Papst Franziskus hat sein Wappen korrigiert: Der Stern enthält jetzt acht Strahlen

Der Vatikan präsentiert jetzt auf seinem Internetportal eine korrigierte Fassung des Papstwappens:

Jener orange-farbige Stern links unten im blauen Wappenschild, der bislang fünfzackig  –  also in Form eines Pentagramms  –   gestaltet war, ist nun mit acht Zacken abgebildet, wie dies bei einem Stern als Symbol der Madonna üblich ist.

Foto: Vatican.va

Foto: Vatican.va 

Die vorherige Fassung führte zu Verwunderung und Irritationen vor allem in kirchentreuen, konservativen Kreisen, da das Pentagramm (der Fünfzack) sowohl als Sowjetstern wie auch im Kontext der Freimaurerei bekannt ist  –  und sich daher als christliches Sinnbild keineswegs eignet.

Im wesentlichen hat Franziskus sein Papstwappen an jenes Wappen angelehnt,  das er bereits seit seiner Bischofsweihe führt; er hat es in seinen Grundzügen weitgehend beibehalten.

Das blaue Wappenschild ist umgeben von Sinnbildern der Papstwürde, identisch mit jenen, die auch sein Vorgänger wählte: Die Mitra zwischen den beiden Schlüsseln, die von einer roten Kordel zusammengehalten werden. (Es geht hierbei um die sog. Schlüsselgewalt des Papstes, denn Christus sagte zu Petrus: „Dir will ich die Schlüssel des Himmelreiches geben…“)

Der obere Teil des Hauptfeldes ist geprägt von dem bekannten IHS-Zeichen des Jesuitenordens, dem Franziskus angehört:

Wir sehen eine strahlende Sonne, aus der Flammen hervorgehen, vervollständigt durch das Christusmonogramm IHS.  –  Der Buchstabe „H“ wird von einem Kreuz überragt; darunter liegen drei schwarze Nägel, die ebenfalls an das Opfer Christi erinnern.

Die untere Wappenhälfte wird von dem bereits erwähnten Stern und von einer Nardenblüte eingenommen:

Der Stern symbolisiert die selige Jungfrau Maria (die Gläubigen kennen ihren Ehrentitel „Stella Maris“  = Stern des Meeres); die Nardenblüte rechts deutet auf den hl. Joseph hin, den Pflegevater Christi und Schutzpatron der Kirche. 

Auch die Narde im Papstwappen hat jetzt eine leichte Veränderung erfahren: sie erhielt nunmehr Andeutungen von Blättern, so daß man die Darstellung der Nardenblüte nicht mehr so schnell mit einer Weintraube verwechselt.

Mit der Aufnahme dieser beiden Kennzeichen möchte der neue Pontifex seine besondere Verehrung der Gottesmutter und des hl. Joseph ausdrücken.

Der päpstliche Wappenspruch „miserando atque eligendo“ ist nicht so leicht übersetzbar und stellt selbst gekonnte Lateiner auf eine harte Sprachprobe. Am ehesten dürfte die Übertragung „Durch Barmherzigkeit erwählt“ zutreffen.

Felizitas Küble, Leiterin des Christoferuswerks in Münster


CHRISTUS – der FELS und STERN unseres Lebens

Fels der Ewigkeiten,
Welten durch dich stehn,
Fels im Meer der Zeiten,
Hort in Sturmeswehn.
Fels, der in den Gluten
öder Wüste hier
sprudelt Lebensfluten:
Fels, dich preisen wir!

Bild: Evita Gründler

 

Stern an dunklen Tagen,
wenn die Sonne flieht,
du läßt nicht verzagen
den, der auf sich sieht.
Stern, du machst so helle
unsere Wege hier;
unserer Hoffnung Quelle,
Stern, Dich preisen wir!

Jesus will fürs Leben
Fels und Stern dir sein;
du brauchst nie zu beben,
nie bist du allein.
Auf dem Felsen stehen,
schauend auf den Stern,
heißt, als Sieger gehen
in der Kraft des HERRN.

Georg von Viebahn d. J. (1888–1915)


Kritik von links am „umstrittenen“ neuen Chef der Glaubenskongregation

Hans Küng: „katastrophale Fehlbesetzung“

Wie nicht anders zu erwarten, hat sich das linke Medienlager mit deutlicher Schelte und handelsüblichen Schlag-Worten zur Ernennung Bischof Müllers als Präfekt der Glaubenskongregation geäußert.

Die Online-Ausgabe der Illustrierten  „Stern“ weiß über den Regensburger Oberhirten zu vermelden:

„In Deutschland ist der ehemalige Dogmatikprofessor umstritten. In seinem Bistum war er immer wieder mit Laienvertretern aneinandergeraten. Als Müller 2005 die Mitwirkungsrechte der Laien in den Kirchengemeinden drastisch einschränkte, brachte ihm dies auch innerhalb der deutschen Bischofskonferenz viel Widerspruch. Der Vatikan stellte sich allerdings hinter den Theologen.“

In Wirklichkeit hatte Bischof Gerhard L. Müller den überhandnehmen „Gremien-Katholizismus“ mit Tendenz zur Räte-Diktatur im Sinne des universalen Kirchenrechts zurückgedrängt, so daß sich der Papst selbstverständlich hinter ihn stellte.

Typisch ist auch das Echo der kirchenfeindlichen Illustrierten „News“ aus Österreich, die in Inhalt und Aufmachung dem „Stern“ verwandt ist.

Unter dem Titel „Der neue Großinquisitor“ werden bekannte Kirchenkritiker herbeizitiert, um die päpstliche Entscheidung für Bischof Müller massiv mieszureden  –  und wer eignet sich für diese Hau-drauf-Tätigkeit besser als der Theologe Hans Küng?!

Bischof Müller ist aus seiner Sicht nichts weniger als eine „katastrophale Fehlbesetzung“:

„Als Präfekt der Glaubenskongregation ist dieser bornierte Scharfmacher fehl am Platz“, sagte der Tübinger Theologe heute der Nachrichtenagentur dpa.

Küng läßt kein gutes Haar an der Neubesetzung:

„Offenbar hat Papst Benedikt nichts gelernt aus der auch in der Kurie kritisierten Fehlbesetzung des Staatssekretariats und anderer Schlüsselpositionen mit restaurativen Gesinnungsgenossen. Konflikte in der von Skandalen geschüttelten Kurie und römischen Kirche sind mit Müllers Ernennung vorprogrammiert.“

Bischof Müller besitze keinerlei Qualifikation für die wichtige Aufgabe im Vatikan. Er sei als Bischof unbeliebt, als Theologe ohne Relevanz und als Ökumene-Verantwortlicher eine Belastung – so die Rundumschläge des in Medien gern zitierten „Reformtheologen“.

Also mit anderen Worten und aus konservativer Sicht:

Der neue Chef der Glaubenskongregation läßt hoffen, daß einiges, was auch innerkirchlich längst aus dem Ruder läuft, allmählich wieder in klarere Bahnen geführt wird.