CSU-Fraktion würdigt Sudetendeutsche als „Brückenbauer“ zu Tschechien

Sudetendeutsche sind der „vierte Stamm“ in Bayern

„Die Sudetendeutschen verbinden Tschechien mit Bayern – sie sind ein gutes Beispiel für ein starkes Europa, dessen gemeinschaftliche Geschichte nicht trennt, sondern eint!“, unterstreicht Josef Zellmeier (siehe Foto) die Bedeutung des Sudetendeutschen Tages 2019 in Regensburg. Er ist Vorsitzender der Arbeitsgruppe Vertriebene und Aussiedler der CSU-Fraktion im Bayerischen Landtag,

Die Landtags-CSU hat anlässlich des Kongresses der Sudetendeutschen Landsmannschaft vom 7. bis 9. Juni unter dem Motto „Ja zur Heimat im Herzen Europas“ erneut ein Magazin herausgegeben: https://bit.ly/2WObVGE

Der CSU-Politiker verweist darauf, dass die Mittel für Vertriebene im aktuellen Doppelhaushalt des Freistaats 2019/2020 stark erhöht wurden. So stehen allein für die Förderung, Errichtung und Gestaltung des Sudetendeutschen Museums 12,6 Millionen Euro bereit.

Auch können die Verbände und kulturellen Einrichtungen der deutschen Heimatvertriebenen und Flüchtlinge auf zusätzliche 220.000 Euro Fördermittel zurückgreifen.

„Unser Vierter Stamm ist ein unverzichtbarer Teil Bayerns, der uns mit seinen Traditionen und Bräuchen an die alte Heimat erinnert“, sagt Zellmeier.

Enttäuschung über die bayerische FDP

Er zeigt sich deshalb enttäuscht über die FDP. Bei den Haushaltsberatungen hatten sich die Liberalen klar gegen die Vertriebenenarbeit gewandt. Mit zwei Anträgen sollte das Amt der Beauftragten der Bayerischen Staatsregierung für Aussiedler und Vertriebene abgeschafft und die Förderung der sudetendeutschen Volksgruppe stark reduziert werden.

„Mit den Stimmen der CSU und Freien Wähler haben wir diesen abwegigen Forderungen eine klare Absage erteilt! Die in Bayern lebenden Heimatvertriebenen, Aussiedler und ihre Nachkommen haben die Erfolgsgeschichte unseres Landes wesentlich mitgeprägt. Wir als CSU-Landtagsfraktion werden den Heimatvertriebenen ihren Einsatz nicht vergessen“, so Zellmeier abschließend.

 

 


Geschichte und Tragödie der Deutsch-Böhmen

Von Felizitas Küble

Professor Rudolf Jansche aus Wilhelmsfeld hat die Vertreibung von fast 3 Millionen Sudetendeutschen bzw. Deutsch-Böhmen aus der Tschechoslowakei als Kind persönlich miterlebt.

Sein bereits in 3. Auflage erschienenes Buch „Damit kein Gras drüber wächst“ (Verlag Inspiration) hat der bekannte amerikanische Völkerrechtler Prof. Dr. Alfred de Zayas in der „Sudetenpost“ gewürdigt und empfohlen. (Siehe hier auf S. 8: http://www.sudetenpost.eu/Archiv/2018/7.pdf)

Es vermittelt sowohl Geschichte wie Geschichten aus der Heimat der Deutsch-Böhmen. Die tausendjährige Historie dieser Volksgruppe kommt ebenso fundiert zur Geltung wie die Vertreibung und der an ihnen geschehene Massenmord ab 1945 durch tschechische Kommunisten und Nationalisten. (Näheres zum Buch hier: http://www.verlag-inspiration.de/buch-damit-kein-gras-drueber-waechst.html)

Der Zeitzeuge erinnert als Publizist sachlich, aber eindringlich an diese millionenfachen Verbrechen, die in deutschen Medien oft totgeschwiegen werden. Die meisten Opfer von Flucht und Vertreibung waren Frauen und Kinder.

In diesem Kontext bzw. Zusammenhang ist eine Aussage von Miloš Zeman, dem früheren Ministerpräsidenten und heutigen Präsidenten Tschechiens, an Zynismus kaum zu überbieten, sprach er doch davon, den Sudetendeutschen sei die „Gnade der Vertreibung“ widerfahren. Hätten sie „eigentlich“ alle ermordet werden sollen?

Am 30. März 2019 veröffentlichte die FAZ (Frankfurter Allgemeine Zeitung) einen Leserbrief des Buchautors Rudolf Jansche über das Sudetendeutsche Schicksal im 20. Jahrhundert, aus dem wir hier einige Abschnitte wiedergeben:

„In der Geschichte Europas spielt Böhmen eine bedeutende Rolle. Am Aufstieg dieser Region hatten die drei Millionen Sudetendeutschen ihren unbestrittenen Anteil. Es war Ottokar I. (1155 bis 1230), der begann, deutsche Siedler ins Land zu holen…

Nach dem Ende des 1. Weltkriegs gelang es dem findigen Edvard Benes, die Allierten davon zu überzeugen, dass das von Deutschen hochentwickelte Sudetenland für den neuen Staat Tschechoslowakei lebenswichtig und unentbehrlich sei…

Hierbei sei angemerkt, dass die beisspiellosen Rohheiten, Schikanen, ja Unmenschlichkeiten keine Versäumnisse, sondern planvolle Absicht waren… Erinnert sei an den 4. März 1919, an dem tschechisches Militär 54 friedliche Deutsche erschoss, die für das – vom amerikanischen Präsidenten Wilson propagierte – Selbstbestimmungsrecht demonstrierten….

Unvergeßlich sind mir die Bilder aus meiner Kindheit, als im Jahre 1938 die tschechische Polizei meinen Vater mehrfach grundlos nachts aus dem Bett holte. Niemand wußte, wo er war und was mit ihm geschah…

Seit vielen Jahren bemühe ich mich um die Versöhnung zwischen Tschechen und Sudetendeutschen. Ich habe in meiner früheren Heimat viele liebenswerte Menschen und Freunde gefunden…Sie tragen ebensowenig Schuld an diesem tragischen Kapitel unserer Geschichte wie ich.“

 

 


CSU würdigt sudetendeutsche Vertriebene als „vierten Stamm“ in Bayern

Der Freistaat erhöht staatliche Mittel für Vertriebenenarbeit

„Die Erinnerungen an die alte Heimat sind bleibender Teil unserer gemeinsamen deutschen Geschichte und Kultur.“  – Das stellt Staatssekretär Josef Zellmeier als vertriebenen-politischer Sprecher der CSU-Fraktion im Bayerischen Landtag fest.
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In dem Grußwort der Broschüre seiner Fraktion mit dem Titel „Nachbarn im Herzen Europas“, die beim Sudetendeutschen Tag in Augsburg 2018 verteilt wird, kündigt Zellmeier außerdem an, dass „die CSU-Landtagsfraktion gemeinsam mit der Bayerischen Staatsregierung die Arbeit und die Anliegen der Heimatvertriebenen, Aussiedler und Spätaussiedler nach Kräften weiter unterstützen wird.“
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Dies zeige sich auch am Staatshaushalt mit einer deutlichen Steigerung der Mittel für die Vertriebenenarbeit.
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Zellmeier erinnerte an das Schicksal von über 14 Millionen Deutschen, die in Folge des Zweiten Weltkriegs Opfer von Flucht und Vertreibung wurden. In Bayern haben über zwei Millionen Landsleute aus den Vertreibungsgebieten eine zweite Heimat gefunden, darunter als stärkste Gruppe gut eine Million Sudetendeutsche.
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Der CSU-Politiker lobte, dass sich die Vertriebenen trotz ihres Schicksals nicht entmutigen ließen: „Sie haben in Bayern mit angepackt und neu angefangen. Sie haben ihre Lebenserfahrung, ihre Bildung und ihre reichen Kenntnisse in allen Branchen zum Wohle Bayerns und zum Wiederaufbau unseres Landes eingebracht.“
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Vor allem durch ihren Fleiß, ihre Tüchtigkeit und Einsatzbereitschaft hätten sich die Vertriebenen schnell integriert und seien bald zu einem unverzichtbaren Teil Bayerns geworden.
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Zellmeier erklärte abschließend:
„Wir als CSU-Landtagsfraktion werden den Heimatvertriebenen ihren Einsatz nicht vergessen und wir danken unserem ‚vierten Stamm‘ für seinen Beitrag beim Wiederaufbau unseres Landes nach dem Zweiten Weltkrieg!
Auch die Aufnahme von Aussiedlern und Spätaussiedlern bereichert unsere Gesellschaft seit Jahren. Sie gehören zu Bayern einfach dazu.“

 


Sudetendeutsche begrüßen hochrangige tschechische Vertreter in Augsburg

Pavel Bělobrádek verurteilt Vertreibung der Deutschen

Am 68. Sudetendeutschen Tag am Pfingstwochenende (3./4. Juni) in Augsburg nehmen mehrere hochrangige Politiker aus der Tschechischen Republik teil, darunter der stellv. Premierminister und Parteivorsitzende der Christdemokraten, Pavel Bělobrádek.

Der Sprecher der Sudetendeutschen Volksgruppe, Bernd Posselt, begrüßte dies „als mutiges Zeichen der Verständigung. Im Herzen Europas wächst endlich wieder zusammen, was jahrhundertelang zusammengehörte.“

Es gehe den Repräsentanten von Tschechen und Sudetendeutschen um eine Fortsetzung des Verständigungs- und Annäherungsprozesses zwischen beiden Seiten, der „seinen Ausgangspunkt in den von den Sudetendeutschen aktiv mitgestalteten bayerisch-tschechischen Begegnungen der letzten Jahre hatte, darunter die Treffen des Bayerischen Ministerpräsidenten und Schirmherrn der Sudetendeutschen, Horst Seehofer, mit dem früheren und dem jetzigen Premierminister der Tschechischen Republik sowie die gemeinsame Tschechisch-Bayerische Landesausstellung über Kaiser Karl IV. letztes Jahr in Prag und Nürnberg.“

Posselt hob hervor, daß am Pfingstsonntag 2016 in Nürnberg mit dem tschechischen Kulturminister Daniel Herman erstmals ein offizieller Regierungsvertreter aus Prag zu den „heimatvertriebenen deutschen Landsleuten“ gesprochen und in klaren Worten die Vertreibung verurteilt habe.
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Bělobrádek selbst habe schon vor zwei Jahren eine Videobotschaft zum Pfingsttreffen geschickt und im Sudetendeutschen Haus in München Blumen für die Vertreibungsopfer niedergelegt: „Er gehört zu den Eisbrechern in den gegenseitigen Beziehungen, wofür wir ihm sehr dankbar sind. Wir sehen uns unsererseits ermutigt, unseren Reform- und Verständigungskurs konsequent fortzusetzen, damit sich dieser verstetigt.“
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Zum Sudetendeutschen Tag am 3. und 4. Juni auf dem Augsburger Messegelände, der unter dem Motto „Verständigung suchen – Europas Mitte gestalten“ steht, werden Tausende von heimatvertriebenen Sudetendeutschen und Hunderte von tschechischen Gästen erwartet.
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Hauptredner von deutscher Seite sind Ministerpräsident Horst Seehofer, Bundesminister Christian Schmidt, die bayerische Sozialministerin Emilia Müller und der Sprecher der Sudetendeutschen, Bernd Posselt.
Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier erhält den Europäischen Karlspreis der Landsmannschaft.
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Tschechischer Kulturminister besuchte den Sudetendeutschen Tag in Nürnberg

Seehofer: „Bayern ist das Schirmland der Sudetendeutschen“

Ministerpräsident Horst Seehofer hat anläßlich des 67. Sudetendeutschen Tages gefordert, die europäische Idee neu zu begründen: „Ein funktionierendes Europa ist im Interesse aller europäischen Staaten, insbesondere auch Deutschlands und Tschechiens. Das ist die Realität und auch für die Zukunft gültig. Europäische Fragen brauchen europäische Antworten.“   Seehofer_Sudetendeutschland_0ab0a82a12

Zum ersten Mal nahm mit Kulturminister Daniel Herman ein offizieller Vertreter der tschechischen Regierung an dem traditionellen Pfingsttreffen teil. Seehofer: „Das ist eine Sternstunde in den bayerisch-tschechischen Beziehungen und eine Sternstunde für Bayern, das Schirmland der Sudetendeutschen. Bayern und Tschechien sind heute Freunde und Nachbarn im Herzen Europas!“

Der Ministerpräsident stellte die Vorbildfunktion der Sudetendeutschen in Europa heraus: „Versöhnung statt Vergeltung – das war und ist die Botschaft der Sudetendeutschen. Wie kaum eine andere Volksgruppe in Europa stehen die Sudetendeutschen für die Kultur der Verständigung und des Dialogs.“

Der Freistaat Bayern hat seit 1954 die Schirmherrschaft über die Sudetendeutschen übernommen. Seit dem Fall des Eisernen Vorhangs konnte die grenzüberschreitende Kultur- und Versöhnungsarbeit der Sudetendeutschen weiter ausgebaut werden.

Der 67. Sudetendeutsche Tag in Nürnberg stand unter dem Motto „Sudetendeutsche und Tschechen – Dialog verbindet“.

Quelle für Text und Foto: CSU


Zeitzeugen im Zentrum: TV-Dokumentation über die deutschen Heimatvertriebenen

Von Susanne Habel

Zum ersten bundesweiten Gedenktag für Flucht und Vertreibung am 20. Juni 2015 sendete ARD-Alpha die Dokumentation „Zwischen Verlust und Verantwortung. Die Vertriebenen und ihre Heimat“. Hier wurde das Schicksal der deutschen Vertriebenen in den 70 Jahren nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs präsentiert. ST-1969

Der Zuschauer erlebte Filmsequenzen aus alten Wochenschauen und Nachrichtensendungen , die man selten oder nie zu sehen bekommt: Heimattreffen der fünfziger und sechziger Jahre und Videos von Reisen in die Tschechoslowakei während des kurzen politischen Tauwetters 1964 und kurz vor der Wende 1989 ließen die 70 Jahre seit der Vertreibung im Zeitraffer passieren.

BILD: Archivmaterial vom Sudetendeutschen Tag 1969 in Nürnberg

Als Berichterstatter kamen exemplarische Zeitzeugen zu Wort: Als Vertreter der Erlebnisgeneration und als Mitbegründer von Sudetendeutscher Landmannschaft und Sudetendeutscher Jugend erzählt Oskar Böse von der Anfangszeit, als sich die Vertriebenen im Westen in Verbänden sammelten, was die „Aussiedler“ in der späteren „DDR“ nicht durften – denn auch das Schicksal der Sudetendeutschen dort und der heimatverbliebenen Landsleute in der kommunistischen Tschechoslowakei wird angerissen.

Aus der „mittleren und jüngeren Generation“ beschrieb Günter Reichert, Ex-Präsident der Bundeszentrale für Politische Bildung, die schwierige politische Einbindung und die gelungene Integration der Vertriebenen, die keineswegs Assimilation bedeutet habe. Fendl

Wie das sudetendeutsche Kulturerbe gepflegt wird, erläuterte Peter Becher, der langjährige Leiter des Münchener Adalbert-Stifter-Vereins. Die Pflege von Literatur, Kunst, Musik und Traditionen der böhmischen Länder verknüpft der sozialdemokratische Literaturwissenschaftler immer mit einem hohen Anspruch beim Minderheiten- und Menschenrechtsschutz.

BILD: Vorstellung des Architektenmodells für das Sudetendeutsche Museum am gleichen Ort durch Museumsbeauftragte Dr. Elisabeth Fendl im Film

In dieser Richtung äußerte sich auch Katharina Ortlepp, Landesvorsitzende der SdJ-Landesgruppe Bayern, die sich in einem Interview auf dem diesjährigen Sudetendeutschen Tag vehement für die Aufnahme der Flüchtlinge aus aller Welt in Deutschland einsetzte.

Aber nicht nur aus Böhmen, Mähren und Schlesien sind die Millionen deutscher Vertriebener gekommen. Sie stammten aus allen deutschen Ostgebieten, wie zum Beispiel die Donauschwaben, deren gut ausgestattete Heimatstube in Haar bei München im Film vorgestellt wird.

Die sudetendeutschen Heimatsammlungen dagegen drohen an Personal- und Geldnot oft zu scheitern. Und so ist es gut, dass in einem positiven Ausblick die Planung des Sudetendeutschen Museums in München vorgestellt werden konnte. Dort sollen viele heimatliche Kulturschätze einmal unterkommen. Auch in diesem Museum soll die Geschichte dann so packend nahegebracht werden wie in der Dokumentation.

Die Dokumentation stammt von Martin Posselt, dessen väterliche Wurzeln im nordböhmischen Gablonz liegen und der Redakteur des Bayerischen Rundfunks ist  –  und der Film ist im Internet weiter zu sehen.

Im Internet: „Zwischen Verlust und Verantwortung. Die Vertriebenen und ihre Heimat“: www.br.de/mediathek/video/video/die-vertriebenen-und-ihre-heimat-100.html

Unsere Autorin Susanne Habel ist Redakteurin und Journalistin aus München

Fotos: ARD-Alpha

 


München: Ausstellung über deutsch-tschechische Familienalben am 10.12.2014

Ausstellungs-Eröffnung DEUTSCH-TSCHECHISCHES FAMILIENALBUM am Mittwoch, 10. Dezember 2014, 18 Uhr im Sudetendeutschen Haus in München. 14_SL_Roll-up_Bundesverband

Zur Eröffnung sprechen Dr. Zuzana Finger (Heimatpflegerin der Sudetendeutschen)

  • Dr. Ondřej Černý (Direktor Tschechisches Zentrum München
  • Bernd Posselt (Sprecher der Sudetendeutschen Volksgruppe)
  • Dr. Dieter Klein (Autor der Ausstellung)

Dr. Dieter Klein erläutert seine Ausstellung :

„…die Absicht der Ausstellung, …Vorurteile abzubauen, die auch heute noch auf deutscher wie auf tschechischer Seite geradezu inbrünstig gepflegt werden.

Die Idee zu dieser Ausstellung kam beim Durchblättern unseres eigenen, alten Familienalbums. Da waren sudetendeutsche, ungarische und tschechische Vorfahren friedlich nebeneinander eingeordnet; Bildunterschriften fehlen meist, weil schon die Großeltern nicht mehr alle Namen der Abgebildeten gekannt hatte. Ähnliche Funde lassen sich europaweit bei vielen Familien machen, die aus Pietät solche Fotoalben aufgehoben haben. FotoProfSchieser

Sie zeigen nicht nur die optische Ähnlichkeit und die ähnlichen Lebensgewohnheiten in Mitteleuropa; auch das vergleichbare Prestige-Gehabe lässt keine wesentlichen Unterschiede zwischen den verschiedenen Völkern beispielsweise in der Donaumonarchie erkennen.

Im Haus der Deutsch-Tschechischen Verständigung wurde 2012 diese kleine Fotoausstellung in Gablonz vorhandener bzw. aus Gablonz stammender Familienalben eröffnet, die danach im Wiener Haus der Heimat und im Stadtmuseum Komotau in größeren Rahmen gezeigt werden konnte.

Im Raum Gablonz sind heute mehr tschechische als sudetendeutsche Familienalben erhalten, weil 1945 bei der Vertreibung der Sudetendeutschen zeitweise sogar die Mitnahme von Fotos jeglicher Art streng verboten war. Gablonzer Familienbilder finden sich aber bei den Erben aus den „gemischten“ Ehen: sie sind mit Antifaschistentransporten oder auf anderen Wegen zu Verwandten in anderen Städten gelangt und blieben so der Nachwelt erhalten…“

Eine kleine Vorschau dazu hier: http://projekte.isar-media.eu/dt-cz-familienalbum/index.html

Kontakt-Daten:

  • Sudetendeutsche Landsmannschaft e.V.
  • Hochstraße 8 in 81669 München, Tel.: 089 / 48 00 03 54
  • www.sudeten.de

Foto: Prof. Dr. Hans Schieser