Moses bittet den HERRN für sein Volk: Laß uns dein Eigentum sein!

Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche: Ex 34,4b-6.8-9:

In jenen Tagen stand Moses am Morgen zeitig auf und ging auf den Sinai hinauf, wie es ihm der HERR aufgetragen hatte.

Der HERR aber stieg in der Wolke herab und stellte sich dort neben Moses hin. Er rief den Namen Jahwe aus.

Der HERR ging an ihm vorüber und rief: Jahwe ist ein barmherziger und gnädiger Gott, langmütig, reich an Huld und Treue:

Sofort verneigte sich Mose bis zur Erde und warf sich zu Boden. Er sprach: Wenn ich deine Gnade gefunden habe, mein HERR, dann zieh doch mit uns. Es ist zwar ein störrisches Volk, doch vergib uns unsere Schuld und Sünde  – und lass uns dein Eigentum sein!

 


Der IS enthauptete zwei koptische Priester

Die radikal-islamische Terrormiliz Islamischer Staat hat  –  eigenen Angaben zufolge  –  in Ägypten zwei ältere koptische Priester geköpft. Vielleicht fand die Enthauptung  auch auf der Sinai-Halbinsel statt, denn auf den betreffenden Schock-Bildern des IS sieht man deutlich eine Wüstenregion. weisselberg_memoriam

Der IS-Ableger ist schon seit längerem im Sinai und an der dortigen Grenze zum Gazastreifen aktiv und wird dort vom ägyptischen Militär bekämpft. Der IS unterhält enge Beziehungen zur israelfeindlichen Hamas.

Ein selbsternannter „Richter“ beschuldigte die entführten Geistlichen, sie seien „Spione“. Unter diesem Vorwand wurden sie hingerichtet, wobei sie ihren Kopf auf einem Baumstamm ablegen mußten, worauf ein schwarz gekleideter Henker sie mit einem Krummsäbel enthauptet hat. Im Hintergrund sieht man vermummte Mitglieder des IS als Zuschauer.

Quellen: Kronenzeitung, Bild (online)


Nach Gesprächen mit dem HERRN leuchtete das Antlitz des Moses

Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche: Exodus 34,29-35:

Als Moses vom Berg Sinai herunterstieg, die beiden Tafeln der Bundesurkunde in der Hand, wusste er nicht, daß sein Antlitz leuchtete, weil er mit dem HERRN geredet hatte.  Als Aaron (der erste Hohepriester) und alle Israeliten Moses sahen, strahlte sein Antlitz Licht aus  –  und sie fürchteten sich, in seine Nähe zu kommen. kt2012-p1110153

Erst als Moses sie rief, kamen Aaron und alle Sippenhäupter der Gemeinde zu ihm zurück  –  und Moses redete mit ihnen. Dann kamen alle Israeliten herbei  –  und er übergab ihnen alle Gebote, die der HERR ihm auf dem Sinai mitgeteilt hatte.

Als Moses aufhörte, mit ihnen zu reden, legte er über sein Gesicht einen Schleier. Wenn Moses zum HERRN hineinging, um mit IHM zu reden, nahm er den Schleier ab, bis er wieder herauskam. Wenn er herauskam, trug er den Israeliten alles vor, was ihm aufgetragen worden war.

Wenn die Israeliten bemerkten, daß sein Antlitz strahlte, legte er den Schleier über sein Gesicht, bis er wieder hineinging, um mit dem HERRN zu reden.


Bundesschluß am Sinai: „Alles, was der HERR gesagt hat, wollen wir tun!“

Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche: Exodus 24,3-8:

In jenen Tagen kam Moses und übermittelte dem Volk alle Worte und Rechtsvorschriften des HERRN. Das ganze Volk antwortete einstimmig und sprach: Alles, was der HERR gesagt hat, wollen wir tun.

Moses schrieb alle Worte des HERRN auf. Am nächsten Morgen stand er zeitig auf und errichtete am Fuß des Berges einen Altar und zwölf Steinmale für die zwölf Stämme Israels. Er schickte die jungen Männer Israels aus. Sie brachten Brandopfer dar und schlachteten junge Stiere als Heilsopfer für den HERRN. Moses nahm die Hälfte des Blutes und goß es in eine Schüssel, mit der anderen Hälfte besprengte er den Altar.

Darauf nahm er die Urkunde des Bundes und verlas sie vor dem Volk. Sie antworteten: Alles, was der HERR gesagt hat, wollen wir tun; wir wollen gehorchen.
Da nahm Moses das Blut, besprengte damit das Volk und sprach:

Das ist das Blut des Bundes, den der HERR aufgrund all dieser Worte mit euch geschlossen hat.


Sinai: Ägypten geht rabiat gegen radikale Hamas-Kämpfer aus dem Gaza-Streifen vor

Ägyptische Soldaten haben 32 Kämpfer der „Hamas“ aus dem Gazastreifen erschossen und 45 weitere verhaftet. Das hat ein Militärsprecher vorige Woche bekanntgegeben. Bei Aktionen des ägyptische Militärs gegen radikale Islamisten hatte es dutzende Tote und einige hundert Verletzte gegeben.

Die palästinensische Hamas sympathisiert mit der ägyptischen Muslim-Bruderschaft. Nach der Entmachtung von Präsident Mursi hatten Radikale aus der Hamasbewegung offenbar gemeinsam mit extremen Dschihadisten Anschläge gegen das ägyptische Militär auf der Sinai-Halbinsel verübt. „Sie gelangen über ihre Schmuggeltunnel aus dem Gazastreifen nach Ägypten“, erläuterte der Militärsprecher.

Nach Medienberichten bat das ägyptische Militär den Staat Israel um Erlaubnis, eine große Aktion mit mehreren tausend Soldaten auf der Sinai-Halbinsel durchzuführen, um radikale Palästinenser unschädlich zu machen. Ägypten muß sich bei diesem Militäreinsatz mit Israel absprechen, weil die Sinai-Halbinsel laut Friedensvertrag eine entmilitarisierte Zone ist.

Die dort agierenden Terrorzellen bedrohen nicht nur ägyptische Armeeposten, sondern auch Israel. Angeblich stehen die radikalen Kämpfer in Kontakt mit dem Terrornetzwerk al-Qaida. Ziel ihrer Angriffe sind vor allem Christen, auch arabische. Sicherheitskräfte entdeckten kürzlich im nördlichen Sinai die Leiche eines 60-jährigen, arabisch-christlichen Kaufmanns, der in der Woche zuvor entführt worden war.

Quelle: http://www.israelheute.de


Ägypten/Sinai: Vier Christen und ein Pfarrer bei religiösen Unruhen ermordet

Im Schatten der Ausschreitungen um die Entmachtung der Muslimbrüder sind in mehreren Teilen Ägyptens unbeteiligte Christen zur Zielscheibe heftiger Gewalt geworden.

Wie die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) berichtet, starben dabei in der Ortschaft Nag Hassan im Gouvernement Luxor vier Kopten bei Übergriffen gegen die christliche Minderheit. Häuser und Geschäfte von Christen wurden ausgeraubt und angezündet, zahlreiche Kopten verließen aus Angst um ihr Leben den Ort, so die IGFM weiter. IGFM_Logo_blau_R32 G90 B165

Auf der Sinai-Halbinsel in el-Arish erschossen maskierte Angreifer den koptischen Pfarrer Mina Cheroubim, als er seine Kirche in el-Arish in Nordsinai verließ.

Die IGFM fordert von der kommenden Übergangsregierung mehr Schutz für religiöse Minderheiten, insbesondere für Christen und Schiiten, die in den vergangenen Tagen ebenfalls mehrfach Opfer islamistischer Gewalt wurden.

IGFM-Vorstandssprecher Martin Lessenthin sieht vor allem die christlich-koptische Minderheit Ägyptens als Opfer der politischen Instabilität im Land. „Die Wut der Islamisten entlädt sich in vermehrten Angriffen gegen die ohnehin bereits diskriminierte koptische Minderheit. Sobald eine Übergangsregierung gebildet ist, muss der Schutz der Minderheit ein wichtiger Punkt auf der Tagesordnung sein“, so Lessenthin.

Weitere Infos zur Menschenrechtslage in Ägypten unter:
http://www.igfm.de/laender/aegypten/


Brutale Flüchtlingsdramen auf der Sinai-Halbinsel – Der Dt. Bundestag befaßt sich morgen damit – Ordensfrau A. Kidane hilft Verzweifelten

Auszeichnung als „Heldin im Kampf gegen Menschenhandel“

Sie suchen Arbeit und einen Job in Israel, doch stattdessen werden auf dem Weg dorthin Frauen vergewaltigt und Männer malträtiert  – das ist die Realität vieler eritreischer Flüchtlinge im Sinai.

Comboni-Schwester Azezet Kidane kennt diese Schicksale, denn sie steht schon seit Jahren an der Seite dieser Menschen.

In einer israelischen Klinik in Jaffa kümmert sie sich um die afrikanischen Flüchtlinge, von denen die meisten Christen sind. Für ihren Einsatz wurde die Comboni-Schwester, die selbst aus Eritrea stammt, im Jahr 2012 sogar vom Außenministerium der Vereinigten Staaten als „Heldin im Kampf gegen Menschenhandel“ ausgezeichnet. Im Gespräch mit dem „Franciscan Media Center“ berichtet sie: 1_0_648212

„Es sind etwa 45.000 Christen unter den Flüchtlingen, wenige sind Muslime aus Darfur, die anderen sind alle Christen. Ich gehe drei Mal pro Woche in das Flüchtlingslager für Frauen und telefoniere jeden Tag mit ihnen  –  tagsüber genauso wie nachts.“

Was sie der Schwester anvertrauen, sind Geschichten voller Gewalt und Leid: Im Sinai werden Flüchtlinge von Menschenhändlern gefoltert, entführt, vergewaltigt und teilweise sogar ermordet, wie Menschrechtsorganisationen berichten. Werden die Entführten nicht frei gekauft, drohen die oft aus Ägypten stammenden Beduinen mit der Entnahme von Organen, die sie dann weiterverkaufen.

Vergewaltigte Flüchtlingsfrau nahm ihr Baby an

In der Klinik versorgt Schwester Azezet die Flüchtlinge. Eine Lebensgeschichte hat sie dabei besonders berührt:

„Eine Frau, die vergewaltigt wurde, sie heißt Gennet, kam zu uns. Sie hat das Kind bekommen und es Emanuele getauft. Dazu erklärte sie: ‚Dieses Kind ist ein Geschenk Gottes.’  – Gennet war nicht wütend auf das Kind, sondern nahm es als Geschenk Gottes an. Das ist für mich ein Weg des Glaubens.“

Oft bleibt es übrigens nicht nur bei der Drohung, den Flüchtlingen Organe zu entnehmen. Menschenrechtler hatten in einer Leichenhalle des Hospitals von Al Arish, der Provinzhauptstadt im Norden des Sinais, Verstorbene aufgefunden, deren Körper in der Mitte oder an der Seite aufgeschnitten und mit großen Stichen wieder zugenäht worden waren  –  alle verwertbaren Organe, sogar die Augenlinsen, waren entfernt worden.

Ägypten scheint nach Kenntnissen der Weltgesundheitsorganisation WHO die regionale Drehscheibe dieses makabren Geschäfts zu sein, von dem die Schwächsten betroffen sind. Der Menschrechenrechtsausschuß des Deutschen Bundestag will sich nun am morgigen 20. Februar mit dem Thema beschäftigen.

Quelle (Text/Foto): Radio Vatikan