Slowakei: Verfassungsgericht gegen C.-App

In der Slowakei hat das Verfassungsgericht jetzt den Gesundheitsbehörden die Überwachung von Handydaten verboten.

Die sozialdemokratische Opposition hatte gegen eine Novelle des Telefongesetzes Beschwerde eingelegt und recht bekommen.

Das Zweck dieser Überwachung bestand darin, Corona-Infizierte bzw. ihre Kontaktpersonen besser nachverfolgen zu können.

Die Oppositionspolitiker des Landes begrüßten die Entscheidung der Höchstrichter.

 


Prof. Dr. Jörg Meuthen übt scharfe Kritik am EU-Strafverfahren gegen Polen

Zur heutigen Entscheidung der EU-Kommission, ein Strafverfahren nach Artikel 7 gegen Polen einzuleiten, erklärt Prof. Dr. Jörg Meuthen (siehe Foto), stellv. Fraktionsvorsitzender der EFDD im EU-Parlament:

Die konservative Regierung Polens ist der Brüsseler Elite verhasst, weil sie nicht zu einer der beiden großen Parteienblöcke (Christdemokraten und Sozialdemokraten) gehört.

Tatsächlich werden ‚Demokratie und Rechtsstaatlichkeit’ nicht durch Polen gebrochen, sondern durch die EU-Kommission und die Merkel-Regierung.

Die Privatfehde des sozialistischen EU-Kommissars Timmermans gegen die konservative Regierung in Warschau wird ein Rohrkrepierer.

Polen sollte – gemeinsam mit Tschechien, Ungarn und der Slowakei – die EU-Kommission und die Bundesregeriung wegen mehrerer Vertragsverletzungen im Zusammenhang mit der Euro-Rettung und der Migrationskrise verklagen.

Polen hat sich immer für Europa eingesetzt. Es hat sich über die Jahrhunderte gegen fremden Einfluss gewehrt. Sei es muslimisch, sowjetisch oder – wie aktuell – Bestimmungsversuche aus Brüssel. 

Vor diesem Hintergrund ist die Einleitung des Strafverfahrens schlichtweg nichts Anderes als eine Verletzung der Souveränität Polens.“ 


Nach Ungarn und der Slowakei will auch Polen gegen die EU-Asyl-Quote klagen

EU-Ratspräsident Jean Asselborn hat die neue nationalkonservative polnische Regierung scharf kritisiert. Zwar müsse Brüssel die Entscheidung der Wähler akzeptieren, „aber wenn europäische Grundrechte ausgehebelt werden, ist das keine Einmischung in innere Angelegenheiten eines Mitgliedslandes, dann muß das unser aller Sorge sein“, warnte Asselborn. 40323-90x80

Vor allem die Weigerung Polens, sich an der geplanten Umverteilung von 160.000 Asylbewerbern zu beteiligen, sorgt für Empörung. „Die Verteilung von Flüchtlingen ist europäisches Gesetz“, sagte Asselborn. „Wenn Polen dieses Gesetz nicht einhält, wird die EU-Kommission ein Vertragsverletzungsverfahren einleiten.“

Es wird allerdings erwartet, daß sich Polen der Klage Ungarns und der Slowakei gegen die Asylquote anschließen wird. „Das wäre allerdings ein totaler Verstoß gegen die politische Solidarität innerhalb der EU“, monierte der Luxemburger.

Quelle: http://www.jungefreiheit.de


Asylcausa: Die Slowakei wehrt sich gegen Fremdbestimmung aus Brüssel und Berlin

Die Slowakei klagt vor dem Europäischen Gerichtshof gegen die EU-Flüchtlingsverteilung. Dazu erklärt der stellv. AfD-Sprecher, Alexander Gauland:

„Die Slowaken wollen es nicht hinnehmen, sich von Brüssel und Berlin diktieren zu lassen, wer zu Ihnen kommen soll. Dafür habe ich größtes Verständnis. Die oktroyierte Verteilung von Migranten ist ein Eingriff in die nationale Selbstbestimmung. Warum sollen diejenigen, die von vornherein vor der verfehlten Asylpolitik der deutschen Bundesregierung gewarnt haben, für eben diese Fehler nun gerade stehen müssen? 40323-90x80

Merkel hat die Migranten gerufen und will für diesen Fehler nun die anderen EU-Staaten haften lassen. Sie hat versucht, ganz Europa ungefragt eine ‚Willkommenskultur‘ zu verordnen. Die Bundeskanzlerin wird die Erfahrung machen müssen, dass ihre Haftungsunion eben nicht funktioniert, solange Deutschland nicht der Zahler ist.

Jeder sollte für die eigenen Entscheidungen auch die Konsequenzen tragen müssen. Das muss in der Asylkrise ebenso gelten, wie es in der Eurokrise gelten sollte.“

 


„Die Löwen kommen“: Slowakischer Politiker warnt vor Entchristlichung des Westens

Rezension von Thomas Zimmermanns

Buch-Daten: Vladimír Palko, Die Löwen kommen, fe-Medienverlag, Kislegg, 1. Aufl. 2014, 504 S., 12,80 €, ISBN 978-3-86357-072-9

Der Autor Vladimír Palko, Jahrgang 1957, ist slowakischer Katholik und seit dem Ende der kommunistiscdieloewenkommenhen Herrschaft im Jahr 1989 parteipolitisch tätig. Eine Zeitlang bekleidete er das Amt des slowakischen Innenministers. Seit 2008 ist er Vorsitzender der christlich-konservativen Partei KDS in der Slowakei.

Hauptaussage seines überaus aktuellen Buches ist die Feststellung, dass Christen nicht nur in islamischen und kommunistischen Staaten verfolgt werden, sondern dass sie seit ca. 10 – 15 Jahren auch in zahlreichen Staaten der EU, in den USA und Kanada und anderen westlichen Staaten verfolgt und diskriminiert werden, etwa deshalb, weil sie sich weigern, an Abtreibungen mitzuwirken, ihre Kinder in den staatlichen Sexualkundeunterricht zu schicken oder weil sie Homosexualität öffentlich kritisieren.

Christen, die an den Geboten und Ordnungen Gottes festhalten, würden zunehmend als Feinde des Staates und der Gesellschaft angesehen. Palko bringt hier zahlreiche z.T. schockierende Beispiele v.a. aus Staaten der EU, den USA und Kanada, die er ausführlich darstellt.

Hierauf beruht auch der Titel des Buches: „Haben Sie keine Angst, es wird nur mit einer sanften Verfolgung beginnen. Aber es wird eine Verfolgung sein. Die Löwen kommen“ (S.307). Dennoch müsse man sich nicht davor fürchten.

Er beginnt mit der Feststellung, dass der Kommunismus seit dem Zusammenbruch seiner Herrschaft in den Staaten des ehemaligen Ostblocks nicht tot ist, sondern sich im Neomarxismus fortsetzt und sich dort v. a. in Westeuropa, den USA und anderen westlichen Staaten politisch und gesellschaftlich etabliert hat und v. a. auch maßgeblichen Einfluss auf die Gesetzgebung und Politik der EU hat.40323-90x80

Im Gegensatz zum ursprünglichen Marxismus liege der Schwerpunkt des Neomarxismus nicht auf der Verstaatlichung von Produktionsmitteln und auf der Errichtung einer Diktatur der kommunistischen Partei, sondern auf der Zerstörung der Ordnungen von Ehe und Familie und der Abschaffung christlicher Normen und Ordnungen. Auch die inhaltliche Veränderung christlicher Begriffe sei für unsere Zeit typisch.  

Neomarxismus und Feminismus hätten seit den 60er Jahren zunehmend Politik, Kultur und Medien bestimmt; aufgrund dessen sei in fast allen westlichen Staaten seit Anfang der 70er Jahre die Abtreibung in den ersten Schwangerschaftsmonaten nicht mehr strafbar.

Hinzu komme seit einiger Zeit die Homosexuellenbewegung mit ihrer Zielsetzung, homosexuelle Partnerschaften ethisch anzuerkennen und rechtlich der Ehe gleichzustellen, ihr Verständnis von Sexualität in den Schulen zu lehren und christlich begründete Kritik als „homophob“ zu diffamieren und rechtlich zu untersagen. 20140501 Demo für Alle Banner WordPress

Der politische und gesellschaftliche Widerstand gegen diese Bestrebungen sei zumeist nur relativ gering gewesen. Dies hänge vor allem damit zusammen, dass ein großer Teil der sehr einflussreichen und in zahlreichen Staaten regierenden christdemokratischen und konservativen Parteien in Europa, den USA und anderen Staaten, und zwar vor allem wichtige Spitzenpolitiker, hauptsächlich aus opportunistischen Beweggründen keinen Widerstand geleistet hätten:

„Und so entwickelt sich Europa heute in eine Richtung, an deren Spitze nicht die christlichen und die konservativen Kräfte stehen. … Deshalb verändern nicht sie Europa, sondern Europa verändert sie“ (S. 236).

„Oft haben sich diese Politiker zwischen der Beibehaltung der Macht und der Beibehaltung von Prinzipien entscheiden müssen – und sie haben sich für die Beibehaltung der Macht entschieden“ (S. 238).

Auf die Rolle einiger wichtiger christdemokratischer und konservativer Politiker vor allem in Deutschland, Frankreich, England und den USA geht Palko in diesem Zusammenhang ausführlich ein. Des Weiteren führt er aus, dass sich auch Teile der katholischen Kirche schon seit langem an die vorherrschenden Ideologien angepasst und sich vielfach gleichzeitig auch von der katholischen Glaubenslehre und Ethik abgewandt hätten. christus

In der katholischen Kirche sämtlicher westlicher Staaten gebe es seit langem zwei im Grunde genommen unvereinbare Richtungen, nämlich diejenigen, die an der katholischen Glaubenslehre auch in den Fragen der politischen Ethik festhalten und diejenigen, die diese Lehren ablehnen oder sich mit dem Liberalismus, dem Neomarxismus und dem Feminismus zumindest arrangiert hätten.

Ein ganzes Kapitel (S. 277 – 292) widmet der Autor der unrühmlichen Rolle der Justiz v. a. in den USA, aber auch des EGMR (Europäischer Gerichtshof für Menschenrechte) bei der Durchsetzung politischer Ziele des Feminismus und der Homosexuellenbewegung und der Einschränkung der Meinungsfreiheit von Christen.

In besonderer Weise geht er auf die politischen, gesellschaftlichen und kirchlichen Entwicklungen in seinem Heimatland, der Slowakei, seit dem Sturz des Kommunismus 1989 ein. In diesem Zusammenhang beschreibt er auch die zunehmende Abkehr der christdemokratischen KDH, der er ursprünglich angehörte, von christlichen Grundpositionen und ihre Öffnung gegenüber liberalen Parteien und Positionen.

Diese Entwicklung veranlasste ihn im Jahr 2008, die Partei zu verlassen und an der Gründung einer neuen Partei mitzuwirken, die an den Grundsätzen christlicher Ethik festhält und weiterhin etwa die Freigabe der Abtreibung und die rechtliche Anerkennung homosexueller Partnerschaften strikt ablehnt. Dass mit solchen Positionen in unserer Zeit auch in der Slowakei keine Wahlen und Mehrheiten mehr zu gewinnen sind, ist Palko dabei völlig bewusst. pc_pi

Im letzten Kapitel entwirft der Autor Grundzüge einer politischen und geistigen Gegenstrategie gegen die liberale Kulturrevolution. Ob es gelingen wird, die christenfeindlichen Tendenzen aufzuhalten und den Übergang der westlichen Welt in christenverfolgende Diktaturen zu verhindern, lässt er dabei offen.

Er warnt die Christen jedoch vor der Anpassung und vor der gleichgültigen Hinnahme dieser Entwicklungen und fordert zum geistigen und geistlichen Kampf auf: „Wir stehen in einer großen kulturellen Wende, die über die Kontinente hinweg stattfindet. Man darf sich nicht mit ihr abfinden und muss sich aber auch nicht vor ihr fürchten“ (S. 498).

Auch wenn dem Buch eine biblische Endzeitperspektive fehlt und manche Ereignisse und Zusammenhänge wohl anders gedeutet werden müssen, gibt dieses Buch sehr aufschlussreiche Einblicke in wichtige europaweite gesellschaftspolitische Fakten und Entwicklungen, die auch unter Christen weithin unbekannt sind.

Schon aus diesem Grund ist das Buch als Informationsquelle sehr zu empfehlen. Und die Forderung des Autors an die Christen, sich nicht anzupassen und auch nicht zu schweigen, sondern den Glauben zu bekennen und für Gottes Gebote und Ordnungen auch öffentlich einzutreten verbunden mit der Bereitschaft, dafür auch schwere Nachteile wie Rufmord, Isolation und selbst strafrechtliche Verfolgung in Kauf zu nehmen, gewinnt von Jahr zu Jahr immer größere Bedeutung.  

Auch wenn die Zeit, in der wir leben, eine „schlimme Zeit“ (2 Tim 3,1) ist, so ist sie immer noch Gnadenzeit. Das wichtigste Anliegen für die Glieder der Gemeinde Jesu muss es deshalb sein, dazu beizutragen, dass in dieser Zeit so viele Menschen wie möglich durch das Blut Jesu Christi Vergebung ihrer Sünden finden und für die Ewigkeit gerettet werden.

Unser evangelikaler Autor Thomas Zimmermanns ist Jurist und Buchautor; er lebt in Köln.


BUCH-Empfehlung: „Die Löwen kommen“ von Vladimir Palko

Buch-Daten: Vladimir Palko. Die Löwen kommen. Warum Europa und Amerika auf eine neue Tyrannei zusteuern. 2014 als Übersetzung aus dem Slowakischen im fe-Medienverlag (Kißlegg) erschienen. 504 Seiten, nur 12,80 €. dieloewenkommen

Der Autor Vladimir Palko, geboren 1957, studierte Mathematik an der Comenius-Universität in Bratislava; er war viele Jahre Abgeordneter der Christdemokratischen Bewegung im Slowakischen Nationalrat.

Von 2002 bis 2oo6 war er Innenminister der Slowakischen Republik. Zur Zeit arbeitet er als Dozent für Mathematik an der Paneuropäischen Hochschule in Bratislava. Er ist verheiratet und hat drei Kinder.

Die Metapher „Die Löwen kommen“ erinnert zunächst an die Christenverfolgungen in der Endphase des Römischen Reiches, als die Auslieferung von Christen an die Löwen nicht nur zu ihrer Vernichtung, sondern auch zur Ergötzung des Volkes in der Arena dienen sollte.

In seinen ausführlichen Erinnerungen zeigt der Verfasser auf, daß Feinde des Christentums sich heute gleichsam wie geistige Raubtiere an jene heranmachen und sie zu verderben versuchen, die an gesellschaftlich wichtigen Positionen deutlich christliche Werte vertreten.

Mächtige linksliberale Meinungsmacher beherrschen Schlüsselstellen in den Medien (Fernsehen, Radio, Presseagenturen und Redaktionen).

Zerstörung geistiger Werte durch die 68er Revolte

Als wacher Christ nimmt Vladimir Palko wahr, wie nach dem Zerfall des Bolschewismus dessen Art der Christenverfolgung  –  mit Ausnahme von Nordkorea  –  in christenfeindlichen Regionen zwar kaum noch vorkommt, daß aber eine seit den 1960-iger Jahren sich über die Lande ergießende Kulturrevolution in großen Teilen Amerikas und Europas erfolgreicher zu sein scheint, was die Zerstörung geistiger Werte und des christlichen Selbstbewußtseins betrifft, als einst der Kommunismus.

In acht Kapitel zeigt der Autor Ursachen, Entwicklungen und konkrete Folgen unserer heutigen Kultur- und Gesellschaftskrise auf.

Im siebenten Kapitel stellt er den Aufstieg und den dann schleichenden Zerfall der slowakischen Christdemokratie dar; sie spiegeln das wieder, was sich in ähnlicher Form mehr oder weniger auch in christdemokratischen Parteien anderer europäischen Länder zeigt.

Fazit: der versuchte Spagat zwischen Grundsatztreue und in Grenzen notwendiger Anpassung an soziologische Entwicklungen gelang nicht.

So verwundert es auch nicht, daß viele maßgebende christdemokratische Politiker vor die Wahl gestellt, teilzuhaben an parlamentarischer Macht oder um christlicher Ideale willen in die Opposition zu gehen, ersteres wählten.

Aus der Erkenntnis: eine Politik nach dem Evangelium ist nicht mehrheitsfähig, entschieden sich die meisten  –  um ‚Schlimmeres’ zu verhindern – Kompromisse, oftmals auch ‚faule’ Kompromisse einzugehen.

Die Folgen der Kulturrevolution brachten und bringen es mit sich, daß über 2000-jährige moralische und soziologische Grundverständnisse mehr und mehr verblaßten.

Mißbrauch der Freiheit durch Bindungslosigkeit

Die 68er Kulturrevolution versprach den Menschen  –  hier an Friedrich Nietzsche anknüpfend –  „endlich“ die Freiheit; was ist das für eine Freiheit, die den Menschen, als „einsamen Zigeuner am Rande des Universums“ (Jacques Monod) erfrieren lässt? 

Vladimir Palko aber resigniert nicht. Er ruft uns mit Papst Johannes Paul II. zu: „Fürchtet euch nicht!“

Allein die Wahrheit hilft zur wirklichen Freiheit. Man kann auf lange Sicht die Wesenszüge des Menschen und jene Eigenschaften, die seine Würde bezeichnen, nicht unterdrücken. So ist es z.B., so der Autor, „auf Dauer nicht möglich, das menschliche Leben wie etwas Materielles zu manipulieren“.

Die Zehn Gebote  –  Ratschläge, die Vladimir Palko uns am Schluß seines lesenswerten Buches mitgibt  – gilt es, in unser konkretes Leben umzusetzen; vor der Zukunft brauchen wir uns dann nicht zu fürchten. Aber eines bleibt als Auftrag: es gilt zu kämpfen.

Bestellen können Sie das lesenswerte Buch gerne bei uns oder direkt hier online: http://www.fe-medien.de/die-loewen-kommen

Der Autor dieser Rezension war als Gymnasiallehrer für Philosophie und Religion tätig und ist unserer Redaktion bekannt.

 


Eindringlicher Weckruf für eine „Kultur des Lebens“ jenseits des Genderwahns

Hirtenbrief der slowakischen kath. Bischöfe zum Advent 2013:

Die Adventzeit, in die wir heute eingetreten sind, ist eine Zeit der Vorbereitung auf Weihnachten. Diese Feiertage erinnern uns an das Kommen des Sohnes Gottes in unsere Welt.

Wie ER selbst sagt, ist er gekommen, damit wir das Leben haben und es in Fülle haben (vgl. Joh 10,10). Das Wertvollste, was Gott der Welt und dem Menschen schenkte, ist gerade das Leben. ER hat hier dafür Bedingungen geschaffen und Gesetze festgelegt. Wenn wir sie respektieren, wird das Leben erblühen. Wenn sich der Mensch gegen Gottes Gesetze stellt, schafft er die Kultur des Todes.  Gervasius-Protasius-Irsch-DSC_1348-3-3

Ein besonderes Augenmerk wird auf den Menschen gerichtet. Bevor ihn Gott erschaffen hatte, bereitete ER ihm einen wunderbaren und fruchtbaren Boden, damit er zur Quelle seiner körperlichen Kräfte werde. Und für sein Glück schenkte er ihm neben der Natur eine Familie.

Gott will, dass jeder Mensch auf dieser Welt in diese liebevoll geordnete Familiengemeinschaft kommt. Wenn es nicht so ist, geht es entweder um ein Unglück oder um menschliches Versagen. Während des ganzen Lebens soll der Mensch in der Familie viele Formen des menschlichen Glücks erleben. Es beginnt mit dem Glück des Kindes, das sich in den Armen des Vaters und der Mutter sehr sicher und dabei sorgenlos fühlt.

Durch das Wachsen und Reifen verändert es sich in das Glück eines verliebten Ehepartners oder einer Ehepartnerin und später in das Glück der fürsorglichen Vaters und der Mutter. Schließlich ist es das Glück der Großeltern, wenn es ihnen geschenkt ist, freudig auf die gut erzogenen Nachkommen zu schauen, wie sie verantwortungsvoll handeln. Jede Etappe des menschlichen Glücks sichert eine geordnete Familie.

„Die Familie ist eine göttliche Institution“

Familie ist eine Institution Gottes. Deshalb liegt es nicht in der Macht des Menschen, sie zu vernichten. Die Kirche betet über den Jungvermählten: „Gott, du hast die Frau neben den Mann gestellt und diese Gemeinschaft schon bei der Schöpfung so gesegnet, dass sie weder durch die Erbsünde noch durch eine Sintflut zerstört
werden kann.“

Durch dieses Gebet bekennt die Kirche auch den Glauben an die Familie als eine Institution Gottes, die die Welt überdauert. Sie muss aber nicht in Europa überleben. Auch wenn sie der Mensch nicht vernichten kann, er kann sie verstümmeln und dies geschieht in der heutigen Welt.

Durch die Zerrüttung der Familie wird das menschliche Glück, das in ihr die irdische Vollkommenheit erlangt, entwertet. Es bringt das Leben in Gefahr und stellt die Kultur des Todes her. Die Akteure der Todeskultur nutzen für ihre Durchsetzung ziemlich durchspekulierte Methoden. Sie legen in sehr edle Begriffe einen komplett neuen und entgegengesetzten, also abwertenden Sinn. 1511

Sie sprechen von „Menschenrechten“ und von „Kinderrechten“, aber auch in diese Rechte wollen sie durchsetzen, was den Menschen und Kindern schadet. Unter dem Mantel der Rechte, die sie durchdrücken, verlieren Vater und Mutter die Möglichkeit, ihre Kinder verantwortungsvoll zu erziehen. Dabei hat das Kind ein natürliches, von Gott gegebenes Recht auf Erziehung.

Gender-Ideologie bedroht Ehe und Familie

Vertreter der Todeskultur kommen mit einer neuen „Genderideologie“. In ihrem Namen wollen sie die sog. „Geschlechtergleichstellung“ durchsetzen. Ein Mensch, der diesen Begriff zum ersten Mal hört, meint, es gehe darum, dass Mann und Frau gleiche Rechte und gleiche Würde zuerkannt werden.

Aber diese Gruppen zielen durch die sog. „Geschlechtergleichstellung“ auf etwas ganz Anderes. Sie wollen uns überzeugen, dass keiner von uns von Natur aus als Mann oder als Frau existiert, sie wollen also dem Mann das Recht und die Identität des Mannes nehmen und der Frau das Recht und die Identität der Frau und der Familie das Recht und die Identität der Familie, damit sich Mann nicht mehr als Mann und Frau als Frau fühlen und damit die Ehe nicht mehr die einzige von Gott gesegnete Gemeinschaft von Mann und Frau ist, sondern sie wollen auf die Ebene der Ehe auch die Gemeinschaft zweier Männer oder Frauen stellen.

„Zersetzung der Familie ist Revolte gegen Gott“

So entsteht irgendein sodomitisches Pasquill, der dem Willen Gottes widerspricht und die Strafe Gottes vorbereitet. Durch edel erscheinende Parolen wird in das gemeinschaftliche Leben eine Zersetzung des Familienlebens, das heilig sein sollte, erwirkt.

Es ist eine lästernde Revolte des Menschen gegen Gott. ER hat uns nach seinem Abbild geschaffen. Der Mann bekam vom Schöpfer die Würde des Mannes, die Frau die Würde der Frau und die Familie die Würde der Familie. Davon wird auch die Würde eines Volkes abgeleitet.

Dies wollen die Akteure der Todeskultur und Vertreter der Genderideologie im Namen edler Leitsätze zerstören. Der Begriff Mann, Ehemann, Vater, Ritter, Gentleman ist für sie inakzeptabel. Das gleiche gilt für die Begriffe Frau, Ehefrau, Mutter.

„Gesetzgebung gegen den gesunden Hausverstand“

Das Volk, bei dem ihnen dies gelingt, verliert seine würdevolle Stellung vor Gott und auch vor der Welt. Vertreter vieler Länder schmeicheln aus unerklärlichen Gründen diesen Akteuren der Todeskultur und kommen ihnen durch die Gesetzgebung, die manchmal gegen den gesunden Hausverstand ist, entgegen.

Diese haben keinen moralischen Stolz und bringen ihr Volk nicht nur um seine Würde, sondern geben es durch Gesetze dem Untergang preis. Es ist ein Verlust des wesentlichen Lebenssinnes, ein Verlust des Überlebenssinnes. Die ersten Gefahren werden auch bei uns schon sichtbar.

Wir wollen große Wertschätzung und Dank jenen Institutionen und Einzelpersonen aussprechen, die sich dieser nahenden Gefahr bewusst sind und zum Schutz der Familie und der Kultur des Lebens den Marsch für dasLeben in Košice (Kaschau) organisiert haben. Wir wollen  PICT0133Wertschätzung und Dank allen Menschen aussprechen, die diesen Marsch unterstützt und so zum Ausdruck gebracht haben, dass sie darauf Wert legen, die Institution der Familie zu retten.

„Marsch für das Leben ist ermutigend“

Der Marsch für das Leben sollte ein Appell, eine Ermutigung und moralische Unterstützung für unsere Staatsvertreter sein, damit sie sich nicht fürchten, die Würde und Lebensfähigkeit unseres Volkes zu schützen. Wahrlich, sie haben zu diesem Appell ziemlich gleichgültig Stellung genommen, was zeigt, dass sie die Kultur des Todes bereit verinnerlicht haben, da sie ihren Akteuren nach wie vor großen Raum und beachtliche Unterstützung einräumen.

Aktivisten der „Geschlechtergleichstellung“ geben nicht auf, sie warten auf eine passende Gelegenheit, um durch die Gesetzgebung die Erziehung- und Bildungsprozesse zu beherrschen und diese „Sodom-Ideologie“ in die Erziehung in der Vorschule und Schule aufzuzwingen.

Es würde sich um so ein Erziehungsprozess handeln, das dem Kind nicht nur seine Würde rauben würde, sondern es moralisch und psychisch grundlegend zerlegen würde. Es würde dem Kind die Möglichkeit nehmen, in jedem Bereich zu einem reifen Mann und einer reifen Frau zu erwachsen. Für diese schreckliche Devastierung würde man den Beruf der Lehrer missbrauchen. Früher wurde der Lehrer missbraucht, um gegen den Willen der Eltern ihren Kindern Atheismus aufzuzwingen, heute droht ihm noch etwas Schlimmeres.

„Lassen wir uns nicht von Medien betrügen“

Akteure der Todeskultur werden stark auch von den Medien unterstützt, lassen wir uns nicht belügen und auch nicht beeinflussen. SDC12467

Die Kultur des Todes bedroht wirklich die Existenz des Volkes. Bei so einer Bedrohung haben vorige Generationen nicht gezögert für den Schutz des Vaterlandes zu sterben. Von uns wird solch ein großes Opfer noch nicht verlangt, aber es wird gefordert, dass wir uns in Acht nehmen.

Zur Wachsamkeit rufen wir alle Machtträger auf allen Ebenen auf, Eltern, Schulverwaltungen und alle Menschen guten Willens, um die Ausdrücke der Todeskultur schon in ihrem Keim abzulehnen.  

Unsere Stimme bei beliebigen Wahlen kann nur jener Kandidat erhalten, der die Todeskultur ablehnt. Durch eine entgegengesetzte Haltung würden wir unsere Vorfahren verachten, die ihre Leben für das Wohl des Landes gelegt haben.

In dieser Advent- und Weihnachtszeit gibt uns Gott deutlich zu spüren, was in seinen Augen Familie bedeutet. Als sein Sohn zur Welt gesandt wurde, sorgte ER nicht dafür, dass sein Sohn in einem prunken Schloss geboren werde, dass ER ausgewählte Speisen bekäme, sondern ER sorgte dafür, dass sein Sohn auf die Welt komme und in einer geordneten Familie aufwachsen könne.

Der Blick auf die Familie von Nazareth möge uns wachrütteln, damit wir für den Erhalt der Familie alles tun, was in unseren Kräften liegt. So wie die Familie von Nazareth durch die Flucht nach Ägypten das Kind schützte, so sind auch wir verpflichtet, um jeden Preis die gesunde Entwicklung der Kinder vor der gefährlichen „Genderideologie“ zu schützen.

In fester Hoffnung, dass sie zu diesen ernsthaften Fragen des Lebens und der Familie die richtige Stellung nehmen, erteilen wir Ihnen unseren Segen.

Übersetzung: http://stjosef.at/


EU: Brüssels vergeblicher Protest gegen Heiligendarstellung auf einer slowakischen Euro-Münze

Stellungnahme von Pater Bernd Hagenkord SJ (Leiter des deutschsprachigen Radio Vatikan):

Die Slowakei will eine neue Euromünze einführen. Die eine Seite ist ja immer festgelegt, die zweite Seite den Ländern der Euro-Zone überlassen. Also entschied man sich für ein nationales Motiv und wollte in Prägung gehen, man hatte aber nicht mit Brüssel gerechnet.  

Andere Länder haben es einfach: Monarchien prägen das Gesicht ihres Souveräns, der Vatikan macht es ebenso. Republiken hingegen müssen kreativer sein. Kultur und Geschichte machen sich da ganz gut. Originalentwurf-für-die-slowakische-Zwei-Euro-Münze-mit-Heiligenscheinen-und-kleinen-Kreuzen

Also dachte sich die Slowakei, dass Cyril und Methodius geeignet wären, die Zwei-Euro-Münze zu zieren. Schließlich haben diese Beiden mit ihrer Bibelübersetzung ins Altslawische den Grundstein für eine gesellschaftliche Identität gelegt, ihr Missionseinsatz steht stellvertretend für die Christianisierung.

Und sie sollten so dargestellt werden wie seit Jahrhunderten: Mit Kreuzen auf der Stola und Heiligenscheinen. Aber wie gesagt, man hatte nicht mit der EU-Kommission gerechnet.

Religiöse Symbole seien unerwünscht, hieß es. Griechenland und Frankreich seien dagegen und legten ein Veto ein.

Man forderte religiöse Neutralität ein. Die Slowakei bzw. ihre Zentralbank hielt aber an den Entwürfen fest und erst seit gestern steht fest, dass sie sich auch durchsetzen, die beiden von Christen als Heilige verehrten dürfen mit Heiligenschein und Kreuz dargestellt werden  – auch auf einer Zwei-Euro-Münze. (…)

Deutschland hat ebenfalls Dinge, die mit Glauben zu tun haben, auf die Euro-Münzen gesetzt, den (katholischen) Kölner Dom etwa und die (evangelische) Kirche Sankt Michaelis in Hamburg. Kein Protest. Warum?  – Weil sie als Kulturdenkmäler gelesen werden können. Genau so wie das Brandenburger Tor, das seine Funktion ja auch nicht mehr erfüllt, aber irgendwie zur Identität Berlins gehört.

Der Heiligenschein aber verweist auf etwas, was über die allgemein akzeptable Kultur und abstrakte Werte hinausgeht.(…) Die Slowakei hat sich durchgesetzt. Aber insgesamt wächst der Druck durch die sog.  ‚religiöse Neutralität’. Dabei dürfen wir aber nicht vergessen, dass es diese gar nicht gibt.

Auch das Abhängen von Kreuzen und die Vorgabe, nichts Religiöses dürfe sichtbar sein, ist ein Statement und auf keinen Fall neutral. Es ist die klare Aussage, dass der Glaube in der Gesellschaft nichts mehr zu suchen habe…Das ist nicht neutral.

Die Euro-Münze wollte vielleicht gar kein religiöses Symbol sein, sondern einfach nur die beiden Mitbegründer einer nationalen Identität so darstellen, wie sie immer schon dargestellt wurden. Dass Brüssel daraus einen Religionsstreit hat machen müssen, spricht Bände.

Quelle (Text/Foto) und vollständiger Text hier: http://blog.radiovatikan.de/der-schein-der-heiligen/


Gedenkstätte für die Opfer des Kommunismus in der Slowakei errichtet

Eine Idee der Bürgerinitiative „Die unauffälligen Helden“ wird umgesetzt

Der Autor eines Aufrufs vom 25. November 2010 für die Entstehung eines Museum über die Verbrechen des Kommunismus in der Slowakei war der Vorsitzende des Bürgervereines „Die unauffälligen Helden“, Franz Neupauer.

„Die Zeit des totalitären Regimes hat die Geschichte unseres Landes gravierend beeinflusst“, so im Aufruf Neupauers. „Deshalb ist es sehr wichtig, sogar direkt unvermeidlich, dass auch die Slowakei eine würdevolle Institution hat, die an die Verbrechen und die Opfer dieser Ära erinnert.“  Unterdrückung

In Bratislava, der Hauptstadt der Slowakei, ist nunmehr am 16. November, dem symbolischen Datum der Wende, vorläufig das „Museum der Verbrechen und der Opfer des Kommunismus“ eröffnet worden (Die offizielle Eröffnung ist für März 2013 geplant). Es reiht sich in weitere „Stätten der Erinnerung“ in mehreren Städten der ehemals kommunistisch regierten Länder ein.

Unterstützung fand diese Idee von mehreren Institutionen sowie von fast 3000 Bürgern der Slowakischen Republik (SR).

Auch die ehem. Ministerpräsidentin I. Radicova schenkte diesem Vorhaben ihre Aufmerksamkeit. Sie hatte geplant, ein Museum für die Opfer des Kommunismus in unmittelbarer Nachbarschaft der Regierungs-Gebäude der SR zu errichten.

Mit der Realisierung war das Slowakische Kultusministerium beauftragt worden. Dieses Vorhaben hat der Staat nach den Neuwahlen mit einem der Sieg der Mitte-Links-Parteien fallen gelassen und keine Mittel mehr zur Verfügung gestellt.

Aus diesem Grunde wird jetzt das Museum nur durch Spenden von Bürgern und Einzelpersonen, auch aus dem Bereich der Justiz, unterstützt und finanziert. Das alles geschieht dank der Initiative „Die unauffälligen Helden“ und der Unterstützung der Hochschule für Gesundheit und Sozialarbeit „Heilige Elisabeth“.

In den Dachräumen der Hochschule, die Rektor Vladimir Krcmery, ein Neffe von Silvester Krcmery, dem führenden Mitglied der Untergrundkirche  ‑  die während der roten Diktatur nur geheim wirken konnte  ‑  zur Verfügung gestellt hat, wird der Zeitraum vom kommunistischen Putsch 1948 bis zum Zusammenbruch der kommunistischen Diktatur 1989 dargestellt, mit Schwerpunkt auf dem persönlichen Schicksal vieler, die der Diktatur Widerstand geleistet haben (Das Regime hatte im April 1949 eine Kommission zur systematischen Unterdrückung der katholischen Kirche eingesetzt).

Die erste Etappe der Ausstellung konzentriert sich auf die Dokumentierung der Schicksale all der unrechtmäßig Verurteilten, die nach dem November 1989 rehabilitiert worden sind.

Neupauer ist immer noch dabei, Exponate für die Sammlung zusammenzutragen. Mittelfristiges Ziel des Museums ist es, auch totalitäre Regime außerhalb Europas zu dokumentieren.

Quelle: Jan Bentz in www.zenit.org