Evangelikaler Theologe zur Causa Limburg: Medien betreiben Spießrutenlaufen

Scharfe Kritik am Umgang der Medien mit dem katholischen Limburger Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst hat der Leiter des Gießener Instituts für Ethik und Werte, der evangelikale Theologe Stephan Holthaus (siehe Foto), geübt. holthaus_stephan_606_pr13_2f52251200

Gegenüber der evangelischen Nachrichtenagentur IDEA sagte Holthaus am 14. Oktober:

„Bei aller berechtigten Sachkritik am Umgang mit Kirchengeldern im Bistum Limburg und der Kommunikationspolitik des Bischofs  –  was derzeit für ein Spießrutenlaufen inszeniert wird, ist der Sache abträglich und bestärkt nur die generellen Kirchenkritiker unserer Zeit.“

Das alles grenze an eine Vorverurteilung. Die Unschuldsvermutung gelte so lange, bis das Gegenteil bewiesen sei: „Das sollte nicht nur für die Rechtsprechung, sondern auch für den medialen Umgang mit Menschen gelten.“

Dr. Holthaus ist auch Prorektor der Freien Theologischen Hochschule in Gießen: „Transparenz ist für die Kirche Roms das Gebot der Stunde. Augenmaß und Sachlichkeit das Gebot für die Medien. Beides scheint zu fehlen.“

Quelle: http://www.idea.de/detail/thema-des-tages/artikel/fall-tebartz-van-elst-medien-inszenieren-spiessrutenlaufen-921.html

HINWEIS: Es gibt erfreulicherweise auch Ausnahmefälle einer durchaus kritischen, aber sachlichen Berichterstattung, die redlich versucht, beide Seiten zu Wort kommen zu lassen – zB. dieser Bericht im Handelsblatt: http://app.handelsblatt.com/panorama/aus-aller-welt/affaere-um-limburger-bischof-kritik-der-medien-nur-ein-vorwand/8928716-2.html