Kinderschützer protestieren: Will die UNO das umstrittene „Kinsey Institute“ hofieren?

Mathias von Gersdorff

Demnächst wird der „Wirtschafts- und Sozialrat der Vereinten Nationen“ (Economic and Social Council, ECOSOC) über eine Angelegenheit beraten, die seit Monaten viele Familienverbände in den USA, Kroatien und einigen weiteren Ländern in Wallung bringt: Das „Kinsey Institute“ in Bloomington/Indiana soll einen speziellen Beraterstatus in diesem UN-Rat erhalten. 

M. von Gersdorff

M. von Gersdorff

Dies wäre zweifellos eine wichtige Auszeichnung für das Institut. Zudem würde sich ihm der Weg ebnen, verstärkt international zu wirken. Bislang war das Institut vor allem in den Vereinigten Staaten tätig.

Das „Kinsey Institute“ ist wegen seiner ultraliberalen Auffassung von Sexualität, aber vor allem wegen seines Gründers, Alfred Kinsey, sehr umstritten. Dieser prägte die Idee, der Mensch sei von Geburt an ein „sexuelles Wesen“.

Manipulation durch nicht-repräsentative Studien

Alfred Kinsey gründete seine Einrichtung, um empirischen Studien über das Sexualleben der US-amerikanischen Bevölkerung durchzuführen. Er und sein Team führten lange Gespräche mit zehntausenden Personen auf der Basis eines Katalogs mit 300 bis 500 Fragen. Die Teilnehmer stellten keine repräsentative Stichprobe der Bevölkerung dar. Überdurchschnittlich viele Prostituierte, Homosexuelle und Gefangene wurden befragt.

Die mangelhafte methodische Qualität interessierte Kinsey nicht. Er wollte auf der Basis irgendwelcher empirischer Daten behaupten können, das tatsächliche Sexualverhalten der Menschen hätte nichts mit den herrschenden ethischen Normen zu tun.

Die gesammelten Informationen wurden der Öffentlichkeit in zwei Büchern vorgestellt. 1948 erschien „Das sexuelle Verhalten des Mannes“ und 1953 „Das sexuelle Verhalten der Frau“. Die dicken Wälzer schrieb Kinsey in einer trockenen Sprache, um dem Ganzen einen wissenschaftlichen Anstrich zu verleihen.

„Tabelle 34“ offenbart sexuellen Mißbrauch von Säuglingen

Weder die haarsträubenden Erhebungsmethoden noch die Proteste, die sofort nach Erscheinen einsetzten, hinderten die Klatschpresse daran, exzessiv und mit vielen Zitaten über den „Kinsey-Report“ zu berichten.   DSC06370

Kinseys Bücher waren im Grunde nichts anderes als ein Vorwand, um eine weltweite Medienkampagne zu starten. Ob sie die Realität wiedergaben oder nicht, war für die Presse meist unerheblich.

Damals wurden die Schranken der Berichterstattung über Sexualität aufgehoben. Das intime Leben wurde vor der Öffentlichkeit enthüllt. Erotik wurde zu einem Standartthema in Illustrierten und sonstigen Klatschblättern.

Die Kritik an Kinsey und seinen beiden Bücher fokussiert sich heute vor allem auf die sog. „Tabelle 34“ in  dem Band „Das sexuelle Verhalten des Mannes“. Dort wurde das Sexualleben von fünf Monate alten Säuglingen und Kindern bis 14 Jahre statistisch erfaßt.

Konkret: Zu wievielen Orgasmen in welchem Zeitraum diese Säuglinge und Kinder angeblich fähig gewesen seien. Solche „Erkenntnisse“ konnten man nur durch den Mißbrauch von Kindern durch Erwachsene erhalten.

Judith Reismann klärte über Kinsey auf

Schärfste lebende Kritikerin Kinseys ist Judith Reismann. In ihrem Buch „Crimes and Consequences“ schreibt sie:

Kinsey hielt Pädophile in den USA und im Ausland dazu an, Kinder zu mißbrauchen. Er forderte sie dazu auf, Säuglinge und Kinder sexuell zu mißbrauchen, weil er dadurch zu seinen Daten über angeblich normale ‘Kindersexualität’ kommen konnte. Insgesamt handelte es sich dabei um zwischen 317 und 2035 Kinder und Säuglinge.“ (Übersetzung durch„Deutsches Institut für Jugend und Familie“)

Im Jahr 2013 unterstütze Judith Reismann eine groß angelegte und erfolgreiche Kampagne in Kroatien gegen die Einführung eines äußerst liberalen Sexualkundeprogramms, das vom Kinsey-Institute-Absolventen Aleksandar Stulhofer entworfen wurde. Entsprechend den Vorstellungen Alfred Kinseys sah das Programm die sexuelle Unterweisung von Kindern ab dem ersten Schuljahr vor. Die Proteste zwangen die linke Regierung, das Programm zu streichen.

Die US-amerikanische Psychiaterin Miriam Grossmann beschreibt in ihrem Buch „You’re teaching my child what?“ Alfred Kinsey als einen Mann mit starken Persönlichkeitsstörungen und sexuellen Obsessionen. Diese hätten maßgeblich seine Studien geprägt.

Frühsexualisierung mit „wissenschaftlichem“ Anstrich

Applaus erntete Kinsey stets von Persönlichkeiten und Organisationen, die sich öffentlich für eine emanzipatorische bzw. revolutionäre Auffassung von Sexualität à la 1968er-Revolte einsetzten. sexuelle_revolution-klein

Insbesondere die heutigen Bemühungen, vielerorts schon im Kindergarten oder in der Grundschule Kinder mit sexuellen Inhalten zu konfrontieren  –  wie es beispielsweise im baden-württembergischen „Bildungsplan 2015“ vorgesehen ist  –  gehen auf ihn zurück.

Diese Tatsache ist der Hauptgrund für die Empörung über die mögliche Anerkennung des Kinsey-Instituts als Berater von ECOSOC. Das Institut wurde nicht nur von Kinsey gegründet, es bekennt sich ausdrücklich zu seinem Werk.

Sollte das „Kinsey-Institut“ Berater mit besonderem Status am ECOSOC werden, kann man sich vorstellen, welche Prägung die ohnehin schon liberalen Sexualkunde- und Familienplanungsprogramme der Vereinten Nationen erhalten würden:

Die Sexualisierung der Kindheit  –  wissenschaftlich verbrämt  –  würde eine neue Dimension erreichen. Aus diesem Grund ist zu hoffen, daß Familien- und Kinderschützer die ECOSOC-Akkreditierung verhindern können.

Unser Autor Mathias von Gersdorff ist katholischer Publizist und Leiter der Frankfurter Aktion „Kinder in Gefahr“

Erstveröffentlichung des Beitrags in der Wochenzeitung „Junge Freiheit“


NetzwerkB kritisiert „Runden Tisch“ und staatliche Haltung gegenüber Betroffenen

Pressemitteilung der Initiative „netzwerkB“:

Der Missbrauchsbeauftragte der Bundesregierung, Johannes-Wilhelm Rörig, äußert sich am 29. April 2014 in Berlin zu seiner Agenda bis 2018.

Aus unserer Erfahrung heraus diente die Stelle des Bundesmissbrauchsbeauftragten nur dem Hinhalten der Betroffenenverbände, damit am „Runden Tisch Sexueller Kindesmissbrauch in Abhängigkeits- und Machtverhältnissen in privaten und öffentlichen Einrichtungen und im familiären Bereich“ die großen Täterorganisationen ihre Vorstellungen von einer täterfreundlichen Welt durchsetzen konnten. 

Wir halten die Ergebnisse des Runden Tisches für komplett unbrauchbar. Der “Fond sexueller Missbrauch” (http://netzwerkb.org/2013/06/20/der-murks-mit-der-hilfe/) hat zum Ziel, diejenigen Organisationen, die Täter beschäftigten und dies immer noch tun, aus ihrer Verantwortung zu entlasten.

Hierfür ist ein einmaliger Betrag vorgesehen, um Betroffenen Therapien zu gewähren, die von den gesetzlichen Krankenkassen nicht anerkannt sind. Es handelt sich also im wahrsten Sinne des Wortes um ein Placebo.

BILD: Titel der fundierten Buch-Dokumentation „Die mißbrauchte Republik“

Wir können die Länderregierungen, die sich daran nicht beteiligen vollumfänglich verstehen. Außer Spesen nichts gewesen!

Die frühere Familienministerin Christine Bergmann wurde von der Bundesregierung zur unabhängigen Beauftragten zur Aufarbeitung ernannt, mit einer Stimme und Sitz am Runden Tisch.

Im Dezember 2011 folgte ihr der Unterabteilungsleiter im Familienministerium, Johannes-Wilhelm Rörig, nach. Zwar hatte ihr Nachfolger keine Stimme und kein Sitz am Runden Tisch, wohl aber ein eigenes Budget, über das Rörig frei verfügen konnte.

Kritik am „Jour Fixe für Betroffene“

Davon veranstaltete er beispielsweise in regelmäßigen Abständen auch einen sog. “Jour Fixe für Betroffene”, für die man sich anmelden konnte und zu der man dann eingeladen wurde.

Vom Ablauf her sah es so aus, dass zuerst ein Überblick über den aktuellen Sachstand der Arbeit des Unabhängigen Beaufragten gegeben und anschließend darüber diskutiert wurde; ein Protokoll darüber wurde nicht angefertigt.prolifeusa

Nach einer Mittagspause mit kleinem Imbiss erfolgte dann ein Referat zu einem Thema, das der Unabhängige Beauftragte bestimmte; Betroffene hatten keine Möglichkeit, auf die Themenauswahl Einfluss zu nehmen, konnten also nicht ansprechen, was ihnen unter den Nägeln brennt.

Um 16 Uhr endete die Veranstaltung. Die Reisekosten wurden den Teinehmerinnen & Teilnehmern gem. Bundesreisekostengesetzt erstattet – so weit, so gut   –   aber jetzt kommt der Haken: “Voraussetzung für die Gewährung von Reisekosten war die ganztätige Teilnahme am Jour Fixe.” 

Man konnte also nicht einfach gehen, wenn einem etwas nicht gefiel, es sei denn, man wollte auf seinen, unter Umständen erheblichen, Fahrtkosten sitzen bleiben. Irgendwie erinnerte uns das an eine der kostenlosen Tagesausflüge per Bus, bei denen die Teilnahme an einer Verkaufsveranstaltung für Rheumadecken obligatorisch ist…

Sieht so der verantwortungsvolle Umgang mit unseren Steuergelder und uns als Betroffenen aus? Wollen wir uns das länger gefallen lassen, an derartigen Shows teilnehmen, uns als Statisten benutzen lassen, damit die Politik in der Öffentlichkeit gut da steht und noch immer sagen kann: Seht her, wir tun was!?

Ja, wir wissen: Einige werden jetzt sagen, dass doch schon mancherlei in die Wege geleitet worden sei und dass wir eben Geduld haben müssten…

Ja, wie lange denn noch? Sind vier Jahre Untätigkeit nicht schon lange genug? Und was sollen diese Demut und Bescheidenheit, die doch sehr an die Haltung eines Opfers erinnern? Warum nicht Herrn Rörig zurück an seinen Unterabteilungsleitertisch schicken? Und das dadurch eingesparte Geld direkt den Opfern zukommen lassen?

Quelle: http://netzwerkb.org/2014/04/29/auser-spesen-nichts-gewesen/
Kontakt:
NetzwerkB – Netzwerk Betroffener von sexualisierter Gewalt e.V.
Telefon: 04503 892782  
presse@netzwerkb.org   www.netzwerkB.org

Bistum Regensburg beauftragt neuen Ansprechpartner bei Mißbrauchsverdacht

Dr. Martin Linder ist neuer Ansprechpartner des Bistums Regensburg für Verdachtsfälle von sexuellem Missbrauch durch Mitarbeiter/innen im kirchlichen Dienst. Der 67-Jährige ist Jugendpsychiater und Arzt für psychotherapeutische Medizin.

Sein Auftrag umfasst vier Arbeitsbereiche:

  • Er berät Geschädigte und öffnet ihnen den Zugang für konkrete Hilfen.
  • Er nimmt eine erste Plausibilitätsbewertung von Hinweisen vor, informiert die Bistumsleitung und berät zum weiteren Vorgehen.
  • Er prüft die Anträge auf materielle Leistungen in Anerkennung des Leids, das Opfern sexuellen Missbrauchs zugefügt wurde.
  • Er berät kirchliche Einrichtungen dabei, Präventionsmaßnahmen zu verankern und zu verbessern.

    Bild: Evita Gründler

    Bild: Evita Gründler

Dr. Martin Linder ist verheiratet, Vater dreier Kinder und aufgewachsen in München. Er lebt seit  1990 in Regensburg und leitete bis 2011 die Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie am Bezirksklinikum Regensburg.

Dr. Martin Linder erklärt:

„Als Missbrauchsbeauftragter möchte ich meine berufliche und persönliche Erfahrung einbringen und daran mitwirken, dass Opfer sexueller Gewalt in der katholischen Kirche Verständnis, Abbitte, Gerechtigkeit und konkrete Hilfe finden. Ich sehe mich als unabhängiger Berater der Kirche und will dazu beitragen, den Bereich der Prävention auch mit Blick auf die institutionellen Bedingungen zu stärken und immer weiter zu entwickeln. Die Verantwortlichen der Kirche werde ich unterstützen, Vorwürfe aufzuklären und erwiesene Straftaten aufzuarbeiten. Ich werde beraten, wie mit einem Täter und seinem Umfeld umzugehen ist.“

Dr. Linder ist Nachfolger von Dr. Birgit Böhm, die das Amt der Missbrauchsbeauftragten von Januar 2008 bis 2013 ausübte und im Mai 2013 plötzlich und unerwartet verstarb.

Kontakt:
Dr. Martin Linder
Lena-Christ-Weg 6 in 93055 Regensburg
Tel. 0941/70546470
e-mail Dr.Martin.Linder@t-online.de

Quelle: Bischöfliches Presseamt Regensburg


Sexueller „Mißbrauch“: ProFamilia auf Abwegen in den 80er und 90er Jahren

Der Skandal um die Befürwortung von Sex mit Kindern Ende des vergangenen Jahrhunderts weitet sich immer mehr aus. Jetzt wurde bekannt, dass die Pro-Abtreibungs-Organisation „Pro Familia“ in den 80er und 90er Jahren in ihrem Magazin pädosex-freundliche Ansichten verbreitet hat. 

Grafik: PI-News

Grafik: PI-News

Nach Recherchen des Berliner „Tagesspiegel“ hat das „Pro Familia Magazin“ wiederholt Beiträge veröffentlicht, die Sex mit Kindern gutheißen oder rechtfertigen. So plädierte der Soziologe Prof. Rüdiger Lautmann in der Ausgabe 3/95 dafür, den Begriff des Pädophilen von sexuellem Missbrauch abzugrenzen.

Pädophile seien „Menschen, welche Kinder erotisch finden, Kinder auch lieben, eine Freundschaft mit einem Kind begründen, um darin sexuelle Erfüllung zu finden“. Der Begriff „Kindesmissbrauch“ bedeute, „dass der kleine Mensch geschädigt wird“. Diese Schädigung sei „bei den Kontakten der echten Pädophilen sehr fraglich“.

Lautmanns pädosexuell-orientierte Thesen

Prof. Lautmann veröffentlichte 1994 das Buch „Die Lust am Kind“, für das er pädophile Männer befragt hatte. In der Ausgabe 2/96 des Magazins von „Pro Familia“ vertrat er die Ansicht, dass Kinder irgendwann selber beurteilen könnten, „was willkommene Anmache, was Missbrauch oder was bloß aufregend ist“. 

Die Zeitschrift ließ auch den Psychologen und Pädagogen Wolf Vogel zu Wort kommen. Er war Gründungs- und Vorstandsmitglied der Arbeitsgemeinschaft Humane Sexualität (AHS), die sich Anfang der 80er Jahre für eine Liberalisierung des Sexualstrafrechts einsetzte. In der AHS waren damals zahlreiche Mitglieder der Deutschen Studien- und Arbeitsgemeinschaft Pädophilie vertreten.

Vogel schrieb in der Ausgabe 5/87 über das „Elend einer verbotenen Liebe“. Nach seinen Worten leiden in den meisten pädophilen Beziehungen das Kind und der Erwachsene darunter, „dass sie ihr Liebesverhältnis vor allen anderen Menschen, auch den sonstigen Bezugspersonen, verschweigen müssen“. Das sei vor allem für das Kind belastend.

In der Ausgabe 4/1985 forderte ein damaliges Vorstandsmitglied von Pro Familia, der Jurist Norbert Lammertz, sexuelle Kontakte mit Kindern sollten nicht mehr strafbar sein, wenn sie im Einklang mit dem Willen des Kindes gewaltfrei zustande kämen.

Pro Familia ist auch wegen ihrer Haltung zur Abtreibung heftig umstritten. Die Organisation tritt für das  angebliche „Recht“ der Frau auf vorgeburtliche Kindstötung ein und nimmt in medizinischen Zentren auch selber Abtreibungen vor.

Bundesverband Lebensrecht: „Unglaubliche Schuld“

Der Vorsitzende des Bundesverbands Lebensrecht, Martin Lohmann, nannte den Inhalt der Enthüllungen erschreckend. Hier gehe es um Aufklärung einer unglaublichen Schuld: „Jeder Missbrauch von Kindern gerade im so sensiblen Bereich der wertvollen und schutzbedürftigen Sexualität ist brutal und höchst verletzend.“ Das dürfe niemals geduldet werden.

Die Vorsitzende der „Aktion Lebensrecht für Alle“, die Ärztin Dr. Claudia Kaminski, erklärte, „Pro Familia“ habe sich trotz des Namens „nie wirklich lebens- oder kinderfreundlich“ gezeigt. Bei einer Organisation, die schon „Abtreibung bei Keksen und Tee“ propagiert habe, wundere es nicht, „dass auch hier pädophilie-freundliche Beiträge veröffentlicht wurden“.

„Pro Familia“ äußerte sich in einer Pressemitteilung zu den Veröffentlichungen in den 80er und 90er Jahren über Pädophilie. Die Beiträge hätten den damaligen Stand der Diskussionen in der Sexualwissenschaft abgebildet. Die Redaktion des „Pro Familia Magazins“ habe „die eindeutige Verurteilung des sexuellen Missbrauchs nie in Frage gestellt, keine pädophilie-freundliche Position eingenommen, sondern wissenschaftliche Diskurse dokumentiert“.

Quelle: http://www.idea.de


Diözese Linz: Vorwürfe gegen Pfarrer wg. „sexuellem Mißbrauch“ als unwahr erwiesen

Wie die österreichische „Kath. Presseagentur“ KAP berichtet, haben sich öffentlich geäußerte Anschuldigungen gegen einen Priester des Bistums Linz als unbegründet erwiesen. Der falsch beschuldigte Geistliche aus dem Innviertel klagt nun gegen die Mißbrauchsvorwürfe eines 41-jährigen Mannes auf Schadensersatz und Widerruf im Fernsehen. foto 31.5.2010a - Kopie

Seitens der Diözesanleitung hieß es am gestrigen Mittwoch in einer Stellungnahme gegenüber „Kathpress“, daß es zu einem früheren Zeitpunkt Gespräche mit dem betroffenen Pfarrer gab, in denen aufgrund der konkreten Umstände und der Glaubwürdigkeit seiner Angaben die Möglichkeit einer Unterlassungsklage erörtert worden sei.

Das angebliche „Opfer“, ein früherer Ministrant, behauptet nunmehr, der Pfarrer wolle ihn fertigmachen: „Ich finde das eigentlich komisch, dass ein Täter sein Opfer klagt. Der hat das damals gemacht, und die ganzen psychischen Belastungsprobleme, die ich habe, hängen mit dem Missbrauch zusammen“, erklärte er im Gespräch mit dem österreichischen öffentlich-rechtlichen Fernsehsender OFR.

Laut dem Vorsitzenden der Opferschutzkommission der Diözese Linz, Josef Gruber, haben sich die Vorwürfe gegen den Geistlichen nach Recherchen und Gesprächen mit anderen ehemaligen Ministranten als unzutreffend erwiesen. 

Quelle: Katholische Presseagentur KAP

 

 


Münster: Kirchlicher Freispruch für Priester nach jahrelangem Zelebrationsverbot

Die Staatsanwaltschaft entlastete den Geistlichen schon vor 3 Jahren

Amtliche Stellungnahme des Bischöflichen Ordinariats Münster:

Das Kirchengericht im Bistum Münster hat einen Ruhestandsgeistlichen im Rahmen eines kirchlichen Strafverfahrens vom Vorwurf des sexuellen Missbrauchs eines Minderjährigen freigesprochen.

Dem Geistlichen war – aufgrund der gegen ihn erhobenen Vorwürfe – bislang verboten, öffentlich die Heilige Messe zu feien und seine weiteren priesterlichen Tätigkeiten auszuüben. Dieses Verbot wurde mit dem Freispruch nun aufgehoben. Gegen den Geistlichen hatte es den Vorwurf gegeben, er habe Anfang der 1970er Jahre, als er Kaplan in Ostbevern (Kreis Warendorf) war, einen Jugendlichen sexuell missbraucht.

Für diesen Vorwurf sah das Kirchengericht keine ausreichenden Hinweise. Die Staatsanwaltschaft in Münster hatte das Verfahren gegen den Priester bereits im Jahr 2010 eingestellt.

Quelle: http://www.bistum-muenster.de/index.php?cat_id=14504&myELEMENT=266967

Hinweis: Der kirchliche Freispruch erfolgte mangels Beweisen.


Kolumbien: Sexueller Mißbrauch steigt an, ungewöhnlich viele Frauen sind Täterinnen

Im Verlauf der ersten fünf Monate des Jahres 2013 wurden in Kolumbien insgesamt 2.456 Fälle des Missbrauchs von Minderjährigen registriert: das bedeutet 16 Opfer pro Tag Dies geht aus einer Studie des Instituts für Rechtsmedizin hervor, die dokumentiert, dass für die Aggressionen oft die Eltern der Opfer verantwortlich sind. In insgesamt 33% der Fälle ist der Vater der Täter, in 28% der Fälle die Mutter und in 9% der Fälle andere Verwandte. Die Tendenz ist steigend und 70% der Fälle bleiben unbestraft, weil keine Anzeige erstattet wird.

Die Verantwortlichen der einheimischen Kinderschutzorganisation „Pandi“ beklagen mangelndes Interesse der Regierung. Sexueller Missbrauch ist jedoch nicht die einzige Form der Gewalt gegen Minderjährige. Es kommt zu Misshandlungen jeder Art. Die Studie dokumentiert 728 Fälle der Kindesmisshandlung im Alter von 0 bis 4 Jahren. In der Altersgruppe von 5 bis 9 Jahren werden 1.115 Misshandlungsfälle gemeldet. Bei Kindern und Jugendlichen im Alter zwischen 10 und 14 Jahren kam es in 6.949 Fällen zu Misshandlungen und in der Altersgruppe von 15 bis 17 Jahren werden 15.523 Fälle gemeldet.

Quelle: katholischer Fidesdienst