Usain Bolt, schnellster Sprinter der Welt, mit Kreuzzeichen und Marienmedaille

Jamaikas SpitzensportlerUsain Bolt (siehe Foto) holte in drei Olympiaden hintereinander eine Goldmedaille im 100-Meter-Lauf, soeben in Rio wieder eine. Seit 7 Jahren hält er schon den Weltrekord in dieser Disziplin.

Der Sportstar bekennt sich öffentlich zu Gott und seinem katholischen Glauben, indem er ein Kreuz oder eine Marienmedaille an der Halskette trägt bzw. öffentlich ein Kreuzzeichen macht, etwa direkt vor dem Wettkampf. Manchmal küßt er sogar sein umgehängtes Kreuz und zeigt es in Richtung Himmel.

Kein Wunder, daß er auch im Fernsehen als „gläubiger Christ“ bezeichnet wird. Sein Presseteam nennt ihn einen „bibelorientierten, gottesfürchtigen Christen“.

Vor vier Jahren wurde der Sprinter vom Vatikan zu einem Kongreß über das Thema Religionsfreiheit eingeladen.

 Foto: Wikipedia


Geht der olympische Friede den Bach runter?

Von Peter Helmes

Früher lautete das olympische Motto: „Dabeisein ist alles“ und „höher, schneller, weiter…“  –  Will heißen, es ging um ein gemeinsames Erleben der „Jugend der Welt“ im fairen, sportlichen Wettkampf. Dabeisein war alles. Das klingt heute altbacken, überholt  –  und trifft auch nicht mehr die Realität.  peter-helmes-227x300

Trotzdem hat sich „Olympia“ zumindest für die Aktiven einen gewissen Nimbus bewahrt.

Wenn man dabei ist, dann fühlt man, daß es ist wirklich etwas Besonderes ist, was da geboten wird. Es ist einfach eine andere Dimension, ein anderer Geist, ein anderes Gefühl. Es ist, als ob alle mit Olympischen Ringen in den Augen herumliefen – und es ist medial gigantisch.

Das Sportliche ist aber nur die eine  –  natürlich die wichtigste  –  Seite der Olympiade. Probleme gibt es dabei nicht nur im sportlichen (Stichwort Doping), sondern erst recht im außersportlichen Bereich:

Wenn jetzt die Olympischen Spiele in Rio de Janeiro offiziell eröffnet werden, richten sich wie schon vor zwei Jahren bei der Fußball-Weltmeisterschaft die Blicke auf Brasilien. Aber inzwischen steckt das Land in einer tiefen Krise, die der Rezession und den Korruptionsskandalen geschuldet ist. Das offizielle Motto ’schneller, höher, stärker‘ bezieht sich leider nicht nur auf die sportlichen Höchstleistungen; inzwischen sind auch Lug und Trug maximiert worden.

Schon vor Eröffnung der Spiele gab es viel Kritik an der Infrastruktur. Eine weitere Sorge betrifft die Sicherheit der Veranstaltung angesichts der terroristischen Bedrohung.

Und nach den Spielen? Es ist zu befürchten, daß Rio de Janeiro auf den Kosten sitzen bleibt und – wie nach früheren Veranstaltungen – über noch mehr sogenan_SITE_MUNDO_4d95e5470607bnte „weiße Elefanten“ verfügt: brachliegende Sportstätten in der Stadt, deren Unterhalt Millionen verschlingt.

Rio hat sich wirklich große Mühe gegeben, im vorolympischen Steigerungslauf korrupter, unbeliebter, desaströser an die Spitze zu rennen. Die Mücke, die Zika und anderes überträgt, mag noch als Naturgewalt durchgehen, nicht aber all der Baupfusch, das verdreckte Wasser und andere Umweltsünden, umgesiedelte Menschen, entrechtete Bauarbeiter, der entfesselte Drogenkrieg. Die Welt zuckt mit den Achseln, als ob solche Zustände inzwischen zum unausweichlichen Begleitumstand solcher Mammut-Veranstaltungen gehörten.

In der Tat ist in Rio de Janeiro bei weitem nicht alles perfekt, aber die Stadt empfängt die ganze Welt mit großer Herzlichkeit. Die Welt sollte dem Gastgeber zumindest mit der gleichen Herzlichkeit begegnen. Damit sollen aber die Probleme nicht verkleistert werden: Nüchtern betrachtet und nicht vom „Erfolg-um-jeden-Preis-Gen“ infiziert, kommt man sehr schnell zu dem Schluß, daß gerade die Olympischen Spiele ihren Zenit überschritten haben. Sie sind zu groß, zu korrupt und viel zu teuer.

Außerdem geht es kaum noch um sportliche Märchen; davon träumen allenfalls ein paar „saubere“ Athleten. Stattdessen geht es um Unternehmen, die Geld verdienen wollen, um Funktionäre und Agenten, die Abmachungen treffen, sowie um Werbeverträge für reiche Sportler, die Olympia als Möglichkeit zu sehen, noch reicher zu werden.

Die Grundidee des sportlich fairen Wettbewerbs wird von Funktionären ad absurdum geführt, zugunsten der Profitmaximierung. Es geht um groß angelegten, systematischen Betrug im Sport. Um nicht weniger als die Rest-Glaubwürdigkeit des Spitzensports. Der „saubere“ Athlet tritt im IOC-Zirkus mit einer Pappnase auf. Der faule Zauber ist längst enttarnt, wie das Beispiel Bach beweist:

Es zeigt sich leider, daß heute der Weg zum Sieg nur über systematischen Betrug möglich zu sein scheint. Seitdem die Öffentlichkeit mitbekommen hat, daß das IOC sich scheut, offenbar vom russischen Staat gefördertes Doping zu bestrafen, schwindet auch der allgemeine Glaube an einen sportlich fairen Wettbewerb. Deshalb ist es umso grotesker, daß das Internationale Olympische Komitee – unter deutscher Führung – es nicht geschafft hat, in diesem offensichtlichen Skandal hart durchzugreifen.

Die Entscheidung des IOC sorgte für einen Aufschrei in der Sportwelt: Ein Dopingsystem, das den Anti-Doping-Kampf lächerlich macht – und die Top-Funktionäre entscheiden sich gegen die härtest mögliche Strafe?

FORTSETZUNG des Beitrags von Peter Helmes hier: https://conservo.wordpress.com/2016/08/05/olympia-ist-etwas-besonderes-olympischer-friede-aber-den-bach-runter/


Sport auf dem Prüfstand: Die Schattenseiten des Fußballs als Massenspektakel

Von Prof. Dr. Hubert Gindert

Der Sport hat viele Gesichter. Er hat auch ein hässliches Antlitz. Fernsehzuschauer konnten das bei den Europameisterschaften im Fußball erleben. 0000009699_3

Wer am 12. Juni die Abendnachrichten schaute, konnte Hooligans sehen, die einen wehrlos am Boden Liegenden mit Fußtritten und mit einem Stuhl traktiert haben. Das war in Marseille. Von anderen Städten wurden ähnliche Brutalitäten berichtet.

FOTO: Prof. Gindert leitet den Dachverband „Forum Deutscher Katholiken“

Wenn die Veranstalter solcher Sportevents friedliche Zuschauer, die in die Privatkriege von gewaltbereiten Club-Fans hineingezogen werden, nicht mehr schützen können, sollten sie vom Staat, dem die Sicherheit der Bürger aufgetragen ist, verboten werden.

Wir erleben sonst eine Rebarbarisierung. Sie ist auch in einer Gesellschaft möglich, die mit Messer und Gabel isst und sich viel auf ihre fortschrittliche Verfassung einbildet, sie aber nicht mehr ganz praktiziert, wie die Mißachtung des Rechts auf Leben, z.B. durch  Abtreibung  beweist.

Auch die römische Gesellschaft des fünften Jahrhunderts hielt sich für kultiviert. Dort spielten die Zirkusspiele mit den Gladiatorenwettkämpfen, bei denen sich zumeist Kriegsgefangene gegenseitig niedermetzeln mussten, eine wichtige gesellschaftliche Funktion.

Kaiser Konstantin verbot die Gladiatorenkämpfe. Aber der Kaiser war weit weg in Ostrom und die Römer hielten sich nicht an das Verbot. Als im Jahr 404 gefangene Goten zur Verfügung standen und sich zum Spektakel der Römer umbringen mussten, stürzte ein Mann mit Namen Telemach in die Arena, um die Kämpfer zu trennen. Er wurde von den Zirkusfans gesteinigt. Dieser Anlass führte dazu, dass durch Kaiser Honorius das endgültige Aus für diese Gemetzel kam.

Wird der Staat den Massensport Fußball im Griff behalten? Das hieße bestimmte Freiheiten beschränken. Die Veranstalter haben viel Geld in die Spiele investiert. Für sie lautet die Devise „The Show must go on“ – Das Spiel muss weitergehen.

„Sport ist die schönste Nebensache der Welt!“ –  das hört sich heute wie ein Witz an. Der Spruch stammt von anno dazumal, aus einer Zeit, als es noch Amateure gab und Spitzensportler nicht Spitzenverdiener waren, der Sport noch kein Milliardengeschäft war und Sportwettkämpfe mit Massenbeteiligung noch nicht das gesellschaftliche und politische Leben wie heute bestimmten.

Politiker, Gewerkschafter, Organisatoren von Demos müssen sich heute überlegen, ob sie eine Veranstaltung ansetzen, wenn gleichzeitig ein wichtiges Fußballmatch in der Nähe stattfindet.berlin-440x292

Die Fans fühlen sich bei Veranstaltungen wie die freien Schweizer Bürger, wenn sie durch Applaus, Spruchbänder und Sprechchöre das Geschehen auf dem Rasen scheinbar mitbestimmen können. Ihnen erweisen die Spieler nach dem Abpfiff ihre Referenz. Bei internationalen Veranstaltungen zeigen die Fans auch patriotische Gefühle, die ihnen  nicht viel abverlangen, z.B. mit Fahnen, Nationalfarben im Gesicht und auf dem Körper.

Natürlich kann der Sport auch echte Werte vermitteln. Bei hehren Anlässen kommen sie auch zur Sprache: Fairness, Selbstüberwindung, Ausdauer etc.. Gelegentlich sieht man neben den Fouls auch etwas davon auf dem Rasen.

Von sportlichen Werten erfuhr man früher regelmäßig auch in der Fastenzeit, wenn in der Kirche aus dem Paulusbrief (1 Kor 9,21 – 27) an die Korinther zitiert wurde: „Jeder, der am Wettkampf teilnimmt, legt sich alle Entbehrungen auf… jene, um einen vergänglichen, wir aber, um einen unvergänglichen Kranz zu erhalten“.

Der „unvergängliche Kranz“ ist für Paulus das Leben bei Gott. Jene, denen aktiver Sport oder Teilnahme an Sportveranstaltungen zum Ersatz für den Gottesdienst geworden ist, werden Paulus nicht mehr verstehen.

Trotzdem: sportlicher Lorbeer welkt dahin. Urkunden, Pokale, Medaillen und Erinnerungen an tolle Sportereignisse verschaffen kein Eintritts-Billett ins ewige Leben. Das eigentliche Problem heißt aber: Wollen diese Menschen noch das ewige Leben? Wollen sie erlöst sein?

Sicher gibt es den Wunsch nach Erlösung von Krankheit, den Schwierigkeiten, die das Alter mit sich bringt, von einem unangenehmen Chef etc.. Aber das meint Paulus nicht. Er meint vielmehr mit seinem Vergleich die alles entscheidende Frage, ob wir am Ende auf der Siegertreppe stehen, die ins ewige Leben führt.


Israel: erstes Diplomaten-Wettrennen war am 3. April in Jerusalem

Das erste Wettrennen von Diplomaten hat gestern (3. April) in Jerusalem stattgefunden. Es wurde erwartet, dass über 450 Läufer, unter ihnen ausländische Diplomaten in Israel, ausländische Journalisten und Mitarbeiter des israelischen Außenministeriums an dem erstmaligen Rennen dieser Art in Israel teilnehmen würden.

Es gab eine 10 km-Strecke für Läufer und eine 3 km-Strecke für Gehende.

Der Lauf ist eine gemeinsame Initiative des israelischen Außenministeriums und der Abteilung für Sport der Stadt Jerusalem. Er soll eine neue innovative Art der Diplomatie schaffen.

Während sich Diplomaten normalerweise in Geschäftskleidung in klimatisierten Räumen treffen, hatten sie so die Gelegenheit, sportlich gekleidet die wunderschöne Szenerie Jerusalems gemeinsam zu erleben.

Ein Video des Rennens ist hier zu sehen.

Quelle: Außenministerium des Staates Israel


Kira Grünberg aus Tirol: lebensfroh und tapfer trotz schweren Unfalls

Stark sein bedeutet nicht, nie zu fallen, sondern immer wieder aufzustehen. Ein Mensch, der dieses Wort verwirklicht, ist die ehemalige Stabhochspringerin Kira Grünberg aus Tirol. Facebook-Zitat-Stein

Die heute 22-Jährige war die Leichtathletik-Hoffnung Österreichs, sie sammelte Medaillen wie andere Leute Pilze, hält den nationalen Rekord in der Disziplin. Bis zu dem schweren Trainingsunfall Ende Juli, der Kira ab Brusthöhe abwärts lähmte. Ihre Karriere dahin, die Träume zerplatzt, das ganze weitere Leben ein Fragezeichen.

Aber Kira kämpft: „Ich bin nicht krank. Ich bin nur querschnittsgelähmt“, sagt sie lebensfroh. „Ich sehe den Unfall als Bestimmung und Schicksal.“

In der Reha im Kurzentrum Bad Häring macht sie Fortschritte, hat gelernt, fast ohne fremde Hilfe alleine zu essen, zu trinken und sich die Zähne zu putzen. Durch Spezialtraining gewinnt sie Kraft im Oberkörper, wodurch sie sich besser mit dem Rollstuhl bewegen kann. Ihr knuddeliger Assistenzhund geht gerade in die Hundeschule.

Jetzt freute sie sich auf das Christfest bei ihren Eltern, denn bis Anfang Januar durfte sie nach Hause. Kira will eine Stiftung gründen, „damit auch andere Leute Unterstützung erhalten, so wie ich. Es ist mir ein Anliegen, anderen zu helfen.“  –  Stark.

Christian Rudolf in der Wochenzeitung „Junge Freiheit“


Kelly-Family: Joey zieht es am 13. Februar zum Marathon ans Tote Meer

Joey Kelly kommt nach Israel: Der irische Tausendsassa und ehemalige Sänger der legendären Kelly Family wird am 13. Februar beim internationalen Ein-Gedi-Halbmarathon entlang des Toten Meeres antreten.  1426245_577880468934571_1029821405_n

Die Teilnahme an dem Rennen ist das jüngste Kapitel in der beeindruckenden Sportkarriere des 42-Jährigen, die 1996 ihren Anfang nahm.

Mittlerweile stehen 47 Marathons, 31 Ultra- Marathons, 13 Ironman-Wettbewerbe sowie zahlreiche weitere Wettkämpfe in seiner Vita. Bis heute unerreicht ist seine Teilnahme an acht verschiedenen Ironman-Wettbewerben innerhalb eines einzigen Jahres.

Sein Sportsgeist hat Joey Kelly bereits zu den exotischsten Plätzen der Erde geführt. Doch auch abseits des Wettbewerbs sucht er stets nach neuen Herausforderungen. Nun entdeckt er eines der wenigen Länder, das noch auf seiner Liste fehlt: Israel.

Für seine erste Reise ins Heilige Land hat er sich gleich eine ganz besondere Region ausgesucht – das Tote Meer, den tiefsten zugänglichen Punkt der Erde, umgeben von der Judäischen Wüste. Während seines bevorstehenden Aufenthalts wird Kelly sich zudem nicht die Gelegenheit entgehen lassen, Land und Leute näher kennen zu lernen.

„Ein Besuch in Israel stand schon seit langer Zeit auf meinem Wunschzettel und ich freue mich sehr auf das Rennen am Toten Meer. Genauso freue ich mich allerdings auf den anschließenden Urlaub und die Möglichkeit, eine Woche zu regenerieren und die Eindrücke des Landes auf mich wirken zu lassen“, so der leidenschaftliche Ausdauersportler im Hinblick auf seine kommende Reise.

Der Ein-Gedi-Halbmarathon ist ein interessantes und herausforderndes Sporterlebnis am Toten Meer und kombiniert diverse Aktivitäten und Attraktionen. Neben dem 21 km langen Halbmarathon umfasst die Veranstaltung einen Handbike-Halbmarathon, einen 10-km-Lauf, ein 10-km-Walking sowie einen Wettbewerb für Kinder. Des Weiteren organisieren die Veranstalter ein Sport-VIP-Wochenende sowie ein Marathonvorbereitungs-Wochenende für die anstehenden Marathons in Jerusalem und Tel Aviv.

Mit 428 Metern unter dem Meeresspiegel ist das Tote Meer der weltweit tiefste zugängliche Punkt. Besondere klimatische Bedingungen, wie zum Beispiel der sehr hohe Sauerstoffgehalt in der Luft, sowie die beeindruckende Landschaft machen das Gebiet rund um das Tote Meer zu einem idealen Austragungsort für sportliche Wettkämpfe. Neben den Radrennen „Veolia Desert Challenge“ und „Gran Fondo Arad“ gehört der Ein-Gedi-Halbmarathon zu den bedeutendsten Sportevents am Toten Meer.

Quelle: Israelisches Verkehrsbüro

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Genderei ohne Grenzen: Sotschi und die Lach-Parade der bunten Gockel

Eine politische Kritik von Peter Helmes

In fast allen Internetforen und in den Leserbriefspalten der Gazetten wird der Auftritt der deutschen Olympia-Mannschaft in Sotschi leidenschaftlich diskutiert.

Mit gutem Grund: Wir haben allen Anlaß zu fragen, ob hier die deutsche Nation ganz bewußt „vorgeführt“ werden sollte.

Man zuckt unwillkürlich zusammen, wenn man die Bekleidung der deutschen Teilnehmer sieht. Vorsichtig ausgedrückt: Sie gleichen Clown-Kostümen, ehrlicher aber: einer Maskerade von Schwuchteln. Da fehlten nur noch die rosa Handtäschchen und die bunten, typisch deutschen Zipfelmützen.

Das sollte wohl eine Verbeugung vor dem Zeitgeist der Homo-, Bi- und Transsexuellen sein. Ich als Deutscher fühle mich dadurch in keiner Weise repräsentiert, und ich verstehe, daß sich hier viele aufregen.

Eine Beleidigung und Provokation des deutschen Volkes  –  und insbesondere der wehrlosen Sportler, die zu Akteuren in einer Schmierenkomödie degradiert wurden! Typisch die höhnische Antwort des obersten Sportfunktionärs Alfons Hörmann, DOSB-Präsident: „…Aber ich würde damit nicht morgens zum Bäcker gehen.“ (BamS 9.2.14)

Dabei sein ist alles, heißt es nicht nur olympisch. Dabei sein ist alles, heißt auch: Wenn du heute nicht schwul oder lesbisch bist, dann kannst Du nicht Teil dieser Gesellschaft sein. “Normal“ ist out  –  das ist die eigentliche Botschaft von Sotschi!

Doch es greift zu kurz, sich nur über die grelle Kostümierung der Deutschen aufzuregen. Die Maskerade darf nicht darüber hinwegtäuschen (sie will es wohl auch nicht), daß es hier um grundsätzliche Dinge geht.

Kostüme der Minderheiten-Szene

Das deutsche Olympia-Team tritt tatsächlich vor der gesamten Weltöffentlichkeit in einer Farbkombination auf, die unwidersprochen der Homo-, Lesben- etc. – also der Minderheiten-Szene zuzuschreiben ist, und das seit vielen Jahren, und lange bevor Willy Bogner ans Entwerfen der Kostüme ging.

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Da wirkte das Schwenken der schwarz/rot/goldenen deutschen Nationalflagge wie Hohn. Wer auch immer über diese Montur entschieden hat, mußte wissen, daß die Farben Symbolcharakter haben. Daraus entstehen Fragen:

-Will sich Deutschland bewußt als homosexuelle Gesellschaft darstellen?
– Läßt sich sogar der Sport für die Regenbogen-Ideologie instrumentalisieren?
– Sollte Putin damit provoziert werden?
 

Unsere Gesellschaft ist bereits durchdrungen von der Gender- und Homo-Ideologie. Ziemlich verkrampft will man der Welt zeigen, daß Deutschland eine freie, offene (auch büßende) Nation ist. Und – viel wichtiger – man will demonstrieren: daß in Deutschland der Gender-Mainstream vorherrscht und zur neuen Leitkultur wird.

Nicht nur ein Farbspektakel

Wie konnte es dazu kommen? Eine aggressiv auftretende Homosexuellen-Lobby, die eigentlich nur eine verschwindende Minderheit in diesem Lande vertritt, hat es geschafft, der Öffentlichkeit einzureden, daß wir von Grund auf schlecht sind, uns schlecht ernähren, unsere Kinder schlecht erziehen, in unseren Schulen Schlechtes lehren, und daß wir eine neue, eine andere Gesellschaft brauchen – eine Herrschaft der Gutmenschen. 

Wir schämen uns kollektiv für Vater und Mutter, die Hitler und Auschwitz ermöglicht haben, und schaffen ein neues Bewußtsein. Das war  –  verkürzt gesagt  –  die Lehre der Frankfurter Schule, die die Grünen verinnerlicht haben.

Was das mit Olympia zu tun hat? Man riecht den Braten und verbrennt sich die Nase. Die Provokation der Regenbogen-Kostüme trägt einen Namen:

Michael Vespers linksgrüne Ideologie

Nein, nicht den des Couturiers Willy Bogner. Der Name ist Michael Vesper (verheiratet mit der Sprecherin von Gauck – was in einem anderen Zusammenhang interessant ist), promovierter Soziologe (Titel seiner Dissertation „Überleben in Namibia. Homelands und kapitalistisches Weltsystem“.)

Vesper ist DOSB-Generalsekretär (Deutscher Olympischer Sportbund), ehem. Sportminister in NRW und gehört(e?) zu den einflußreichsten Grünen der Republik, war Mitbegründer der Grünen (1979) und machte bei den Ökos eine steile Politkarriere.

Er hat die Ideologie der Grünen sozusagen mit der politischen Muttermilch aufgesogen – einen anderen Menschen, ein neues Bewußtsein, ein anderes Deutschland, in dem Minderheiten die Mehrheit gängeln. 

Dieser Grüne Vesper verantwortet also die bunte deutsche Olympia-Sause und zeigt der Welt die neue deutsche „Toleranz“. Ein Schelm, der Böses dabei denkt!

Man darf füglich fragen, ob die deutschen Teilnehmer in Sotschi wirklich die deutsche Nation insgesamt oder nur eine Mehrheit oder Minderheit repräsentieren. Das Farbbild der Kostüme deutet auf eine Minderheit hin.

Wenn aber die Repräsentanten einer Nation nicht mehr die Mehrheit, sondern nur eine Minderheit (und deren Gesinnung repräsentieren), was spielen wir da, Fähnchen schwenkend, für eine Rolle? Für was steht Deutschland noch?

Verfehlte Provokation und Eigentor

Was die nächste Frage provoziert: Wollte man damit Russlands Präsident Putin provozieren?

Foto: IGFM

Foto: IGFM

Ich habe durchaus Verständnis dafür, daß man mit Putins Politik nicht einverstanden ist (auch ich gehöre zu den Putin-Kritikern, aber das ist ein anderes Thema).

Wenn das eine Provokation gegen Putin gewesen sein sollte, ging der Schuß nach hinten los. Zum einen versetzte sie  –  wertet man die Reaktion der Öffentlichkeit aus  –  die Deutschen in einen Taumel der Entrüstung, wie wir ihn lange nicht mehr gespürt haben.

Zum anderen unterlief Putin diese Provokation äußerst geschickt: Er ließ die russische Geschichte als einen Teil der europäischen Zivilisation ablaufen  –  von den alten Griechen über Peter den Großen bis zur stalinistischen Ära und den Zweiten Weltkrieg, Tschaikowsky statt Gaga, Tolstoi und Dostojewski statt Pussy Riot.

Dostojewski statt Pussy Riot

Vor allem der Hinweis auf Dostojewski ließ aufhorchen. Man erinnere sich seiner Prophezeiung: Wenn sich dieses Europa einmal vom Christentum trennen würde, erwarteten uns Zustände, in denen die Menschen sich ausrotten würden. Da wird Claudia Roth das Grinsen wohl im Halse steckengeblieben sein. Man darf fragen: Wo stehen wir heute?

Putins Antwort ist sehr subtil: Was haben die Kommentatoren gehöhnt, als der Fünfte der olympischen Ringe (als Sterne am Himmel) nicht aufging! Eine schlimme technische Panne, ätzten sie. Doch was in der Tat wie eine technische Panne aussah, war hintergründig raffiniert: Dieser fünfte Ring steht für die USA, also für das „westliche System“  –  eine bewußte Anspielung. Damit betonte Putin seinen Machtanspruch.

Apropos Panne: Was viele Zuschauer natürlich nicht sehen und damit wissen konnten: Im russischen Fernsehen ging der fünfte Stern wie vorgesehen auf, man hatte die Bilder der Generalprobe eingeblendet.

Fazit: In Sotschi wurde Deutschland verächtlich gemacht, seiner Kultur und Tradition beraubt – ganz im Sinne der neuen grünen Menschen. Armes Vaterland!

PS: Bleibt noch eine Frage: Wann steckt man auch Polizei und Bundeswehr in neue Kostüme, äh Uniformen?  –  Ist dies nur noch eine Frage der Zeit?

Peter Helmes im Info-Blog „Conservo“: www.conservo.wordpress.com

1. Foto: Israelische Botschaft