Die Amazonas-Synode spiegelt den Konflikt zwischen Glaube und Zeitgeist

Mathias von Gersdorff

Die seit dem 6. Oktober tagende „Amazonas-Synode“ im Vatikan sorgt für nicht geringe Irritationen und Perplexitäten unter den Katholiken.

Grund dafür war zuerst der Duktus des Arbeitsdokumentes (Instrumentum laboris), das sich fast wie ein Pamphlet der Grünen liest und deutliche Sympathien für die (heidnischen) Lebensgewohnheiten der indigenen Völker in der Amazonasregion zeigt.

Weiterer Unmut entstand nach der Bekanntgabe der Teilnehmer an der Synode. Es finden sich die Namen der radikalsten Vertreter der Befreiungs-, der ökologischen und der indigenen Theologie.

Diese theologischen Richtungen plädieren für einen völlig neuen Weg der katholischen Kirche und einen drastischen Abschied von der katholischen Tradition und dem Lehramt. Und nun kommen immer wieder Berichte über heidnische Praktiken rund um die tagende Synode und von heterodoxen Stellungnahmen in der Synodenaula.

Wie konnte es zu dieser Situation kommen? Was ist los in Teilen der katholischen Kirche?

Als Ausgangspunkt: Hans Küng

Der Theologe Hans Küng beschreibt in seinem 2015 erschienenen Buch „Sieben Päpste“ das, was er als Grundübel der katholischen Kirche ansieht: Die Bildung eines effizienten und schlagfertigen Apparates im Vatikan unter dem Pontifikat von Innozenz III. (Papst von 1198 bis 1216), also der Vatikanischen Kurie.

Alle Progressisten sind mehr oder weniger der Auffassung, dass damals die katholische Kirche mehr oder weniger (es gibt nämlich erhebliche Schattierungen) zu einem Apparat geworden ist, der den Geist erstickt.

In der Kirche stehe angeblich seitdem nicht mehr der direkte und uneingeschränkte Glaube im Mittelpunkt, sondern das Kirchenrecht, die lehramtlichen Dokumente, der Machtanspruch des Papstes, die Kirchenverwaltung.

Diese Karikatur kann nur bei Personen entstehen, die die Kirche nicht als eine übernatürliche Institution, deren Leben von der göttlichen Gnade geleitet wird, ansehen. Dann kann man leicht zur Auffassung gelangen, das real existierende Leben der Kirche hätte genauso gut einen völlig anderen Weg nehmen können, als ob Gott nicht letztlich die Geschichte leiten würde.

Der heutige Progressismus will im Grunde die Kirchengeschichte korrigieren. Dies geschieht auf zwei Wegen, dem europäischen und dem südamerikanischen Weg.

Die europäische (progressistische) Vision von Kardinal Marx & Co.:

Was der europäische Reformkatholizismus will, ist bekannt: Die Anpassung der Kirche an den Zeitgeist. Dem Zeitgeist messen die Progressisten Autorität zu. Er besitzt sogar Deutungshoheit darüber, wie das Leben und der Glaube in der Kirche sein sollen.

Aus diesem Grund werden die Thesen des Zeitgeistes bereitwillig übernommen: Die Kirche hat demokratisch zu sein, die Sexualmoral soll sich an den Ansichten der Welt anpassen, der Feminismus hat die Strukturen der Kirche zu bestimmen etc.

Heute soll der Ökologismus die prägende Idee in der Kirche sein.

Die Tradition, die Kirchengeschichte, das Lehramt, die Dogmen, die Volksfrömmigkeit werden als unnötigen Ballast angesehen, der den Glauben erstickt. Vielmehr soll sich die Kirche ständig neu erfinden: Liturgisch, glaubensmäßig, moraltheologisch.

Die lateinamerikanische (befreiungstheologische) Vision von Kardinal Humes & Co.:

In Südamerika hat der Progressismus einen anderen Weg genommen, weil er stark vom Marxismus beeinflusst wurde. Die sog. „Befreiungstheologie“ ist die Übernahme der Methode des Klassenkampfes in die katholische Kirche. Die Befreiungstheologie verteidigte die Notwendigkeit eines Klassenkampfes der Armen gegen die Reichen, genauso wie der klassische Marxismus.

Weil der katholische Glaube keine „Klassen“ kennt, wurde die Befreiungstheologie vom Vatikan verurteilt (u.a. durch die Instruktion der Glaubenskongregation Libertatis nuntius im Jahr 1984).

Sie lebte aber in den Köpfen vieler Theologen fort und durchlief eine erstaunliche Metamorphose. Auf der Basis der Befreiungstheologie entstanden eine „Feministische Theologie“, eine „Ökologische Theologie“, eine „Indigene Theologie“ etc.

Allen liegt die Grundthese zugrunde, dass eine herrschende Schicht die große Mehrheit der Menschen unterdrückt.

Die „Indigene Theologie“ ist aus kulturrevolutionärer Perspektive die radikalste: Sie besagt, dass die ganze Kolonisierung und Evangelisierung Lateinamerikas ein einziger Akt der Unterdrückung war. Wohlgemerkt: Auch die Evangelisierung. Denn diese habe legitime religiöse Gewohnheiten zerstört. Ebenso habe man den Eingeborenen eine europäische Weltanschauung aufgedrückt.

Auf diese Weise leben die Urvölker seit 500 Jahren kulturell und religiös unterdrückt.

Eine europäische Version dieser These würde behaupten (und der NS-Ideologe Rosenberg tat dies auch), den Germanen hätte man ihre Naturverbundenheit samt ihrem Kult zur „Mutter Erde“ und zu den anderen Gottheiten unzulässig weggenommen.

Was verbindet den europäischen und den lateinamerikanischen Progressismus?

Obwohl sich rein äußerlich europäischer und lateinamerikanischer Progressismus sehr unterscheiden, sind sie theologisch eng verwandt: Beide lehnen Tradition und Lehramt ab. Beide sind der Auffassung, der Glaube müsse sich völlig ungebunden entfalten und brauche keine Kurie, kein Kirchenrecht, keine Dikasterien, keine Hierarchie.

Was denkt die „Mitte“?

Die oben beschriebenen Strömungen sind radikal, bilden aber keine Mehrheit. Die meisten Bischöfe versuchen, in einer Äquidistanz (gleicher Abstand) zu Tradition und zur Anpassung an die Welt zu leben.

Doch wegen der allgemeinen Krise der Kirche (Missbrauchsfälle, Krise der Berufungen, schwindende Zahl von Gläubigen etc.) wirkt diese Mehrheit im Auftreten sehr schwach und blass. Deshalb ist heute der Einfluss der Progressisten, auch der Radikal-Progressisten, sehr stark. Sie treten mit großer Autorität auf und kaum einer wagt es, ihnen zu widersprechen.

Was ist neu an der heutigen Situation? Die Umgürtelung ist gesprengt.

Nun könnte man sagen, dass diese Bildung von Strömungen oder Parteiungen seit dem Zweiten Vatikanischen Konzil sehr ausgeprägt ist: Die einen wollen alles umkrempeln. Die anderen wollen, dass sich nichts ändert. (Eine dritte Gruppe wünscht, dass man zu Zeiten von Pius XII. zurückkehrt. Sie sind aber in der Synode gar nicht vertreten).

Heute ist aber neu, dass die unterschiedlichen Sektoren in der Kirche wie isolierte Inseln leben. Die Umgürtelung, die es noch unter Figuren wie Kardinal Lehmann gab, existiert es nicht mehr. Jeder Gruppe lebt sozusagen für sich allein.

Das führt dazu, dass die radikalen Wortführer, die von Lehramt und Tradition nichts halten, immer offener agieren und sich noch mehr radikalisieren.

Der Konsens darüber, was katholisch ist und was nicht, zerbricht zunehmend. Nichts ist mehr verbindlich, so scheint es. Die zentrifugalen Kräfte wachsen. Inzwischen wird offen über mögliche Schismen gesprochen, was noch vor wenigen Jahren undenkbar gewesen wäre.

Die Perspektiven:

Allein die Tatsache, dass manche Oberhirten laut über das Frauenpriestertum nachdenken, wie etwa Bischof Peter Kohlgraf von Mainz, zeigt, dass die Lage äußerst kritisch ist.

Aus dem lateinamerikanischen Progressismus hört man Forderungen wie etwa eine Entschuldigung der Kirche wegen der Evangelisierung der Indianer. Sie seien von Gott direkt „getauft“ worden und hätten in einem paradiesischen Zustand gelebt. Der Westen hätte all das zerstört und Jesus Christus wäre demnach kein notwendiger Retter mehr.

Hier geht es nicht „nur“ um Häresien, sondern um offene Apostasie, also komplette Abkehr vom Christentum.

Was ist das Ergebnis: Die Amazonas-Synode ist ein „Va-Banque-Spiel“.

Was kann daraus folgen? Der Progressismus scheint aus der Amazonas-Synode ein Va-Banque-Spiel gemacht zu haben. Also „Alles oder nichts“. Vieles deutet darauf hin, dass sie endgültig Fakten schaffen wollen, koste es, was es wolle.

Das gilt für Lateinamerikaner wie auch für Europäer.

Was sollten die lehramtstreuen Katholiken tun?

Mit hoher Geschwindigkeit bewegt sich die Kirche in die Anarchie.

Erstens: In einer solchen Situation muss der Einzelne zusehen, dass er seinen Glauben sturmfest macht: Durch das Gebet, durch die Sakramente, durch die Vertiefung der katholischen Wahrheiten.

Durch das andächtige Beten des Glaubensbekenntnisses!

Zweitens: Er muss sich auch entschlossen und kraftvoll zur katholischen Kirche bekennen und fest halten an seinem Glauben von der Unzerstörbarkeit der Kirche, die Christus ihr verheißen hat (vgl. Mt 16,18 ff).

Unser Autor Mathias von Gersdorff aus Frankfurt leitet die Aktion „Kinder in Gefahr“ und betreibt u.a. die Webseite https://www.aktion-kig.eu/kultur-und-medien-online/


Kerala (Indien): Erscheint „Maria“ in Edavanakkad mit Tiara und Jasminduft?

Von Felizitas Küble

Kerala ist ein Bundesstaat im südlichen Indien mit einem für dortige Verhältnisse überdurchschnittlich hohen Anteil von Christen. Zugleich ist bekannt, daß viele charismatische „Heilungspatres“, die seit Jahren durch Deutschland touren, aus Kerala stammen.

In dieser Region sorgten protestantische Pfingstprediger bereits in den 70er und 80er Jahren dafür, daß sich schwarmgeistige Strömungen auch in der katholischen Kirche Südindiens breitmachen.

Nun sorgt eine Pfarrgemeinde aus der Kleinstadt Edavanakkad in der Erzdiözese Verapoly für erhebliches Aufsehen, denn dort soll es vor einigen Wochen zu Erscheinungen von Jesus und Maria in der Kirche St. Ambrosius gekommen sein.

Unter den Schülern, die zur Schar der ersten „Seher“ gehören, befand sich allerdings nur ein einziges katholisches Mädchen; die meisten „betroffenen“ Kinder und Jugendlichen sind hinduistischen Glaubens.

Geistausgießung und Himmelsverheißung für Ungetaufte?

Das hinderte die vermeintliche „Madonna“ aber nicht daran, diesen Schülern anzukündigen, daß sie ihnen den Heiligen Geistes senden und sie in den Himmel führen werde.

Dergleichen paßt zwar bestens zu den bereits vorhandenen charismatischen Tendenzen in Kerala, nicht jedoch zur biblischen und katholischen Lehre, wonach der dreieinige Gott durch die TAUFE in die menschliche Seele einzieht und seine Gnadenschätze wirksam werden läßt.

Eine allgemeine Geistausgießung über Ungetauften bzw. Anhängern fremder Religionen ist daher theologischer Unsinn. Der Hinduismus ist zudem nicht einmal monotheistisch (= Ein-Gott-Glaube) orientiert, sondern beinhaltet einen fantasievollen Vielgötterkult.

Ähnliches gilt für die pauschale Verheißung der Erscheinung an die Visionäre, in den Himmel zu gelangen. Die Taufe ist auch in dieser Sicht regulär und objektiv das „Tor zum Leben“.

Soll die Bedeutung dieses Grundsakramentes und des spezifisch christlichen Glaubens geschmälert werden? Wird hier auf listige Weise einem gefährlichen Synkretismus (Religionsvermischung) Vorschub geleistet? Soll der Wahrheitsanspruch des Christentums unterschwellig und mittels „frommer“ Vorzeichen unterschlagen werden?

Theologisch unsinnige Vermischung von Attributen

Sodann heißt es in englischsprachigen kath. Agenturberichten (z.B. CNA, ETWN) weiter, die Marienerscheinung habe neben einem blauen Schal auch eine Tiara (dreifache Krone) auf ihrem Haupt getragen und somit eines der bekannten Symbole des Petrusamtes. (Die frühere Krönung der Päpste bis zu Paul VI. fand mit einer Tiara statt.)

Die Gottesmutter ist zweifellos die Königin der Apostel. Dennoch paßt eine Tiara als ein lange Zeit hindurch geläufiges (wenngleich nicht ursprüngliches) Amtszeichen des Papsttums nicht zu ihr, da sie keine Nachfolgerin des Apostels Petrus bzw. keine „Päpstin“ ist.

Zwischen persönlicher Heiligkeit auf der einen Seite und einer „amtlichen“ Aufgabe bzw. Sendung auf der anderen Seite sollte stets unterschieden werden.

Wie so häufig bei irrgeistigen Geschehnissen, ist auch diese Erscheinung von sinnlich-erfahrbaren Phänomenen begleitet, in diesem Fall dem Duft von Jasminblüten. Als ob der Himmel dergleichen zu seiner „Beglaubigung“ nötig hätte!

Natürlich nehmen die zuständigen kirchlichen Stellen  – wie in solchen Fällen üblich  – zunächst eine „abwartende“ Haltung ein.

Die erste „Seherin“ war ein Hindu-Mädchen

Die Erscheinungen sollen am 28. September begonnen haben, als eine Hindu-Schülerin in die kath. Kirche ging, um für ihr Ohrproblem zu beten und Weihwasser zu nehmen. Später erzählte sie, daß ihr dies sofort geholfen habe. Daraufhin sei das Mädchen mit weiteren Schulkameraden (darunter ein einziges katholisches Kind) in das Gotteshaus gegangen, um zu danken und zu beten, worauf sie eine Vision vom gegeißelten Christus erlebt haben wollen.

Als eine Lehrerin dazukam, schilderten die „Seher/innen“ ihr eine Erscheinung der seligen Jungfrau, die „unter dem Altar“ gestanden habe und für den Duft von Jasminblüten sorgte.

Hier erhebt sich die Frage, warum die angebliche „Madonna“ sich denn unter dem Altar (vermutlich ein Hochaltar) präsentiert. Erst trägt sie eine Tiara als Zeichen des Papsttums, nun erhält der Altar als Sinnbild des Priestertums eine zentrale Bedeutung in diesen theologisch geradezu abenteuerlichen Visionen.

Die Gottesmutter ist die größte aller Heiligen, aber weder eine geweihte bzw. amtliche Priesterin noch Päpstin. (Natürlich nimmt sie innerhalb des Laienpriestertums eine bevorzugte Stellung ein – aber das steht auf einem anderen Blatt.)

Wie der Schüler Aquenas Jomon berichtet, habe Maria ihm gesagt, dass seine Mutter geheilt werde und dass die Schulden seiner Familie verschwinden. Zudem erklärte er: „Als ich sie das erste Mal sah, musste ich weinen.“  –  Und warum weinte der Junge denn?  – Ist es zudem die Aufgabe einer Marienerscheinung, irdische Wohltaten („Schulden verschwinden“) auszuteilen? Sollte es dabei nicht gut biblisch „zuerst um das Reich Gottes und seine Gerechtigkeit“ gehen???

Eine anhängliche Maria fleht die Schulkinder an?

Die anwesenden Erwachsenen konnten von der Erscheinung ohnehin nichts sehen. Als ein Lehrer die Kinder aus der Kirche führte, soll ihnen „Maria“ laut Angaben der Mädchen gefolgt sein und sie „angefleht“ haben, nicht zu gehen. 

Als ob sich die wahre Gottesmutter derart aufdringlich bis lächerlich präsentieren würde!

Am 3. Oktober versammelte sich bereits eine große Menschenmenge in der Kirche. Der Pilgerstrom wuchs täglich an, auch Hindus kamen in großer Schar.

CNA berichtet dazu folgendes:Ein Priester forderte die Kinder auf, den genauen Punkt anzugeben. Die Gemeinde sah ein helles Licht und der Priester sagte, dass er fühlte, wie jemand seinen Kopf tätschelte.“

Zu solchen „Kindereien“ erübrigt sich jeder weitere Kommentar.

Quellen u.a.: http://indianexpress.com/article/india/hundreds-flock-to-kerala-church-after-children-report-seeing-mother-mary-4895237/lite/
https://www.catholicnewsagency.com/news/in-india-schoolkids-say-virgin-mary-appeared-amid-scent-of-jasmine-73012


Amsterdamer „Madonna“: Will sie eine Einheit der Menschheit ohne Christus?

Von Felizitas Küble

Die „Marienerscheinungen“ von Amsterdam (die 1945 begonnen hatten) ziehen weltweit immer mehr Kreise. Zahlreiche Bischöfe und oft über hundert Priester nehmen an dem jährlichen „Gebetstag der Frau aller Völker“ teil, der früher in Amsterdam stattfand, danach passenderweise in Heroldsbach, später in Köln oder Düsseldorf, wo er auch in diesem Jahr demnächst veranstaltet wird.

Dutzende von kirchlichen Würdenträgern senden ein wohlwollendes bis begeistertes Grußwort zu diesem „marianischen“ Kongreß, darunter aus Deutschland seinerzeit z.B. Bischof Walter Mixa, als er noch Oberhirte von Eichstätt war. Besonders eng verbunden mit den Amsterdamer Vorgängen fühlte sich Kardinal Joachim Meisner, der von 2012 bis 2016 mehrfach die Festpredigt bei den „Gebetstagen“ hielt.

Wir haben uns im CHRISTLICHEN FORUM kürzlich kritisch über das sog. „Gnadenbild“ geäußert, das eine strahlende Frau direkt vor dem Kreuz zeigt (dabei Christus komplett verdeckend), die ihre Füße selbstherrlich auf eine Erdkugel stellt und aus deren Händen (mit Wundmale!) Lichtstrahlen hervorgehen.

Die vermeintliche Gottesmutter und MAGD des HERRN präsentiert sich hier gleichsam wie eine Erdgöttin oder universale Weltenherrscherin. (Näheres dazu HIER)

Die Verdrängung unseres göttlichen Erlösers durch ein Erscheinungsphänomen geht aber nicht „nur“ bildlich vonstatten, sondern auch in Wort und Tat, denn die Frau-aller-Völker-Gebetstage legen größten Wert auf eine vielbeschworene „Einheit“ der Menschheit, wobei sich Christus letzten Endes als entbehrlich erweist, die Taufe ebenso.

Es scheint im Sinne synkretistischer (religionsvermischender) Tendenzen völlig zu genügen, wenn sich die Anhänger verschiedener Religionen (man müht sich besonders um Muslime) zur „Frau aller Völker“ bekennen; eine eigentliche Bekehrung zum Christentum ist dann offenbar nicht mehr vonnöten.

Diese Denkweise ist nicht etwa einer bloß politischen Toleranz geschuldet oder dem Versuch, die massenhaft eindringenden Muslime der letzten Jahre durch besondere Freundlichkeiten dem christlichen Glauben näherzuführen.

Bereits vor 12 Jahren dokumentierte die Erinnerungs-Publikation über den Gebetstag von 2005 (siehe Foto), daß es hier grundsätzlich darum geht, Nichtchristen aus aller Herren Länder zur „Frau aller Völker“ zu führen, wobei Maria nicht mehr – wie sonst üblich –  einen hilfreichen Weg zu Christus darstellt, sondern selber das Ziel darstellt  – und Christus hierbei völlig nebensächlich ist bzw. als interreligiöser Störenfried bisweilen komplett ausgeblendet wird.

Der Hauptredner, Pater Paul Maria Sigl, spricht in seiner Grundsatzrede über alles Mögliche, über Maria, die Erscheinungen von Amsterdam und anderswo, über Papst Johannes Paul II. und Mutter Teresa, über Liebe, Frieden, Freude, vor allem über die „Einheit“ –  nicht etwa „nur“ unter den Christen, sondern zwischen den verschiedenen Religions-Anhängern, über die „geeinte“ Menschheitsfamilie etc.

Wie passend ist es da, daß sich die Erscheinungs-Maria in Amsterdam als „Frau aller Völker“ bezeichnet  –  und nicht etwa als Gottesmutter oder Mutter des HERRN etc., denn dann würde ja das Hindernis CHRISTUS (das Zeichen, dem widersprochen wird!) wenigstens indirekt zur Sprache kommen.

Die Rede des Geistlichen aus Rom ist auf sechs vollen Din-A-4-Heftseiten dokumentiert  –  und nun kommt der Clou, freilich ein trauriger: In der ausführlichen Ansprache  des hochrangigen Pater Sigl (der die ordensähnliche „Familie Mariens“ leitet) kommt das Wort JESUS oder CHRISTUS nicht ein ein einziges Mal vor.

Stattdessen ist in dem Heft mehrfach von einer „wunderbaren Heilung von Muslimen“ die Rede, einer überraschenden Genesung von Krankheiten nach Gebeten zur „Frau aller Völker“, wobei die Betreffenden freilich ihrem Islam weiter die Treue halten  –  das wird anscheinend als selbstverständlich angesehen und jedenfalls mit keiner Silbe bedauert.

Es ist bekannt, daß Maria im Koran eine gewisse positive Würdigung erfährt, freilich nur als Mutter des „Propheten“ Jesus, wobei die Gottheit Christi ausdrücklich bestritten wird.

Wenn gegenüber Muslimen auf die Madonna hingewiesen wird, um einen „Anknüpfungspunkt“ zu haben, dann ist das gewiß in Ordnung  –  aber nur, wenn man dabei nicht stehen bleibt, sondern den Weg zu ihrem göttlichen Sohn aufzeigen will.

Wo dies bewußt unterlassen wird, beginnt im Grunde ein antichristlicher Weg, der nicht etwa dadurch besser wird, indem man ihn mit der Verehrung einer „Frau aller Völker“ bepflastert. Vielmehr ist dies zusätzlich noch eine unzulässige Vereinnahmung der Mutter des HERRN, die von ihrem Sohn nicht zu trennen ist.

Typisch für diese Mentalität ist auch der Bildbericht im vorletzten Blatt dieser Zeitschrift, in dem es heißt, daß zwei indische Frauen auf dem Amsterdamer Gebetstag vor dem „Gnadenbild“ zu tanzen begonnen haben (siehe Foto): „Bewußt wollten sie als Hindus zu Ehren der Mutter aller Völker tanzen.“

Das Problem sind nicht diese Tänzerinnen als solche (die subjektiv sicherlich wohlmeinende Absichten hegen), sondern die gezielt geplante Durchführung und Deutung dieses Gebetstags als Dokumentaton einer „geeinten Menschheit“  – ohne Christus, aber mit einer sogenannten Frau aller Völker…

Unsere Autorin Felizitas Küble leitet den KOMM-MIT-Verlag und das Christoferuswerk in Münster, das dieses CHRISTLICHE FORUM betreibt.


Bischof Felix Genn: Angst vor einer Islamisierung Deutschlands nicht nötig

„Vermischung der Religionen nicht aufzuhalten“

Unter dem Titel „Bischof von Münster warnt in Silvesterpredigt vor Angst  –  Genn: Christen müssen Islamisierung nicht fürchten“ berichtet die Online-Ausgabe der Bistumszeitung „Kirche und Leben“ am 31. Dezember 2016 über die Silvester-Ansprache von Bischof Felix Genn in der Lambertikirche zu Münster in Westfalen.  Genn

Die zeitgeist-liche Predigt war von Beruhigungspillen geprägt, wobei Dr. Genn (siehe Foto) betonte, Christen seien immer Friedensstifter gewesen, denn das Wort Gottes biete ihnen das Fundament für ein „friedliches Zusammenleben in einer Gesellschaft“.

Offenbar hat der katholische Oberhirten hierbei das Thema verfehlt: Es geht nicht um eine Angst vor dem Christentum, sondern vor einer Islamisierung Deutschlands. Vermutlich hat er auch seinen Schiller und dessen bekannten Spruch vergessen: „Es kann der Frömmste nicht in Frieden leben, wenn es dem bösen Nachbarn nicht gefällt.“

Anscheinend haben aber eine Reihe Katholiken dieses Dichterwort verinnerlicht, denn der Bischof beklagte sich darüber, daß es auch in den Kirchengemeinden des Bistums Münster „Tendenzen der Angst vor Überfremdung und ein Misstrauen gegenüber Flüchtlingen“ gäbe.

Statt diese Befürchtungen vieler Bürger wenigstens ernst zu nehmen, weil sie immerhin u.a. auf einer Reihe von Terror-Ereignissen beruhen, lamentierte der Bischof darüber, mit derlei Sorgen „könne man Politik betreiben“, auch werde dieses Thema das „Wahljahr 2017 bestimmen“.

Er fügte ironisch hinzu: „Manche sehen schon in der Stadt Münster eine Zukunft, in der die Lamberti-Kirche zur Moschee umgewandelt wird.“

Will der Bischof sich durch derlei Übertreibungen über wohlbegründete Besorgnisse von Bürgern hinwegsetzen und sie der Lächerlichkeit preisgeben?

Islamexperte: Deutschland integriert sich in den Islam

Derweil warnt z.B. der deutsche Islamwissenschaftler und Politologe Ralph Ghadban im FOCUS sehr wohl vor einer Islamisierung, wie IDEA berichtet. Er schreibt sogar, nicht die Muslime würden sich in unseren Rechtsstaat integrieren, sondern umgekehrt: RTEmagicC_IGFM_Plakat_Art_18_Religionsfreiheit_02_jpg

„Anstatt Muslime in das bestehende Rechts- und Wertesystem einzubinden, vollzieht sich gegenwärtig eine Integration Deutschlands in den Islam. Die Verbreitung des Multikulturalismus in den neunziger Jahren habe diese Entwicklung begünstigt: „Die Kritik am Islam wurde als politisch inkorrekt verpönt. Auf alle Ebenen, der politischen, der juristischen und der Sicherheitsebene, begann der Rückzug des Staates aus Angst, rassistisch zu handeln und die Minderheiten zu stigmatisieren.“  –  Diese Art der Öffnung der deutschen Gesellschaft habe aber nichts gebracht.“

Das eigentliche Konfliktfeld bestehe darin, so der Publizist Ghadban, daß der offizielle Islam die Menschenrechte von Nicht-Muslimen nicht respektiere: „Außer den erfolglosen Islamreformern, die meistens in Exil leben, erkennt der Islam weder andere Religionen noch andere Menschen als gleichwertig an.“

Statt Islam-Sachkunde ein einseitiger Ausflug in die weite Welt

Statt sich nun inhaltlich mit diesem Problem und dem Gewaltpotential, das systemimmanent im Islam (etwa durch diverse Koransuren) vorhanden ist, zu befassen, weicht Bischof Genn lieber aus in die weite Welt bzw. internationale Politik: IGFM_Scharia

„Der Wahlkampf in den USA hat nach seiner Einschätzung gezeigt, wie in einer komplexen Welt einfache Parolen mehr Gewinn einstreichen würden als die notwendige geistige Auseinandersetzung.“

Damit unterstellt er in seiner Silvesterpredigt den vom Volk gewählten Präsidenten der Vereinigten Staaten, dieser habe lediglich aufgrund „einfacher Parolen“ gesiegt, statt eine „notwendige geistige Auseinandersetzung“ zu führen.

Ist dem katholischen Würdenträger etwa entgangen, daß auch Trumps Gegenkandidatin Hillary Clinton sich nicht als Freundin komplexer Argumentationen erwiesen hat? Was hat seine – noch dazu einseitige  –  Kritik am US-Wahlkampf in einer Silvesterpredigt zu suchen? Wo führt denn er, der Bischof, die „notwendige geistige Auseinandersetzung“? 

Ist es nicht sehr wohl eine „einfache Parole“, wenn er ohne Wenn und Aber zum Besten gibt, man brauche sich vor einer Islamisierung nicht fürchten?

Bischof Genn warnt vor einer „Abschottung“

Zudem erklärte der Bischof laut Bericht der Bistumszeitung, es führe „nicht weiter“, wenn man sich gegenüber fremden Religionen und Kulturen „abschotten“ wolle. Wörtlich heißt es zu Genns Predigt: „In einer globalisierten Welt sei die Vermischung von Kulturen und Religionen nicht aufzuhalten.“

Mit anderen Worten: Er sieht keinen Grund, irgendetwas gegen eine „Religionsvermischung“ zu unternehmen, denn „Abschottung“ ist ja nicht angesagt. foto-dcubillas-www_freimages_com_

Eine „Vermischung von Kulturen und Religionen“ geht bei Licht betrachtet sogar noch über die naiv-grüne Multikulti-Ideologie hinaus, denn diese glaubt blauäugig an ein friedliches Nebeneinander verschiedener Kulturen und Religionen innerhalb eines Landes. Es wird eine Koexistenz, aber kein Synkretismus, keine Vermischung der Religionen angestrebt.

Will der Bischof von Münster die offensichtlich gescheiterte Multikulti-Traumtänzerei noch toppen, indem er einer Religionsvermischung das Wort redet?!

Hätte er sich statt dieser weitgehend oberflächlichen bis irreführenden Zeitgeist-Predigt doch selber an jenes Dichterwort von Andreas Knapp gehalten, das er in seiner Predigt so wohlwollend zitierte:

»im gedroschenen stroh
des leeren geredes
kein körnchen wahrheit mehr
täglich wächst der hunger
dass ein wort geboren werde
nahrhaft wie ein weizenkorn«

Unsere Autorin Felizitas Küble leitet den KOMM-MIT-Jugendverlag und das Christoferuswerk in Münster, das dieses CHRISTLICHE FORUM betreibt.

Siehe ergänzend unser Bericht über ein von Bischof Genn verfügtes Predigtverbot für einen islamkritischen Pfarrer, das er durch vatikanischen Beschluß zurücknehmen mußte: https://charismatismus.wordpress.com/2015/07/13/vatikan-hebt-predigtverbot-fuer-islamkritischen-pfarrer-paul-spaetling-auf/

HIER der volle Wortlaut der Bischofs-Predigt: https://www.kirche-und-leben.de/artikel/dokumentiert-die-predigt-von-bischof-felix-genn-zum-jahresschluss-2016/

Inzwischen gibt es auch auf kath.net eine lebhafte Leserdebatte: http://www.kath.net/news/58061


Deutsch-israelischer Judenchrist warnt vor einer weiteren Islamisierung

Von Klaus Moshe Pülzkmpuelz

Es ist eine Tragik, wie ungebildet und unbedarft nicht nur Politiker, sondern bisweilen auch Theologen sind. Wenn Prof. Hans Küng und andere den Islam neben Judentum und Christentum als „die drei monotheistischen Religionen“ bezeichnen, dann impliziert dies den Eindruck, der Islam stünde paritätisch neben den Aussagen des Alten und Neuen Testaments.

Die Offenbarungsinhalte im Koran sind in keiner Weise deckungsgleich mit denen im Judentum (Torah) oder gar mit denen in der neutestamentlichen Bergpredigt, die sogar Feindesliebe predigt. Dabei enthält der Koran Aufrufe zu strafbaren Handlungen bis hin zu Mord, wenn ich allein an die sog. Ehrenmorde denke, die sogar in Israel mit nur einem halben Jahr Gefängnis bestraft werden  –  sozusagen als Zugeständnis an die „Scharia“.

Da der Koran bei den Muslimen höher gestellt ist als irdische Gesetze (und erst recht im Schoße der Kuffar-Völker), kann von diesen eine Integration in unsere Legislative nicht erwartet werden. Diese gesetzwidrige Auffassung hier noch in den Schulen einzuführen, steht sowohl unserer Ethik als auch unserem geltenden Gesetz entgegen. Es steht somit außer Frage, daß sich dadurch Parallelgesellschaften bilden.

Unter Berufung auf unser Grundgesetz können diese Menschen aus einem anderen Religions- und Kulturkreis eine freie Religionsausübung verlangen und Moscheen bauen einschließlich dem unverzichtbaren Ruf des Muezzins, der auch nachts sein „Allah hu-Akbar“ in die Nacht hinausschreit. foto-dcubillas-www_freimages_com_

Dies bedeutet, daß diese Menschen unter Berufung auf unser Grundgesetz sämtliche Privilegien unseres freiheitlich demokratischen Rechtsstaates für ihre Zwecke einfordern können, andererseits wir (Christen) ihnen keine Vorschriften über ihre eigenen Religionsausübungen machen können, wie die Unterwerfung der Frau unter die Herrschaft des Ehemannes.

Synkretismus ist eine Irreführung der Bürger

Es ist daher unverständlich, daß Deutschland einer Million dieser Menschen einen Zuzug in unser Land zuläßt. Ich jedenfalls habe bislang keinen Mitbürger getroffen, der sich mit diesem ungebremsten Flüchtlingszustrom aus Vorderasien einverstanden erklärt, während andere EU-Mitgliedstaaten sich in dieser Frage auch von Brüssel nicht bevormunden lassen.

Leider gibt es hierzulande Theologen, die den Offenbarungsgeist des falschen Propheten Mohammed namens „Allah“ mit dem biblischen Gott und Vater Jesu Christi gleichsetzen. Dieser Synkretismus, diese Religionsvermischung ist eine Irreführung der Bürger unseres Landes.

Selbst das jüdische Volk weiß um diesen Unterschied, so daß die muslimischen Staaten den Untergang des jüdischen Staates herbeiwünschen. Deutlich erkennt man dies am iranischen System, wonach die USA als „großer Satan“ und Israel als „kleiner Satan“ bezeichnet werden. Ob dies Herr Steinmeier bei seinem jüngsten Besuch in Teheran angesprochen hat, mag bezweifelt werden.

Unser Autor, der judenchristliche Publizist Klaus M. Pülz, wirkt als Autor und Prediger in Deutschland und Israel; er leitet die „Messianische Bekenntnisgemeinschaft“ sowie den Verein “Zelem” (www.zelem.de) und bringt seit Jahrzehnten die Zeitschrift “Bote Neues Israel” heraus. 
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Weitere INFOs:
Kritischer Artikel des jüdischen Autors H. Broder zu Merkels Asylpolitik in der Tageszeitung DIE WELT: http://www.welt.de/debatte/henryk-m-broder/article147588559/Angela-Merkel-hat-die-Bodenhaftung-verloren.html
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Rocksänger Peter Maffay (selber schon als Kind von Rumänien nach Deutschland gekommen) plädiert für eine Migranten-Obergrenze und warnt vor „Parallelgesellschaften“: http://www.merkur.de/boulevard/peter-maffay-obergrenze-aufnahme-fluechtlingen-zr-5681520.html

Benin: Kath. Erzbischof warnt vor Islamismus und heidnischer Religionsvermischung

Der Generalsekretär der Bischofskonferenz von Benin, Erzbischof Pascal N’Koue von Parakou war zu einem„ad Limina“-Besuch im Vatikan. Dabei erinnerte daran, dass in Benin trotz der angespannten Lage in den Nachbarländern Frieden herrscht.   305fe9127f

Nach Ansicht von Erzbischof N’Koue ist die Kirche in Benin lebendig, “was auch die große Zahl der Getauften unter Beweis stellt: “Es gibt bei uns auch viele Priesterberufungen  – und das Problem besteht darin, den Klerus so auszubilden, dass er den Herausforderungen gewachsen ist, mit denen wir uns konfrontiert sehen”.

“Darunter”, so Bischof N’Koue, “auch der ethische und spirituelle Relativismus. Außerdem verbreitet sich ein Islam, der dafür sorgt, dass in einer Familie Muslime und Nichtmuslime harmonisch zusammenleben. Dies wird nun zunehmend schwierig, weil es arabisch geprägte Gruppen gibt, die aus dem Ausland kommen, die finanziell unterstützt werden und im Auftrag von Hilfswerken angeblich den Armen helfen, wobei zunehmend gewaltsame Botschaften gegen Christen verbreiten. Dieses Phänomen ist zwar noch nicht weit verbreitet, doch wir müssen wachsam bleiben, damit das geschwisterliche Zusammenleben erhalten bleibt“.

Der Erzbischof verwies abschließend auf das Problem einer Vermischung von Christentum und Heidentum: “Nicht zuletzt ist der Erhalt des reinen Glaubens ohne Synkretismen eine Herausforderung, denn wir stammen von den afrikanischen Stammesreligionen ab. Durch die Taufe wurden wir in die Kirche aufgenommen, doch manche tendieren dazu, ihre Probleme auf der Grundlage traditioneller afrikanischer Bräuche zu lösen.“

Quelle: Fidesdienst


Voodoo – Spiritismus – magische Kulte: Ritual aus der Finsternis

Von Felizitas Küble

Papst Benedikt XVI. besuchte vom 18. bis 20. November 2011 das westafrikanische Land Benin mit seinen fast 10 Millionen Einwohnern, von denen ca. 40% christlich getauft sind (die meisten davon katholisch), etwa 30% dem Islam angehören und der „Rest“ diversen „Naturreligionen“, vor allem dem Voodookult huldigt. Es war dies die letzte Auslandsreise des Pontifex im Jahre 2011.

Dabei war der Papst natürlich auch mit Voodoo konfrontiert, zumal dieser heidnische Spiritismus dort amtlich als Religion anerkannt ist und sogar einen eigenen staatlichen Feiertag (den 11. Januar) erhielt  –  doch nicht nur dies: Benin gilt sogar als die „Wiege des Voodoo“, einer 4000 Jahre alten Geisterreligion. DSC_1185-3

Überall im Land, vor allem in den Dörfern, findet man Voodoo-Altäre. Der Rhythmus harter Trommeln kündigt von magisch-ekstatischen Zeremonien  – und das Befremdliche: ganz in der Nähe findet man Kirchen und christliche Symbole; manchmal stehen Kruzifixe und Madonnenstatuen auch direkt auf dem „Voodoo-Altar“ mit seinen Götzenbildern und Fetischen.

Diese fatale Vermischung von Christentum und Heidentum im „Volksglauben“ ist eine besondere Herausforderung für die Kirche und ihren unbedingten Wahrheitsanspruch, aber auch mit ihrer befreienden Botschaft und ihren heilswirksamen Sakramenten, die alle Bande der Finsternis besiegen.

Christus befreit vom Okkulten

Der Papst hat sich dieser problematischen Situation, die er in Benin vorfand, freilich nicht angepaßt, er vermied jede Anbiederung an magische Vorstellungen; er hat das offene Wort angesichts dieser Herausforderung nicht gescheut, sondern das Evangelium ausdrücklich als Befreiung vom Okkulten und als Sieg über die „bösen Geister“ bezeichnet, als er im Seminar St. Gallus in Ouidah eine Ansprache hielt.

Dabei erinnert gerade dieser Ort an die wechselvolle Geschichte des Landes, denn  bis ins 19. Jahrhundert war Benin ein Zentrum des Sklavenhandels, woran heute noch das riesige Denkmal „Tor ohne Wiederkehr“ am Strand von Ouidah erinnert. 1_0_668126

Später wurde das westafrikanische Land eine französische Kolonie, die 1960 ihre Unabhängigkeit erhielt, damals noch unter dem Namen Dahomey. Erst 1975 wurde mit der Herrschaft der Kommunisten der Name Benin eingeführt. Nach der Implosion bzw. dem  Zusammenbruch der Sowjetunion wurde 1991 schließlich ein Mehrparteiensystem installiert.

Der Papst verwarf in seiner Ansprache durchaus nicht alle vor- oder außer-christlichen Traditionen. Eine vorsichtige Inkulturation hat die Kirche seit Jahrtausenden stets gutgeheißen und auch praktiziert; abgelehnt wurde jedoch der Synkretismus, wobei derartige Religionsvermischungen mitunter schillernd auftreten und nicht sofort als solche erkennbar sind, gerade auch im Zusammenhang mit Voodoo.

Das Christentum beinhaltet eine umfassende Wahrheit, daher kann es auch all jenes umfassen, was in anderen Weltanschauungen, Philosophien und Kulturen gut und richtig ist. Dies ist Bestandteil einer weitherzigen Liebe zur Wahrheit, aber auch zu den Menschen, die Christus nähergeführt werden: sie sollen zunächst dort abgeholt werden, wo sie stehen  –  aber nicht etwa „dort“ stehenbleiben.

Daher stellte der Oberhaupt der katholischen Kirche in Benin klar:  „Diese Liebe begünstigt die korrekte Integration der authentischen Werte der Kulturen in den christlichen Glauben.“  – Eine solche Haltung sei zugleich ein wirksames Gegenmittel gegen den Synkretismus, wie Papst Benedikt erläuterte. per ebay

Bei den Bischöfen Angolas hatte der Papst schon zuvor für ähnliche Klarheit mit Abgrenzung gegenüber magischen Kulten gesorgt.  Er forderte die Oberhirten dieses südwestafrikanischen Landes bei deren Ad-limina-Besuch in Rom dazu auf, entschieden gegen „heidnische Praktiken vorzugehen“, wozu auch die Ausgrenzung und Ermordung von Kindern und Alten gehöre.  Solche traditionellen afrikanischen Phänomene seien „abscheulich“ und mit dem Christentum unvereinbar, diktierte er seinen Mitbrüdern im bischöflichen Amte deutlich ins Stammbuch.

Die Getauften seien oft hin- und hergerissen zwischen traditionellen afrikanischen Kulten einerseits und dem Christentum andererseits, so der Papst.  Auch ein überzogenes „Stammesdenken“ sei abzulehnen, denn in der Kirche gäbe es „keinen Platz für eine solche Art von Abgrenzung“. Die Bande des Glaubens und der Brüderlichkeit unter Christen seien stärker „als die unserer irdischen Familie und eurer Stämme“.

Die Bischöfe müßten ihre Stimme erheben   –  so der Pontifex in seiner Ansprache am 29.10.2011   –  wenn Menschen durch Magie und „Sprüche von Zauberern“ ausgegrenzt würden. Diese päpstliche Klartext-Rede gipfelte in dem Aufruf: „Wir wollen uns auch künftig entschlossen für die Verkündigung des Evangeliums unter den Völkern Afrikas einsetzen.“

Zur aufrichtigen und konsequenten Evangelisierung gehört eben auch die Abwehr des Irrgeistigen, Heidnischen und Abergläubischen in nichtchristlichen Religionen und Kulturen. „Religion“ ist nicht von vornherein etwas Gutes und Wahres; gerade sie kann durchaus auf Abwege führen.

Wachsende Faszination magischer Praktiken

Die Faszination des Bösen entfaltet sich schließlich gerade im „religiösen“ Bereich, sofern der Mensch nicht durch Gottes Offenbarung erleuchtet ist. Das zeigt auch die okkulte Welle, die seit längerem unser Land und die westliche Zivilisation prägt.

„Neuer Hexenglaube“, Spiritismus, schwarz- und weißmagische Praktiken, fernöstliche Meditation, Astrologie und sonstige „übersinnliche“ Phänomene sind gang und gäbe.

Die Überbetonung des Verstandes durch die „Aufklärung“ und ihre Steigerung im Rationalismus wird zunehmend durch das entgegengesetzte Extrem verdrängt: eine „vagabundierende Religiosität“, ein freischwebender, unverbindlicher „Glaube“ ohne Dogmatik, ohne festes Normensystem, ohne konfessionelle Bindung.

Im Mittelpunkt steht hierbei die Befriedigung religiöser Bedürfnisse, die Erfüllung einer metaphysischen Sehnsucht, die der Mensch auf Dauer kaum zu unterdrücken vermag. Wer sein religiöses „Grundgefühl“ mit bloßem Rationalismus, mit dürrem Verstandeswissen allein konfrontiert, gibt ihm Steine statt Brot.

Doch eine emotionale „Erfahrungs-Religion“ bedeutet, daß man auf der anderen Seite vom Pferd fällt: hier scheut man die dogmatische Klarheit des geoffenbarten Glaubens und die eherne Verbindlichkeit sittlicher Gebote. Daher wohl der zunehmende Siegeszug esoterischer und okkulter Ersatzreligionen.

Der Okkultismus  – wörtlich: Geheimwissenschaft, verborgene Lehre  – ist ein schillerndes Gebilde mit unterschiedlichen Schattierungen. Der harte Kern besteht freilich aus der Magie. Zauberei ist freilich mehr als unsinniger „Hokuspokus“, wie etwa die abergläubische Angst vor der Zahl 13 oder schwarzen Katzen.

Magie beruht wesentlich auf dem allzumenschlichen Verlangen, mit der Welt des Außernatürlichen in Kontakt zu kommen. Motiv ist meist die Neugier, doch dies nicht allein. Letztlich geht es darum, die Mächte des Übersinnlichen in den Griff zu bekommen, sich ihrer zu bemächtigen, sie für eigene Wünsche und Interessen einzuspannen, also die Welt des vermeintlich „Göttlichen“ zu vereinnahmen, sie unter Kontrolle zu bekommen.

Während sich der wahrhaft christliche Mensch demutsvoll in den Dienst Gottes stellt, möchte der magische Mensch das „Göttliche“ in seinen eigenen Dienst stellen. Mit anderen Worten: Der Gläubige betet: „Dein Wille geschehe!“, der Magische wünscht: „Mein Wille geschehe!“

Magisches Denken und okkulte Rituale sind also mit der christlichen Religion grundsätzlich unvereinbar, Glaube und Aberglaube schließen einander strikt aus.

Ist weiße Magie wirklich harmlos?

Dennoch ist die Verwirrung  auch in den eigenen Reihen groß, denn das Spektrum der Zauberei teilt sich in eine schwarze und eine scheinbar helle, harmlose, „weiße“ Magie.

Selbst unter Christen hält man diese „weiße Magie“ mitunter für erlaubt, „wenn es nur hilft“, als ob der Zweck die Mittel heiligen würde  – man denke etwa an das „Besprechen“ von Krankheiten durch scheinreligiöse Beschwörungsformeln bzw. esoterische Praktiken wie Hellseherei, Pendeln oder pfingstlerisch-„charismatische“ Methoden einer vermeintlichen „Geistausgießung“.

Bei der Verharmlosung der „weißen“ Magie wird oft übersehen, daß sich der schwarze und der weiße Zauber zwar dem Anschein nach unterscheiden, daß sie jedoch aus derselben heidnischen Quelle gespeist werden, nämlich dem anmaßenden Versuch, die Kräfte der „Übernatur“ im eigenen Interesse zu beeinflussen, zu steuern und zu vereinnahmen.

Der wahre Gott freilich läßt sich in keiner Weise durch den Menschen „instrumentalisieren“ und „in den Dienst nehmen“. ER ist der Allmächtige und läßt sich nicht „bemächtigen“, man kann ihn auch nicht durch Zauberformeln oder gewisse Praktiken herbeizitieren. Dasselbe gilt für die Engel und Heiligen, für die gesamte himmlische Welt.

Abgesehen davon sind die Grenzen zwischen schwarzer und weißer Magie in der Praxis ohnehin fließend. Dies ist nur konsequent und systemimmanent, es liegt in der Sache selbst begründet, weil beide Formen letztlich aus demselben Geist bzw. Ungeist stammen, von der gleichen heidnischen Gesinnung herrühren. „Hilft“ also die weiße Magie nicht weiter, dann versucht man es eben mit der „schwarzen“  – frei bzw. unfrei nach der Devise: „Hauptsache gesund“ bzw. „wer heilt, hat recht“.   – Wer jedoch mit dem Feuer spielt, landet schnell im Gefängnis des Okkulten, der  Finsternismächte, der satanischen Gegenwelt.

Eine solche „Zwischenzone“ bildet vor allem der Spiritismus, die Kontakt-Aufnahme mit „Geistern“. Selbst wenn sich hier Geister, die „gerufen“ werden,  als „Verstorbene“ ausgeben, so ist dies ein diabolisches Täuschungsmanöver, denn jene überirdische Welt, die sich in Gottes Gnadenbereich befindet (wozu auch das Purgatorium, das Fegefeuer gehört), läßt sich nicht vom Menschen her steuern, dirigieren, herbeirufen, manipulieren etc.

Die Zauberei besitzt also ein schillerndes, verführerisches Doppelgesicht  – und beide Gesichtshälften sind entschieden abzulehnen und zu meiden, denn der Aberglaube ist das Zerrbild des wahren Glaubens –  und für Christen durchaus gefährlicher als der Unglaube, zumal dieser als solcher sogleich erkannt wird, der Aberglaube aber gerne hinter einer „religiösen“ Maske agiert.

Dieser Irrweg ist beileibe nicht neu, auch nicht neuzeitlich. Bereits im Alten Bund warnte der Ewige vor den damals gängigen magischen Praktiken: „Es soll in Deiner Mitte kein Wahrsager, Zeichendeuter, Schlangenbeschwörer oder Zauberer, kein Bannsprecher oder Geisterbeschwörer gefunden werden; keiner, der Wahrsagegeister befragt oder sich an die Toten wendet, denn jeder, der solches tut, ist dem HERRN ein Greuel“ (5 Mose 18,10-12).

Während in unserer westlichen Welt der weißmagische, esoterische Irrweg vorherrscht, findet man in heidnischen Gefilden (auch in solchen, die sich mit christlichen Elementen vermischt haben) vielfach schwarze bis schwärzeste Magie, also Zauberei, Geisterglaube und Dämonenkult.

Die „Spitze des Eisbergs“ ist hier  –  neben dem direkten Satanismus  – der vor allem in Afrika und Lateinamerika weitverbreitete Voodoo-Kult: hier zeigt die Zauberei deutlich ihre Schattenseiten und damit ihr wahres Gesicht.

Voodoo enthält zwar durchaus auch weißmagische Elemente, doch die schwarzmagischen überwiegen. Es mag etwas makaber klingen, doch dieser Sachverhalt hat immerhin den Vorteil der Klarheit, wogegen weiße Magie und westliche Esoterik im Gewand des Harmlosen oder gar des „Himmlischen“ erscheinen.

Der afro-karibische Voodoo-Kult scheint zunächst weit weg: in Westafrika eben  – und ansonsten vor allem auf Haiti, dem Inselstaat in der Karibik, dem Ozeangebiet östlich von Mittel- und Südamerika, aber auch auf Kuba, in Brasilien oder Mexiko.

Dennoch ist das Thema nicht zu vernachlässigen, denn inhaltlich ist der Voodookult keineswegs „weit weg“, sondern geht uns alle an: zum einen wegen der  –  vom Christentum geforderten  –  prinzipiellen Ablehnung der Zauberei, zum anderen wegen jener Liebäugelei mit dem Voodoo, die auch im Westen immer mehr um sich greift, teils aus Neugier bzw. Tändeln mit fremdartigen oder „horrenden“ Elementen (siehe Hardrock-Szene bzw. „Heavy Metal“), teils aus magischer Faszination.

Hierzu ein aktuelles Beispiel: Die satanische Rockband „The Devil´s Blood“ trat am 13. Januar 2012 in der Hamburger Markthalle auf.  Vom „Hamburger Abendblatt wurde dies am am 21.11.2011 wie folgt angekündigt:

„Mit entrücktem Blick bearbeitet er (Selim Lemouchi, Kopf der Band) am rechten Bühnenrand seine Gitarre, der nackte Oberkörper unter der verranzten Lederjacke mit Tierblut übergossen; ein Berserker, der die rauschhaften Konzerte seiner Band ‚Rituale‘ nennt und mit seinem Interesse an okkulten Praktiken von Voodoo bis Satanismus polarisiert.“

Schillernde Botschaft: Der Kinofilm „Das Ritual“ 

Ähnliches gilt fürs Kino: Ende der 80er Jahre konnte z.B. der Horrorfilm „Das Ritual“ von John Schlesinger erstaunliche Erfolge einfahren. Mit seinem Brutalo-Streifen wollte der Regisseur keineswegs vom Voodookult abschrecken oder davor warnen; vielmehr nutzte er die Faszination des Abgründigen als lockenden Schockeffekt für die Zuschauer.

Die „Tagespost“ kritisierte den Film damals wegen seiner „Sucht nach Terror“ und stellte fest: „Die Szenen sind grausam und schrecklich, von frenetischer Angst und brutalster Kaltblütigkeit, anscheinend geboren aus einem praktizierenden Wissen um geheime Mächte und die Möglichkeit, mit ihnen in Kontakt zu kommen.“

„Das Ritual“ lieferte Okkultismus in Reinkultur, betrieb Schleichwerbung für den scheinbar weißmagischen Santeria-Kult (einer lateinamerikanischen Variante des Voodoo)  – und nahm gegenüber dämonischen Voodoo-Ritualen eine gefährlich schillernde Haltung ein, geprägt von Faszination und Angst.

John Schlesinger äußerte sich gegenüber der Filmzeitschrift „Ultimo“ (Dezember 1987) wie folgt über seinen Gruselschocker:

„Die Riten des Santeria-Kults wirken auf mich sehr überzeugend… Ich nehme zum Voodoo-Kult mit Sicherheit eine sehr ambivalente Haltung ein. Natürlich denke ich, daß man alle Arten von Glauben erlauben sollte. Man muß sehen,  daß Liebe und Angst nur gemeinsam den Glauben ermöglichen.“

Der Regisseur plädiert also für Toleranz gegenüber schwarzer Magie (in seinem Film kommen immerhin mehrere Ritualmorde vor)  – doch die „Angst“, die seiner Meinung nach durch die katholische Kirche erzeugt werde, lehnt er entschieden ab:

„In der katholischen Kirche wird immer wieder mit der Angst einfacher Menschen gespielt: wer nicht regelmäßig zur Beichte geht, wird in die Hölle kommen. Diese Angst ist ein Teil der Macht, die der Katholizismus besitzt. Ich persönlich halte das nicht für fair.“

Ganz in diesem Sinne bzw Unsinne trägt dieser in sich widersprüchliche Artikel den Titel: „Der unfaire Katholizismus.“

Wenn Menschen von heute sich in puncto Voodoo nicht gründlich auskennen, werden sie sich möglicherweise von solchen oder ähnlichen Sirenenklängen verführen lassen, so daß es sinnvoll erscheint, näher auf dieses Ritual aus der Finsternis einzugehen.

Der geographische Ursprung des Voodoo liegt in Westafrika. Seit Jahrhunderten existiert dort die Yoruba-Magie mit ihrem Glauben an die „Orixas“ oder „Loas“, an Geister, Götter und Dämonen. Im dortigen Ritual offenbart sich jene typisch heidnische Einstellung, die zwischen Furcht und Faszination vor den Geistern hin- und hergerissen ist und die Geisterwelt daher in den Griff bekommen möchte, um sie „unschädlich“ zu machen, ja für eigene Wünsche einzuspannen.

Um die „Loas“ gnädig zu stimmen, werden Figuren aus Holz geschnitzt oder aus Stoff genäht und schaurig-fantasievoll bemalt; sie werden dann „geopfert“ oder in Schadenszauber-Ritualen eingesetzt.

Das populärwissenschaftliche Special-Magazin „Wissen“ (Nr.5/2010) aus der „Hörzu“- Reihe berichtet in einem Artikel „Ist Voodoo die Kraft des Bösen“ Folgendes zum Thema Schadenszauber, wobei dort mit Henning Christoph ein Ethnologe zur Sprache kommt, der dem Voodookult erstaunlich wohlwollend gegenübersteht (vgl. seine Kino-Dokumentation „Voodoo  –  die Kraft des Heilens“); doch offenbar ist auch er bei gewissen Praktiken mit seinem toleranten Latein am Ende:

„Zu den drastischen Schadensmagien zählt die afrikanische Pistole, Chakuta genannt. Mit ihr werden Gegenstände in einen Körper geschossen  – ohne Narben oder äußere Spuren zu hinterlassen.  Henning Christoph war dabei, als ein Priester eine Chakuta-Geschädigte behandelte. Aus einer Beule an ihrem Arm holte er einen Nagel, aus ihrem Bein eine Glasperle.“   –  Schwarze Magie?  Henning Christoph: „Bei solchen Dingen, die ich nicht erklären kann, kam ich schon vor Jahren an den Punkt, zu sagen: Ich akzeptiere es.“

Zu Yoruba gehören auch abergläubische Ängste vor dem fluchbeladenen „bösen Blick“, der den Tod zur Folge haben könne (gemilderte Vorstellungen hiervon findet man allerdings auch etwa in Italien bis in die Gegenwart hinein), sodann „Heilungen“ durch Geisterkräfte, Fluch und Abwehrzauber, Dämonenbeschwörungen, Geisteranrufungen etc.

Diese Yoruba-Magie gelangte vor allem durch den Sklavenhandel europäischer Kolonialmächte nach Lateinamerika und in die Karibik. Besonders in Brasilien und Haitii verbreitete sich dieser Polytheismus und Spiritismus sehr stark, teils vermischt mit indianischen und/oder auch „katholischen“ Elementen, so daß ein synkretistisches Gebilde entstand, dem nicht wenige Namenskatholiken dort verfallen sind.

Diese fatale Religionsvermischung treibt vor allem in Brasilien, dem „größten katholischen Land der Erde“, wie gerne gerühmt wird, seit Jahrhunderten seine Sumpfblüten. So wird am 31. Dezember nicht das Andenken an Papst Silvester oder lediglich das weltliche Jahres-Ende gefeiert, sondern die heidnische Göttin Iemanja.

Der Bundesstaat Rio de Janeiro dürfte wohl das einzige „christliche“ Land der Welt sein, das sogar amtlich einen Feiertag für eine „Göttin“ einführte. Der Verordnung von „oben“ entspricht die Begeisterung von „unten“ (in des Wortes doppelter Bedeutung): Die heidnische Göttin Iemanja wird im „katholischen“ Brasilien nämlich euphorisch gefeiert.

Geisterglaube und Zauberei sind dort an der Tagesordnung. Aus dem Sachbuch „Heilen und Schamanismus“ erfährt man, dass auch gebildete Schichten der Magie frönen und das Christentum allenfalls äußerlich angenommen haben: „Selbst die brasilianische Oberschicht glaubt an Geister. Obwohl Brasilien ein Land frommer Christen ist, leben die Gedanken und Gefühle der afrikanischen Orixas in seinen Urwäldern und Städten weiter“[1].

Der ursprünglich westafrikanische Yoruba-Kult wurde dann in seinem „Exportland“ Haiti als „Voodoo“ bezeichnet  – dies ist zugleich der heutige Sammelbegriff für diese Art magischer Rituale. In Brasilien spricht man von „Umbanda“, gemeint ist dasselbe.

Das feministisch-neuheidnische Buch „Die Schwestern der Venus“, das sich über „Die Frau in den Mythen und Religionen“ ausbreitet, verhehlt nicht seine Befriedigung darüber, daß in Brasilien letztlich der Göttinnenkult siegte, nicht der biblische geoffenbarte Glaube:

„Viele Millionen Brasilianer  –  selbst wenn sie sich Katholiken nennen und gelegentlich in die Kirche gehen  – sind überzeugte Anhänger des Umbanda-Kultes“[2].

„Isis lebt mitten unter uns“

Noch triumphalistischer klingt die Kunde vom Siegeszug der Göttin Iemanja: „Die Tatsache der Herrschaft einer weißen ‚heidnischen‘ Göttin inmitten eines christlich-katholischen Landes ist ein frappantes Beispiel für die fortwirkende Anziehungskraft der polytheistischen Weltschau unserer Voreltern.(…) Isis lebt mitten unter uns“[3].

Offenbar hat in Brasilien nicht so sehr der christliche Glaube das Heidentum „geschluckt“, sondern eher umgekehrt. Vom Katholischen bleibt vielfach nur die Maske, im besten Fall äußerliches Brauchtum übrig. Dieses jedoch ist durchaus nicht harmlos,  keine volkstümliche Folklore, wenn es dazu dient, magische Mythen und Zeremonien quasi zu schmücken.

Der feministische Jubel „Isis lebt mitten unter uns“ kommt nicht von ungefähr: die altägyptische „Himmelsgöttin“ Isis findet seit Jahrtausenden im Kult der Iemanja ihre westafrikanische Entsprechung. Schwarzafrikaner verehren mit dieser merkwürdigerweise weißhäutigen Göttin die allgewaltige „Herrscherin der Meere“, wobei dieser Kult der Iemanja im Zentrum dortigen Heidentums steht  – und nicht etwa einen Randbezirk bildet.

Den portugiesischen Kolonisatoren genügte es in der Regel, wenn die afrikanischen Sklaven, die sie nach Lateinamerika verschleppten, äußerlich den katholischen Glauben annahmen. Folglich ging nicht das Heidentum im Christentum auf (wie bei der Christianisierung der Germanen), sondern umgekehrt: der christliche Glaube bietet vielfach nur die Hülle für den heidnischen Inhalt. Dies wurde kirchlicherseits weitgehend hingenommen in der irrigen Annahme, daß sich das Problem im Laufe der Zeit von selber regeln bzw. bessern würde.

Den westafrikanischen Sklaven wiederum gelang es recht einfach, die indianischen Ureinwohner mit ihrem Voodoo-Yoruba-Kult zu beeinflussen: schließlich trafen sich zwei Varianten des Heidentums, zwei Gesichter der einen Magie.  – Ureinwohner und Schwarze gingen fortan sonntags in die Kirche, weil es die Kolonisatoren verlangten, doch während der Woche übten sie ihre Zauberpraktiken aus wie eh und je. Um jedoch kirchlichen oder staatlichen Strafen zu entgehen, wurden Götter und Geister kurzerhand christlich „getauft“.

Die Orixas erhielten vielfach die Namen von Heiligen. Eine bunte Schar von Geistern wurde „christianisiert“: man verehrt diverse „Geistführer“, wobei Christus einer von vielen ist  – und in Umbanda-Tempeln mitunter einen „Ehrenplatz“ erhält. Die Göttin Iemanja wurde zur „Jungfrau Maria“ umgedichtet oder ihr dazugesellt: in den Armenvierteln Brasiliens findet man oft beide Gestalten als Gipsfiguren nebeneinander.

Ogun, der „Gott der Waffen“, wurde zum heiligen Georg umfunktioniert. Legba, den Geist, der die Eingänge bewacht, verehrte man nunmehr als heiligen Petrus an der Himmelstüre. Aus Obatala, dem „Gott“ des Alls, wurde der Himmelsvater des Christentums usw. Doch die christlichen Gestalten dienen nur als Tünche, bestenfalls als „Nebengötter“, die man großzügig mitlaufen läßt.

Die frommen Masken des Heidentums

Das Ethnologische Museum in Berlin zeigte solche befremdlichen Ausstellungs-stücke, wobei sich magische Fetische zu christlichen Andachtsgegenständen gesellen, im Herbst 2010 unter dem Titel „Vodou  – Kunst und Kultur aus Haiti.“

Dieser scheinkatholische „Doppel-Kult“ ist nicht nur in Lateinamerika und auf den karibischen Inseln verbreitet, sondern durchaus auch in den USA; dort spricht man von Santeria.

Laut „Ethos“ (Nr. 3/1988) gibt es allein in New York eine Viertelmillion Santeria-Anhänger. Wie der Name schon vermuten läßt, geht es  –  scheinbar  –  um Heilige, in Wirklichkeit freilich um Götter und Geister.

Eben dieser Kult wird im bereits erwähnten Horrorfilm „Das Ritual“ wohlwollend dargestellt. Das Santeria ist eine Kombination von Voodoo, indianischem Heidentum, weißer Magie, Spiritismus und scheinkatholischen Elementen, das in US-Großstädten durchaus Erfolge verbucht, z.B. in New Orleans (US-Bundesstaat Louisiana).

Diese Ausläufer sind allerdings kein Vergleich mit der Tiefenwirkung magischer Kulte in  Brasilien. Dort gehört vor allem der Spiritismus zum Alltag.

Eine wissenschaftliche Expedition zur Erforschung des Schamanismus gelangte zu folgendem Ergebnis: „Astralreisen, ‚automatisches Schreiben‘, Inkorporation von Geistern gedeihen seit 15 Generationen in Brasilien, weshalb sie ihren exotischen Charakter verloren haben und als ganz natürlich empfunden werden“, wie es im Doku-Band „Heilen und Schamanismus“ heißt[4].

Darin wird auch vom beliebten Iemanja-Kult berichtet: Dieser „Göttin der Meere“ sind unzählige Tempel geweiht. In der Nähe von Recife steht er direkt neben der katholischen Kathedrale, die von weniger Menschen besucht wird als der heidnische Tempel[5].

Iemanja wird dort und anderswo meist als sinnliche junge Frau mit enganliegendem, langen Kleid dargestellt: weiße Haut, schwarze oder algengrüne Haare, blaue Augen, Perlen in den Händen und eine Krone auf dem Haupt; die Gestalt insgesamt nicht frei von erotischer Faszination. Jeder kann sich die mächtige Göttin als schönste aller Frauen ausmalen.

In Brasilien ist jeder Samstag Iemanja geweiht  –  und nicht etwa der Gottesmutter.

Typisch für heidnisches Denken ist der Glaube an die Willkür und Unberechenbarkeit der Göttin. Sicherlich ist auch im geoffenbarten Christentum der Allmächtige letztlich ein undurchdringliches Geheimnis, aber gleichwohl in moralischer Hinsicht einschätzbar, denn er belohnt das Gute und bestraft das Böse.

Heidnische Götter sind hingegen ihrer Art nach launenhaft. Daher versucht man, sie durch Rituale und Zeremonien, durch Beschwörungsformeln und Zauberkünste „gnädig“ und geneigt zu stimmen und so ihr Wohlwollen zu sichern.

Auch Iemanja besitzt eine typisch heidnische „Doppelnatur“: sie kann  –  wie man glaubt  – vor Unglück schützen und in jeder Weise helfen, wenn sie will; zugleich aber ist sie rachsüchtig, grausam und mitleidslos. Krankheiten, Mißerfolge und Schicksalsschläge betrachtet man als Laune oder Vergeltung dieser unheimlichen und zugleich faszinierenden „Herrscherin der Meere“.

Also nicht obwohl, sondern weil sie so „gefährlich“ werden kann, wird Iemanja überschwänglich verehrt, um sie so zu besänftigen. Um sie in gute Stimmung zu versetzen, opfert man ihr wertvolle Gaben (Schmuck, Haustiere etc). Dies geschieht an „ihrem“ Samstag  – und besonders am 31. Dezember, ihrem rauschhaft begangenen Jubelfest.

Allein an den Stränden von Rio versammeln sich am Jahresende hunderttausende  Menschen, um sich in den Kult der Iemanja einzureihen. Mehrere Millionen feiern die Meeresgöttin an der 8000 km langen Küste Brasiliens. Das Fest beginnt  mit rhythmischen Gesängen, Trommelklang und ekstatischen Tänzen. Die Umbanda-Zauberpriester stechen mit den Schiffen in See.

(Der Voodoo-Kult kennt durchaus auch „Priesterinnen“  –  und zwar in der Candomble-Bewegung. Der männliche Zweig ist das Umbanda-Ritual. Beide entstammen der afrikanischen Orixas-Magie, dem Geisteraberglauben also.)

Wenn nun die Schiffe losfahren, rufen, singen und tanzen die zum Teil in Ekstase geratenen Menschen an den Stränden. Danach wird der Göttin geopfert, meist Schmuck oder lebende Tiere (Tauben, Hähnchen oder Ziegen) werden in die Fluten geworfen. Je bedeutsamer die Gabe, desto stärker sei die Gunst der Meeresgöttin, mutmaßt der Volks(aber)glaube dort.

Iemenja wird durchaus nicht als holde Jungfrau verehrt, auch nicht als Mutter (man sieht sie nie mit Kind dargestellt), sondern als liebestolle „Große Göttin“, die sich gerne und heftig verliebt und ihre männlichen Verehrer zu sich in den Meeresgrund hinabzieht. Ihr erster Liebhaber soll Oxala   –  eine hochgestellte „Gottheit“  –  gewesen sein.

Aus dieser Verbindung soll dann die ganze Welt einschließlich der weiteren zahlreichen Götter hervorgegangen sein. Daher gilt Iemanja als „Allmutter“, als Quelle der Schöpfung  –  ähnlich den antiken Vorstellungen von einer allmächtigen „Großen Göttin“.

Heidnische Magie beruht auf dem gegenseitigen (!) Abhängigkeitsverhältnis zwischen den Göttern und den Menschen. Aus Voodoo-Sicht werden Orixas wiederbelebt, indem sie ein „Medium“ besitzen, sich also in einen Menschen inkorporieren, von ihm  –  etwa im ekstatischen Tanz oder bei Opfer-Ritualen  –  Besitz ergreifen.

Wechselverhältnis von Mensch und „Göttern“

Demzufolge wirkt also auch der Mensch auf die Lebendigkeit der Götter ein, er „erschafft“ diese gewissermaßen selber. Doch sobald sie  –  durch menschliche Hilfe –  richtig vital werden, entfalten sie eine Eigendynamik, toben also ihre Götterlaunen aus; diese wiederum versucht der Magier, durch Zeremonien und Beschwörungen in die von ihm selber gewünschten Bahnen zu lenken, sie zu kanalisieren.

So wird die heftige Angst vor den Geistern durch „Zuckerbrot und Peitsche“, durch Opfer und Abwehrzauber scheinbar „gebannt“, aber nie wirklich überwunden. Zauber und Abwehrzauber befinden sich innerhalb desselben magischen Systems.

Der schwarzmagische Geister- und Dämonenglaube gründet vorwiegend auf dem Element der Angst, dem Gefühl ständigen Bedrohtseins. Daher der Versuch einer „Kontaktaufnahme“ zwecks Besänftigung dieser unheimlichen Mächte  – und zugleich ihre Vereinnahmung für böse eigene Interessen, etwa beim Schadenszauber, der Verfluchung, der Todesmagie etc.

Der weißmagische Kult beruht hingegen eher auf dem Element der Faszination und der Anziehungskraft des Sinnlichen (siehe Iemanja-Erotik), obwohl auch dort die Furcht vor den Launen der Göttin nicht fehlt.

Schattenseiten der „Ahnenverehrung“

Der afrikanische Ahnenglaube beispielsweise ist keineswegs eine rührend-romantische Verehrung der Vorfahren, wie das manche im Westen naiv annehmen, sondern eine mit der Geisterfurcht zusammenhängende Religion der Angst:

Aus afro-spiritistischer Sicht bilden die Totengeister die Mehrzahl der Geistwesen. Doch diese sind  nicht weit weg, sondern beeinflussen das tägliche Leben und können jedem Einzelnen schaden. Besonders die Geister verfeindeter Sippen, im Kampfe erschlagener oder durch Zauber totgehexter Männer sind wegen ihrer Rachsucht sehr gefürchtet. Durch gewisse Rituale und die Einhaltung von „Tabus“, durch Respekt vor unberührbaren Gegenständen will man diese als gefährlich empfundenen Mächte bannen und eingrenzen.

Die Ahnengeister werden nicht aus Liebe und Anhänglichkeit verehrt, auch nicht um ihres bleibenden Andenkens willen, sondern aus Furcht vor derem schwarzen Zauber, wobei man glaubt, sich nur durch überaus innige „Verehrung“ davor schützen zu können.

Diese Seite des afrikanischen Ahnenkults, der auch dem Voodoo-Zauber zugrunde liegt, wird seitens der Dialogschwärmer und Schönfärber fremder Religionen gerne erschwiegen oder schlicht nicht erkannt, will man doch lieber das „Gute“ in den nichtchristlichen Religionen herausfiltern.

Der Voodoo-Kult zeigt freilich direkter seine dämonischen Seiten,er fällt sogar mit seinem Namen ins Haus, denn Voodoo bedeutet Geisterbeschwörung.

Der Begriff entstand aus dem afrikanischen Wort „Vodun“ (Geist, Gottheit) in Verbindung mit „juju“ (beschwören). Der Ausdruck meint gleichzeitig sowohl die Götter/Geister wie auch ihre äußeren Darstellungen[6]. Das Buch „Heilen und Schamanismus“ fügt hinzu: „Im Volksmund bedeutet Voodoo soviel wie Zauber und Hexereien“[7].

Rituelle Grundlage des Voodoo ist die „Inkorporation“, die Einverleibung der Geister im Menschen. Dies geschieht meist bei der „Initiation“, der Einweihung bzw. Aufnahme eines Neulings, der Schamane werden möchte.

In „Heilen und Schamanismus“ heißt es hierzu:

„Eine Kontrolle der Geister (durch die Menschen) ist nicht wünschenswert. Die Erfahrung der Initianden wird als „Besessenheit“ beschrieben.(…) Sie betrachten sich als Vehikel für die göttlichen Reiter  –  die Geister reiten sie wie Pferde“[8].

Ein Expertenteam in puncto Voodoo schildert es dort noch genauer: „Es gibt emotionale Erfahrungen, die oft für die Berufung des Schamanen typisch sind: der Initiand kann Stimmen hören, Visionen haben und ‚Wahnvorstellungen‘ bekunden. Manchmal sind diese Manifestationen furchterregend; nicht selten berichtet der Initiand, daß er Dämonen kreischen hört  –  oder daß er sieht, wie sein Körper in Stücke gerissen wird“[9].

Als wichtiges Hilfsmittel zur Erreichung der Besessenheits-Ekstase fungiert die Trommel, deren beschwörender, harter Rhythmus die Geister herbeiruft, wie man glaubt, so daß sie vom Zauberer Besitz ergreifen.

Hierzu schreibt das erwähnte Sachbuch:

„Für Voodoo-Priester und Priesterinnen ist die Trommel wichtig zur Veränderung des Bewußtseins. Ihr rhythmischer Schlag dient als akustische Treibkraft, die die gewöhnliche Wahrnehmung sprengt und damit den Zustand der Besessenheit erleichtert“[10].

Diese Wirkungsweise der Trommelmusik ist wissenschaftlich längst erforscht, so etwa in einer Studie Ende der 70er Jahre in den USA. Bei den Versuchspersonen zeigten sich auffallende Bewußtseinsveränderungen, die durch tiefes und schnelles Atmen verstärkt wurden.

Ekstase und Trance, Außer-sich-geraten und In-sich-versenkt-sein in einen hypnoseähnlichen Zustand: beides kann sich einstellen, nicht allein im Voodoo-Kult, sondern   –  der Form nach etwas gemäßigter  –  auch bei indianischen Geister- und Sonnentänzen. Diese Pionier-Studie ist in einer Fachzeitschrift dokumentiert[11].

Neben Brasilien ist Haiti eine Hochburg des Voodoo. Von den ca. 6 Millionen Einwohnern des Inselstaates sind 80% katholisch und 10% evangelisch. Die südlich von Kuba gelegene Insel gehört zu den ärmsten Ländern der Welt, nur jeder Vierte kann lesen.

90% der Einwohner sind Voodoo-Anhänger, folglich auch die meisten (Taufschein-)Katholiken. Laut „Hör zu“ (Nr. 26/1993) gibt es auf der Insel nur 600 Ärzte, aber 400.000 Schamanen. Das TV-Blatt schreibt zudem: „Angst vor Verzauberung, vor Tod und Verwandlung in einen Zombie beherrscht das Volk und macht die Voodoo-Priester mächtig. Das System funktioniert.“

Die Frage nach dem „Zombis“

Man wird sogleich stutzig: „Verwandlung in einen Zombi“?  – Dergleichen gibt’s doch nur in Gruselfilmen oder dummen Volksmärchen?

Ob jene halb-toten, halb-lebenden Gestalten tatsächlich existieren, sei dahingestellt (und wenn, dann natürlich nicht nach Machart eines Horrorstreifen); sie sind aber offenbar Bestandteil der „Todesmagie“ des Voodoo. (Ob dieser „Zauber“ real funktioniert, steht auf einem anderen Blatt.)

Hierzu schreibt der evangelische Esoterik-Experte Kurt E. Koch:

„In zivilisierten Ländern ist die Todesmagie nicht häufig anzutreffen.(…) In heidnischen Gebieten treibt sie jedoch ihr finsteres Unwesen.(…) Mir liegen in großer Zahl Beispiele vor. Ich fand solche Vorgänge bei den Schamanen in Alaska, bei den Wudisten (Voodoo-Magiern) auf Haiti, bei den Macumba-Spiritisten in Brasilien und im Zusammenhang mit dem Zombismus in Afrika“[12].

Am 4. Juli 1993 strahlte das ZDF eine Reportage hierüber aus. Titel: „Voodoo auf Haitii: Gibt es die lebenden Toten wirklich?“

Die wesentlichen Resultate: Zombismus ist Bestandteil des Voodoo. Die Sendung erwähnte Beispiele und verwies auf den amerikanischen Völkerkundler Wade E. Davis und den Lausanner Gerichtsmediziner Laurent Rivier, die herausgefunden haben, daß Voodoo-Schamanen eine geheime Mixtur kennen, die „Zombies“ hervorbringt.

Der strafende Todesgott im Voodoo heißt „Samedi“, abgeleitet vom indianischen Wort „Zemi“. Hiervon stammt der Begriff „Zombie“ für die Halbtoten.

Wie jedoch kann „Zombismus“ bewirkt werden?

Das US-Magazin „Time“ (Nr. 17/83) brachte möglicherweise etwas Licht ins Grusel-Dunkel: In einer Dokumentation von C. Wallis „Zombis: do they exist?“ wurde folgender Sachverhalt erläutert:

Voodoo-Meister stellen Zombis her, indem sie eine bestimmte Giftmischung verwenden. Diese besteht offenbar aus einer giftigen Kröte, zerstampften Pflanzen, zermahlenen Menschenknochen und dem  gefährlichsten Gift der Welt: Tetrodotoxin (TTX): es ist ein Wirkstoff des Kugelfisches, 500 x stärker als Zyanid.

Wenn die tödliche Dosis unterschritten wird, erzeugt das Gift schwere Lähmungen. Der chemische Stoff der Kröte wirkt auf das Herz; das Fischgift greift das Nervensystem an. Die Folge ist eine Art Scheintod: der Betroffene will schreien, kann sich aber nicht bewegen; er scheint wie tot zu sein, ist aber durchaus bei Bewußtsein.

Diese Scheintoten werden beerdigt, wobei oftmals die Angehörigen nicht Bescheid wissen. Die „Leiche“ wird nach 1 oder 2 Tagen durch ein Gegengift „wiederbelebt“: ein Voodoo-Magier schleicht auf den Friedhof, holt den Scheintoten aus dem Grab und verabreicht ihm eine Paste aus Datura, einer Pflanze mit bewußtseinsverändern-den Wirkstoffen.

Danach werden „Zombies“ zur Sklavenarbeit weggeschleppt. Das Gegengift wirkt noch nach 72 Stunden, hat aber schwere Folgewirkungen: Der Betroffene vegetiert dahin   – fast ohne eigenen Willen, da sein Gehirn weitgehend vernichtet ist. Nur ein starres, unwirkliches Sich-Bewegen ist möglich, quasi ein „wiederbelebter Leichnam“.

Hierzu heißt es in „Heilen und Schamanismus“: „Ihre Meister benutzen die Zombies als Sklaven; sie werden als die bedauernswertesten Geschöpfe betrachtet, weil sie ihre geistige Essenz verloren haben“[13].

„Hör zu“ (Nr. 26/1993) schreibt in einer Vorschau auf die bereits erwähnte TV-Reportage, daß Zombies als willenlose „Roboter“ an eine Farm oder Fabrik verkauft würden  – angeblich „mehrere tausend“. Hierfür fehlen allerdings nach meinem Eindruck die präzisen wissenschaftlichen Belege.

Wenn ein Voodoo-Magier jemanden zum „Zombie“ reduzieren will, kann dies verschiedene Gründe haben: Opfer für die Götter, Besänftigung der Geister, Verfluchungen  – oder psychologische Motive wie Rachsucht, Neid, Eifersucht, Streit, Haß.

Zurück zu Haiti, der Hochburg des Voodoo in einem scheinbar katholischen Land, das nicht nur religionsmagisch, sondern durchaus auch politisch von Voodoo-Priestern beherrscht wird. Die Bezirksleiter (Chef de Section) sind oftmals Schamanen.

Aristide als Vertreter des magischen Synkretismus

Hierzu heißt es in der Radio-Dokumentation „Religion und Politik in Haiti“, die der Hessische Rundfunk am 22.9.1993 ausstrahlte: „In der Regel ist der Chef de section gleichzeitig ein Voodoo-Priester.  Diese von oben gewollte Vermengung von weltlicher und geistlicher Macht fordert den Mißbrauch geradezu heraus.“

Typisch für die Verhältnisse dort ist auch die Einstellung von Jean Bertrand Aristide, seines Zeichens mehrfacher Präsident von Haiti (zuletzt von 2000 bis 2004), danach mit Frau und Kindern im südafrikanischen Exil lebend.

Der Befreiungstheologe und  – von der Kirche amtsenthobene  –  Priester Aristide macht aus seiner Sympathie für Voodoo kein Geheimnis. Bei ihm erscheint jene verhängnisvolle Symbiose von Christentum und Heidentum sehr ausgeprägt, jene Religionsvermischung also, wie sie auch im taufscheinkatholischen Volk dort weit verbreitet ist.

Die erwähnte Radiosendung strahlte ein Interview mit Aristide aus und fragte ihn nach seiner Beurteilung des Voodoo:

„Für uns Haitianer  – zumindest für mich als Haitianer  – ist der Voodoo nicht ein Religion, die der katholischen Religion über- oder unterlegen ist. Voodoo ist der katholischen Religion ebenbürtig.“

Sodann sagte er, daß es hüben wie drüben gute und schlechte Menschen gäbe: „Man findet also in beiden Religionen beide Seiten der Medaille.“

Für den ehemaligen Präsidenten ist Voodoo ein Teil seiner Identität: „Voodoo ist für mich eine Religion, die zu respektieren ist, weil sie mir erlaubt, meine kulturellen Wurzeln wiederzufinden. Kein Baum kann leben und Früchte tragen, wenn seine Wurzeln abgeschnitten sind. Den Haitianer von seinen Wurzeln abschneiden, indem man ihn vom Voodoo entfernt, das heißt: ihn in den Selbstmord zu treiben.“

Das muß man sich zu Gemüte führen: die „Wurzeln“ dieses katholischen Priesters, ohne die ihm und seinesgleichen nur der Selbstmord vor Augen stände, sind weder die Heilige Schrift noch die Tradition der Kirche bzw. beides, sondern der schwarzmagische Voodookult, ein Ritual aus der Finsternis!

Aristide versteigt sich im Interview sogar zu der kuriosen Aussage: „Im Voodoo sind alle an die Tafel des Guten gerufen.“  –  Dies gelte auch dann, wenn Böses getan werde: „Selbst wenn man sich seiner Freiräume bedient, um Böses zu tun, muß man anerkennen, daß der Voodoo ein Herz hat, das im Rhythmus der Liebe, des Guten schlägt.“

Da staunt selbst der Radio-Sprecher und kommentiert: „Diese Sympathiebekundung hat Aristide den Vorwurf eingehandelt, er sei ein verkappter Voodoo-Priester. Dabei steht er vor allem für eine politisch-religiöse Bewegung, die aus seiner eigenen, der katholischen Kirche stammt: es ist die sog. ‚Kleine Kirche‘, inspiriert von der ‚Theologie der Befreiung‘, die keinen Unterschied zwischen religiösem und politischem Engagement machen will.“

Sodann wurden einige Mitglieder der  sog. „Basiskirche“ interviewt, wobei ein Herr namens Roger äußert: „Der Voodoo als eine Religion der Befreiung gehört zu den Wurzeln der Basiskirche.“  – Der Rundfunkmoderator stellt leicht ironisch fest: „Wie ihr Prophet Aristide haben die Mitglieder der ‚Kleinen Kirche‘ nichts gegen Voodoo.“

Im Unterschied zu solchen pseudo-katholischen Auswüchsen kämpfen protestantische Freikirchen, charismatische Gruppen und allerlei Sekten in Lateinamerika und in der Karibik gegen diese unbiblische Magie, indem sie den Gegensatz zwischen Licht und Finsternis, Christentum und Heidentum betonen.

Die protestantisch-freikirchliche „Konkurrenz“

Infolgedessen laufen viele Christen, die den katholischen Glauben nur von seinem Zerrbild her kennen (sei es Magie oder Befreiungstheologie oder  –  wie bei Aristide und Co.  – beides gleichzeitig) scharenweise zu evangelischen Predigern über, weil sie dort noch „echtes“ Christentum vermuten. Angesichts einer jahrhundertelang geduldeten Paganisierung bzw. Heidnisierung des katholischen Glaubens ist ein solcher Trend nicht weiter verwunderlich.

Mit einer vordergründigen, oberflächlichen Kampfansage an protestantische Bewegungen ist da wenig gewonnen, weil es das Übel nicht an der Wurzel packt, sondern die Symptome (noch dazu erfolglos) behandelt. Der wahre Gegner, die Ursache des pastoralen Schlamassels ist nicht der Protestantismus, sondern das Heidentum.

Solange diese „verborgene“ Gefahr nicht ohne Wenn und Aber überwunden wird, solange es keine eindeutige Abwehrhaltung gibt, solange mit dem Voodoo „dialogisiert“ wird, statt ihn als Finsternismacht geistig zu bekämpfen, werden weiterhin verunsicherte Katholiken zu freikirchlichen bzw. pfingstlerischen Gruppierungen abwandern.

In der katholischen Zeitschrift „Stefanus“ (Nr. 6/93) findet sich folgende Meldung: „Das rasche Vordringen von Sekten in Lateinamerika muß nach Überzeugung von Papst Johannes Paul II. von der katholischen Kirche mit einer einheitlichen Strategie bekämpft werden. Bei einer Audienz für die Mitglieder der Päpstlichen Lateinamerika-Kommission bezeichnete er es als dringend notwendig, der aggressiven Propaganda der Sekten auf dem ‚Kontinent der Hoffnung‘ eine (…) Evangelisierungskampagne entgegenzusetzen.“

Eine „einheitliche Strategie“ und evangelistischer Kampfgeist ist tatsächlich angesagt, allerdings weniger gegen die freikirchlich-protestantische „Konkurrenz“, sondern gegen den eigentlichen Erzfeind namens Voodoo   – und gegen das Heidentum insgesamt, damit dieser „Kontinent der Magie“ endlich der dämonischen Finsternis entrissen wird.

Das Problem ist nicht gerade neu. Die „Deutsche Tagespost“ meldete bereits am 3. März 1992: „In Lateinamerika treten täglich etwa 8000 Katholiken zu einer protestantischen Sekte über. Diese Zahl nannte der Koordinator für Wallfahrtsorte in Lateinamerika, E. Trucco, bei einem Pilgerkongreß im Vatikan.“

Zwischen dem Licht des Glaubens und dem Dunkel der Magie gibt es keinen Kompromiß, hier klafft vielmehr ein Abgrund. Erinnern wir uns an die klaren Worte des Völkerapostels Paulus, der damals so viele Heiden zu Christen missionierte:

„Wie stimmen Christus und Belial überein?“ (2 Kor 6,15)  – ganz zu schweigen von seiner Warnung: „Was die Heiden opfern, das opfern sie den Dämonen  – ich will aber nicht, daß ihr Gemeinschaft habt mit den Dämonen.“ (1 Kor 10,19)

Während der Völkermissionar die urchristlichen Gemeinden ermahnte „Flieht vor dem Götzendienst (1 Kor 10,14), wird das Heidentum heute von manchen Dialogisierern und Synkretisten geradezu umarmt.

Der frühere päpstliche Geheimkämmerer Egon von Petersdorff schreibt in seinem Standardwerk über die Dämonologie: „Der Schamanismus ist … der gefährlichste, weil unmittelbarste Götzen- und Dämonenkult, der sich in mannigfaltigen Abarten und verschiedenen Tarnungen durch die ganze Menschheitsgeschichte hin verfolgen läßt, bis in unsere Tage“[14].

Der Autor steht hier in Übereinstimmung mit Psalm 95,4 („Alle Götter der Heiden sind Dämonen“) sowie mit dem hl. Thomas von Aquin und dem Dogmatiker Scheeben:

„Götzendienst war … im Grunde Dämonendienst, weil … kein anderes reales Wesen da war, welches den Götzenkult entgegennehmen konnte“[15].

Ähnlich Michael Schmaus: „Hinter dem heidnischen Kult stehen die Dämonen“[16].

Wer vom Licht redet, darf von der Finsternis nicht schweigen.  Wer Tugenden rühmt, muß Laster verwerfen, um Klarheit zu schaffen. Wer die Wahrheit predigt, muß den Irrtum entlarven und davor warnen.

Hortense von Gelmini, eine katholische Künstlerin und Dirigentin, schreibt in ihrem Aphorismen-Buch: „Das Gute erwerben, ohne das Schlechte aufzugeben, ist der folgenschwerste Selbstbetrug jeder menschlichen Entwicklung.“

Vernünftige Inkulturation ist begrüßenswert

Dabei ist eine gewisse „Inkulturation“ bei der Missionierung von Heiden durchaus kein Problem, sondern wird von der Kirche mit Recht seit Jahrtausenden angewandt. Dieses „Aufsaugen“ vorheriger Kulturen und das Integrieren ihrer positiven oder neutralen Elemente in die christliche Religion wurde auch bei der Christianisierung der Germanen angewandt  – und dies einigermaßen erfolgreich. Immerhin führte dieses segensreiche Wirken der Kirche zum „Heiligen römischen Reich deutscher Nation“.

Dabei war die christliche Germanenmission jeder Religionsvermischung abhold. Den Neubekehrten wurde klar gepredigt, daß sie ihre „Traditionen“ weitgehend aufgeben mußten: unseren Altvorderen ist in der ausgehenden Antike sehr wohl etwas „verloren“ gegangen, als sie sich zu Christus bekehrten: nicht etwa nur die Donar-Eiche mußte „dran glauben“, sondern der pagane Irrglaube insgesamt  – von der Wotans-Furcht bis zu den Menschenopfern in den Sümpfen Germaniens war Schluß mit heidnisch.

Sicherlich praktizierten die  – oft aus Irland kommenden –  Missionare damals eine gewisse Inkulturation, wobei sie jene Elemente des „Germanentums“, die mit dem christlichen Glauben vereinbar waren, bestehen ließen bzw. „tauften“; sie respek-tierten z.B. den germanischen Heldenmythos (er wurde im „Heliand“ verchristlicht).

Heidnische Opferstätten wurden nicht unbedingt immer mit der Bonifatius-Axt weggefegt, sondern mitunter durch christliche Wallfahrtsstätten verdrängt und so allmählich ihres heidnischen Ursprungs beraubt.

Die Christianisierung der Germanen war eben insgesamt gesehen keine Heidnisierung des Christentums, sondern eine fortschreitende Überwindung des Heidentums durch das Christentum  –  sicherlich zuweilen unvollkommen und auf Umwegen, doch immerhin zielklar.

Klar sollte das missionarische Ziel wirklich sein: vorsichtige Inkulturation JA, aber Synkretismus NEIN.

Wenn der Papst im Frühjahr 2012 seine geplante Reise nach Kuba und Mexiko antritt, hat er es mit zwei Ländern zu tun, in denen magische Kulte ebenfalls seit langem beheimatet sind und heute noch blühen, oft unter dem Deckmantel des Katholischen   –  oder auch des Sports.

So lauteten Schlagzeilen zur Fußball-Weltmeisterschaft 2010 beispielsweise so:  „Mexikos Fußballer: Mit Voodoo zum Erfolg.“  – Die mexikanische Zeitung „Record“ startete mit Hilfe einer Videoverleihkette eine massive Voodoo-Kampagne. Tausende Fans kauften sich Fußballer-Puppen in USA-Farben und  kleine Nadeln, um sie in die „US-Puppen“ zu stechen (ein Ritual aus dem Schadenszauber).  Die Organisatoren der Kampagne klärten ihre Anhänger darüber auf, daß sie die Puppen mit Nadeln peinigen, verbrennen oder in eine Vase mit Wasser tauchen könnten.

Ob Schadenszauber oder Göttinnenglaube, weiße oder schwarze Magie, angstvoller Ahnenglaube oder spiritistische „Heilungszeremonien“  – all diese Irrwege überwindet der christliche Glaube, der wahre Gott, die Botschaft des Ewigen, die Sakramente des HERRN.

Allein die göttliche Offenbarung in Christus und seinem Erlösungswerk vermag diese unheimlichen Kräfte der Finsternis wirksam zu besiegen, denn Christus ist gekommen, „um die Werke des Teufels zu zerstören“ (1 Joh 3,8).

ERSTveröffentlichung dieses Artikels in der Zeitschrift „Theologisches“ (Nr. 1 – 2 / 2012)

Anmerkungen:


[1] Alberto Villoldo – Stanley Krippner, Heilen und Schamanismus: Dokumente anderer Wirklichkeiten, Sphinx-Verlag: Basel 21986, 73.
[2] J.J. Heydecker, Die Schwestern der Venus. Die Frau in den Mythen und Religionen, Nymphenburger Verlag: München 1991, 347.
[3] AaO., 352.
[4] Villoldo – Krippner, aaO., 74.
[5] AaO., 86.
[6] Vgl. hierzu J. Haskins, Voodoo und Hoodoo, Stein & Day: New York 1978.
[7] Villoldo – Krippner, aaO., 241.
[8] Ebenda.
[9] Villoldo – Krippner, aaO., 245.
[10] AaO., 243.
[11] L.G. Peters, „Towards an Experimental Analysis of Shamanism“: American Ethnologist 7 (3/1980) 397-418.
[12] K.E. Koch, Okkultes ABC, Bibel- und Schriftenmission: Aglasterhausen 21984, 599.
[13] Villolda – Krippner, aaO., 244.
[14] Egon von Petersdorff, Dämonologie I, Christiana Verlag: Stein am Rhein 21982, 226.
[15] M.J. Scheeben. Handbuch der katholischen Dogmatik II, Freiburg i.Br. 1933 (= 1880), 678.
[16] Michael Schmaus, Katholische Dogmatik II/1, München 61962, 314.