Stuttgart: Linksradikale Chaoten stören friedliche Eltern-Demonstration

Vor ein paar Wochen hatte sich eine Demo angemeldet, die sich pro Familie und gegen den neuen baden-württembergischen Bildungsplan 2015 äußern wollte.

Die Demonstranten, überwiegend Väter und Mütter, wollten also ihr demokratisch verbrieftes Recht wahrnehmen unDSC03232ad sich dafür stark machen, auch in Zukunft ihre Kinder selbst erziehen zu dürfen und diese von allzu früher sexueller Aufklärung zu verschonen.

Klingt einfach und unproblematisch – wenn da nicht auch eine „Gegendemo“ stattgefunden hätte. Wir wissen längst, wie Grüne und Linke Toleranz verstehen – die gilt bei denen nur so lange, wie man ihre Meinung teilt.

Deshalb wurde der alte Kommunistenspruch „…und willst Du nicht mein Bruder sein…“ gestern auf „unterhaltsame Weise“ in Stuttgart vorgeführt.

Weiterführende Artikel gibt’s hier in den Stuttgarter Nachrichten und der Stuttgarter Zeitung, die allerdings in Sachen Wahrheitsverdrehung mit ihrem Münchner Tochterblatt „Süddeutsche Zeitung“ durchaus mithalten können. Die Bilder sprechen aber für sich.

Auch der SWR hat einen kurzen Bericht incl. Video online gestellt, der trotz aller Schönfärberei deutlich zeigt, was die neue Staatsregierung inkl. ihrer Erfüllungsgehilfen aus der Szene von Meinungsfreiheit hält, wenn sich diese Meinung nicht mit ihrer eigenen deckt.

Quelle und vollständiger Text hier auf diesem katholischen Frauen-Blog: http://beiboot-petri.blogspot.de/2014/02/sex-and-cities.html

Interessantes VIDEO über den Verlauf der Eltern-Demonstration: http://www.youtube.com/watch?v=hpggxA1Ns90

Foto: Mathias von Gersdorff


Aktuelle Infos und Links zum „Bildungsplan 2015“ und der Protest-Petition

Dieser Bericht schildert verschiedene öffentliche Äußerungen aus der CDU zum umstrittenen „Bildungsplan 2015“ der grün-roten Landesregierung: www.kath.net/news/44624

Am Mittwoch, den 22. Januar, wurde über diese Themen im baden-württembergischen Landtag debattiert.

Interessant und im wesentlichen erfreulich ist die Rede des dortigen CDU-Fraktionschefs Peter Hauk (9 Minuten). Die Ansprache der grünen Abgeordneten Brigitte Lösch (11 Minuten) ist in anderer Hinsicht aufschlußreich.

Beide Video-Clips sehen Sie hier: http://fraktion.cdu-bw.de/meldung/artikel/spaltet-ein-ideologisierter-bildungsplan-unser-land.html

Die Stuttgarter Zeitung berichtete über die gesamte Landtagsdebatte: www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.bildungsplan-in-baden-wuerttemberg-stuttgarter-landtag-streitet-ueber-homosexualitaet-als-unterrichtsthema.63191c28-b1e5-4819-a10b-e604bf245ab8.html

Die Protest-Petition wurde von über 192.000 Menschen unterschrieben und heute dem Petitionsausschuß im Landtag übergeben. Aktuelle Infos: www.bildungsplan2015.de


Stuttgart: 1 Wahlplakat der Piraten überklebt, 500 Plakate der AfD beschädigt bzw. zerstört

Die Sorgen der „Stuttgarter Zeitung“ möchte man mal haben: Das Blatt veröffentlichte am 20. August einen ausführlichen Bericht mit Großfoto darüber, daß sage und schreibe ein einziges Wahlplakat der Piratenpartei zum Teil überklebt wurde.

Der Titel des Artikel von Eva Funke lautet in großen Lettern: „Bundestagswahlkampf in Stuttgart  –  Protestanten überkleben Wahlplakat der Piraten.“

Gleich eingangs ist vom „Vandalismus“ die Rede, später dann von „Übeltätern“, als wären fürchterliche Ereignisse geschehen.

In Wirklichkeit wurde etwa die Hälfte eines kirchenkritischen Wahlplakates der Piratenpartei mit einem harmlosen Text überklebt, der da lautet: „Evangelische Gemeinde. Für echte Begegnungen und ein solidarisches Miteinander.“ 

Jetzt wird im Zeitungsbericht eingehend spekuliert, daß „der oder die Übeltäter zur Lukas- und Lutherhauskirchengemeinde gehören müssen.“  – Man habe doch „erwartet, dass eine evangelischen Kirchengemeinde Toleranz gegenüber Andersdenkenden aufbringt.“ Wahlplakate-23_8_1312b-440x304

Deutlich kürzer bzw. in Randspalten fällt der Zeitungsartikel natürlich aus, wenn 500 Plakate der liberal-konservativen „Alternative für Deutschland“ nicht etwa nur teilweise überklebt, sondern zerstört werden (siehe hier den Bericht der SZ vom 23.8.).

“Wir lassen uns nicht mundtot machen”, sagte Prof. Dr. Lothar Maier, Sprecher des Kreisverbandes der Alternative für Deutschland in Stuttgart. Der rein materille Schaden der Zerstörungen beläuft sich auf 3500 Euro. Das erneute Plakatieren wird allerdings mit über 10.000 Euro zu Buche schlagen, wie PI-News berichtet.

Felizitas Küble, Leiterin des Christoferuswerks in Münster


Esoterik für Kinder: „Stuttgarter Zeitung“ wirbt für magisches Kartenlesen

Unter dem Titel „Karin Kristan spickt in die Zukunft“ veröffentlichte die  –  ansonsten wohl als seriös gelten wollende  –  „Stuttgarter Zeitung“ am 6. Juli auf ihrem Online-Portal einen positiven, völlig unkritischen Beitrag über Hellseherei und Magie mittels einer Reportage über eine hübsche Kartenlegerin, die großformatig abgebildet ist.

Der  äußerst wohlwollende Artikel über Karin Kristans Karten-„Kunst“ findet sich ausgerechnet unter der Sparte „Kinder-Uni“ und im Ressort „Wissen und Computer“:  L1022966

„Nichts ist so spannend, wie in die Zukunft zu blicken“, so beginnt der Reklame-Artikel der SZ, der die jungen Leser dann darüber informiert, worauf sich die als Strahlefrau präsentierte Wahrsagerin verläßt: 

„Sie glaubt an das Wissen der Geister und an die Wahrheit ihrer Tarotkarten. Viel mehr noch: je weniger sie über die Person, deren Zukunft sie voraussagen soll, wisse, desto besser.“

Danach wird erzählt, daß es in ihrer Wohnung nach Räucherstäbchen riecht und daß sie Federn, Trommeln, Rasseln und Flügel als „Kraftquellen“ in ihrem – so wörtlich – „außergewöhnlichen Beruf“ betrachtet: „Die Kartenlegerin sagt Menschen seit mehr als 20 Jahren die Zukunft voraus.“  –  Auch in ihrer eigenen Lebensentwicklung hätten ihre „Kartenblätter“ immer recht behalten, betont die 42-Jährige.  Vogel-Katze

Jene Menschen, die magische „Hilfe“ bei ihr in Anspruch nehmen, stecken oft in einer Krise, meist in „Liebesangelegenheiten“, berichtet Frau Kristan, wobei sie keineswegs auf eigene Erlebnisse und Einsichten zurückgreife, sondern vielmehr auf Kräfte aus der „Anderswelt“, genauer: „auf die Erfahrungen der Geister“, wie sie wörtlich erklärt.

Die Hellseherin fügt ohne Wenn und Aber hinzu: „Die Karten irren nicht. Die Karten sind die Wahrheit.“  – Wenn etwas Anderes als das eintreffe, was sie voraussage, dann habe sie die Karten „falsch interpretiert“.

Mit dieser speziellen „Logik“ ist die magische Dame natürlich immer fein aus dem Schneider, wenn Prognosen nicht zutreffen.

Doch das eigentliche Problem ist  –  insgesamt gesehen  –  weniger die Esoterik einer Frau Kristan, sondern die unverhohlene Werbung einer vermeintlich soliden Tageszeitung für heidnische Magie, Aberglauben und Geister-Spiritismus, noch dazu im Kinder-Teil des Blattes, der überdies mit dem anspruchsvollen Titel „Kinder-Uni“ auftritt.

Esoterik und Spiritismus feiern heute als Ersatzreligion in einer Zeit des Glaubensverlustes fröhliche Urständ. Das läßt uns an den alten Spruch denken: „Wo der Glaube zur Tür hinausgeht, kommt der Aberglaube zum Fenster herein.“  – Ähnlich drückt es der bekannter Vierzeiler aus:

Glaube, dem die Tür versagt,
kommt als Aberglaub durchs Fenster,
wenn die Gottheit ihr verjagt,
kommen die Gespenster.

Felizitas Küble, Leiterin des Christoferuswerks in Münster