Münster: Bischof Genn verbietet Segnung einer homosexuellen Partnerschaft

Von Felizitas Küble

Wie wir bereits in unserem CHRISTLICHEN FORUM berichtet haben, wollten der Emmericher Bürgermeister Hinze (SPD) und sein Freund am kommenden Samstag nach ihrer standesamtlichen Verpartnerung mit ihrer „Hochzeitsgesellschaft“ in die Bislicher Kirche gehen und dort von Pfarrer Stefan Sühling innerhalb eines Wortgottesdienstes einen Segen in der katholischen Kirche erhalten, wobei der Geistliche dem Vorhaben zustimmte.

Pfr. Sühling ist ehem. Leiter des bischöflichen Seelsorgsamtes in Münster; er hat als Domkapitular nach wie vor eine hohe Stellung in der Diözesanführung inne.

Laut Medienberichten hat Bischof Dr. Felix Genn (siehe Foto) die geplante Segensfeier jetzt untersagt. Bistumssprecher Kronenburg erklärte hierzu: „Es geht dem Bistum nicht darum, eine gleichgeschlechtliche Partnerschaft herabzuwürdigen.“ 

Es sei aber in der Öffentlichkeit der Eindruck aufgekommen, als werde eine „homosexuelle Hochzeit“ gefeiert. Im bischöflichen Ordinariat habe es kritische Anfragen dazu gegeben. Das Bistum wolle verdeutlichen, daß es „einen Unterschied“ zwischen dem Ehe-Sakrament und einer gleichgeschlechtlichen Partnerschaft gee.

Die katholische Kirche lehnt Segnungen für homosexuelle Beziehungen ab – im Unterschied zum Laiengremium des ZdK (Zentralkomitee der dt. Katholiken), das diese befürwortet.

Der Bischof von Münster ist mit dieser Maßnahme seiner Hirtenpflicht nachgekommen. Die Begründung seines Sprechers wirkt allerdings eher oberflächlich, zumal von vornherein klar war, daß jene geplante Segnung keine sakramentale kirchliche Eheschließung sein sollte. Daß dies auf homosexueller Ebene nicht möglich ist, versteht sich am Rande.

Also nicht in erster Linie wegen einer angeblich möglichen „Verwechslungsgefahr“ ist eine Segensfeier für gleichgeschlechtliche Paare unerlaubt, sondern deshalb, weil praktizierte Homosexualität nicht der göttlichen Schöpfungsordnung entspricht und den Geboten Gottes widerspricht. Dies durch einen kirchlichen Segen zu würdigen, wäre widersinnig. 

 


„Ehe light“ durch kirchliche Segensfeiern?

Von Prof. Dr. Hubert Gindert

Am 18. August 2017 gab der designierte Mainzer Bischof Peter Kohlgraf der Frankfurter Allgemeinen Zeitung ein Interview.

Die Frage der FAZ lautete: „Der Passauer Bischof Stefan Oster hat sich dafür ausgesprochen, viele kirchliche Hochzeiten durch Segensfeiern zu ersetzen. Ihm ist aufgefallen, dass viele Brautpaare nicht ins kirchliche Leben eingebunden sind und gar nicht wissen, was eine sakramentale Trauung bedeute. Wie wollen Sie es im Bistum Mainz handhaben?“ 

FOTO: Prof.Gindert leitet das „Forum Deutscher Katholiken“ und den Kongreß „Freude am Glauben“

Seine Antwort darauf: „Eine Segensfeier finde ich einen guten Ansatz, das kann ich mir vorstellen. Ohne dass man natürlich die Sakramentalität der Ehe aufgeben wird. Aber da gibt es noch etwas zu bedenken. Es ist Fakt, dass die große Mehrheit der Paare zusammenlebt, bevor sie sich für eine Hochzeit entscheiden. Nach der strengen katholischen Lehre ist der sexuelle Verkehr zweier Menschen, die nicht verheiratet sind, Sünde.

Wenn ein Priester Paare künftig nur segnet, diese später aber weiter zusammenleben, dann dürften diese Paare nach der traditionellen katholischen Lehre nachts nur philosophische Gespräche führen. Da merkt man, dass wir als Kirche an unserem Sündenverständnis arbeiten müssen und die traditionelle Moraltheologie nicht der Wirklichkeit entspricht.“

Dieses Interview ist aufschlussreich.

Weil viele Brautpaare nicht mehr wissen, was eine sakramentale Trauung bedeutet, will Bischof Oster (siehe Foto) Segensfeiern einführen. Das mag „pastoral“ gemeint sein. Wenn aber Bischof Oster den Grund in der Unwissenheit sieht, warum viele nur mehr zusammenleben, aber nicht mehr heiraten, wäre es dann nicht richtig, bei der Ursache anzusetzen, nämlich in einer Katechese und in einem Religionsunterricht, die den Wert der sakramentalen Ehe deutlich machen?

Die Hoffnung von Bischof Oster, die „Gesegneten“ würden dann später kirchlich heiraten, ist recht unsicher. Die „Gesegneten“ können auch zur Überzeugung kommen, dass sie jetzt zu einer schönen kirchlichen Feier mit Freunden und Verwandten kommen, gewissermaßen zu einer „Ehe light“.

Eine solche Segensfeier verpflichtet zu nichts. Die Partner können ihr bisheriges Leben inkl. Sex beibehalten. Es ist eine unverbindliche Feier, bei der sich die beiden Partner einer „endgültigen und ganzen gegenseitigen Hingabe“ (vgl. KKK 7391) entziehen können.

Im Übrigen müsste der ehemalige Dogmatik-Professor Oster wissen, dass er Partner segnet, die nach der Lehre der Kirche objektiv in Sünde leben. Er müsste weiter das Wesen einer Sünde kennen. Sie ist nicht nur Unwissenheit, sondern auch Ablehnung Gottes und Widerspruch gegen ihn (vgl. KKK 386) und gegen seine Kirche.

Der zukünftige Mainzer Bischof Kohlgraf fand den Vorschlag von Oster einen „guten Ansatz“. Natürlich will er die „Sakramentalität der Ehe“ nicht aufgeben. Sie wird nur so hoch gehängt, dass man bequem darunter durchgehen kann.

Peter Kohlgraf geht aber einen Schritt weiter als Bischof Oster. Er greift das Sündenverständnis der „strengen katholischen Lehre“ und ihre „traditionelle Moraltheologie“, die „nicht der Wirklichkeit entspricht“ an. Die Kirche müsse an ihrem „Sündenverständnis“ arbeiten, das heißt wohl, es der Wirklichkeit des Mainstreams anzupassen.

Der Apostel Paulus schreibt zu einer solchen bischöflichen Haltung seinem Schüler Timotheus die bekannten Sätze: „Ich beschwöre dich vor Gott und vor Christus Jesus… verkünde das Wort, tritt auf, sei es gelegen oder ungelegen… es wird eine Zeit kommen, da man die gesunde Lehre nicht ertragen kann und sich seine Lehrer nach eigener Willkür zusammenlesen wird…“.

Wenn Bischöfe die Lehre der Kirche nicht mehr kennen oder sich nicht mehr in der Öffentlichkeit damit identifizieren, ist die Herde allein gelassen und eine Erneuerung im Glauben nicht mehr zu erwarten. Das ist mehr als eine Kapitulation vor der „Wirklichkeit“. Es ist die Zerstörung aus dem Inneren.

Wohin sollen sich aber die Gläubigen dann noch wenden? Nach Rom? So hatten wir bisher gemeint. Ob von dort Hilfe zu erwarten ist, das ist nicht sicher.

Papst Franziskus sagt in einer Rede über den synodalen Zustand der Kirche (La condición sinodal de la Iglesia) u.a.:

„Die römischen Dikasterien stehen im Dienst des Papstes und der Bischöfe: Sie haben die Teilkirchen und Bischofskonferenzen zu unterstützen. Sie sind Hilfsinstanzen. Aber in einigen Fällen, wenn sie nicht gut verstanden werden, laufen sie Gefahr, sich in Organe der Zensur zu verwandeln. Es bedrückt, die Denunzierungen („denuncias“) wegen Fehlens von Rechtgläubigkeit zu sehen, die nach Rom kommen. Ich denke, dass es die lokalen Bischofskonferenzen sind, die diese Fälle studieren sollen“. (L’OSSERVATORE ROMANO, spanische Ausgabe, Nr. 30, 28. Juli 2017, S. 9)

Will der Bischof von Rom, „dessen fundamentale Aufgabe es ist, die Einheit der Kirche zu garantieren“ (Papst Franziskus), diese Aufgabe auch wahrnehmen?

Zur ERGÄNZUNG dazu unser Artikel: Kirchliche Verlobung statt „Segensfeier“: https://charismatismus.wordpress.com/2017/03/17/bischof-oster-statt-segensfeier-fuer-verliebte-eine-kirchliche-verlobung-vorschlagen/


Jungfrau Maria oder „Frau aller Völker“?

Von Felizitas Küble

Unter Berufung auf die Amsterdamer Marienerscheinungen der selbsternannten „Frau aller Völker“ wird seit Jahrzehnten folgendes „Gebet“ verbreitet:beten

Herr Jesus Christus, Sohn des Vaters,
sende jetzt deinen Geist über die Erde.
Lass den Heiligen Geist wohnen in den Herzen aller Völker,
damit sie bewahrt bleiben vor Verfall , Unheil und Krieg.
Möge die Frau aller Völker, die einst Maria war,
unsere Fürsprecherin sein. Amen.“

Obwohl jene anstößige Formel „…die einst Maria war….“ schon früh zu kritischen Rückfragen führte, blieb die „Seherin“ Ida Peerdemann hartnäckig dabei mit der Begründung, die „Frau aller Völker“ wünsche diese Anrufung ausdrücklich so und nicht anders.

Jene Erscheinung erklärte zB. am 2.7.1951: „Die „einst Maria war“ bedeutet: Viele Menschen haben Maria als Maria gekannt. Nun aber will ich in diesem neuen Zeitabschnitt, der anbricht, die Frau aller Völker sein.“  – Hier meldet sich eine sehr eigenwillige „Maria“ zu Wort („nun aber will ich…“). Im Evangelium weht uns ein anderer Ton entgegen: „Magd des HERRN“, „Was ER euch sagt, das tut“ usw.

Der Vatikan hat vor einigen Jahren die „Notbremse“ gezogen und diese Anrufung an einer entscheidenden Stelle korrigiert: es muß nunmehr heißen „Möge die selige Jungfrau Maria, um als kirchlich erlaubt zu gelten. Foto: Dr. F. Pelz

Viele Amsterdam-Fans stört das wenig, sie bleiben beharrlich bei der „alten“ Formel oder verwenden eine alt-neue Version, die noch absonderlicher ist  –  z.B. diese: „…Möge die Frau aller Völker, die einst die selige Jungfrau Maria war…“

Man stellt sich ohnehin die Frage, ob es bei der Propagierung der neuen Bezeichnung „Frau aller Völker“ letzten Endes auf listige Weise darum geht, den  grundlegenden Titel JUNGFRAU für Maria zu verdrängen  – aber nicht, indem er direkt geleugnet wird, sondern auf „fromme“ Art, indem er nämlich durch einen wohlklingenden anderen Begriff ersetzt wird, der aber theologisch nichtssagend ist.

Noch schlimmer ist die Verdrängung des Titels „Gottesmutter“, denn damit entschwindet Christus komplett aus dem Blickwinkel. Diese Frage ergibt sich auch angesichts der Tatsache, daß sich diese Erscheinungs-Maria bei dem von ihr gewünschten „Gnadenbild“ frontal vor das Kreuz Christi stellt, so daß man unseren Erlöser nicht mehr sehen kann.

Welche theologische Absicht steckt hinter der Anrufung „Frau aller Völker“? Geht es womöglich um heidnische Anklänge, um eine Art Halbgöttin, eine mythische Symbolfigur, unter deren Fittiche sich Anhänger vieler verschiedener Religionen versammeln können?

Grundsätzlich gilt bei irrgeistigen Phänomenen das Verdrängungs-Prinzip, daß etwas sehr Gutes durch etwas weniger Gutes oder Fragwürdiges auf raffinierte Weise ersetzt wird, so daß es den meisten Leuten nicht einmal auffällt.

Abgesehen davon gibt es zu diesem „Gebet“ an die Frau aller Völker weitere Rückfragen:

1. Was bedeutet: „Sende jetzt Deinen Geist über die Erde“?  –  Warum „jetzt“? War dies nicht bereits zu Pfingsten der Fall?  –  Und was heißt „über die Erde“?  Warum nicht „über die Christgläubigen“?!  –   Oder soll der Himmel den Heiligen Geist unterschiedslos auf alle Erdenbewohner „absenden“?!  –  Sind Taufe und der Glaube an Christus keine Voraussetzung mehr? Ist das Sakrament der Firmung vergessen, das uns die „Sieben Gaben des Hl. Geistes“ verleiht?131223-stern-von-bethlehem_b87bfae72c

2. „Lass den Heiligen Geist wohnen in den Herzen aller Völker“  – Haben die Völker neuerdings ein „Herz“?  Der einzelne Mensch verfügt über ein Herz, aber nicht die Nationen als solche. Zudem kommt erst der Christusglaube, danach die Gaben des Geistes, denn der Hl. Geist vollendet das Heilswerk Christi, er läßt sich davon nicht loslösen.

3. „…damit sie bewahrt bleiben vor Verfall, Unheil und Krieg.“  –  In der Heiligen Schrift heißt es: „Die Sünde ist der Völker Verderben.“ (AT, Spr 14,34) Aber im Amsterdamer Gebet ist von „Verfall“ die Rede, was immer das heißen mag  – von „Unheil“ und von „Krieg“  –  aber nicht mit einem einzigen Wort von Schuld oder Sünde!   

Jeder Liberalist, Atheist, Humanist, Agnostiker oder sonstige Freidenker könnte im Grunde dasselbe unterschreiben, nämlich daß die Völker bewahrt bleiben mögen vor…. –  siehe Amsterdam!  Um sich diese netten Floskeln auf die Fahnen zu schreiben, bedarf es keines christlichen Glaubens, es sind verständliche, aber rein weltliche Wünsche.

Ganz anders steht es mit einem Gebet wie das von Christus gelehrte Vaterunser: „….Geheiligt werde DEIN NAME….DEIN WILLE geschehe!….Vergib uns UNSERE SCHULD…“

Das Vaterunser könnte ein ungläubiger „Humanist“ eben  n i c h t  unterschreiben.

Felizitas Küble, Leiterin des Christoferuswerks und des KOMM-MIT-Verlags in Münster

Nähere Infos über die kirchliche Stellung zu „Amsterdam“ hier von Frau Hildegard Alles im „Theologischen“: http://de.gloria.tv/?media=24933

Marien-Foto: Dr. Bernd F. Pelz


Empfangt die Gnade Gottes nicht vergebens!

Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche: 2 Kor 5,20-21.6,1-2:

Brüder! Wir sind Gesandte an Christi Statt  –  und Gott ist es, der durch uns mahnt. Wir bitten an Christi Statt: Lasst euch mit Gott versöhnen!bibel

ER hat den, der keine Sünde kannte, für uns zur Sünde gemacht, damit wir in IHM die Gerechtigkeit Gottes erhalten.

Als Mitarbeiter Gottes ermahnen wir euch, dass ihr seine Gnade nicht vergebens empfangt.

Denn es heißt: Zur Zeit der Gnade erhöre ich dich, am Tag der Rettung helfe ich dir.

Jetzt ist sie da, die Zeit der Gnade; jetzt ist er da, der Tag der Rettung.

 


Verschiebe die Bekehrung nicht Tag um Tag!

Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche: Jesus Sir 5,1-8:

Verlass dich nicht auf deinen Reichtum, und sag nicht: Ich kann es mir leisten.
Folg nicht deinem Herzen und deinen Augen, um nach der Lust deiner Seele zu leben.
Sag nicht: Wer vermag etwas gegen meine Macht?
Denn der HERR rächt das Schicksal der Verfolgten.

Sag nicht: Ich habe gesündigt, doch was ist mir geschehen? Denn der HERR hat viel Geduld.
Verlass dich nicht auf die Vergebung, füge nicht Sünde an Sünde, indem du sagst:
Seine Barmherzigkeit ist groß, er wird mir viele Sünden verzeihen.
Denn Erbarmen ist bei ihm, aber auch Zorn, auf den Frevlern ruht sein Grimm.

Zögere nicht, dich zu ihm zu bekehren, verschieb es nicht Tag um Tag!
Denn sein Zorn bricht plötzlich aus, zur Zeit der Vergeltung wirst du dahingerafft.

Vertraue nicht auf trügerische Schätze; sie nützen nichts am Tag des Zorns.


CHRISTUS ist gekommen, um die Werke des Teufels zu zerstören

Aus der heutigen liturgischen Lesung der kath. Kirche: 1 Joh  3,7-10:christus

Meine Kinder, laßt euch von niemand in die Irre führen! Wer in Gerechtigkeit handelt, der ist gerecht, wie ER gerecht ist.

Wer sündigt, stammt vom Teufel; denn dieser sündigt von Anfang an. Der Sohn Gottes aber ist erschienen, um die Werke des Teufels zu zerstören.

Daran kann man die Kinder Gottes und die Kinder des Teufels erkennen: Jeder, der sich nicht gerecht verhält und seinen Bruder nicht liebt, ist nicht aus Gott.


Psalm 23 „Der HERR ist mein Hirte“ lautet im Zeitalter der Glotze anders

Der Fernseher berieselt meine Seele,
er führt mich auf riskanter Straße um des Vergnügens willen.

Und ob ich sonst nichts zu tun wüsste, fürchte ich keine Langeweile,
denn er vertreibt sie mir, seine Liebesgeschichten und Gags trösten mich.

Er bereitet vor mir aufregende Bilder im Angesicht meiner Kinder,
er benebelt meinen Kopf mit Sensationen und schenkt sie mir voll ein.
Mörder und Verbrecher verfolgen mich in nächtlichen Träumen,
trotzdem möchte ich bleiben im Banne der Glotze allezeit.

Frei formuliert nach dieser Satire: http://www.beg-cottbus.de/index.php/medien/literatur/gedichte/49-der-fernseher-ist-mein-gott-der-psalm-23-aufs-fernsehen-angewendet

Foto: PdV


Auch unter Gläubigen gibt es Feinde des Kreuzes Christi, deren Gott der Bauch ist

Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche: Phil 3,17-21.4,1:

Ahmt auch ihr mich nach, Brüder, und achtet auf jene, die nach dem Vorbild leben, das ihr an uns habt. Denn viele  –  von denen ich oft zu euch gesprochen habe, doch jetzt unter Tränen spreche  –  leben als Feinde des Kreuzes Christi. Ihr Ende ist das Verderben, ihr Gott der Bauch; ihr Ruhm besteht in ihrer Schande; Irdisches haben sie im Sinn. Jesus am Kreuz - Dom St Peter

Unsere Heimat aber ist im Himmel. Von dorther erwarten wir auch Jesus Christus, den HERRN, als Retter, der unseren armseligen Leib verwandeln wird in die Gestalt seines verherrlichten Leibes, in der Kraft, mit der er sich alles unterwerfen kann.

Darum, meine geliebten Brüder, nach denen ich mich sehne, meine Freude und mein Ehrenkranz, steht fest in der Gemeinschaft mit dem HERRN, liebe Brüder.

 


GOTT stellt klar: Keiner ist für Sünden seiner Vorfahren verantwortlich

Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche: Ezechiel 18,1-10.13b.30-32:

Das Wort des HERRN erging an mich:
Wie kommt ihr dazu, im Land Israel das Sprichwort zu gebrauchen: Die Väter essen saure Trauben, und den Söhnen werden die Zähne stumpf?
So wahr ich lebe – Spruch Gottes, des HERRN -, keiner von euch in Israel soll mehr dieses Sprichwort gebrauchen. 0018

Alle Menschenleben sind mein Eigentum, das Leben des Vaters ebenso wie das Leben des Sohnes, sie gehören mir. Nur wer sündigt, soll sterben.

Ist jemand gerecht, so handelt er nach Recht und Gerechtigkeit. Er hält auf den Bergen keine heidnischen Opfermahlzeiten ab. Er blickt nicht zu den Götzen des Hauses Israel auf. Er schändet nicht die Frau seines Nächsten. Einer Frau tritt er nicht nahe während ihrer Blutung.

Er unterdrückt niemanden. Er gibt dem Schuldner das Pfand zurück. Er begeht keinen Raub. Dem Hungrigen gibt er von seinem Brot, und den Nackten bekleidet er. Er leiht nicht gegen Zins und treibt keinen Wucher. Er hält seine Hand vom Unrecht fern. Zwischen Streitenden fällt er ein gerechtes Urteil.

Er lebt nach meinen Gesetzen, er achtet auf meine Rechtsvorschriften und befolgt sie treu. Er ist gerecht, und deshalb wird er am Leben bleiben – Spruch Gottes, des HERRN.

Angenommen aber, er zeugt einen Sohn, der gewalttätig wird, der Blut vergießt oder eine andere von diesen Sünden begeht, soll der dann am Leben bleiben? Er soll nicht am Leben bleiben. Er hat alle diese Greueltaten verübt, darum muss er sterben. Er ist selbst schuld an seinem Tod.

Darum will ich euch richten, jeden nach seinem Verhalten, ihr vom Haus Israel – Spruch Gottes, des HERRN. Kehrt um, wendet euch ab von all euren Vergehen! Sie sollen für euch nicht länger der Anlass sein, in Sünde zu fallen.

Werft alle Vergehen von euch, die ihr verübt habt! Schafft euch ein neues Herz und einen neuen Geist! Warum wollt ihr sterben, ihr vom Haus Israel? Ich habe doch kein Gefallen am Tod dessen, der sterben muss – Spruch Gottes, des HERRN. Kehrt um, auf daß ihr am Leben bleibt.

Foto: KOMM-MIT-Verlag

 


Medjugorje: Die „Madonna“ plaudert jetzt aus dem Nähkästchen

Von Felizitas Küble

Wie gut, daß es Medjugorje gibt – und die dortige Seherin Mirjana Dragicevic-Soldo. Seit Jahrzehnten hört sie jeweils am 2. Tag eines Monats die Stimme der „Gottesmutter“.

Die dortigen „Erscheinungen“ sind zwar kirchlich nicht anerkannt und werden vom zuständigen Bischof Peric ausdrücklich abgelehnt, dennoch erhält diese bekannte Pfarrgemeinde in Bosnien-Herzegowina nach wie vor großen Zulauf aus aller Welt. 2732900420_68d28f8a20

In der jüngsten Privatoffenbarung vom 2. August 2016 weiß die Madonna zu berichten, was Christus  –  ihr „Kleiner“  –  einst zu ihr sagte, als er noch ein Kindlein war.

Aber lesen wir zunächst die ganze „himmlische“ Botschaft (Linien zur Hervorhebung von uns):

„Liebe Kinder! Ich bin zu euch, unter euch, gekommen, damit ihr mir eure Sorgen gebt, damit ich sie meinem Sohn darbringe, damit ich Fürsprache halte bei Ihm für euer Wohl.

Ich weiß, dass jeder von euch seine Sorgen hat, seine Versuchungen, deshalb rufe ich euch mütterlich auf, kommt an den Tisch meines Sohnes. Er bricht das Brot für euch, Er gibt sich euch selbst, Er gibt euch Hoffnung; von euch sucht Er mehr Glauben, Hoffnung und Frohmut. Er sucht euren inneren Kampf gegen Egoismus, Verurteilungen und menschliche Schwächen. Deshalb sage ich als Mutter: Betet, denn das Gebet gibt euch die Kraft für den inneren Kampf.

Mein Sohn als Kleiner erzählte mir oft, dass mich viele lieben und Mutter nennen werden. Ich, hier unter euch, fühle die Liebe. Ich danke euch. Gemäß dieser Liebe bitte ich meinen Sohn, dass keiner von euch, meinen Kindern, nach Hause zurückkehrt, so wie er gekommen ist; dass ihr so viel Hoffnung, Barmherzigkeit und Liebe mitnehmt, so dass ihr meine Apostel der Liebe sein werdet, die mit ihrem Leben bezeugen, dass der Himmlische Vater die Quelle des Lebens ist und nicht des Todes.

Liebe Kinder, erneut bitte ich euch mütterlich, betet für die Auserwählten meines Sohnes, für ihre gesegneten Hände, für eure Hirten, dass sie meinen Sohn mit so viel Liebe wie möglich verkünden und so die Bekehrungen bewirken. Ich danke euch.“

Hierzu kurz einige Hinweise und Fragen:

  1. Muß die himmlische Mutter wirklich eigens auf die Erde kommen, „damit ihr mir eure Sorgen gebt“, auf daß sie diese ihrem Sohne „darbringen“ kann?  – Genügt hierfür kein vertrauensvolles Gebet bzw. eine Bitte um Fürsprache, wie dies Millionen von Katholiken alltäglich praktizieren? Warum sollte dies in Medjugorje nur auf außergewöhnlichem Wege möglich sein?
  2. Christus suche den „inneren Kampf“ der Seher gegen „Egoismus, Verurteilungen und menschliche Schwächen“, heißt es. – Das Wort Sünde oder Schuld wird hier vermieden. Warum?  –  Und was soll das Wort „Verurteilungen“ in diesem Zusammenhang genau beinhalten? Zwischen dem Urteil über eine Sache und dem Vorurteil gegen eine Person besteht bekanntlich ein erheblicher Unterschied.
  3. Nun wissen wir also nach zweitausend Jahren, was Jesus „als Kleiner“ seiner Mutter ins Ohr geflüstet hat, nämlich „dass mich viele lieben und Mutter nennen werden“. Bei den Sehern „fühlt“ die Erscheinungs-Maria nun „die Liebe“ und bedankt sich brav.  – Freilich beweist das Magnificat, der biblisch bezeugte Lobgesang Mariens, daß sie dies bereits wußte, als sie gesegneten Leibes war und ihre Cousine Elisabeth besuchte. In ihrem Jubellied heißt es: „Siehe, von nun an werden mich seligpreisen alle Geschlechter.“ –  Der Seitenblick auf „Privatoffenbarungen“ erübrigt sich also, wenn man einen Blick in die Bibel wirft….
  4. Um zu wissen, daß Gott-Vater nicht etwa eine „Quelle des Todes“ (sondern selbstverständlich „des Lebens“ ) ist, genügt ebenfalls eine kurze Besinnung auf die Hl. Schrift und die Lehre der Kirche. Solche mark- und beinerschütternden Weisheiten erfordern keine Visionen oder sonstige Phänomene aus einer vermeintlich anderen Welt.