Israels Staatschef vom Papst empfangen

Der israelische Staatspräsident Reuven Rivlin ist gestern Abend zu einem Staatsbesuch in Italien und im Vatikan eingetroffen.

Heute traf er mit Papst Franziskus zusammen (siehe Foto). Er schrieb dazu auf seiner Facebook-Seite:

„Ich bin sehr aufgeregt, hier im Vatikan zu Gast zu sein, einem historischen Ort, der für das Christentum von enormer Bedeutung ist. Die Beziehungen zwischen dem Staat Israel und dem Vatikan sind sehr wichtig für beide Staaten, und ich erwarte, dass wir sie noch stärken und vertiefen werden. Ich danke sehr für den herzlichen Empfang!“

Quelle: Israelische Botschaft – Foto: ©GPO/Kobi Gideon


Israelischer Präsident traf auf Staatsbesuch in Moskau auch den orthodoxen Patriarchen

Der israelische Präsident Reuven Rivlin traf vergangene Woche zu einem zweitätigen Staatsbesuch in Moskau ein. Nachdem er am Mittwoch Präsident Putin traf, kam er am Donnerstag zu Gesprächen mit Ministerpräsident Medvedev zusammen.

Nachdem es bei dem Treffen mit Putin um die aktuelle Situation in Nahost ging, würde er gerne über bilaterale Kooperation und Wirtschaftsthemen sprechen, so Medvedev zu Beginn des Treffens.  

BILD: Präsident Rivlin mit Ministerpräsident Medvedev (Foto: GPO / Mark Neiman)

Staatspräsident Rivlin dankte dem russischen Ministerpräsidenten und sagte:

„Ich bin sehr froh, heute in Moskau zu sein und über unsere bilateralen Beziehungen zu sprechen, insbesondere da Russland bei vielen globalen Themen eine entscheidende Rolle zukommt. Durch einen solch hohen Prozentsatz russisch sprechender Bevölkerung in Israel wurde unser Kontakt immer enger, und dieser Prozeß ist fortlaufend.“

Vor dem Gespräch mit Medvedev besuchte Rivlin das jüdische Museum sowie das „Tolerance Center“, das sich der Geschichte der russischen Juden widmet. Zudem traf er sich mit Mitgliedern der jüdischen Gemeinde und Oberrabbiner Shayevich.

Vor seiner Rückreise traf sich Präsident Rivlin noch mit Kyrill I., dem Vorsteher der Russisch-Orthodoxen Kirche und Heiliger Patriach von Moskau und Russland, mit dem er über religiöse Freiheiten sowie der Erhaltung heiliger Stätten sprach.

Zum Abschluss seines Russlandsbesuch dankte Präsident Rivlin für die Gastfreundschaft und betonte, dass „Am Israel Chai“ (die israelische Bevölkerung lebe), nicht bloß eine Phrase sei, sondern gerade hier ein Faktum.

Quellen:  israelisches Außenministerium, israelische Botschaft


Der israelische Präsident auf Staatsbesuch in Deutschland vom 10. bis 13. Mai 2015

Auf Einladung des Bundespräsidenten Joachim Gauck wird der Präsident des Staates Israels, Reuven Rivlin, in Begleitung seiner Gattin Nechama Rivlin, vom 10. bis zum 13. Mai 2015 Deutschland besuchen.  deutschland-israel-flag

Dies ist nicht nur der erste Besuch des israelischen Staatsoberhaupts in Deutschland, sondern steht auch im Zeichen eines besonderen Jubiläums: Vor 50 Jahren, am 12. Mai 1965, haben Israel und Deutschland diplomatische Beziehungen aufgenommen.

Botschafter Yacov Hadas-Handelsman hierzu:
„Im Jahr 2015 wollen wir gemeinsam auf unsere Erfolge zurückblicken und gleichzeitig Perspektiven für die Zukunft entwickeln. Dabei bauen wir auf die junge Generation, die im Mittelpunkt dieses Jubiläumsjahres stehen soll.“

Israels Präsident Reuven Rivlin sagt:
“Mein Besuch in Deutschland ist für mich sowohl emotional als auch bedeutend. Gemeinsam mit den Menschen in Deutschland erleben wir eine große Reise. Eine Reise, die uns von dem unvorstellbaren Grauen der Vergangenheit zu den gemeinsamen Werten der Gegenwart brachte – und zwar in Zusammenarbeit und Freundschaft, die uns die Aussicht auf eine gemeinsame und erfolgreiche Zukunft bietet. accumulator_default_img

Ich freue mich darauf, mit Entscheidungsträgern und Bürgern Deutschlands über Wege zu sprechen, wie unsere beiden Völker eine sichere und vielversprechendere Zukunft für uns alle schaffen können.“

Am 11. Mai wird das Präsidentenpaar von Bundespräsident Joachim Gauck mit militärischen Ehren im Schloss Bellevue empfangen werden. Es folgt ein offizielles Programm, einschließlich der Begegnung mit Berlins Regierendem Bürgermeister Michael Müller. Auch die Teilnahme von Präsident Rivlin an einer Gedenkzeremonie am „Gleis 17“ steht auf dem Programm.

Beide Präsidenten werden am Nachmittag gemeinsam an dem Jugendkongress des deutsch-israelischen
Koordinierungszentrums für Jugendaustausch ConAct teilnehmen, gefolgt von einem Staatsbankett.  120714022411-b1-

Am 12. Mai trifft Präsident Rivlin auf Bundeskanzlerin Angela Merkel sowie auf Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier und besucht gemeinsam mit dem Bundespräsidenten die Veranstaltung „LivingFuture!“ des Deutsch-Israelischen Zukunftsforums.

Am Abend laden die Präsidenten zu einem Empfang in die Philharmonie Berlin, bei dem zugleich der 67. Unabhängigkeitstag Israels gefeiert wird.

Am 13. Mai besuchen Präsident Rivlin und seine Frau verschiedene Stationen in Kiel und werden vom Ministerpräsidenten Schleswig-Holsteins, Torsten Albig, empfangen. Auch ein Austausch mit Studierenden der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel ist Teil des Programms.

Quelle: Israelische Botschaft in Berlin


Chinesischer Ministerpräsident besucht Berlin im Schatten der Hongkonger Proteste

„Menschenrechtspolitik und Wirtschaftsinteressen nicht gegeneinander ausspielen“

Der anstehende Staatsbesuch des chinesischen Ministerpräsidenten Li Keqiang am 10. Oktober 2014 in Berlin sollte ein Anlass für Bundeskanzlerin Angela Merkel sein, öffentlich ihre Solidarität mit der Demokratiebewegung in Hongkong zu bekunden und gleichzeitig das Vorgehen der kommunistischen Diktatur in China deutlich zu kritisieren. RTEmagicC_logo_Homepage_quad_gif

Das fordert die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) im Vorfeld des Besuchs.

„Für den Schutz von Menschen und Menschenrechten, aber auch für die Wahrung deutscher Wirtschaftsinteressen ist die Erfüllung völkerrechtlich bindender Verträge gleichermaßen essentiell. Menschenrechte und Wirtschaft dürfen und können nicht gegeneinander ausgespielt werden“, erklärte IGFM-Vorstandssprecher Martin Lessenthin.

Merkel solle daher gegenüber China auf der lückenlosen Einhaltung aller Rechte in Hongkong bestehen. „Freie Wahlen sind das Recht der Hongkonger Bürger – es darf nicht wie in China zu einer Farce verkommen!“, so die IGFM weiter.  China-Flagge-gr_02

Hongkongs Demokratie-Aktivisten haben den Drohungen des von Peking installierten Regierungschefs Leung Chun-ying nachgegeben und den Großteil ihrer Protestcamps auf Hauptstraßen und vor Verwaltungsgebäuden aufgelöst.

Die Studenten wollen eine offene Konfrontation mit der Bereitschaftspolizei vermeiden, beharren jedoch weiter auf ihrem Recht nach freien Wahlen, die sie durch eine von der Regierung in Peking durchgesetzte Wahlreform weiter eingeschränkt sehen.

Die Demokratie-Aktiven in Hongkong fordern außerdem die Untersuchung des gezielten Einsatzes von Schlägertrupps, die der Kommunistischen Partei Chinas nahe stehen. Die Untersuchung dieser Übergriffe ist nach Auffassung der IGFM von elementarer Bedeutung für den Umgang mit der Volksrepublik China.

Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM)
Borsigallee 9 in 60388 Frankfurt a. Main
Tel.: 069-420108-11, Fax: 069-420108-33,
info@igfm.de    www.menschenrechte.de

Präsident Mursi in Deutschland: Forderungen an Bundesregierung mit Mahnwachen deutschlandweit

Die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) macht deutschlandweit mit Mahnwachen auf Ihre Forderung an die Bundesregierung aufmerksam:

„Präsident Mohammed Mursi hat in seiner kurzen Amtszeit zahllose seiner Versprechen gebrochen. Seine liberalen Beteuerungen haben offensichtlich keinen Wert. Die Bundesregierung darf sich daher nicht mit Zusagen begnügen. Hilfen für Mursi und Umschuldungen für Ägypten darf es erst geben, wenn Mursi seine Versprechen und die völkerrechtlich bindenden Menschenrechtsverträge tatsächlich in die Tat umgesetzt hat“, betont IGFM-Vorstandssprecher Martin Lessenthin.

Um diesen Appell an Kanzlerin Angela Merkel zu unterstreichen, hält die IGFM zum Besuch Präsident Mursis Mahnwachen in Berlin, Frankfurt am Main, Hamburg, Düsseldorf, Stuttgart und Bonn ab.

Weitere Infos zu den Mahnwachen unter:
http://www.igfm.de/IGFM-Infostaende-und-Mahnwachen.3097.0.html

Weitere Infos zur Menschenrechtslage in Ägypten unter:
http://www.igfm.de/Menschenrechte-in-AEgypten.575.0.ht