von nazareth

Doch ich bin wieder in meiner Heimat, die getragen ist vom notwendigen Fragen und auch Klagen, vom Grundvertrauen an einen Gott, von einem Ja zu Jesus Christus, von dem zwingenden Miteinander aus Staat und Kirche, das so viel Trennung braucht, wie erforderlich, gleichzeitig aber so viel an Zusammenarbeit wie nötig, von einem Humanismus, der die Selbstverantwortlichkeit des Menschen auf unserer Erde herausarbeitet und ihn in den Raum seiner vertretbaren und Gemeinwohl orientierten Möglichkeiten stellt, und von einem Glauben, der letztlich so frei ist, dass er Toleranz erfährt, wenn er auch nicht immer geteilt wird.

Webpräsenz unseres Autors: http://www.Dennis-Riehle.de


„Als schwuler Mensch respektiere ich den Vorrang der Ehe aus Mann und Frau“

OFFENER BRIEF von Dennis Riehle

Sehr geehrter Herr Vorsitzender des Rechtsausschusses im Bundesrat,
sehr geehrter Herr Vorsitzender des Rechtsausschusses im Bundestag,

der Bundesrat hat dem Deutschen Bundestag einen Gesetzesentwurf (18/6665) mit Bitte um Herbeiführung eines parlamentarischen Beschlusses zugestellt, der die „Einführung der Ehe für Personen gleichen Geschlechts“ fordert. Der Bundesrat, der sich auch auf Einschätzungen unterschiedlichster Ministerien des Bundes bezieht, begründet seinen Vorstoß damit, er wolle einer „konkreten und symbolischen Diskriminierung von Menschen aufgrund ihrer sexuellen Identität“ entgegenwirken.

Riehle, Dennis_5

Ich selbst bezeichne mich als homosexuell, obwohl auch schon hier die Frage zu stellen ist, ob es sich um die passende Beschreibung einer Eigenschaft oder doch um eine Empfindung – und damit eher um ein Adverb als um ein Adjektiv – handelt.

Denn fälschlicherweise schreibt der Bundesrat in seinen Ausführungen von der „sexuellen Identität“, wenn er sich auf gleichgeschlechtliche Liebe beruft. Nein, die sexuelle Identität ist das Geschlecht eines Menschen, die zwar von „Normabweichungen“ beeinflusst werden kann, aber grundsätzlich ein feststehendes (passives) oder sich entwickelndes Verständnis der eigenen sexuellen Wesensmerkmale beschreibt. Es steht in keinem Zusammenhang mit der sexuellen Orientierung. Denn sie gibt allein das privilegierte Begehren dar, welchem Geschlecht (aktiv) Zuneigung entgegengebracht wird.

Weshalb diese zunächst doch kleinlich anmutende Differenzierung? Sie ist deshalb wesentlich, weil die Argumentation mit der „sexuellen Identität“ viel weitergehende Ansprüche zu formulieren vermag als die mit der „sexuellen Orientierung“.

Dürfte der ersteren nämlich mit Art. 3 (Abs. 3) ein besonderer Schutz durch das Grundgesetz zukommen, ist das bei zweiter nicht zwingend der Fall. Insofern frage ich mich durchaus, ob hinter den verwendeten Begrifflichkeiten der bewusste Versuch der Irreführung versteckt ist, um daraus einer bestimmten Minorität und ihrer Lobbyvertretung zu mehr Einflüssen und Anrechten zu verhelfen. Kaum vorstellbar, dass ein solcher Gesetzentwurf rein zufällig und eher fahrlässig mit Wörtern spielt, die für die letztendliche Konsequenz ihrer Konnotation von ganz erheblicher Bedeutung sind.

Als schwuler Mensch respektiere ich den Vorrang der Ehe aus Mann und Frau – und auch, dass sich daraus das exklusive Bewahren dieser Verbindung ergibt, welche nicht mit einer Diskriminierung anderer Lebensweisen einhergeht. Denn nicht jede durch Verfassungsrang unter Obhut stehende Protektion ist gleichzeitig eine Benachteiligung sonstiger Alternativen, die  –  wie die homosexuelle Liebe  –  allein durch eine Integrität des Privaten, die jedem Menschen in seiner Würde ohnehin bedingungslos zuteilwird, uneingeschränkte Achtung erfährt. DSC_0199

Dass aber die heterosexuelle Verbindung durch die zunächst einmal natürliche Privilegierung zur Fortpflanzung einen herausragenden Anteil am Bestand der Bevölkerung und damit ihrer existenziellen Nachkommenschaft hat, stellt ein unveränderbaren Vorrang dar, den es von mir als Homosexuellem anerkennen zu gilt.

An dieser Prävalenz ändert auch der Umstand nichts, dass gleichsam heterosexuelle Menschen in einzelnen Fällen aufgrund gesundheitlicher Gründe nicht zeugungsfähig sind – oder dass der immer weitergehende Versuch, schwulen und lesbischen Paaren auf künstlichen und sonstigen Wegen zur „Elternschaft“ zu verhelfen, den Eindruck einer angeblichen Gleichrangigkeit vermittelt.

Dass sich Mann und Frau auch im evolutionären Sinne als ideale Verbindung herausstellen, zeigt sich aber nicht nur durch die Zeugungsfähigkeit, sondern auch die als sich symbiotisch ergebende Ergänzung im Geschlechtsverkehr, die – mit Verlaub – in homosexuellen Fällen (aus eigener Erfahrung) nicht selten zu einer funktionalisierten Notwendigkeit der Befriedigung verkommen ist oder durch schmerzhaft und asymmetrisch anmutendes Zusammenspiel einer gewissen Natürlichkeit entbehrt.

Entsprechend ist es für mich als Teil einer Minderheit, die die homosexuell orientierten Mitbürger auch heute weiterhin verkörpern, eine Selbstverständlichkeit an Solidarität, dass ich die Relevanz der heterosexuellen Ehe als für die Gesellschaft unverzichtbares Exempel und lebensnotwendigen Bestandteil der Zukunft mit gewissen Vorteilen fördere.

Damit geht keine Minderung der Wertigkeit schwul-lesbischer Gefühle einher, die ohnehin nicht staatlich klassifiziert werden können. Und auch darüber hinaus ergibt sich durch eine Betonung der Einzigartigkeit des Miteinanders aus Mann und Frau kein gesetzmäßiger Nachrang, da Homosexuellen die universellen Menschenrechte nicht vorenthalten werden. Eine Akzentuierung durch eine Zuordnung eines außerordentlichen Status ist dagegen in unserem Grundgesetz gängig und so lange als legitim anzusehen, wie keine Ungleichbehandlung des Individuums in seiner Redlichkeit erfolgt.

Entsprechend scheint es nicht nur eine beabsichtigte und strategische Vermischung von Definitionen, wenn der Bundesrat mit dem Anspruch zur Einführung der „Homo-Ehe“ die Diskriminierung von Menschen aufgrund deren „sexuellen Identität“ vermindern will. Sie soll offenbar darüber täuschen, dass eine Ausweitung des Ehe-Begriffs eben keine automatische Garantie auf verfassungsgemäße Rechtfertigung erfahren kann, weil Anforderungen auf Basis der „sexuellen Orientierung“ nicht selbstverständlich aus unserem Grundgesetz abzuleiten sind.

Insofern fordere ich Sie auf, den Gesetzentwurf richtig zu stellen und etwaige Verunsicherungen, die durch die ambivalente Nutzung der Formulierungen in Ihrem Papier entstehen können.

Dennis Riehle, Martin-Schleyer-Str. 27 in 78465 Konstanz
Webpräsenz: http://www.Dennis-Riehle.de


Kritik an Lobbyarbeit der „schwul-lesbischen Bewegung“ aus Sicht eines Homosexuellen

Dennis Riehle, Martin-Schleyer-Str. 27 in 78465 KonstanzRiehle, Dennis_5

OFFENER BRIEF vom 6.6.2015 an das Staatsministerium in Baden-Württemberg

Sehr geehrter Herr Ministerpräsident,

zu Beginn meiner Ausführungen möchte ich festhalten, dass ich mich selbst als homosexuell bezeichne – um damit etwaigen Entgegenhaltungen vorzugreifen, ich wisse nicht, wovon ich spreche.

In der laufenden Legislaturperiode hat die grün-rote Landesregierung ganz erhebliche Bemühungen angestrengt, um die Gleichstellung homo-, bi- und transsexueller Menschen in Baden-Württemberg voranzubringen.

Ihr wesentlicher Schwerpunkt lag dabei u. a. auf der Schulpolitik – nicht zuletzt der umstrittene „Bildungsplan“, der sich für die Thematisierung sexueller Vielfalt im Unterricht und den Lehrmaterialien sowie ein insgesamt toleranteres Klima einsetzt, belegen dies eindeutig. IMG_1061

Auch aktuell steht das Land mit anderen ganz vorne, um einen Antrag an den Bundesrat zu formulieren. Denn dieser Tage befinden wir uns noch immer unter dem Eindruck der Bürgerinnen und Bürger in Irland, die sich in einer Volksabstimmung für die Einführung der gleichgeschlechtlichen Ehe ausgesprochen haben.

Wie Sie in Ihrer Eingabe an die Ländervertretung fordern, soll diese nun auch in der Bundesrepublik umgesetzt werden.

Um allen gegenteiligen Mutmaßungen vorzubeugen: Menschenrechte sind nicht verhandelbar, beschränkbar oder teilbar. Daher ist für mich unumstritten: Die sexuelle Orientierung eines Jeden genießt umfänglichen Respekt, Würde und Anerkennung.

Wer in der derzeitigen Debatte mit anderslautenden Meinungen versucht, Stimmung zu erzeugen, kann sich meiner Unterstützung nicht gewiss sein. Denn bei allem Diskurs verhandeln wir nicht um die Integrität des Individuums mit seinen grundlegenden Rechten auf Selbstbestimmung. Daran gibt es nichts zu deuteln; dort endet der Spielraum einer jeden demokratischen Debatte.

Würdigung der klassischen Ehe im GG

Ich möchte meine Argumentation auf eine andere Ebene lenken: Verdeutlicht man sich die Gedanken, die sich die Verfasser des Grundgesetzes gemacht haben, bleibt aus meiner Sicht die Würdigung der „klassischen“ Ehe im Punkt des Artikels 6 ein Anliegen, das zwar nicht direkt unter der „Ewigkeitsklausel“ verankert ist, aber dennoch auch einer modernen, den „Zeitgeist“ überlebenden Phase trotzt. 

Gemälde: Evita GründlerDie Bindung zwischen Mann und Frau scheint mir nicht nur aus sexueller (und damit gleichsam natürlicher) Sicht als eine einzigartige und hervorgehobene Harmonie privilegiert, sondern bleibt wohl auch die mehrheitliche Form des Zusammenlebens. Entsprechend brauche ich weder eine biblische noch andere moralische Grundlagen, um zu erkennen:

Die Beschaffenheit der unterschiedlichen Geschlechter deutet auf ein besonderes Korrelat hin, schließlich krönt sich die heterosexuelle Ergänzung zweier Menschen abschließend auch in der Möglichkeit, Nachwuchs zu zeugen.

Das ist zwar allesamt kein Grund, das gleichgeschlechtliche Miteinander abzuwerten – aber nicht jede Würdigung einer bestimmten Konstellation bedeutet gleichzeitig auch eine Diskriminierung anderer.

Heterosexuelle Verbindung überwiegt

Obwohl  –  oder vielleicht auch gerade weil  –  ich homosexuell empfinde, gehört es für mich zu einer Selbstverständlichkeit, die heterosexuelle Verbindung als diejenige zu betrachten, die das Pendant darstellt, welches auch in der Evolution aus offenbar überdachtem Grunde überwiegt.

Wir müssen nicht nur auf sexuelle Praktiken blicken, die uns offenbaren: Zwischen Mann und Frau schmiegt sich ein Arrangement, das füreinander geschaffen scheint. Auch dies wiederum bedeutet nicht, dass man andere Formen der menschlichen Verknüpfung geringer schätzen sollte. Doch mir bleibt in der derzeitigen Debatte unerschlossen, weshalb eine offenkundige Synthese nicht auch weiterhin den exklusiven Schutz genießen soll. paragraph_300x3001

Und sei es nur symbolisch: Die Hervorhebung der heterosexuellen Ehe muss auch fortan legitim sein – und eben nicht nur, weil sie Garant für die Fortentwicklung der Menschheit ist, sondern sich in ihrer gegenseitigen Fügung idealtypisch abhebt.

Nein, homosexuelle Beziehungen sind keinesfalls unnormal. Es bleibt ohne Frage: Liebe ist nicht begrenzt. Sie funktioniert zwischen uns allen – und keine Form kann höher bewertet werden als die andere. Doch ich denke, in den öffentlichen Erörterungen vermengen wir so Manches.

Besonderer Rechtsschutz der heterosexuellen Ehe

Es geht um die staatliche Förderung, um den besonderen Rechtsschutz der heterosexuellen Ehe, nicht um die gesellschaftliche Anerkennung der homosexuellen Liebe. Letztere ist von der politischen Auseinandersetzung völlig unberührt, da niemandem zusteht, sie zu erniedrigen.

Mein Appell, die verschiedengeschlechtliche Ehe auch weiterhin unter exemplarische Obhut der Verfassung zu stellen, bedeutet gleichsam nicht, dass es keiner Änderungen in verschiedenen juristischen Fragestellungen bedürfe. Denn es ist richtig: Dort, wo Menschen füreinander Verantwortung übernehmen, müssen sie unterstützt werden. BILD0222

Daher ist die Fortentwicklung der begonnenen Zusprechung von mehr Anrechten und Pflichten der eingetragenen Lebenspartnerschaften zu begrüßen. Auch die grundgesetzlich ebenso behütete Familie kann aus meiner Sicht durchaus gleichsam außerhalb des bisherigen Bildes gelebt werden. 

Ob damit auch die Notwendigkeit der Zuerkennung vollständiger Adoptionsrechte für beide gleichgeschlechtlichen Partner abzuleiten ist, wage ich unter dem Umstand, dass die Zahl der zur Adoption bereit stehenden Kinder weit unter der liegt, die adoptieren möchte, allerdings zu bezweifeln.

Die Studienlage gibt mehrheitlich die Einschätzung her, wonach das Aufwachsen in einer homosexuellen Beziehung keinerlei negative Folgen für die Kleinen bedeutet. Untersuchungen zeigen aber auch, dass es einerseits Probleme gibt, den Zustand der sozialen Elternschaft durch zwei gleichgeschlechtliche Partner auf den der biologischen zu normieren (womit das Modell der „Patchwork“-Familie unberührt bleibt).

Grundbedürfnisse von Kindern berücksichtigen

Dies liegt nicht an äußeren Faktoren, wie vielfach vermutet, also nicht an Ausgrenzungstendenzen dieser Kinder durch das gesellschaftliche Umfeld. Viel eher bleiben verschiedene Grundbedürfnisse unbefriedigt, da ein entsprechend höherer Bedarf an Orientierung im frühen Alter Startchancen verzerrt.

Fasst man meine Ausführung jedoch zusammen, braucht es nach meiner Auffassung im Sinne der wechselseitigen Übernahme von Pflichtgefühlen sowohl in steuerlichen, aber auch in bürgerlichen und sonstigen Rechten eine Besserstellung der gleichgeschlechtlichen Partnerschaft gegenüber Singles. IMG_1228 - Kopie

Auch Bindungen, in denen Kinder erzogen werden, haben Anspruch auf Vorzüge – entsprechend muss dies dann allerdings gleichwertig für unverheiratete und „neu zusammengesetzte“ heterosexuelle Paare gelten, denn es geht hierbei in erster Linie um die Kinder, weniger um ihre „Eltern“ (in welcher Definition auch immer).

Unbestritten bleibt für mich jedoch, dass es einer übergeordneten Privilegierung von Müttern und Vätern bedarf, die Nachwuchs selbst zeugen.

Wiederum bedeutet solch ein Schritt keinerlei Verurteilung von Alleinlebenden (zu denen ich selbst gehöre) oder kinderlosen Paaren (die oftmals vollkommen unfreiwillig auf Nachwuchs verzichten müssen); aber im Blick auf die Nachhaltigkeit unseren gesellschaftlichen Fortbestand und seine demografische Versorgung gehört es nach meinem Verständnis zur Normalität, denjenigen ausdrücklichen Dank in Form von öffentlicher Protektion zuzugestehen, die Kinder zur Welt bringen.

Wir sollten uns vergegenwärtigen, dass spezifische Rechtsvorteile für bestimmte Personenkreise keine Diskriminierungen nach sich ziehen, solange es um einen Mehrwert geht, der keine existenziellen Nachteile für den Rest bedeutet.

Entsprechend irritiert mich auch die stetig neu angebrachte Empörung von Interessenvertretern, die fortlaufend???????????????????????????????????????????????????????????? „mehr Rechte“ für Homosexuelle einfordern.

Lobbyisten nutzen Forderungen teils als Machtinstrument

Beobachte ich heute die Aktivitäten dieser Lobbyisten, die sich nach ihren Worten für Schwule, Lesben, Transsexuelle u.a. einsetzen (und in deren Verbänden auch ich temporär mitgewirkt habe) und zu ihrem selbst ernannten Sprachrohr erheben, ereilt mich oftmals der Eindruck, wonach die von dort gewollten Ansprüche nicht in erster Linie für das Wohl der repräsentierten Klientel stehen, sondern als Machtinstrument in der politischen und gesellschaftlichen Auseinandersetzung.

Es ist insgesamt fragwürdig, wenn das stetige Formulieren neuer und weitreichender Zugeständnisse den Beigeschmack erhält, Homosexuelle u.a. wollten weitergehende Berechtigungen erhalten als andere Mitbürger. In Deutschland gibt es zweifelsohne auch heute Stigmatisierung von Menschen abseits der heterosexuellen Orientierung, auch bei „anderen“ sexuellen Neigungen und Identitäten bleibt noch viel Bedarf an Abbau von Barrieren in den Köpfen der Bevölkerung und mancher Politiker.

Menschenrechte Homosexueller sind in Deutschland anerkannt

Insgesamt kann ich aber nicht erkennen, dass in der Bundesrepublik die als elementar zu definierenden Menschenrechte von Homosexuellen u.a. beschnitten werden.

Ich komme hier auf meine obigen Ausführungen zurück: Dem Grundgesetz entnehmen wir ein eindeutiges Verbot an Benachteiligung – dies schließt gemäß meiner Auffassung aber nicht aus, dass wir bestimmten menschlichen Verbindungen eine herausragende Ehrung aussprechen.

Wir verringern dabei nicht den Wert Homosexueller o.a., sondern gestehen über den Mindestanspruch an Rechten für jeden Bürger hinaus eine Begünstigung ein, wie sie auch andere Personengruppen in verschiedenen Gesetzesbereichen selbstverständlich ist. 0022

Unter genannten Klarstellungen sorge ich mich folglich darüber, dass sich auch in der Arbeit der Landesregierung für den Beobachter nicht selten der Eindruck eröffnet, wonach sich verantwortliche Minister und Funktionsträger von der sogenannten „Schwulen- und Lesben-Bewegung“ treiben lassen.

Mit der Keule der „Toleranz“, mit der Drohung, bei kritischem Hinterfragen von mancher Forderung als verächtlich oder inhuman gebrandmarkt zu werden, wird ein Druck aufgebaut, der weit über die aus meiner Perspektive zulässige Lobbyarbeit hinaus geht.

In einem demokratischen und vielschichtigen Miteinander braucht es die Vertretung von Interessen von Minderheiten – aber gleichsam auch den Schutz vor einem Diktat der Weltanschauungen.

Nicht selten erleben wir Homosexualität u.a. in der Außendarstellung als „bunt“ oder „offen“. Dass das legitime und zu unterstützende Bemühen von Interessenverbänden, pluralistische sexuelle Orientierungen als Teil unseres Miteinanders nahbar zu machen, scheitert jedoch immer wieder daran, dass gängige Ressentiments durch eigene Verhaltensweisen gar zusätzlich untermauert werden.

Intoleranz innerhalb der homosexuellen „Szene“

Selbstverständlich kann dies nicht für alle Homosexuellen u.a. angenommen werden – aber der oberflächliche Körperkult, eine Form der Arroganz und der überstrapazierten Selbstwahrnehmung in alleinigem Blick auf sexuelle Leistungsfähigkeit und physisches Aussehen tragen unmissverständlich zu einer Intoleranz innerhalb der homosexuellen „Szene“ bei, denn Respekt und Zuwendung von Würde wird vielen Schwulen und Lesben unter „ihresgleichen“ nur unter dem Maßstab der optischen Perfektion und sexuellen Ausdauerfähigkeit zuteil.

Foto: E. GründlerDass viele Interessenvertreter darüber hinaus vehement daran festhalten, die Segregation in nahezu einer eigenen Parallelwelt fortzuführen, zeigt, dass nicht nur meine Erlebnisse fast schon als strategisch zu betrachten sind: „Du musst weiterhin auf die Tränendrüse drücken. Es geht uns in Deutschland gut. Aber wenn wir mehr wollen, sollten wir auch künftig die Opferrolle einnehmen“, ist mir noch immer eine Aussage eines Aktivisten im Ohr.

Wenn eine Stilisierung und Inszenierung eines Mythos‘ zur Durchsetzung persönlicher Profite missbraucht wird, verliert die Mehrheit in unserem Land zu Recht das Vertrauen in diejenigen, die auf CSD-Kundgebungen bis heute plakatieren, Mitte der Gesellschaft sein zu wollen.

Die ehem. Demonstration, die von der „Christopher Street“ ausging, ist zum Sinnbild dessen geworden, dass Schwule und Lesben weit verbreitete Vorurteile gegenüber ihrer Gruppe noch bestätigen.

Show-Elemente in CSD-Kundgebungen sind kontraproduktiv

Mich wundert tatsächlich nicht, dass die immer öfter dargestellte Ekstase auf solchen Veranstaltungen auf viele Bürger abstoßend wirkt. Wer die „homosexuelle Welt“ auf „Show“ reduziert, macht sich mitverantwortlich am Scheitern ihrer Integration in das bürgerliche Zentrum.

Denn die tatsächliche notwendige Bemühung Schwuler und Lesben zu diesem wechselseitigen Prozedere wird durch bewusste, aber wohl eher wenig Erfolg versprechende Provokation missbraucht und die Möglichkeit ausgelassen, sich als überzeugter Gesprächspartner für politische und gesellschaftliche Dialoge zu positionieren. 

Foto: K. RuprechtManchmal bleibt bei mir die Frage, ob die schwul-lesbische Interessenvertretung überhaupt darauf abzielt, Teil des Miteinanders in unserem Land zu werden – oder ob der Wille nach eigener Wichtigkeit die ewige Rolle in „Opposition“ erklärt.

Nach Jahren der versuchten Balance in Umgang und Offenbarung von sexueller Freizügigkeit gerät unsere westliche Gesellschaft nach meiner Wahrnehmung erneut in Gefahr, diese neuerlich allein unter den Aspekt von „Spaß“, „Grenzenlosigkeit“ und „Abwechslung“ zu stellen. Nahezu dem Leistungsprinzip entsprechend, wird nicht mehr Qualität, sondern Quantität propagiert.

Keine gelenkte Frühsexualisierung von Schülern

Empören wir uns (zu Recht!) immer wieder über ein ausuferndes Maß an Gleichgültigkeit gegenüber Pornografie, wollen wir am besten schon in der Grundschule damit beginnen, Kindern die verschiedenen Sexualpraktiken nahe zu bringen.

Aufklärungsunterrichte können kaum noch früh genug beginnen, manche Organisationen haben gerade im Rahmen des „Bildungsplanes“ für Baden-Württemberg bereits Handreichungen formuliert, die Kindern in der Pubertät die Heterosexualität schlecht reden sollen.

Müssen wir tatsächlich die Entwicklung unserer Kleinsten derart lenken, beeinflussen und beschneiden? Trauen wir ihnen nicht zu, eigene Erfahrungen zu sammeln, um sich in ihrem Prozess der persönlichen Reifung selbstständig sexuell zu orientieren?????????

Auch wenn der Einwand, Kinder könnten unter Anbetracht vorgelebter und propagierter Homosexualität diese auch für sich annehmen (Gerüchte wie „Schwulsein ist ansteckend!“ sind hierfür Ausschlag gebend und müssen mit aller Entschiedenheit verurteilt werden), als vollkommen inakzeptabel zurückzuweisen ist, braucht es gerade in einer objektiven Erziehung das Abbilden von Wirklichkeiten – wozu eben auch der Umstand gehört, dass Homosexuelle weiterhin in einer Minderheit sind, die weder benachteiligt, aber eben auch nicht künstlich aufgewertet werden darf.

Manche Schwulen und Lesben hadern mit ihrer Homosexualität

Wir sind glücklicherweise in der überwiegenden Mehrheit der Gesellschaft so weit, dass wir die unerträgliche Einordnung der Homosexualität u.a. sexueller Orientierungen und Neigungen als „krankhaft“ überwunden haben. Gleichsam will ich aber nicht verschweigen, dass aus meiner eigenen Beratungstätigkeit die subjektive Empfindung erwächst, wonach nicht wenige Schwule und Lesben mit ihrer Homosexualität hadern.

Im Gegensatz zu weitreichenden Darstellungen – auch der Interessenvertreter – ist dieser Umstand eben häufig nicht auf eine gesellschaftliche Diskriminierung zurückzuführen, sondern darauf, sich in der „schwulen und lesbischen Szene“ unwohl zu fühlen, Sehnsucht nach einem Kinderwunsch zu entwickeln oder einer unstrittig in den homosexuellen Kreisen ausgeprägten Verrohung beziehungsweise leichtsinnigen Auslebung des Sexualverhaltens zu entfliehen.

Nachweislich sind also weniger die exogenen als vielmehr die endogenen Faktoren treibende Kraft für die oftmals bis zu psychischen Problemen führenden Unzufriedenheiten von manch Schwulen und Lesben ursächlich. Viele Lobbyisten tragen durch ein vorzeitiges Einklassifizieren seelischer Nöte von Homosexuellen dazu bei, dass der Zugang zu Psychotherapie oder Beratung für die Betroffenen erschwert wird. Trost spenden

Es ist nahezu unverantwortlich, wenn Menschen eingeredet wird, man würde als Schwuler oder Lesbe in ärztlicher oder therapeutischer Behandlung zwingend einen Versuch der „Umpolung“ erfahren und die „Schuld“ für den Gemütszustand liege ausschließlich an der Umwelt, die ausgrenzt und stigmatisiert.

Zweifelsohne gibt es auch heute noch Mediziner und Therapeuten, die Verfahren wie die Konversionstherapie praktizieren. Die Politik, aber auch die Internationale Klassifikation der Krankheiten (ICD-10) lässt allerdings immer seltener Spielräume, solche Formen der Behandlung abzurechnen, noch sie breitflächig zu implizieren. Dort, wo dies dennoch geschieht, muss von Berufskammern eindeutig durchgegriffen werden. Was diese Ausreißer aus der allgemein gültigen Übereinkunft der Wissenschaft betrifft, darf es keine Nachsicht geben.

Homosexuellen bei inneren Konflikten Therapie nicht verweigern

Gleichzeitig wäre es aber fatal, solche Fälle als Argumentationsgrundlage zu verwenden, um homosexuellen u.a. Menschen mit inneren Konflikten therapeutische Hilfe zu verweigern. Der Wunsch nach Veränderung hat oftmals komplexe tiefenpsychologische Gründe, denen sensibel und ernsthaft nachgegangen werden muss.

Dabei gilt – wie bei allen Formen von Beratung, Seelsorge oder Therapie – das Gebot der Ergebnisoffenheit. Entsprechend ist keinesfalls das Ziel einer „Rückkehr zur Heterosexualität“ verbreitet, wie es von Lobbyisten nicht selten bestimmten Kreisen der Psychotherapeuten vorgeworfen wird. Viel eher ist zu hinterfragen, welche Hürden im Wege stehen, um sich selbst und seine eigene sexuelle Orientierung anzunehmen. Dieser Prozess muss im Zweifel einer fachkundigen Begleitung geöffnet bleiben. 

Foto: KOMM-MIT-VerlagIm Übrigen halte ich von der Theorie einer „umkehrbaren Homosexualität“ wenig, da ich endokrine, psychologische und soziale Konstellationen für die Ausprägung der sexuellen Orientierung eines Menschen ursächlich sehe. Eine daraus geformte Persönlichkeit ist nach meinem Verständnis nicht ohne unzulässigen Druck veränderbar – es entspräche auch nicht dem bereits genannten grundgesetzlichen Gebot der Souveränität eines Jeden, sich von außen an ihr „auszuprobieren“.

Anderslautende Meinungen, die oftmals auch auf Botschaften religiöser Schriften beruhen, sind für mich nicht nur als Humanisten, sondern auch im Verständnis der Bibel u.a., nicht gedeckt. Für den Nachweis, dass entsprechende Textstellen über Homosexualität u.a. eine solche eben nicht als beugbare „Sünde“ einordnen, braucht es nicht einmal das Liebesgebot aus 1. Johannes 4, 16. Es reicht ein Blick in die ursprünglichen Originale, die den Zusammenhang belegen, wonach lediglich das unverantwortliche, leichtsinnige und pädophile Ausleben der Sexualität (egal, welcher Zusammensetzung) ein „Gräuel“ darstellt.

Zusammenfassend ermutige ich Sie: Reflektieren Sie stets die auf Sie zugetragenen Forderungen von Interessenvertretern und versuchen Sie, politische Entscheidungen aus einer Metaebene zu bewerten und zu treffen. Bleiben Sie offen für dialogisch vorgebrachte Standpunkte. Und würdigen Sie Argumente aller Beteiligten.

Ich verbleibe mit Dank für Ihre Aufmerksamkeit und bestem Gruß

Dennis Riehle

Berufliche Hompage: http://www.beratung-riehle.de/Dennis-Riehle

Fotos:Dennis Riehle, Archiv, Evita Gründler (Gemälde)


Staatliche Erziehungspolitik unter der Fahne des Regenbogens

Mathias von Gersdorff

Die Leiterin der Antidiskriminierungsstelle des Bundes, Christine Lüders, hat sich durch einen Gastbeitrag in der Süddeutschen Zeitung vom 11./12. Januar 2014 in die Debatte rund um die Petition „Kein Bildungsplan unter der Ideologie des Regenbogens“ in Baden-Württemberg eingeschaltet.  030

Es ist bemerkenswert, daß jemand aus dem Bund sich in eine Angelegenheit einmischt, die ausschließlich Ländersache ist. In Erziehungsfragen hat der Bund nichts zu melden, doch das soll hier nicht weiter thematisiert werden.

Für Lüders ist die Sache klar: Die baden-württembergische Landesregierung strebt die Weitergabe von „vorurteilsfreien Informationen über alle sexuellen Orientierungen“ an die Schüler an. Die Petition gegen dieses Ansinnen der grün-roten Landesregierung ist statt dessen „verharmlosend und gefährlich“. Immerhin vermeidet Lüders die üblichen Totschlagwörter wie „fundamentalistisch“ oder „homophob“.

Christine Lüders zeichnet in ihrem Aufsatz ein deprimierendes Bild von LGBT-Schülern; diese seien Angst, Isolation und Diskriminierung ausgesetzt. Gegen diese Situation müsse die Schule etwas unternehmen, denn: „Schule ist der Ort, an dem Schülerinnen und Schüler die Gelegenheit bekommen müssen, Stereotypen, Vorurteile und Ressentiments zu überdenken. Dies gerade in einer Lebensphase, in der sie Identitäten suchen und entdecken.“

Indoktrination statt Information

Spätestens hier sollte klar sein, daß es für die Leiterin der Antidiskriminierungsstelle des Bundes eben nicht nur um die Vermittlung von harmlosen „vorurteilsfreien Informationen“ an die Schüler geht, sondern eben doch um Indoktrination. Sie bestätigt im Grunde den Vorwurf des Petenten Gabriel Stängle. 159481-3x2-teaser296

Nach christlicher, insbesondere nach katholischer Auffassung, sind die Eltern die ersten Erziehungsberechtigten des Kindes. Das gilt besonders bezüglich Glaube und Moral. Die menschliche Sexualität fällt auch in diesen Bereich, denn nach christlichem Verständnis darf und kann dieses Thema erzieherisch nicht frei von moralischen Werten vermittelt werden.

Selbst eine Sexualerziehung, die sich „nur“ auf die biologischen Sachverhalte beschränkt, setzt im Grunde eine moralische Grundeinstellung voraus, und sei es auch eine liberale oder libertäre.

Lüders gibt dieser Ansicht recht. Sie behauptet nämlich, die Kinder und Jugendlichen kämen mit angeblich „Stereotypen, Vorurteilen und Ressentiments“ zur Schule. Wo aber haben die Kinder diese Einstellung erworben?  – Das kann zuerst nur das Elternhaus sein. Die Eltern vermitteln für Lüders eben eine falsche Ansicht über Sexualität und sexuelle Orientierungen.

Aus diesem Grunde muß die Schule, sprich der Staat, korrigierend einwirken, so Lüders. So wie sie es darstellt, besteht ein Konflikt zwischen den Interessen und den Ansichten des Staates und denen der Eltern.

Keine Toleranz für Eltern?

Egal, wie man ideologisch oder religiös zu dieser Frage steht, wird klar: Bei Inhalten wie Sexualerziehung, sexuelle Orientierung, Bewertung von Homosexualität, Transsexualität usw. gibt es keine „vorurteilsfreie Weitergabe von Information“ in den Schulen. Immer werden eine Moral, eine Anthropologie, ein Wertesystem, eine Staatsauffassung vorausgesetzt.

Den Sachverhalt begreift man besser, wenn man ihn aus der Sicht der Eltern betrachtet, die unter keinen Umständen wollen, daß ihre Kinder von der Schule Sexualerziehung oder „Toleranzerziehung für Homosexualität“ erhalten.

Manche dieser Eltern sind sogar bereit, aus Deutschland auszuwandern, um ihren Kindern diese Erziehung zu ersparen. Manche sind schon im Gefängnis gelandet oder mußten Geldbußen zahlen, weil sie die hiesige Schulpflicht verletzt haben.

Wo bleibt die religiöse Selbstbestimmung?

An Frau Lüders könnte man die Frage richten: Wo bleibt die Toleranz für diese Eltern? Wo bleibt der Respekt für ihre religiöse Orientierung? Wo bleibt die religiöse Selbstbestimmung? Warum gibt es keinen Unterricht zur „Akzeptanz religiöser Vielfalt“?

Soll doch jede Schule selber entscheiden!

In Deutschland führen die hier behandelten Themen regelmäßig zu Konflikten, weil bei uns eine besonders radikale Form der Schulpflicht herrscht. Überall sonst in Europa haben die Eltern weitaus mehr Freiräume. Selbst das zentralistische Frankreich erlaubt Homeschooling.

Die gegenwärtige Debatte um die Petition „Kein Bildungsplan unter der Ideologie des Regenbogens“ ist deshalb so heftig, weil bei uns eine Entweder-Oder-Politik herrscht. Weil viele unserer Politiker den Eltern mißtrauen, soll der Staat für alle Schulen und alle Schüler verbindlich festlegen, wie die hier besprochenen Inhalte im Unterricht behandelt werden sollen.

Warum schlägt Christine Lüders, die Toleranz für so wichtig hält, nicht besser vor, jede Schule solle selber entscheiden, ob sie LGBT-Unterricht anbietet und die Eltern sollen selber entscheiden, ob ihre Kinder daran teilnehmen?

Warum keine Wahlfreiheit bei Schulen?

Wenn die Erziehung zur „Akzeptanz sexueller Vielfalt“ so erwünscht ist, wie die Befürworter das behaupten, würden manche Schulen sogar damit werben, daß bei ihnen LGBT-Themen Schwerpunkt sind. Eltern und Kinder, die solche Themen wichtig finden, würden sich gerne für solche Schulen entscheiden, während andere lieber christliche, jüdische, muslimische oder sonstige Schulen besuchen würden.

Doch jeder weiß, daß solche Vorschläge niemals aus dem Mund linksorientierter Politiker kommen werden, denn sie wollen keine Wahlfreiheit, sie wollen Gesellschaftspolitik unter der Fahne des Regenbogens betreiben.

Aus diesem Grund ist die Petition „Kein Bildungsplan unter der Ideologie des Regenbogens“ mehr als berechtigt.

Mathias von Gersdorff ist kath. Publizist und Leiter der Frankfurter Aktion „Kinder in Gefahr“

Erstveröffentlichung des Beitrags in der Wochenzeitung „Junge Freiheit“: http://www.jungefreieit.de