Viele US-Bundesstaaten bieten Impf-Lotterie

Der deutschsprachige Blog 1600 Penn, der sich auf Infos und Anaylsen zur amerikanischen Politik spezialisiert hat, informiert derzeit darüber, daß sich in den USA allmählich verstärkt eine Impfskeptische Haltung ausbreitet. Teils führt der Autor dies auf die sinkenden Infiziertenzahlen zurück, teils auf wachsende Bedenken von Bürgern hinsichtlich möglicher Nebenwirkungen oder gesundheitliche Abwägungen.

Außerdem berichtet der Verfasser, um die eigene Bevölkerung zum Impfen zu motivieren, seien viele Bundesstaten „erfinderisch“ geworden und hätten eine Art Impf-Lotterie gestartet:

Jede Person, die sich impfen lässt, hat somit Chancen auf einen zumeist attraktiven Gewinn. In der Verlosung sind Geldgewinne (Hauptgewinn z.B. $1 Million), ein Jahr kostenlose Lebensmittel, Angellizenzen, Waffen, Autos oder auch Stipendien für das College.

Nach Einführung einer solchen Lotterie stieg in Ohio im Mai die Impfbereitschaft um 45 Prozent, insbesondere junge US-Amerikaner ließen sich immunisieren. Kalifornien gibt derweil den höchsten Wert an Prämien aus: Preise im Gesamtwert von $165,5 Millionen werden ausgeschüttet.“

Quelle für die Zitate: https://blog1600penn.com/2021/06/29/die-grenzen-der-pandemiebekaempfung/

Info-Hinweis: Grüne und FDP-Liberale schlagen auch bereits Anreize durch Belohnungsmethoden vor, um der zunehmenden Impf-Müdigkeit entgegenzuwirken: https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/125165/Absage-von-Impfterminen-FDP-und-Gruene-sehen-Handlungsbedarf


630.000 Berliner ignorieren Impf-Termin

Wie der Berliner Tagesspiegel aktuell berichtet, liegen in der Bundeshauptstadt zig-tausende Dosen AstraZeneca auf Halde.

Vor allem unter berufstätigen Berlinern mittleren Alters würden große Bedenken herrschen, heißt es weiter.

Zuletzt hätten „massenhaft“ Lehrer, Polizisten und Kitapersonal in die Impfzentren kommen sollen, in denen Astrazeneca gespritzt wird, es seien aber tausende nicht erschienen.

BILD: Kritisches Buch des Biologen Arvay zu Impfstoff-Themen

Laut Tagesspiegel-Informationen sind seit Dezember 2020 eine Million sog. Impfcodes verschickt worden. Etwa 362.000 Berliner haben eine Erstimpfung hinter sich. Derzeit seien 630.000 weitere Bürger berechtigt, sich impfen zu lassen – haben es jedoch bislang nicht getan.

Quelle für die Zitate: https://www.tagesspiegel.de/berlin/akzeptanzprobleme-bei-astrazeneca-hunderttausende-berliner-reagieren-auf-impf-einladung-nicht/27036890.html


Saarland: Mediziner-Mehrheit wünscht keine Impfung mit AstraZeneca

Warum mehr als die Hälfte der 200 für die Corona-Impfung vorgesehenen Mediziner im Saarland beim Sonder-Impftermin am Samstag, 13. Februar, nicht erschienen, ist unklar.

Laut FAZ seien vor allem Mediziner mit hohem Ansteckungsrisiko angeschrieben worden – wie Hausärzte, die in Altenheime gehen, oder spezielle Fachärzte.

Gesundheitsministerin Monika Bachmann kritisierte das Verhalten des medizinischen Personals im saarländischen Landtag als „höchst unsolidarisch“. Ein Teil der Absagen sei sogar ohne Begründung erfolgt, so die Ministerin.

In einem Statement des Ministeriums heißt es jedoch: „Wir nehmen bundesweit ein Akzeptanzproblem für den Impfstoff des britisch-schwedischen Pharmakonzerns AstraZeneca wahr, hauptsächlich aus dem medizinischen Bereich“.

Quelle und vollständige Meldung hier: https://www.epochtimes.de/politik/deutschland/mediziner-impfung-im-saarland-54-prozent-kamen-nicht-gesundheitsministerin-veraergert-a3449604.html


Viele Familienunternehmen sind sehr besorgt

Familiengeführte Unternehmen in Deutschland blicken mit Skepsis auf das Jahr 2021. Weniger als die Hälfte (46 %) gehen von einer positiven Entwicklung des operativen Geschäfts im kommenden Jahr aus, so eine Umfrage unter mehr als 1000 Mitgliedern der beiden Verbände „Die Familienunternehmer“ und „Die jungen Unternehmer“.

23 % erwarten gleichbleibende Geschäftszahlen, weitere 23 % rechnen mit sinkenden Umsätzen und Erlösen. 8 % machten keine Angaben.

Laut der Umfrage wollen 53 % der Unternehmer trotz der schlechteren Aussichten die Zahl der Arbeitsplätze konstant halten. 26 % der Betriebe wollen 2021 mehr Arbeitsplätze schaffen, 16 % planen eine Reduzierung der Belegschaft.

Quelle und Fortsetzung der Meldung hier: https://www.extremnews.com/nachrichten/wirtschaft/bd3917f9289b608


Zur ethischen Beurteilung einer Impf-Pflicht

Antworten aus der Internetpräsenz der Universität Graz:

Sollen wir uns gegen Covid-19 impfen lassen? Kann ohne generelle Pflicht eine Impfung dennoch vorgeschrieben werden? Gefährden Gegner/innen sogar das Gemeinwohl?

Zwei Uni-Graz-Wissenschafter – Medizinethikerin Martina Schmidhuber und Ethiker Thomas Gremsl – versuchen, Antworten darauf zu geben.

Einzel- und Gemeinwohl
Beide WissenschafterInnen beurteilen eine Impfpflicht überaus problematisch:
„In unserer Gesellschaft ist Selbstbestimmung als hohes Gut verankert“, hält Martina Schmidhuber (Professorin für Health Care Ethics am Institut für Moraltheologie) fest.

Diese Ansicht teilt Thomas Gremsl, Wissenschafter am Institut für Ethik und Gesellschaftslehre:

„Als Menschen sind wir zugleich Individual- und Sozialwesen und agieren als solche immer in einem gesellschaftlichen Spannungsfeld zwischen individueller Selbstbestimmung und institutioneller Regulierung. Es ist wichtig, dass wir als Menschen die Freiheit haben, eigenverantwortlich zu handeln.“

Skepsis
Im Gesundheitsbereich steht die Expertin für Medizinethik einer Impfung weniger kritisch gegenüber, um vulnerable Personen zu schützen. Die Skepsis von Impfgegner/innen versteht Schmidhuber: „Die Entwicklung eines Serums ist sehr schnell passiert, man muss daher die Genehmigungen sehr transparent darlegen.“ – Wenn nachvollziehbar dargelegt werden könne, dass die Entwicklung des Impfstoffs ordnungsgemäß stattgefunden hat, wirke dies sicher der Skepsis entgegen.

Sachebene
„Das richtige Maß“ für den Einsatz bzw. den Umgang mit einer Impfung zu finden, ist ebenso für den Ethiker Thomas Gremsl entscheidend. „Für eine Gesellschaft ist es wichtig, die Ängste ihrer Mitglieder ernst zu nehmen. Emotional geführte, pauschalisierende schwarz-weiß Debatten, wie sie aktuell vor allem in sozialen Medien geführt werden, bringen aber keine Lösungen, sie führen nur zur weiteren Verhärtung der Fronten.“

Auch die Grund- und Menschenrechte schützen die Position jedes einzelnen und diese dürfe in so außergewöhnlichen Zeiten nicht einfach zur Disposition stehen. „Vielmehr kann einseitiger Druck, von ‚oben‘, aber auch der egoistische Druck einzelner Gruppen, zur Gefährdung des Gemeinwohls beitragen“, mahnt Gremsl zur Wachsamkeit.

Quelle und vollständiger Text hier: https://news.uni-graz.at/de/detail/article/pflichtprogramm/


Scharfe Kritik aus der CSU an Bischof Oster wegen seines FFF-Mitmarschierens

Von Felizitas Küble

Nachdem die schwedische Klima(wahn)-Aktivistin Greta Thunberg kürzlich eine scharfe bis hysterische Rede vor der UNO geboten hat, wächst sogar in jenen Kreisen, die ihr bislang zeitgeistgemäß nachfolgten, die Skepsis.
Selbst Bundeskanzlerin Angela Merkel, die Gretas FFF-Demos bislang mehrfach bejaht hat, äußert nun erstmals Kritik an ihren Ansichten. 
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Gleichzeitig ertönt jetzt in den Medien die Kunde, das Mädchen erhalte bald den Alternativen Nobelpreis, der mit 94.000 Euro dotiert ist. Diese Auszeichnung aus der rotgrün-linken Richtung paßt zweifellos zu ihrem Engagement.
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Unterdessen wächst in der CSU die Kritik an der Teilnahme von Dr. Stefan Oster am Friday-for-Future-Marsch in Passau.
Der Bischof ist zugeich Jugendbeauftragter der Deutschen Bischofskonferenz. Im Hinblick auf dieses Amt „rechtfertigte“ er sein umstrittenes Mitlaufen an der FFF-Demo.
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Wie die Passauer Neue Presse berichtet, löste das zeitgeistliche Verhalten des Passauer Oberhirten in der CSU Befremden aus, interessanterweise vor allem bei der JU (Jungen Union).
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Scharfe Kritik äußerte z.B. der JU-Kreisvorsitzender Stefan Meyer über die „politische Einmischung“ des katholischen Jugendbischofs.
Sein Vater, Landrat Franz Meyer (ebenfalls CSU), erklärte dazu: „Jede politische Jugendorganisation und damit auch die JU hat das Recht, klare Position zu beziehen und dabei deutliche Worte zu sprechen.“
Er fügte hinzu: „Ich persönlich finde es befremdlich, wenn ein Bischof bei einer Veranstaltung dabei ist, zu deren Teilnahme auch erkennbar extreme linke Gruppierungen aufgerufen haben.“

Die CSU-Kreisvorsitzenden Raimund Kneidinger und Holm Putzke äußerten sich ähnlich.

Kneidlinger erklärte: „Es ist sicherlich berechtigt, dass Stefan Meyer die Beteiligung des Bischofs an einer Demonstration hinterfragt, zu welcher von politischen Gruppierungen wie den Grünen, der Linken und der Antifa aufgerufen und bei der zum Teil mit fragwürdigen Plakaten und Aussagen protestiert wurde.“

Putzke sagte dazu: „Natürlich darf ein Bischof sich einer politischen Bewegung anschließen, wenn er meint, damit bei Teilen der Bevölkerung und im linken Lager Sympathien für seine Kirche zu wecken.“

Wer sich aber als Vertreter einer religiösen Institution derart politisch positioniere  – so Putzke –  der müsse sich dann auch wie jeder Politiker Kritik an seinem Verhalten gefallen lassen.

Siehe zu diesem Thema unseren Artikel vom 24.9.: https://charismatismus.wordpress.com/2019/09/24/warum-beteiligte-sich-bischof-stefan-oster-am-kinderkreuzzug-in-passau/)

Artikel über Gretas neue UN-Rede: https://www.achgut.com/artikel/klima_exorzismus_meine_botschaft_ist_dass_wir_dich_beobachten_werden

Artikel über Greta Thunberg und die unfaire politische Zurschaustellung und Vereinnahmung dieses psychisch gestörten Mädchens: https://sciencefiles.org/2019/09/24/don-gensing-von-der-traurigen-gestalt-greta-asperger-und-das-hassobjekt/

Weiterer Beitrag aus dem Kulturmagazin CICERO: https://www.cicero.de/kultur/greta-thunberg-wutrede-un-klimagipfel-fridays-for-future


Österreich: Skepsis gegenüber der Pille steigt

Unter dem Titel „Verhütung lieber ohne Hormone?“ berichtet der österreichische Rundfunk (ORF) am 20. Mai 2019 in seinem Online-Portal über die zunehmende Kritik an der Pille sowohl seitens der gebärfähigen Frauen wie auch von wissenschaftlicher Seite und in den klassischen Medien.

Der ORF schreibt: „Risiken und Nebenwirkungen wie Thrombosen, Brustkrebs und Libidoverlust seien lange verharmlost worden. Mehr und mehr Frauen entscheiden sich daher gegen die Pille.“

Zudem heißt es: „Im aktuellen österreichischen Verhütungsreport ist sie noch immer die klare Nummer eins. Doch während vor zehn Jahren noch knapp die Hälfte der Frauen im gebärfähigen Alter mit der Pille verhütet haben, sind es heute laut Report nur mehr 34 Prozent. Ähnliches lässt sich auch in den Nachbarländern feststellen.“

Dabei gehe es nicht allein um die biologisch-gesundheitlichen Nebenwirkungen, sondern auch um seelische Probleme wie Depressionen, Lust-Verlust und stärkere Selbstmordneigungen (höheres Suizidrisiko):

„Viele Frauen klagen über den Verlust der Libido und sogar depressive Verstimmungen. Seit Anfang 2019 müssen neben den bereits genannten Nebenwirkungen auch Depressionen als mögliche Nebenwirkungen im Beipackzettel vermerkt sein. Auslöser war eine dänische Studie, die einen Zusammenhang zwischen hormoneller Verhütung und einem erhöhten Suizidrisiko feststellte.“


Erscheint die „Madonna von Zaro“ seit 1994 auf der Insel Ischia bei Neapel?

Von Felizitas Küble

Es sind bereits 25 Jahre vergangen, seitdem die himmlische Mutter angeblich drei vorpubertären Kindern – alle unter zehn Jahre alt  – im Wald von Zaro erschienen sein soll. Diese Stätte befindet sich auf der Insel Zaro im Golf von Neapel.

Die Ereignisse von Medjugorje in der Herzegowina sind noch älter – dort soll sich die Madonna bereits am 24. Juni 1981 einer Gruppe von Jungen und Mädchen gezeigt haben.

In beiden Fällen dauern die Erscheinungen bis heute an, wobei sich „Maria“ stets an einen vorgegebenen Zeitplan hält:

Auf der Insel Ischia kommt sie pünktlich am 8. und 26. Tag eines jeden Monats, wobei der einstige Seherknabe Ciro Vespoli (er ist inzwischen Priester) keine Offenbarungen mehr erhält, jedoch die Visionärinnen Simona und Angela nach wie vor ihre Botschaften empfangen.

Die Verlautbarungen von „oben“ sind denen in Medjugorje im Sprachduktus und dem oft sentimentalem Inhalt zum Verwechseln ähnlich, lediglich das Prinzip „Zuckerbrot und Peitsche“ wird im Wald von Zaro gründlicher eingehalten, das heißt:

Dort gibt es mehr Katastrophen-Ankündigungen (Erdbeben, Vulkanausbrüche, Kriege, Massenterror), weshalb die Botschaften insgesamt etwas aufregender wirken als die flachen Allerweltssprüche aus der Herzegowina.

Auch das Erscheinungsbild der „Madonnen“ zeigt in beiden Fällen verwandschaftliche Merkmale: sie trägt einen Schleier, ein weißes oder graues Gewand, einen blauen Mantel und hat nackte  Füße, die Hände breitet sie fast wie ein Priester am Altar aus (Orante-Haltung). Im Falle der Ischia-Erscheinungen gibt es noch ein dornenumranktes Herz auf der Brust und einen goldenen Gürtel um die Hüften.

Nachdem die Zahl der Pilger und neugierigen Touristen ständig angewachsen ist, haben sich auch Medien für die dortigen Vorgänge interessiert. Die angesehene Schweizer „Weltwoche“ schrieb am 5. Juli 2017 sogar einen ausführlichen Bericht unter dem Titel „Wenn Maria spricht“: https://madonna-von-zaro.org/resources/weltwoche_zaro.pdf

BILD: Medjugorje-Madonna mit Schleier, grauem Gewand und blauem Mantel – ähnlich wie in Zaro

Aber auch der zuständige Bischof konnte die Ereignisse auf Dauer nicht ignorieren, so daß er eine Untersuchungskommission einschaltete, die aus mehreren Theologen, Kirchenrechtlern und einem Psychiater besteht. Ein abschließendes Urteil läßt noch auf sich warten, was aber für kirchliche Verhältnisse nicht ungewöhnlich ist. 

Eine Anerkennung der „Offenbarungen“ ist freilich äußerst unwahrscheinlich. Immerhin wurden in Italien seit 1930 über 100 Erscheinungsstätten gemeldet, von denen die Kirche keine einzige approbiert (genehmigt, gebilligt) hat.

Zudem hat der Ortsbischof bereits in kritischer Weise eingegriffen, als er vor einigen Jahren anordnete, daß die vermeintlichen Botschaften Mariens den Pilgern nicht mehr direkt nach ihrer „Erscheinung“ verkündet werden dürfen. Vielmehr müssen sie ihm zuerst vorgelegt werden – und dürfen allenfalls beim nächsten Stelldichein der „Madonna“ vorgelesen werden.

Laut Bericht der „Weltwoche“ sind die zuständigen kirchlichen Stellen vor allem von den Panik-Kundgaben wenig angetan.

Natürlich hat sich die erscheinungsbewegte Internetseite „Kath.net“ sehr wohlwollend über die Vorgänge im Wald von Zaro geäußert: www.kath.net/news/60204

Am 8. Juli 2017 verwies „Kath.net“ abschließend auf das Zeugnis von Pater Gabriele Amorth, dem verstorbenen Exorzisten aus Rom. Dieser habe sich kurz vor seinem Tod positiv über die Geschehnisse auf der Insel Ischia geäußert.

Dies erstaunt allerdings wenig, immerhin war der Geistliche nicht nur ein entschiedener Anhänger von Medjugorje, sondern verlangte sogar von den Gläubigen die Zustimmung zu den dortigen Phänomenen, was ganz dem kirchlichen Standpunkt zu Privatoffenbarungen zuwiderläuft.

Dies haben wir im CHRISTLICHEN FORUM bereits im Jahre 2011 – zu seinen Lebzeiten also – kritisiert: https://charismatismus.wordpress.com/2011/11/02/ex-exorzist-verlangt-den-glauben-an-medjugorje/

Wenn die Erscheinungs-„Madonna“ nicht gerade mit Katastrophenmeldungen und Warnungen vor göttlichen „Strafgerichten“ zugange ist, beschränkt sie sich in ihren Mitteilungen auf fromme Banalitäten ähnlich wie in Medjugorje.

So heißt es u.a. in ihrer nagelneuen „Botschaft“ vom 26. Februar 2019 an die Seherin Simona laut der deutschsprachigen Zaro-Werbe-Seite:

„Liebe Kinder, seht, ich komme zu euch, um euch Frieden, Liebe, Gelassenheit  und Gerechtigkeit zu bringen.

Meine geliebten Kinder, ich komme nochmals, um euch um Gebet zu bitten, Gebet für diese Welt, die sich immer mehr im Verfall befindet, immer mehr vereinnahmt vom Bösen, immer mehr erfüllt vom eigenen „Ich“ und immer weiter von Gott entfernt.

Nur in Gott ist Liebe, nur in Ihm ist Frieden, nur in Ihm ist die wahre Freude!

Ich liebe euch, meine Kinder, ich liebe euch. Jetzt gebe ich euch meinen heiligen Segen. Danke, dass ihr zu mir geeilt seid.“

Die Ähnlichkeit mit dem süßlichen Medjugorje-Gesäusele ist unverkennbar – bis hin zum Abschlußsatz: „Danke, dass ihr zu mir geeilt seid.“ – In Medju endet fast jede Botschaft mit der Floskel: „Danke, dass ihr meinen Ruf gefolgt seid.“


Die Welt auf der Suche nach dem Wunder…

Von Felizitas Küble

Die neue Ausgabe der Illustrierten „Stern“ schreibt seitenlang über außergewöhnliche Vorgänge und Wunder-Phänomene in der christlichen und außerchristlichen Welt.

Vor wenigen Tagen ist im Kino ein aus Frankreich stammender Spielfilm mit dem Titel „Die Erscheinung“ angelaufen (siehe Foto), der sich über zwei Stunden hinzieht und dennoch nicht die Spannung verliert, zumal er manche Elemente einer Detektiv-Story und eines Thrillers aufweist.

Freilich geht es dem Streifen letzten Endes eher um dramaturgische Effekte und psychologische Hintergründe, weniger um eine theologisch gründliche Antwort auf die Frage, ob die Marienerscheinung, die einer jungen Frau im Süden Frankreichs widerfahren sein soll, himmlischen oder anderweitigen Ursprungs ist.

Vieles, was typisch für solche Ereignisse ist, wird in diesem Spielfilm realistisch gezeichnet: die Schar naiver bis verzückter Anhänger, die mit dem Pilgerstrom verbundene Geschäftemacherei, die Anziehungskraft des „Wunderbaren“ auch in unserer angeblich so „säkularen“ Gesellschaft, sodann die grundsätzlich kritische Haltung der Kirche gegenüber „Privatoffenbarungen“.

Dies ist sicherlich ein positiver Punkt in diesem melodramatischen Film „Die Erscheinung“:

Die distanzierte Einstellung des Vatikan angesichts spektakulärer Vorgänge wird klar aufgezeigt. Die Haltung der Kirche beruht auf ihrer gründlichen Erfahrung von zweitausend Jahren – zudem ergänzt durch den fundamentalen Lehrsatz, wonach die Offenbarung Gottes mit dem Tod des letzten Apostels abgeschlossen ist.

Daher sind sogenannte „Privatoffenbarungen“ für die Gläubigen nicht verbindlich; das gilt auch für kirchlich gebilligte Erscheinungen  –  für die anderen erst recht.

So gesehen ist es  nur folgerichtig, daß der Vatikan – wie in diesem Film dargestellt – sogar einen agnostischen, also eher ungläubigen Reporter aus dem weltlichen Milieu in seine Untersuchungkommission beruft, die ansonsten aus Medizinern, Theologen, Historikern und Psychiatern besteht.

Die Kirchenmänner denken sich: Dieser nüchterne Kriegsberichterstatter aus Syrien, der das harte Leben kennt und sich nichts vorflunkern läßt, soll der Wahrheit dieser Erscheinung auf den Grund gehen und alles akribisch  und detektivisch untersuchen.

Tatsächlich hat die Kirche von über zweitausend angeblichen „Privatoffenbarungen“ bislang lediglich 16 positiv beschieden, das sind nicht einmal 1%. Bekannt sind davon vor allem Fatima, Lourdes und Guadalupe.

Wobei das geläufige deutsche Wort „Anerkennung“ keine präzise Übersetzung des kirchlichen Begriffs „Approbation“ darstellt; dieser bedeutet übersetzt nämlich nicht „Anerkennung“ (im Sinne einer Bestätigung), sondern Erlaubnis, Genehmigung, Billigung  – mit anderen Worten: Es ist den Katholiken im Falle einer Approbation „gestattet„, an die betreffende Erscheinung zu glauben, doch besteht hierzu keinerlei Verpflichtung.

Eine approbierte Erscheinung ist nicht nur kein Dogma, sie gehört auch nicht zur amtlichen kirchlichen Verkündigung, ist also kein Bestandteil des „depositum fidei“ – so heißt das der Kirche hinterlegte „Glaubensgut“, also die Gesamtheit ihrer Lehraussagen. Diese beruhen auf zwei Säulen: Der Heiligen Schrift und der apostolischen Überlieferung, also Schrift und Tradition. Das kirchliche Lehramt bildet gleichsam das schützende „Dach“ über diesen beiden Säulen.  

Erscheinungen sind weder Stützpfeiler noch Dach, geschweige ein Fundament des Glaubens – sondern im Falle ihrer Billigung können sie ein persönlicher Ansporn für die Gläubigen sein, ein Impuls für die Glaubenspraxis, aber kein Bestandteil der kirchlichen Verkündigung.

 


Medjugorje und die „Seher der zweiten Generation“: Jelena und Marijana Vasilj

Von Felizitas Küble

Am 24. Juni 1981 begannen die „Marienerscheinungen“ in der Pfarrgemeinde Medjugorje in Bosnien-Herzegowina, die teils bis heute andauern. Diese Privatoffenbarungen an sechs Seher/innen sind kirchlich nicht anerkannt und  werden vom dortigen Bischof Peric abgelehnt, der damit die kritische Haltung seines Amtsvorgängers Zanic fortführt. Auch die jugoslawische Bischofskonferenz distanzierte sich von diesen Phänomenen.

Allerdings ist kaum bekannt, daß es auch eine sogenannte „Seher der 2. Generation“ gibt, wobei es sich um zwei Mädchen handelt, die schon im Alter von 10 bzw. 11 Jahren Visionen der Gottesmutter erhalten haben wollen, die Ende 1982 begonnen haben – also eineinhalb Jahre nach den „eigentlichen“ Erscheinungen von Medjugorje. Gedauert haben diese Visionen bis Mai 1998, demnach immerhin 16 Jahre hindurch.

Die damals vorpubertären Kinder wurden von der Madonna – eigenen Angaben zufolge – aufgefordert, eine Gebetsgruppe zu gründen. Diese wird als sog. „Große Gebetsgruppe von Medjugorje“ bezeichnet; nach ihrem Vorbild gibt es ähnliche Gruppen in aller Welt.

Die beiden Mädchen hatten im Unterschied zu den anderen sechs Seher/innen keine „körperlichen“ Erscheinungen erlebt, sondern sahen Maria „im Herzen“ oder hörten ihre Einsprechungen.

Es handelt sich um Jelena Vasilj-Valente und Marjana Vasilj-Juricic, beide sind seit langem verheiratete Familienmütter, die nicht mehr in Medjugorje leben.

In diesem auf englisch erschienenen Buch „Our Lady of Medjugorje“ (siehe Foto) werden Interviews mit den beiden Visionärinnen der zweiten Generation geführt.

Es gibt aber auch Infos in deutscher Sprache auf der offiziellen Medjugorje-Seite: https://www.medjugorje.de/medjugorje/seher/2-generation-erklaerung.html

Die „Botschaften“ der beiden Damen sind den üblichen Verlautbarungen aus Medju zum Verwechseln ähnlich. Es fällt lediglich auf, daß noch mehr Betonung auf dem „Beten und Fasten“ liegt, das anscheinend ein ausreichender Weg zum ewigen Heil ist.

Man fragt sich nur, warum Christus sich ausgerechnet mit den Pharisäern so stark auseinandersetzte, obwohl diese doch so viel gebetet und gefastet hatten.

Zum festen Programm dieser Ur-Gebetsgruppe, welche angeblich von der Gottesmutter selber initiiert wurde, gehören drei Stunden Gebet pro Tag und das Fasten bei Wasser und Brot am Mittwoch und Freitag.

Nun ist eine Gebetsgruppe aus Eltern, Jugendlichen oder alleinstehenden Erwachsenen aber kein Kartäuserkloster. Wie sollen die Menschen ihre normale Berufsarbeit bzw. ihre Familienpflichten vernünftig erledigen können, wenn sie ständig mit Beten und Fasten zugange sein müssen? Dazu kommt, daß es sich um ein  – noch dazu ungesundes  – Fasten bei „Wasser und Brot“ handelt, also weitaus strenger als das kirchlich gebotene Fasten am Aschermittwoch und Karfreitag (gerade mal zwei Tage im Jahr).

Keine Frage: Beten und Fasten gehört zum Christenglauben wie selbstverständlich dazu, aber es reicht alleine nicht aus. Notwendig sind auch gute Werke, Nächstenliebe und die Einhaltung der Gebote Gottes.

In den meisten Botschaften der ersten Jahre wiederholt sich der ständige (einseitige!) Aufruf zum Beten und Fasten, z.B. heißt es allein im Nov. 1983:

„Wenn ihr betet und fastet, werdet ihr bekommen, was immer ihr erbittet.“
„Ich möchte euch sagen, dass ihr morgen für die Erleuchtung durch den Heiligen Geist fastet und betet.“

„Betet und fastet! Alles, was ihr für mich tun wollt, ist zu beten und zu fasten.“

Zudem verkündet die „Madonna“ folgendes: „Betet nur! Ihr seht selbst, dass ihr nur durch das Gebet gerettet werden könnt.“
Das ist theologisch falsch. Christus selber warnte uns: „Nicht jeder, der HERR HERR sagt, wird ins Himmelreich eingehen, sondern wer den Willen  meines himmlischen Vaters erfüllt.“

Im Januar 1984 wird Gebet und Fasten erneut zum Allheilmittel erklärt:
„Betet und fastet. Ich möchte, dass eure Herzen vollkommen rein von Sünde seien, und eure Herzen könnt ihr nur durch Gebet und Fasten reinigen.“
„Betet und fastet, weil ihr ohne Gebet und Fasten nichts tun könnt.“

Einen Monat später wird der Gruppe von „oben“ eingeredet: „Betet und fastet. Ich möchte Demut von euch. Und demütig könnt ihr nur durch das Gebet und Fasten werden.“

Zudem wurden Jelena Gebete direkt vom Himmel diktiert, die allerdings  – neben allerlei Kitsch und Banalitäten – zum Teil theologisch recht fragwürdig sind.

So heißt es z.B. ein einem „Weihegebet“ an Maria: „Auch bitte ich Dich um die Gnade, Dir gegenüber gnädig sein zu können.“

Wie bei so vielen Erscheinungen gibt es auch hier wieder einen Extra-Rosenkranz, der allerdings kein einziges Ave Maria beinhaltet, stattdessen nach dem Credo 33 Vater-unser und 7 Ehre-sei, außerdem selbstgebastelte Betrachtungen zum Leben Jesu.

Diese Gebetsgruppe der 2. Generation wurde in den ersten Jahren von Pater Tomislav Vlasic geleitet. Der Franziskaner war von August 1981 bis 1984 Ortspfarrer von Medjugorje sowie geistlicher Leiter der dortigen „Seher“ und auch der erwähnten Gebetsgruppe.

Vlasic gehört zur Charismatischen Bewegung; er leitete schon vor Beginn der „Erscheinungen“ entsprechende „Gebetsgruppen“ und Treffen.

Am 28.2.1982 bestätigte die „Madonna“ genau diesen Geistlichen, indem sie zu den „Sehern“ sagte: „Ihr habt Tomislav viel zu verdanken, weil er euch so gut führt.“

Damals war der Pater aber bereits Vater eines fünfjährigen Sohnes, den er mit einer Nonne gezeugt hatte. Er wollte sich aber nicht um Mutter und Kind kümmern, sondern blieb weiter im Orden.

1985 setzt ihn der zuständige Bischof Zanic als Pfarrer der Gemeinde Medjugorje ab und verbietet ihm das Predigen und das Zelebrieren der hl. Messe.

Seit 1985 behauptet P. Vlasic, besondere Botschaften von Christus und der Madonna zu erhalten, wobei es um die Gründung einer männlich-weiblich gemischten Ordensgemeinschaft gehe.

1988 beginnt er in Italien mit einer Kommunität aus Männern und Frauen, die sich „Königin des Friedens“ nennt. Mit der deutschen Medju-Anhängerin Agnes Heupel lebt er in „mystischer Ehe“, die sich jedoch nicht auf platonische Freundschaft beschränkt.

Anfang 2008 reißt dem Vatikan der Geduldsfaden:

Der Generalminister der Franziskaner, Pater J.R. Cargallo, und der Präfekt der Glaubenskongregation, Kardinal W. Levada, unterzeichnen ein Dokument, das den Franziskaner verpflichtet, jede Verbindung zur Gemeinschaft „Königin des Friedens“ aufzugeben. Das Predigten und die Ausübung der Beichtvollmacht werden ihm untersagt.

Pater Vlasic verweigert den Gehorsam und hält sich nicht an die kirchlichen Auflagen.

Im Juli 2009 wird öffentlich bekannt, daß Pater Vlasic „in den Laienstand zurückversetzt“ und aus dem Franziskanerorden entlassen wurde.

Papst Benedikt XVI. untersagt P.  Vlasic unter Androhung der Exkommunikation jede Ausübung einer seelsorglichen oder apostolatischen Tätigkeit, verfügt zudem ein striktes Verbot, Erklärungen zu religiösen Sachverhalten  – insbesondere zu den Vorgängen in Medjugorje  – abzugeben. 

Angesichts derartiger Vorgänge stellt sich schon die Frage, welchen (un)geistigen „Einflüssen“ auch die Seher der 2. Generation ausgesetzt waren?!