STILLE NACHT unschlagbar auf Platz 1

Der altbewährte Klassiker „Stille Nacht, heilige Nacht“ ist nach wie vor auf Platz 1 der beliebtesten Weihnachtslieder – für 37% gehört er fest zum Christfest. Danach folgt der Song „Last Christmas“ und „Leise rieselt der Schnee“ –  laut einer gemeinsamen Umfrage von Statista und YouGov sind dies der Deutschen liebste Gesänge zur Weihnachtszeit.

„White Christmas“ kommt auf Platz 4, „Süßer die Glocken nie klingen“ auf Platz 6, direkt danach folgt „O Tannenbaum“. Näheres zeigt diese Statistik.

Insgesamt ergeben die Lieblingslieder eine bunte Mischung aus traditionellen und modernen Gesängen.

Quelle der Grafik: https://de.statista.com/infografik/20266/die-beliebtesten-weihnachtslieder/

 

 


Der Regensburger Bischof würdigt das „Stille Nacht“-Lied als genialen Wurf

Im Hohen Dom St. Peter hat Bischof Dr. Rudolf Voderholzer in der Heiligen Nacht die Christmesse gefeiert. Er erinnerte daran, dass zentrale christliche Glaubensgeheimnisse in der Nacht gefeiert werden: in der Heiligen Nacht sowie in der Osternachtsfeier.

Auf den Tag 200 Jahre zuvor war erstmals das Weihnachtslied „Stille Nacht, Heilige Nacht“ erklungen. Das war in St. Nikola in Oberndorf bei Salzburg geschehen. Bischof Voderholzer nannte das Lied einen „genialen Wurf, der wesentliches der Botschaft von Weihnachten vermittelt“.

Am Ende des Pontifikalgottesdienstes sangen die Regensburger Domspatzen das Lied in drei Strophen auf höchstem musikalischem Niveau. Das weltweit bekannte Lied, das in rund 300 Sprachen übersetzt wurde, hatte erst langsam Einzug in die christlichen Gesangsbücher gefunden.

In seiner Predigt erklärte der Regensburger Bischof, die Autoren Joseph Mohr und Franz Xaver Gruber hätten der Christenheit mit dem Lied ein großes Geschenk gemacht. Mohr war Hilfspfarrer und hatte den Text verfasst, Gruber war Dorfschullehrer und steuerte die Melodie bei.

Das Lied atmet „eine tiefe Sehnsucht nach Friede und Heil“, sagte Bischof Voderholzer in der Predigt. Kurz zuvor, 1816, hatte die letzte gesamteuropäische Hungersnot stattgefunden. Der Inhalt des Liedes ist wie das Echo der Weihnachtsbotschaft. Es bringt zentrale Aussagen der Weihnachtsbotschaft gültig zu Sprache.

Auch Papst Franziskus hatte kürzlich erklärt, dass er das Lied gerne hat. Es beschreibe die tiefe Göttlichkeit des Jesuskindes in einfacher Sprache. „Danken wir dem HERRN, dass er die Wege Joseph Mohrs und Franz Xaver Grubers sich kreuzen ließ“, erklärte Bischof Dr. Rudolf Voderholzer. Das Lied sei eine geistliche Bereicherung.

Bereits zuvor hatten Domspatzen und der Bischof die Kerzen des Christbaums vor dem Hauptaltar im Dom mit dem Feuer des Friedenslichts aus Bethlehem entzündet.

Quelle (Text/Foto): Bistum Regensburg


Vor 200 Jahren entstand die STILLE NACHT

Das bekannteste Weihnachtslied der Welt

Was wohl jeder Deutsche ahnt, wurde durch die „Gesellschaft für musikalische Aufführungsrechte“  in einer gründlichen Studie ermittelt: Der Deutschen liebstes Lied ist die „Stille Nacht“. An zweiter Stelle folgt das „Wiegenlied“ von Johannes Brahms. media-375476-2

Der Klassiker„Stille Nacht“ wird zu Weihnachten dieses Jahres genau 200 Jahre alt; das Lied kann auch Menschen ansprechen und ergreifen, die nicht unbedingt zur Schar der Frommen gehören. Hierzu ein Beispiel für „Volkes Stimme“ aus www.stillenacht.at (Leserbriefforum):

„Lange war ich weit weg von Gott, das Lied „Stille Nacht, heilige Nacht“ hat mich wieder zu ihm geführt. Es tut gut, dieses Lied zu hören und mehr darüber zu erfahren. Gestern war ich in Osnabrück auf dem Weihnachtsmarkt und ein Chor sang dieses Lied; ich bekam am ganzen Körper eine Gänsehaut.“

Doch nicht nur die Herzen vieler Deutscher schlagen höher, wenn die „Stille Nacht“ erklingt. Das in seiner feierlichen Schlichtheit einmalige Lied eroberte in einem „musikalischen Siegeszug“ ohnegleichen die Sympathie der Welt. Für nicht wenige Menschen auf dem weiten Erdenrund ist es „das“ Weihnachtslied schlechthin.

Obwohl  – oder weil…?  – die „Stille Nacht“ so beliebt ist, wird in akademischen Zirkeln und „Fachkreisen“ mitunter gerne die Nase gerümpft über dieses „simple“ Lied, das nicht von theologischen Höhenflügen geprägt sei.

Dabei wird vielleicht vergessen, daß Schlichtheit nicht unbedingt Anspruchslosigkeit bedeutet – zudem ist in den sechs Strophen (oftmals wird leider nur eine oder zwei davon gesungen) Wesentliches aus der Heilsgeschichte zusammengefaßt.

Der zweite Kritikpunkt: Das Lied sei zu „sentimental“, rührselig, „kitschig“ und süßlich, die Melodie auch nicht viel besser  – und das Lied nur als großzügiges Entgegenkommen gegenüber dem  einfachen Kirchenvolk zu tolerieren.

„Kitsch“ hin oder her: Gerade die etwas „eintönige“, aber sehnsuchtsvolle  Melodie erzeugt bei vielen Gläubigen eine Stimmung der Erhabenheit, Feierlichkeit und Stille, die sicherlich zur weihnachtlichen „Gefühlswelt“ paßt.

Oberndorf am 24. Dezember 1818:
Die „Stille Nacht“ stammt  – wie so viele schönklingende Melodien  – aus Österreich.

Dort gibt es in Nordtirol eine Ortschaft namens Oberndorf unweit von Salzburg. Hier wirkte 1818 ein Pfarrvikar, der schon als Sängerknabe auf dem Gymnasium viel Sinn für Musik zeigte: Josef Mohr. Der junge Geistliche verstand sich gut mit Lehrer Franz Gruber aus dem benachbarten Arnsdorf. Christmette Dom 2012

Der damals 31-jährige Schulmeister kam sonntags stets nach Oberndorf, um im Gottesdienst als Küster und Organist zu wirken. Priester und Lehrer liebten das Orgelspiel und wollten damit die hl. Messe feierlich gestalten.

Dann kam der 24. Dezember 1818: Lehrer Gruber machte sich auf den Weg zum Kirchlein nach Oberndorf, um dort für die Christmette am Abend zu üben.

Doch bald stellte sich heraus, daß die Orgelpfeifen keinen Ton von sich gaben. Kälte und Feuchtigkeit hatten dieser „Königin der Musikinstrumente“ vermutlich stark zugesetzt, so daß eine sofortige Reparatur  nicht möglich schien. Zudem sollen Mäuse angeblich den Blasebalg zerknabbert haben.

Was nun? Was tun?  – Schnell sollte ein neues Lied komponiert werden, bei dem man sich auf Gitarrenbegleitung beschränken konnte.

Verärgert verließ der Lehrer die Kirche und informierte seinen Freund. Der Geistliche war ebenfalls besorgt: schließlich kommen die Bauern und Handwerker von weither durch tiefen Schnee zur Kirche und freuen sich auf eine feierliche Christmette  – und da sollte ihnen auch etwas Schönes „geboten“ werden.phoca_thumb_l_111218062_b_kblestadel-ach

Kaplan Mohr ging in die Schreibstube, um seine Predigt vorzubereiten. Lautlos fielen die Schneeflocken, kein Mensch war unterwegs. Der Priester sah weit über das Land hinaus. Ja, es war ein Heilig-Abend wie aus dem Bilderbuch: „Still erleuchtet jedes Haus“, wie es in einem Gedicht Joseph von Eichendorffs heißt.

Doch für Kaplan Mohr war dieser Tag nicht nur still  – sondern auch heilig, gedachte man doch der Geburt Christi. Der Geistliche trat aus der Versunkenheit seiner Gedanken heraus und ging zum Stehpult. Dort schrieb er auf ein großes Blatt Papier die ersten Worte: „Stille Nacht, heilige Nacht.“  –   Schon nach 15 Minuten war das ganze Lied vollendet.

Für den Kaplan war klar: sein Freund, der Schulmeister, sollte dieses Verse nun mit einer passenden Melodie versehen. Vielleicht könnte man das neue Lied abends schon in der Christmette singen? Würde es die Gläubigen über die fehlende Orgel hinwegtrösten?  – Es war einen Versuch wert!

Lehrer Gruber brummte, als sein priesterlicher Freund ihm seinen Vorschlag unterbreitete: „Ich heiße doch nicht Mozart, dem jede Stunde etwas Großartiges einfällt!“  –  Er machte er sich aber dennoch ans Werk   –  und probte das Lied danach mit einigen Frauen und Männern aus dem Kirchenchor.media-374638-2

Als die Gläubigen abends zur Christmette kamen, erlebten sie einen Gottesdienst ohne Orgelbegleitung. Doch am Schluß erklang vom Chor her das neue Lied.  Kaplan Mohr sang mit hellem Tenor und spielte die Gitarre. Schon bald schloß sich das ganze Kirchenvolk der feierlichen Melodie an.

Vor allem die Frau von Lehrer Gruber war ergriffen: „Franz, das Lied wird man noch singen, wenn Du längst nicht mehr lebst.“   –  Er lachte und widersprach ihr, doch sie blieb hartnäckig   –  und erwies sich damit als „Prophetin“: „Nein, dieses Lied wird man nie vergessen!“

Es dauerte allerdings 7 Jahre, bis das Weihnachtslied über den Kirchturm von Oberndorf hinausgelangte. Anlaß war erneute eine beschädigte Orgel: Ein Orgelbau-meister hörte die „Stille Nacht“ während seiner Reparaturarbeiten und das Lied gefiel ihm gut.  1825 brachte er es in seiner Tiroler Heimat.

Dort hörten es die Geschwister Strasser von der Tiroler Sängergruppe, die auch in Deutschland auftraten. So erklang die „Stille Nacht“ 1831 zum ersten Mal in Leipzig. Nun war kein Halten mehr  – und das Lied begann seinen Siegeszug um die Welt.

Ein weiterer Tiroler Liederkranz brachte die „Stille Nacht“ nach Berlin, London und 1839 nach New York. Selbst im nördlichen e65cd6a1c152f162ffff8100fffffff2Niedersachsen war die „Stille Nacht“ schon um 1840 allgemein bekannt. Kurz danach läßt es sich in Schweden, Norwegen und Indien nachweisen  –  und nach der Jahrhundertwende auch in Afrika, Neuseeland und Südamerika.

Daß die beiden Urheber des Liedes nicht in Vergessenheit gerieten, verdankt die Welt vor allem der Hartnäckigkeit des preußischen Königs: Friedrich Wilhelm IV. war ein begeisterter Anhänger der „Stillen Nacht“. Deshalb ließ er1854 inWien nach dem Komponisten forschen.

Dort war man jedoch perplex, da man weder Text noch Melodie kannte, geschweige die Urheber. Weil man annahm, ein solch vorzügliches Lied müsse einen ebensolchen Komponisten aufweisen, verdächtigte man fast alle bekannten Musikmeister der Donaumonarchie: Mozart, Beethoven, Haydn etc.

Doch die Salzburger Benediktiner wußten es besser und leiteten die Anfrage seiner Majestät an Lehrer Gruber weiter. Dieser gab eine Erklärung ab, wonach er und Pfr. Mohr die Urheber des Liedes sind.

Die Entstehungsgeschichte dieses siegreichsten Weihnachtslieds wurde mehrfach verfilmt: bereits1934 inder naiv-sentimentaler Art eines Heimatfilms („Das unsterbliche Lied“), später dümmlich-oberflächlich („Stille Nacht“), 1997 dann durchaus seriös („Das ewige Lied“).  Auch Papst Pius XII. bezeichnete diesen Weihnachtsgesang als ein „immerwährend schönes Lied“.

Unsere Autorin Felizitas Küble ist Vorsitzende des Christoferuswerks in Münster, das dieses CHRISTLICHE FORUM betreibt

Ergänzender Artikel hierzu von der Berliner Künstlerin Lucia Tentrop: https://charismatismus.wordpress.com/2013/12/13/die-stille-nacht-kunstlerisch-wertvoll-und-zugleich-das-weihnachtslied-einfacher-menschen/


Evangelikale Initiative „AG-Welt“ ruft zum Boykott von „Wintermärkten“ auf

Immer mehr WEIHNACHTs-Märkte werden ihres Namens beraubt und in moslemfreundliche „WINTER“-Märkte umbenannt. Solcher Missbrauch ist einer der vielen Vorboten gegen alles Christliche in Deutschland.

Deshalb rufen wir auf gegen jede – besonders von führenden Politikern – geforderte politische Korrektheit, die von Bürgern diktatorisch abverlangt wird. Wir rufen auf zum Boykott der „WINTER“-Märkte und gegen alle Bestrebungen, christliches Kultur- und Gedankengut auszulöschen.

BILD: Weihnachtsmarkt am Kölner Dom (Foto: Dr. Bernd F. Pelz)

Weihnachten hat nichts mit einer der vier Jahreszeiten zu tun. Millionen Menschen in unserem Land feiern Weihnachten, weil Gott in Jesus Christus in unsere Welt gekommen und Mensch geworden ist.

Von IHM heißt es in dem wohl allen Deutschen bekannten Weihnachtlied „Stille Nacht, heilige Nacht“: „Jesus der Retter ist da!“  – Weihnachten ist das Fest der Geburt des Welterlösers!

Quelle und Fortsetzung des Artikels hier: https://agwelt.de/2018-11/aufruf-zum-boykott-der-winter-maerkte/


Die STILLE NACHT: künstlerisch wertvolles Weihnachtslied einfacher Menschen

Von Lucia Tentrop

Warum haben  kluge Leute in unserem Land nicht selten eine Abneigung gegen das beliebteste Weihnachtslied  der  Welt?

Das Lied „Stille Nacht“, das in über 300 Sprachen aus dem Deutschen übersetzt und  sogar international als immaterielles Kulturerbe anerkannt worden ist, wird auch von manchen Gottesdienst-Besuchern  als Zugeständnis empfunden, für das man sich fast schon entschuldigt. afc127c26a

Warum?  Was ist daran nicht gut genug  oder sogar „kitschig“?   –  Handelt es sich bei dieser Abwehrhaltung  nur um eine deutsche Selbstablehnung des Volkstümlichen, des Volkslieds bzw. des eigenen Gemüts?

Oder fühlt man sich  als intelligenter Mensch über Gefühls-Seligkeit erhaben? Warum hat man es nötig,  über etwas,  was nicht  auf wissenschaftlichen Stelzen geht,  die Nase zu rümpfen?

Als geborene Sängerin hat mich dieses  Lied seit meiner frühesten Kindheit berührt und durch mein Leben begleitet. In unserer Familie wurde es alljährlich unter dem Weihnachtsbaum gesungen.

Für mich ist das Lied ein Wurf.  Und der musikalische Leiter der Bayerischen Staatsoper, Professor Meinhard von Zallinger-Thurn, mit dem ich noch Jahre nach meiner Opernzeit in Verbindung blieb, schrieb mir zu dem Lied sogar: „Nicht mal Mozart hätte sich dazu eine bessere Melodie einfallen lassen können!“ 

Bild: Evita Gründler

Bild: Evita Gründler

Allerdings wies er mich darauf hin, dass  das Lied ursprünglich im 6/8-Takt steht und die Wiederholung des letzten Verses jeder Strophe eine zusätzlich auflockernde Verzierung enthält. Im  Unterschied zu unserer meist getragenen Singweise ist das Lied „Stille Nacht“ also eigentlich ein heiter beschwingtes Weihnachtslied, wie es für die Volksmusik  des  süddeutschen bzw. österreichischen Raumes, vielleicht  aber auch für Joseph Haydn,  typisch ist.

Diesem  anrührenden und zugleich beschwingten Duktus fehlt  die zusätzliche melodische „Träne“ der langsameren hochdeutschen Singweise, die einerseits als besonders schön empfunden, andererseits aber auch sentimental werden kann  –  zumal in einer Zeit, in der es sich gehört,  „cool“ zu sein und Gefühle der Innerlichkeit bereits vor dem Entstehen zu unterdrücken.

Ob unsere Gemüts-Prüderie  auf die Dauer gesund ist? Für die Kunst jedenfalls nicht. Denn immerhin  ist  das eigentlich Musische, der Melos, zunächst und vor allem eine emotionale Ausströmung.  Die Orgien der Musen  sind die sinnliche  Basis gesanglicher  Äußerung  –  und werden  erst durch das Hinzutreten der apollinischen Gestaltungskraft  bis in höchste Ebenen hinauf zur Kunst,  nicht nur in der Musik.

Was  wäre unsere Kunst ohne  ihre emotionale Substanz?  Welche seelische Wirkung  haben theologisch perfekte Liedtexte,  wenn sie nicht über  Poesie und Melodie zu Herzen gehen? Welchen Wert haben so manche von jeglicher Innigkeit  sterilisierte künstlerische Produktionen der Gegenwart  für uns Menschen   –  abgesehen von Ihrem Diskussions- und Marktwert?

Für mein Empfinden erfüllt das Lied „Stille Nacht“ die Kriterien für Kunst im Sinne unserer kulturellen Tradition:  Ein normalerweise unaussprechlicher seelischer Zustand der Rührung und des tiefsten Vertrauens wird  in eine bildhafte Poesie gefasst  und in eine klare musikalische Form gebracht, um den  Menschen sinnlich erfahrbar über Bild, Sprache und Melodie aus seiner alltäglichen Realität heraus zu gesteigertem Erleben seiner Innerlichkeit zu führen  und in eine höhere Welt des Friedens und der Liebe zu erheben.

Eigentlich eine heilsame Sache  –  was kann man nur dagegen haben?

Lucia Tentrop, Wundtstraße 40-44 in 14057 Berlin 

 


Neuer Spielfilm „Stille Nacht“ fragwürdig

Heute Vormittag warb die katholisch-konservative Internetseite „Kath.net“ per Titelfoto für den neuen Spielfilm „Stille Nacht“, der Ende November dieses Jahres in den Kinos startet.

Bild: Evita GründlerDabei wurde auf die Video-Nebenseite „Kathtube“ verwiesen, auf der „Gandalf“ (Nickname für Kath.net-Chef Roland Noe) den Trailer für den Kinostreifen präsentiert und den Film mit der Bestnote von fünf Sternen bewertet.

Ich staunte nicht schlecht, zumal bereits der Untertitel des Spielfilms erwähnt, Pfarrer Mohr  –  der Autor des weltbekannten Liedes  –  habe „die Kirche verändert“. Von reformeifrigen oder gar revoluzzerischen Umtrieben des Geistlichen ist in der seriösen Literatur allerdings nichts bekannt.

Es wäre für den Leiter von Kath.net/-tube naheliegend gewesen, sich vor einer solch aufallenden Empfehlung beim „Katholischen Filmdienst“ zu informieren, zumal es dort seit Jahrzehnten solide Filmbesprechungen gibt.

Der Katholische Filmdienst wurde bereits 1946 vom katholischen Jugendschriftsteller und Verlagsleiter Günter Stiff aus Münster gegründet und später von anderen Initiativen weitergeführt.

Besagter Filmdienst schreibt zu „Stille Nacht“ u.a. Folgendes (dort auf „Langkritik“ klicken):

Der in USA/Österreich hergestellte Film wurde aus dem Umfeld der Mormonensekte finanziert. Allein diese Auskunft sollte schon etwas hellhörig machen.

Handwerklich offenbar allenfalls mittelmäßig, zeigt der Streifen auch inhaltliche Schwächen: Hilfspfarrer Mohr wird als liberal hingestellt, der angeblich schon zu Beginn des 19. Jahrhundert in deutsch statt auf Latein zelebriert haben soll. Sein Oberpfarrer Nöstler wird quasi als konservative Nervensäge dargestellt  – eine Ansammlung von Klischees!

Felizitas Küble, Leiterin des Christoferuswerks in Münster

UNSER ARTIKEL über die Entstehung von STILLE NACHT, den wir vor ca. zwei Jahren hier veröffentlicht haben: https://charismatismus.wordpress.com/2011/12/19/ein-lied-geht-um-die-welt/

Gemälde: Evita Gründler