Junge Wilde in der AfD: Partei widerspricht Anti-Stauffenberg-Aussagen von Steinke

Der AfD-Bundesvorsitzende Prof. Dr. Jörg Meuthen (siehe Foto) hat sich vom Vorsitzenden der Jungen Alternative Niedersachsen, Lars Steinke, distanziert. Steinke hatte auf Facebook Hitler-Attentäter Claus Schenk Graf von Stauffenberg einen „Feigling“, „Verräter“ und „Feind des Deutschen Volkes“ genannt.

„Die Äußerungen des Herrn Steinke sind komplett inakzeptabel, offenbaren ein absurdes Geschichtsverständnis und haben in der AfD absolut nichts zu suchen.“ – Der AfD-Chef kündigte an: „Der Bundesvorstand wird sich zu Beginn der kommenden Woche mit der Angelegenheit befassen.“

Meuthens Vo-Vorsitzender Dr. Alexander Gauland ließ mitteilen: „Solche Äußerungen sind ein bodenloser Schwachsinn“. Stauffenberg sei „ein Held der deutschen Geschichte“.  Steinke solle aus der Partei ausgeschlossen werden, forderte Gauland.

Auch aus dem niedersächsischen Landesverband kommt scharfe Kritik. Steinkes Meinung spiegele „in all ihrer Absurdität“ weder die Meinung des Landesverbands noch der Bundes-AfD wider, teilte die Landesvorsitzende Dana Guth mit. Stauffenberg und die Verschwörer des 20. Juli 1944 stünden „für die richtige Seite der deutschen Geschichte“.

Stauffenberg sei „unstreitig ein konservativer und ein deutscher Held, ein Vorbild im Kampf gegen diktatorischen Mainstream und Angepaßtheit“, fügte sie hinzu.

Quelle und Fortsetzung der Meldung hier: https://jungefreiheit.de/politik/deutschland/2018/afd-parteifuehrung-distanziert-sich-von-steinke/


Union gedenkt des 20. Juli: Das Christentum motivierte zum Widerstand vor 70 Jahren

Vor 70 Jahren scheiterte das Attentat und damit der Versuch des aktiven Widerstands gegen Adolf Hitler auf tragische Weise. Die Widerstandsgruppen um den Katholiken Claus Graf von Stauffenberg oder auch die Weiße Rose (siehe Bild: Sophie Scholl) waren christlich motiviert.

Hierzu erklärt der kirchenpolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Dr. Franz Josef Jung: 020_16A

„Der Jahrestag des Widerstandes vom 20. Juli 1944 ist ein Anlass, dem Mut und der Kraft der Männer und Frauen im gesamten Widerstand zu gedenken.

Es ist bemerkenswert, dass viele von ihnen den Kompass für ihr mutiges Tun und Handeln in den christlichen Werten fanden.

Der Abscheu vor dem menschenverachtenden Charakter des Regimes führte bei vielen Widerstandskämpfern zu einer Neubewertung des christlichen Glaubens.

Christentum war Gegenpol zur NS-Diktatur

In der Betonung der christlichen Werte suchten viele einen sittlichen Gegenpol zum verbrecherischen NS-Regime. Im  20. Juli 1944 lag eine außerordentlich starke christlich-kirchliche Bindung.

Aus den Verhörprotokollen der Gestapo geht hervor, dass ungefähr zwei Dutzend der aktivsten Widerständler eine christliche Motivation als Grund für ihr Denken und Handeln bezeugten.

Gerade in der heutigen Zeit, in der alles Christliche und Kirchliche häufig mit großem Misstrauen beäugt wird, sollte uns diese Haltung zum Nachdenken anregen. Das  Wertefundament unserer christlich-abendländischen Tradition und Kultur ist der Grundpfeiler unseres Zusammenlebens und bildet die Basis unseres Grundgesetzes – damals wie heute.

Uns hieran stets zu erinnern und dieses Bewusstsein fortwährend zu erneuern ist eine der Pflichten, die uns die Widerstandskämpfer des 20. Juli 1944 hinterlassen haben.“