Christus besuchte die Geister im jenseitigen „Gefängnis“ und predigte ihnen

Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche: 1 Petr 3,18-22:

Liebe Brüder! Christus ist der Sünden wegen ein einziges Mal gestorben, ER, der Gerechte, für die Ungerechten, um euch zu Gott hinzuführen; dem Fleisch nach wurde ER getötet, dem Geist nach lebendig gemacht.  DSC06228

So ist ER auch zu den Geistern gegangen, die im Gefängnis waren, und hat ihnen gepredigt.

Diese waren einst ungehorsam, als Gott in den Tagen Noahs geduldig wartete, während die Arche gebaut wurde; in ihr wurden nur wenige, nämlich acht Menschen, durch das Wasser gerettet.

Dem entspricht die Taufe, die jetzt euch rettet. Sie dient nicht dazu, den Körper von Schmutz zu reinigen, sondern sie ist eine Bitte an Gott um ein reines Gewissen aufgrund der Auferstehung Jesu Christi, der in den Himmel gegangen ist; dort ist ER zur Rechten Gottes  –  und Engel, Gewalten und Mächte sind ihm unterworfen.

HINWEIS: Mit den „Geistern“, die sich im „Gefängnis“ (Totenreich) befanden und denen Christus gepredigt hat, sind die Seelen jener Verstorbenen vor Jesu Zeit gemeint, die nicht verdammt wurden, sondern die auf eine Erlösung durch Christus warten durften. (Eine Verkündigung in der Hölle bei den verlorenen Seelen wäre sinnlos gewesen; diese haben ihre Chance bereits verspielt.)

Zugleich ist diese Bibelstelle auch ein Hinweis auf einen „Zwischenzustand“ der unsterblichen Seele vor der Auferstehung des Leibes sowie auf eine Läuterung im Jenseits (sog. „Fegefeuer“).