Causa Hollemann: Bürgeraktion „Faire Medien“ kritisiert die „Süddeutsche Zeitung“

Pressemitteilung der Initiative Faire Medien:

Die Initiative „FaireMedien-aktiv“ (http://fairemedien-aktiv.de) startet eine Leserbriefaktion für eine faire Berichterstattung über Lebensrechtler und die Wiederherstellung des Ansehens vom ÖDP-Politiker Markus Hollemann.

Ein Schreiben mit diesen Forderungen können Bürger über ein Leserbrief-Formular auf der Website der Initiative an die Redaktion der Süddeutschen Zeitung richten.

Hollemann war in der SZ-Artikeln der Autoren Dominik Hutter, Josef Kelnberger und Christian Krügel massiv verunglimpft worden, weil er Lebensrechtler unterstützt. 

Die schwer ehrverletzenden Anwürfe zielten darauf ab, eine Überzeugung zu schmähen, die klar auf der Linie des deutschen Grundgesetzes (Recht auf Leben, Art. 2,2) liegt und von vielen ehrenwerten und verdienstvollen Bürgern Deutschlands geteilt wird.

Die SZ-Artikel führten im Ergebnis zur Diskriminierung von Markus Hollemann bei der Besetzung eines Verwaltungspostens der Stadt München.

Thomas Schührer von FaireMedien-aktiv kommentiert den Vorgang wie folgt:

„Markus Hollemann ist einer unfairen, politisch motivierten Kampagnen­berichterstattung zum Opfer gefallen. Wir dürfen nicht zulassen, dass sich so etwas wiederholt. 

Die Diffamierung eines unbescholtenen und ehrenwerten christlichen Politikers, der sich für den Schutz allen Lebens ausspricht, und die damit verbundene Einschränkung der Meinungsfreiheit sind nicht hinnehmbar. Der Einsatz für das Lebensrecht aller Menschen darf nicht zu beruflicher Diskriminierung führen.“

FaireMedien-aktiv dokumentiert die Debatte um Markus Hollemann, publiziert Kommentare prominenter Autoren und Leserbriefe von Bürgern und setzt sich kritisch mit dem Verhalten der Medien im Fall Hollemann auseinander. 

FaireMedien-aktiv
Thomas Schührer, Weinbergstr. 22 in  76684 Östringen
Telefon: 07251 359183 / Fax: 07251 359182
info@der-durchblick.de  http://fairemedien-aktiv.de

Zum „Fall Hollemann“ siehe auch die Erklärung des FORUM DEUTSCHER KATHOLIKEN: https://charismatismus.wordpress.com/2015/02/02/drohender-machtverlust-in-munchen-zwingt-stadtrat-zum-verzicht-auf-kandidatur/


Kritik an mangelhafter Ausbildung zum Heilpraktiker und esoterischen Tendenzen

Während in Österreich keine Heilpraktiker zugelassen sind, steht ihnen in Deutschland ein weites Betätigungsfeld zur Verfügung. Diese Freizügigkeit geht auf ein altes Gesetz aus der NS-Zeit zurück. 

Die „Süddeutsche Zeitung“ veröffentlichte zu diesem Themenkreis am 15. Februar 2015 einen kritischen Bericht von Anousch Mueller.

Die Autorin hat selbst eine Heilpraktiker-Ausbildung erlebt und schildert aus dieser Zeit einige bedenkliche Erfahrungen unter dem Titel: „Alternativmedizin: Weißbrot gegen Krebs“:   Pillen-568x378

Zugleich stellt die Verfasserin klar: „Heilpraktiker ist nicht mal ein anerkannter Ausbildungsberuf wie Bäcker oder Kinderpfleger – und dies ist ein Erbe des Nationalsozialismus. Die einzige Legitimation ist das Heilpraktiker-Gesetz von 1939.“ 

Allerdings regle 
es nicht etwa – wie man wohl erwarten würde –  die Ausbildung und Ausübung des Heilpraktiker-Berufes, sondern verbiete lediglich die Ausübung der Heilkunde ohne staatliche Zulassung.

Hierzu schreibt die Autorin, daß die amtsärztliche Überprüfung zwar „immerhin schulmedizinische Grundkenntnisse“ gewährleiste. Allerdings werde die „naturheilkundliche Qualifizierung“ nicht staatlich überprüft; zudem gäbe es „keine einheitliche Zertifizierungs-Regelung“.

Außerdem heißt es in dem Artikel von Frau Mueller:

„Auch die Bundesrepublik Deutschland hat es verpasst, diesen Beruf gesetzlich zu definieren. Daher gibt es bislang keine Rechtsverordnung und kein Standesrecht. Es existiert zwar eine Berufsordnung, die ist aber nicht rechtlich bindend. Ebenso fehlt eine Ausbildungsordnung, die Inhalt und Ziele der Ausbildung regeln würde. Heilpraktiker-Anwärter benötigen weder einen Eignungsnachweis noch ein absolviertes Praktikum.“

Die Autorin berichtet ausführlich von vielen esoterisch-abergläubischen Praktiken, die in diesem Spektrum gang und gäbe sind, teils auch von unerlaubten, gesundheitlich gefährlichen medizinischen Grenzüberschreitungen, die sogar in der „Ausbildung“ zum Heilpraktiker vorkommen und eingeübt wrden.

Der folgende Kommentar von Frau Mueller trifft den Nagel auf den Kopf: „Eine solch laxe Praxis wäre in anderen Gesundheitsberufen undenkbar.“

Weitere Infos zur Heilpraktiker-Ausbildung hier: http://blog.gwup.net/2014/09/19/heilpraktiker-sind-wie-piloten-die-nur-wissen-wo-sie-nicht-hinfliegen-durfen/


Größtenteils verschwiegen und vernebelt: Terroranschlag im ICE 1618

Am 21. November 2014 um 5.30 Uhr kam es im ICE 1618 von Berlin nach Hamburg zu einem Terroranschlag. Ein 23-jähriger Mann mit Waffe versuchte, den ICE unter Kontrolle zu bringen und Geiseln zu nehmen. Er bedrohte den Kontrolleur und gab mehrere Schüsse im Zug ab. 0003

Die Geiselnahme misslang aufgrund des mutigen Eingreifens zweier Fahrgäste, die den Geiselnehmer überwältigen konnten. Die Polizei stürmte den Zug und konnte den Geiselnehmer in Gewahrsam nehmen. Es gab keine Verletzten.

Bei dem Täter fand sich ein Brief mit Forderungen: 2,5 Millionen Euro in bar und die Anerkennung des Staates Palästina durch die Bundesregierung.

Das Motiv der versuchten Geiselnahme macht aus der Tat ganz klar einen terroristischen Anschlag. Was aber berichten die großen deutschen Zeitungen?

Die Süddeutsche Zeitung und die Frankfurter Allgemeine Zeitung berichten nur kurz und erwähnen die politische Motivation der Tat nicht.

Quelle und Fortsetzung des Artikels hier: http://tapferimnirgendwo.com/2014/11/22/terroranschlag-in-deutschland/


Die „Süddeutsche Zeitung“ reibt sich wieder an ihrem alten Feindbild Benedikt

Von Felizitas Küble

Unter dem Titel „Äußerung von Benedikt XVI.  –  Der Dagegen-Papst“ geht man in der „Süddeutschen Zeitung“ mit neuem Eifer einer alten Lieblingsbeschäftigung nach: Dem genüßlichen Austeilen von Seitenhieben auf den einst als „Panzerkardinal“ gescholtenen und auch später als Papst viel kritisierten Joseph Ratzinger. 75743_14122011

Der Dagegen-Journalist Matthias Dobrinski nimmt es Benedikt XVI. in seinem Rundumschlag vom 17. November schwer übel, daß dieser sich an einem Leitsatz orientiert, der sonst in linksliberalen Kreisen so gerne zitiert wird: „Nur wer sich ändert, bleibt sich treu.“

Als Theologieprofessor Joseph Ratzinger sich 1972 zum Thema „Sakramentenempfang für geschieden Wiederverheiratete“ äußerte, vertrat er zum Teil „reformerische“ Ansätze, die er im Laufe der Jahrzehnte überwunden hat.

Es überrascht also wenig, daß der emeritierte Pontifex nicht mehr vollständig mit allem einverstanden ist, was er einst vor über 40 Jahren zu dieser derzeit vieldiskutierten Streitfrage publizierte  – und deshalb einiges davon korrigiert. Was sollte daran aufregend sein?

SZ: „Ein hochpolitisches Signal“

Für den SZ-Autor scheint es sich aber um einen fürchterlichen Sündenfall zu handeln:

„Papst Benedikt hat den Schluss eines von ihm 1972 verfassten Aufsatzes geändert und neu veröffentlicht. Damit greift der emeritierte Papst in die Debatte über den Umgang der Kirche mit Geschiedenen ein und bricht sein selbstauferlegtes Schweigen – ein hochpolitisches Signal.“
 
Das ehem. Oberhaupt der katholischen Weltkirche wird rabiat als wortbrüchig diffamiert. Hat er etwa jemals erklärt, er werde niemals auf Seite 600 im Band IV. seiner „gesammelten Werke“ ein Wort verändern?
 .
Zudem hat Benedikt bereits als Papst klargemacht, daß geschieden „Wiederverheiratete“ nicht zum Tisch des HERRN zugelassen sind, zB. auf dem Weltfamilientreffen vom 1. – 3. Juni 2012 in Madrid. Seine jetzige Position ist also nichts wirklich Neues, die (gekünstelte?) Medien-Aufregung insofern unbegründet.

Doch aus Dobrinskis Sicht ist Benedikts Redigieren seines Aufsatzes von 1972  „hochpolitisch“, weil jene Korrektur in den Schlußabschnitten sich „nun liest wie eine Antwort auf seinen Mitbruder und Konkurrenten Walter Kasper.“

Doch selbst wenn die Kaffeesatz-Deutung des SZ-Autors zutreffend wäre, stellt sich die Frage: Na und?

Matthias Dobrinski kennt hier freilich keine Gnade, denn Benedikt hätte damit  –  so sein Vorwurf  –  das „Versprechen gebrochen, sich nicht mehr in die Kirchenpolitik einzumischen.“

Was heißt hier „Einmischung“?  – Es handelt sich lediglich um das Überarbeiten eigener Publikationen in wissenschaftlich aufbereiteten Sammelbänden   – dies ist beileibe nicht außergewöhnlich.

Und was heißt hier „Kirchenpolitik“?  –  Das Für und Wider eines Sakramentenempfangs für Gläubige in „irregulären“ Lebensverhältnissen ist ebenso wie die katholische Lehre von der Unauflöslichkeit der Ehe vor allem eine theologische und weniger eine kirchenpolitische Angelegenheit.

Daß freilich die „Süddeutsche Zeitung“ von dieser Causa inhaltlich ohnehin komplett überfordert ist, kann man gewiß nicht Benedikt XVI. anlasten.

Felizitas Küble leitet den KOMM-MiT-Verlag und das Christoferuswerk in Münster, das dieses CHRISTLICHE FORUM betreibt.

Ergänzender Artikel hierzu in diesem katholischen Frauen-Blog: http://beiboot-petri.blogspot.de/2014/11/ruhrend.html

Ebenso HIER: http://invenimus.blogspot.de/2014/11/benedikts-einwurf-zur-debatte.html


Causa Limburg: Die „Süddeutsche Zeitung“ liefert Gerüchte statt Fakten

Dieser OFFENE BRIEF von Thomas Schührer an den SZ-Redakteur Matthias Drobinski bezieht sich auf folgenden Artikel im Portal „sueddeutsche.de“:
Affäre um Tebartz-van Elst – Bischof soll Geld aus Stiftung abgezweigt haben
vom 17.2.2014


Sehr geehrter Herr Drobinski,

ich schreibe Ihnen diesen Offenen Brief, weil ich leider davon ausgehen muss, dass die Pressestelle des Bistums Limburg wieder nicht in der Lage oder willens ist, auf Ihren Unterstellungstext zu reagieren. e5359dc532c2210a4bd1e232bbe4825c

Vorweg will ich Ihnen aber mitteilen, dass ich von Ihnen enttäuscht bin. Bisher haben Sie wenig, aber gut informiert und faktenorientiert über Limburg geschrieben oder kommentiert.

Jetzt begeben Sie sich in den Niveaumorast eines Boulevardblättchens, bedienen sich ominöser Quellen und schreiben im Konjunktiv. Eigentlich sollte das mit Ihrem Berufsethos und Ihrer persönlichen Ehre nicht vereinbar sein.

Schauen wir uns aber Ihren Text an: Sie schreiben etwa 3500 Zeichen oder auch 450 Wörter. Keinen einzigen Satz können Sie mit nachprüfbaren Fakten belegen.

Dennoch formulieren Sie so, dass beim Leser Gefühle hervorgerufen und Eindrücke hinterlassen werden. Nämlich, dass da ein ganz übler Bursche sich Gelder für arme und kinderreiche Familien unter den Nagel gerissen habe…

Aus Ihrem Text geht auch nicht hervor, ob die vermeintliche  Verwendung dieser Stiftungsmittel rechtens war oder nicht. Sie weisen nicht darauf hin, dass da wahrscheinlich noch Klärungsbedarf besteht. Das können Sie und wir Leser nicht beurteilen, weil wir weder die Rechtslage dazu kennen, noch liegt uns der Prüfbericht vor, in dem das eventuell dargestellt ist. Ist das saubere journalistische Arbeit?

Bei der Beurteilung der Gesamtprojektsumme berufen Sie sich auf sogenannte Insider. Ist Ihnen bewusst, wie wenig vertrauenswürdig diese Limburger „Insider“ sind? Ist Ihnen in den vergangenen Monaten nicht aufgegangen, dass im Bistum Limburg bis in die unteren Ränge des Ordinariates hinein ein Esel den anderen „Langohr“ schilt?  (…)

Wie ist also Ihr Text zu werten?

Sie sorgen schon jetzt dafür, dass der Prüfbericht nicht sonderlich ernst genommen werden kann. Die Prüfer waren ausgewählt worden, weil sie als „ehrenwerte und sachkundige Männer“ galten. Sollten die Gerüchte, die Sie für Ihren Text verwenden, tatsächlich auf Informationen aus dem Bericht basieren, so wäre es mit der Ehrenhaftigkeit der Kommissionsmitglieder vorbei.

Denn offensichtlich hat dann mindestens einer sich nicht an die notwendige Verschwiegenheit und Diskretion einer solchen Aufgabe gehalten. (…) Was man von solchen Vertrauensbrechern zu halten hat, darf gerne jeder selbst beurteilen.

Sie tragen nichts zur Aufklärung bei. Gleichzeitig tun Sie so, als verfügten Sie über Fakten und animieren durch Ihre Berichterstattung die Leser zu einem Urteil über den Bischof von Limburg, Dr. Franz-Peter Tebartz-van Elst. Würden Sie über einen Terroristen schreiben, der mit einem rauchenden Colt über sein Opfer gebeugt verhaftet wurde, dann würden Sie dennoch permanent vom „mutmaßlichen Täter“ schreiben. Dazu hat dieser ein Recht, bis er verurteilt wurde.

Dem Bischof von Limburg aber gestehen Sie durch Ihre Art der Darstellung dieses Recht nicht zu.

Thomas Schührer, Vorsitzender von Durchblick eV

Thomas Schührer, Durchblick e.V.
Weinbergstr. 22 in 76684 Östringen-Tiefenbach
http://www.verein-durchblick.de

Foto: Dr. Bernd F. Pelz


Deutscher Presserat: Beschwerde gegen „Süddeutsche Zeitung“ (SZ) ist begründet

Karikatur der SZ verstößt gegen Ziffer 12 des Pressekodex

Wir haben Anfang Juli in diesem Webmagazin eine Karikatur aus der linksgerichteten „Süddeutschen Zeitung“ vom 2.7. scharf kritisiert, weil sie Israel als gehörntes Monster darstellt und damit Juden  –  zumindest die in Israel lebenden Juden  –  beleidigt und verunglimpft.sz_zion

Dieser skandalöse Vorgang kommt nicht von ungefähr, denn die SZ fährt seit Jahrzehnten einen israelfeindlichen Kurs.

Mit Datum vom 2. Oktober 2013 teilte Referentin Edda Kremer vom Deutschen Presserat in Berlin unserem Christoferuswerk eV. in Münster folgende Entscheidung mit, die bereits am 10. September gefallen war:

„Ihre Beschwerde vom 8.7.2013
./. SÜDDEUTSCHE ZEITUNG
 
Sehr geehrte Frau Küble,
der Beschwerdeausschuss des Deutschen Presserats ist zu dem Ergebnis gekommen, daß Ihre oben genannte Beschwerde begründet ist im Sinne der Beschwerdeordnung. Er verzichtete aber auf das Aussprechen einer Maßnahme. Die Gründe hierfür können Sie der beiliegenden Entscheidung entnehmen.“

Dem Schreiben liegt eine dreiseitige Sachverhaltsdarstellung und Begründung bei, bezogen auf den Beschluß des Presserats vom 10. September:

„Ergebnis: Beschwerde begründet, keine Maßnahme, Ziffer 12″

Auf das „Aussprechen einer Maßnahme“ verzichtet der Presserat deshalb, weil sich die SZ in dieser Causa bereits entschuldigt habe.

Freilich ändert dies nichts am Vorgang selber  – und daran, daß unsere Beanstandung berechtigt ist.

Im wesentlichen heißt es zur Begründung hierfür:

„Der Beschwerdeausschuss gelangt menrheitlich zu dem Ergebnis, dass die SÜDDEUTSCHE ZEITUNG mit der Veröffentilchung der Karikatur die Ziffer 12 des Pressekodex verletzt hat. (…) Die Zeichnung bedient sich antisemitischer Klischees aus der Nazi-Zeit und ist dazu geeignet, Vorurteile

gegen Juden und Israel zu schüren. Nach Ziffer 12 darf niemand wegen seiner Zugehörigkeit zu einer ethnischen, religiösen oder nationalen Gruppe diskriminiert werden. Die antisemitische Darstellung überschreitet die Grenzen zur diskriminierenden Berichterstattung.

Der Beschwerdeausschuß kommt zu dem Ergebnis, dass die Beschwerde im Sinne der Beschwerdeordnung begründet ist.“

Sodann wird mitgeteilt, daß auf eine „Maßnahme“ nach Paragraph 12 der Beschwerdeordnung „verzichtet“ werde „aufgrund der selbstkritischen Auseinandersetzung und Entschuldigung der Redaktion“.

Felizitas Küble, Leiterin des Christoferuswerks in Münster

Ausführlicher ARTIKEL auf der SZ-kritischen Webseite SÜDWATCH: http://www.suedwatch.de/blog/?p=11477

 


Kritik der Israelischen Botschaft an der SZ: „Dämonisierende Darstellung“

Amtliche Stellungnahme:

Die Botschaft des Staates Israel kritisiert die am Dienstag, den 9. Juli, im Literaturteil der Süddeutschen Zeitung veröffentlichte Zeichnung.

Dies hat Botschafter Yakov Hadas-Handelsman auch in einem Brief an Chefredakteur Kurt Kister zum Ausdruck gebracht.

Wir nehmen zur Kenntnis, dass die Süddeutsche Zeitung mittlerweile zustimmt, dass eine solche dämonisierende Darstellung Israels als „gefräßigen Moloch“ in Bild und Text nicht mit Israelkritik in Zusammenhang gebracht werden darf.

 

 


Israelhaß: „Süddeutsche Zeitung“ begibt sich per Karikatur ins „Stürmer“-Abseits

Wo bleibt die Empörung in Politik und Medien?

Bei der „Süddeutschen Zeitung“ (SZ) ist man seit Jahrzehnten Kummer gewohnt, was linken Antizionismus betrifft. Dieses Münchner Blatt veröffentlichte zum Beispiel im März 2012 das absonderliche Anti-Israel-„Gedicht“ des sozialistischen Schriftstellers Günter Grass.

Bekanntlich ist eine ausgeprägte Israelfeindlichkeit  –  oft verbunden mit unterschwelligem Antisemitismus –  beileibe kein (un)geistiger Alleinbesitz rechtsextremer Krakeeler.

Man erinnere sich etwa an den Israelhaß kommunistischer Ostblock-Diktaturen, an die dazu passenden Parolen in der linksradikalen Hausbesetzer-Szene (Hamburger Hafenstraße etc) der 80er Jahre  – oder an den sattsam bekannten Anti-Israelismus in der grünen Partei, der mitunter bis heute seine Sumpfblüten liefert usw.  (Weitere Beispiele hier) sz_zion

Die linksgepolte und zudem weitgehend kirchenfeindliche „Süddeutsche Zeitung“ zieht sich meist nur dann ein scheinbar judenfreundliches Mäntelchen um, wenn es gilt, Konservative, demokratische Patrioten oder fromme Christen unfair mit der „braunen Keule“ zu attackieren und dabei Argumente durch Schlag-Worte zu ersetzen  – so geschehen z.B. im Vorjahr gegenüber der evangelikalen Lukas-Schule. (Wir hatten diese verleumderische SZ-Kampagne hier in dutzenden Artikeln widerlegt; die Münchner Privatschule konnte sich in allen Punkten rechtlich erfolgreich gegen die SZ zur Wehr setzen –  siehe hier.)

In eigener linker Sache kennt der Israelhaß bei der „Süddeutschen“ jetzt anscheinend keine Grenzen mehr. So wurde dort am gestrigen 2. Juli diese Zeichnung veröffentlicht, wobei das gefräßige Monster in der Bildunterschrift eindeutig mit dem jüdischen Staat identifiziert wird. (Der Karikaturist selber hatte mit dem Ungeheuer keineswegs auf Israel abgezielt und protestierte bereits gegen diese insoweit unerwünschte Verwendung seiner Zeichnung.)

Die Verknüpfung von Bild und Unterzeile ist der springende Punkt, denn es heißt dort:  “Deutschland serviert. Seit Jahrzehnten wird Israel, teils umsonst, mit Waffen versorgt. Israels Feinde halten das Land für einen gefräßigen Moloch.(…)

Es wird zwar auf dem sprachlich-trickreichen Umweg über „Israels Feinde“ ein allzu offensichtlicher Judenhaß zu vertuschen versucht, doch die „Botschaft“ ist eindeutig, wie der vorhergehende Satz belegt, der die deutsch-israelische Verbundenheit attackiert . Aufschlußreich ist zudem ein auf dieser SZ-Seite („Politisches Buch“) veröffentlichter Artikel: eine ausführliche SZ-Rezension, die von einseitiger Israelkritik nur so trieft. (Bitte insgesamt  zweimal nacheinander  –  also auch im Zwischenfeld  – klicken, dann erscheint die PDF-Datei mit der gesamten SZ-Zeitungsseite.)

SZ-Redaktionskonferenz stimmte zu!

Die für diese Causa verantwortliche SZ-Journalistin Franziska Augstein ist die Lebensgefährtin des bekannten SZ-„Enthüllungs“-Redakteurs Heribert Prantl, der sich seit Jahrzehnten gerne als oberste moralische Instanz aufspielt, wobei noch zu beachten ist, daß diese Karikatur nicht etwa halb aus „Versehen“ oder zwischen Tür und Angel in die SZ kam, sondern  – wie Franziska Augstein öffentlich ausplauderte  –  auf der „Großen Redaktionskonferenz“ mehrheitlich durchgewunken wurde!

Der ganze Vorgang ist ein unglaublicher Skandal, denn damit begibt sich die SZ ins Abseits des berüchtigten „Stürmer“, jenes NS-Hetzblattes, das Juden in übelster Form beleidigte, häufig auch durch infame Karikaturen, in denen Juden als Zerrbilder gezeichnet bzw. verzeichnet waren.

Es ist freilich aufschlußreich, daß die absurde Entgleisung der SZ  in bundesdeutschen Medien fast komplett totgeschwiegen wird, auch in den Nachrichtensendungen und der sog. „Qualitätspresse“. Selbst die seit jeher israelfreundliche Tageszeitung „Die Welt“ spricht in der Überschrift lediglich von einer „fragwürdigen“ Karikatur. 

Natürlich haben jüdische Verbände einhellig protestiert, sonst wären sie wohl lebensmüde. Auch die „Jüdische Allgemeine“ kritisierte den „bewusst bösartigen Effekt“, der an „schlimmste antijüdische Hetze“ erinnere.

Das Simon-Wiesenthal-Zentrum erklärte hierzu:

„Uns ist klar, dass Israel, genau wie jede andere Demokratie auch, nie über jeden Zweifel und jede Kritik erhaben sein kann. Allerdings ist die Charakterisierung des jüdischen Staates als gefräßiger Moloch (…) ein klassisches Instrument der Entmenschlichung und Animalisierung. Solche Klischees wurden sowohl in Nazi-Deutschland als auch in der Sowjetunion als bösartige Propaganda gegen Juden eingesetzt.“

CHRISTOFERUSWERK beschwerte sich beim Dt. Presserat

Das katholisch-ökumenische Christoferuswerk (CHR) in Münster, das diese Webzeitschrift CHRISTLICHES FORUM betreibt, hat beim Deutschen Presserat in dieser Causa bereits Beschwerde gegen die SZ wegen mehrfacher Verletzung des Pressekodex eingelegt.

Das CHR fordert alle Menschen guten Willens auf, sich ebenfalls kritisch an den Dt. Presserat zu wenden, wobei dies online per Beschwerdeformular ganz unkompliziert ermöglicht wird.

Doch insgesamt hält sich die Empörung der „veröffentlichten Meinung“ hierzulande in erstaunlich engen Grenzen. Die Republik würde aber tagelang Kopf stehen, wenn sich ein derartig krasser Fall von Juden- bzw. Israelhaß auf konservativer Seite ereignet hätte!

Felizitas Küble, Leiterin des Christoferuswerks in Münster

Ergänzender Artikel mit weiteren Detail-Infos hier: http://www.suedwatch.de/blog/?p=10854


Antisemitismus von links ist nichts Neues: Schon Karl Marx verbreitete Judenhaß

In deutschen Medien wird Judenhaß meist im Zusammenhang mit rechtsextremen Gruppen erwähnt. Dabei wird der Antisemitismus von links ausgeblendet oder von der jeweiligen Zeitung selber vertreten, nicht selten unter dem Deckmantel der Israelfeindlichkeit.

Sachkritik am jüdischen Staat  ist unbenommen, doch nicht selten steckt eine grundsätzliche Ablehnung hinter ständiger Berichterstattung gegen Israel oder einer permanenten Schönfärberei der Palästinenser bzw. der arabischen Seite.

Dies gilt auch für linke Blätter, man denke etwa an die „Süddeutsche Zeitung“ mit ihrer gewohnt einseitigen „Israelkritik“  – oder an die anti-israelischen Entgleisungen des Literaturnobelpreisträgers Günter Grass, bekannt als SPD-orientierter Schriftsteller, in seinem sog. „Gedicht“, in dem er den Judenstaat anprangert. (Näheres in unserer Artikelfolge hier.) IMG_1093

Linke Vorurteile gegen Israel sind allerdings durch keine Ausrutscher, sondern befinden sich durchaus im Trend sozialistischer Tradition von jeher:

Man erinnere sich, daß die Hausbesetzer-Szene der Hamburger Hafenstraße in den 80er Jahren ständig antisemitische Parolen an die Wände schmierte, zB. „Tod dem Zionismus“  –  oder an das weit verbreitete, schwarz-violette Palästinensertuch auf damaligen Parteitagen der Grünen sowie deren Jubel für Terroristenchef Arafat etc.

Bereits der Ahnherr der kommunistischen Ideologie, Karl Marx, verunglimpfte die Juden trotz seiner eigenen jüdischen Herkunft in pauschaler (Un-)Art. In seinem Pamphlet „Zur Judenfrage“ (!) von 1844 setzt er z.B. den kapitalistischen Ungeist mit dem Geist des Judentums identisch: „Die chimärische Nationalität des Juden ist die Nationalität des Kaufmanns, überhaupt des Geldmenschen.“

Der bekannte Judenhaß des sowjetischen Tyrannen Stalin und seine Verfolgung russischer Juden ist historisch allgemein bekannt. Aber auch seine Nachfahren sind hier durchaus „linientreu“:

Im Juni 1999, 10 Jahre nach dem Ende des „Eisernen Vorhangs“, gab es zB. in Nowosibirks (Westsibirien) eine von Kommunisten organisierte Massenkundgebung, auf der es von antijüdischen Parolen nur so wimmelte: „Zur ewigen Hölle mit dem Zionismus!“ – „Jüdischer Faschismus“ etc.

In der fundierten Studie „Sozialisten zur Judenfrage“ von E. Silberner, die auf gründlicher Quellenforschung beruht, wird nachgewiesen, daß sich der Antisemitismus wie ein roter (!) Faden durch die sozialistische Theorie des 19. Jahrhunderts zieht, vor allem hinsichtlich der Werke französischer Utopisten und Frühsozialisten. So sind die Juden z.B. aus der Sicht von Proudhon die Komplizen der Monarchen und die „Verkörperung des kapitalistischen Ausbeutungssystems“.

Hans Habe, der liberal-konservative jüdische Schriftsteller, schreibt hierzu in seinem vierbändigen Werk „Leben für den Journalismus“:

„Der Antisemitismus ist in der Maske des Antizionismus so lebendig wie eh und je. Er führt Linksradikale und Rechtsradikale zusammen im Kampf gegen den winzigen Staat der verfolgten und überlebenden Juden.“ (3. Band, S. 250)

Im 4. Band schreibt der Autor (S.64) Folgendes:

„So manche Intellektuelle machen es sich leicht und weichen in die Vergangenheit aus. Viele verdoppeln ihr Bekenntnis zu den von Hitler ermordeten Juden. Autoren etwa wie Günter Grass und Heinrich Böll; sie stehen gesenkten Hauptes an den Gräbern, weil sie erhobenen Hauptes auf dem Schlachthof nicht stehen wollen; sie verdammen den Antisemitismus von gestern…Doch Israel veranlaßte sie zur Stellungnahme. Ihre Krise ist Ratlosigkeit….Israel hat eine Krise der Intellektuellen heraufbeschworen.“

Gleichzeitig mahnt Hans Habe die Israelis:

„Israel muß sich hüten vor jenen Gedanken einer Kollektivschuld, unter denen doch gerade das jüdische Volk seit mehr als 4000 Jahren leidet. Das Land des Moses ist dann am größten, wenn es gerecht ist.“

Felizitas Küble, Leiterin des Christoferuswerks in Münster


Kritik am Konklave: Die „Süddeutsche Zeitung“ verteilt wieder Seitenhiebe

Von Felizitas Küble

Die linksliberale „Süddeutsche Zeitung“ will auf ihre traditionellen Sticheleien gegen die katholische Kirche auch jetzt ungern verzichten; ihr Redakteur Matthias Dobrinski gab sie am 1. März online unter dem Titel „Geheimnistuerei als Instrument der Macht“  zum Besten. 

Foto: Kopten ohne GrenzenDie vorwurfsvolle Überschrift gibt bereits den Ton an und beweist zugleich das theologische Unverständnis des Autors, denn daß die Wahl eines neuen Papstes nicht unter den Augen und dem Getöse der Weltöffentlichkeit stattfindet, hat nachvollziehbare religiöse Gründe:

Die Kardinäle sollen in Ruhe und Besonnenheit  – und vor allem durch Gebet in aller Stille  –  dem Willen Gottes nahekommen und den Heiligen Geist herabflehen. Das Oberhaupt der katholischen Kirche soll frei von Intrigen, Lobbygruppen und Druck von außen gewählt werden.  Selbst die Vorschläge und Ansichten der „Süddeutschen Zeitung“ spielen im Konklave einfach keine Rolle.

Das mag eine herbe Enttäuschung für SZ-Redakteure und all jene sein, die zwar selten ein Gotteshaus von innen sehen, aber umso lieber von außen in die katholische Kirche hineinregieren würden, um sie flugs nach ihren linksgestrickten Vorstellungen umzugestalten.

Das Münchner Blatt schreibt gleich einleitend: „Die katholische Kirche setzt immer noch bewusst auf geheimnisvolle Riten. Dabei sollte sie lieber mehr Offenheit pflegen.“

Die schlichte Tatsache, daß sich Kardinäle zwecks Papstwahl zu Gebet und Stille zurückziehen, wird von Dobrinski wie folgt kommentiert:

„In wenigen Tagen wird das Mittelalter in die Moderne zurückkehren. Mehr als hundert Männer, 53 bis 80 Jahre alt, ziehen in die Sixtinische Kapelle ein, sie singen „Komm Schöpfer Geist“ – veni creator spiritu.“

Immerhin kommt dem SZ-Redakteur ein psychologischer, wenngleich eher oberflächlicher Aspekt in den Sinn: „Manchem wird die Zeit der Abgeschiedenheit eine willkommene Auszeit vom Stress des Alltags sein.“    –  Zudem räumt er ein: „Das ist eine der Stärken der katholischen Kirche: Ihr stehen Riten zur Verfügung, die das Alltägliche vom nicht Alltäglichen scheiden.“

Daß jedoch die Pressewelt mit ihren Debatten und Zwischenrufen nicht mitmischen kann, gefällt Dobrinski keineswegs:

„Problematisch ist nicht das Konklave, problematisch ist die Geheimnistuerei rund um die Versammlung. Nichts soll im Vorfeld offen diskutiert werden, alles soll vor der bösen und missgünstigen Welt verborgen bleiben. Warum sollten die Kardinalsdebatten vor dem Konklave nicht öffentlich sein, nicht der Untersuchungsbericht zur Vatileaks-Affäre?  Die katholische Kirche könnte die Zeit zwischen den Päpsten zur offenen Debatte über ihre Zukunft nutzen. Denn die Wahl, die die Männer in Purpur in den kommenden Tagen da treffen müssen, wird eine Richtungswahl sein“.

Eben  –  und für eine gute „Richtungswahl“ benötigt die katholische Kirche den Heiligen Geist und nicht den Ratschlag der „Süddeutschen Zeitung“.

 Foto: Koptisch.wordpress.com