Am Sonntag begann das Laubhüttenfest (Sukkot) und der Erntedank der Juden

Fünf Tage nach Yom Kippur wird Sukkot gefeiert, das die Bibel (Lev. 23,34) als das „Fest der Laubhütten“ bezeichnet. 

Sukkot ist eines der drei Feste, die bis zur Zerstörung des Tempels durch die Römer mit großen Wallfahrten nach Jerusalem gefeiert wurden und daher als die Wallfahrtsfeste bekannt sind.

Sukkot erinnert an den Auszug aus Ägypten, außerdem wird für eine reiche Ernte gedankt.

In einigen Kibbuzim wird Sukkot als Chag Ha-Asif (Erntefest) gefeiert. 

BILD: Der siebenarmige Leuchter (Menora) in der Synagoge von Münster
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Hier stehen dann Themen wie das zweite Einbringen des Getreides und die Ernte der Herbstfrüchte, der Beginn des landwirtschaftlichen Jahres und der erste Regen im Mittelpunkt.
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Während der fünf Tage zwischen Yom Kippur und Sukkot errichten Zehntausende von Haushalten und Geschäften Sukko –Laubhütten, in denen man vorübergehend lebt und vor allem die täglichen Mahlzeiten einnimmt. Diese Laubhütten sind jenen Hütten nachgebildet, in denen die Israeliten nach dem Auszug aus Ägypten in der Wüste lebten.
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Auch werden Palmwedel, Zitrusfrüchte (Etrogim), Myrten- und Weidenzweige erworben, die für den Ritus der Festgebete an Sukkot als Schmuck unverzichtbar sind.
Im ganzen Land errichtet man Laubhütten auf Parkplätzen, Hausdächern, Rasenanlagen und öffentlichen Plätzen. Einige Israelis verbringen das Fest und die folgenden sechs Tage in ihrer Laubhütte.
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Nach dem eigentlichen Festtag wird das Laubhüttenfest gemäß der Thora (Lev. 23,36) für weitere sechs Halbfeiertage fortgesetzt. Während dieser Woche – jeder Tag ist halb Alltag und halb Festtag – sind die Schulen geschlossen, zahlreiche Geschäfte und Firmen schließen gänzlich oder sind halbtags geöffnet.
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Viele Israelis verbringen diese Tage an Sukkot oder Pessach an den Erholungsorten im ganzen Land.
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Die Woche nach dem Laubhüttenfest und somit dieser gesamte Festtagszyklus enden mit Shmini Atzeret, der „heiligen Versammlung am achten Tag“ (Lev. 23,36), der mit Simchat Thora, dem Thorafreudenfest, verbunden wird.
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Die Feiern an Shemini Atseret / Simchat Thora konzentrieren sich auf die Thora – die Fünf Bücher Mose. Das Fest ist dafür bekannt, dass öffentlich mit den Thorarollen im Arm getanzt wird.
An Simchat Thora werden Schluss und Anfang der Thora gelesen, damit kommt der Jahreszyklus der Thoralesungen zu einem Abschluss und wird sogleich wieder aufgenommen.
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Nach Sonnenuntergang richten viele Gemeinden meist unter freiem Himmel weitere Festaktivitäten aus, die nicht mehr durch die rituellen Bestimmungen des Feiertages eingeschränkt werden.
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Israel: Terrorwarnung an jüdische Einrichtungen in aller Welt

In dieser Woche hat die israelische Regierung eine ernste Terrorwarnung an israelische und jüdische Einrichtungen auf der ganzen Welt ausgeprochen.

Das Verteidigungsministerium veröffentlichte in einer Erklärung, man habe „konkrete“ Beweise für geplante Angriffe auf israelische und jüdische Ziele in mehreren Ländern.

Es ist wahrscheinlich, dass diese möglichen Angriffe während der hohen jüdischen Feiertage Rosch Haschana, Jom Kippur und Sukkot stattfinden werden.

Für moslemische Terroristen sind diese Tage besonders interessant, da sie dieses Jahr um den 11. September herum stattfinden, jenem Tag, an dem sie stolz des Angriff auf die USA im Jahre 2001 gedenken.

Quelle: http://www.israelheute.com


In diesem Jahr „begegnen“ sich jüdisches Passah und christliches Ostern

Diesjährig fallen das jüdische Passah bzw. Pessachfest und das christliche Auferstehungsfest in die gleiche Zeit. Scharen von Menschen strömten jetzt ins Heilige Land, Christen wie Juden. IMG_0753

Juden aus aller Welt pilgern gemäß dem alttestamentlichen Gebot zu den drei großen Festen (Pessach, Schawuot, Sukkot) nach Jerusalem, auch wenn dort heute kein Tempel mehr steht; sie versammeln sich in Häusern, beten in den Synagogen und kommen an die „Klagemauer“.

Vor dieser Westmauer versammelten sich gestern ca. 120.000 Juden, um den „Birkat-Kohanim“-Segen zu empfangen. Juden, die vom alttestamentlichen Hohenpriester Aaron abstammen, erteilten in Gebetsmänteln eingehüllt diesen traditionellen jüdischen „Priestersegen“.

Christliche Wallfahrer machen sich auf, um auf den Spuren Christi zu wandeln. Besonders am heutigen Karfreitag, den 29. März, wird es in der Jerusalemer Altstadt eng, zu Tausenden schieben sich Pilger durch die engen Gassen, denn viele Christen möchten den Leidensweg des HERRN auf der „Via Dolorosa“ selber kennenlernen.

Foto: Konrad Ruprecht  –  Quelle: http://www.israelheute.com