EAK betont die bleibende Bedeutung von Ehe und Familie und die Notwendigkeit des staatlichen Schutzes

Anläßlich des jüngsten Urteils des Bundesverfassungsgerichtes zur „Sukzessiv-Adoption“ und der aktuellen Debatte um die Gleichstellung homosexueller Lebenspartnerschaften mit der Ehe erklärt der Bundesvorsitzende des Evangelischen Arbeitskreises der CDU/CSU (EAK), der CDU-Bundestagsabgeordnete Thomas Rachel:  P1000834

„Ehe und Familie sind und bleiben Fundament unserer Gesellschaft. Vater und Mutter sind die prägenden Personen beim Heranwachsen und in der Erziehung von Kindern. Die Perspektive lebenslanger Verbindlichkeit in Ehe und Familie bietet Kindern Treue und Geborgenheit sowie unterschiedliche geschlechtliche Bezugspunkte.

Dieser Sachverhalt bleibt auch nach dem Urteil des Bundesverfassungsgerichtes zur „Sukzessivadoption“ bei gleichgeschlechtlichen Lebenspartnerschaften gültig.

Unser Grundgesetz schützt nicht eine bestimmte Lebensweise, sondern schützt Ehe und Familie, weil aus ihnen Kindern hervorgehen können. Sie sichern die Lebens- und Zukunftsfähigkeit unserer Gesellschaft.

Nach Auffassung von uns Christdemokraten ist es deshalb angemessen und richtig, Ehe, Familie und die Förderung der Kinder in den Mittelpunkt zu stellen.

Worum es anderen geht, wird beim Beschluss der „Grünen Jugend“ sichtbar, wenn sie schreiben: „Wir stehen für die Überwindung der Ehe. Ja, wir wollen die Ehe abschaffen.“

Als CDU/CSU wollen wir im Gegenteil diejenigen unterstützen, die ihr Leben in Ehe und Familie gemeinsam führen möchten. Sie haben unsere Unterstützung und die Förderung des Staates verdient.

Als EAK achten und wertschätzen wir darüber hinaus auch andere Formen verantwortlichen und dauerhaften familiären bzw. partnerschaftlichen Zusammenlebens. Wir sprechen uns deshalb auch klar und deutlich gegen jede Form der Diskriminierung von homosexuellen Menschen aus.

Überall dort, wo die höchste Rechtsprechung in unserem Land präzise Vorgaben macht, sind diese vom Gesetzgeber korrekt umzusetzen. Allerdings bleibt es in unserer staatlichen Ordnung Aufgabe des Gesetzgebers über gesellschaftliche und politische Grundsatzfragen in differenzierter und umfassender Weise zu diskutieren und zu entscheiden.“


EKD begrüßt Karlsruher Urteil zum Adoptionsrecht Homosexueller – Evangelikale widersprechen ihm

Das Urteil des Bundesverfassungsgerichts (Karlsruhe) zum Adoptionsrecht homosexueller Lebenspartnerschaften hat in der evangelischen Kirche ein kontroverses Echo ausgelöst.

Das Gericht hatte am 19. Februar entschieden, daß Schwule oder Lesben künftig ein von ihrem Partner bzw. ihrer Partnerin zuvor angenommenes Kind adoptieren dürfen. Das bisherige Verbot dieser sog. Sukzessiv-Adoption sei verfassungswidrig, behaupten die Karlsruher Richter.

Die EKD (Evang. Kirche in Deutschland) befürwortet diese Entscheidung, denn sie gebe „in solchen Fällen den tatsächlichen Lebensverhältnissen eine klarere rechtliche Gestalt“, erklärte der Vizepräsident des EKD-Kirchenamtes in Hannover, Friedrich Hauschildt, gegenüber der evangelischen Nachrichtenagentur IDEA. Es sei nur zu begrüßen, „wenn in einer eingetragenen Lebenspartnerschaft einer der Partner ausdrücklich Verantwortung für das Adoptivkind des anderen Partners übernimmt“.

Gegensatz zwischen Glaube und Gesetzgebung

Kritik an der Stärkung des Adoptionsrechtes für gleichgeschlechtliche Lebenspartnerschaften übt die evangelikale „Konferenz Bekennender Gemeinschaften“. Das Urteil mache deutlich, „dass christlicher Glaube und christliche Lebensführung zunehmend mehr im Kontrast zu staatlicher Gesetzgebung und dem großen Meinungsstrom der Gesellschaft stehen“, erklärte Pastor Ulrich Rüß, der Vorsitzende des theologisch konservativen Zusammenschlusses.

Die Gleichstellung der homosexuellen Lebenspartnerschaft mit der Ehe sei geprägt vom „Geist des Genderismus“. Diese Ideologie stehe „im krassen Widerspruch zum christlichen-biblischen Menschenbild und Schöpferglauben“.  –  Ehe und Eltern seien nach biblischen Verständnis allein heterosexuell zu verstehen.  

Evang. Pastor Rüß: EKD fördert Gender-Ideologie

Mit dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts entfernt sich Deutschland laut Pfr. Rüß abermals von jenem Geist christlicher Tradition, der einst weitgehend die Verfassung geprägt habe: „Diese Entwicklung wird leider durch die evangelische Kirche mit ihrer Forcierung der Gender-Ideologie gefördert.“

Rüß zufolge sei es „kein anzustrebendes Ziel, dass Kinder ohne Vater und Mutter aufwachsen“.  – Es sei unbestritten, dasßein Kind mit seinen Eltern „die bestmögliche Entwicklungschance“ habe.  

Quelle: http://www.idea.de