Deutsch-israelische Städtepartnerschaft: Bergisch-Gladbach und Ganey Tikva

Das neue Jahr fängt gut an für die deutsch-israelischen Beziehungen: Beim Neujahrsempfang der Stadt Bergisch Gladbach wurde am Sonntag die erste neue Städtepartnerschaft des Jahres 2013 besiegelt  –  die Stadt im Bergischen Land ist nun offiziell Partnerstadt von Ganey Tikva in Gush Dan.

Zur Unterzeichnung der Partnerschafts-Urkunde war Bürgermeister Avishay Levin aus Ganey Tikva eigens angereist. Levin betonte in seiner Ansprache, wie wichtig persönliche Begegnungen für die bilateralen Beziehungen seien.


Bürgermeister Lutz Urbach, die stellv. Bürgermeisterin
Lizy Delaricha und Bürgermeister Avishay Levin (Foto: Arbeitskreis Ganey Tikva)

In einem Grußwort, das Botschafter Yakov Hadas-Handelsman gesendet hatte, ging er u.a. darauf ein, daß diese Partnerschaft sogar in einen trilateralen Rahmen eingebunden ist: Gladbach ist seit 2011 auch mit Beit Jala im Westjordanland verbunden.

In seinem Grußwort erklärte der israelische Botschafter:

„Wir begrüßen diese trilaterale Freundschaft und wünschen Ihnen viele gute Begegnungen. Wir hegen die Hoffnung, dass solche Aktivitäten zum Frieden zwischen Israelis und Palästinensern beitragen können.“

Quelle (Text/Foto): Botschaft des Staates Israel


Irische Stadt macht Städtepartnerschaft mit Gaza aus Protest gegen Raketenangriffe rückgängig

Foto: KOMM-MiT-Verlag

Foto: KOMM-MiT-Verlag

Weltweit sieht sich Israel wachsender Kritik ausgesetzt, vor allem aus linken und rechtsradikalen Kreisen.

Es geht aber auch anders. Eine kleinere Stadt in Nordirland hat beschlossen, ihre Städtepartnerschaft mit Gaza-Stadt aus Protest über die Raketenangriffe auf Israel aufzulösen.

Knapp ein Jahr, nachdem beide Städte ein Abkommen zur Partnerschaft vereinbart hatten, beschloß der Stadtrat von Moyle, dieses wieder aufzuheben.

Die Entscheidung fiel, nachdem pro-palästinensische Aktivisten, die mit der nordirischen Sinn-Fein-Bewegung verbunden sind, einen Antrag gestellt hatten, in dem gefordert wurde, die Stadt Moyle solle öffentlich ihre Solidarität mit Gaza im Krieg gegen Israel zeigen.

Örtliche Freunde Israels reichten einen gegenteiligen Antrag ein, mit der Anregung, die Städtepartnerschaft zu Gaza zu beenden. Dieser Antrag wurde angenommen.

Quelle: Christliche Nachrichtenseite „Israel heute“


Die Regensburger Domspatzen waren als „Botschafter Bayerns“ in China – Kirche fristet dort ein Schattendasein

„Die Regensburger Domspatzen sind ein echter Kulturträger und das auch in einem Land, in dem die Kirche eher ein Schattendasein fristet“, erklärte Diözesanadministrator Dr. Gegenfurtner: „Eine mutige Entscheidung, die Regensburger Domspatzen als Botschafter Bayerns in die Provinz Shandong zu senden.“

Damit würdigte Prälat Wilhelm Gegenfurtner die erfolgreiche Reise des bekannten Domchors nach China.

In dem großen Land sei Religionsfreiheit nicht selbstverständlich. Wer dies gesehen hat, wisse die Religionsfreiheit hierzulande zu schätzen, erklärte der Prälat im Rahmen einer Pressekonferenz  – siehe Foto –  am 12. November 2012 bei den Domspatzen.

Die Hauptaufgabe der Domspatzen ist es weiterhin, im Dom zu singen.

Der Freistaat Bayern und die Provinz Shandong können in diesem Jahr auf eine erfolgreiche 25-jährige Partnerschaft zurückblicken. Dieses Jubiläum wurde mit verschiedenen Aktivitäten gewürdigt.

Neben einer umfangreichen Ausstellung der Hanns-Seidel-Stiftung in der Lobby des Interconti Qingdao, die Katja Hessel (Staatssekretärin im Bayerischen Wirtschaftsministerium) eröffnete, fanden zwei Festkonzerte mit den Regensburger Domspatzen im Konzertsaal des Interconti in Qingdao sowie ein Festbankett im Shandong-Hotel in der Provinzhauptstadt Jinan statt.

Auch bei dieser Festveranstaltung waren die Domspatzen mit einem 30-minütigen Auftritt vertreten.

Die Entscheidung der Bayerischen Staatskanzlei, die Regensburger Domspatzen als Botschafter Bayerns in die Provinz Shandong zu senden, nannte Prälat Dr. Gegenfurtner während der Pressekonferenz „mutig“.

Die Öffnung der chinesischen Partner zeige, dass „die Partnerschaft ausgezeichnet ist“. Der Prälat verwies auf die Tatsache, dass der damalige bayerische Ministerpräsident Franz Josef Strauß einen „Sensus“ hatte, was China angeht. In seiner Zeit als Ministerpräsident war die Partnerschaft 1987 eingegangen worden.

Was die Einladung der Regensburger Domspatzen nach China betreffe, so sehe er sie in der „Schiene dieser Öffnung“, so Prälat Gegenfurtner.

Vor allem den Sponsoren der Reise dankte der Prälat und würdigte ihr finanzielles Engagement:

Die erstmalige Konzertreise der Regensburger Domspatzen nach China wurde durch die Mittel folgender Einrichtungen ermöglicht: der Bayerischen Staatsregierung, der Bayerischen Staatskanzlei, der Sparkasse Regensburg, des Goethe-Instituts, der Lufthansa, des Intercontinental Qingdao, der Provinzregierung von Shandong, des State of Bavaria – China Office, der Stadt Qingdao und der Stadt Regensburg.

Nicht zuletzt hob Dompropst Gegenfurtner die gute Erziehung hervor, die die Domspatzen während der gesamten Reise an den Tag gelegt haben und die man an gewissen Details erkennen könne.

Domkapellmeister Prof. Roland Büchner drückte seine Freude über die Tatsache aus, dass der Diözesanadministrator die Domspatzen auf die Reise begleitet hat.

Den Domkapellmeister beeindruckte sodann die Tatsache, dass Staatssekretärin Katja Hessel aus dem Wirtschaftsministerium nach dem Konzert den Domspatzen eigens einen Besuch im Hotel abstattete.

Internatsdirektor Domvikar Rainer Schinko erklärte: „Wir waren auf eine Begegnung der Kulturen aus und haben sie erlebt.“  – Man habe auf der Ebene der Musik zusammengefunden.

Dr. Rudolf Gingele (Mitglied des Vorstands der Sparkasse Regensburg) sagte, dass es für dauerhafte Beziehungen gut sei, auch auf Ebenen miteinander Kontakt zu haben, die die Emotionen ansprechen. Es gelte, den Standort Regensburg international auszubauen und liebens- und lebenswert zu machen.

Ausdrücklich gewürdigt wurde der Einsatz von Frau Katrin Zeidler, Mitarbeiterin der Stadt Regensburg, die einen großen Teil der Organisation der Begegnungen „gestemmt“ habe.

Außerdem schilderten zwei Domspatzen ihre bewegenden Erfahrungen. Sie stimmten überein in dem Punkt, dass die Erfahrung Chinas aus erster Hand ganz anders ist als das, was man durch die Medien vermittelt bekomme.

Quelle (Text/Fotos): Bischöfliches Presseamt Regensburg, Silke Jäger
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