CDU Sachsen gegen Verharmlosung: „Der Mauertoten gedenken – Opfer entschädigen“

Letzter „DDR“-Flüchtling vor 25 Jahren erschossen

Gestern vor 25 Jahren wurde Chris Gueffroy (siehe Foto), der letzte „DDR“-Flüchtling, an der Berliner Mauer erschossenen. Dazu erklärte Steffen Flath, Vorsitzender der CDU-Landtagsfraktion, am gestrigen Mittwoch, den 5. Februar: Chris Gueffroy: geboren am 21. Juni 1968, erschossen am 5. Februar 1989 bei einem Fluchtversuch an der Berliner Mauer (Aufnahme Nov./Dez. 1988)

„Es sind Gedenktage wie diese, die einem die ganze Grausamkeit und das Unrecht des DDR-Regimes vor Augen führen.

Chris Gueffroy war einer von rund 1000 zumeist jungen DDR-Bürgern, die beim Versuch ein freies und selbstbestimmtes Leben führen zu wollen, an der innerdeutschen Grenze sterben mussten. All diesen Opfern gilt es heute zu gedenken und zu danken, denn auch sie haben mit ihrem Mut und ihrem Tod dazu beigetragen, dass die DDR im November 1989 am Ende war.

Ein Vierteljahrhundert nach der friedlichen Revolution müssen wir die Erinnerung wach halten und mahnen, dass ein Leben in Freiheit und Demokratie nicht selbstverständlich ist. imagesCAQES0N8

Gerade für junge Menschen ist es heute kaum vorstellbar, dass Deutschland noch vor 25 Jahren durch 870 Kilometer Stacheldrahtzaun, 160 Kilometer Mauer, gespickt mit Selbstschussanlagen, Minenfeldern und Hundelaufanlagen, in zwei Teile getrennt war.

Deshalb ist es nicht hinnehmbar, wenn heute immer wieder versucht wird, die Geschehnisse zu relativieren oder die SED-Diktatur zu verharmlosen. Die CDU-Fraktion des Sächsischen Landtages hat und wird sich auch zukünftig derartigen Bestrebungen der Geschichtsverklärung widersetzen.

Wir werden uns weiterhin für die Interessen der Opfer der SED-Diktatur einsetzen. Dazu zählt für mich eine angemessene Erinnerungskultur genauso, wie die Entschädigung der noch lebenden Opfer.“

CDU-Fraktion des Sächsischen Landtages
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Sachsens CDU-Fraktionschef Steffen Flath: „Die Ehe ist ein Sakrament“

Eine verstärkte Diskussion über den Stellenwert von Ehe und Familie in Deutschland wünscht sich der CDU-Fraktionsvorsitzende im sächsischen Landtag, Steffen Flath  aus Annaberg-Buchholz.

Wie der bekennende Katholik im Interview mit der „Leipziger Volkszeitung“ sagte, „sind da auch die Kirchen gefordert“. Einerseits sei für ihn klar, dass gleichgeschlechtliche Partnerschaften nicht diskriminiert werden dürften: „Auf der anderen Seite aber orientieren sich gleichgeschlechtliche Partnerschaften nur an der eigenen Generation, dagegen geht die Ehe darüber hinaus. Sie ist ein Sakrament, etwas Grundlegendes.“   –  Denn sie sei „nicht auf eine Generation gerichtet, sondern gewährleistet, dass Generationen funktionieren“.

Der 56-jährige Flath führt die sächsische CDU-Fraktion seit 2008. Zwischen 1999 und 2008 gehörte er dem sächsischen Kabinett an, zunächst als Umwelt- und dann als Kultusminister. Flath ist zudem einer der bundesweit prominentesten Vertreter des konservativen „Berliner Kreises“ innerhalb der CDU. 

Quelle: evangelische Nachrichtenagentur http://www.idea.de


Erzgebirge: Sächsische CDL protestiert gegen Abtreibung und Euthanasie

Mit dabei: Steffen Flath, sächsischer CDU-Fraktionschef

Trotz naßkalter Witterung haben sich am vorigen Montag etwa 300 Teilnehmer dem “Schweigemarsch für das Leben” in der Erzgebirgskreisstadt Annaberg-Buchholz angeschlossen, den die „Christdemokraten für das Leben“ (CDL) organisierten. 

Unter der Überschrift “Abtreibung stoppen! Menschenwürde achten!” protestierten sie gegen die deutsche Abtreibungs- und Sterbehilfepraxis. SONY DSC

Weil die Deutschen die kommunistischen und nationalsozialistischen Diktaturen des letzten Jahrhunderts nie wieder vergessen wollten, hätten sie in Artikel 1 und 2 im Grundgesetz die Unantastbarkeit der Menschenwürde und das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit vorangestellt, betonte der CDL-Vorsitzende im Freistaat Sachsen, Joachim Hadlich, zur Abschlußkundgebung.

Er forderte Bundesregierung, Gerichte, Parlament und Parteien auf, den “abscheulichen Zustand” der jährlichen Tötung von schätzungsweise 200.000 ungeborenen Kindern zu beenden und “zu einer gesitteten Rechtsordnung” zurückzukehren, die Grundgesetz und Lehren der Vergangenheit berücksichtigen.

“Beratungsscheine”, so Hadlich, würden nach “sogenannter wertneutraler Beratung“ ausgestellt und dienten nur dem Zweck, “Straffreiheit für die Tötung eines Kindes zu erlangen”.

“Assistierter Suizid” bedeutet Euthanasie

Viele Menschen hätten eine mögliche Abtreibung überstanden, liefen aber am Ende ihres Lebens Gefahr, “von Erben, Pflegern oder sogar Ärzten aus dem Leben abgetrieben zu werden“, weil sie “krank, pflegebedürftig, einsam und lebensmüde oder in unserer Leistungsgesellschaft nutzlos und überflüssig geworden sind”, betonte Hadlich.

Hinter dem “verschleierten Wort `assistierter Suizid`” verberge sich nichts anderes als die Euthanasie. Deshalb forderten die Christdemokraten für das Leben “ein Verbot jeglicher Sterbehilfe”:

“Alte, kranke, einsame und depressive Menschen brauchen nicht Hilfe zum Selbstmord, sondern Zuwendung und palliativmedizinische Betreuung”, mahnte Hadlich.

Hebammen: aus Gewissensgründen gekündigt

Die Hebammen Tamar Küchler und Aline Queck berichteten, wie sie zusammen mit zwei anderen Hebammen ihren Arbeitsplatz in der Chemnitzer Frauenklinik “aus Glaubens- und Gewissensgründen” aufgegeben hatten. Sie hätten es nicht mehr ertragen können, daß Leben zerstört wird.

In einem Film habe man ihnen gezeigt, wie sich das Kind im Mutterleib wehrt, sobald die Abtreibungswerkzeuge in die Gebärmutter der Schwangeren eindringen. Küchler sagte dazu: “Die Augen, die mich aus dem Kopf eines abgetriebenen Kindes anschauten, werde ich niemals vergessen”.

Es gebe, so Queck, keine ausweglosen Situationen und es sei wichtig, werdenden Müttern Mut zum Kind zuzusprechen. Küchler gründete in Annaberg-Buchholz das Geburtshaus “Glühwürmchen”. Von Beginn einer Schwangerschaft an können sich dort Frauen informieren und sich von Hebammen beraten lassen. Hebammenhilfe kann von jeder Frau in Anspruch genommen werden und wird von den Krankenkassen bezahlt.

Unterschriftenaktion “EINER VON UNS”

Das Mitglied der CDL, Marc Schneider, ermutigte die Demonstranten, sich an der Europäischen Bürgerinitiative “EINER VON UNS” (www.1-von-uns.de) zu beteiligen. Diese wolle erreichen, dass die EU sich an ihr eigenes Recht hält. Dazu gehöre auch, die Finanzierung sämtlicher Aktivitäten zu beenden, welche zur Tötung menschlicher Embryonen führten. Dies betreffe verschiedene Politikbereiche der EU, darunter Forschung, Entwicklungspolitik und das öffentliche Gesundheitswesen.

Schneider betonte: “Der Mensch ist ab dem Zeitpunkt der Verschmelzung von Ei- und Samenzelle ein Mensch.” Das habe der “Europäische Gerichtshof 2011 erstmals höchstrichterlich festgestellt”.

Für den Erfolg der Bürgerinitiative müssten in Deutschland bis zum 1. November 2013 mindestens 80.000 Unterschriften gesammelt werden. EU-weit brauche man bis zu diesem Zeitpunkt eine Million Unterschriften. Davon seien bisher in Europa bereits über 450.000 gesammelt worden.

Botschaft der BIBEL: Mensch von Anfang an!

Wer die Bibel lese, werde feststellen, dass der Mensch Gottes Schöpfung sei und “kein Zufallsprodukt”, sagte der CDL-Vorsitzende im Erzgebirge, Thomas Schneider. Gott selbst habe zu Jeremia, einem der großen Propheten im Alten Testament gesagt: „Ich kannte dich, ehe ich dich im Mutterleibe bereitete.“ header_buch

Bevor ein Mensch überhaupt einen Gedanken daran verschwenden könne, daß neues Leben entstehe, wisse Gott bereits davon. Wenn ein Mensch umgebracht werde, den Gott bereits vor seinem Entstehen kenne und ihm alle Anlagen geschenkt habe, dann sei das in der Sprache der Bibel „Mord“, so Schneider. In der Heiligen Schrift stehe aber auch, dass “jeder Mensch Vergebung durch Jesus Christus erfahren könne; sei es der Arzt, der die Abtreibung eines Kindes zu verantworten hat, sei es die Mutter, die ihr Kind töten ließ oder sei es der Mensch, der einen anderen am Ende seines Lebens zum Selbstmord verhalf”.  

Nächster “Schweigemarsch” am 26. Mai 2014

Mit einem Gebet schloß Versammlungsleiter Thomas Schneider die Veranstaltung, dankte allen Mitwirkenden und den Einsatzkräften von Polizei, Kreis- und Stadtverwaltung. Bereits zum vierten Mal in Folge organisierte der Kreisverband der Christdemokraten für das Leben (CDL) im Erzgebirge einen Schweigemarsch, an der auch Pfarrer und Mitarbeiter aus Gemeinden der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens teilnahmen.

Unter den Demonstranten und Unterzeichnern der Unterschriftensammlung “EINER VON UNS” war auch der Fraktionsvorsitzende der CDU im Sächsischen Landtag, Steffen Flath.

Der 5. “Schweigemarsch für das Leben” findet am Montag, dem 26. Mai 2014 in Annaberg-Buchholz statt. 

Quelle: http://cdl-erzgebirge.de/2013-05/schweigemarsch-fuer-das-leben-mit-300-teilnehmern/
Foto: Uwe Zenker