Burkina Faso: Islamisten-Terror mit 138 Toten

Mindestens 138 Menschen sind in Burkina Faso einem in der Nacht von Freitag auf Samstag durchgeführten Überfall von Dschihadisten zum Opfer gefallen – weitere Opfer sind möglich. Sicherheitskräfte berichteten, dass die Leichen in Solhan (Provinz Yagha) in einem Massengrab bestattet wurden, dutzende Menschen wurden verletzt.

Unter den Toten sind Militärs, Zivilisten, Frauen, Männer, Kinder. Der Angriff gilt als blutigster Anschlag seit Beginn der radikal-islamischen Gewalt im Land seit 2015.

Die Agentur AFP berichtet, dass die Terroristen um 2 Uhr nachts angegriffen hatten. In den Häusern sei es zu wahren Hinrichtungen gekommen. „Zusätzlich zu den menschlichen Opfern, den verheerendsten, die wir bisher verzeichnet haben, wurden Häuser und der Markt in Brand gesetzt“, sagte eine andere Sicherheitsquelle. Es werde befürchtete, dass „die vorläufige Zahl“ von Toten noch steigen könne.

Die Behörden von Burkina Faso haben unterdessen eine 72-stündige Staatstrauer angeordnet. Ein Beamter der Sicherheitsdienste erklärte, dass bis Montag „Männer eingesetzt wurden, um nach den Angreifern zu suchen“ und die Sicherheit der Menschen zu gewährleisten, während sie die Opfer beerdigen.

Quelle und vollständige Meldung hier: https://www.vaticannews.va/de/welt/news/2021-06/burkina-faso-terrorismus-opfer-staatstrauer-sohlan.html?utm_source=newsletter&utm_medium=email&utm_campaign=NewsletterVN-DE


Union-Fraktionschef Kauder besucht Ägypten Solidarität mit koptischen Christen

Eine Woche nach dem Terroranschlag auf koptische Christen in Kairo ist der Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Volker Kauder, am heutigen Samstag zu einer Reise in die ägyptische Hauptstadt aufgebrochen. Zu dem Zweck seiner Gespräche dort erklärt Kauder:

Foto: IGFM„Der blutige Terroranschlag auf koptische Christen am vergangenen Wochenende hat mich zutiefst besorgt. Meine mit der Bundeskanzlerin abgestimmte Reise nach Ägypten soll ein Zeichen der Solidarität mit den koptischen Christen sein.

In Ägypten darf sich nicht das wiederholen, was in den vergangenen Jahren in vielen Staaten des Nahen und Mittleren Ostens geschehen ist: dass Christen zunächst bedrängt und dann auf blutige Weise vertrieben werden, damit am Ende christenfreie Regionen übrig bleiben.

Ich bin dankbar, dass der ägyptische Präsident Al-Sisi und auch die oberste geistliche Autorität der Sunniten,Großscheich Al-Tajib, sich unmittelbar nach dem Anschlag dazu bekannt haben, dass Ägypten ein Land bleiben soll, in dem Angehörige aller Religionen ihren Platz haben. Dies wie auch die Ausrufung einer dreitägigen Staatstrauer von Seiten der ägyptischen Regierung war eine bedeutende Botschaft.

Deutschland muss ein hohes Interesse daran haben, dass die Stabilität Ägyptens erhalten bleibt, auch wenn wir mit den innenpolitischen Entwhicklungen nicht immer einverstanden sind.“

Hintergrund:
Kauder reist seit Jahren regelmäßig nach Ägypten und andere Länder des Nahen und Mittleren Ostens. Anlass für die Besuche ist nicht zuletzt sein Eintreten für die Religionsfreiheit, speziell für die Belange der Christen.

In Kairo wird er am Samstag den Anschlagsort, die St.-Peter-und-Paul-Kirche, besuchen. Sie liegt in unmittelbarer Nähe zum Sitz des koptischen Paptes. Das Attentat, bei dem 25 Menschen getötet wurden, war eines der schwersten auf Kopten in Ägypten. Als Täter werden islamistische Extremisten vermutet.

Nach dem Besuch sind unter anderem Treffen mit Staatspräsident Abdel Fattah al-Sisi, dem Großscheich von Al-Azhar, Ahmed al-Tajib, und dem koptischen Papst Tawardos II. vorgesehen.