Reuven Rivlin ist neuer israelischer Präsident

Reuven Rivlin wurde am Dienstag, dem 10.6.2014, von den Abgeordneten der Knesset (israelisches Parlament) zum 10. Staatspräsidenten Israels gewählt.

Rivlin gehört der Likud-Partei an und war zuletzt Präsident der Knesset.   IMG_1016

Im ersten Wahlgang verteilten sich die Stimmen auf die fünf Kandidaten wie folgt: Reuven Rivlin 44 Stimmen, Meir Sheetrit 31, Dalia Itzik 28 Stimmen, Dalia Dorner 13 Stimmen und Dan Shechtman 1 Stimme.

In einer Stichwahl entfielen auf Reuven Rivlin 63, auf Meir Sheetrit 53 Stimmen.

Reuven Rivlin wird als Nachfolger von Shimon Peres am 24. Juli seinen Amtseid als 10. Präsident des Staates Israel ablegen.

Quelle: Botschaft des Staates Israel in Berlin


Israel: Parlament wählt am 10. Juni 2014 einen neuen Staatspräsidenten

Am 10. Juni wählen die Abgeordneten des israelischen Parlaments (Knesset) den 10. Staatspräsidenten in der Geschichte Israels.

Nachdem Präsident Shimon Peres bereits angekündigt hatte, nicht für eine weitere Legislaturperiode bereit zu stehen, haben bis zum Stichtag in der vergangenen Woche sechs Kandidatinnen und Kandidaten die erforderlichen zehn Unterstützerunterschriften unter den Abgeordneten der Knesset erreicht. accumulator_default_img

Die Kandidaten sind:

Binyamin Ben Eliezer, Abgeordneter der Arbeiterpartei und ehemaliger Verteidigungsminister,
Reuven Rivlin, Abgeordneter des Likud und ehemals Vorsitzender der Knesset,
Meir Sheetrit, Tnua-Partei und ebenfalls ehemaliger Minister,
Dalia Itzik, ehemalige Abgeordnete der Partei Kadima,
Dan Shechtman, Wissenschaftler und Chemie-Nobelpreisträger,
Dalia Dorner, bis zum Jahr 2004 Vorsitzende des Obersten Gerichts

Der Staatspräsident wird in Israel von der Knesset durch einfache Mehrheit gewählt. Dabei sollen insbesondere herausragende Verdienste um das Land berücksichtigt werden.

Das Amt ist vergleichbar mit dem des Bundespräsidenten in Deutschland und vorrangig ein repräsentatives und zeremonielles Amt. Zu den Aufgaben zählt u.a. die formale Ernennung von Richtern, den Leitern diplomatischer Vertretungen Israels weltweit sowie des Direktors der Bank of Israel.

Zudem muss der Präsident alle von der Knesset verabschiedeten Gesetze und Verträge unterzeichnen, damit diese gültig sind. Dazu kommen verschiedene öffentliche Funktionen und informelle Aufgaben, wie Bürgeranhörungen und die Stärkung gesellschaftlicher Organisationen und Vertretungen.

Quelle: israelische Botschaft in Berlin


Israel: Weihnachtsgrüße von Präsident Peres

Präsident Shimon Peres besuchte am gestrigen Sonntag anläßlich des bevorstehenden Weihnachtsfestes die Franziskanerkirche in Ramla, wo ihn Kinder mit englischen, arabischen und hebräischen Weihnachtsliedern und Schokolade begrüßten.

Präsident Peres mit Kindern vor der Franziskanerkirche in Ramla (Foto: GPO/M.Neiman)

An der Veranstaltung nahmen neben dem Bürgermeister von Ramla, Yoel Lavi, auch Vertreter verschiedener christlicher Kirchen teil. Präsident Peres bedankte sich für den herzlichen Empfang. Er sagte:

„Es ist etwas Besonderes, dass wir alle gemeinsam Weihnachten feiern können  –  wir beten alle zum selben Gott und wir beten alle für dieselbe Sache  –  dass Gott uns und unseren Kindern Frieden schenke, frei von Hass und Feindseligkeit. Ich bin gekommen, um meine Grüße im Namen des Staates Israel zu übermitteln, in dem Juden, Christen und Muslime zusammen leben.“

Quelle: Botschaft des Staates Israel in Berlin


Israel: Dänischer Prinz trifft Präsident Peres

Israelisches Staatsoberhaupt dankt für dänische Judenrettung

Am ersten Tag seines Israelbesuches war der dänische Prinz Frederik zu Gast bei Präsident Shimon Peres. Im Mittelpunkt des Besuches steht die Erinnerung an die Rettung der jüdischen Gemeinde in Dänemark vor siebzig Jahren.

BILD: Kronprinz Frederik von Dänemark und Staatspräsident Shimon Peres (Foto: Präsidialamt)

Präsident Peres dankte Prinz Frederik zu Beginn dafür, diesen Jahrestag zum Anlass für einen Besuch in Israel zu nehmen. Dänemark sei ein herausragendes Land, das auf Frieden, sozialer Gerechtigkeit und Wohlfahrt gebaut sei und dafür auf der ganzen Welt bewundert werde.

Peres sagte weiter: „Ich möchte meinen tiefen Dank dafür zum Ausdruck bringen, was Sie während der Schoa getan haben. Unter allen Ländern waren es die Dänen, die alles unternahmen, um die Leben der Juden im Land zu retten, indem sie sie versteckten, verteidigten oder ihnen den Weg nach Schweden ermöglichten. Die allermeisten von ihnen wurden gerettet und wir werden diese historische Tat nie vergessen.“

Kronzprinz Frederik betonte: „Für mich ganz persönlich ist es großartig, in Israel zu sein und das Museum zu besuchen, wo die Geschichte der dänischen Juden erzählt wird, die in kleinen Schiffen von der Küste Dänemarks aus nach Schweden gebracht wurden. Dies war eine mutige Tat aufrechter dänischer Bürger, die aus unterschiedlichen sozialen Schichten kamen und nicht zögerten zu handeln, als man handeln musste. Unsere beiden Länder gedenken dieser Tat heute und ich werde mich für immer an meinen Besuch hier erinnern.“

Quelle: Israelisches Präsidialamt


Israel: B.R.A.I.N-Preis für Hirnforschung zugunsten gelähmter Menschen

Israels Staatspräsident Shimon Peres verlieh am vergangenen Dienstag den mit einer Million Dollar dotierten israelischen Forschungspreis B.R.A.I.N.

Die Auszeichnung wurde im Rahmen einer zweitägigen Konferenz in Tel Aviv zum ersten Mal verliehen und geht auf die Initiative Shimon Peres zurück, der Israels Rolle in der Hirnforschung stärken will.

Der Name des Preises B.R.A.I.N steht dabei für „Breakthrough Research And Innovation in Neurotechnology“ und wird an Forscher vergeben, die auf neurowissenschaftlichem Feld bahnbrechende Erfolge erzielen konnten.

Zehn Kandidaten waren ausgewählt worden, von denen sich das Team der Brown University um den Neurowissenschaftler John Donoghue durchsetzen konnte. Das Team entwickelte ein Hirnimplantat, mit dessen Hilfe gelähmte Patienten durch Hirnaktivität Prothesen und einen Roboterarm steuern können.

Auf seiner Webseite erklärt Professor Donoghue:

„In unserem Labor erforschen wir, wie das Gehirn Gedanken in Willensakte verwandelt und wie dieses Wissen dazu verwendet werden kann, gelähmten Patienten zu helfen. Unsere Erkenntnisse haben wir in eine klinische Anwendung übersetzt, mithilfe derer Gelähmte ihre Neuronen dafür benutzen können, um direkt Geräte zu steuern.“

Der Preis wird von privaten Spendern in Israel und im Ausland gestiftet und ist für Forscher aus der ganzen Welt offen.

Quelle: Botschaft des Staates Israel in Berlin / Israelische Tageszeitung „Haaretz“
 


Israel: Kind bei Terroranschlag verletzt

Die neun Jahre alte Noam wurde am Samstagabend bei einem Terroranschlag verletzt. Das israelische Mädchen spielte vor seinem Elternhaus in der Siedlung Psagot in der Nähe Ramallahs, als es aus kurzer Distanz angeschossen wurde.

Noam wurde mit mittelschweren Verletzungen ins Shaare Zedek-Krankenhaus in Jerusalem eingeliefert und befindet sich mittlerweile offenbar in einem zwar ernsten, aber stabilen Zustand.

BILD: Die verletzte Noam auf dem Weg ins Krankenhaus (Foto: MFA)

Soldaten der ZAHAL (israelische Verteidigungsstreitkräfte) rückten auf der Suche nach dem Täter in das benachbarte Dorf al-Bireh vor, von wo die Schüsse vermutlich abgefeuert wurden. Sämtliche Häuser der Siedlung Psagot wurden ebenfalls durchsucht und die Bewohner angewiesen, die Häuser in den ersten Stunden nach dem Anschlag nicht zu verlassen.

Präsident Shimon Peres telefonierte am Sonntag mit dem Vater Noams und übermittelte seine Genesungswünsche. Das Staatsoberhaupt sagte:

„Jede terroristische Tat ist schockierend, aber besonders bedrückt es mich, wenn das Opfer ein unschuldiges kleines Mädchen ist. Wir warten alle auf die Ergebnisse der Sicherheitsuntersuchung und wünschen Noam eine schnelle und vollständige Genesung.“

Quelle: Botschaft des Staates Israel in Berlin


ISRAEL: Unions-Fraktion gratuliert Präsident Peres zu seinem 90. Geburtstag

Am heutigen 2. August 2013 feiert der israelische Staatspräsident Schimon Peres seinen 90. Geburtstag. Dazu erklärt der außenpolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Philipp Mißfelder:

„Seit der Gründung des jüdischen Staates Israel gehört Schimon Peres zu den prägenden Persönlichkeiten. Er hat seinem Land in verschiedenen herausgehobenen Funktionen gedient und dabei immer eine versöhnliche Rolle gegenüber Deutschland eingenommen. Die CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag gratuliert Schimon Peres herzlich zu seinem 90. Geburtstag. 

Foto: KOMM-MiT-VerlagSchimon Peres wurde am 2.August 1923 im polnischen Wiszniew geboren und zog mit seiner Familie 1934 nach Tel Aviv. Nur sieben Jahre später fielen alle seine Familienmitglieder, die in Wiszniew verblieben waren, dem Holocaust zum Opfer. Diese Erfahrung festigte seine Überzeugung zur Gründung eines freien, demokratischen und unabhängigen Staates Israels.

Es war diese Leidenschaft für einen eigenen Staat Israel als Heimstätte des jüdischen Volkes, die Schimon Peres früh in die Politik führte. Bereits im Jahre 1941 wurde er Generalsekretär der Jugendbewegung der israelischen Gewerkschaftsbewegung Histadrut. Nach dem Studium der Verwaltungswissenschaften an der Harvard-Universität wurde Peres 1952 stellvertretender Generaldirektor des israelischen Verteidigungsministeriums und ein Jahr später dessen Generaldirektor.

Peres wurde 1959 erstmals als Abgeordneter der israelischen Arbeitspartei in das israelische Parlament, die Knesset, gewählt. Dreimal diente er seinem Land als Premierminister, mehrfach stand er an der Spitze von Ministerien, darunter des Außenministeriums und des Finanzministeriums. Im Jahre 2007 schließlich wurde er zum Präsidenten gewählt.

Für seine Dienste in den Osloer Friedensverhandlungen, die er als Außenminister Israels führte, erhielt Schimon Peres im Jahr 1994 zusammen mit Jitzchak Rabin und Jassir Arafat den Friedensnobelpreis.accumulator_default_img

Seit Beginn der diplomatischen Beziehungen unserer Länder ist die Existenz und Sicherheit Israels Teil der deutschen Staatsräson. Die Verantwortung für die Shoa ist Teil der deutschen Identität.

Unter der Präsidentschaft von Peres wurde dabei ein neues Kapitel der bilateralen Beziehungen in Form von regelmäßigen deutsch-israelischen Regierungskonsultationen aufgeschlagen. Unvergessen ist seine Rede vom 27. Januar 2010 zu Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus, in der er sagte:

‚Und während es mein Herz zerreißt, wenn ich an die Gräueltaten der Vergangenheit denke, blicken meine Augen in die gemeinsame Zukunft einer Welt von jungen Menschen, in der es keinen Platz für Hass gibt. Eine Welt, in der die Worte ‚Krieg‘ und ‚Antisemitismus‘ nicht mehr existieren‘.

Trotz der Erfahrungen, die Schimon Peres in seiner eigenen Familie machen musste, ist er bis zum heutigen Tag Wegbereiter und Treiber einer tiefen und gefestigten Freundschaft zwischen Deutschland und Israel. Für diesen unermüdlichen Einsatz gilt ihm am heutigen Tag unser großer Dank.“