Jüdischer Widerstand und Aufstand im nationalsozialistischen KZ Sobibor

Der israelische Historiker Prof. Dr. Gideon Greif widmet sich der Erforschung der NS-Judenvernichtung und der frühen Geschichte des Staates Israel.

In seinen Vorträgen vermittelt er verschiedene Unteraspekte dieser Themen, auf die er ein neues Licht zu werfen versucht. In den nächsten Monaten plant Professor Greif, für eine Reihe von Vorträgen nach Deutschland zu reisen.

Im Folgenden beispielhaft ein kurzer Text zum jüdischen Aufstand in Sobibor:

In drei von sechs nationalsozialistischen Vernichtungslagern führten jüdische Häftlinge Aufstände gegen ihre deutschen Unterdrücker durch: In Treblinka, am 2. Juni 1943, in Sobibor am 14. Oktober 1943 und in Auschwitz-Birkenau am 7. Oktober 1944.

Insbesondere für den Aufstand in Sobibor wurden von den aufständischen Häftlingen komplexe Pläne und Methoden des Aufstandes erdacht und ausgeführt. Auf diese Weise konnte der Aufstand beeindruckende Erfolge erzielen.

Zahlreichen Häftlingen gelang während des Aufstandes die Flucht aus dem Lager (…). Außerdem trug der Aufstand in Sobibor zentral dazu bei, dass die Nationalsozialisten die Ermordung der Juden in diesem Lager schnell beendeten und das Lager auflösten.

Der erfolgreiche Aufstand in Sobibor beweist eindrucksvoll, dass die Anschuldigung, die Juden hätten sich während des Holocausts „wie Schafe zur Schlachtbank treiben“ lassen, nicht zutrifft. Wann immer sich die Chance bot, kämpften Juden um ihr Leben und sie taten dies mit Mut und Würde.

Kontaktdaten von Prof. G. Greif: dr.gideon.greif@gmail.com

Quelle: Newsletter der israelischen Botschaft