„Hart, aber fair“ mit CSU-Finanzminister Söder und Polizeichef Wendt am 9.1.2017

Terror zu Weihnachten, erneute Zusammenrottungen an Silvester, Deutschland diskutiert: Darf die Herkunft ein Verdachtsmerkmal sein? Brauchen wir härtere Gesetze, besonders bei der Abschiebung? Oder muß geltendes Recht nur konsequenter angewendet werden? 76

Darüber debattiert die Talksendung „hart aber fair“ am Montag, den 9. Januar, um 21 Uhr im ARD-Programm.

In der Runde diskutieren der bayerische Finanzminister Markus Söder (siehe Foto) ebenso wie der Vorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft, Rainer Wendt. Auf der inhaltlichen Gegenseite nehmen Renate Künast von den Grünen und Heribert Prantl von der „Süddeutschen Zeitung“ am Fernsehtalk mit Frank Plasberg teil.

Weitere Infos: hart aber fair


Absurdistan: German Madness und eine neue Dolchstoßlegende

Von Hanna Jüngling

Die gestrige ZDF-Talkshow „Maybritt Illner“ war aus ganz verschiedenen Gründen ein Gruselkabinett. Nicht nur, dass Illner ihr Handwerk entweder nicht versteht oder mit Absicht eine dermaßen einseitige Runde einberief: das alleine war schon journalistischer Pfusch. Das Scheuer-Bashing war ebenfalls so bescheuert wie künstlich aufgeblasen.

Man hat ein ums andere Mal den Eindruck gewonnen: Gott sei Dank hat Scheuer einen etwas missverständlichen Satz gesagt. Nach Petrys (wirklichem) Fehlgriff von wegen „völkisch“ endlich wieder was, worüber man in wachsam-anti-rechts hyperventilieren konnte. CSU facebook

„Stern“-Chefredakteur Jörges pampte wie immer herum und postulierte, wie viel sich doch getan habe seit letzten September –  und dass nur das doofe Volk das nicht begreife und Kanzlerin Merkel  –  ach wie süß  –  das einfach nicht richtig rübergebracht habe, was sie doch alles seither getan habe.

Und überhaupt komme das nie wieder vor, das mit der einen Million, die ja doch bloß 800.000 gewesen seien, wenn man mal alles rausrechnet. Ah ja: Andere sprechen von einer Dunkelziffer bis hin zu 2 Mio. Wie jetzt?  – Und derzeit kämen ja „nur noch“ 3000 „Flüchtlinge“ pro Monat. Klar, das ist ein Klacks, das sind im Jahr auch 36 .000…

Katja Kipping von der Linkspartei redete Blech, Kraut und rote Rüben, schwafelte über bezahlbaren Wohnraum und darüber, dass wir ganz viele Flüchtlinge aufnehmen müssten (den Zusammenhang zwischen 1 Mio neuer Domizile und Mietpreisen kapiert man im roten Milieu wohl nicht so ganz) und richtete ihren populistischen Volkszorn gegen den armen CSU-Mann Scheuer, was in dieser Runde wahrlich nichts kostete.

Der Historiker Winkler ist irgendwie nicht ganz im Heute angekommen, aber immerhin schwieg er lange (was ich ungehörig von Ilner fand, ihn als den Ältesten und Ehrwürdigsten dermaßen lange warten zu lassen, nur weil Frau Kipping ihre nicht-satisfaktionsfähigen Kracher loslassen musste) und blieb wohltuend sachlich. Ich stimme ihm nicht zu, aber er war in der Runde einschließlich Moderatin der einzige, der noch irgendetwas von der ehemals deutschen Geistigkeit ausstrahlte.

Oppermann ist Biedermann  – mehr sag ich nicht. Aber er freut sich schon mal, wenn die CDU nicht mehr regiert und die SPD mit dem Stasi-Bodensatz zusammenarbeitpc_pien wird. Und die böse AfD, ja da gab es wieder ganz viel Hau-den-Lukas diesmal… 

Der Abschuss war dann jener Herr von der Uni Leipzig. Wer wissen will, wie ein derzeitiger deutscher Professor aussieht, möge sich das noch mal anhören. Es waren Welten zwischen diesem Populisten und Prof. August H. Winkler. Man sah das Kontrastpaar vor Augen, vorausgesetzt, man ist noch fähig zu sehen…

Er erzählte erst recht moderat, was sie da so alles beforschen würden, aber dann fiel er durch die Falltür ganz in den demagogischen Keller und erklärte uns, dass alles, was die Merkel-Politik nicht mag, rechtsextrem sei und auch schon vorher gewesen sei  –  und nur noch auf den rechten Moment zum Lospoltern gewartet habe – ah ja. Und herkommen würde alles nur daher, dass diese Leute gewissermaßen Sozial-Loser seien. Klar: wer Geld hat, hat recht und wer keins hat, wählt entweder Kipping oder er   i s t   rechts. Noch Fragen?

Was dieser Verschnitt aus „Heißem Stuhl“, der Muppets-Show und Stammtisch eigentlich mit dem Titel der Sendung zu tun hatte („Wird Deutschland unregierbar?“), ließ ich nach ca. 15 Minuten resigniert auf sich beruhen. Worum es stattdessen ging? Es ging darum, dass als Linke verkleidete Antidemokraten und Hetzer nun bis zur Bundestagswahl die letzten Demokraten aus diesem Land austreiben. Was angestrebt wird, wurde gesagt: eine rot-rot-grüne Regierung.

Kennt hier jemand das Buch „Der Nazi und der Friseur“ von Edgar Hilsenrath? Nein? Sie sollten das lesen, dann verstehen Sie, was derzeit abläuft in diesem Land. Nichts Neues unter der Sonne also, man hat nur die Etiketten umgehängt.

Und wenn der ganze Flüchtlingswahnsinn dann entweder gestoppt wird oder total eskaliert, werden unsere Mainstreamer ihre eigene Dolchstoßlegende erfinden: Wir hätten es geschafft, wenn man es uns hätte schaffen lassen…

Und mit dieser Legende werden dann wieder Generationen leben müssen  –  bis zum nächsten deutschen Großmanns-Wahnsinn. Der schlimmste Wahlkampf der Bundesrepublik hat definitiv begonnen. Kämpfen wir für Vernunft und Besonnenheit und die fruchtbare Fortsetzung unserer Kultur.

Das ist nach der German Angst nun die totale German Madness.

Weitere Artikel unserer Autorin Hanna Jüngling lesen Sie hier auf ihrer Webseite: http://zeitschnur.blogspot.de/

Dieser Bericht von uns befaßt sich ebenfalls mit der Illner-Talksendung: https://charismatismus.wordpress.com/2016/09/23/illner-talk-die-spd-strebt-offenbar-nach-einer-tiefroten-linksfront-regierung/


Günter Jauch: Talksendung um Limburgs Bischof zwischen Fakten und Sprücheklopferei

Kommentar von Felizitas Küble

Die ARD-Gesprächsrunde mit Moderator Günter Jauch am Sonntag, den 20. Oktober, drehte sich zunächst um Bischof Tebartz-van Elst und danach um das weite Feld der Kirchenfinanzen: Vatikanbank, Kirchensteuer, Bischofsgehälter, kirchliche Einrichtungen und vertraglich geregelte Staatsverpflichtungen gegenüber den Kirchen in Deutschland etc.

An der Talksendung nahmen neben Günter Jauch, der insgesamt  – für Fernsehverhältnisse  – noch relativ sachlich agierte, folgende Gäste teil: Schmid_Wuerzburg_2013_2

Dr. Albert Schmid (siehe Foto), Chef des Laienkomitees der Katholiken in Bayern und vertrauter Freund des Limburger Bischofs 
Heribert Prantl, von linker Seite gerne als „Edelfeder“ bezeichneter Ressortleiter der „Süddeutschen Zeitung“; er gehört zur SZ-Chefredaktion; Prantl sitzt zugleich im Beirat der äußerst kirchenfernen „Humanistischen Union“
Gisela Friederichsen, bekannte „Spiegel“-Redakteurin, die aus der katholischen Kirche wegen deren (wie sie meint) „traditionellen“ Haltung austrat, sich aber gleichwohl weiterhin subjektiv als „katholisch“ empfindet
Andreas Englisch, ehem. BILD-Reporter, Vatikankorrespondent und Bücherschreiber (vor allem Papstbiografien)
Norbert Feldhoff, früherer Generalvikar des Erzbistums Köln, Aufsichtsratsvorsitzender der kirchlich geprägten Pax-Bank
 

Zunächst zur Debatte um die Causa Limburg: 

Andreas Englisch neigte (nicht zum ersten Mal) zum Schwadronieren und Sprücheklopfen, was von dem entsprechend gepolten Publikum häufig mit Beifall quittiert wurde: je simpler seine Aussagen, umso stärker der Applaus.

Typisch war auch die sofortige Klatscherei vieler Zuschauer im Studio, als sich „Spiegel“-Redakteurin Friederichsen eindeutig pro Abtreibungsfreiheit äußerte und Erzbischof Johannes Dyba aus Fulda (verstorben im Juli 2000) in diesem Zusammenhang scharf kritisierte.

Frau Friederichsen hatte teilweise aber durchaus recht bei anderen Themen, etwa wenn sie nach den wortreichen Erzählungen von Andreas Englisch über die Armutsprinzipien des Papstes darauf hinwies, daß Franziskus auch noch andere Grundsätze wichtig finde, zB. die Barmherzigkeit. Daher glaube sie nicht, daß der Papst bei dem gleichsam „am Boden liegenden“ Limburger Bischof nachtreten werde.

Eingangs wurde Dr. Albert Schmid, der zur Zeit täglich mit dem Limburger Bischof telefoniert, von Günter Jauch gefragt, wie es um die Befindlichkeit und Seelenstimmung des jetzt in Rom weilenden Oberhirten stehe.

„Der Bischof geht mit den Problemen spirituell um“

Der oberste katholische Laienvertreter in Bayern erläuterte, Tebartz-van Elst sei innerlich durchaus „gefaßt“:

„Er geht mit den Problemen spirituell um“; er sehe sie gleichsam als geistliche Herausforderung an.

Schmerzlich sei für den Limburger Kirchenmann vor allem die Tatsache, daß „die Angriffe überwiegend aus seiner eigenen Kirche gekommen“ seien.

Foto: Radio Vatikan

Foto: Radio Vatikan

Tebartz-van Elst verstehe sich, so erklärte Dr. Schmid weiter, in seinem Amtsverständnis als Bischof der römisch-katholischen Kirche  –  und nicht etwa lediglich als leitender Angestellter kirchlicher Gremien in Deutschland.

Mit anderen Worten: Er fühlt sich in erster Linie dem Papst verpflichtet, von dem jeder katholische Bischof ernannt wird  –  seine Loyalität gehört nicht in gleicher Weise diversen kirchlichen Kreisen und Kommissionen.

Dr. Schmid erwähnte sodann, daß es im Bistum Limburg schon seit Bischof Kempfs Zeiten (70er Jahre) eine tendenzielle Los-von-Rom-Strömung gäbe.

Diese reformlustige Richtung wurde unter dem als „liberal“ gefeierten Bischof Kamphaus munter fortgesetzt, wie sich vor allem bei der Debatte um Abtreibung und Beratungsscheine in den 90er Jahren deutlich zeigte.

Vom Weihbischof in Münster zum Oberhirten von Limburg

Als nun Tebartz-van Elst  –  der eher konservative, „romtreue“ Weihbischof aus Münster  –  zum Oberhirten dieses weitgehend modernistisch ausgerichteten Bistums ernannt wurde, fand er eine äußerst schwierige Situation vor, wie man sich wohl lebhaft vorstellen kann.

Dr. Schmid erläuterte, daß der Limburger Bischof bis zu einem gewissen Grad durchaus Opfer dieser innerdiözesanen Spannungen sei.

Die Vorwürfe wegen der Baukosten seiner Residenz seien auch deshalb hochgekocht worden, um letztlich andere, tieferliegende und grundsätzliche Konflikte anhand dieses vorgeschobenen Themas auszutragen.

Es sei wichtig, so Dr. Schmid, auch in dieser Causa besonnen zu bleiben, rechtsstaatliche Grundsätze zu beachten, keine Vorverurteilungen vorzunehmen und nicht vorschnell den Stab über jemanden zu brechen, ohne sich sorgfältig zu informieren – kurz und gut: die Prinzipien der Fairneß einhalten.

Herr Prantl von der „Süddeutschen Zeitung“ (SZ) schien insoweit auf beiden Ohren taub zu sein, denn nach dieser ruhigen, sachlichen Argumentation des katholischen Laienvertreters legte er erst richtig los:

Tebartz-van Elst sei „der erste deutsche Bischof mit Strafbefehl“ und könne daher „nicht mehr Bischof sein“. Dabei blieb völlig unerwähnt, daß es sich lediglich um einen Strafbefehl-ANTRAG der Hamburger Staatsanwaltschaft handelt, keineswegs um eine Gerichtsentscheidung  –  von einer rechtskräftigen Verurteilung ganz zu schweigen. Warum kehrt Prantl dieses entscheidende ABC des Rechtsstaats unter den Tisch?

Der kirchenkritische SZ-Chefredakteur agierte sodann mit lockeren Sprüchen etwa des Stils, daß Tebartz-van Elst bei dem Kirchenlied „Ein Haus voll Glorie schauet“ wohl gleich an seinen Bischofssitz denke. Derartige Flaxereien kommen bei einem oberflächlichen Studio-Publikum freilich besser an als eine besonnene, sachorientierte Argumentation, wie sie Dr. Schmid überzeugend vorlegte.

40 Millionen Euro für das Diözesan-Museum in Köln

Im Laufe der Diskussion wurde der ehem. Generalvikar nach dem Diözesan-Museum in Köln befragt, das immerhin die stolze Stumme von 40 Millionen Euro verschlang. Feldhoff betonte, die Entscheidung zugunsten des Museums sei durch alle gängigen kirchlichen Instanzen gegangen und dort mehrheitlich befürwortet worden.

Aber dieser eher formale Aspekt entbindet doch wohl nicht von der Frage, ob ein solcher Bau angemessen, geschweige notwendig ist.

Immerhin befindet sich in dem als „Protzbau“ verlästerten Diözesan-Zentrum in Limburg durchaus ein eigenes Bistums-Museum mit dem Domschatz  –  und zwar als eines von mehreren Gebäuden.

Folglich hat allein das Museum in Köln mit 40 Mill. € weitaus mehr gekostet als in Limburg das gesamte, doch so heiß „umstrittene“ Diözesan-Zentrum, wovon die Bischofswohnung nur einen Teil des Gebäudekomplexes darstellt, was in vielen Medienberichten allerdings unterschlagen wird.

25.000 Ordensleute leben ihr Armutsgelübde Tag für Tag

Dr. Schmid wies beim vieldiskutierten Thema „Armut“ und Bescheidenheit, das von Vatikanreporter Englisch ständig neu aufgewärmt wurde, auf die 25.000 Ordensleute in Deutschland hin, die von Armut nicht nur reden, sondern sich durch ihr Ordensgelübde für ihr ganzes Leben hindurch dazu handfest verpflichten.

Außerdem betonte er zu Recht, daß jeder Papst sein Amt auf Petrus selbst bezieht und auf den Felsen Petri zurückführt, nicht auf den jeweiligen Vorgänger. Daher solle man die jeweiligen Päpste, die durchaus ihren eigenen Stil haben dürfen, nicht gegeneinander ausspielen.

Am Schluß meldete sich die vermeintliche SZ-„Edelfelder“ wieder zu Wort und lieferte ein Beispiel mangelnder Kenntnisse:

Prantl empörte sich publikumswirksam darüber (natürlich war hier wieder viel Beifall aus dem Studio fällig), daß kirchliche Angestellte im Falle einer „Scheidung“ aus ihrer beruflichen Stellung herausfliegen würden.

Dieser Vorwurf ist theologisch völlig unsinnig und sachlich falsch: Wegen einer Scheidung wird kein kirchliches Arbeitsverhältnis gekündigt, sondern vielmehr erst im Falle einer zivilen Wiederverheiratung, obwohl das erste und einzige Eheband (auch im Falle einer Trennung oder Scheidung) sakramental fortbesteht.

Aber mit derlei Unterscheidungen ist ein Heribert Prantl offenbar überfordert.

DIESER ARTIKEL ist auch in der SÜDWATCH veröffentlicht: suedwatch.de/blog/?p=11524
81.169.144.135

Ebenso bei der JOURNALISTENwatch: http://journalistenwatch.com/cms/2013/10/21/guenter-jauch-talksendung-um-limburgs-bischof-zwischen-fakten-und-spruecheklopferei/

Ergänzende Infos zu Dr. Schmids sonstigen Aussagen im „Fall Limburg“ siehe hier: https://charismatismus.wordpress.com/2013/10/16/causa-limburg-skandaloser-umgang-von-amtsbrudern-mit-bischof-tebartz-van-elst/

 


Hedwig von Beverfoerde und Erika Steinbach: Klares Plädoyer für Ehe und Familie

Bericht der „Initiative Familienschutz“ zum Anne-Will-Talk:

Es ging heiß her in der gestrigen Anne-Will-Sendung zum Thema Homo-Ehe und volles Adoptionsrecht für gleichgeschlechtliche Paare. Hedwig von Beverfoerde, Sprecherin der Initiative Familienschutz, verteidigte gemeinsam mit der CDU-Politikerin Erika Steinbach (siehe Foto) die Ehe zwischen Mann und Frau. Dafür mußten sie sich Buh-Rufe aus dem Publikum gefallen lassen. 10

Ihre Mitdiskutanten Michael Kauch (FDP-Fraktionskoordinator für Schwulen- und Lesbenpolitik) und der Autor David Berger warfen ihnen ein reaktionäres und überholtes Weltbild vor. 

Für 97% der Deutschen besteht eine Familie aus einem verheirateten Paar mit Kindern, zitierte Will eine aktuelle Allensbach-Umfrage. Und genau diese sollte der Staat unterstützen, meinte Steinbach  –  und das Geld nicht in die Ausweitung des Ehegattensplittings für homosexuelle Partnerschaften stecken: „Der Staat sollte nur fördern, was seiner Zukunft dient!“  – Das Urteil des BVG halte sie deshalb auch für falsch.

Beverfoerde (siehe Foto) wundert sich insbesondere darüber, wie schnell die Politik nun darauf reagiere. Während mehrere Familienurteile des BVG z.T. seit 20 bis 30 Jahren auf ihre Umsetzung warten, würde hier „in einem unglaublichen Galopp“ gearbeitet. „Für die vielen Menschen im Land, die Kinder erziehen, da läßt man sich alle Zeit der Welt“, das sei schlicht „ungerecht“.

Foto: Blog "Freie Welt"

Foto: Blog „Freie Welt“

Es werde schon genug für Kinder getan, meinte Kauch und zählte alle Leistungen des Staates auf. Der Staat müsse endlich auch Lebenspartnerschaften steuerlich besser stellen.

Auch beim Adoptionsrecht gingen die Ansichten weit auseinander: Während Kauch, der selbst in einer homosexuellen Partnerschaft lebt und ein Kind mit einer Frau aus einer lesbischen Beziehung hat, für das volle Adoptionsrecht plädierte, erinnerte Beverfoerde daran, daß jedes Kind ein Recht auf Mutter und Vater habe. Insbesondere für die Identitätsfindung des Kindes seien beide Eltern von großer Bedeutung.

Gerade Adoptionskinder bräuchten optimale Bedingungen, in denen sie aufwachsen, merkte Steinbach an. Und optimal sei eine Familie mit Mutter und Vater.

In Kindergärten und Schulen würde man sich für mehr männliche Bezugspersonen einsetzen, weil man erkannt habe, daß dies wichtig für die gute Entwicklung der Kinder sei. Ein volles Adoptionsrecht für Homo-Paare würde diese Erkenntnis aber außer Acht lassen, kritisierte Steinbach.

Will präsentierte dann noch einen jungen Mann, der mit zwei Müttern groß geworden ist und ein schwules Pärchen mit zwei kleinen Pflegekindern. Natürlich kann dies im Einzelfall gelingen, bestätigte Beverfoerde. Es gebe aber eben auch viele gegenteilige Fälle. Eine gesetzliche Regelung müsse die Gesamtheit im Blick haben, nicht den Einzelfall.

Man darf gespannt sein, ob die Äußerungen von Steinbach und Beverfoerde dem streitbaren Autor Berger ausgereicht haben, um auch ihnen den Zugang zu weiteren Talkshows zu verbieten.

Erst vor kurzem hatte er einen Aufruf gestartet Birgit Kelle, Gabriele Kuby und Martin Lohmann wegen ihrer kritischen Äußerungen zum Thema Homosexualität nicht mehr in Talkshows zu lassen. Sieht so die viel geforderte Toleranz aus?

Quelle: http://www.familien-schutz.de/beverfoerde-bei-anne-will-kinder-brauchen-mutter-und-vater/#more-9693

WEITERER BERICHT über diese Sendung aus dem PRO-Magazin: http://www.pro-medienmagazin.de/?id=fernsehen&news%5Baction%5D=detail&news%5Bid%5D=6741