Nachdenklicher israelischer Spielfilm „Aviyas Sommer“ am 7.12.2015 in Berlin

Im Montagskino und im Rahmen des Begleitprogramms zur Kabinettausstellung „Im fremden Land“ zeigt das Jüdische Museum Berlin am 7. Dezember den Film „Aviyas Sommer“ von Eli Cohen.
„Aviyas Sommer“ (Ha-Kayitz Shel Aviya), Regie: Eli Cohen, Israel 1988, ca. 95 Min., Hebräisch mit deutschen Untertiteln

In den Sommerferien 1951, kurz nach der Gründung Israels, besucht die zehnjährige Aviya ihre depressive Mutter Henya in einem kleinen Dorf bei Tel Aviv.

Henya hat im Zweiten Weltkrieg in einem KZ die Shoah überlebt und ist nach der Befreiung nach Israel emigriert. Ihre Vergangenheit kann sie, gerade erst aus einer psychiatrischen Anstalt entlassen, noch immer nicht verarbeiten. Mutter und Tochter stoßen in dem kleinen Dorf auf das Unverständnis der Einheimischen; sie werden verspottet.

Montag, 7. Dezember 2015, 19.30 Uhr
Ort: Jüdisches Museum, Altbau EG Auditorium, Lindenstr. 9 – 14, Berlin
Eintritt frei

Quelle: israelische Botschaft in Berlin


Ostpreußen: WOLFSKINDER auf der Flucht im Kampf ums nackte Überleben

Spannender, bewegender Spielfilm startet heute

Am heutigen Donnerstag, den 28. August 2014, kommt ein historisches Epos erstmals deutschlandweit in die Kinos:

Der deutsche Spielfilm mit dem Titel „WOLFSKINDER“ erzählt die dramatische Geschichte von Jungen und Mädchen in Ostpreußen, die durch die millionenfache Vertreibung ihre Eltern, ihre Heimat, Freunde und Verwandte und praktisch alles verloren haben, was zur Kindheit gehört. cover_wolfskinder

Mit eindrücklichen Panoramabildern und Naturaufnahmen begleitet Regisseur Rick Ostermann das Schicksal dieser Kinder, die nach 1945 zu tausenden in den Wäldern Ostpreußens und des benachbarten Litauens um ihr Überleben kämpften.

Was diese sog. „Wolfskinder“ dabei erleben, ist mit Worten kaum zu beschreiben, aber unglaublich bewegend von den jungen Darstellern gespielt.

Hans ist 14, Fritz erst 9 Jahre alt, als ihre Mutter vor Hunger stirbt. Bei der Flucht sind sie von nun an auf sich allein gestellt; vor allem auf dem älteren Hans lastet eine schwere Verantwortung. Dann verliert er in einer chaotischen Situation auch noch Fritzchen aus den Augen und macht sich fortan auf die Suche nach seinem Bruder.

Dabei wird er mit Mord und Vergewaltigung konfrontiert, leidet unter Hunger und muß für sein Überleben auch töten. Ein Hund, der ihn und andere Kinder auf der Flucht bedroht, wird kurzerhand erschlagen.

Der Kinostreifen erinnert zugleich an Millionen Kinder, die heute unschuldige Opfer von Kriegen und Vertreibungen sind.

Der Film, der laut ARD-Kulturmagazin ttt „unter die Haut geht“, feierte seine Weltpremiere auf dem jüngsten Filmfestival in Venedig, wurde im Juli mit dem Friedenspreis des Deutschen Films ausgezeichnet und ist in der Auswahl für den deutschen Beitrag zur nächsten OSCAR-Verleihung 2015.

Das bislang in der Öffentlichkeit kaum bekannte Thema der Wolfskinder soll u.a. im geplanten Dokumentationszentrum der Bundesstiftung Flucht, Vertreibung, Versöhnung behandelt werden, welche die Filmemacher bei ihrem Kinostart unterstützt.

Start-Kinos der nächsten Tage:ansicht-10

29. August, 19 Uhr: Frankfurt am Main: Orfeo´s Erben
30. August, 19 Uhr: Mannheim: Cineplex
31. August, 18 Uhr: Darmstadt: Rex Kino
2. September, 19.15 Uhr: Düsseldorf: Metropol

Weitere Infos, den Trailer und Fotos (wie dieses Bild der zwei „Wolfskinder“) finden Sie unter www.wolfskinder-derfilm.de

Quelle: Stiftung Flucht, Vertreibung, Versöhnung
Mauerstraße 83/84 in 10117 Berlin
 
HINWEIS: Zukünftig ist der 20. Juli deutschlandweit ein nationaler Gedenktag für die deutschen Heimatvertriebenen. Näheres hier: https://charismatismus.wordpress.com/2014/08/30/nationaler-gedenktag-an-flucht-und-vertreibung-starkt-erinnerungskultur/

Neuer Spielfilm „Stille Nacht“ fragwürdig

Heute Vormittag warb die katholisch-konservative Internetseite „Kath.net“ per Titelfoto für den neuen Spielfilm „Stille Nacht“, der Ende November dieses Jahres in den Kinos startet.

Bild: Evita GründlerDabei wurde auf die Video-Nebenseite „Kathtube“ verwiesen, auf der „Gandalf“ (Nickname für Kath.net-Chef Roland Noe) den Trailer für den Kinostreifen präsentiert und den Film mit der Bestnote von fünf Sternen bewertet.

Ich staunte nicht schlecht, zumal bereits der Untertitel des Spielfilms erwähnt, Pfarrer Mohr  –  der Autor des weltbekannten Liedes  –  habe „die Kirche verändert“. Von reformeifrigen oder gar revoluzzerischen Umtrieben des Geistlichen ist in der seriösen Literatur allerdings nichts bekannt.

Es wäre für den Leiter von Kath.net/-tube naheliegend gewesen, sich vor einer solch aufallenden Empfehlung beim „Katholischen Filmdienst“ zu informieren, zumal es dort seit Jahrzehnten solide Filmbesprechungen gibt.

Der Katholische Filmdienst wurde bereits 1946 vom katholischen Jugendschriftsteller und Verlagsleiter Günter Stiff aus Münster gegründet und später von anderen Initiativen weitergeführt.

Besagter Filmdienst schreibt zu „Stille Nacht“ u.a. Folgendes (dort auf „Langkritik“ klicken):

Der in USA/Österreich hergestellte Film wurde aus dem Umfeld der Mormonensekte finanziert. Allein diese Auskunft sollte schon etwas hellhörig machen.

Handwerklich offenbar allenfalls mittelmäßig, zeigt der Streifen auch inhaltliche Schwächen: Hilfspfarrer Mohr wird als liberal hingestellt, der angeblich schon zu Beginn des 19. Jahrhundert in deutsch statt auf Latein zelebriert haben soll. Sein Oberpfarrer Nöstler wird quasi als konservative Nervensäge dargestellt  – eine Ansammlung von Klischees!

Felizitas Küble, Leiterin des Christoferuswerks in Münster

UNSER ARTIKEL über die Entstehung von STILLE NACHT, den wir vor ca. zwei Jahren hier veröffentlicht haben: https://charismatismus.wordpress.com/2011/12/19/ein-lied-geht-um-die-welt/

Gemälde: Evita Gründler


EXODUS: Neuer Bibelfilm mit Starbesetzung

Pünktlich zu Weihnachten 2014 soll der Hollywoodstreifen „Exodus“ in die deutschen Kinos kommen. Jetzt wurde bekannt, welche Stars bei der Bibel-Verfilmung auf der Leinwand zu sehen sein werden:

Mit Sigourney Weaver (Alien), John Turturro (Transformers), Joel Edgerton (Der große Gatsby) und Aaron Paul (Breaking Bad) sollen bei der Bibel-Verfilmung „Exodus“, die das US-amerikanische Filmstudio 20th Century Fox derzeit plant, echte Stars vor der Kamera stehen.

Christian Bale, der bereits drei Mal in die Rolle des Batman schlüpfte, wird den Protagonisten Moses spielen. Der Streifen zeigt dessen Leben und den Auszug der Israeliten aus Ägypten.

Regie führt Ridley Scott, der bereits bei dem oscar-prämierten Monumentalfilm „Gladiator“ als Regisseur fungierte. Von Steve Zallian, Adam Cooper und Bill Collage stammt das Drehbuch.

Die Dreharbeiten werden im Oktober 2013 beginnen, Statisten-Castings laufen bereits. Der Regisseur Scott teilte mit, dass er für seinen Film 3000 arbeitslose Spanier rekrutiere, die israelische Sklaven spielen sollen.

Quelle: Christliches Medienmagazin PRO


Filmbesprechung zu „October-Baby“: ein klares Plädoyer für das Leben und die Liebe in vielen Facetten!

Von Cordula Mohr

Kürzlich habe ich mir den amerikanischen Spielfilm „October-Baby“ angesehen, der in den USA ein riesiger Erfolg wurde, obwohl liberale Zeitungen ihn schon vor dem Kinostart zur Schnecke machten. Doch der Streifen enthält eine wunderbare und ergreifende Geschichte:

Der Film ist so grandios, wie er auf dem Cover beschrieben wird  –  und er hat die Auszeichnung, die er bekommen hat, voll verdient. Es geht um ein junges Mädchen, das erfährt, daß es einst eine Abtreibung überlebt hat.  054601383-october-baby

Das Beeindruckenste ist die facettenreiche Art, wie die menschliche Liebe zum Ausdruck kommen kann:

Zunächst die junge Liebe von Jason und Hannah, die zunächst rein freundschaftlich beginnt; sodann sieht man, wie andere Konkurenten im Leben der Beiden eine Rolle spielen, wie das Vertrauen des Paares dennoch wächst und wie sie sich immer näher kommen, obwohl der Adoptiv-Vater Hannahs zwischenzeitlich die Beziehung der Beiden abbrechen möchte,  weil er nicht damit klarkommt, daß Hannah unbedingt ihre leibliche Mutter kennenlernen will.

Er will mit der Vergangenheit keine Verbindung mehr. Das kann man durchaus verstehen. Die Liebe der Eltern zu Hannah ist stark und sie haben sie fürsorglich und gläubig erzogen.

Diese Liebe der Eltern zeigt eine gereifte,  in Verantwortung füreinander gewachsene Liebe; sie läßt sich nicht mehr so leicht erschüttern, wenngleich Hannah nun diesen Weg in ihre Vergangenheit zurückgeht, auf der Suche nach ihrer leiblichen Mutter. Die Adoptiv-Mutter geht jedoch gut damit um.

Sodann die unglaublich nette Krankenschwester, die ein Zeichen der Nächtstenliebe abgibt: sie hilft Hannah, näher ans Ziel zu kommen, indem sie ihr die Geschichte der leiblichen Mutter erzählt und die Adresse dieser Frau übermittelt.

Gezeigt wird zudem die Liebe eines Polizisten, der Vater eines vierten Kindes wird und sich darauf sehr freut. Er läßt Hannah und ihren Freund wieder frei, obwohl sie in das Krankenhaus ihrer einstigen Geburt eingebrochen sind, um die Krankenakte Hannahs zu lesen. Der Polizeibeamte empfindet Mitleid und hilft ebenfalls mit einer Adresse.

Die leibliche Mutter Hannas wird an eine zerissene und zerstörte  Liebe erinnert  – wegen der damals mißlungenen Abtreibung. Sie leidet noch heute daran. Es wird deutlich, daß sie sich schwer getan hat mit ihrer Entscheidung gegen das ungeborene Kind.

Im Film kommt zudem ein guter, liebenswürdiger Priester vor, der Hannah mit seinem Rat aus ihrer schwierigen Gefühlslage befreit, in die sie durch ihre Suche nach der Wahrheit geraten ist. Er hilft ihr, der leiblichen Mutter zu vergeben.

So viele verschiedenartige Facetten der Liebe kommen also in diesem bewegenden Spielfilm zum Ausdruck. Mehr sollte nicht verraten werden, weil es sich lohnt, den wunderschönen Film selbst anzuschauen  –  abgesehen von dem Hinweis, daß sich nach Fertigstellung des Films herausstellte, daß die christlich-gläubige Hauptdarstellerin selber eine Abtreibung hinter sich hat, die sie zutiefst bereut.


Nagelneuer TIP: Buch und DVD „Für immer Liebe“

Dramatische Romanze um Liebe, Ehe und unverwüstliche Treue

Jetzt ist die Neuerscheinung „Für immer Liebe“, die auf einer wahren Geschichte beruht, auf den Markt gekommen  – zudem seit genau gestern  der gleichnamige amerikanische Spielfilm (DVD), der aufgrund des Buches gedreht wurde.

Leider wird in dem anrührenden Streifen die christliche Seite der Story (die Kraft des Glaubens für die eheliche Treue) unterbelichtet. Gleichwohl bietet der Film immerhin ein klares Plädoyer im Sinne des Titels „Für immer Liebe“.

Es geht um Folgendes: 

Das Ehepaar ist gerade zwei Monate verheiratet. Dann verliert Krickitt bei einem schweren Unfall ihr Gedächtnis. „Wer ist Ihr Mann?“, fragt der Therapeut einige Wochen später. „Ich bin nicht verheiratet!“, antwortet sie. Ihr Mann, Kim, kann es nicht fassen.

Doch er versucht alles, um ihre Erinnerungen zurückzubringen. Doch bald merkt er: Sie sind verloren  – genau wie ihre Gefühle für ihn. Das Einzige, was er tun kann, ist ganz neu um ihr Herz zu kämpfen. Er will sein Ehe-Versprechen halten.  Heute sind die Beiden wieder glücklich verheiratet und haben zwei Kinder. Kim und Krickitt schildern, was ihnen geholfen hat, an ihrer Liebe festzuhalten.

Buch-Infos: http://www.amazon.de/gp/product/3865917216/ref=cm_cr_dpvoterdr?ie=UTF8&qid=1340397054&s=books&sr=1-1#R1C0QD9X5081H.2115.Helpful.Reviews

Zum Inhalt des Films:

Paige (RACHEL McADAMS) und Leo (CHANNING TATUM) sind frisch verheiratet und total verliebt. Doch nach einem Autounfall erwacht Paige aus dem Koma und kann sich an nichts erinnern – auch nicht mehr an ihren Mann Leo. Der läßt fortan nichts unversucht, um das Herz seiner Frau aufs Neue zu erobern.  – Laufzeit: ca. 100 Minuten. 

Der angesehene kath. „Filmdienst“ schreibt über den Spielfilm:

„Anspruchsvolle und anrührende Mischung aus Romanze und Drama, die Themen wie Erinnerung, persönliche Geschichte und Identität verhandelt. In den Hauptrollen überzeugend und vielschichtig gespielt.“ 

„Filmreporter.de“ urteilt insgesamt ähnlich:

„Dass „Für immer Liebe“ gefällt, liegt in der gelungenen Synthese zwischen Bildern, Musik und den gut aufgelegten Hauptdarstellern. Channing Tatum („Step Up“) und Rachel McAd ams („Wie ein einziger Tag“) überzeugen als frisch verheiratetes Ehepaar. Die Chemie zwischen den Darstellern ist spürbar und ihr Zusammenspiel natürlich. Deshalb identifiziert sich der Zuschauer schnell mit den Charakteren und drückt diesen die Daumen, dass sie wieder zueinander finden. Diese positive Grundstimmung wird durch die melancholische musikalische Untermalung sowie die gelungene Kameraführung verstärkt.“

Film-Infos: http://www.amazon.de/F%C3%BCr-immer-Liebe-Rachel-McAdams/dp/B007F8VLVW

Preis fürs Buch 14,99 €, für die DVD 12,99 € beim evangelikalen Verlag Gerth-Medien (Herausgeber), bei Amazon oder im Buchhandel