Längere Stillzeit hält Mütter schlanker

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Mütter, die ihre Kinder 6 Monate stillen, bleiben noch 10 Jahre später häufiger schlank.
Vielen Müttern fällt es nach der Geburt des Kindes schwer, ihr ursprüngliches Gewicht wieder zu erreichen. Wenn sie ihr Kind aber voll stillen, verbrauchen sie pro Tag ca. 500 Kilokalorien zusätzlich,  also ein Viertel ihres normalen Bedarfs.
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Dr. Gabrielle Snyder von der Universität Pittsburgh untersuchte 678 Frauen, die an der POUCH-Studie („Pregnancy Outcomes and Community Health“) teilgenommen hatten.
Den geringsten Taillenumfang, geringere BMI-Werte und einen besseren Blutdruck hatten Mütter, die 6 Monate voll gestillt hatten.
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Weitere Vorteile des Stillens finden Sie hier auf diesen Links:

Babys sollten bis zu 2 Jahren gestillt werden

Vom 1. bis zum 7. Oktober findet die Weltstillwoche 2018 statt. Seit 1991 wird sie jährlich in über 120 Ländern begangen. Ihr Motto lautet in diesem Jahr „Stillen – Basis für das Leben“.

Der Deutsche Hebammenverband (DHV) setzt sich dafür ein, dass jedes Kind in Deutschland seinem Bedarf entsprechend gestillt wird. Stillen ist wichtig für die Gesundheit von Kindern und für die Bindung von Mutter und Kind.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt deshalb sechs Monate lang ausschließlich und insgesamt bis zu zwei Jahre zu stillen. In Deutschland ist die Stilldauer jedoch deutlich niedriger als empfohlen.

Wird ein Säugling in den ersten sechs Monaten seines Lebens ausschließlich gestillt, profitiert er gleich in mehrfacher Hinsicht davon. Die Nährstoffe in der Muttermilch tragen zum Wachstum bei, sie beugen Unterernährung vor, fördern die Gehirnentwicklung und verringern das Risiko, zu einem späteren Zeitpunkt übergewichtig zu werden. Das berichtet die WHO.

Zugleich wird dem Kind durch die Muttermilch eine Art erste Impfung verabreicht, indem sie es mit wichtigen Antikörpern versorgt und das Immunsystem stärkt.

Nur wenn Stillen nicht möglich ist, sollten entsprechende Alternativen zur Muttermilch genutzt werden. Denn Muttermilch ist und bleibt die beste Wahl, sie gewährleistet die beste Ernährung für das Kind.

Stillen kann sogar überlebenswichtig sein, erklärt das UN-Kinderhilfswerk UNICEF in einem Bericht. Weltweit sind rund 78 Millionen Babys lebensbedrohlichen Gesundheitsrisiken ausgesetzt, da sie nach der Geburt nicht direkt gestillt werden. Betroffen seien drei von fünf Neugeborenen, die meisten von ihnen in Ländern mit geringem oder mittlerem Einkommen.

Weitere Infos zur Weltstillwoche 2018 finden Sie hier: https://www.hebammenverband.de/aktuell/aktionen/weltstillwoche/2018/

Quelle: Pressemitteilung des Deutschen Hebammenverbandes vom 26.9.2018


Studien bestätigen Intelligenzvorsprung von Kindern, die gestillt wurden

Kinder, die in den ersten drei Monaten ausschließlich gestillt wurden, zeigten eine raschere Entwicklung von Myelinscheiden im Gehirn als Kinder, die frühzeitig mit Babynahrung gefüttert wurden. DSC06370

Schon vor 70 Jahren war den US-Forschern Dr. Carolyn Hoefer und Mattie Hardy aus Chicago aufgefallen, dass gestillte Kinder in den ersten Lebensjahren einen Entwicklungsvorsprung haben (JAMA 1929; 92: 615-619). Spätere epidemiologischen Studien bestätigten diese Erkenntnis.

Dr. Jedrychowski von der Jagiellonen-Universität in Krakau hatte an einer Kohortenstudie gezeigt, dass der Intelligenzquotient steigt, wenn die Kinder gestillt werden, wobei der Vorteil mit der Dauer des Stillens zunimmt (bis zu 3,8 Punkte bei mehr als 6 Monate Brustnahrung; European Journal of Pediatrics 2012; 171: 151-8).

In einer anderen betrug der Vorteil sogar 5,9 Punkte für den Gesamt-IQ und 7,5 Punkte für die verbale Intelligenz (Archives of General Psychiatry 2008; 65: 578-584).

Viele Ernährungsexperten sind von dem prinzipiellen Vorteil der Muttermilch und der mit dem Stillen verbundenen emotionalen Bindung für die Hirnentwicklung überzeugt. Dies bestätigte auch eine Untersuchung der Brown University im US-Staat Rhode Island.

Das dortige Advanced Baby Imaging Lab verfügt über einen Kernspintomographen, der so leise ist, dass Säuglinge und Kleinkinder im Schlaf untersucht werden können, was mögliche Artefaktedurch Bewegungen vermeidet. DSC08203

An der jüngsten Untersuchung nahmen 133 Kinder teil. Alle wurden nach einer normalen Schwangerschaft gesund geboren und waren vergleichbar hinsichtlich des sozioökonomischen Hintergrundes.

Die einzigen Unterschiede betrafen die Art der Nahrung in den ersten drei Monaten. Einige Kinder waren voll gestillt worden, bei anderen hatten die Mütter früh begonnen, zuzufüttern und in der dritten Gruppe hatten die Säuglinge ausschließlich Babynahrung erhalten.

Die Auswirkungen waren auf den kernspintomographischen Aufnahmen erkennbar, das die Myelinbildung anzeigt. Myelin ist eine lipidreiche Biomembran, mit der die Axone der Nervenzellen im Gehirn ummantelt sind und die die Nervenleitgeschwindigkeit verbessert. Die Myelinscheiden werden erst nach der Geburt gebildet, die spezielle Zusammensetzung der Muttermilch beeinflusst dies offenbar.

Auf den Bildern, die im Alter der Kinder von 10 Monaten bis vier Jahrenanfertigt wurden, war ein Vorteil der voll gestillten Kinder erkennbar: Die Entwicklung der Myelinscheiden erfolgte zu 20 – 30 % schneller als bei den teilge stillten oder ausschließlich mit Babynahrung gefütterten Kindern.

Auch in den kognitiven Tests, die bei den älteren Kindern durchgeführt wurden, erzielten die gestillten Kinder die besten Ergebnisse.

Fußnoten: Sean C.L. Deonia, Douglas C. Dean III, Irene Piryatinskya, Jonathan O‘Muircheartaigha, Nicole Waskiewicza, Katie Lehmana, Michelle Hana, Holly Dirksa: Breastfeeding and early white matter development: A cross-sectional study. NeuroImage, Volume 82, 15 November 2013, Pages 77–86

Quelle: http://www.vfa-ev.de/fileadmin/Dateien/PDF/Stillen_beschleunigt_die_Entwicklung_von_Myelinscheiden.pdf

Fotos: M. Löhr, CDL


Studien belegen: Dauerhaftes Stillen von Kleinkindern fördert soziale und sprachliche Vorzüge

„Wir haben herausgefunden, dass Kinder, die länger und ausschließlich gestillt wurden, im Alter von drei Jahren für Sprache empfänglicher sind und einen höheren verbalen sowie nonverbalen Intelligenzquotienten aufweisen“, lautet das Fazit des Teams von Dr. Mandy Belfort vom Boston Childrens Hospital an der Harvard Medical School nach ihrer Untersuchung von 1312 Müttern und ihren Kindern.  IMG_1421

Weitere Studien bestätigen, dass Stillen die Intelligenz und die soziale Kompetenz der Kinder fördern. So attestieren die Studien von Deoni und Christakis Stillkindern lebenslange soziale Vorteile, bzw. Kleinkindern, die als Babys gestillt wurden, eine intensivere Hirnentwicklung als Flaschenkindern.

Eine signifikant bessere Sprachentwicklung bei Kindern konnte durch Bild- und Vokabeltest für 3-Jährige nachgewiesen werden, die länger gestillt worden waren.

Daher empfehlen die WHO (Weltgesundheitsorganisation) sowie die Nationale Stillkommission des Bundesinstituts für Risikobewertung, Babys bis zum 6. Monat ausschließlich zu stillen und danach mindestens bis zum 12. Lebensmonat weiterzustillen.

Dr. Dimitri Christakis vom Seattle Children’s Research Institute fordert daher umfangreiche, intensive und anhaltende Anstrengungen zur Unterstützung des Stillens auf allen Ebenen: „Es ist klar, dass ein Teufelskreis entstehen kann, wenn ausbleibendes Stillen einen niedrigeren IQ und das wiederum einen niedrigeren sozioökonomischen Status zur Folge hat, was die Wahrscheinlichkeit herabsetzt, dass die nächste Generation gestillt wird“, schreibt Dr. Christakis.

Kognitive Fähigkeiten seien zudem für viele Mütter überzeugender als andere gesundheitliche Vorzüge der Muttermilch. Das Problem ist nicht, dass die meisten Frauen nicht anfangen zu stillen, sondern dass sie nicht dabei bleiben.

Quelle und weitere Studien hier: http://www.vfa-ev.de/index.php?id=6

Quellen:
BELFORT M.B. et al: Infant Feeding and Childhood Cognition at Ages 3 and 7 Years. Effects of Breastfeeding Duration and Exclusivity. JAMA Pediatr, 29.7.2013.
SACKER A. et al: Breast feeding and intergenerational social mobility: what are the mechanisms? Arch DisChild 24.6.2013.
CHRISTAKIS D.A.: Breastfeeding and Cognition. Can IQ Tip the Scale? JAMA Pediatr 29.7.2013.


Stillen nach der Geburt rettet weltweit hunderttausende Kinder

„Save the Children“ (Rette die Kinder)  veröffentlicht am 18. Februar 2013 den aktuellen Report „Superfood für Babys  –  Wie Stillen Kinderleben retten kann“.  In dem Bericht wird verdeutlicht, daß 830.000 Babys pro Jahr überleben würden, wenn diese unmittelbar nach Geburt gestillt werden würden. Das sind jährlich 95 Neugeborene pro Stunde.

Wenn Babys innerhalb der ersten Stunde nach der Geburt gestillt werden, wird ihr Immunsystem durch die Vormilch, das Kolostrum, so gestärkt, dass diese Neugeborenen im Vergleich drei Mal so häufig überleben. Stillen Mütter sechs Monate, sterben Babys in Entwicklungsländern 15 Mal seltener an Lungenentzündung und 11 Mal seltener an Durchfall. DorisBub

Save the Children weist darauf hin, dass die Kindersterblichkeit weiter reduziert werden könnte, wenn mehr Mütter stillen würden. Der Anteil der Mütter, die stillen, stagniert trotz der bekannten Vorteile. In Ostasien und in einigen der bevölkerungsreichsten Länder Afrikas (Äthiopien, Nigeria) ist die Quote sogar rückläufig.

Vor allem kulturelle Hürden, ein gravierender Mangel an Gesundheitspersonal, fehlende Rechtssicherheit für Mütter und Vermarktungsstrategien einiger Hersteller von Muttermilchersatzprodukten behindern das Stillen. Weltweit werden 92 Mio. Kinder unter sechs Monaten  –  also zwei von drei Babys  –  mit künstlicher Nahrung oder mit einer Kombination aus Muttermilch und weiteren Nahrungsmitteln ernährt.

Kathrin Wieland, Geschäftsführerin von Save the Children Deutschland merkt dazu an: „Obwohl die Vorteile des Stillens vor allem in Industrieländern akzeptiert und anerkannt sind, wird insgesamt zu wenig getan, um Mütter in Entwicklungsländern zum Stillen zu ermutigen und die entsprechenden Rahmenbedingungen zu schaffen. Das ist für Neugeborene eine Frage von Leben und Tod.“

Zahlen & Umfragen zum Report: 830.000 Todesfälle könnten vermieden werden, wenn jedes Baby innerhalb der ersten Stunde nach der Geburt gestillt würde (Analyse Save the Children). 22 Prozent der Todesfälle bei Neugeborenen könnten verhindert werden, wenn diese innerhalb der ersten Stunde nach Geburt gestillt würden. 16 Prozent der Todesfälle könnten vermieden werden, wenn die Babys innerhalb der ersten 24 Stunden nach der Geburt gestillt würden.

Ein Neugeborenes, das innerhalb der ersten Stunde nach der Geburt gestillt wird, hat eine dreimal höhere Überlebenschance als ein Kind, das erst ab seinem zweiten Lebenstag gestillt wird. Das Risiko, an Lungenentzündung zu sterben, ist bei nicht gestillten Säuglingen 15 Mal höher als bei Stillkindern. Das Risiko, an Durchfall zu sterben ist 11 Mal höher.

Geschätzte 1,4 Mio. Todesfälle bei Kindern im Jahr 2008 können auf „suboptimales“ Stillen zurückgeführt werden  –  weil die Babys nicht ausschließlich gestillt wurden bzw. nicht bis zum zweiten Lebensjahr gestillt wurden.

Das Geschäft mit Muttermilchersatz-Produkten beläuft sich auf knapp 18,7 Mrd. Euro. Die Babynahrungsindustrie als Ganzes ist auf Wachstumskurs: 31 Prozent Wachstum bis 2015 werden prognostiziert. Asien ist dabei der größte Wachstumsmarkt.

Quelle: Save the Children Deutschland e.V.


Das Stillen senkt späteres Typ-2-Diabetes-Risiko bei Schwangerschaftsdiabetes

Frauen mit Gestations-Diabetes (Schwangerschaftsdiabetes), die ihr Kind stillen, haben auf lange Sicht ein um 40 Prozent verringertes Risiko, an Typ-2-Diabetes zu erkranken.

Zu diesem Schluß kommen Wissenschaftler des Instituts für Diabetesforschung, Helmholtz-Zentrum München, Partner im Deutschen Zentrum für Diabetesforschung (DZD).

Nach Auswertungen der Deutschen prospektiven Gestationsdiabetes-Studie profitieren von dem schützenden Langzeiteffekt vor allem Mütter, die ihr Kind länger als drei Monate stillen.  

Foto: M. von Gersdorff

Schwangerschaftsdiabetes erhöht das Risiko, später an Typ-2-Diabetes zu erkranken. Jede zweite Gestationsdiabetikerin entwickelt innerhalb von zehn Jahren nach der Entbindung einen Typ-2-Diabetes, obwohl sich ihr Blutzuckerspiegel nach der Schwangerschaft zunächst wieder normalisiert.

In Deutschland tritt Gestationsdiabetes bei etwa 4 Prozent aller Schwangerschaften auf.

Stillen ist gesund  –  nicht allein fürs Baby, sondern offenbar auch für die Mutter:

Wenn bei ihr während der Schwangerschaft ein Gestationsdiabetes auftrat, kann sie ihr Typ-2-Diabetes-Risiko durch Stillen um bis zu 40 Prozent reduzieren. Gestationsdiabetes ist eine auf die Schwangerschaft begrenzte Stoffwechselstörung, die aber das Risiko erhöht, einige Zeit nach der Entbindung an einem Typ-2-Diabetes zu erkranken.

Verschiedene Störungen bei der Freisetzung des Hormons Insulin sowie eine verminderte Insulinempfindlichkeit (Insulinresistenz) führen bei dieser chronischen Stoffwechselerkrankung zu einem Insulinmangel und damit zu einem erhöhten Blutzuckerspiegel.

Insulin bei Schwangerschaftsdiabetes führt bei 90 Prozent zu Typ-2-Diabetes

Das größte Risiko für Typ-2-Diabetes haben Frauen, die während der Schwangerschaft mit Insulin behandelt werden mussten: Fast zwei Drittel dieser Gruppe von Teilnehmerinnen der prospektiven Gestationsdiabetes-Studie entwickelten innerhalb von drei Jahren nach der Entbindung einen Typ-2-Diabetes – innerhalb von 15 Jahren waren es sogar über 90 Prozent. In der prospektiven Gestationsdiabetes-Studie wird die Entwicklung von Typ-2-Diabetes bei Gestationsdiabetikerinnen seit 19 Jahren analysiert.

Bekannt waren bislang kurzzeitige positive Effekte des Stillens auf den Stoffwechsel der Mutter. Es gibt Anzeichen dafür, dass Frauen, die stillen, während dieser Zeit bessere Werte im Glukose- und Fettstoffwechsel und einen niedrigeren Östrogenspiegel aufweisen. Offenbar beeinflusst das Stillen über diesen Zeitraum noch drei Jahre nach der Entbindung die Konzentration von zwei Hormonen, die als Gegenspieler das Hungergefühl kontrollieren: das appetitanregende Ghrelin und das Hormon PYY, das ein Sättigungsgefühl vermittelt.

Neu ist jedoch die Erkenntnis, dass Stillen auch langfristig einem Typ-2-Diabetes der Mutter vorbeugt. Dies gilt ausschließlich für diejenigen Gestationsdiabetikerinnen, bei denen keine mit Typ-1-Diabetes assoziierten Autoantikörper nachgewiesen werden konnten. Dies traf auf die meisten der 304 Teilnehmerinnen der Studie zu: Nur 32 Teilnehmerinnen hatten diese Autoantikörper gebildet. Bei ihnen konnte kein Einfluss des Stillens auf die Entwicklung eines Diabetes postpartum festgestellt werden.

Durch Stillen den Typ-2-Diabetes um zehn Jahre verzögern

Dabei ist die Länge des Stillens entscheidend: Nur wer länger als drei Monate stillte, hatte ein 15-Jahres-Risiko für Typ-2-Diabetes von 42 Prozent. Noch mehr konnten die Probandinnen ihr Erkrankungsrisiko verringern, wenn sie in diesem Zeitraum ihr Baby ausschließlich mit Muttermilch ernährten (15-Jahres-Risiko von 34,8 Prozent). Durch das Stillen konnten die autoantikörper-negativen Teilnehmerinnen die Entwicklung von Typ-2-Diabetes um durchschnittlich zehn Jahre verzögern.

Die Frauen, die ihren Gestationsdiabetes während der Schwangerschaft allein mit einer Diät behandeln konnten, erzielten durch das Stillen den größten vorbeugenden Erfolg. Dieser war nicht abhängig vom Body-Mass-Index (BMI) der Teilnehmerinnen. Allerdings stillten die übergewichtigen Frauen ihr Kind im Schnitt früher ab – und zwar im Mittel nach fünf Wochen. Dagegen betrug die durchschnittliche Stilldauer bei der Gesamtheit der Teilnehmerinnen neun Wochen.

„Die Ergebnisse zeigen, dass Frauen aus der Risikogruppe, ihr persönliches Risiko für Typ-2-Diabetes erheblich verringern können, wenn sie ihr Kind stillen“, so die Direktorin des Instituts für Diabetesforschung am Helmholtz Zentrum München, Professor Anette-Gabriele Ziegler. „Es ist daher insbesondere übergewichtigen Frauen zu empfehlen, ihrem Kind mindestens drei Monate die Brust zu geben.“

Ziel der Forschergruppe ist es nun, die Mechanismen zu untersuchen, die für den protektiven Langzeiteffekt des Stillens verantwortlich sind.

PINGUIN-Studie: Typ-2-Diabetes verhindern

Frauen, bei denen ein insulinpflichtiger Schwangerschaftsdiabetes vor bis zu neun Monaten diagnostiziert wurde, haben noch die Gelegenheit, an einer neuen vorbeugenden Studie des Instituts für Diabetesforschung teilzunehmen:

In der PINGUIN-Studie (Postpartale Intervention bei Gestationsdiabetikerinnen unter Insulintherapie) soll durch Ernährungs- und Bewegungstherapie sowie durch Einnahme des Wirkstoffs Vildagliptin die Entstehung von Typ-2-Diabetes verhindert werden. Der Wirkstoff ist zur Behandlung von Typ-2-Diabetes etabliert. Die Teilnehmerinnen werden nicht nur bei der Umstellung auf einen gesunden Lebensstil, sondern auch – falls nötig – bei einer Gewichtsreduktion unterstützt.

Quelle: Helmholtz Zentrum München – Deutsches Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt (idw)