Holland: Seherin Hille Kok aus Volendam propagiert die „Maria vom Wasser“

Von Felizitas Küble

Bereits seit 1990 erhält die niederländische Visionärin Hille Kok  – eigenen Angaben zufolge  – höhere Einsprechungen und Erscheinungen von Jesus und Maria.

Die himmlische Mutter hat sich angeblich einen neuen Ehrentitel ausgedacht und möchte jetzt als „Maria vom Wasser“ angerufen werden. Ihr Outfit ist dem der Medjugorje-Madonna zum Verwechseln ähnlich (siehe 2. Bild).

Dazu gibt es ein über die Maßen sinniges Gebet, das der Seherin – einer inzwischen älteren Dame –  geoffenbart wurde, will man ihrer Homepage glauben.

Wir zitieren es zur allgemeinen Heiterkeit Information hier gerne vollständig: 

Oh reine süße Maria,
Maria vom Wasser.
In Dich bitte ich um Gnade
und bringe das Opfer das gefragt wird.
Lass mich in meinem Leid,
Dich bringen über das Wasser.
Beschütze uns vor dem Wasser,
Das sich durchdringt von Freude
aber auch von Schmerz.

Lieber JESUS :
bring uns das Wasser des Lebens
In Überfluss.
Aber… beschütze uns vor der Höhe
und der Zerstörung vom Wasser.
Amen.

Nebenstehende kleine Statuette verkauft Seherin Kok in ihrem Online-Laden nebst einer Unzahl weiterer „Andachtsgegenstände“ aus ihrem Erscheinungs-Sortiment. Dazu gehört auch obige Postkarte mit einer ihrer Jesus-Visionen.

Nun wissen Kenner der Szene, daß das Prinzip „Zuckerbrot und Peitsche“ in solchen Fällen fast so sicher ist wie das Amen in der Kirche. Mit anderen Worten: Neben viel Kitsch und Schmuse-Madonnen werden zugleich Panik-Botschaften und göttliche Strafgerichte präsentiert.

Warum sollte es in Volendam anders sein?!

Unter dem Titel „Die finstere Welt – der Krieg ist nah“ werden wir entsprechend ins Bild gesetzt: http://www.volendam-hillekok.nl/messages/de/185.pdf

Doch wo die Gefahr lauert, ist das Rettende auch – ganz nahe nämlich, denn abschließend heißt es, daß der himmlische Vater die „stillen Tränen“ der Anhänger sieht, die vor seinem Thron zu „Perlen“ werden.

Na dann – bleibt uns vielleicht die Apokalypse doch noch erspart….

 

 


Seher Enoch aus Kolumbien verbreitet Panik und kündigt endzeitliche „Warnung“ an

Von Felizitas Küble

Der selbsternannte Prophet „Enoch“ –  ein nicht näher bekannter, angeblicher „Katechet“ aus Kolumbien – erhält seit über 20 Jahren „Offenbarungen“ des Himmels, die sich reihenweise in ihrer typischen Endzeit-Panik ähneln und ständig im Kreise drehen. 

Seine Fangemeinde ficht es nicht an, dass sich der Seher mit seinen düsteren Ankündigungen schon mehrfach geirrt hat, so etwa im Jahre 2015, als er am 29. Juli wieder einmal einen „dringender Aufruf von Gott Vater an Sein treues Volk“ erhielt, wie hier nachzulesen ist:

„Es fehlt wenig bis der Mond sich wieder mit Blut färbt (28. September 2015) und die Sonne mit Dunkelheit (13. September 2015*); damit erfüllt sich in ihrer Totalität die Prophezeiung des Joel (Joel 3,4). Nachdem dies geschehen ist, wird Finsternis über die Erde hereinbrechen und die kommenden Ereignisse entfesseln sich eines nach dem anderen.“

Auf diese weltweite Finsternis warten wir noch heute, doch derlei Irrungen und Wirrungen sind in dieser pseudo-katholischen Szene ohnehin an der Tagesordnung.

Natürlich propagiert auch Enoch die in Seherkreisen allseits beliebte „Warnung“, eine Endzeit-Theorie, die vor allem auf Garabandal (eine kirchlich abgelehnte Erscheinungsstätte) und auf eine längst aufgeflogene, irische Visionärin sowie auf weitere Endzeitprediger wie z.B. Lungenschmid zurückgeht.

Demnach wird es schon vor der endgültigen Wiederkunft Christi zum Jüngsten Gericht bereits ein für die ganze Menschheit sichtbares Kommen Jesu in den Wolken des Himmels geben, verbunden mit einer „Seelenschau“, die für die „gottlosen“ Menschen fürchterlich ausfällt – und als endzeitliche „Warnung“ zu verstehen ist.

Einmal abgesehen davon, daß Bibel und Kirche keine zweifache Wiederkunft Christi kennen, geht es hier um eine sensationslüsterne Angstmacherei, die mit einem gottesfürchtigen Aufruf zu Buße und Umkehr nichts zu tun hat.

Wie sehr Enoch darauf abzielt, die Menschen in Panik zu versetzen, zeigt z.B. seine Marien-Botschaft vom 21. Februar 2017, in der es u.a. heißt:

„Seid sehr vorsichtig, kleine Kinder, denn auf eurer Erde hat es bereits viele durch Dämonen besessene Seelen; beachtet dass ihr unter keinen Umständen in Klagen und Streitigkeiten mit euren besessenen Geschwistern eintreten dürft…

Die bösen Geister wandern bereits in den späten Stunden der Nacht herum, sie suchen Körper deren Seelen von Gott entfernt sind, um in sie einzuschleichen. Haltet euch während den späten Stunden der Nacht nicht auf der Straße auf, damit ihr nicht unangenehme Überraschungen erleben werdet.

Vor einem Jahr veröffentlichte Enoch einen Aufruf der „Maria Rosa Mystica an das Volk Gottes“ vom 2. Januar (Die Erscheinungen der „Rosa Mystica“ von Montichiari sind ebenfalls kirchlich abgelehnt). Darin heißt es zum Dauerbrenner der „Warnung“:
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„Kleine Kinder, der Zusammenprall von zwei Asteroiden wird das Glorreiche Kreuz Meines Sohnes bilden. Das wird das große Signal sein, welches euch das Kommen der Warnung ankündigt!
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Dieses Jahr wird der Beginn eurer Reinigung sein. Die Menschheit wird große Ereignisse am Himmel und auf der Erde erleben; die Zeichen des Himmels werden zunehmen; noch von keinem Auge gesehene himmlische Phänomene werden euch ankündigen, dass ihr bereit und vorbereitet sein müsst für eure Begegnung mit Gott in der Ewigkeit.
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Die Erschütterung des Universums wird euch himmlische Phänomene sehen lassen, welche die Menschheit nie gesehen hat. Viele werden in Panik geraten, aber es gibt keinen Grund euch zu ängstigen; diese Manifestationen sind Ankündigungen des Himmels damit ihr geistig auf das Kommen der Warnung vorbereitet seid und eure Prüfungen beginnen.“ (Quelle: http://www.kommherrjesus.de/aktuelles/enoch/botschaften/botschaften2018#neu)
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Vielleicht haben wir alle etwas verpaßt, da sich im vergangenen Jahr keine erkennbaren „himmlischen Phänomene“ ereignet haben, geschweige sind zwei Asteroiden zusammengeprallt; auch erschien kein glorioses Kreuz am Himmel und-so-weiter…


Eine kritische Betrachtung zu Garabandal

Widerlegung einer kirchlich nicht anerkannten Erscheinung

Man kann aus vielen Gründen Verständnis dafür aufbringen, dass sich die Anhänger von „Garabandal“ hoffnungsvoll an die Ereignisse klammern, die seit dem Jahr 1961 von mehr oder weniger wissenden Akteuren immer wieder angekündigt wurden.

Das Hauptaugenmerk gilt dabei den angekündigten Ereignissen von „Warnung – Wunder – Strafgericht„.

Nach der „Warnung“ soll innerhalb eines Jahres ein „Wunder“ in „Garabandal“ stattfinden. Das „Wunder“ soll von der Hauptseherin Conchita acht Tage vorher angekündigt werden. Conchita sollen Tag, Monat, Jahr und Stunde dieses Ereignisses bekannt sein. Auf das „Wunder“ soll ein „Strafgericht“ folgen, sofern sich die Menschheit unter dem Eindruck des „Wunders“ nicht mehrheitlich bekehrt.   

Hauptakteure werden älter…Wasser-008-2-4-2

Doch die Luft wird seit 1961 dünner und die Hauptakteure immer älter.

Selbsternannte Seher („unwissende irische Warnungs-Schwätzerin“ ) und vermeintliche Experten haben nicht unerheblich dazu beigetragen, die zeitlichen Spekulationen und Ungereimtheiten anzuheizen, die um diese nicht anerkannte Erscheinungsstätte seit über fünfzig Jahren immer wieder neue Blüten treiben.

Federführend mit Ankündigungen zur „Warnung“ war über viele Jahre der „Schwarze Brief“ (SB) des verstorbenen C. P. Clausen in Lippstadt. Obwohl anerkannte „Garabandal-Experten“ vor dieser Art der spekulativen Ankündigung der „Warnung“ immer wieder warnten, ließen sie ihre Bücher gerne vom „SB“ ankündigen und bewerben.

Lächerliche „Details“ von Conchita

Auch die Hauptseherin Conchita hat mit Aussagen zum Datum des „Wunders“ ihren Anteil an den Spekulationen:

On August 10, 1971, while talking to a group of Americans, she offered this revealing information: “It will take place on or between the eighth and sixteenth of March, April or May. It will not happen in February or June.”

Quelle: http://www.garabandal.us/prph_great_miracle

Sinngemäße Übersetzung:

Am 10. August 1971, während eines Gespräch mit einer Gruppe von Amerikanern, gab sie diese aufschlussreichen Informationen: „Es wird am oder zwischen dem achten und sechzehnten März, April oder Mai stattfinden. Es wird nicht im Februar oder Juni passieren.“

Was soll an diesen Informationen aufschlussreich sein? Wem und wozu sollen solche Informationen dienen? Was beabsichtigt eine „Hauptseherin“ mit solchen Aussagen, zumal Conchita 1971 kein kleines Mädchen mehr war?

Birgit Kelle

Diese Aussagen klingen sogar ein wenig seltsam. Warum wird darüber informiert, dass das „Wunder“ an den genannten Tagen im März, April oder Mai stattfindet und besonders betont, dass das „Wunder“ dann aber nicht im Februar oder Juni stattfinden kann, was ja logisch ist?

Das sind lächerliche Zusatzinformationen ohne Wert, die von der „Hauptseherin“  in den Anliegen von „Garabandal“ zum Besten gegeben werden.

Kritiker und Befürworter sollten darin übereinstimmen, dass der lebendige Gott immer Wunder vollbringen kann. Es steht IHM frei, die von IHM geschaffenen Naturgesetze dann aufzuheben, wenn ER es will. Ebenso kann ER strafen und warnen, wenn ER es für heilsnotwendig erachtet.   

Privatoffenbarungen gehören nicht zum Glaubensgut

Aber woran glaubt ein Katholik?  – An Privatoffenbarungen bestimmt nicht! Es besteht selbst dann keine „Glaubens“-Verpflichtung, wenn Privatoffenbarungen von der Kirche anerkannt werden.

Was und woran ein Katholik glaubt, steht  –  kurz gefasst  –  im CREDO. Es legt sich auch gewiß niemand mit dem Himmel an, der das im Evangelium geforderte (!) Maß an Nüchternheit, im Umgang mit allen „Erscheinungsblüten“ der letzten Jahrzehnte streng anwendet und diese „Blüten“ inhaltlich auf Substanz abklopft. media-80458-2

Das ist ein wesentlicher Beitrag, um besonders zarte und empfindsame Seelen, was positiv gemeint ist, vor unnötiger Panikmache zu schützen und zu bewahren.

Getreu den Worten, „wonach jeder Tag hat seine eigene Last hat“, gilt es den christlichen Alltag zu bewältigen und sich nicht verrückt machen zu lassen.

Wie viele „Gutgläubige“ haben nicht nur auf die Verheißungen aus „Garabandal“ hin gelebt, Vorräte angelegt, Busunternehmen angemietet, nur um auf den großen „Tag X“ ( Doomsday-Sektiererei ) vorbereitet zu sein und sind inzwischen verstorben, nicht ohne sich gelegentlich lächerlich gemacht zu haben.

Wirre Botschaften verwirrter Seher

Lächerlich machen sich auch die  unbelehrbaren Anhänger der „Privatoffenbarungs-Szene“, von denen das Evangelium nur noch dafür missbraucht wird, die wirren „Botschaften“ zu bestätigen, die von ihren noch verwirrteren Stars und Sternchen dieser Szene beinahe täglich zum Besten gegeben werden (aktuell vornehmlich „Medjugorje“ und irisches „Warnungs-Geschwätz“ ).

Gerne wird aus dieser schwarmgeistigen Szene der plumpe, aber mangels handfester Argumente leicht zu durchschauende Versuch unternommen, alles zu unterdrücken, was an berechtigter Kritik vorgebracht wird.

Mit den Worten, „du sollst nicht richten, auf dass du nicht gerichtet wirst“ und ähnlich lautender Bibelzitate wird dabei in die falsche Richtung argumentiert.

Eine „Privatoffenbarung“ führt bestenfalls (!) zum Evangelium hin und kann dort stehende Inhalte vertiefen und nicht umgekehrt, denn die göttliche Offenbarung ist mit dem Tod des letzten Apostels abgeschlossen!

Da wird nichts Neues hinzukommen  –  und was in der „Botschafts-Szene“ so „kreucht und fleucht“, ist nicht viel mehr als die Verbreitung  von Aufgeregtheiten für Gläubige (?), die ohne spannende Ereignisse und täglich „himmlische“ Neuigkeiten nicht mehr leben können, da sie süchtig danach sind.

Aber auch diese Art von Neugier wird gerne bedient – nur nicht von „oben“.

So sei dieses Maß an Nüchternheit empfohlen und soll ebenfalls auf „Garabandal“ und die dort angekündigten Ereignisse Anwendung finden.

Einige Merkwürdigkeiten um diesen Ort und die angekündigten Ereignisse sind es wert, kritisch hinterfragt und näher betrachtet zu werden.

Merkwürdigkeit Nr. 1: „Wie viel BLUT kostet ein WUNDER?“

 „Das Wunder von Garabandal wird von Gott mit einem Meer von Blut in Europa erkauft werden müssen“.

(Quelle: http://www.garabandal-centrum.de/html/body_warnung___das_aviso.html)

Dieses wörtliche Zitat soll von Pater Pio stammen und wird von einem Buchautor, guten Bekannten der Hauptseherin Conchita und  „Garabandal-Experten“ verbreitet. Pater Pio hat es so notiert, als ihn Conchita, ihre Mutter und die Prinzessin von Bourbon in seiner Klosterzelle aufsuchten.

Die Quelle dieses Zitates ist ebenfalls in der neueren Ausgabe des Buches  – „Garabandal – Der Zeigefinger Gottes“ (Weto-Verlag)  – zu finden und wurde vom Garabandal-Blogger „Tony“ bestätigt, der in Beantwortung einer Frage im Jahr 2009 zu diesem Zitat folgendes schreibt:

„I have asked Barry Hanratty, Author of the Garabandal Journal, for information about your request. His comments are as follows:

In our November-December 2003 edition, we had this statement which was excerpted from the German book, Garabandal – Der Zeigefinger Gottes, by Albrecht Weber. Here is the English translation:

Conchita mentioned that Padre Pio, during her visit with him, said to her: „The great wonder of God (Miracle) must be paid for with much blood throughout Europe.“

(Quelle: http://whatisgarabandal.blogspot.de/2009/12/garabandal-forum.html)

Seit wann müssen „Wunder“ von Gott mit einem „Meer von Blut“ erkauft oder bezahlt werden? Ist der Vater im Himmel ein Händler in Sachen „Wunder“, von dem man sich etwas „erkaufen“ kann  –  noch dazu  mit einem „Meer von Blut“?

Allein in Europa ein „Meer von Blut“?

Warum soll das „Garabandal-Wunder“ von „Gott“  n u r  (!) in Europa mit einem „Meer von Blut“ erkauft werden und nicht von der ganzen Welt?

Worin unterscheidet sich Europa vom Rest der Welt, dass in Europa ein blutiges Gemetzel unglaublichen Ausmaßes stattfinden muss, um sich das angekündigte „Wunder“ zu erkaufen?

Wird Conchita das Ereignis des „Wunders“, das ihr mit Tag, Monat, Jahr und Stunde bekannt sein soll, dann auch nur acht Tage vorher für Europa ankündigen oder für die ganze Welt?

Mit Sicherheit nicht, da die globalen Informationswege zur Ankündigung dieses Ereignisses seit Jahrzehnten durch das „Garabandal-Center“ in New York vorbereitet sind.

Was nützt die weltweite Ankündigung eines „Wunders“ den Katholiken in den armen Ländern dieser Welt, die gerade einmal genug haben, um sich und ihre Familien durchzubringen und all den Missionaren, die den harten Alltag mit diesen Familien teilen?  –  Wie viele Väter und Mütter wird es dort geben, die ihre kranken Kinder gerne zum „Wunder“ nach „Garabandal“ bringen würden, es aber aus materiellen Gründen nicht können?  –  So bleibt es bei dem „Wunder“ wohl eher bei einer Ankündigung für eine in Europa und der westlichen Welt bereits durch medizinische Versorgung bevorzugten Elite!

Wie weit und tief muss das „Meer von Blut“ sein, um das „Große Wunder“ stattfinden zu lassen? Sollte es für die überzeugten Anhänger von „Garabandal“ dann nicht fürsorglicher sein, Europa mit ihren Angehörigen zu verlassen,  um an sicherer Stätte dieses Geschehen abzuwarten, um nach dem Gemetzel wieder einzureisen?

Überhaupt stellt sich die Frage, welches Europa mit dieser vor Blut nur so triefenden Voraussage gemeint ist!  –  Europa in seinen politischen und wirtschaftlichen Grenzen im Jahr 2014 oder wie es zur Zeit der Niederschrift dieser möglichen Aussage Pater Pio´s bestanden hat, der am 23. September 1968 starb?

Wie naiv muss man sein, um anzunehmen, dass nach diesem „Meer von Blut“ ( „Bürger“-Krieg? – mit entsprechender Zerstörung der Infrastruktur ) noch jemand nach Europa kommen kann, um in Garabandal das „Wunder“ zu erleben und dort das Augenlicht wieder zu erlangen?

So ist es dem in New York lebenden Joe Lomangino verheißen, dem bei einem Unfall beide Augäpfel zertrümmert wurden. Joe Lomangino ist inzwischen über 80 Jahre alt ist und steht aus gesundheitlichen Gründen (Herzerkrankung ) nicht mehr in vollem Umfang für die Verbreitung der Botschaften zur Verfügung.

Merkwürdigkeit Nr. 2: „Die Warnung“

Die „Warnung“ wird als „Strafgericht im Kleinen“ für die ganze Welt angekündigt und soll tausend Mal schlimmer als ein Erdbeben sein.

Nach der verstorbenen „Seherin“ Marie Loli soll die „Warnung“ innerhalb eines Jahres vor dem „Wunder“ stattfinden (vgl. Speckbacher: Garabandal  – Donnerstag 20.30 Uhr ) .

Warum soll Conchita das „Wunder“ noch acht Tage vorher ankündigen, wenn sich die „halbe Welt“ nach der „Warnung“ in Erwartung des baldigen „Wunders“ nach „Garbandal“ begeben wird, ist eine weitere Merkwürdigkeit.

Niemand (!) , besonders nicht die Experten, die seit Jahr und Tag Wohnungen oder Häuser in „Garbandal“ besitzen, werden dann noch „brav“ auf Conchitas Zeitangabe warten und sich erst dann auf den Weg machen.

So auch nicht der Blinde Joe Lomangino, der sich nach der „Warnung“ direkt nach „Garabandal“ begeben soll.

Im Zusammenhang mit der „Warnung“, die innerhalb eines Jahres vor dem „Wunder“ stattfinden soll, ist die Angabe des Datums mit acht Tagen Vorlaufzeit durch Conchita unsinnig und überflüssig, zumal von der „Hauptseherin“  bekannt gemacht wurde, dass das „Wunder“ nach der „Warnung“ nur zwischen den Monaten März und Mai stattfinden kann.

Merkwürdigkeit Nr. 3: „Das Strafgericht“

Nach einer globalen „Warnung“, die schlimmer als tausend Erdbeben sein soll, viele Menschen vor Angst umkommen werden und einem „Wunder“, das sich mit einem „Meer von Blut“ bei Gott erkauft werden muss, kommt als Abschluss ein „Strafgericht“.

Zusammenfassung:

Wenn die Botschaften“ vordergründig mit „Warnung-Wunder-Strafgericht“ auch recht markig und spannend klingen, erweist sich die ganze Geschichte nach über fünfzig Jahren immer mehr als „Ente“.

Einer „Warnung“, die als „Strafgericht im Kleinen“ für die g a n z e Welt angekündigt wird, steht ein „Wunder“ gegenüber, das exklusiv für eine kleine Anzahl Auserwählter und Kranker  n u r  in „Garabandal“ stattfinden und Heilung bringen soll.

Ein „Wunder“  exklusiv für eine Schaar Auserwählter, die seit Jahren ihre Wohnungen in „Garabandal“ haben oder es sich leisten können, früh genug  nach „Garabandal“ zu fahren.  Auch ist nicht bekannt, wie weit man sich diesem Ort nähern muss, um beim „Großen Wunder“ geheilt zu werden.

Wie man sich einem Ort in Europa nähert, in dem zuvor ein „Meer von Blut“ geflossen sein muss, um sich das „Wunder“ bei GOTT zu „erkaufen“, ist eine weiteres Rätsel, das die Anhänger zu knacken haben.

Es ist allen Garabandal-Fans nur zu wünschen, dass Sie sich an das Evangelium klammern und die notwendige und nüchterne Distanz zu Privatoffenbarungen wahren, damit die Enttäuschung nicht zu groß ist, wenn sie eines nicht mehr fernen Tages vor der Frage stehen: „Woran haben wir geglaubt, was haben wir verbreitet, als unsere Lebensaufgabe angesehen und wofür haben wir uns eingesetzt?“

Verfasser dieses Beitrags ist der seit Jahren hier als Leserkommentator aktive „GsJC“

 


Der Botschaftszirkus „Die Warnung“ hat sich endgültig als Unfug erwiesen

Die für „Dezember 2012“ angekündigten Endzeit-Plagen und „Strafgerichte“ blieben aus

Kurz nach dem Starten dieses Web-Magazins im Juni 2011 haben wir mit unserer Kritik an den Irrsinns-Botschaften namens „Die Warnung“ begonnen und dabei über ein dutzend Artikel veröffentlicht, einige davon aus der sachkundigen Feder des Konvertiten Volker Jordan.

Auch Weihbischof Andreas Laun aus Salzburg warnte vor der „Warnung“, ebenso Sektenbeauftragte der EZW und-so-weiter.

Doch die eingefleischten Fans der „verborgenen Seherin“ aus Irland,  von der jene „Offenbarungen“ ausgehen,  ließen sich weder davon abschrecken, daß die Visionärin bis zum heutigen Tage anonym bleibt  –  noch von jenen Falschprognosen, die sich immer deutlicher herauskristallisierten.

Was mich aber am meisten überraschte, war das ungewöhnlich hohe, völlig aus dem Rahmen fallende Interesse an unseren Artikeln zum Thema „Die Warnung“.

Ich hatte diese „Visionen“ wegen ihrer offensichtlichen Blödsinnigkeit für eine Eintagsfliege gehalten  –  und staunte nicht schlecht, welch eine riesige und dauerhafte Resonanz diese selbsternannte Seherin namens „Maria von der göttlichen Barmherzigkeit“ hervorzurufen vermochte.

Bei einem unserer Anti-„Warnungs“-Beiträge von 2011 gibt es sogar weit über tausend Leserkommentare (nämlich sage und schreibe: 1135!), wobei es schon seit ca 14 Monaten sehr kontrovers mit Pro und Contra zur Sache geht  –  siehe hier: https://charismatismus.wordpress.com/2011/10/08/falsche-ankundigung-in-der-pseudo-botschaft-die-warnung/

Dieser warnende Beitrag vor der „Warnung“ befand sich zudem seit seinem Erscheinen fast immer  – wie derzeit auch!  – auf Platz 1 oder 2 unserer TOP-Artikel (Rubrik siehe Startseite) – eine herausragende Sonderstellung, die kein anderer unserer hier veröffentlichten, ca 3400 Artikel erreichte. Auch dies belegt das enorme Interesse an diesem „heißen Eisen“.

Erfreut war ich aber darüber, daß es neben vielen Befürwortern auch eine erstaunlich hohe Zahl von Leserkommentaren gab und gibt, die sich skeptisch bis ablehnend äußern. Manche Schreiber waren anfangs noch leichtgläubig, wie sie selber einräumten, wurden dann aber zunehmend kritischer.

Jeder hat das Recht, etwas dazuzulernen, denn Irren ist menschlich, aber am Irrtum hartnäckig festhalten  –  das grenzt wohl an Verblendung.  vision

Die erwähnten „Botschaften“ machten zuerst als „Große Warnung“ die Runde; die gläubige Schar berief sich gerne auf Garabandal (einen kirchlich nicht anerkannten Marienerscheinungsort), wobei die sog. „Warnung“ als eine weltweite, vielfach schockierende „Seelenschau“ für alle Erdenbewohner zu verstehen sei und gleichsam als Auftakt zu göttlichen Strafgerichten erfolgen werde.

Eben dies verkündete jene „neue verborgene Seherin in Europa“, die vorgibt, seit November 2010 „göttliche Offenbarungen“ zu erhalten.

Am 1. März 2011 startete sodann eine irrgeistige,  ständig Panikstimmung erzeugende Webseite unter dem Namen „Die Warnung – Zweites Kommen“  (thewarningsecondcoming.com). Gemeint war mit diesem Titel das angeblich kurz bevorstehende Zweite Kommen Christi, wobei die Warnungs-Botschaften sich wohl als eine Art „Hinführung“ zu dieser Wiederkunft verstanden.

Die Buchbände mit den gesammelten Erleuchtungen der „verborgenen Seherin“ wurden und werden von „Kathshop“ vertrieben, einem Neben(erwerbs)zweig von „Kath.net“,  einer erscheinungsbewegten privaten Nachrichtenwebseite von Katholiken aus Linz.

In den „Botschaften“ wurde zum Beispiel angekündigt, daß „spätestens“ im Dezember 2012 jene göttlichen Strafgerichte bzw. Endzeitplagen hereinbrechen werden, von denen in der biblischen Apokalypse die Rede sei.

Soweit kurzgefaßt dieser falschprophetische Unfug, der sich selbst für die letzten Leichtgläubigen mit Ablauf dieses Jahres erledigt haben dürfte.

Das Ganze ist leider keine knuffige Spielerei, sondern schadet massiv dem Ansehen der wirklichen Frömmigkeit, weil nicht alle Zeitgenossen zwischen echter Religion und scheinfrommen Spinnereien fein säuberlich unterscheiden. Dadurch kann der „echte“ Glaube in den Augen von Unsicheren, Skeptikern, Agnostikern usw. in Mißkredit geraten und wird der Lächerlichkeit preisgegeben. Verantwortlich hierfür ist das erscheinungssüchtige Spektrum mit seiner Wundersucht.

In unserem ersten Anti-Warnungs-Artikel vom 10.6.2011 schrieben wir abschließend: „Halten wir uns an den Rat des Apostels Petrus: “Seid nüchtern und wachsam!(1 Petr 5, 8)“

Diese biblische Nüchternheit ist und bleibt unsere Leitlinie, verkündet vom ersten Papst Petrus!

Felizitas Küble, Leiterin des Christoferuswerks in Münster

PS: Daß sich die weltliche Webseite „Skeptiker“ über den abergläubischen Warnungs-Unsinn amüsiert, ist wohl auch klar: http://blog.gwup.net/2012/12/29/die-warnung-auch-keine-apokalypse-mehr-in-2012/