Münster: Pater August Benninghaus SJ wurde vor 80 Jahren von der Gestapo verhaftet

Von Hermann Rieke-Benninghaus

Am 27. Juni 1941 wird der Jesuitenpater August Benninghaus SJ in Münster durch die Geheime Staatspolizei (Gestapo) von der nationalsozialistischen Diktatur verhaftet.

Er ist ein typischer Vertreter des politischen Katholizismus, der es sich angelegen sein lässt, der Partei und dem Staat nach Kräften Schaden zuzufügen“, heißt es im Schutzhaft-Befehl aus Berlin – und bei der Staatspolizeileitstelle Münster findet sich der Vermerk: „Wegen staatsfeindlicher Äußerungen bei Rekrutenexerzitien in Schutzhaft genommen.“

Fünf Jahre zuvor hatte ein Sondergericht in Köln dem Geistlichen die Äußerung vorgeworfen, die Kirche habe schon viele Reiche überdauert.

Aus der Polizeihaft wird Pater Benninghaus im September 1941 in das Konzentrationslager Sachsenhausen bei Berlin verlegt: „Zur Sicherheit seines Lebens“, erklärt die Gestapo zynisch.

Am 20. Juli 1942 stirbt Pater August Benninghaus nach schweren Misshandlungen, verhungert im Konzentrationslager Dachau.

Ein Stolperstein in der Nähe der Pfarrkirche St. Ludgeri in Münster (Königsstraße 35-36) erinnert an den Platz der Verhaftung.

Das FOTO zeigt den Gedenkstein des Künstlers Gunter Demnig nach Einweihung durch Pater Prof. em. DDr. Karl Heinz Neufeld SJ am 14. Oktober 2013 in Münster.

Unser Autor Hermann Rieke-Benninghaus aus Dinklage hat ein Buch über den Märtyrer verfaßt und leitet den Freundeskreis August Benninghaus SJ


Münster: Amtliche CSD-Beflaggung und Homo-Gottesdienst in der Ludgeri-Kirche

Von Felizitas Küble

Wenn Schwule und Lesben ihren CSD-Marsch durch deutsche Städte veranstalten, ist das deren Sache, für die sich außer linken Kreisen kaum jemand interessiert.

Zumindest der Staat hat damit nichts zu tun, schließlich bestehen die Organisatoren dieser Aktion aus verschiedenen Homo-Gruppen und privaten Initiativen.

Umso erstaunlicher, daß beim diesjährigen CSD-Marsch am 31. August in Münster sogar noch einen Tag später die Regenbogen-Flaggen an einem amtlichen Behördengebäude gehißt sind – nämlich drei solcher Fahnen am Ausländeramt und der Arbeitsagentur bzw. Jobcenter.

Welche Berechtigung hat eine solche Solidarisierung vom Amts wegen? Wie kommt die Kommunalverwaltung in Münster – immerhin regiert hier ein CDU-Oberbürgermeister (wenngleich in einer Koalition mit den Grünen) – auf solch eine höchst unangebrachte Idee?

Ein gläubiger Katholik, jahrzehntelang als Küster im Dienste, sagte mir dazu heute kopfschüttelnd: „Früher hat man die Hakenkreuzfahne aufgehängt – und jetzt die Regenbogenfahne. Immer dem Zeitgeist entsprechend!“

Aber warum sollte man sich über staatliche Stellen wundern, wenn es in der Kirche noch wunderlicher zugeht!

Am heutigen Sonntag – 1. September – feierten die „Queeren“ (Homos, Bi-Sexuelle, Transgender usw) kirchenamtlich ihren CSD-Abschlußgottesdienst in der Ludgeri-Innenstadtkirche (siehe Foto) um 18 Uhr – und zwar nicht mit einem Hinterbänkler-Priester, sondern mit André Sühling, dem Leitenden Pfarrer von St. Franziskus, einem Pfarreienverbund in Münster.

Die besondere Frechheit dieser sog. „Queergemeinde“ bestand diesmal darin, daß in ihrer Werbebroschüre über diesem Programmpunkt in fetter roter Schrift das Leitwort steht: „Ihr seid das Licht der Welt – Ihr seid Münster!“

Schwule, Lesben, Queere und sonstige sexuell Extra-Orientierte sind also „das Licht der Welt“!

Das ist mehr als „steil“ gedacht angesichts der Tatsache, daß Christus sich selbst als das „Licht der Welt“ bezeichnete.

Zusätzliches Gewicht erhält diese CSD-Veranstaltung in der Ludgeri-Kirche dadurch, daß sie im kirchlichen Wochenblatt von St. Lamberti im Gottesdienstplan erwähnt wird, als handle es sich um einen regulären Sonntagsgottesdienst. (St. Lamberti ist die leitende City-Verbundsgemeinde, zu der St. Ludgeri gehört.)

Dieser Vorgang paßt in das zwielichtige Bild, das die Bistumsleitung Münster seit Jahren präsentiert  – erst kürzlich noch, indem die amtliche Pressestelle des Bischofs die Forderung eines Weihbischofs vermeldete, wonach homosexuelle Partnerschaften kirchlich gesegnet werden sollen. (Näheres siehe hier: https://charismatismus.wordpress.com/2019/08/29/gottes-segen-gilt-der-ehe-von-mann-und-frau/)

Unsere Autorin Felizitas Küble leitet den KOMM-MIT-Verlag und das Christoferuswerk in Münster, das dieses CHRISTLICHE FORUM betreibt