Streit um EKD-Familienpapier spitzt sich zu: Regionalbischöfin veralbert Kritiker

„Klageweiber beiderlei Geschlechts bejammern Verfall der hl. Familie“

Auf scharfe Kritik sind Äußerungen der Münchner Regionalbischöfin Susanne Breit-Keßler zur Verteidigung des umstrittenen Familienpapiers der EKD gestoßen.

Als „zynisch“ bezeichnet der Geschäftsführer der „Gesellschaft für Innere und Äußere Mission“, Pfarrer Albrecht Herzog, deren Aussage, dass „Klageweiber beiderlei Geschlechts“ derzeit „den Verfall der Heiligen Familie“ bejammerten.

Wie Herzog in der Zeitschrift „CA – Confessio Augustana“ schreibt, zeige die ständige Vertreterin des bayerischen Landesbischofs Heinrich Bedford-Strohm mit solchen Äußerungen „Verachtung für die klassische Ehe und Familie“.

Pfarrer Herzog kritisiert die Reaktionen aus der EKD-Führungsriege auf die massive Kritik an dem umstrittenen Papier: „Kein Kurswechsel, keine Abkehr von den bisherigen Grundlagen!“   –  Das könne kein „des Lebens und theologisch-geistlichen Denkens Befähigter“ nachvollziehen. EKD-Ratsvorsitzende Nikolaus Schneider habe dekretiert: „Nein! An diesem Papier wird nichts geändert!“

Das ist aus Sicht von Pastor Herzog ein Beleg für eine „theologische Diskursunfähigkeit und eine an Absolutismus und Verstockung erinnernde Kritikunverträglichkeit“.

Quelle: http://www.idea.de

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