NRW: Rot-grüne Gleichstellungspolitik ist einseitig auf Frauenpolitik fixiert

FDP-Abgeordnete für stärkeres Interesse an Männerbelangen

Ein Jahr ist es her, dass Susanne Schneider, gesundheitspolitische und gleichstellungspolitische Sprecherin der FDP-Landtagfraktion in Nordrhein-Westfalen, den Internationalen Männertag zum Anlass genommen hatte, die Debatte einer Fortentwicklung der Gleichstellungspolitik mit einer stärkeren Berücksichtigung der Belange von Jungen und Männern im Landtag NRW zu führen. 

Bis heute bestehen große Nachteile in der Männergesundheit und den spezifi-schen psychosozialen Problemen von Jungen und Männern. Studien belegen, dass Män-ner Vorsorgeuntersuchungen vernachlässigen und Männer eine deutlich geringe Le-benserwartung haben. Jedoch wurde die Initiative von Rot-Grün abgelehnt.

„Trotz des positiven Echos in der Anhörung und in der öffentlichen Wahrnehmung wurde unser Antrag ‚Ganzheitliche und moderne Gleichstellungspolitik – Gleichstellung von Frauen und Männern auf allen Ebenen vorantreiben‘ von Rot-Grün zurückgewiesen. Die fadenschei-nige Begründung beweist, dass Gleichstellungspolitik in Nordrhein-Westfalen ausschließlich Frauenpolitik ist. Die Landesregierung schafft es schlichtweg nicht, über ihren ideologischen Schatten zu springen“, bedauert Susanne Schneider.

Die Freien Demokraten verstehen Gleichstellungspolitik nicht als Verteilungskampf: „Wir wollen Mädchen und Jungen sowie Frauen und Männer nicht gegeneinander ausspielen. Denn Gleichstellung muss ganzheitlich gedacht werden – in allen Lebensbereichen.“

Daher bedarf es auch einer vorurteilsfreien Betrachtung von spezifischen Männerproblemen. Allein die Tatsache, dass gerade einmal jeder fünfte Mann zu einer Vorsorgeuntersuchung geht, aber jede zweite Frau, zeigt, dass es aufgrund der geschlechtsspezifischen Unterschiede auch unterschiedlicher politischer Herangehensweisen für beide Geschlechter bedarf.

„Rot-Grün degradiert männerpolitische Anliegen dennoch zu einem bloßen Appendix von Frauenförde-rung und verrät damit die eigentliche Idee von Gleichstellung: die Reduzierung von Un-gleichheiten aufgrund unterschiedlicher Lebenssituationen und einengenden Rollenzuschrei-bungen von Frauen und Männern“, sagt Schneider.

Die FDP-Abgeordnete erklärt weiter: „Wir werden auch künftig unermüdlich gegen die unzeitgemäße und einseitige Gleichstellungspolitik in NRW ankämpfen. Das gilt zum Beispiel auch für die im kommenden Jahr geplante Neuregelung des Landesgleichstellungsgesetzes.“

Quelle: http://www.schneider-susanne.de/wcsite.php?wc_b=19683
Foto: http://www.schneider-susanne.de/Person/19674b5501/index.html


Das einst „starke Geschlecht“ gerät immer stärker ins Hintertreffen

Von Birgit Kelle

In der neuen Radioshow von Birgit Kelle  –  präsentiert vom Verein Frau 2000plus  – widmen wir uns diese Woche dem Thema Männer.

Einstmals galten sie als das „starke“ Geschlecht, angesichts der Statistiken kommt dies Bild ins Wanken, denn vor lauter Frauenförderung haben wir die Jungs und Männer zumindest aus staatlicher Sicht schon lange aus den Augen verloren.

Das männliche Geschlecht steht an der Spitze der Listen von Schulversagern, Schulabbrechern, Sitzenbleibern, Suiziden, Obdachlosen und Straftätern.

Wären das alles weibliche Probleme, wir hätten schon wieder einen Aufschrei im Land. Bei Männern interessiert es aber kaum jemanden. Uns bei Frau 2000plus schon, denn Männer sind nicht unsere Feinde, sondern unsere Ehemänner, Brüder, Väter und Söhne.

Auch eine Landtagsabgeordnete der FDP in Nordrhein-Westfalen engagiert sich in dem Thema: Susanne Schneider. Sie fordert endlich auch staatliche Männerpolitik und nicht nur Frauenpolitik aus Steuergeldern. Damit macht sie sich sicher nicht nur Freunde im Emanzipationsministerium (ja, das heißt wirklich so!) von NRW.

Wir haben sie im Interview: Heute abend 22 Uhr in der Sendung bei King.FM. Für alle, die heute keine Zeit haben: Wiederholungen gibt es immer samstags um 12, sonntags um 16 und donnerstags um 20 Uhr.