Keine Segnung von Homo-Paaren in der württembergischen evang. Landeskirche

Keine Zweidrittel-Mehrheit für Segnungs-Antrag

Gleichgeschlechtliche Partner können sich auch künftig in der Evangelischen Landeskirche in Württemberg nicht öffentlich segnen lassen. Das hat die Synode bei ihrer Tagung am 29. November in Stuttgart entschieden.

Der entsprechende Gesetzesvorschlag des Oberkirchenrates erhielt nicht die erforderliche Zweidrittel-Mehrheit. Von 96 Synodalen stimmten 62 dem Vorschlag zu, 33 lehnten ihn ab, einer enthielt sich. Für eine Zweidrittel-Mehrheit wären 64 Ja-Stimmen nötig gewesen.

Landesbischof Frank Otfried July hatte sich kurz vor der entscheidenden Abstimmung vor der Synode nochmals nachdrücklich für den Vorschlag des Oberkirchenrates eingesetzt. Dieser sah vor, dass der Kirchengemeinderat mit einer Dreiviertel-Mehrheit und der Pfarrer einer öffentlichen Segnung zustimmen müssen. Kirchengemeinden, die das ermöglichen wollten, hätten zudem selbst aktiv werden müssen. Außerdem war ein umfassender Gewissensschutz für Pfarrer vorgesehen.

Im Vorfeld der Synode hatten sich 324 Pfarrer, Vikare und Theologiestudenten verpflichtet, homosexuelle Partnerschaften weder zu segnen noch zu trauen (Stand 27. November). Darunter sind auch Dekane und ehemalige Mitglieder der Kirchenleitung.

Im Gegensatz zur württembergischen können in der anderen Landeskirche des Bundeslandes – der badischen – gleichgeschlechtliche Partner getraut werden. Ebenfalls möglich ist es in den Kirchen in Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz, Hessen-Nassau, im Rheinland und der Evangelisch-reformierten Kirche.

In fast allen anderen Landeskirchen sind Segnungen möglich. Ausnahmen sind neben der württembergischen die bayerische und die schaumburg-lippische Landeskirche.

Quelle und vollständige IDEA-Meldung hier: http://www.idea.de/nachrichten/detail/wuerttemberg-keine-oeffentliche-segnung-fuer-homo-partnerschaften-103421.html

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Evangelikale sind uneins über Beteiligung am Evangelischen Kirchentag

Peter Hahne: „Finger weg vom Kirchentag!“

Sollten sich Pietisten bzw. Evangelikale am Evangelischen Kirchentag beteiligen? Um diese Frage ist es bei einem Christustag in Stuttgart am 15. Juni zu einem Schlagabtausch gekommen.

Vor rund 800 Zuhörern der von der Christus-Bewegung Lebendige Gemeinde organisierten Konferenz sagte der Fernsehmoderator und Bestsellerautor Peter Hahne, Pietisten sollten nicht bei dieser Veranstaltung mitmachen: „Finger weg vom Kirchentag!“Die Presse habe das letzte Protestantentreffen Ende Mai in Berlin als „belanglos“ kritisiert. 

BILD vom Kirchentag in Hamburg

Hahne zufolge geht es dem Kirchentag nicht darum, Jesus sichtbar zu machen und zur Nachfolge einzuladen. Das sei aber die eigentliche Aufgabe von Christen.

In einem Zwischenruf während Hahnes Ansprache sagte der Geschäftsführer der Christus-Bewegung, Pfarrer Rainer Holweger, dass sich seine Organisation am Kirchentag beteiligt habe, „damit die Besucher Jesus sehen“.

Nach Hahnes Vortrag erläuterte er, dass die Kirchentagsleitung die Christus-Bewegung gebeten habe, im Rahmen des Gesamtprogramms eine eigene Veranstaltung durchzuführen. Offensichtlich hätten die Macher eine Vielfalt geistlicher Angebote gewünscht, so Holweger.

Darauf entgegnete Hahne, dass man unterschiedliche Meinungen respektieren solle. Er habe „trotz der Möglichkeit, in den größten Hallen zu sprechen“, noch nie an einem Kirchentag mitgewirkt und werde es auch nie tun. 

Quelle und Fortsetzung der Meldung hier: http://www.idea.de/frei-kirchen/detail/christustag-schlagabtausch-um-pietistische-beteiligung-am-kirchentag-101427.html


Evangelikale „Christusbewegung“ kritisiert evangelische Prälatin Arnold wg. CSD

Stuttgarter Kirchenvertreterin übernahm CSD-Schirmherrschaft

Die Stuttgarter Prälatin Gabriele Arnold hat in einem umstrittenen Interview in der „Stuttgarter Zeitung“ die Segnung gleichgeschlechtlicher Paare in der Württembergischen evangelischen Landeskirche gefordert.

Darüber hinaus wurde bekannt, dass sie die Schirmherrschaft des homosexuellen Christopher-Street-Day (CSD) übernehmen werde.

Dazu erklärt die „Christus-Bewegung“ mit ihrem synodalen Gesprächskreis „Lebendige Gemeinde“: 

In der Evangelischen Landeskirche in Württemberg ist eine gottesdienstliche Segnung gleichgeschlechtlicher Paare nicht möglich. Das ist die geltende Rechtslage. Diese wird von verschiedenen Teilen der Kirche unterschiedlich bewertet. Entsprechende Anträge wurden in die Synode eingebracht. Darum werden die Fragen zu diesem Themenfeld derzeit gründlich in den zuständigen Gremien beraten. Für den 24. Juni ist für die Synode ein interner Studientag geplant; im Herbst soll das Thema auch öffentlich in der Synode erörtert werden. An diesen vereinbarten Weg halten wir uns.

Weg der Besonnenheit weiter gehen

Wir bedauern, dass die Debatte inzwischen eskaliert ist: Statt die Beratungen im dafür vorgesehenen Rahmen ernst zu nehmen, ging die Stuttgarter Prälatin Gabriele Arnold in der Woche vor Pfingsten in die Offensive. Sie bekundete gegenüber der Presse, dass sie sich von anderen in der Kirchenleitung keinen „Maulkorb verpassen“ lasse. Damit wurde das Kollegium des Oberkirchenrates brüskiert.

Sie begrüßte ferner, „dass an der Basis längst Fakten geschaffen werden“ und offenbar in einigen Gemeinden Segnungen stattfinden – gegen geltendes Recht. Das ist ein einmaliger Vorgang: Damit tritt ein Mitglied der Kirchenleitung offen für den Bruch des Kirchenrechts ein. Das halten wir für nicht akzeptabel.

Schirmherrschaft des CSD mit Prälatenamt nicht vereinbar

Wenige Tage später gab Landesbischof July bekannt: Die Prälatin übernehme die Schirmherrschaft über den Christopher-Street-Day (CSD) in Stuttgart. Der CSD ist ein jährlich stattfindender Demonstrationszug, der für die Rechte von Homo-, Bi- und Asexuellen sowie Transgendern wirbt.

Aufgrund seiner extremen Formen und seiner Kommerzialisierung ist er, auch unter Homosexuellen, sehr umstritten. Landesbischof July distanzierte sich von dieser „persönlichen Entscheidung“ der Prälatin, die nicht mit ihm abgesprochen worden sei; er bleibe mit ihr „im dienstlichen Gespräch“. Damit ist eine öffentliche Rüge ausgesprochen.

Auch danach besteht ein erheblicher Klärungsbedarf. Viele in der Kirche sind zutiefst irritiert und fragen: Was vertritt unsere Kirchenleitung? Denn wenn eine Prälatin Schirmherrin des CSD wird, tut sie das nicht privat, sondern als Amtsperson.

Der CSD setzt aber nicht nur Zeichen „gegen Diskriminierung“, was auch die Kirche teilt, sondern ist auch eine teilweise extrem sexualisierte Parade, die einem kirchlichen Sexualethos kaum entspricht. Als Lebendige Gemeinde halten wir das Amt der Prälatin und die Schirmherrschaft des CSD für nicht vereinbar.

Ehe von Mann und Frau ist Schöpfungsgabe Gottes

In der Sache bleibt die „Lebendige Gemeinde“ bei ihrer klaren Orientierung: Wir sehen die Ehe von Mann und Frau als eine einzigartige Schöpfungsgabe an, die unter Gottes besonderem Segen steht. Darum werden nur Ehepaare kirchlich getraut.

Dazu hat die Kirche einen Auftrag, den sie seit Jahrhunderten erfüllt. Menschen, die in anderen Lebensformen leben, die es neben der Ehe von Mann und Frau in großer Vielfalt gibt, erhalten keinen mit der Trauung vergleichbaren Segen in einem eigens dafür vorgesehenen öffentlichen Gottesdienst.

Damit werden diese keineswegs ausgegrenzt; vielmehr wird so der Verschiedenartigkeit der Lebensformen entsprochen. Für öffentliche Segnungsgottesdienste anderer Lebensformen als der Ehe von Mann und Frau sehen wir keinen kirchlichen Auftrag.

Quelle: >http://www.lebendige-gemeinde.de/aktuelles/aus-der-lg/detailansicht/aktuell/fuer-die-ehe-von-mann-und-frau/?tx_ttnews%5BbackPid%5D=246&cHash=dcaa17623bf95d8b51e1be44e6499731


Linkskatholischer Verband „Pax Christi“ agitiert weiter gegen Israel

Von Felizitas Küble

Schon seit Jahrzehnten üben wir Kritik an der geradezu israelfeindlichen Ausrichtung der internationalen katholischen „Friedensbewegung“ Pax Christi. (Siehe zB. vor drei Jahren diesen Artikel: https://charismatismus.wordpress.com/2014/08/09/kritik-an-israelfeindlicher-desinformation-der-pax-christi-vorsitzenden/)

Sachkritik am jüdischen Staat ist unbenommen, aber diese Organisation mit dem schönen Namen Pax Christi betreibt mit einer Verbissenheit sondergleichen eine regelrechte anti-israelische Agitation.

Natürlich wird diese Haltung  – wie in linken Kreisen üblich – als „Solidarität mit den Palästinensern“ schöngeredet.

Die bei der Palästinenserführung weitverbreitete Gewaltverherrlichung und der reale Raketenterror gegen Israel (einschließlich Selbstmordattentaten gegen Zivilisten) beunruhigen diesen Linksausleger-Verband offenbar nicht. Während die „kreativen“ Aktionen gegen Israel überhandnehmen, sucht man dort vergeblich nach Initiativen gegen den islamisch-arabischen Fanatismus und Terrorismus.

Jetzt hat sich Pax Christi wieder etwas „Passendes“ einfallen lassen:  Eingeladen wird zu einer Tagung in Stuttgart am 30. Mai 2017 mit der palästinensischen „Botschafterin“ Dr. Khouloud Daibes, die sich dort angeblich über das „kulturelle Erbe Palästinas“ auslassen will. 

Freilich besteht der Einladungstext keineswegs aus kulturellen oder sonstigen schöngeistigen Hinweisen, sondern beschränkt sich von der ersten bis zur letzten Zeile auf israelfeindliche Polemik: http://www.paxchristi.de/termine/view/5846837915287552/Das%20kulturelle%20Erbe%20Pal%C3%A4stinas 

Da ist davon die Rede, das „palästinensische Volk“ sei immer noch „fremdbestimmt“  – ja sicher, von seiner eigenen Islamisten-Führung nämlich, vor allem die radikale Hamas betreffend! Gemeint ist hier freilich die „böse“ israelische Regierung.

Gleich im nächsten Satz ist von „besetzten Gebieten“ die Rede. Hat man bei Pax Christi die Nahostverhandlungen der letzten Jahrzehnte komplett verschlafen?  Noch nie was von Camp David gehört? Völlig übersehen, daß Israel die früheren „besetzten Gebiete“ fast vollständig  g e r ä u m t  und dafür sogar eigene jüdische Siedler nach Kern-Israel zwangsverschleppt hat? 

Diese und weitere Fakten werden ignoriert; schon im nächsten Satz ist stattdessen erneut ignorant von „israelischer Besatzung“ die Rede, um den Judenstaat an den Pranger zu stellen.

Die Tagung wird gemeinsam mit weiteren pro-palästinensischen und „friedensbewegten“ Vereinen sowie mit der evangelisch-landeskirchlichen DiMOE (Dienst für Mission, Ökumene und Entwicklung) durchgeführt. Da wächst zusammen, was zusammengehört!

HIER Infos über eine weitere mental unfriedliche Aktion von Pax Christi vorigen Monat in Essen: http://www.mena-watch.com/mena-analysen-beitraege/pax-christi-im-namen-des-friedens-gegen-israel/

 

 


Polizeigewerkschaft: Die Polizisten werden in Deutschland zu sehr strapaziert

Beim Bundeskongress der JUNGEN POLIZEI in Stuttgart hat der Bundesvorsitzende der Dt. Polizeigewerkschaft, Rainer Wendt, davor gewarnt, die Polizei in Deutschland weiter zu strapazieren.

Angesichts von Großeinsätzen wie beim bevorstehenden 1. Mai in zahlreichen deutschen Städten oder beim G20-Gipfel im Juli in Hamburg kommen die Polizeien von Bund und Ländern an ihre Grenzen. „Vor allem die Bereitschaftspolizeien müssen endlich deutlich gestärkt werden“, sagte Wendt (siehe Foto) vor den rund 60 Delegierten.

Aber auch die Sach- und Technikausstattung, wie Fuhrpark und Schutzausrüstung, gehören auf den modernsten Stand gebracht, erklärte der Gewerkschaftsvorsitzende.

Er forderte überdies, dass die Länder mehr dafür tun müssen, den Polizeiberuf als attraktiven Beruf darzustellen.

Wendt dazu: „Angesichts der demografischen Entwicklung und Mitbewerbern in anderen Bereichen des öffentlichen Dienstes sowie der freien Wirtschaft muss der Polizeiberuf mit seinen Arbeits- und Einkommensbedingungen mit anderen auf Augenhöhe sein. Zusätzlich brauchen wir gute und ansprechende Werbekampagnen für unseren Beruf, damit junge Menschen begeistert werden.“

Quelle: http://www.dpolg.de/aktuelles/news/bundesweite-einsaetze-bringen-polizei-an-ihr-limit/


Stuttgart: Ausstellung über den jüdischen Schwaben Laemmle, der Hollywood gründete

Mit der weltweit ersten umfassenden Ausstellung über Carl Laemmle feiert das „Haus der Geschichte“ in Stuttgart den 150. Geburtstag der aus Oberschwaben ausgewanderten Hollywood-Legende Carl Laemmle. laemmle-plakat_kv

Sein Aufstieg vom Laufburschen zum erfolgreichsten Filmproduzenten seiner Zeit war der Realität gewordene amerikanische Traum.

Der jüdische Schwabe Laemmle, der am 17. Januar 1867 in Laupheim das Licht der Welt erblickte, gründete die Universal Studios (die größte Filmstadt der Welt), er machte Hollywood zur Traumfabrik und produzierte Filmklassiker wie „Im Westen nichts Neues“, „Dracula“ oder „Die Mumie“.

Während der nationalsozialistischen Diktatur organisierte er die Auswanderung von hunderten verfolgter Juden aus Deutschland in die USA.

Eine beeindruckend inszenierte Schau mit zahlreichen noch nie ausgestellten Original-Objekten aus mehreren Erdteilen.

Quelle (Text/Foto) und weitere Infos hier: http://www.carl-laemmle-ausstellung.de/

 


Evangelischer Sektenbeauftragter warnt vor charismatischen „Holy Spirit Nights“

Vor charismatischen  Veranstaltungen unter dem Titel „Holy Spirit Night“ (Nacht des Heiligen Geistes) hat der Beauftragte für Sekten- und Weltanschauungsfragen der Evangelischen Kirche von Westfalen, Pfarrer Andreas Hahn, gewarnt.  charismatiker_allg_606_pr13_02_ab36d7785e

Die Treffen – zuletzt im September in Städten wie Berlin, Brüssel, Paris und Stuttgart – verstehen sich als eine Mischung aus Konzert und Jugendgottesdienst.

Pfr. Hahn besuchte eine „Nacht des Heiligen Geistes“ im ostwestfälischen Lemgo. Im Materialdienst der Evangelischen Zentralstelle für Weltanschauungsfragen (EZW) bezeichnet er die in der Veranstaltung vermittelten Glaubensvorstellungen als „hoch problematisch“.

So habe der US-Evangelist Todd White versprochen, „jede Art von Krankheit im Körper im Namen Jesu jetzt sofort“ zu heilen, auch „genetische Krankheiten“ sowie seelische wie beispielsweise Depressionen.

Laut White sei einem Besucher spontan ein Knochen in der Wirbelsäule nachgewachsen. Ferner habe er behauptet, selbst „ganz neues Blut“ und „neue Organe“ bekommen zu haben, die durch seinen früheren exzessiven Drogenkonsum geschädigt worden seien.

Bei der Kollekte hätten die Veranstalter die Besucher gebeten, über den Eintrittspreis von 19 Euro hinaus noch zehn Euro zur Kostendeckung für die Veranstaltung zu spenden. Gott werde alles vielfach wiedergeben, habe Markus Wenz von der Stuttgarter charismatischen Gemeinde „Gospel Forum“ erklärt. Jugendpastor Wenz ist der Hauptorganisator der „Holy Spirit Night“.

Quelle und vollständiger Bericht hier: http://www.idea.de/glaube/detail/sektenbeauftragter-warnt-vor-nacht-des-heiligen-geistes-98806.html