Linksprotestantische Pfarrer präsentierten Kindesmißbrauch als „fortschrittlich“

Einzelne nordelbische Pfarrer versteckten den sexuellen Mißbrauch von Minderjährigen in den siebziger und achtziger Jahren hinter einer „Maske von Fortschrittlichkeit und Liberalität“. Oft hätten sie Hemmschwellen der Jugendlichen mit Alkohol abgebaut und Konflikte mit den Eltern geschürt, um ihre Umtriebe zu verbergen.

So sei eine Atmosphäre geschaffen worden, in der sexuelle Kontakte mit Seelsorgern als normal erschienen, berichtete jetzt der Hamburger Erziehungswissenschaftler Dirk Bange.

Er gehört einer unabhängigen Expertenkommission an, welche die ev. Nordkirche im vorigen Jahr zur Aufarbeitung der Mißbrauchsfälle in der Kirchengemeinde von Ahrensburg bei Hamburg eingesetzt hatte.

Die Expertenkommission, die Gespräche mit Betroffenen geführt hat, bestätigt die Missbrauchsfälle. Außerdem deckte sie Mängel bei der Kirchenaufsicht auf. Es habe u.a. an einer klaren Regelung gemangelt, die sexuelle Kontakte untersage, so Bange. Inzwischen hat sich die ev. Kirche zu einer schonungslosen Aufarbeitung verpflichtet.

Quelle: http://www.idea.de