Im Sudan werden Christen weiter unterdrückt

Sudanesische Sicherheitsbeamte haben am 13. Oktober 13 Christen in der Region Darfur verhaftet. Eine Kirche in Omdurman wurde unterdessen aufgefordert, die Eigentumsrechte für ihr Gebäude an die Regierung abzutreten. 

Die 13 Christen wurden von Beamten des sudanesischen Geheimdienstes (NISS) aus einem Haus abgeführt, das sie in der Stadt Nyala, im Südwesten von Darfur, gemeinsam bewohnten. Was ihnen zur Last gelegt wird, ist bislang unklar, wie eine lokale Quelle dem Nachrichtendienst World Watch Monitor mitteilte. Drei von ihnen wurden inzwischen auf freien Fuß gesetzt.

Nach geltendem Recht darf der NISS Menschen bis zu viereinhalb Monate ohne Anklage festhalten. In der Vergangenheit wurden im Sudan immer wieder Pastoren verhaftet und unter Druck gesetzt (hier nachzulesen).

Der andere Vorfall in Omdurman nahe der Hauptstadt Khartum betrifft den Bereich von Kirchengebäuden und den Eigentumsrechten der jeweiligen Gemeinde. „Die Polizei von Omdurman bestellte den Gemeindepastor ein und befahl ihm, die Leitung der Gemeinde an ein [staatlich eingesetztes] Komitee zu übergeben“, sagte ein lokaler Kontakt und fügte hinzu: „Sie wollen, dass die Gemeinde ihr Gelände verlässt.“

Nach der überraschenden Rückgabe von 19 konfiszierten Kirchen aufgrund eines entsprechenden Gerichtsurteils im September verdeutlicht das Vorgehen der Regierung in Omdurman, dass sich die Lage der Christen in dem islamischen Land nicht grundlegend geändert hat.

Auf dem Weltverfolgungsindex von Open Doors rangiert der Sudan aktuell an 4. Stelle unter den Ländern, in denen Christen wegen ihres Glaubens verfolgt werden.

Quelle: Open Doors


70 Jahre UNO, die mehrheitlich aus Diktaturen besteht: scharfe Kritik aus Israel

Am vergangenen Dienstag erschien in der New York Times ein Gastbeitrag von Ron Prosor, Israels Botschafter bei den Vereinten Nationen. Darin schreibt er u. a. Folgendes:

„Die Vereinten Nationen feiern dieses Jahr ihr 70-jähriges Jubiläum. Sie waren als Tempel des Friedens geplant, aber diese einst große globale Organisation wurde überrannt von repressiven Regimen, die Menschenrechte verletzen und die internationale Sicherheit untergraben.

Im Jahr 1949, als die Vereinten Nationen Israel als Mitgliedsstaat aufnahmen, hatten sie 58 Mitgliedsländer. Die Hälfte davon hatte eine demokratische Orientierung.

Heute hat sich die Landschaft der Organisation drastisch verändert. Von 51 Mitgliedstaaten bei ihrer Gründung im Jahr 1945 sind die UN auf 193 Mitglieder angewachsen – weniger als die Hälfte davon sind Demokratien.

Genau die Nationen, die ihren Bürgern demokratische Rechte verweigern, missbrauchen das demokratische Forum der UNO, um ihre eigenen Interessen zu fördern. Die größte Gruppe solcher Staaten besteht aus Mitgliedern des 120 Mitglieder starken Blocks, der als „Blockfreie Bewegung“ bekannt ist.

Seit 2012 wird dieser Block von Iran angeführt, der seine Position nutzt, um seine Verbündeten zu stärken und Israel an den Rand zu drängen.

Im März beendeten die Vereinten Nationen ihre Jahrestagung der Kommission für die Rechtsstellung der Frau mit der Veröffentlichung eines Berichts, der effektiv nur ein Land verurteilt: Israel.

Die Kommission hatte offenbar nichts zu sagen zu den sudanesischen Mädchen, die der weiblichen Genitalverstümmelung unterzogen werden. Sie hatte auch nichts zu sagen zu den iranischen Frauen, die für das Verbrechen des “Ehebruchs” durch Steinigung bestraft worden sind. Dies kann etwas mit der Tatsache zu tun haben, dass sowohl der Iran als auch der Sudan in der 45-köpfigen Kommission sitzen.“

Quelle: Israelische Botschaft


Jüdischer Weltkongreß: IS-Terror gegen Christen gleicht dem „Wüten der Nazis“

Von Felizitas Küble

Bereits vor Wochen hat sich der Präsident des Jüdischen Weltkongresses, Ronald S. Lauder, entschieden gegen die Christenverfolgung weltweit und besonders im Irak geäußert.

Er forderte eindringlich mehr Solidarität des Westens mit der vom radikalen Islam bedrohten Christenheit in vielen Teilen der Welt. lauder

Wir haben hier im CHRISTLICHEN FORUM darüber berichtet: https://charismatismus.wordpress.com/2014/08/20/schulterschlus-judischer-weltkongres-solidarisiert-sich-eindeutig-mit-verfolgten-christen/   

Der Vorsitzende des weltweit größten  jüdischen Dachverbandes steht politisch den konservativen Republikanern nahe. 1986 ernannte der amerikanische Präsident Ronald Reagan ihn zum Botschafter der USA in Österreich.

Zuvor war Lauder im US-Verteidigungsministerium in führender Stellung für europäische und NATO-Angelegenheiten zuständig.

Der ehem. Diplomat ist seit Jahrzehnten als international wirkender Unternehmer tätig. Bereits seit Juni 2007 steht er dem Jüdischen Weltkongreß vor, der jüdische Gemeinden in rund 100 Ländern vertritt.

Der 70-jährige Milliardär und Mäzen setzt einen großen Teil seines Vermögens für das Sammeln von Kunstschätzen ein, wobei viele Exponate der Öffentlichkeit in Ausstellungen zugänglich gemacht werden.

Zudem unterstützt er zahlreiche Bildungseinrichtungen, Schulen, pädagogische Werke etc.  –  In Hamburg gibt es z.B. einen „Ronald-Lauder-Kindergarten“. (Näheres siehe hier: http://www.jghh.org/de/kinder-jugend/ronald-lauder-kindergarten)

Am 14. September 2014 wird Lauder als Redner auf der zentralen Kundgebung gegen Antisemitismus in Berlin erwartet, an der auch Bundeskanzlerin Angela Merkel teilnimmt.   767

Wie Radio Vatikan aktuell berichtet, hat sich der Präsident des Jüdischen Weltkongresses erneut entsetzt über das weltweite Schweigen zur Christenverfolgung im Nahen und Mittleren Osten und in großen Teilen Afrikas geäußert.

In der österreichischen Tageszeitung „Die Presse“ beklagt der prominente Jude die allgemeine Gleichgültigkeit gegenüber der Terrorgruppe „Islamischer Staat“ mit seinen „Massenhinrichtungen von Christen und seiner tödlichen Auseinandersetzung mit Israel“.

Die IS-Gewalt im Irak gegen Christen sei „mit dem Wüten der Nazis vergleichbar“, erklärt Lauder in unmißverständlicher Deutlichkeit.

Aufgrund ihrer Wehrlosigkeit und der Gleichgültigkeit der Welt gegenüber ihrem Leid müßten Christen wegen ihres Glaubens sterben: „Nur allzu gut“ verstünden Juden, was durch das Wegschauen der Welt passieren könne.

Lauder kritisierte das weitgehende Schweigen der Vereinten Nationen, den fehlenden Flottillen-Aufbruch nach Syrien oder in den Irak sowie die Untätigkeit der „sozialen Antennen“ wie etwa der „schönen Prominenten und alternden Rockstars“.

Der Präsident des Jüdischen Weltkongresses wies auf das geistige „Band zwischen Juden und Christen“ hin, das durch die gemeinsame Bibel und die gleichen Werte bestehe.

Israel habe als eines der ersten Länder den von der islamischen Diktatur verfolgten Christen im Sudan geholfen  –  und der jüdische Staat erlaube den Christen im Heiligen Land, ihre Religion frei auszuüben, betonte er.

HIER die Kurz-Präsentation des Jüdischen Weltkongresses online in deutscher Sprache: http://www.worldjewishcongress.org/de/about#


Klarstellung des hl. Paulus: Sollen Christen ihre Glaubensgeschwister „bevorzugen“?

Von Felizitas Küble

Wir teilen durchaus nicht die weitverbreitete Auffassung, christliche Flüchtlinge dürften von deutscher Seite keineswegs bevorzugt werden  –  siehe hierzu typisch diese Meldung:

http://aktuell.evangelisch.de/artikel/95302/umfrage-christliche-fluechtlinge-nicht-bevorzugen

Wenn dies von weltlich orientierten Personen so gesehen wird, erstaunt es wenig, obwohl man auch dort zur Kenntnis nehmen darf, daß Deutschland nach wie vor ein von christlicher Kultur geprägtes Land ist. RTEmagicC_IGFM_Plakat_Art_18_Religionsfreiheit_02_jpg

Zudem finden Christen gerade im Nahen Osten weitaus weniger einen Zufluchtsort in den direkten Nachbarländern als andere Minderheiten (muslimische Sondergruppen, Jesiden, Kurden etc).

Vergessen wir hierbei nicht das klare Pauluswort: „Tut Gutes gegenüber jedermann, besonders aber für des Glaubens Genossen!“ (Gal 6,10)

Außerdem werden die Christen ohnehin weltweit und besonders von der Politik vernachlässigt, so daß christlicherseits schon deshalb ihre „Bevorzugung“ absolut angesagt ist.

Man denke z.B. an den jahrzehntelangen Völkermord der radikal-islamischen Diktatur gegen Christen im Sudan, der zu keinerlei Eingreif-Aktionen des Westens führte.

Auch jetzt erfolgte erst eine Intervention der USA, als die Jesiden in Gefahr waren; dies wurde auch so begründet  –  siehe z.B. hier schon in der Titelzeile: http://www.welt.de/politik/ausland/article131000745/Obama-erwaegt-Luftschlaege-zum-Schutz-der-Jesiden.html

Die seit Jahren anhaltende Verfolgung der Christen im Irak, die sich in den letzten Monaten steigerte, störte das sogenannte „Weltgewissen“ hingegen kaum, geschweige führte dies zu einem Eingreifen des Westens.

Bild: IGFM-Plakat

 


Sudan: Verfolgte Christin Meriam Ibrahim konnte mit Familie ausreisen

Glückliches Ende einer fast einjährigen Tortur

Die Nachricht löste rund um die Welt große Freude aus: Am Donnerstagmorgen traf die jungen sudanesischen Mutter Meriam Yahia Ibrahim zusammen mit ihrer Familie wohlbehalten in Rom ein.  (Das Foto zeigt sie mit ihrem Ehemann.)

Der italienische Vize-Außenminister Lapo Pistelli holte sie persönlich in Sudan ab, wo sie seit einem Monat Zuflucht in der amerikanischen Botschaft gefunden hatte.

Die qualvolle Odyssee der heute 27-jährigen Christin begann mit ihrer Verhaftung im September 2013. Nachdem sie der „Apostasie“ (Abfall vom Islam) und fälschlich des Ehebruchs beschuldigt wurde, verurteilte ein Gericht sie zum Tod durch den Strang sowie zu 100 Peitschenhieben.

Zunächst jedoch brachte sie am 27. Mai in angekettetem Zustand ihr zweites Kind zur Welt. Nach einer Welle internationaler Proteste revidierte ein Berufungsgericht das Urteil.

Am 26. Juni wurde Meriam aus dem Gefängnis entlassen und zur US-Botschaft in Khartoum gebracht. Ein erster Ausreiseversuch scheiterte, angeblich wegen fehlerhafter Dokumente.

Entgegen ursprünglichen Befürchtungen der als Ärztin ausgebildeten Mariam hat die kleine Maya einem Bericht der englischen Daily Mail zufolge keine Schäden von den schwierigen Umständen der Geburt davongetragen hat. Endgültige Klarheit hierüber werden weitere Untersuchungen bringen. Die Familie wird sobald wie möglich aus Italien weiter in die USA reisen.

Quellen: Open Doors, BBC, Daily Mail


Sudan: Christin Meriam Ibrahim war bei der Geburt im Gefängnis angekettet

Die christliche Familienmutter Meriam Ibrahim (siehe Foto: mit ihrem Ehemann), die wegen Abfall vom Islam mit dem Tode bedroht im Gefängnis war, ist am Abend des 26. Juni zum zweiten Mal aus der Haft entlassen worden. 

Die Sprecherin des US-Departments, Marie Harf, möchte aber aus Sicherheitsgründen nichts über den derzeitigen Aufenthaltsort der Familie Ibrahim mitteilen.

„Um die Familie zu schützen, werden wir zum genauen Aufenthaltsort nichts sagen“, so Marie Harf. „Nur soviel: Wir stehen in Verbindung mit dem sudanesischen Außenministerium, um sicherzustellen, dass ihre Familie so schnell wie möglich ausreisen kann.“ 

Meriam und ihre Familie versuchten zunächst, das Land mit von der südsudanesischen Regierung ausgestellten Reisedokumenten zu verlassen. Daraufhin kam es erneut zu einer Festnahme durch den sudanesischen Geheimdienst mit der Anklage, Meriam habe gefälschte Dokumente.

Auch die Regierung selbst wurde beschuldigt, sie habe mit dem US-Botschaftspersonal zusammengearbeitet, damit Meriam und ihre Familie illegal das Land verlassen können. Die Lage bleibt unübersichtlich.

Aus Sicht von Marie Harf hat die Familie alle Dokumente, um den Sudan verlassen und in die USA ausreisen zu können. „Es liegt nun an der Regierung des Sudan, ihr zu erlauben, endlich zu gehen.“weltverfolgungsindex_2014

Neben dem Nervenkrieg um die Freilassung belastet die junge Familie von Daniel und Meriam eine weitere Sorge. Meriam berichtete nun, dass ihre Tochter eventuell bleibende körperliche Schäden bei der Geburt erlitten hat, weil Meriam bei der Geburt angekettet war.

Die Behinderung der Tochter sorgt für eine zusätzliche Traumatisierung der Familie. Meriam trägt schwer an ihrer Situation: „Um ehrlich zu sein, bin ich wirklich unglücklich. Es ist nicht einfach für mich und uns. In den Straßen wird gegen mich demonstriert.

Die Familie wünscht sich, dass ihre Tortur bald ein Ende hat und sie vereint und in Freiheit leben kann und endlich zur Ruhe kommt. Zu BBC Arabic sagte Frau Ibrahim, dass ihre ‚Zukunft in Gottes Händen ist‘ und sie einfach Zeit mit ihrer jungen Familie verbringen möchte.

Auf dem Open-Doors-Weltverfolgungsindex, einer jährlichen Rangliste der 50 Länder, in denen Christen am stärksten verfolgt werden, belegt der Sudan derzeit Rang 11. 

Quelle: Hilfwerk Open Doors


Sudan: Verwirrung um freigelassene christliche Familienmutter Mariam Y. Ishag

Große Verwirrung herrscht um das Schicksal der Christin Mariam Yahia Ibrahim Ishag im Sudan. Die ursprünglich wegen angeblichen „Abfalls vom Islam“ zum Tode verurteilte 27-jährige zweifache Mutter war nach internationalen Protesten am 23. Juni überraschend freigelassen worden. Nachrichten_Gebetsmail_Kopfbalken.indd

Als sie tags darauf das Land mit ihrer Familie verlassen wollte, hielten sie Sicherheitskräfte am Flughafen von Khartum erneut fest. Nach Auskunft des US-Außenministeriums befindet sich die Familie inzwischen wieder auf freiem Fuß.

Offenbar sind Ishag und ihr Ehemann Daniel Wani, der die US-amerikanische Staatsbürgerschaft besitzt, am Flughafen mehrere Stunden lang befragt worden. Sudanesische Behörden erklärten gegenüber der britischen Rundfunkanstalt BBC, Ishag habe südsudanesische Ausweispapiere vorgelegt; sie benötige aber einen Pass und ein Ausreisevisum.

Marie Harf (Washington), eine Sprecherin des US-Außenministeriums, erklärte, die sudanesische Regierung habe versichert, dass die Familie mit zwei Kleinkindern in Sicherheit sei. Die US-Regierung stehe in Kontakt mit den sudanesischen Behörden, um eine schnelle Ausreise zu gewährleisten. Über den Aufenthaltsort der Familie machte Harf keine Angaben.

Hintergrund:

Ishag war am 15. Mai in Khartum wegen „Abfalls vom Islam“ zum Tod durch den Strang und 100 Peitschenhieben verurteilt worden. Die hoch Schwangere hatte sich geweigert, binnen drei Tagen dem christlichen Glauben abzuschwören.

Am 26. Mai brachte sie im Gefängnis ohne medizinische Hilfe eine Tochter zur Welt; dabei war sie angekettet. Sie ist bereits Mutter eines 21 Monate alten Sohnes, der sich mit ihr hinter Gittern befand. Nach heftigen internationalen Protesten und Gebetsaufrufen von Christen hob ein Berufungsgericht am 23. Juni das Urteil auf und ordnete Ishags Freilassung an. Das Todesurteil gründete auf dem islamischen Religionsgesetz, der Scharia.

Als Tochter eines muslimischen Vaters und einer christlichen Mutter galt die Frau aus islamischer Sicht von Geburt an als Muslimin. Da sie einen Christen geheiratet hatte, wurde ihr Hurerei vorgeworfen. Doch ihr Vater hatte die Familie bereits nach sechs Jahren verlassen. Ishag, die sich inzwischen der katholischen Kirche angeschlossen hat, erklärte zu ihrer Religionszugehörigkeit: „Ich bin Christin und war niemals Muslimin.“ Der Fall hat weltweit Entsetzen und scharfe Proteste ausgelöst.

Quelle: http://www.idea.de

Foto: Open Doors