Regensburger Bischof Voderholzer für schrittweise Öffnung der Gottesdienste

In der Diskussion um eine Lockerung der Ausgangsbeschränkungen hat Bischof Rudolf Voderholzer (siehe Foto) auf die Bedeutung der christlichen Gottesdienste nicht nur für den Heilsauftrag der Kirche, sondern auch für den Zusammenhalt und die gesellschaftliche Orientierung in dieser Krise hingewiesen:

„Wir haben bisher aus Überzeugung und in Übereinkunft mit den staatlichen Regelungen große Opfer gebracht und zuletzt an Ostern schmerzhaft auf vieles verzichtet. Jetzt braucht es mit den allgemeinen Lockerungen auch ein behutsames und schrittweises Öffnen der Gottesdienste für die Teilnahme von Gläubigen, die das Ganze bisher mit Geduld und Verständnis mitgetragen haben.“

Der Regensburger Oberhirte verweist dabei auf die Möglichkeit, zunächst kleine Gruppen zuzulassen, vergleichbar mit der diskutierten Nutzung von Geschäften und Schulen, abhängig von der Größe des jeweiligen Kirchengebäudes und unter Wahrung strenger Hygienevorschriften wie Masken und Abstandswahrung:

„Kirche lebt von der Versammlung zum Hören von Gottes Wort und zum Empfang der Sakramente. Daher ist es für die Kirche existenziell, dass sie sich wenigstens in kleinen Gruppen zum Gottesdienst versammeln kann.“

Bischof Voderholzer will dieses Anliegen mit seinen bayerischen Mitbischöfen und dem Katholischen Büro in München sowie mit Vertretern der evangelisch-lutherischen Landeskirche besprechen und an die zuständigen staatlichen Stellen herantragen.

Quelle (Text/Foto): https://www.bistum-regensburg.de/news/bischof-voderholzer-behutsames-und-schrittweises-oeffnen-der-gottesdienste-7397/

HINWEIS: Auch aus den Unionsparteien mehren sich die Stimmen für eine Wiederzulassung öffentlicher Gottesdienste: https://www.kath.net/news/71325


AfD-Bundestagsfraktion fordert die Erlaubnis, das Osterfest in den Kirchen feiern

Pressemeldung des AfD-Parlamentariers Martin Hohmann:

Das soll den Gemeinden erlaubt werden, fordert die AfD-Bundestagsfraktion. Ziel ihrer Berliner Sondersitzung vom 7.4.2020 war es, den Übergang zum normalen öffentlichen Leben unter Beachtung der notwendigen Sicherheitsvorkehrungen einzuleiten.

Ein besonderes Anliegen war den 68 anwesenden und den übrigen zugeschalteten Abgeordneten, das zentrale Fest der Christenheit, die Feier von Tod und Auferstehung Christi, das Osterfest, im Gemeinderahmen, in den Kirchen zu ermöglichen. Selbstverständlich unter Beachtung der gesundheitlichen Abstands- und Schutzbestimmungen.

Als Mitinitiator dieses Punktes war ich dazu in Berlin persönlich engagiert. Wenn der Bundestag unter Sicherheitsvorkehrungen getagt hat, dann müssen unter gleichen Bedingungen auch Gottesdienste stattfinden können.

Außerdem ist es von der praktischen Seite her völlig unverständlich, warum Baumärkte und Gartencenter geöffnet, Gottesdienste in Kirchen aber verboten sind. Ein solches totales Verbot ist erstmals seit Bestehen der Christenheit in Deutschland erlassen worden.

Von der verfassungsrechtlichen Seite her gibt es gegen diese Anordnung schwerste Bedenken, weil sie nicht verhältnismäßig ist und gegen das in Art. 4 Abs. 2 GG garantierte Recht der „ungestörten Religionsausübung“ verstößt.

Zudem wird auf das Positionspapier der AfD-Bundestagsfraktion verwiesen: https://www.afdbundestag.de/positionspapier-corona-krise/


Indien: Attacken auf Christen im Advent

Nach den jüngsten Übergriffen auf Katholiken in Assam im Nordosten Indiens wächst unter den Christen die Besorgnis vor weiteren Anschlägen.

In der Nacht des 15. Dezember drangen einige Vandalen in die katholische St. Thomas im Dorf Chapatoli in der Diözese Dibrugarh ein und verwüsteten die Kirche.

Die Polizei konnte zwei Verdächtige festnehmen. Kommunalpolitiker bekundeten ihre Solidarität mit der christlichen Glaubensgemeinschaft und versprachen Unterstützung bei der Behebung des Schadens.

Bischof Joseph Aind von Dibrugarh forderte gründliche Ermittlungen: „Einige Gruppen versuchen, Hass und Zwietracht in der Gesellschaft zu säen“, erklärte er.

„Der Vandalismus und Übergriffe auf Christen und kirchliches Eigentum nehmen in der Weihnachtszeit ständig zu“, sagte Abraham Mathai, Präsident des Vereins „Indian Christian Voice“.

Unterdessen bittet die Organisation „Waster India“ in einer Petition an den Obersten Gerichtshof um einen Beschluss, der die Regierungen aller indischen Bundesstaaten auffordert, angemessene Sicherheitsmaßnahmen für die bevorstehenden Weihnachtsfeiern vorzusehen.

Quelle: Fidesdienst


Hessen: CDU-Abgeordneter Ismail Tipi zu den „barbarischen Übergriffen“ in Köln

Integrations-Politiker beklagt „Sicherheitsfiasko“

„Ich habe mit großer Bestürzung von den Vorfällen in Köln erfahren. Diese barbarischen Übergriffe dürfen wir nicht stillschweigend hinnehmen. Gerade in einer Zeit des Terrors, in der unsere innere Sicherheit, Demokratie und Gesellschaft bedroht ist, darf so etwas nicht passieren. IT-Dialog-Camera-PORTRE

An solchen sensiblen Tagen wie an Silvester sollte gerade an markanten Punkten höchste Alarmbereitschaft gelten. Deswegen ist es mir unerklärlich, wie es zu solch einem Sicherheitsfiasko kommen konnte. Das ist ein immenser Skandal für unsere innere Sicherheit“, äußert sich der hessische Landtagsabgeordnete und integrationspolitische Sprecher der CDU-Fraktion, Ismail Tipi (siehe Foto), zu den Vorkommnissen in Köln.

Es sei unerklärlich, wie sich so viele Männer in einem offenen Platz unbemerkt versammeln konnten. Dieser organisierte Gewaltakt müsse schnellstmöglich aufgeklärt werden:

„Die Gesellschaft und aber auch die Politik stehen in der Pflicht. Wir dürfen jetzt nicht weiter in einer falschverstandenen Multi-Kulti-Romantik leben und müssen jetzt Klartext reden. Die Täter müssen hart bestraft werden, egal wer sie sind und wo sie her kommen. Wenn keine deutsche Staatsbürgerschaft vorliegt, müssen sie sofort abgeschoben werden. Unsere Gesellschaft und Politik darf bei solch einer Dimension an Gewalt und sexuellen Übergriffen nicht schweigen und tatenlos zusehen.“

Der türkisch-stämmige CDU-Parlamentarier erklärt außerdem:

„Für mich ist es in dieser Minute zweitrangig, ob die Täter Migranten, Ausländer, Einheimische oder Flüchtlinge waren. Vielmehr müssen wir uns jetzt die Frage stellen, wie so etwas passieren konnte. Wie konnte es sein, dass die Polizei diese Gruppe nicht stoppen und die Sicherheitsbehörden mit geheimdienstlichen Methoden eine sich offen anbahnende Gewaltaktion nicht verhindern konnten?

Meines Erachtens haben die Sicherheitsvorkehrungen kläglich versagt. So etwas darf sich niemals und nirgends in Deutschland wiederholen. Das was sich in Köln ereignet hat, ist ungeheuerlich und menschenunwürdig. Die Verantwortlichen müssen sich jetzt auch die Frage stellen, ob sie die richtigen Namen an den richtigen Positionen sind.“

Quelle: http://www.ismail-tipi.de/inhalte/2/aktuelles/112794/ismail-tipi-das-was-sich-in-koeln-ereignete-ist-ein-sicherheitsfiasko-und-ein-skandal-fuer-die-innere-sicherheit/index.html