15. August: Hochfest der Aufnahme Marias in den Himmel mit Leib und Seele

Heutige liturgische Festlesung der kath. Kirche: Offb 11,19a.12,1-6a.10ab:

Der Tempel Gottes im Himmel wurde geöffnet, und in seinem Tempel wurde die Lade seines Bundes sichtbar. Foto: Dr. Bernd F. Pelz
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Dann erschien ein großes Zeichen am Himmel: eine Frau, mit der Sonne bekleidet; der Mond war unter ihren Füßen und ein Kranz von zwölf Sternen auf ihrem Haupt. Sie war schwanger und schrie in Wehen und Schmerzen der Geburt.
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Ein anderes Zeichen erschien am Himmel: ein Drache, groß und feuerrot, mit sieben Köpfen und zehn Hörnern und mit sieben Diademen auf seinen Köpfen.
Sein Schwanz fegte ein Drittel der Sterne vom Himmel und warf sie auf die Erde herab.
Der Drache stand vor der Frau, die gebären sollte; er wollte ihr Kind verschlingen, sobald es geboren war.
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Und sie gebar ein Kind, einen Sohn, der über alle Völker mit eisernem Zepter herrschen wird. Und ihr Kind wurde zu Gott und zu seinem Thron entrückt. Die Frau aber floh in die Wüste, wo Gott ihr einen Zufluchtsort geschaffen hatte.
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Da hörte ich eine laute Stimme im Himmel rufen:
Jetzt ist er da, der rettende Sieg, die Macht und die Herrschaft unseres Gottes und die Vollmacht seines Gesalbten.
Foto: Dr. Bernd F. Pelz

Verheißung Christi: Der Heilige Geist führt die Kirche in die volle Wahrheit

Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche: Joh 16,12-15:

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Noch vieles habe ich euch zu sagen, aber ihr könnt es jetzt nicht tragen. Wenn aber jener kommt, der Geist der Wahrheit, wird ER euch in die ganze Wahrheit führen.

Denn ER wird nicht aus sich selbst heraus reden, sondern ER wird sagen, was ER hört, und euch verkünden, was kommen wird. ER wird mich verherrlichen; denn ER wird von dem, was mein ist, nehmen und es euch verkünden.

Alles, was der Vater hat, ist mein; darum habe ich gesagt: ER nimmt von dem, was mein ist, und wird es euch verkünden.

 


Palästinensischer Vater fordert israelische Soldaten auf, sein Kind zu töten

Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanyahu äußerte sich zu dem vor ein paar Tagen im Internet aufgetauchten Video, auf dem zu sehen ist, wie ein palästinensischer Vater seinen kleinen Sohn zu israelischen Soldaten schickt und diese auffordert, ihn zu ermorden:

„Ich habe gerade ein Video gesehen, das mich menschlich zutiefst erschüttert hat. In wenigen Sekunden zeigt es, warum unser Konflikt anhält.

Ein palästinensischer Vater schiebt seinen 4-jährigen Sohn vor. Er bittet die israelischen Grenzpolizisten, sein eigenes Kind zu töten. Er ruft ‚Erschießt diesen kleinen Jungen!‘   –   Er schiebt seinen kleinen Sohn vorwärts zu den Soldaten und schreit: ‚Tötet ihn! Erschießt ihn!‘

Der Junge stoppt. Er hat Angst. Jedes Kind hätte das. Er dreht sich um und sieht seinen Vater ratsuchend an.  Sein Hemd steckt ordentlich in seinen kurzen roten Hosen. Der Junge geht vorsichtig auf die Soldaten zu. Einer von ihnen reicht im freundschaftlich die Hand. Der Junge klatscht ab.

Es ist schwierig, einen 4-Jährigen zum Hassen zu bringen. Jemanden dazu zu ermuntern, ein Kind zu töten – noch dazu das eigene – ist wahrscheinlich das Unmenschlichste, das ein Mensch tun kann.

Was hat dieses Kind getan, dass es so etwas verdient? Die Antwort ist: nichts. Er ist unschuldig. Er sollte auf dem Spielplatz sein. 

Leider ist das Verbrechen dieses Vaters kein Einzelfall. Im Gazastreifen betreibt die Hamas Sommerferienlager, in denen Kindern beigebracht wird, den Tod mehr zu schätzen als das Leben – Selbstmordkindergartenlager. Das Palästinensische Erziehungsministerium hat kürzlich eine Veranstaltung für Schüler organisiert, bei der Terroristen geehrt wurden, die drei Zivilisten ermordet hatten.

Vor zwei Wochen hat die offizielle Zeitung der Palästinensischen Autonomie jugendliche Terroristen gelobt und geschrieben: „Der Tod als Märtyrer ist der Weg zu Stärke und Größe.‘ 
 
Kinder sind kein Kanonenfutter. Sie sind das Wertvollste, das wir haben. Ich bin sicher, dass palästinensische Eltern, viele von ihnen, genauso außer sich sind wie ich über dieses Video.

Und heute wende ich mich an jeden Vater und Mutter weltweit. Ich bitte sie, sich mir anzuschließen, in der Forderung nach einem Ende dieses Kindesmissbrauchs. Die palästinensische Führung muss aufhören, Kinder zum Töten zu ermutigen. Sie muss aufhören, palästinensische Eltern zu ermutigen, den Tod ihrer eigenen Kinder zu fordern. Das ist abscheulich. Schließen Sie sich mir an, alle Kinder zum Frieden zu erziehen.“

Quelle: Israelische Botschaft in Berlin


ER ist der Urheber des ewigen Heiles

Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche: Hebr 4,14-16.5,7-9:0013

Brüder! Da wir nun einen erhabenen Hohenpriester haben, der die Himmel durchschritten hat, Jesus, den Sohn Gottes, lasst uns an dem Bekenntnis festhalten.

Wir haben ja nicht einen Hohenpriester, der nicht mitfühlen könnte mit unserer Schwäche, sondern einen, der in allem wie wir in Versuchung geführt worden ist, aber nicht gesündigt hat.

Lasst uns also voll Zuversicht hintreten zum Thron der Gnade, damit wir Erbarmen und Gnade finden und so Hilfe erlangen zur rechten Zeit.

Als ER auf Erden lebte, hat ER mit lautem Rufen und unter Tränen Gebete und Bitten vor den gebracht, der ihn aus dem Tod retten konnte, und ER ist erhört und aus seiner Angst befreit worden.

Obwohl ER der Sohn war, hat ER durch Leiden den Gehorsam gelernt; zur Vollendung gelangt, ist ER für alle, die ihm gehorchen, der Urheber des ewigen Heils geworden.

 


Zuletzt hat GOTT gesprochen durch den SOHN

Heutige liturgische Festlesung der kath. Kirche: Hebr 1,1-6: 1523

Viele Male und auf vielerlei Weise hat Gott einst zu den Vätern gesprochen durch die Propheten; zuletzt aber hat ER zu uns gesprochen durch den Sohn, den ER zum Erben des Weltalls eingesetzt und durch den ER auch die Welt erschaffen hat.

ER ist der Abglanz seiner Herrlichkeit und das Abbild seines Wesens; ER trägt das Universum durch sein machtvolles Wort, hat die Reinigung von den Sünden bewirkt und sich dann zur Rechten der Majestät in der Höhe gesetzt.

ER ist um so viel erhabener geworden als die Engel, wie der Name, den ER geerbt hat, ihren Namen überragt. Denn zu welchem Engel hat er jemals gesagt: Mein Sohn bist du, heute habe ich dich gezeugt, und weiter: Ich will für ihn Vater sein, und er wird für mich Sohn sein?  – Wenn ER aber den Erstgeborenen wieder in die Welt einführt, sagt ER: Alle Engel Gottes sollen sich vor ihm niederwerfen.

 


„Strebt voll Eifer nach der Heiligung, ohne die keiner den HERRN sehen wird“

Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche: Hebr 12,4-7.11-15:

Brüder! Ihr habt im Kampf gegen die Sünde noch nicht bis aufs Blut widerstanden, und ihr habt die Mahnung vergessen, die euch als Söhne anredet: Mein Sohn, verachte nicht die Zucht des HERRN, verzage nicht, wenn ER dich zurechtweist.   1523

Denn wen der HERR liebt, den züchtigt ER; der HERR schlägt mit der Rute jeden Sohn, den ER gern hat. Haltet aus, wenn ihr gezüchtigt werdet. Gott behandelt euch wie Söhne. Denn wo ist ein Sohn, den sein Vater nicht züchtigt? 

Jede Züchtigung scheint zwar für den Augenblick nicht Freude zu bringen, sondern Schmerz; später aber schenkt sie denen, die durch diese Schule gegangen sind, als Frucht den Frieden und die Gerechtigkeit.

Darum macht die erschlafften Hände wieder stark und die wankenden Knie wieder fest,  und ebnet die Wege für eure Füße, damit die lahmen Glieder nicht ausgerenkt, sondern geheilt werden.

Strebt voll Eifer nach Frieden mit allen und nach der Heiligung, ohne die keiner den HERRN sehen wird.  Seht zu, dass niemand die Gnade Gottes verscherzt, dass keine bittere Wurzel wächst und Schaden stiftet und durch sie alle vergiftet werden

 


Die Holzfigur – das besondere Geschenk zum Wiegenfest des Vaters

Von Reinhold Ortner

„Papi, ich mache dir zum Geburtstag ein besonderes Geschenk!“  –  Mit dieser Ankündigung unterbricht mein fünfjähriger Sohn die abendliche Zeitungslektüre.

„Aber es ist noch geheim!“ – „Da bin ich aber gespannt!“ erwidere ich. – „Du wirst dich freuen“, sagt er schon halb abgewandt und verschwindet in seinem Schlafzimmer.

„Welche Überraschung hat er denn vor?“ frage ich meine Frau. – „Es ist zwar noch ein strenges Geheimnis, aber es wird dir doch nicht verborgen bleiben: Er schnitzt dir eine Holzfigur.“ – „Mit seinem Taschenmesser, das ich ihm schenkte?“ – „Ja, und aus einem Stück Haselnuss-Ast.“  ????????

Die Tage vergehen. Einmal kann  ich meinen kleinen Sohn durch Zufall beobachten, wie er an seinem „Werk“ arbeitet. Konzentriert, mit vor Anstrengung rotem Gesicht. Seine des Schnitzens unkundigen Hände mühen sich ab, dem Holz Form und Figur abzuringen.

Mein Geburtstag ist da. Unter meinen Geschenken liegt ein geheimnisvoll eingewickeltes Etwas. Ich packe es als erstes aus. Ich habe die Holzfigur in Händen. Der Kopf ist erkennbar, der Rumpf, andeutungsweise die Beine und Arme. Und mit buntem Filzstift sind Augen, Mund und Nase aufgemalt. Es ist zweifellos nicht das Werk eines Michelangelos.

Mit einem Gemisch aus Erwartung, Stolz über das Vollbrachte, aber auch im Bewusstsein der „Unvollkommenheit“ seines künstlerischen Produkts sieht mich mein Sohn an. „Das bin ich, Papi. Und es ist mein Geschenk für dich“, kommt es mehr zaghaft als selbstbewusst aus seinem Mund.

Ich denke daran, wie er sich abgemüht hat, wie er sich vorgestellt hat, ein „Kunstwerk“ zu schaffen, und wie hinter all dem die Liebe zu seinem Vater stand, dem er eine Freude bereiten wollte. Da verblassen plötzlich alle Skulpturen Michelangelos hinter dieser Holzfigur, und ich schließe meinen kleinen Sohn voll Liebe und Freude in die Arme.

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„Lieber Vater im Himmel, ist nicht mein Leben auch eine solche Holzfigur, an der ich Tag für Tag ’schnitze‘, um sie Dir eines Tages zu schenken? Da ist mein Wille, ein vollendetes Werk daraus zu machen, indem ich zeitlebens an mir arbeite. Doch wie ungeschickt, schwach und oft hilflos stelle ich mich dabei an.

So vieles missglückt, sieht nicht gut aus oder bleibt unvollendet. Manchmal bin ich verzagt und drohe den Mut zu verlieren. Und da möchte ich die „Holzfigur“, die mein Leben darstellt, am liebsten verstecken. Denn ich stelle fest, dass mein Leben allem Anschein nach kein Kunstwerk wird. Doch dann fasse ich immer wieder Mut und arbeite weiter an mir. Das Vertrauen darauf, dass du mir ins Herz siehst, gibt mir neue Kraft. 30037_Ortner_Liebe_schenken_bezug.indd

Herr, du kennst meine Unvollkommenheit besser als ich selbst. Du siehst mein Bemühen, meinen guten Willen, meine immer neuen Ansätze. Du weißt, dass es oft nicht gelingt, dir meine Liebe und Dankbarkeit besser zum Ausdruck zu bringen.

So werde ich am Abend meines Erdendaseins zaghaft vor Dir stehen und Dir mein Leben als Geschenk mitbringen. Ich werde im Bewusstsein der sichtbaren Mängel dieses meines ’selbstgeschnitzten‘ Lebensbildes sagen: ‚Das bin ich, Vater!‘  – Und während ich es in Deine Hände lege, bin ich voll Hoffnung und Vertrauen, dass Du nicht die Unvollkommenheit des äußeren Erscheinungsbildes wertest, sondern alle gute Absicht, jeden neuen Ansatz und alle Liebe, die dahinterstehen.“

Prof. Dr. Reinhold Ortner ist katholischer Pädagoge und Publizist; zuletzt erschien sein fundiertes und praxisnahes Erziehungsbuch LIEBE schenken (siehe Foto) im Media-Maria-Verlag