Wegen Massakern in Zentralafrika wollen Bischöfe einen „Tag der Trauer“ einführen

„Das Menschenleben ist heilig und unantastbar. Jeder Vertreter der staatlichen Gewalt, jede staatliche Organisation hat die oberste Pflicht, es zu respektieren und zu schützen.“  – Mit Berufung auf den ersten Artikel der Verfassung der Zentralafrikanischen Republik fordern die katholischen Bischöfe in einem am 24. November veröffentlichten Dokument die Beendigung der Gewalt, mit der das Land seit 2012 größtenteils durch radikal-islamische Gruppen terrorisiert wird.

In diesem Zusammenhang prangern die Oberhirten die blutigen Massaker in Bangui, Bambari, Batangafo und Alindao an und laden Vertreter aus Politik und Verwaltung, Diplomaten und Vertreter nationaler und internationaler Institutionen sowie Medien und Bürger zu einer Pressekonferenz in die erzbischöfliche Residenz in Bangui ein, „damit die Wahrheit über die inakzeptablen und verheerenden Verbrechen gegen die Zivilbevölkerung ans Tageslicht gebracht wird“.

Nach den letzten Massenmorden, insbesondere dem jüngsten Anschlag gegen Christen am 15. November in Alindao, bei dem etwa fünfzig Zivilisten ihr Leben verloren haben, bitten die Bischöfe die Gläubigen und Menschen mit guten Willens darum, „den Feiern am 1. Dezember (Nationalfeiertag Zentralafrikas) im Zeichen der Trauer fernzubleiben“, während am Sonntag, dem 2. Dezember, in allen Diözesen ein „Tag der Trauer und des Gebetes „zum Gedenken an die Opfer stattfinden soll.

Die Kollekte bei den Sonntags-Gottesdiensten ist für die Überlebenden der Massaker bestimmt.

Quelle: Fidesdienst