PEI-Daten zu Corona-Impfstoffen: Werden schwere Nebenwirkungen unterbewertet?

Von Felizitas Küble

Bekanntlich wurden alle Vakzine gegen Corona in Rekordzeit entwickelt und freigegeben (wenngleich es sich streng genommen „nur“ um eine Notfallzulassung handelt). Die Drei-Phasen-Testung von Impfstoffen dauert ansonsten mindestens fünf, meist acht bis zehn Jahre oder länger. Wie sollen mögliche Langzeitfolgen andernfalls festgestellt werden?

Inzwischen sind vor allem folgende potentielle schwere Komplikationen der Impfstoffe bekannt: Sinusvenenthrombose (Blutgerinnungsstörungen) durch Vektor-Vakzine (AstraZeneca, Johnson) sowie Herzmuskelentzündung bei mRNA-Vakzinen – wobei dies besonders Jungen und jüngere Männer betrifft.

Laut aktueller „WELT am Sonntag“ (WamS) vom 22. August 2021 wurde im neuen Bericht des amtlichen PEI (Paul-Ehrlich-Instituts) sodann als weitere Nebenwirkung eine Entzündung des Nervensystems, die zu Lähmungserscheinungen führen könne, aufgelistet.

Der auf S. 51 der WamS erschienene Artikel mit dem Titel „Ein Rest Risiko“ enthält danach die Frage: „Werden wirklich alle Fälle potentieller Impfkomplikationen erfaßt?“

Eingangs war in dem Bericht vom Herzinfarkt einer vierzigjährigen Frau ohne Vorerkrankungen die Rede, der eine Woche nach der Impfung von Vakzevria erfolgte – ihr Kardiologe habe für seine Meldung ans PEI „zwei Formularseiten ausfüllen“ müssen, das habe ihm „eine halbe Stunde Zeit“ gekostet. Ob wohl wohl alle Mediziner diese Extra-Mühe in solch einer Situation auf sich nehmen? – Eben dies wird auch im erwähnten Beitrag angezweifelt.

Das PEI habe inzwischen – so heißt es dort – über 130.000 Nebenwirkungs-Meldungen ausgewertet, davon über 14.000 schwerwiegende Fälle. In 1254 Verdachtsfällen seien die Patienten verstorben.

Sodann wird gefragt, wie es mit den Volkskrankheiten Schlaganfall und Infarkt steht: ob bei solch einem Krankheitsbild jemand die Impfung als Auslöser in Erwägung ziehe, wenn auch andere Ursachen infrage kämen? – „Eher nicht“, antwortet der Freiburger Kardiologe Dr. Paul Biever.

Denkbar ist daher, daß manche potentielle Impfschäden nicht erfaßt werden“, so wird in dem Artikel immerhin eingeräumt.

BILD: Besteller-Sachbuch des Biologen Arvay zur Impf-Debatte

Deutlich kritischer äußert sich das Webmagazin „Science Files“ in einem ebenfalls am 22.8. veröffentlichten Beitrag, der sich mit diversen Statistiken und Tabellen zu Impffolgeschäden befaßt und diese mit den Daten vergleicht, welche von Pfizer/Biontech auf der Basis ihrer eigenen klinischen Tests publiziert wurden.

Dort seien 0,4% schwere (!) Nebenwirkungen bei Doppelt-Geimpften eingeräumt werden.
Allerdings melde das PEI prozentual weitaus weniger schwere Fälle (nämlich nur 0,02%).

Dabei hätten, so Sciene Files, die Pharmafirmen Pfizer/Biontech „eine ganze Latte von Nebenwirkungen, Anaphylastische Schocks, Herzerkrankungen (Myokarditis/Perikarditis), Erkrankungen der Verdauungswege usw. in den klinischen Trials nicht erkannt“. Selbst der dort erwähnte Anteil von 0,4% sei daher ein „zu geringer Wert, um die Nebenwirkungen nach Impfung abbilden zu können„.

Hinsichtlich der Auswertungen des PEI in puncto „schwere“ Nebenwirkungen werde demnach „mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht nur unterberichtet, sondern erheblich unterberichtet.“ (Näheres dazu hier: https://sciencefiles.org/2021/08/22/ein-einfacher-beleg-dafur-dass-schwere-nebenwirkungen-nach-covid-impfung-vom-paul-erhlich-institut-unterberichtet-werden/)


AstraZeneca: Dutzende neue Thrombose-Fälle

Informationen aus einer Meldung von N-TV:

Fälle mit Komplikationen nach einer Astrazeneca-Impfung nehmen auch in Großbritannien zu. Die Regierung gab bekannt, dass kürzlich 25 neue Fälle von seltenen Blutgerinnseln im Zusammenhang mit AZ aufgetreten sind.

Die Gesamtzahl der Fälle zum 24. März beträgt jetzt 30, wie die Aufsichtsbehörde für Arzneimittel (MHRA) in einer Erklärung mitteilt.

Dem deutschen Paul-Ehrlich-Institut wurden bis Montag 31 Verdachtsfälle einer Sinusvenenthrombose nach Impfung mit Astrazeneca gemeldet. In 19 Fällen wurde zusätzlich eine Thrombozytopenie gemeldet. In neun Fällen war der Ausgang tödlich.

Quelle: https://www.n-tv.de/panorama/Briten-melden-neue-Faelle-von-Hirnvenenthrombosen-article22467554.html