Israel: Soldat wegen Erschießung eines schwerverletzten Terroristen verurteilt

In dem Militärprozess gegen den israelischen Soldaten Elor Azaria ist gestern das Urteil gesprochen worden. Die Richter erklärten den 19-jährigen Feldwebel aus Ramle, der im März vergangenen Jahres einen schwer verletzten Terroristen erschossen hatte, einstimmig des Totschlags für schuldig.  israeltag2

Zwei mit Messern bewaffnete Terroristen hatten im vergangenen März in Hebron einen Soldaten an einem Posten der Israelischen Verteidigungsstreitkräfte angegriffen und verletzt. Der eine der beiden Angreifer wurde von Soldaten erschossen, der zweite, Abdel Fattah al-Sharif, lag verletzt auf dem Boden, als er von Azaria mit dessen Waffe getötet wurde.

In der Urteilsbegründung erklärte Militärstaatsanwalt Oberstleutnant Nadav Weissman: „Die Richter haben entschieden, dass der Gebrauch der Schusswaffe nicht gerechtfertigt war. Dies war kein glücklicher Tag für uns, wir hätten es vorgezogen, dass dies nicht nicht geschehen wäre.“

Der Staatsanwalt sagte, das Urteil sei „wichtig, klar, entscheidend und spricht für sich“.

Vor der Ankündigung des endgültigen Urteilsspruchs wies die Richterin Oberst Maya Heller alle Argumente der Verteidigung von Azaria zurück. Es stehe außer Frage, dass der Angeklagte den Schuss aus nächster Nähe abgab und seine Waffe auf den Kopf des Terroristen richtete, wofür es keine Rechtfertigung gegeben habe.

In Hebron begrüßte der Vater des palästinensischen Terroristen, den Azaria erschossen hatte, die Entscheidung. „Ich fühle mich gut, es ist schön, es ist eine Leistung des Gerichtes, dass es den Soldaten verurteilt“, sagte Yousri al-Sharif.

Die Anwälte Azarias haben angekündigt, in Berufung gegen das Urteil zu gehen. Das Strafmaß wird in etwa einem Monat verkündet. 

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USA: Malereien des Hamas-Opfers Hadar Goldin im UN-Hauptquartier

Wenn im nächsten Monat die Führer der Welt im UN-Hauptquartier in New York zur jährlichen Vollversammlung zusammenkommen, werden sie auch die Malereien von Hadar Goldin sehen können.

Goldin war ein israelischer Soldat, dessen Leichnam seit der Operation Schutzwall (2014) von der Hamas im Gazastreifen festgehalten wird. Der 23-jährige Soldat war bei einem Überraschungsangriff der Hamas während einer UN-vermittelten Feuerpause ermordet und sein Leichnam in den Gazastreifen verschleppt worden.

Hadar Goldin war ein begeisterter Maler. Einige seiner Werke werden in der Ausstellung „The Final Peace“ präsentiert, die durch Goldins Eltern, seinen Zwillingsbruder und Ministerpräsident Benjamin Netanyahu eröffnet werden wird.

Gezeigt wird auch eine Skizze, die Goldin, der sich kurz vor seinem Tod verlobt hatte, auf seine Hochzeitseinladungen drucken wollte.

Quelle: Israelische Botschaft


Der bekannteste Hauptmann der Welt

Von Felizitas Küble

Am heutigen Sonntag hörten wir in der katholischen Messe das Evangelium nach Lukas 7,1-10, in welchem der Hauptmann von Kafarnaum erlebt, wie Christus seinen schwerkranken Knecht heilt.  Herz-Jesu_01

Sein bescheidenes Wort  –  für einen römischen Militär nicht selbstverständlich  –  wird milliardenfach von Christen aus aller Welt im Gottesdienst nachgesprochen, sei es vor der hl. Kommunion oder vor dem Abendmahl bei den Protestanten: „HERR, ich bin nicht würdig, daß Du eingehst unter mein Dach, aber spricht nur ein Wort, so wird meine Seele gesund.“  – Beim Hauptmann hieß es entsprechend: „So wird mein Knecht gesund.“

Was an diesem heidnischen Mann neben seiner Demut beeindruckt, ist nicht allein sein riesengroßes Vertrauen in Christus, sondern auch seine Nächstenliebe, denn er setzt sich für seinen Diener ein, obwohl er diesen jederzeit locker durch einen anderen ersetzen könnte. Aber offenbar hat er für seinen Knecht geradezu freundschaftliche, zumindest aber väterlich-fürsorgliche Empfindungen entwickelt.

Der römische Hauptmann ist ein Exempel an Bescheidenheit

Und obwohl er es in seiner Stellung gewohnt ist, zu kommandieren und zu bestimmen, tritt er gegenüber Jesus sehr bescheiden auf und ist von tiefer Hochachtung erfüllt, so daß er es nicht einmal wagt, ihm seine Bitte selber vorzutragen. Stattdessen schickt er einen jüdischen Ältesten vor, damit dieser das Anliegen bei Christus vorträgt. Der jüdische Religionsdiener erklärt dem HERRN zugleich, daß dieser Römer seine Hilfe wohl verdient hat, „denn er liebt unser Volk und hat uns die Synagoge gebaut“.

Unser Heiland geht auf das Haus des Hauptmanns zu, doch dieser schickt seine Freunde vor und läßt ihm ausrichten: „HERR, bemüh dich nicht! Denn ich bin es nicht wert, dass du mein Haus betrittst. Deshalb habe ich mich auch nicht für würdig gehalten, selbst zu dir zu kommen. Sprich nur ein Wort, dann muss mein Diener gesund werden.“

Was für ein Mann! Welche Demut! Welche Seelengröße! Welche Nächstenliebe! Welcher Einsatz! Welcher Glaube! Welches Vertrauen! Welche Großherzigkeit!

Entsprechend reagiert der HERR: „Jesus war erstaunt über ihn, als er das hörte. Und er wandte sich um und sagte zu den Leuten, die ihm folgten: Nicht einmal in Israel habe ich einen solchen Glauben gefunden.“

Mit Recht ist er daher der berühmteste Hauptmann der Weltgeschichte, dessen demutsvollen Worte milliardenfach wiederholt werden.

Aufschlußreich ist auch, daß Christus den Hauptmann nicht etwa auffordert, seinen Beruf als Soldat aufzugeben, obwohl das römische Weltreich gewiß keine Vereinigung frommer Chorsänger war. Ähnlich reagierte auch Johannes der Täufer, als Soldaten von ihm die Bußtaufe empfingen. Das Christentum lehnt den Beruf des Soldaten nicht grundsätzlich ab, auch wenn dies manche pazifistische Sekten in Vergangenheit und Gegenwart anders beurteilen.

 

 


Messerangriff von zwei Palästinenserkindern: Familienvater tödlich verwundet

Zwei 14-jährige Palästinenser attackierten am vorigen Donnerstag (18.2.) in einem Supermarkt in Sha’ar Binyamin nördlich von Jerusalem zwei Israelis mit Messern.

Tuvia „Yanai“ Weissman (21 J.), Soldat der Israelischen Verteidigungsstreitkräfte (ZAHAL), wurde bei dem Angriff tödlich verwundet. Er trug zu dem Zeitpunkt zivile Kleidung. Ein israelischer Zivilist erlitt leichte Verletzungen.

Anderen Kunden des Supermarktes gelang es, die Angreifer mit Einkaufswagen zurückzudrängen. Ein Kunde, der eine Waffe bei sich trug, schoss auf die Angreifer und verletzte sie schwer. Einer von ihnen erlag später den Verletzungen.

FOTO: Familie Weissmann in glücklichen Tagen

Yanai Weissman stammte aus Ma’aleh Machmesh in der Region Binyamin. Er war jung verheiratet und Vater einer 4 Monate alten Tochter.

Bei einem weiteren Angriff am vergangenen Freitag (19.2.) am Damaskus-Tor in Jerusalem wurden zwei Grenzpolizisten von einem Terroristen von hinten mit einem Messer attackiert und verwundet. Der Angreifer wurde erschossen.

Seit Beginn der jüngsten Terrorwelle im September 2015 wurden 31 Menschen von Terroristen ermordet und 355 Personen verletzt.

Quellen: Ynetnews / Außenministerium des Staates Israel / Israelische Botschaft in Berlin


„Gezeichnet vom Krieg“: Der freundliche Herr war einst Soldat in Stalingrad

Heute Nacht ist mir Ehre widerfahren…Ein 90-jähriger hat zu mir gesagt “Bischt a nett’s Mädele” und hat mir einen Luftkuß zugeworfen.

Jetzt bin ich doch selbst schon im Großmutteralter und doch war das “Mädele” wie ein Geschenstalingrad-madonnak.

Der alte Herr war dankbar für einen Dienst. Gezeichnet vom Krieg, die Füße in russischer Gefangenschaft erfroren und amputiert, ein Stalingradsoldat, der heimgekehrt ist, einer von 6000.

Als ich ihn kennengelernt habe, war das ein kurzer Dialog. Ich sah seine Füße und fragte: “Russland?”  –  “Stalingrad” sagte er, “Gefangenschaft”  –  und wir schwiegen.

Er hat keine Angehörigen mehr und hat sich in fremde Obhut begeben. Er macht kein großes Wesen um sich, hat sehr bescheidene Bedürfnisse.

Nur eines ist ihm fast lebenswichtig: niemals darf seine Zimmertüre geschlossen werden. Da kann er böse werden, wenn es versehentlich passiert, weil man es halt so macht.

Nein, er will nie wieder eingesperrt sein. Er braucht den Blick nach draußen, er will sehen, wer da kommt.

Ich habe das Glück und die Ehre, zwei Berufe zu haben, die mich den Menschen sehr nah bringen. Eine Zuhörerin bin ich und seit meiner Jugend höre ich dem Krieg zu in allen seinen grausamen Spielarten und Nachwirkungen. Und immer wieder dieses “Stalingrad”.

Der alte Herr ist meine “Nummer 12″. Zwölf Männer von 6000, die einzigen, die der Hölle aus Kriegswahnsinn und Gefangenschaft “dort” entkommen sind. So viele Geschichten leben in mir weiter, Bilder, Gefühle: in Stalingrad gefallen, verwundet, vermisst…Familien.Bildschirmfoto 2014-11-17 um 07.58.29

Warum begegnet es mir in dieser Häufung und jenseits aller Wahrscheinlichkeit?

Auch das nehme ich als Fügung: die Zeitzeugen sind bald nicht mehr da. Dann bleiben nur noch nüchterne Zahlen, Daten, Fakten, “objektiv” und eingefärbt von den Bewertungen der Nachwelt.

Offenbar muß es auch die andere Form der Tradierung von Geschichte geben. Gesichter, Stimmen, Bilder, Empfindungen, Erschütterung.

Nein, “Nummer 12″, ich werde das in mir behalten und erinnern, das Gesicht, die Stimme, den Luftkuß und das Schweigen. Es ist mir eine Ehre.

Ein Beitrag mit Text und Fotos der ANKERPERLENFRAU, die das inhaltlich und graphisch ansprechende Webmagazin „Rosenkranz und Pilgerzeichen“ betreibt: http://rosenkranzbeten.info/


1. Weltkrieg: Großrabbiner hilft christlichem Soldaten angesichts des Todes

Vor fast genau 100 Jahren, am 29. August 1914, also in der Frühphase des 1. Weltkriegs, geschah in Taintrux (Vosges) in Lothringen Folgendes: abraham-bloch

Ein katholischer französischer Soldat lag im Todeskampf in einem Feldlazarett und erbat christlichen Beistand. Ein katholischer Priester war im Moment nicht greifbar.

Der jüdische Oberrabbiner Abraham Bloch will dem Sterbenden helfen, holt ein Kruzifix und hält es ihm als geistlichen Trost und Weggeleit vor Augen. 

Bald darauf kommt Jesuitenpater Jamin dazu und erfährt durch den Rabbiner von dem Geschehen. Wenige Augenblicke später explodiert eine Granate: Rabbi Bloch stirbt in den Armen des katholischen Geistlichen, der später über das Ereignis berichtet.

Dieses Andachtsbild stammt von Lucien LévyDhurmer, der in einer jüdisch-französischen Familie geboren wurde.

Original-Quelle: Vgl Maurice Barrès, Les diverses familles spirituelles de la France
Online-Quelle: http://rorate-caeli.blogspot.com/2014/08/exactly-100-years-ago-beautiful-war.html

 


Israel: Anschläge gegen Juden in Jerusalem

Nach israelischen Medienberichten ereignete sich heute in Jerusalem ein Terroranschlag, bei dem neben dem Attentäter ein weiterer Passant getötet wurde. Der Attentäter überfuhr mit einem Traktor oder Bagger gezielt einen Fußgänger und steuerte danach auf einen Reisebus zu.  100714052333-b1-

Der 25-jährige Fußgänger wurde schwer verletzt und erlag später seinen Verletzungen. Sechs weitere Personen, darunter der Busfahrer, erlitten leichte Verletzungen. Der Fahrer des Fahrzeuges wurde erschossen, bevor er weiteren Schaden anrichten konnte. Der Anschlag trug sich im Viertel Shmuel Hanavi zu. 

Zudem wurde gemeldet, daß ein israelischer Soldat am heutigen Montagnachmittag bei einem Anschlag auf dem Skopusberg schwer verletzt worden sei. Medienberichten zufolge eröffnete ein Motorradfahrer das Feuer auf den in der Nähe der Hebräischen Universität Jerusalem an einem Mitfahrer-Mitnahmepunkt wartenden Soldaten.

Quellen: Außenministerium des Staates Israel, israel. Zeitung „Haaretz“