ADVENTS-Lied von Jochen Klepper

Die Nacht ist vorgedrungen,
der Tag ist nicht mehr fern.
So sei nun Lob gesungen
dem hellen Morgenstern.

Auch wer zur Nacht geweinet,
der stimme froh mit ein.
Der Morgenstern bescheinet
auch deine Angst und Pein.

Dem alle Engel dienen,
wird nun ein Kind und Knecht.
Gott selber ist erschienen
zur Sühne für sein Recht.

Wer schuldig ist auf Erden,
verhüll’ nicht mehr sein Haupt.
Er soll errettet werden,
wenn er dem Kinde glaubt.

Die Nacht ist schon im Schwinden,
macht euch zum Stalle auf!
Ihr sollt das Heil dort finden,
das aller Zeiten Lauf

von Anfang an verkündet,
seit eure Schuld geschah.
Nun hat sich euch verbündet,
den Gott selbst ausersah.

Noch manche Nacht wird fallen
auf Menschenleid und -schuld.
Doch wandert nun mit allen
der Stern der Gotteshuld.

Beglänzt von seinem Lichte,
hält euch kein Dunkel mehr.
Von Gottes Angesichte
kam euch die Rettung her.

Jochen Klepper


Illner-Talk: Die SPD strebt offenbar nach einer grünroten Linksfront-Regierung

Von Felizitas Küble

Sogar die BILDzeitung, die den Merkelschen Asyl-Kurs „in Treue fest“ aktiv bis demagogisch mitgetragen hat, berichtet nun eher kritisch über den gestrigen ZDF-Talk bei Maybritt Ilner. csuDabei hatte sich das Massenblatt im Vorjahr wie in einem Jubelrausch zur Speerspitze der „Willkommenskultur“ aufgeschwungen (siehe zB. hier: https://archive.is/zSxiF)

Inzwischen scheint die nüchterne Asyl-Realität verspätet bei der Redaktion angekommen zu sein. Jedenfalls titelt BILD online jetzt in neuer Tonlage: „Alle gehen auf den CSU-General los“  –  gemeint ist Generalsekretär Andreas Scheuer, dessen Senegalese-Äußerungen von Politik, Medien und Kirchenoberen oftmals aus dem Zusammenhang gerissen und attackiert wurde.

Ständig wurde diese Causa wieder ausgegraben und dem CSU-Mann aufs Butterbrot geschmiert, obwohl das Talkthema eigentlich „Rot-rot-grün“ hätte sein sollen…

Es habe, so die Bildzeitung, in der Diskussionssendung „viel Vergangenheitsbewältigung, Schlaumeierei und Häme gegeben“. 

Kein Wunder bei dieser  –  wie beim öffentlich-rechtlichen TV üblich  –  völlig einseitigen Besetzung:

Unter den sechs Talkgästen war außer dem CSU-Politiker kein einziger Konservativer. Logisch, daß die Runde – einschließlich Moderatorin Illner gemeinsam auf Scheuer eindrischt nach dem Motto „Alle gegen einen“  –  und dies erst recht, wenn SPD-Fraktionschef Oppermann mit von der Partie ist, außerdem Frau Kipping von der Linkspartei, der sogar ihre eigene Vorstandskollegin Sahra Wagenknecht noch zu „rechts“ ist, weshalb sie sich mit ihr gerne öffentlich zofft. 038_35

Nazi-Keule gegen den CSU-Generalsekretär

Ganz in diesem Geiste bzw. Ungeiste warf Kipping dem CSU-Generalsekretär dreist vor: „Sie reden den Nazis nach dem Mund.“  –  Auch der sog. „Extremismus-Experte“ Oliver Decker gab gern seinen rabiaten Senf gegen CSU und AfD dazu. Maybritt Ilner paßte wie angegossen ins gleichgeschaltete Bild, auch mit ihren süffisanten Fragen an Andreas Scheuer, z.B. dem ironischen Satz: „Wie klasse findet Seehofer Sie noch?“

Chefredakteur Jörgens vom „Stern“ ist ebenfalls für seine roten Ansichten bekannt, die Polit-Illustrierte befindet sich seit Jahrzehnten stramm auf Linkskurs. Insgesamt noch recht sachlich im Umgang mit den Themen und dem CSU-Generalsekretär zeigte sich allein der Historiker Dr. Heinrich A. Winkler, wenngleich er bisweilen etwas über die Köpfe hinwegredete.

Höchst aufschlußreich freilich, was SPD-Fraktionschef Oppermann am Schluß von sich gab: „Es wird in diesem Wahlkampf keine Koalitionsaussage geben.“ – Aha, alles klar, damit man sich nämlich eine Option mit der Linkspartei offenhalten kann, mit den Grünen sowieso.

Das bestätigte der Sozialdemokrat, dessen Koalitionspartner CDU heißt, indirekt mit seinem nächsten Satz: „Was mir an Rot-Rot-Grün am besten gefällt, ist, dass die CDU dabei in der Opposition ist.“

Für die Linkspartei-Chefin ist sowieso klar: „Die Berliner Wahl ist ein Signal für Rot-Rot-Grün“. Kipping fügte noch hinzu: „Das macht Mut, nicht nur für Berlin, sondern auch fürs ganze Land.“

Aber sicher doch, Deutschland wartet sehnsüchtig darauf,  von Roten, Grünen und Spätkommunisten gemeinsam kaputtregiert zu werden. Die SPD freilich befindet sich am Scheideweg  –  und eigentlich bereits auf Abwegen, denn in Sachsen-Anhalt herrscht sie schon gemeinsam mit der Linkspartei.

Dieselben Leute, die bei der patriotisch-konservativen AfD so schnell die „braune Keule“ schwingen, haben also keinerlei Hemmungen mehr, gemeinsam mit der Nachfolgepartei der Mauer-und-Stacheldraht-SED an die Macht zu gelangen. Die Aufforderung des CSU-Generalsekretärs an die SPD, sich von den Linkspartei-Extremen zu distanzieren, war da natürlich in den Wind geredet….

Felizitas Küble leitet den KOMM-MIT-Verlag und das Christoferuswerk in Münster, das dieses CHRISTLICHE FORUM betreibt.

Ergänzender Artikel  – ebenfalls zur Illner-Talksendung: https://charismatismus.wordpress.com/2016/09/23/absurdistan-german-madness-und-eine-neue-dolchstosslegende/

 

 


Hollywood-Ehrung für Produzentin des neuen Kinofilms „Ben Hur“

„Story der Erlösung und Versöhnung“

Die Stern-Nummer 2586 auf dem Hollywood-Boulevard gehört seit dem 11. August 2016 Roma Downey: Die christliche Produzentin wurde mit dieser Auszeichnung de296271-Roma-Downeyr Filmstadt für ihr jahrzehntelanges kreatives Schaffen als Filmproduzentin und Schauspielerin geehrt. Ihr Stern Nr. 2586 in Hollywood wird direkt neben dem ihres Mannes Mark Burnett platziert, der ihn bereits 2009 erhielt. 

Dem breiten Publikum bekannt ist die Christin aus Nord-Irland durch die TV-Reihe «Ein Hauch von Himmel» sowie als Co-Produzentin der Serie «The Bible» und nun jüngst «Ben Hur».

Zusammen mit ihrem Mann ist Roma Downey gleichsam Gottes Visitenkarte in Hollywood. Das Ehepaar drehte die TV-Reihe «The Bible», die im deutschen Sprachraum ebenfalls zu sehen war und die auch als Spielfilm in die Kinos gekommen ist. In der Reihe «A.D.» findet die «The-Bible»-Serie ihre Fortsetzung.

Hollywoods einsatzfrohes Paar liefert nun mit dem vierten «Ben-Hur»-Streifen (nach 1907, 1925 und 1959) jene Verfilmung dieses Epos, in dem Christus die bislang tragendste Rolle spielt. Ben-Hur_2016_poster

Laut der Zeitschrift «Variety» rangiert Downey mittlerweile unter den 100 einflußreichsten Frauen in Hollywood  –  und das Blatt «Hollywood-Reporter» listete das Ehepaar bereits 2013 zu den einflußreichsten Menschen des Jahres.

Die Beiden wollen Gott und die christliche Botschaft durch ihr Schaffen bekanntmachen. In ihrem neusten Streifen «Ben Hur» solle Gottes grenzenlose Liebe und die Kraft der Vergebung sichtbar werden: „Es ist ein Action-Abenteuer-Film und die Betrachter werden davon nicht enttäuscht sein. Es ist episch. Aber es geht um eine Story der Erlösung und der Versöhnung.“

Quelle und vollständige Meldung hier: http://www.jesus.ch/magazin/gesellschaft/christen_in_der_gesellschaft/296273-benhurproduzentin_erhaelt_stern_auf_hollywoodboulevard.html


ADVENT: Ein Stern geht in Israel auf

Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche: Numeri 24,2-7.15-17a:

In jenen Tagen, als Bileam aufblickte, sah er Israel im Lager, nach Stämmen geordnet.
Da kam der Geist Gottes über ihn,
er begann mit seinem Orakelspruch und sprach:
Spruch Bileams, des Sohnes Beors, Spruch des Mannes mit geschlossenem Auge,

Spruch dessen, der Gottesworte hört, der eine Vision des Allmächtigen sieht,
der daliegt mit entschleierten Augen:

Jakob, wie schön sind deine Zelte, wie schön deine Wohnstätten, Israel!
Wie Bachtäler ziehen sie sich hin, wie Gärten am Strom,
wie Eichen, vom HERRN gepflanzt, wie Zedern am Wasser.

Von seinen Schöpfeimern rinnt das Wasser, reichlich Wasser hat seine Saat.
Sein König ist Agag überlegen, seine Königsherrschaft erstarkt.

Und er begann mit seinem Orakelspruch und sagte: Spruch Bileams, des Sohnes Beors,
Spruch des Mannes mit geschlossenem Auge,

Spruch dessen, der Gottesworte hört, der die Gedanken des Höchsten kennt,
der eine Vision des Allmächtigen sieht, der daliegt mit entschleierten Augen:

Ich sehe ihn, aber nicht jetzt, ich erblicke ihn, aber nicht in der Nähe:
Ein Stern geht in Jakob auf, ein Zepter erhebt sich in Israel.

 


ADVENTs-Gedicht von Theodor Fontane

Verse im Advent

Noch ist Herbst nicht ganz entflohn,
Aber als Knecht Ruprecht schon
Kommt der Winter hergeschritten,
Und alsbald aus Schnees Mitten
Klingt des Schlittenglöckleins Ton.

Scannen0001 - Kopie - Kopie
Und was jüngst noch, fern und nah,
Bunt auf uns herniedersah,
Weiss sind Türme, Dächer, Zweige,
Und das Jahr geht auf die Neige,
Und das schönste Fest ist da.

Tag du der Geburt des Herrn,
Heute bist du uns noch fern,
Aber Tannen, Engel, Fahnen
Lassen uns den Tag schon ahnen,
Und wir sehen schon den Stern.

Theodor Fontane


„Weihnacht“ von Emanuel Geibel

WEIHNACHT
Wie bewegt mich wundersam
Euer Hall, ihr Weihnachtsglocken,
Die ihr kündet mit Frohlocken,
Dass zur Welt die Gnade kam.
Weihnacht 2013.001
Überm Hause schien der Stern,
Und in Lilien stand die Krippe,
Wo der Engel reine Lippe
Hosianna sang dem Herrn.

Herz, und was geschah vordem,
Dir zum Heil erneut sich’s heute:
Dies gedämpfte Festgeläute
Ruft auch dich nach Bethlehem.

Mit den Hirten darfst du ziehn,
Mit den Königen aus Osten,
Und in ihrer Schar getrosten
Muts vor deinem Heiland knien.

Hast du Gold nicht und Rubin,
Weihrauch nicht und Myrrhenblüte:
Schütt‘ aus innerstem Gemüte
Deine Sehnsucht vor ihm hin!

Sieh, die Händchen zart und lind
Streckt er aus, zum Born der Gnaden,
Die da Kinder sind, zu laden:
Komm! Und sei auch du ein Kind!


Christmette im Regensburger Dom: „Offen sein für d a s Geschenk aller Geschenke“

Bischof Rudolf Voderholzer hat die Christmette mit den Gläubigen im vollbesetzten Regensburger Dom gefeiert. In seiner Predigt ermutigte der Bischof die Menschen, zu weihnachtlichen, zu neuen Menschen zu werden: Christmette Dom 2012

„Das Kind in der Krippe ist das Weihnachtsgeschenk schlechthin, das Urbild und die Quelle jeder Herzensgabe, mit der wir zum Weihnachtsfest Freude, Liebe und Zuneigung bekennen.

Öffnen Sie Ihr Herz für dieses Geschenk aller Geschenke. Nicht das Ansichreißen erlöst den Menschen. Kein Geld der Welt kann Glück, Lebensfülle oder Liebe kaufen. Alles, was im Leben wichtig ist, muss man sich vom Himmel schenken lassen.“

Der Christbaum ist wie ein sinnliches Bild weihnachtlichen Geschehens, ja der Geschichte Gottes mit den Menschen. Seine Kugeln verweisen auf den Apfel des Paradiesbaumes, den der alte Adam an sich riss. Seine Lichter durchdringen das Dunkel, das Adams Selbstherrlichkeit der Welt bescherte.

Die Kerzen stehen für den „neuen Adam“, für die Quelle allen Lichts, für Christus, geboren in Bethlehem; zu Deutsch: Brothausen, Haus des Brotes.  –  Darauf verweisen die Lebkuchen.

Die Sterne des Christbaums führen den Weg zum Kind in der Krippe, das ewiges Leben schenkt, immergrün wie die Tanne. Sein Holz deutet auf den Stamm des Kreuzes, an dem Christus seine Liebe zu den Menschen bis zum bitteren Tod erfüllte.

Der Regensburger Oberhirte erklärte:

„Der Christbaum des Petersplatzes in Rom stammt in diesem Jahr aus der bayerisch-böhmischen Grenzregion. Er ist ein wahrhaft grenzüberschreitender Baum, der die Universalität des göttlichen Geschenks beleuchtet. Gott meint jeden Menschen, wirklich jeden, zu allen Zeiten, überall und in jeder Phase des Lebens.“

Quelle (Text und Foto): Bistum Regensburg:

Dr. Veit Neumann
Bischöfliche Presse- und Medienabteilung
Niedermünstergasse 2
93047 Regensburg


ADVENTSgedicht von Theodor Fontane

Noch ist Herbst nicht ganz entflohn,
Aber als Knecht Ruprecht schon
Kommt der Winter hergeschritten,
Und alsbald aus Schnees Mitten
Klingt des Schlittenglöckleins Ton.

Und was jüngst noch, fern und nah,
Bunt auf uns herniedersah,
Weiß sind Türme, Dächer, Zweige,
Und das Jahr geht auf die Neige,
Und das schönste Fest ist da.

Tag du der Geburt des HERRN,
Heute bist du uns noch fern,
Aber Tannen, Engel, Fahnen
Lassen uns den Tag schon ahnen,
Und wir sehen schon den Stern.


„Stern“ lobt Weisheit, Korrektheit und Stärke des Papstes in puncto Limburg

Nachdem die linke Illustrierte „Stern“ das Medientheater um den Limburger Bischof wochenlang eifrig mitmachte, nachdem die Stern-Ausgabe von dieser Woche das Thema unter dem Titel „Die dunkle Macht“ (gemeint ist natürlich die katholische Kirche) erneut seitenlang breittritt, erscheint der besonnene Kommentar von Frank Ochmann auf STERN-online, der am gestrigen 23. Oktober erschien, umso bemerkenswerter. 1_0_692224

Bereits im Titel ist von einer „weisen Entscheidung des Papstes“ die Rede. Einleitend schreibt der Redakteur:

„Der erste Reflex auf die römische Entscheidung ist klar: Wie kann der Papst nur!“   –  Seit Wochen „schäumen wir“, so Ochmann, und dann treffe Papst Franziskus „ganz unaufgeregt“ seine Entscheidung, nämlich eine Pause für den Bischof und fürs Bistum ein neuer Generalvikar.

Der Autor fügt hinzu: „Was, in Gottes Namen, ist daran falsch, außer dass es so gar nicht zum Furioso-Takt der Medien passt?

Hätte der Papst Tebartz in die Engelsburg sperren oder auf dem Campo de‘ Fiori verbrennen sollen wie einst Giordano Bruno? Hätte uns das besser gefallen?“

Sodann weist Ochmann darauf hin, daß das Hamburger Gericht bislang keinen Strafbefehl erließ und daß die Prüf-Kommission der Bischofskonferenz ihre Arbeit noch nicht einmal richtig begonnen habe. Daher tut der Pontifex gut daran, keine übereilten Beschlüsse zu fassen:

„Soll er dem Gericht vorgreifen? (…) Soll der Papst sich selbst ad absurdum führen, indem er entscheidet, bevor er unterrichtet wurde? Also: Mit der Ruhe, bitte!“

Der Autor bezeichnet den päpstlichen Beschluß als „sehr gut“:

Foto: PRO

Foto: PRO

„Denn er schafft eine rechtliche Verlässlichkeit für den Beschuldigten, also Bischof Tebartz-van Elst, für den der Vatikan auch eine Fürsorgepflicht hat, ob uns das gefällt oder nicht. Zugleich aber beruhigt dieser vorläufige Beschluss die Lage in Limburg, in dem er die alte Spitze abzieht.

Denn auch das bedeutet der Entscheid von heute: Der bisherige und vermutlich stark in die Affäre verstrickte Generalvikar Franz Kaspar ist ab sofort nicht mehr im Amt.“ 

Zugleich hat Franziskus verdeutlicht, daß er das Heft in der Hand behält  –  und sich durchaus nicht von einer sensationsgierigen Presse unter Druck setzen läßt.

Auch dies bringt der „Stern“-Autor klar auf den Punkt: 

„Er allein bestimmt das Tempo seiner Entscheidungen, nicht die Medien oder irgendwer sonst. Wer diesen Papst in den vergangenen Monaten beobachtet hat, hätte das auch wissen können. Und er hätte in einem seiner großen Gespräche aus den vergangenen Wochen auch lesen können, was er selbst darüber sagt:

„…Die Weisheit der Unterscheidung … lässt uns die geeignetsten Mittel finden, die nicht immer mit dem identisch sind, was als groß und stark erscheint.“

Frank Ochmann stellt zum Schluß seines bemerkenswerten Beitrags treffend fest:

„“Groß und stark“ wäre es wohl vielen vorgekommen, hätte der Papst heute mit einem Basta-Beschluss den Bischof Tebartz-van Elst kurzerhand abgesetzt. Dass er so nicht gehandelt hat, spricht für die Stärke und Weisheit dieses Papstes.“

2. Foto: Medienmagazin PRO


Papst Franziskus hat sein Wappen korrigiert: Der Stern enthält jetzt acht Strahlen

Der Vatikan präsentiert jetzt auf seinem Internetportal eine korrigierte Fassung des Papstwappens:

Jener orange-farbige Stern links unten im blauen Wappenschild, der bislang fünfzackig  –  also in Form eines Pentagramms  –   gestaltet war, ist nun mit acht Zacken abgebildet, wie dies bei einem Stern als Symbol der Madonna üblich ist.

Foto: Vatican.va

Foto: Vatican.va 

Die vorherige Fassung führte zu Verwunderung und Irritationen vor allem in kirchentreuen, konservativen Kreisen, da das Pentagramm (der Fünfzack) sowohl als Sowjetstern wie auch im Kontext der Freimaurerei bekannt ist  –  und sich daher als christliches Sinnbild keineswegs eignet.

Im wesentlichen hat Franziskus sein Papstwappen an jenes Wappen angelehnt,  das er bereits seit seiner Bischofsweihe führt; er hat es in seinen Grundzügen weitgehend beibehalten.

Das blaue Wappenschild ist umgeben von Sinnbildern der Papstwürde, identisch mit jenen, die auch sein Vorgänger wählte: Die Mitra zwischen den beiden Schlüsseln, die von einer roten Kordel zusammengehalten werden. (Es geht hierbei um die sog. Schlüsselgewalt des Papstes, denn Christus sagte zu Petrus: „Dir will ich die Schlüssel des Himmelreiches geben…“)

Der obere Teil des Hauptfeldes ist geprägt von dem bekannten IHS-Zeichen des Jesuitenordens, dem Franziskus angehört:

Wir sehen eine strahlende Sonne, aus der Flammen hervorgehen, vervollständigt durch das Christusmonogramm IHS.  –  Der Buchstabe „H“ wird von einem Kreuz überragt; darunter liegen drei schwarze Nägel, die ebenfalls an das Opfer Christi erinnern.

Die untere Wappenhälfte wird von dem bereits erwähnten Stern und von einer Nardenblüte eingenommen:

Der Stern symbolisiert die selige Jungfrau Maria (die Gläubigen kennen ihren Ehrentitel „Stella Maris“  = Stern des Meeres); die Nardenblüte rechts deutet auf den hl. Joseph hin, den Pflegevater Christi und Schutzpatron der Kirche. 

Auch die Narde im Papstwappen hat jetzt eine leichte Veränderung erfahren: sie erhielt nunmehr Andeutungen von Blättern, so daß man die Darstellung der Nardenblüte nicht mehr so schnell mit einer Weintraube verwechselt.

Mit der Aufnahme dieser beiden Kennzeichen möchte der neue Pontifex seine besondere Verehrung der Gottesmutter und des hl. Joseph ausdrücken.

Der päpstliche Wappenspruch „miserando atque eligendo“ ist nicht so leicht übersetzbar und stellt selbst gekonnte Lateiner auf eine harte Sprachprobe. Am ehesten dürfte die Übertragung „Durch Barmherzigkeit erwählt“ zutreffen.

Felizitas Küble, Leiterin des Christoferuswerks in Münster