Volker Bouffier erhält den Karlspreis der Sudetendeutschen Landsmannschaft

Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) wird am Pfingstsamstag in Augsburg mit dem Europäischen Karlspreis der Sudetendeutschen Landsmannschaft ausgezeichnet. Dies gab der Sprecher der Sudetendeutschen Volksgruppe, Bernd Posselt, bekannt, der Bouffier als „kämpferischen Europäer, Brückenbauer zwischen den Völkern und engagierten Freund der deutschen Heimatvertriebenen“ würdigte. 

Als Sohn einer aus Jugoslawien stammenden Donauschwäbin wisse Bouffier „aus persönlicher Betroffenheit, wie grausam Nationalismus sein kann, weshalb er sich stets dieser Krankheit, die heute wiederzukehren droht, entgegengestellt hat.“

Der hessische Regierungschef (siehe Foto) tue dies u.a. durch eine von ihm begründete Partnerschaft zwischen seinem Land und der zu Serbien gehörenden Autonomen Provinz Vojvodina, in der auch Neu-Pasua, der Geburtsort seiner donauschwäbischen Mutter, liegt.

Hessens Vertriebenenpolitik bezeichnete Posselt als „vorbildlich, weil sie von Volker Bouffier weit über seine Amtspflichten hinaus mit Herzblut und überragendem Engagement betrieben wird.“

Der Europäische Karlspreis der Sudetendeutschen wird alljährlich zu Pfingsten für „besondere Verdienste um eine gerechte Völkerordnung in Mitteleuropa“ vergeben.

Unter den bisherigen Preisträgern waren Persönlichkeiten wie Franz Josef Strauß, der Gründer der tschechischen Bürgerrechtsbewegung „Charta 77“ Petr Uhl, der letzte Vorsitzende der Sudetendeutschen Sozialdemokratie in der Heimat, Wenzel Jaksch, der österreichische Bundeskanzler Wolfgang Schüssel sowie in den letzten Jahren der slowakische Staatspräsident Rudolf Schuster, der AuschwitzÜberlebende Max Mannheimer, der Bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer, der Mitbegründer von Bündnis 90/Grüne, Milan Horáček, und der regierende Fürst Hans Adam II. zu Liechtenstein.

Quelle: http://www.sudeten.de


Die sudetendeutsche Landsmannschaft trauert um Ex-Staatsminister Franz Neubauer (CSU)

Der langjährige bayerische Staatsminister Franz Neubauer (siehe Foto), ehemals Sprecher der Sudetendeutschen Volksgruppe und Bundesvorsitzender der Sudetendeutschen Landsmannschaft, ist am Abend des 2. Dezember im 86. Lebensjahr verstorben.

Der Sprecher der Sudetendeutschen Volksgruppe und Bundesvorsitzende der Sudetendeutschen Landsmannschaft, Bernd Posselt, der wie Neubauer beide Führungsämter in Personalunion ausübt, würdigte seinen Vorgänger als „Sudetendeutschen Fels in der Brandung einer stürmischen Wendezeit.“
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Der heimatbewusste Egerländer Neubauer habe schon als Staatssekretär und Minister unter Strauß energisch die Anliegen der Heimatvertriebenen vertreten, zielstrebig auf die Wiedervereinigung Deutschlands und Europas hingearbeitet und nach dem Fall des Eisernen Vorhanges Brücken zum tschechischen Volk geschlagen.
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Dabei habe er erleben müssen, bei nationalen Betonköpfen auf beiden Seiten anzuecken. Trotz mancher Enttäuschungen sei er unbeirrt seinen Weg weitergegangen, was heute wesentlich zum derzeit sehr erfolgreichen Annäherungsprozess zwischen Tschechen und Sudetendeutschen sowie der Tschechischen Republik und Bayern beitrage.

 


Augsburg: Kulturpreisverleihung der Sudetendeutschen Landsmannschaft

Von Susanne Habel

Im Goldenen Saal des Augsburger Rathauses wurden zu Pfingsten die diesjährigen Kulturpreise der Sudetendeutschen Landsmannschaft (SL) und den Sudetendeutschen Volkstumspreis 2014 verliehen. 14_ST_Kulturpreise_kl

Der Sprecher der Sudetendeutschen Volksgruppe, Bernd Posselt, überreichte den Preis gemeinsam mit der Bayerischen Sozialministern Emilia Müller an die Preisträger aus Kunst, Musik, Wissenschaft, Literatur und Brauchtumspflege.

BILD (v. links n. rechts): Tomáš Spurný, Dr. Ortfried Kotzian, Professor Dr. Hans H. Hiebel, Sprecher Bernd Posselt, Ulrike Kaunzner in Vertretung von Tochter Viktoria, Staatsministerin Emilia Müller, SL-Bundeskulturreferent Dr. Wolf-Dieter Hamperl, Ingeborg Schweigl, Dr. Hatto Zeidler und Teja Fiedler. (Foto: SL)

Den Großen Kulturpreis erhielt Ortfried Kotzian, der ehem. Direktor des Hauses des Deutschen Ostens in München. Der Historiker wurde 1948 in Fellheim im Unterallgäu geboren und stammt aus Hohenberg im Riesengebirge.

Mit dem Sudetendeutschen Kulturpreis für Wissenschaft wurde Professor Hans H. Hiebel ausgezeichnet. Der Germanist und Anglist kam 1941 in Reichenberg zur Welt und lehrte in Graz.

An den Journalisten Teja Fiedler ging der Kulturpreis für Literatur. Der „Stern-“Korrespondent und Schriftsteller wurde 1943 in Dauba in Böhmen geboren und stammt väterlicherseits aus dem Böhmerwald.

Mit dem Kulturpreis für Bildende Kunst und Architektur wurde Hatto Zeidler geehrt. Der Bildhauer mit Egerländer Herkunft wurde 1938 im Kreis Osterburg in der Altmark geboren und lebt in Baden-Württemberg.

Viktoria Kaunzner, eine weltweit erfolgreiche Geigerin und Musikprofessorin, die Großeltern aus dem Egerland hat, erhielt den Kulturpreis für Darstellende und Ausübende Kunst. Sie war jedoch erkrankt und wurde von ihrer Mutter vertreten.

Den Kulturpreis für Musik erhielt der Musikwissenschaftler und Musiker Tomáš Spurný, der 1965 in Beraun in Mittelböhmen zur Welt kam und in Baden-Württemberg lebt.

Mit dem Sudetendeutschen Kulturpreis für Volkstumspflege wurde die Brauchtumsforscherin Ingeborg Schweigl ausgezeichnet, die 1939 in Krummau im Böhmerwald das Licht der Welt erblickte.

SL-Kulturpreise werden seit 1955 verliehen

SL-Bundeskulturreferent Wolf-Dieter Hamperl erinnerte in einer kurzen Ansprache an die Geschichte der Kulturpreise, die seit 1955 vergeben werden.

Er nannte einige Träger des mit 5000 Euro dotierten Großen Sudetendeutschen Kulturpreises von Alfred Kubin über Rudolf Grulich und Widmar Hader bis hin zu Peter Kurzeck im vergangenen und Ortfried Kotzian in diesem Jahr.

Die bayerische Familien- und Sozialministerin Emilia Müller, die erstmals als „Schirmherrschaftsministerin“ der Sudetendeutschen an der Verleihung teilnahm, gratulierte herzlich und sprach ein freundliches Grußwort:

„Ich will ich meinen Beitrag leisten, dass die Schirmherrschaft Bayerns über die Sudetendeutsche Volksgruppe auch im siebten Jahrzehnt ihres Bestehens lebendig ist und in vollem Glanz erstrahlt“, so Müller.

Beitrag der Sudetendeutschen ist „Erfolgsgeheimnis“ Bayerns

Die Sudetendeutschen würden seit vielen Jahrzehnten maßgeblich zu Dialog und Verständigung mit der Tschechischen Republik beitragen. Ihr Beitrag zur Identität Bayerns sei ein „Erfolgsgeheimnis“ des Freistaats.

„Das Motto des 65. Sudetendeutschen Tages ,Geschichte verstehen, Zukunft gestalten‘ trifft den Nagel auf den Kopf. Denn die historische Wahrheit ist eine wichtige Grundlage für die Verständigung der Völker in Europa“, betonte die Ministerin.

Deshalb würde sie auch mit Überzeugung und Energie die Errichtung des Sudetendeutschen Museums in München fördern, einer zentralen Stätte für Kultur, Bildung, Begegnung und Dialog.

Unsere Autorin Susanne Habel ist Journalistin und Redakteurin in München.


München: Europäischer Karlspreis der Sudetendeutschen für Milan Horáček

Menschenrechtler, Antikommunist, Verfechter der Deutschen Einheit

Den Europäischen Karlspreis der Sudetendeutschen erhält dieses Jahr der aus dem Kreis Mährisch Schönberg stammende Milan Horáček (siehe Foto), Menschenrechtler, ehem. Mitglied des Europäischen Parlamentes und des Deutschen Bundestages von Bündnis 90/Die Grünen. 14_ST_Horacek

Die nach Kaiser Karl IV., zugleich deutscher und böhmischer König, benannte Auszeichnung wird am Pfingstsamstag beim Sudetendeutschen Tag in Augsburg durch den Sprecher der Volksgruppe, den Europa-Abgeordneten Bernd Posselt, überreicht und zwar „für Verdienste um eine gerechte Völkerordnung in Mitteleuropa“.

Die feierliche Preisverleihung wird im Rahmen der Eröffnungsveranstaltung des 65. Sudetendeutschen Tages am Pfingstsamstag, den 7. Juni, um 10.30 Uhr in Augsburg in Anwesenheit von Vertretern aus Politik und Gesellschaft stattfinden.

In einer Erklärung würdigte Posselt als oberster politischer Repräsentant der Sudetendeutschen den designierten Karlspreisträger:

„Horáček sprengte von Jugend an alle Kategorien. Als Tscheche mit sudetendeutschen und slowakischen Wurzeln im nordmährischen Groß Ullersdorf geboren, legte er sich schon früh mit der kommunistischen Staatsgewalt an.

In die Bundesrepublik Deutschland geflohen und dort als Aussiedler anerkannt, vergaß er niemals, dass Deutschland und Europa nicht am Eisernen Vorhang endeten. 14_ST_Festabzeichen

Der Jungstar der Frankfurter alternativen Szene war dort einer der wenigen leidenschaftlichen Antikommunisten, der Mitbegründer der Grünen gleichzeitig ein unerschrockener Verfechter der Wiedervereinigung.

Als Menschenrechtler hatte er nicht die geringste Scheu, auch die Vertreibung offen als das anzusprechen, was sie ist, nämlich eine elementare Menschenrechtsverletzung.

Sein Wirken als Bundestagsabgeordneter, Aktivist, Publizist, führender Mitarbeiter der Heinrich- Böll-Stiftung und Europaparlamentarier machte diesen paneuropäischen Grünen zum Hoffnungsträger für viele geschundene Menschen, die in Gefängnissen und Gulags schmorten oder immer noch schmoren, zum engagierten Ansprechpartner für alle Entrechteten.

Überall, wo es im deutsch-tschechischen und sudetendeutsch-tschechischen Dialog Fortschritte gab oder gibt, war Milan Horáček als Vermittler und Tabubrecher, gegen nationalistische Scheuklappen kämpfend, mittendrin.

In dieser Funktion und als erfreulicher Mensch mit viel Humor und Lebensfreude wird er im komplizierten Beziehungsgeflecht der Völker und Volksgruppen im Herzen Europas mehr denn je gebraucht“.

Quelle (Text/Fotos): http://www.sudeten.de


München: Festakt der Sudetendeutschen Landsmannschaft am 8. März 2014

Einladung zur Tagung: „100 Jahre 1914 – 95 Jahre: Vom alten zum neuen Europa“ 
am Samstag, den 8. März, ab 14.30 Uhr.

Anläßlich des Tags des Selbstbestimmungsrechtes sprechen im Sudetendeutschen Haus (Hochstr. 8) in München:

Der CDU-Bundestagsabgeordnete Hartmut Koschyk, MdB (Beauftragter der Bundesregierung für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten)

Der CSU-Europa-Abgeordnete Bernd Posselt, MdEP, Sprecher der Sudetendeutschen Volksgruppe

Weitere Infos über das vorgesehene Programm: www.sudeten.de 
Eine Nachricht über Ihr Kommen erbitten wir an: info@sudeten.de

Kontakt: Hildegard Schuster
Sudetendeutsche Landsmannschaft, Bundesverband e.V.
Tel.: 089 / 48 00 03 54


München: Klassisches Konzert am 10.12. mit Iris Marie Kotzian

Datum: Dienstag, den 10. Dezember 2013, ab 19 Uhr

Ort: Sudetendeutsches Haus in München (Hochstr. 8)

Gesprächskonzert zum 100. Geburtstag von Karl Michael Komma (1913 – 2012)

Es sprechen miteinander:
Dr. Wolfgang Schwarz (Adalbert-Stifter-Verein)
Dr. Andreas Wehrmeyer (Sudetendeutsches Musikinstitut)

Musikalische Umrahmung:

Kolja Lessing (Violine)
Iris Marie Kotzian (Sopran)
Stephanie Knauer (Klavier)

Veranstalter: Sudetendeutsche Akademie der Wissenschaft und Künste, München
Sudetendeutsches Musikinstitut, Regensburg

Eintritt frei!

Über Iris Marie Kotzian, Förderpreisträgerin der Sudetendeutschen Landsmannschaft:

Die in Augsburg geborene Sopranistin Iris Marie Kotzian studierte Gesang bei Prof. Monika Bürgener an der Hochschule für Musik Würzburg und ergänzte ihre Ausbildung durch Meisterkurse bei Prof. Ingeborg Hallstein und Prof. Kleasie Kelly. Derzeit wird sie sängerisch betreut durch Prof. Anneliese Fried.

Bereits während ihres Studiums als Gast an das Mainfrankentheater Würzburg engagiert, wurde Iris Marie Kotzian 2002 Ensemblemitglied am Theater Osnabrück. Mit Rollen wie Sœur Constance, Gretel, Gilda und Despina ga­stierte sie unter anderem am Staatstheater Oldenburg, an der Oper Chemnitz, am Prinzregententheater München, an den Theatern  Hagen, Bremerhaven, Ulm, Rostock und am Téâtre National du Luxembourg.

Ihr Lied- und Konzertrepertoire führte die Sopranistin nach Russland, Rumänien, den Iran (Johannespassion mit dem Teheran Philharmonic Orchestra 2008), in die Schweiz und auf Konzertreise mit den Göttinger Symphonikern 2011. Seit 2008 ist sie Lehrbeauftragte für Gesang an der Universität Augsburg.


Bad Kissingen: Deutsch-tschechische Seminarwoche vom 17. bis 22. November

Die Sudetendeutsche Landsmannschaft und der Heiligenhof  –  die Bildungs- und Begegnungsstätte der Sudetendeutschen  –  laden für die Zeit vom 17. bis 22. November 2013 gemeinsam zur Seminarwoche mit zahlreichen Experten bzw. Referenten nach Bad Kissingen ein.

Die Kosten für die Seminarwoche einschließlich Übernachtung und Vollpension betragen 60 Euro im Doppelzimmer plus Kurtaxe sowie gegebenenfalls Einzelzimmerzuschlag.

Überzeugen Sie sich hier http://www.sudeten.de/cms/?download=13_Seminar_Wechselbeziehungen.pdf von einem ansprechenden Programm, das demnächst noch ergänzt wird.

Mail für Infos und Anmeldung: info@heiligenhof.de oder schuster@sudeten.de

Seminarleitung: Hildegard Schuster, Referentin für Öffentlichkeitsarbeit der Sudetendeutschen Landsmannschaft (Bundesverband).

Um die Archivierung von Seminarunterlagen zu erleichtern, wird empfohlen, einen USB-Stick (2 GB Fassungsvermögen) mitzubringen.

Auskunft und Anmeldung: Der Heiligenhof, Alte Euerdorfer Straße 1 in 97668 Bad Kissingen,
Telefon (09 71) 7 14 70, Fax 71 47 47