Shanghai hat während des 2. Weltkrieges etwa 20.000 Juden aufgenommen

Während des Zweiten Weltkriegs war Shanghai einer der wenigen Orte auf der Welt, der jüdische Flüchtlinge aufnahm. Über 20.000 Juden fanden dort Zuflucht.

70 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs hat Israel nun ein Video veröffentlicht, mit dem es sich bei Shanghai für die Hilfe bedankt.

Der Generalkonsul des Staates Israel in Shanghai, Arnon Perlman, sagte:

„Das Volk Israel wird nie vergessen, dass uns die Menschen in China in unserer dunkelsten Stunde geholfen haben. […] Wir haben dieses Video in der Hoffnung gedreht, dass viele Menschen in China und auf der ganzen Welt es sehen können und unsere Dankbarkeit für die Hilfe der Chinesen spüren können.“

Die Teilnehmer halten in dem Film Schilder hoch, die auf Chinesisch, Englisch oder Hebräisch „Danke“ sagen. In dem Video treten unter anderem ehemalige Flüchtlinge auf, die in Shanghai aufwuchsen. 

Die jüdischen Flüchtlinge, die nach Shanghai gelangten, kamen aus verschiedenen Ländern. In China ließen sie sich vor allem im Hongkou-Distrikt nieder. Sie lebten mit ihren chinesischen Nachbarn friedlich zusammen. 

Die jüdischen Flüchtlinge bemühten sich, das Gemeindeleben und ihre Umgebung zu bereichern. Sie eröffneten Schulen, Synagogen, Theater und Cafés. Sie gründeten sogar eine Zeitung und mehrere Sportteams.

Nach dem Ende des Krieges verließen die meisten Juden China und immigrierten nach Israel, in die USA oder nach Australien. Zu den Juden, die in Shanghai Zuflucht fanden, gehören bekannte Persönlichkeiten wie der ehem. US-Finanzminister Michael Blumenthal, der Geschäftsmann Shaul Eisenberg und der Komponist Otto Joachim.

Quelle: Israelisches Generalkonsulat in Shanghai


Der Vatikan ist alarmiert über die Unterdrückung der Katholiken in Rot-China

Die Katholiken in China haben „große Schwierigkeiten, ihre katholische Identität zu behalten“. Das sagte der Sekretär der vatikanischen Missionskongregation, der chinesische Erzbischof Savio Hon Tai-Fai, in einem Gespräch mit Radio Vatikan. „

„Ich spreche hierbei nicht nur von der Untergrundkirche, sondern auch von der offiziell durch den chinesischen Staat anerkannten““, so der Erzbischof, der sich nur selten öffentlich äußert. f759565311

Eine „Mehrheit der Katholiken“ in China „verehrt den Papst und hat den Wunsch nach Gemeinschaft mit dem Nachfolger des Apostels Petrus“, so der zweite Mann der Missionskongregation. „Doch dieser Wunsch, auch eine sichtbare Verbindung mit dem Papst zu haben, wird beschnitten.“

Die katholische Kirche hat am letzten Freitag erneut einen weltweiten Gebetstag für die Katholiken in China gehalten

Papst Franziskus hatte im Vorfeld zu Gebet für die Glaubensbrüder in der kommunistischen Diktatur aufgerufen und am Donnerstag einen Tweet abgesetzt, in dem er die chinesischen Christen in neun Sprachen dem Schutz der Madonna von Sheshan anvertraute. 

Wie sehr die chinesischen Katholiken die Einrichtung eines eigenen Gebetstages für sie schätzen, geht aus den Worten des italienischen PIME-Missionars Gianni Criveller hervor. Er lebt und wirkt seit 23 Jahren in China. Gegenüber Radio Vatikan erklärt er: 

„Meiner Ansicht nach handelt es sich um einen sehr wichtigen Termin, sehr wertvoll, auch wenn der Universalkirche die gravierende Situation der katholischen Kirche in China noch nicht ausreichend bekannt und bewusst ist. Für die chinesischen Katholiken hingegen ist dieser Tag besonders bedeutsam, seit Papst Benedikt ihn im Jahr 2007 eingerichtet hat. Er konzentriert sich vor allem auf das Nationalheiligtum von Sheshan in Shanghai.“

Insbesondere im Marienmonat Mai träfen sich im Heiligtum der Muttergottes von Sheshan, dem wichtigsten Marienwallfahrtsort Chinas, zahlreiche Katholiken aus den beiden katholischen Kirchen, die es im Land gibt. Bereits die Existenz dieser zwei Kirchen macht die schwierige Situation der chinesischen Katholiken deutlich: sie sind aufgespalten in eine offizielle, staatstreue Kirche und in eine Untergrundkirche.

Doch diese Unterschiede zerfließen angesichts des Gebetstages für die Christen, der der Einheit der Kirche in China und der Universalkirche gewidmet ist.

Quelle: Radio Vatikan / Foto: HMK


Rot-China: Katholischer Bischof von Shanghai steht unter Hausarrest durch die Kommunisten

„Bezüglich der Lage des Bischofs von Shanghai, Ma Daquin, hat der Vatikan auch keine anderen Informationen, als das, was aktuell von den Medien berichtet wird.“  bischof

Dies sagte Vatikansprecher Pater Federico Lombardi am gestrigen Dienstag in einer Pressemeldung.

Seit einigen Monaten steht der romtreue katholische Bischof Daquin nach Angaben der Nachrichtenagentur „Asianews“ in China unter Hausarrest.

Sichere Infos zu seiner Lage gibt es nicht. Lombardi verwies in diesem Zusammenhang auf einen Artikel von Kardinal Filoni, der vor einiger Zeit in der Zeitschrift „Tripod“ veröffentlicht wurde. Dort heißt es:

„Die Situation in China bleibt weiterhin schlimm. Einige Bischöfe oder Geistliche werden isoliert oder ihrer persönlichen Freiheit beraubt  –  so wie es kürzlich dem Bischof von Shanghai, Ma Daquin, geschehen ist, weil er seine ganze Zeit der Seelsorge widmen wollte.“

Filoni wirft in dem Text außerdem die Frage auf: „Ist es angesichts von mangelnder Religionsfreiheit und starken Einschränkungen nicht Aufgabe der ganzen Kirche, den Glauben zu verteidigen und denen eine Stimme zu verleihen, die keine haben?“

Quellen: RV/agi/ansa/asianews